Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

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Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 25 Jan 2015, 19:19

Ich fühle mich sehr unwohl in meiner Haut als Admin hier die 1. Story zu bringen. Teilt mir bitte offen mit wenn ihr dagegen seid, dann höre ich sofort auf.
Wer meine Geschichten von der HP unserer lieben Bine kennt, weiß das meine Fantasie ziemlich „schräg“ ist  und daran hat sich nichts geändert. Na ja, ich warte einfach mal ab ob mein Utopie-Quark überhaupt gelesen wird.
Alles Liebe   Walli
 
 
 
Erschüttert standen das Team und alle anderen Kollegen um die Tote
 
Nur Ina fetzte wieder ganz aufgeregt umher: „Spuren. Spuren über all Spuren sichern…ganz schnell“ trieb sie „ihre“ Leute an
 
„Grässliches Weib“ knirschte Tom mit den Zähnen und schüttelte den Kopf
 
Jan zog nur bitter die Mundwinkel herunter und verdrehte die Augen
 
Hajo stand noch immer erstarrt vor dem Opfer
 
Als Ina übereifrig jetzt auch noch an der Leiche herumfummelte, keifte Sabine:
„Zum letzten Mal Ina!!!!!!!......Du lässt die Finger von meiner Arbeit
Mach dich zurück an deine Spuren…..posaunst doch bestimmt gleich wieder den Täter überführt zu haben“
 
„Pah, bist doch nur neidisch, weil du mit deiner Körperschnipselei nicht so erfolgreich bist wie ich“ rauschte Ina beleidigt ab
 
Sabine schüttelte nur den Kopf, meinte dann: „Tja Männer…..falls ihr vor Erschütterung aufnahmefähig seid…..
Denn ihr seid erschüttert, sehr erschüttert, steht euch im Gesicht geschrieben….im Gegensatz zu der…der - dem Eisblock Ina
Eure ehrlichen Gefühle zeigen mir, dass wenigstens noch einige Menschen im Raum sind und ich nicht nur von seelenlosen Robotern umgeben bin
Ihr stimmt mir wohl zu, dass hier ein grausamer Teufel am Werk war. Tote habt ihr, habe ich ja immer wieder vor mir……..
Aber auf so bestialische Weise ermordet, wie die arme Frau….das geht uns wohl allen an die Nieren
………..Erdrosselt…..grausam erdrosselt mit einer Drahtschlinge….Ach was Schlinge
Sieht für mich eher aus wie ein Stück von einem Stacheldrahtzaun….bei den vielen spitzen Zacken….
Luft abgeschnürt….einfach erdrosselt…wie…wie…das ist so barbarisch…widerlich….unmenschlich…“ konnte auch jetzt Sabine ihre Erschütterung nicht mehr unterdrücken
 
„Sabine, weißt du……meine… kannst du trotzdem schon was sagen?“ stotterte Hajo
 
„Überlege, ob ich überhaupt obduziere….Todesursache scheint eindeutig…
Es dauert bestimmt bis ich die fest eingebohrte Schlinge entfernt habe
Eins noch….Das Opfer hat eine Waffendruckstelle an der Schläfe“
 
„Das erklärt den leergeräumten, aber nicht aufgebrochenen Tresor
Die Bestie hat mit aufgedrückter Waffe die Kombination erzwungen
Wohlmöglich sich den Tresor sogar vom Opfer öffnen lassen….und dann Schlinge….ein Teufel“
 
 
 
„Anscheinend bin ich hier überflüssig
Die Herren Polizisten….Ich verabschiede mich dann“
 
Tom und Jan wirbelten herum, standen sofort vor dem Zeugen:
„Sorry…Sie müssen der Herr sein, der die Tote fand. Entschuldigen Sie das lange Warten
Aber wir müssen uns immer erst ein großen Überblick verschaffen…H. Zeus… richtig?“ fragte Tom
 
„Dr. Zeus wenn ich bitten darf
Wenn Ihnen „Überblick verschaffen so wichtig ist, bin ich wirklich überflüssig
Manieren sind das hier!!!!!....Habe die Ehre“ wandte er sich zum Gehen
 
Jan beschwichtigte: „KOK Maybach mein Name…Dr. Zeus bitte versuchen Sie uns doch zu verstehen
Wir wollen Sie mit dem langen am Tatort verharren nicht schikanieren, aber wie mein Kollege schon sagte….
Erste grobe Anhaltspunkte sind sehr wichtig für uns, sonst wissen wir gar nicht welche Fragen wir Ihnen stellen sollen“
 
„Die Fragen erübrigen sich sowieso
Ich habe Sie gerufen, jetzt sind Sie da, sehen alles vor sich, für was dann noch Fragen“
 
„Dr. Zeus, ein paar Angaben benötigen wir schon noch“
 
„Ich will keine Schulmeisterbelehrungen…..schon gar nicht von einem Kölner Jecken
Maibusch, Maibart, Maiglöcken…oder wie immer du heißt
Du bist doch so ein Jeck aus der Domstadt, voll mit Narren und das nicht nur zur Karnevalszeit“
 
„Ja ich stamme aus Köln und Sie ebenfalls, wie deutlich an Ihrem Dialekt zu hören
Das macht mich aber nicht automatisch zu Ihrem Jecken-Duzbruder, Herr Dr. Zeus
Übrigens hieß und heiße ich immer noch Maybach..mit „y“
Wenn Sie jetzt bitte die Güte haben einige Fragen zu beantworten“
 
„Wozu, dem was ich schon sagte habe ich nichts hinzuzufügen“
 
Jan stöhnte leise: „Setzen wir uns doch, Dr. Zeus, dann fällt Ihnen vielleicht das Reden leichter“
 


„Weg da…Ist meine Schwester wirklich….?.....Ich muss sofort da rein“ wurde an der Tür geschrien

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 25 Jan 2015, 19:29

Hajo und Tom rasten sofort zur Tür, drängten den Mann zusammen mit Kollegen zurück
Kollegen versperrten jetzt die Tür, doch der Mann brüllte weiter:
„Ich muss sofort zu meiner Schwester….Lasst mich durch…Mord..wurde Elis wirklich ermor…?“ sackte er total entsetzt, wie Espenlaub zitternd, kalkweiß auf die Besuchercouch
 
„Ja, Ihre Schwester wurde ermor…“ tat Hajo sich schwer „Fr. Dohr ist leider tot
Mein aufrichtiges Beileid zum Ableben Ihrer Schwester, Herr……..?“
 
„Wer hat das getan…..ich bringe die Bestie um…..Ach so…Ralf Kroll…der Bruder….
Ich muss zu meiner Schwester“ sprang Ralf wieder hoch
 
Hajo und Tom drückten den immer noch zitternden, aufgelösten, total verwirrten auf die Couch zurück
Tom brachte ein Glas Wasser
Der schlotternde Ralf konnte weder das Glas festhalten, noch mit den bebenden Lippen einen Schluck trinken
„Umge…ge..gebracht…..den…den Tresor verflu…flu..fluchte ich immer…..Ermor…mor…mordet
Warnte E…E…Elis tä…tä…täglich…..Samstagter…termin….dabei erledigen wir…wir montags bis….bis…bis freitags sovi….vi…viel zusammen“
 
„Hole schnell den Notarzt herein bevor er uns zusammenklappt“ flüsterte Hajo Tom zu
 
Wie immer bei solchen Einsätzen war ein Rettungswagen da, der Notarzt behandelte Ralf auch sofort
 
„Wir bringen ihn sicherheitshalber in die Ambulanz zum durchchecken
Wenn nichts festgestellt wird müsste die Beruhigungsspritze schnell wirken und er  ist wieder ansprechbar
Ich meine….., wird er sicher vernünftig reden können“
 
„Danke Doktor…..Wir fahren dann auch zur Klinik und warten was die Untersuchung ergibt…oder?“ fragte Hajo
 
„Nein machen Sie ruhig…..aber jetzt fahren wir schnell los“ ging der Arzt den Sanis nach, die Ralf auf einer Trage abtransportierten
 
„Dann fahre ich auch mal langsam zur Klink“ folgte Tom dem Trupp jetzt
 


Die Tote hatte man inzwischen durch den Gartenausgang abtransportiert
 
Missmutig hörte Hajo Jan sagen: „Ich hoffte, Ihnen im Büro bald Ihre fertig getippte Aussage vorlegen zu können
Ins Präsidium müssen Sie wegen dem üblichen Aufnahmeritual sowieso, Dr. Zeus
Aber da  mit Ihren wenigen……bedeutungslosen Wortfetzen leider noch kein Bericht gezaubert werden kann,  dauert die „Unterhaltung“  im Büro wohl etwas länger“
 
„Den Teufel müssen wir…..
Ich habe Sie gerufen, ein Polizei-Heer schwirrt hier herum….die Mörderjagd  übernehme ich nicht auch noch
Meine Geduld ist erschöpft…..ich verabschiede mich jetzt endgültig“ wandte Zeus sich zur Tür
 
„Hiergeblieben H e r r  Dr.“ schnauzte Hajo da
„Sie machen Ihre Aussage im Präsidium….verstanden???“
 
„Schikane….Schikane hoch 10“
 
Hajo bat die Kollegen: „Bitte, fahrt Dr. Zeus doch ganz vorsichtig ins Präsidium
Vergesst nicht….er soll nur eine Aussage machen, geht also sehr sanft mit ihm um“
 
Die Kollegen geleiteten den schimpfenden und fluchenden Zeus hinaus
 
Hajo und Jan grinsten sich an: „Bingo Hajo….1 zu 0 für dich“
 
„Das Großmaul macht einem ja ganz kirre. Wir konnten uns noch gar kein Bild von den Geschäften der Toten machen
Zeus soll im Präsidium ruhig etwas schmorren
Jan,  wir versuchen uns wie immer von all dem hier einen Überblick zu verschaffen
Ina..was ist mit dir?“
 
„Siehst du doch Hajo….Spuren….Spuren…Spurenabnahme bis zum Umfallen….bin ja wohl voll beschäftigt“
 
„Was frage ich auch“ brummelte Hajo und schloss sich Jan an, der in Unterlagen blätterte
 


„Schmoren lassen“ meinte Hajo wohl wörtlich, denn es verging einige Zeit beim „Überblick“ verschaffen
Telefoniert wurde zwischendurch auch, jetzt klingelte Hajos Handy gerade:
“Ah Tom, du! Ist der Bruder wirklich schon ansprechbar….?“
„--------------------„
 
Nach dem Telefonat meinte Hajo: „Der Bruder erzählte Tom einiges von seiner Schwester
Die Unterlagen geben über die Geschäfte auch ein grobes Bild…für den Anfang reicht es
Ich schlage vor Jan, wir fahren jetzt ins Büro und besprechen uns dort“
 
Jan nickte nur und ging mit Hajo zum Auto

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 25 Jan 2015, 21:09

„Hallo Kollegen wartet auf mich“ rief Tom plötzlich im Soko-Flur
Hajo führte die 2 direkt in sein Büro
 
„Besser  wir protokollieren erst Zins Aussage, Hajo, der war doch am Tatort schon auf 300“
 
„Eben deshalb Jan, bei dem Wichtigtuer lasse ich jetzt mal den Chef raushängen
Ich bestimme wann, was abläuft und habe gerade beschlossen, dass wir 3 erst mal alles zusammenfassen
In der kurzen Zeit haben wir einiges herausbekommen“ begann Hajo, Tom legte nach und Jan berichtete zum Schluss
Unter dem Strich wussten Sie jetzt, dass das Opfer ein breit gefächertes, aber hoch angesehenes, sehr erfolgreiches Anlagenbüro geführt hatte
Unfassbar..!!! Doch der Bruder erzählte Tom heulend, das seine Schwester ihren Tresor für sicherer hielt als die beste Bank
Oft über Nacht oder am Wochenende Wertgegenstände oder großes Barvermögen dort verwahrte
Leider hatte sie auch am Abend zuvor ca. 2 Mio. in den Tresor gelegt um es gleich am Montag entsprechend anzulegen
Fr. Dohr machte immer dann  samstags Termine, wenn ihr Mann sich auswärts aufhielt
 
Abschließend meinte Hajo: „Wir müssen alles noch überprüfen, doch wenn wirklich so viel im Tresor lag…“
 
„ist der Mörder fix zum Millionär geworden und sitzt schon im Flieger zur Trauminsel, auch wenn an seinen Händen für ewig Blut klebt“ ergänzte Tom
 
„Ich hoffe du irrst dich Tom, wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen
Dann hören wir mal was der schlaue Dr. berichtet“
 
„Nur Mut“ schob Tom Jan zur Tür vom  Team-Büro  „Ihr 2 Kölner harmoniert doch bestens zusammen“
 
„Ha, ha, ha…selten so gelacht, Tom“
 
„Eine Unverschämtheit mich wie einen Verbrecher zu behandeln. Ich verklage euch….verklage die gesamte Polizei hier
Fingerabdrücke, Speichelprobe, werde bearbeitet wie der widerlichste Halunke
Aber nicht mit mir…so lasse ich nicht mit mir umspringen, mein erstklassiger Anwalt zerrt euch alle vor Gericht
Dann seid ihr weg vom Fenster, landet alle lange hinter Gitter
Da gehört ihr auch hin. Doofe Ost-Beamte kennen sowieso keine Gesetze, ihr benehmt euch alle selbst wie Verbrecher
Jetzt rufe ich sofort meinen Anwalt hierher. Ohne Rechtsbeistand sage ich kein Wort mehr“
 
Tom keifte: „Sie vergeuden unsere kostbare Zeit. Ratternd Sie jetzt endlich Ihren Kurzbericht herunter“
 
„Der Verbrecher schweigt“
 
Jan atmete tief durch und beschwichtigte dann notgedrungen: „Dr. Zeus, ob im Westen oder Osten, im ganzen Land gelten die gleichen Gesetze, bzw. Polizeiregeln
Wegen Ihrer Fingerabdrücke, etc. stempelt Sie Niemand zum Verbrecher
Im Gegenteil, das ist eine ganz normale Maßnahme bei Allen vom Verbrechensumfeld
Wir wollen damit Unschuldige, Besucher, eben Zeugen wie Sie, als Verdächtige ausgrenzen
Ihre Daten werden nach Aufklärung der Tat gelöscht, dazu sind wir sogar gesetzlich verpflichtet“
 
„Dann kann ich ja nach dieser unmenschlichen Prozedur endlich gehen“
 
„Stehen Sie auf dem Schlauch Dr…….Wir warten immer noch auf Ihren Bericht“ forderte Tom
 
„Wozu….mein Termin bei Fr. Dohr hat nichts mit dem Mord zu tun“
 
„Sie sagten, sich bei Fr. Dohr nach guten Anlagen erkundigen zu wollen
Darf man erfahren warum gerade hier in Leipzig?“ fragte Jan
 
„Warum nicht?“
 
„Mein Kollege stellte Ihnen eine ganz simple Frage. Warum antworten Sie nicht einfach kurz und knapp?“
 
„Es geht Sie zwar nichts an, aber zu einem Arzt, bzw. einer Praxis gehört immer ein guter Anlagenberater
Ach so…ich vergaß, mit mickrigen Polizisten-Gehältern kann man sich keine Anlagen leisten“
 
„Wie…Sie wollen sich ausgerechnet bei den dummen Ostlern niederlassen? rief Tom erstaunt
Das passt doch gar nicht zu einer Kapazität wie Ihnen…Haben Sie keine Angst vor einer Bauchlandung“
 
„Im Gegenteil, mir genialem Spezialist werden die Patienten in meiner Hightech-Praxis bald die Tür einrennen
Wenn sich ein naiver Jeck vom Kölner-Streifenpolizisten bis zum KOK im Osten schummelt…dann…
Tja dann schieße ich bestimmt wie ein Komet an die Spitze vom Ärzteverband
Sie verstehen was ich meine, Maywald……nicht wahr?“
 
Jan schüttelte den Kopf: „Angekommen Dr. Zeus… auch ein naiver Jeck kapiert manchmal
Ich erinner mich allerdings nicht Ihnen etwas getan zu haben……oder?
……..Warum haben Sie sich eigentlich trotzdem so auf mich eingeschossen?“
 
„Etwas getan, Pah!!!!…Wenn das passiert wäre….dann hätte ich längst alle Register gezogen
Anklage…..Suspendierung….Ein jämmerliches Häufchen KOK wäre dann mit Handschellen abgeführt, längst hinter Gitter gesperrt
Aber darum geht es ja gar nicht
Ich kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn ungebildeten Polizisten alle Beförderungen automatisch zugeschanzt werden, all die „Maibäume“ einfach so die Karriereleiter hochfallen
Für meine Karriere habe ich ein sehr langes, anstrengendes und teureres Medizinstudium absolvieren müssen
Mein intelligentes Fachwissen basiert auf einem ganz festen Fundament im Gegensatz zu euch
Selbst dümmste Beamten landen auf Chefpositionen, weil es in euren bescheuerten Laufbahnregeln so vorgesehen ist
Von meinem schwer verdienten Geld finanziert man faulen Beamten auch noch den  Sold und die fetten Pensionen“
 
„Aha“ verzog Jan nur resigniert die Mundwinkel
„Dann lassen wir das mal so stehen, Dr. Zeus, schließlich herrscht in unserem Land Meinungsfreiheit
Kommen wir doch besser jetzt zu Ihrer Aussage zurück
Bemerkten Sie evtl. am Haus, Nebenhaus oder in der Nähe noch andere Personen, die Sie uns beschreiben könnten
Waren Sie vielleicht in Begleitung,  die wegen einem dringenden Termin vor unserem Eintreffen schnell weg musste?“
 
„Begleitung nein, aber jetzt fällt mir der entscheidende Hinweis ein
Ich, der Ortsfremde, erkundigte mich nach der genauen Adresse von Fr. Dohrs Büro
Ein freundlicher Herr auf dem Bürgersteig gab mir genaue Auskunft
Jetzt steht der Mann bestimmt bei euch im Focus
Schwarze Haare, schlank, ovales Gesicht, ca. 1,80 m groß besser kann ich euch den „Mörder“ leider nicht beschreiben“
 
„1000 Dank für den sicheren Tipp, bei unserer Fahndungsdatei glühen sofort alle Drähte“ spottete Tom mürrisch
 
Jan fragte: „Dürfen wir erfahren, warum Sie den Termin mit Fr. Dohr gerade an einem Samstag vereinbarten?“
 
„Warum nicht Samstag?“
 
„Warum beantworten Sie nicht einfach die Frage die Ihnen mein Kollege stellte?“ keifte Tom
 


„Jan, hast du bitte einen Augenblick Zeit?“ streckte Leni da den Kopf durch die Tür
 
„Entschuldigen Sie mich bitte“ eilte Jan aus dem Büro
 
Tom befragte Dr. Zeus zwar weiter, bzw. versuchte es, denn der hatte nur noch Ehepaar Maybach im Blick


 
„Liebes, was ist passiert?….Ein Unfall…bist du verletzt oder ist den Kindern etwas zuge……“
 
„Beruhige dich Jan, es ist nichts passiert, nur sorry…ich soll jetzt noch ein langes Interview machen
Damit verderbe ich total unser Wochenende, tut mir wirklich leid….es kann sehr spät werden
Dana brachte ich schon zu Marlene. Würdest du die Kleine bitte nachher abholen
Jan, ich wurde selbst überrumpelt…..bist du jetzt sauer?“
 
„Das Wochenende habe ich ja wohl verdorben als ich plötzlich zum Einsatz raste, Liebes
Aber morgen, am Sonntag holen wir alles nach……nur harmonisches Familienleben und nichts anderes
Mache du mal dein Interview, unseren Goldschatz „wiege“ ich später mit einem Schlaflied sanft in süße Träume
Aber Schatz….. warum machtest du extra den Umweg hierher, ein Anruf hätte genügt“
 
„Die Sehnsucht trieb mich her, Liebster, denn bei meiner Rückkehr schläfst du wahrscheinlich schon
Ich wollte meine geliebten Mann heute  wenigstens noch ein paar Minuten sehen“
 
„Alte Schmeichlerin….so lockst du wohl auch jede Antwort aus deinen Interviewpartnern
Die erfolgreiche Reporterin, Liebes ich bin stolz auf dich“
 
„Dito…Schmeichler Jan….tja dann bis später….oder vielleicht erst beim Aufwachen“
 
Die 2 umarmten und küssten sich noch kurz zärtlich, dann eilte Leni schon davon


 
Jan knallte aus dem kurzen Glücksmoment hart auf, als Zeus ihn im Büro anschrie:
„Für die eben dargebotene vulgäre, schamlose Porno-Show hänge  ich dir eine faustdicke Beschwerde an
Du kannst schon mal deinen Schreibtisch räumen, als Polizist bist du weg vom Fenster
Bist du so triebgesteuert….., musst du es mit deinen Nutten schon unbedingt im Präsidium treiben?“
 
Jan erstarrte als sei er gegen einen Fels gelaufen
Doch dann sprühten seine Augen Feuer…Großfeuer, sein Blick durchbohrte Zeus wie glühende Dolche
Die blanke Wut stand ihm im Gesicht
Selbst der „unschuldige“ Tom erschauerte weil Jan dunkelrot vor Zorn anlief
Seine Fäuste waren so hart zusammengeballt, dass die Knöchel weiß hervortraten
Verächtlich fixierte Jan Zeus von  oben bis unten, die Lippen „noch“ zu schmalen Schlitzen zusammengepresst
Tom kannte den Partner gut genug um zu wissen, dass er jetzt nicht mehr vernünftig dachte oder handelte
Er wollte Jan vor Dummheiten bewahren und schrie wie ein Stier los:
 
„Für diese skandalöse Beleidigung sollte ich dir alle Zähne einschlagen
Nutte….Nutte, du entschuldigst dich sofort für die vulgäre Beschimpfung
Leni ist keine Nutte, sie ist Jans Ehefrau und für die skandalöse Beleidigung bricht er dir das Genick
Solltest schleunigst deinen Anwalt rufen, denn für solche schwere Vergehen brummt man ein paar Jahre
Fürs Erste entschuldigst du dich in aller Form bei Jan und reichst eine gutüberlegte, ausführliche schriftliche Entschuldigung nach
Eine weitere Entschuldigung richtest du selbstverständlich an Leni, Jans Gemahlin
Nochmal zum Mitschreiben - Leni ist Jans Ehefrau und keine Nutte
Nutte…Nutte..ich fasse es nicht, dein Gehirn ist wohl ein großer Haufen Schei….
Du bist so ein Verdrehter…Abartiger
Was bitte ist denn vulgär, pornografisch, schamlos wenn sich Eheleute liebevoll umarmen und kurz zärtlich küssen?
Erklär´s mir…los erkläre es Jan und mir weshalb du wegen ein paar harmlosen Streicheleinheiten gleich einen „Nutten-Aufstand“ machst, unfassbare Beleidigungen ausstößt?“
 
Statt einer Erklärung grinste der Dr. Jan nur frech ins Gesicht, meinte:
„Verheiratet also…….ein Wunder, dass überhaupt eine Frau angebissen hat“
 
Jan stieß so einen verächtlichen Laut aus, der vernichtender als ein Todesurteil klang
Mit den noch immer geballten Fäusten musste man Angst haben er stürze sich wie ein brutaler Rächer auf Zeus
Aber Jan taxierte ihn nochmals lange, mit seiner Mimik drückte er nur zu deutlich aus welchen Ekel er empfand und setzte sich dann stumm auf seinen Stuhl
 
„Jan…..willst du nicht…? krächzte Tom
 
„Lass gut sein Tom….. der mit dem vulgären, unstillbaren Trieb gönnt dem Dr. nicht noch mehr Bühne“
 
„He Maibusch, aus Köln stammend….wo bleibt denn der rheinische Humor
Ein Domstädter sollte doch Spaß vertragen
Mit  Nutte erlaubte ich mir lediglich einen kleinen Scherz“
 
„Jetzt redet sich der große Dr. wohl ängstlich heraus
Wenn zum Fall nur auch so ausführlich geredet werden könnte….
Jan, der schlaue Akademiker hat es immer noch nicht fertiggebracht zu erklären, warum der Termin auf Samstag gelegt wurde. Quetschst du ihn weiter aus?
 
„Mach du mal“ schüttelte Jan abwehrend den Kopf
 
„Samstag….betone Samstag liegt doch glasklar auf der Hand
Montags bis freitags retten meine göttlichen Hände Menschenleben
Schweißtriefend komme ich kaum zum Luftholen, undenkbar mir einfach frei zu nehmen
Ich bin ja kein Beamter, der stundenlange Spazierfahrten macht und es dann noch als Dienstreise abrechnet“
 
„Noch so eine abwertende Behauptung und ich werde richtig böse“
 
„Soll ich jetzt berichten….oder
Fr. Dohr hat Verständnis für gestresste Ärzte und vereinbarte, den heutigen, „Samstagtermin“ mit mir
Ihr Büro fand ich leer vor, doch durch die offenstehende Tür zum angrenzenden Raum sah ich ihre Beine auf dem Boden
Ich rase sofort hin, wollte ärztliche Hilfe leisten…………und dann
Riesenschock!!!!...Ich habe noch nie eine Erdrosselte gesehen…..grauenhafter Anblick…vergesse ich nie
Selbst ich hervorragende Kapazität konnte nichts mehr tun….angerührt habe ich Fr. Dohr übrigens nicht
Der leere Tresor machte klar, was hier für ein brutaler Raubmörder gewütet hatte
Die Tür zum Garten stand schon offen
Das hätte die Polizei zuerst überprüfen müssen ob dort eingebrochen wurde, anstatt mir unsinnige Fragen zu stellen
Ich rührte nichts an, ließ alles unverändert und informierte sofort die Polizei
Fingerabdrücke….ja möglich das ihr welche von mir findet
An den Türen wohl sicher und vielleicht habe ich mich auch vor Schreck irgendwo dran geklammert
Ich weiß aber nicht mehr wo, verdammt ich bin das 1. x so brutal mit einem Mord konfrontiert worden
Mehr weiß ich aber nicht, kann ich nicht sagen, erinnere mich an nichts auffälliges mehr
Ich bin fix und werde, noch eine Minute länger hier und ich breche zusammen
Kapiert endlich, dass ich kein Zeuge bin, nur zufällig, unfreiwillig, die Tat entdeckt habe
Mittelbar….unmittelbar keine Ahnung, ich kenne ja den Todeszeitpunkt nicht“
 
Tom schaute Zeus durchdringend an…..“Was meinst du Jan?“
 
Jan nickte nur zustimmend und verließ dann schweigend das Büro
 
„Wahrscheinlich erfahren wir von Ihnen wirklich nicht mehr….dann beenden wir die Befragung jetzt
Das getippte Protokoll können Sie in Kürze unterschreiben….noch ein wenig Geduld“
 

Wenig später flitzte Dr. Zeus wirklich aus dem Präsidium

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von sfan am Mo 26 Jan 2015, 16:03

Weiterschreiben, bitte, bitte unbedingt weiterschreiben, liebe Walli. Auf Sabines HP habe ich deine Geschichten regelrecht verschlungen. Auch jetzt kann ich die Fortsetzung kaum erwarten. Freue mich schon
 
LG  sfan

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 26 Jan 2015, 20:58

Danke für die aufmunternden Worte, s-fan. Hoffe, ihr seid nicht allzu enttäuscht.  Liebe Grüße  Walli
 
Fortsetzung:
Sofort zückte Zeus sein Handy, brüllte wütend:
„Verdammt Bodo, diese Ost-Deppen…..ausgerechnet die Trottel von der Ost-Polizei hielten mich solange auf. Ich wollte längst bei dir sein“
 
„Beruhige dich Ingo, ich habe doch alles gerichtet…also hetze dich nicht ab, hier ist alles klar“
 
„Du hast gut reden, warst ja auch nicht in der Quetschmühle von den Deppen-Beamten“
 
„Ha,ha..Deppen das ist gut, aber es gehört sich nun mal als anständiger Bürger die Polizei zu informieren
Du warst am Tatort, hast ein Verbrechen gemeldet und pflichtbewusst Bericht erstattet
Die Polizei wendet doch keine Foltermethoden für eine Aussage an, Ingo…
Dazu sind auch die doofen Ost-Bullen nicht fähig. Die drehten dich doch nicht durch die Mangel….oder?“
 
„Ach was  Bodo, o.k. lief eigentlich ganz korrekt ab
Ich dachte nur, wenn ich denen meine paar Sätze sage, wäre alles erledigt
Aber nein, ins Präsidium…Aufnahme…Protokoll tippen und wieder eine Frage…nochmal nachgehakt
Versuchen sie sich zu erinnern…wie war dies..das…jenes
Das sie es mit einem  intelligenten Mann zu tun hatten, interessierte die gar nicht
Mein Titel hat denen überhaupt nicht imponiert….das macht mich so rasend….Bin doch kein doofer Schuljunge
Aber ich hatte trotzdem meinen Spaß, ein KOK von denen stammt nämlich aus Köln“
 
„Schon kapiert Ingo und den Kölner hast du wie einen Jeck behandelt, weil ja von dort nur strohdumme Narren kommen“
 
„Du kennst mich gut Bodo, ich habe mich köstlich amüsiert…komisch der Kerl blieb ziemlich ruhig
Ich konnte es diesem Maybach ja schlecht auf die Nase binden….scheint aber ein pfiffiges Kerlchen zu sein
Der hat was auf dem Kasten…..trotzdem bleibt es hoffentlich bei der 1. und einzigen Begegnung
…..Nun wieder zu uns, keine Ahnung wann ich bei dir bin
Na ja, es ist Samstag…Wochenende…da sind wohl auch die Straßen in Leipzig  verstopft“
 
„Kein Grund zu rasen, Ingo…..ich bin hier, egal wann du kommst
Du musst auch zu keiner Imbissbude rennen, ich bereite etwas Leckeres zu“
 
„Mein Retter Bodo…..also bis…bis gleich….oder dann“ setzte sich Zeus in das nächste Taxi und ließ sich zu seinem Auto fahren
 
 
 
 
 Bei der anschließenden Besprechung meinte Hajo: „Zeus ist so ekelhaft…den würde ich nur mit Gummihandschuhen anfassen
Wie die Dinge momentan liegen kann der bestimmt nichts zu den Ermittlungen beitragen
Man soll nie, nie sagen, aber wenn liegt Köln ja nicht aus der Welt
Ich frage euch mal ganz höflich, ob wir schon etwas zusammenfassen können?“
 
„Wie du sagst Hajo, bringt uns die belanglose Aussage von dem Ekel-Dr. nicht weiter“ meinte Tom
Wenn der Bruder den Schock überwunden hat, will er uns über die weitgefächerten Anlagegeschäft von Fr. Dohr näher informieren
„Alles legal…keine Tricks…Betrug“ hat er immer wieder betont
Am Montag ist der Buchhalter vom Besuch seiner Mutter zurück und gibt Einblick in die Unterlagen
Dem ist das Handy aus der Hand gefallen als ich ihm sagte, dass die Chefin ermordet wurde
Tja bleibt der Ehemann, der sich seit Donnerstag bei seinem alljährlichen Kegelclub-Ausflug amüsiert
Im Hotel kam zuerst ein Kumpel ans Telefon und dann
„Markerschütternde Schreie…meine Elis….nein…nein nicht mein Goldschatz…..Stöhnen….“
Der Kumpel sagte nur noch: „Ich rufe zurück“ und legte auf
Er hat Wort gehalten, musste aber berichten, dass H. Dohr behandelt wird, weil er unter schwerem Schock steht
Der Kegelbruder bleibt mit uns in Verbindung und hofft, dass er H. Dohr am Montag nach Leipzig fahren kann
Eine größere Ausbeute haben wir nicht zu bieten Hajo“
 
„O.k. eine Fahndung kann leider nicht eingeleitet werden….Täter..Profil unbekannt
Aber das ist ja nicht das 1. x so, trotzdem gibt es ab Montag viel zu recherchieren
Jetzt ist aber erst mal Feierabend, genießt den Rest der vom kurzen Wochenende noch bleibt
Fall es doch etwas Dringendes gibt, seid ihr sowieso erreichbar
Euer schnelles Erscheinen am Tatort….alle Achtung Kollegen…das verdient ein Dankeschön
 
Jan wolltest du noch etwas sagen….du bist so still….aus Wut?
Ich meine, wie der Dr. dich schikaniert und provoziert hat…..überlegst du dir eine Beschwerde“
 
„Ach was, den blödquasselnden Wichtigtuer hake ich schnell ab
Von so einem Clown lasse ich mir die Laune nicht verderben
Falls doch noch etwas ist….meine Nr. kennst du ja
Ansonsten wünsche ich euch einen schönen Abend und gemütlichen Sonntag
Jetzt freue ich mich erst mal auf meine Kleine….Tschüss ihr 2“ verließ Jan das Büro
 
Tom folgte ihm, fragte in der Tür aber noch:
„Eigentlich dachte ich ja die Super-Laborantin-Polizisten hat schon ein Fahndungsfoto erstellt
Meine…..mit 1000 gesicherten Spuren zaubert Ina doch 1,2, 3 den Täter aus dem Ärmel“
 
„Du kennst doch Ina…wenn sie lieber den Pinsel schwingt als die Zeit mit Paul zu verbringen
„Es gab ja noch soooooooo viel zu tun am Tatort“…Wenn sie dort übernachten will…bitte
Ich rege mich darüber nicht mehr auf“
 
„Dickes Fell Hajo, was?....Gut so…..Also dann Tschüss“
 
 
 
 „Papa, du rufst auf dem Handy an, dann muss mit Jan etwas ganz Schlimmes passiert sein?“
 
„Nein Leni, nein. Beruhige dich doch. Mit Jan ist wirklich alles o.k., er ist gesund…alles bestens
Ach ja Handy…du arbeitest ja noch. Entschuldige, dann lege ich jetzt sofort auf“
 
„Ich bin schon im Verlag, mache die Zusammenfassung, du störst nicht, Papa
Irgendwas ist doch, du rufst nicht einfach so an und es muss um Jan gehen, dass spüre ich“
 
„Ja es geht um Jan, Leni….aber wie soll ich sagen….Jetzt komme ich mir schön blöd vor überhaupt anzurufen“
 
„Papa, bitte, jetzt weiche nicht aus“
 
„Also folgendes: „Ein Befragter…so ein blöder Wichtigtuer von Akademiker, ein Kölner um es genau zu sagen, der hat Jan ganz schön zugesetzt
Der hörte natürlich sofort, dass Jan auch aus Köln stammt und keine Ahnung weshalb…..
Jedenfalls hat er Jan wie einen Narr, einen Jeck behandelt, ihn dahingestellt wie eine Witzfigur
Die vom Rhein, ausgenommen ihm Superhirn, sind alle dumm, blöd, doof, haben ihre Marke in der Spielzeugabteilung gekauft
Ich erspare mir die Details, jedenfalls hat der Kerl mit Beleidigungen, Schikanen, usw. nur so um sich geworfen, bzw. Jan bombardiert. Da ging schon einiges weit unter die Gürtellinie
Eure kurze Begegnung…der Gipfel…deswegen wollte er Jan Pornografie anhängen, sofort in die Zelle sperren“
 
„Wa.a.a.s!!!!! Details, Papa, ich will jede Silbe hören“
 
„Nein, abgehakt Leni, Deckel drauf“
 
„Aber warum hat der Kerl sich so aufgeführt Papa, Jan ist doch der Letzte der Jemanden reizt, o.ä.“
 
„Leni, ich kann dir nicht sagen warum der Kerl Jan als Zielscheibe nutzte
Das ist ein Idiot und nichts weiter, der sollte sich von Jans Intelligenz eine ganz große Scheibe abschneiden
Tom wollte schon ausrasten, aber Jan hat auch heute die Fassung nicht verloren, ruhig und vernünftig geblieben
Später verstummte er ganz, gemäß dem Sprichwort: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“
Jan beteuerte ja auch, dass er alles schnell abhakt, sich den Sonntag nicht auch noch von dem Kerl verderben lassen will
Ist eigentlich albern, dass ich anrufe….ich dachte nur wenn der Banause Jan doch mehr aufgewühlt hat, als er sich eingesteht
Leni, ich will sagen falls Jan nicht gut drauf ist, missmutig, wortkarg…sollst du wissen warum
Ich bin überzeugt Jan fängt sich schnell wieder, aber bohre, dränge ihn nicht zum Reden
Du kennst ihn doch, er macht das mit sich alleine aus und bald merkst du gar nicht mehr, dass er sich geärgert hat“
 
 „Oh ja, ich kenne Jan und deshalb bin ich mir sicher, dass die Familie von seinem Ärger nichts mitbekommt
 Egal wie heftig der Sturm in ihm braust, an uns hat er das noch nie ausgelassen
Aber danke für die Info Papa. Sollte Jan grüblerisch oder bedrückt wirken, dann kenne ich ja den Grund
 


Doch Leni bemerkte nicht die kleinste Veränderung bei ihrem Mann
Jan hatte Dana längst in den Schlaf gesungen, sich in ein Buch vertieft
Als Leni später kam, genoss sie noch ein Glas Wein gemeinsam mit ihrem aufmerksamen Mann, mit einem Jan, mit ihrem Jan, der sich benahm wie sie ihn kannte

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 26 Jan 2015, 21:11

„Statt einer heißen Spur, lieferst du mir einen Haufen Nieten ab, Holger“
 
„Die Spusi macht zwar unentbehrliche Arbeit, bedeutet aber nicht, dass wir auch immer die Abdrücke vom
Täter liefern müssen“
 
„Genau die erwarte ich aber Holger. Ihr werdet jetzt sofort zum 2. x den Tatort auf den Kopf stellen
Du kommst nicht ohne etwas Verwertbares zurück und wenn ihr tagelang jede Ecke umkrempelt“
 
„Nein das werden wir nicht tun Ina, wir haben gewissenhaft gearbeitet
Meine Leute würden sich auch weigern eine 2., wiederholte Durchsuchung zu machen
Wir verstehen alle unser Handwerk und wenn keine Spuren weiterhelfen, müsst ihr halt mehr recherchieren“
 
„Du kannst die 2. Durchsuchung nicht verweigern, Holger. Ich habe das angeordnet und damit basta“
 
„Ich lasse mich nicht unter Druck setzen Ina. Wiederhole die Durchsuchung selbst, wenn du es besser kannst
Nimm am besten Rettig mit, ja genau der richtige Mann, mit seinem Adlerblick“
 
„Das ist nicht dein Ernst Holger, du weigerst dich, weißt du was das für Folgen hat
Ich werde mich be…..“
 
„Beschweren, klar Ina….aber die bekannte Erpressungsmethode zieht nicht mehr
Reiche Beschwerde ein beim Polizeichef, oh Binz darf ich nicht vergessen oder bei Hajo
Aber ich weiß jetzt schon, dass der alte Hase den Kopf schüttelt
Hajo duldet deine neunmalklugen Methoden nicht, der weiß das auf unsere Truppe Verlass ist
Ich wünsche dir noch einen schönen Tag Ina“
 
„Also das ist doch….Skandal….ich werde…“
 
„Nicht aufregen Fr. Zimmermann, das schadet der Gesundheit
Sie bekommen Ihre 2. Durchsuchung bestimmt genehmigt“
 
„Quatschen Sie mich nicht voll Rettig, bin ich denn nur noch von Idioten umgeben“
 
 
 
 „Die Soko-Männer teilten sich die Arbeit, jeder recherchierte oder befragte an anderer Stelle
 
Nach vielen Stunden fassten sie im Büro alles zusammen
Holger lieferte seine Kurzfassung ab und wollte sich schon wieder verabschieden, da forderte Hajo:
„Du bleibst Holger, rundest die bisherigen Ermittlungen ab
Ich bin nicht Ina, erwarte keinen Spuren-Volltreffer von dir, berichte einfach was ihr festgestellt habt“
 
„In einem Geschäft, bzw. Büro finden sich natürlich unzählige Fingerabdrücke
Die Fahndungsabteilung braucht noch eine Weile zur Zuordnung
Möglich, dass Abdrücke von „alten Bekannten" dabei sind
Ich schätze aber, dass die meisten von Besuchern stammen, von X,Y,Z die völlig unbescholten sind
Von diesem Dr. Zeugen haben wir dort Abdrücke gefunden, wo sie eben ein Besucher hinterlässt
Türklinken, Rahmen und auf den Tisch vom Tatzimmer hat er sich wohl auch gestützt
Die Abdrücke vom Opfer, Bruder, dem Buchhalter und jetzt auch vom Ehemann behandeln wir natürlich gesondert
Am und im Tresor fanden sich auch nur Abdrücke von den drei Erstgenannten
Schätze, der Täter trug Handschuhe oder Fr. Dohr wurde gezwungen ihm alles aus dem Tresor zu übergeben
Nur am Griff des Tresor fanden wir einen Teil-Fingerabdruck…leider auch etwas verwischt
Aber das hilft euch ganz bestimmt nicht weiter“
 
„Leider, leider nein Holger, denn eure Arbeit war sowieso sehr aufwendig
Ich hoffe erst gar nicht auf das Glück, dass es zu diesem verwischten Teilabdruck noch ein ganzer Fingerabdruck zugeordnet werden kann. Mit dem ungenauen Abdruck stellt uns Niemand einen amtlichen Antrag aus
….…Selbst unser allzeit hilfsbereiter, gutmütiger Staatsanwalt H. Kruse nicht“
 
„Alexander hingegen wird alles daran setzen, dass der Mörder schnell gefasst wird
Von ihm bekomme ich bestimmt……….“
 
Hajo herrschte sie an: „Rede keinen Unsinn, Ina
Du weißt genau, dass ein Teil- bzw. verschmierter Abdruck uns nicht weiterhilft
Da kann auch dein Binz nichts tun…..oder will er wieder tricksen…was Linkes abziehen?“
 
„Alexander ist der korrekteste Staatsanwalt überhaupt“
 
„Achhu…Achhu….Achhu……“ hustete Jan da
 
„Ich bin ganz Ohr, Jan…..Sprich dich nur aus….“
 
„Besser nicht Ina….Auf deine Wutausbrüche habe ich jetzt überhaupt keine Lust“
 
„Nur Holger ist schuld das wir vor dem Nichts stehen
Ich sagte doch, dass die Durchsuchung wiederholt werden muss“
 
Hajo meinte ganz ruhig: „Stelle dich einfach taub für den Mist den Ina ablässt, Holger
Auch wenn ihr den „Juwel“ nicht gefunden habt, du, die ganze Spusi leistete gute Arbeit
Nicht zu vergessen, dass alles am Samstag, also Wochenende ablief
Ich weiß, dass ihr ordentlich, gewissenhaft und präzise vorgegangen seid
Wie es der Zufall will, spuckt unser Zauberautomat doch noch den Abdruck eines „Bekannten“ aus
Ich danke dir und deinen Männern, natürlich auch in Jans und Tom Namen
Wir Soko-Männer wissen eure Arbeit zu schätzen, ohne euch sind wir doch aufgeschmissen
Nochmals vielen Dank, Holger“
 
Holger strahlte über das ganze Gesicht
„So ein Lob von dir Hajo…..das geht runter wie Öl
Immer wieder gerne. Dann Tschüss bis zum nächsten Mal“ blickte er Ina beim Rausgehen triumphierend an
 
Inas Augen bohrten sich zornig in Holgers Rücken
 
Hajo meinte jetzt: „Vielleicht helfen unsere heutigen Ermittlungen ja weiter“
 
„Das kann ich dann ja in euren Berichten lesen……Im Labor gibt es immer noch die größten Erfolge
Dahin verschwinde ich auch jetzt“ verließ Ina das Büro
 
Hajo stöhnte resigniert
 
Tom lachte: „Nicht aufregen Hajo…..du wirst dir doch wegen Fr. Prof. deine Gesundheit nicht ruinieren
Dann lege mal los….Alter hat Vorrang….Jan und ich lauschen andächtig deinem Bericht“
 
Hajos Telefon klingelte:
„Muss das jetzt sein?“ fragte er säuerlich
„-----------------------„
Na dann…o.k., ja ich komme“
 
„Der Häuptling hat gerufen, Kollegen
Tja, kann ihm zwar nur einen Kurzbericht liefern, aber wenn er es so haben will
Jan, Tom wir reden später weiter“
 
 
 
 

„Ingo, ich begreife nicht  warum du noch überlegst
Es waren deine Worte, dass die neue Einrichtung im Osten genau deinen Ansprüchen entsprechen“
 
„Du hast den Bau doch auch gesehen Bodo, bzw. alle Beschreibungen gut durchgelesen
Ja…..das ist der ideale Platz, gerade bei den Blödmännern im Osten kann ich wie eine Rakete Karriere machen
Ich sage dir, in kürzester Zeit stehe ich ganz oben an der Spitze…..kennst mich doch
Ja nicht das 1. x das ich schnell das Ruder in die Hand nehme
Das kleine Hindernis……von hier in den Osten, das will gut überlegt sein“
 
„Streich doch mal „Osten“ Ingo….Die Grenze ist längst gefallen, Ost oder West alles ist Deutschland
So einen gut abgesicherten Start hatten wir noch nie
Wenn du jetzt nicht zupackst ist dir nicht mehr zu helfen“
 
„Gut Ding will Weile haben, Bodo…….meinst du wirklich…..ich überlege noch………..“
„O.k. dann rufe mich an wenn du zu Ende überlegt hast“ ging Bodo zur Tür
 
„Nein, nein warte….du hast recht mein Freund….meine Entscheidung ist gefallen
Auch wenn sich dort ein superschlauer Medizinrat aufpusten will
Von wegen er muss die Bewerber aufs Feinste durchfiltern
Auch so ein Genie überzeuge ich in wenigen Minuten, dass sie aufgrund meiner Erfahrung gar nicht auf mich verzichten können
Schlag ein Bodo…..schon bald komme ich mit allen gestempelten und gesiegelten Papieren zurück“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von traudel am Di 27 Jan 2015, 17:59

Kapier ich nicht, Walli?  Warum soll ein Admin keine Storys schreiben. Die unvergessene Bine war leider auch sehr zurückhaltend.  Dabei fand ich die Geschichte die sie zu „Gefangen“ schrieb gut gelungen. Überspitze Fantasie ist doch bei erfundenen Storys o.k…..“Frau Admin…“. In der Realität folgt ja leider einem entsetzlichen Schockbericht bald schon der nächste
Also hau rein in die Tasten, Walli, ich verfolge alles aufmerksam
 
Viele Grüße von Traudel

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 27 Jan 2015, 20:09

Danke auch an dich, Traudel. Mal sehen was meine Tasten aushalten.  Liebe Grüße   Walli
 
 
Hajo kam ins Büro zurück: „Zum Glück haben wir einen vernünftigen Chef
Er hat mich nicht lange genagelt, sondern ist erfahren genug, dass auf die Schnelle kein Täter gefasst werden kann
- Tja, ich recherchierte ja bei einem „trockenen“ Buchhalter
Aber der Kerl ist in Ordnung, breitete Unmengen Bücher und Unterlagen vor mir aus
Das wird ja von uns alles noch mal gegengeprüft, aber scheint jede Summe korrekt einzutragen
Die Anlageberatung läuft seit Jahren erfolgreich, auch im Ausland  und ist wirklich sehr weit verzweigt
Fr. Dohr hatte wohl eine goldene Nase, je nach Kurs riet sie den Kunden in Aktien, Schmuck, Bilder,
Antiquitäten, Immobilien, usw., usw. anzulegen
Sie vermittelte auch Immobilien, Beteiligungen an Firmen, Rohstoffhandel, Plantagen, Minen, Werften, eigentlich an allem womit man Gewinne erzielt, wenn man das nötige Kleingeld besitzt
Wenn der Zinssatz gerade mal sehr hoch stand, riet sie auch hin und wieder Vermögen kurzfristig bei der Bank anzulegen
Tja, ausgerechnet am Freitag wusste H. Plath, also der Buchhalter, zu berichten wurde so ein Geschäft abgewickelt
Der Kunde übergab Fr. Dohr 2 Mio.,  um sie bei der Bank anzulegen
Dann folgten andere Termine, Telefonate, inzwischen hatte die Bank geschlossen
Nicht nur der Bruder, auch H. Plath, versuchten Fr. Dohr ihren Leichtsinn auszureden
Doch sie bewahrte übers Wochenende immer mal hohe Beträge in ihrem „Genialen-absolut sicher Super-Super-Tresor"
Abends Geldbomben bei der Bank einzuwerfen…..nein davon hielt sie gar nichts
Dem Täter muss das bekannt gewesen sein, er muss aus dem näheren Umfeld kommen
H. Plath kennt die Tresor-Kombination zwar, doch der hat ein wasserfestes Alibi
Das Seniorenheim wo seine Mutter lebt, sagt er sei am Samstag gegen 08.00 eingetroffen
Zur angenommen Tatzeit trank er gerade im Saal zusammen mit den Bewohnern Kaffee
Lt. den Steuerbescheiden laufen alle Geschäfte wirklich legal….na ja…wir hören trotzdem beim Finanzamt nach
Von wem folgt der nächste Bericht….Jan….Tom?“
 
„Erzähle du zuerst Tom, denn was ich über die Eheleute Dohr erfuhr ist wenig hilfreich den Mord zu klären“
 
Tom begann: „Der Bruder hat sich zwar gefasst, aber er ist immer noch fix und alle
H. Kroll kennt die Tresorkombination natürlich, doch auch sein Alibi ist hieb- und stichfest.
Er machte mit seinen Schwiegereltern eine ausgiebige Stadtrundfahrt, wofür es viele Zeugen gibt
Am Samstag kam er plötzlich rein gestürmt, weil der Nachbar von Gegenüber ein Freund von ihm ist
„Handy….Polizei im Büro….muss was Schreckliches passiert sein..“ Ihr versteht was ich meine..?
Fr. Dohr, Kroll und H. Plath waren ein eingespieltes Team.
Das Opfer soll wahre Wunder mit sichersten Tipps, wirklich gewinnträchtigen Anlagen vollbracht haben
Wie du sagst Hajo…“goldene Nase, Volltreffer-Hände, den richtigen Riecher, etc.“
Kroll streckte zwar auch seine Fühler aus, doch er hielt vor allem seiner Schwester den Rücken frei
Korrespondenz, Termine, manchmal auch Chauffeur, na was in einer erfolgreichen Anlageberatung eben anfällt
Die 3 planten, berieten, diskutieren auch gemeinsam
Doch an der Spitze stand immer Fr. Dohr, das Superhirn, der intelligente Kopf von allem
Sehr erfolgreich, dass sagt nicht nur Kroll, die Bücher belegen das ja anscheinend auch
Kroll gab sich offen, ehrlich, gewährte mir gründlichen, ausführlichen Einblick in die Geschäfte
Die Kundendatei wird noch überprüft
Ehrlich gesagt, kann ich  mir schlecht vorstellen, dass der Mörder sich dort verewigt hat
Lt. dem Bruder wurde Fr. Dohr nie bedroht, erpresst, usw., also keine Brief…Anrufe, o.ä.
Unmengen Informationen doch ich sehe keinen einzigen Anhaltspunkt wo wir einharken können“
 
„Tom, das ist quasi der 1. richtige Arbeitstag  in dem Fall. Auf Wunder hoffe ich schon lange nicht mehr
Jan….du klangst ja sehr negtiv….?“
 
„Nicht negativ Hajo….Der anhaltende Schockzustand von Dohr….. bin selbst noch ganz benommen
Sein Hausarzt behandelte ihn gerade und  nur wegen seiner Anwesenheit durfte ich den Gatten auch befragen
Diese unendliche Verzweiflung von H. Dohr….Fassungslosigkeit…er weinte ein Tränenmeer
Schluchzte immer wieder….“Meine geliebte Elis….wir waren doch so glücklich…Du bist nicht tot..nein…nein!!!....Kann ohne dich nicht atmen, nicht existieren, mein Schatz…..Will auch sterben
Du bist so ein Engel…wer vollbringt denn so etwas Grausames
Warum tötete die Bestie mich nicht…hat mir doch schon mein Herz herausgerissen
Neiiiiiin…Neiiiiiiin…..Neiiiiiiiin mein Goldschatz  ist alles sinnlos ohne dich….Ich kann ohne dich nicht weiter leben“
Nichts künstlich….geschauspielert bei H. Dohr, seine unendliche Trauer ging mir sehr nahe“
 
„Jan, bist du ganz sicher, dass er dir nichts vormachte“
 
„100% sicher Tom, jeder trauert auf seine Art
Gerade die ehrliche, frei raus gelassene Trauer von  H. Dohr überzeugte mich so
Sein Kegelbruder ist vorübergehend bei ihm eingezogen, hat Angst dass der Witwer sich was antut
Er bestätigte auch, dass die Eheleute Dohr sich sehr, sehr liebten
Das beteuerten auch H. Dohrs Eltern, Geschwister, Kollegen, Nachbarn, eben der ganze, teilweise gemeinsame Freundeskreis, die ich anschließend befragte
Es herrscht allgemein großes Entsetzen über den Mord an Fr. Dohr….
Sie wollen alle nicht wahrhaben, dass sie wirklich tot ist
Über H. Dohrs Alibi müssen wir nicht reden
Er kennt übrigens auch die Tresorkombination
H. Dohr schwört aber, den „Unglücks-Teufels-Kasten“ nie geöffnet zu haben
Das deckt sich mit den Fingerabdrücken, es wurden ja wirklich nur die vom Opfer, dem Bruder und H. Plath gefunden
Hajo, wir sollten H. Dohr in seiner großen Verzweiflung erst mal in Ruhe lassen
Aus der Arbeit seiner Frau hat er sich rausgehalten……glaube kaum, dass er uns bei den Ermittlungen helfen kann“
 
„Nun gut Jan, du hast H. Dohr erlebt. Dann belästigen wir ihn auch nur, wenn es unbedingt nötig ist
Wenn er nichts mit den Anlagegeschäften zu tun hatte, ist es logisch, dass er keine große Hilfe ist
Eine Menge Ermittlungen, Kollegen
Doch leider zeichnet sich absolut kein Motiv ab und beim Täter tappen wir auch völlig im Dunkeln
Aber davon lassen wir uns ja nicht entmutigen, mit „unlösbaren“ Fällen haben wir ja genug Erfahrung“
 
„Hat Ina noch garkeinen Volltreffer aus dem Labor gemeldet?“
 
„Nein Tom das hat Ina nicht….außerdem müsstest du wissen, dass ich alter Hase nicht so sehr auf das Labor baue
Ich setze lieber auf die altbewährte Art Fälle durch Ermittlungen, Informationen, Recherchen, etc. zu lösen“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 27 Jan 2015, 20:22

„Ich bin von Ihrer großen Erfahrung und hervorragenden Zeugnissen begeistert, Dr. Zeus
Sie sind genau der richtige und erfahrene Arzt für diese Abteilung
Doch hoffentlich wissen Sie auch, dass unser neues Zentrum ein Zentrum der besonderen und auch kostspieligen Art ist
Chef einer Abteilung wird nur, wer sich in unser Zentrum einkauft
Sie erwerben also quasi eine Immobilie, die entsprechende Etage mit den Praxisräumen
Die Ausstattung der Praxis,  medizinische Geräte, usw. müssen auch von den Erwerbern finanziert werden
Von diesen Modellen gibt es nur ein paar in unserem Land
Aber die Politik und die Landesärztekammer versuchen so die medizinische Versorgung zu verbessern
Das der öffentlichen Hand dazu die Gelder fehlen, muss ich Ihnen wohl nicht erklären“
 
„Nein bestimmt nicht, H. Medizinalrat Dr. Hofer…..wir Ärzte werden ja mit einem Hungerlohn abgespeist
Doch mit Ihrem besonderen Zentrum verbessern Sie erheblich die Versorgung der Kranken
Als Arzt stehen die Patienten gerade an 1. Stelle und ich will unbedingt zu der verbesserten Versorgung beitragen
Wegen einem unerwarteten Erbe kann ich mir gerade jetzt die Finanzierung leisten
Ich will das Geld nicht für unnötigen Luxus verpulvern
Etwas sinn volles muss es sein und ich glaube es gibt nichts Wichtigeres als Kranken zu helfen“
 
„Tja, wenn nur alle Kollegen so eingestellt wären, Dr. Zeus…..soll das heißen Sie haben sich entschieden?“
 
„Absolut Dr. Hofer, hiermit erteile ich Ihnen meine Zusage
Natürlich sind dazu schriftliche Vereinbarungen und Verträge nötig
Ich möchte aber am liebsten Morgen schon mit der Einrichtung meiner Abteilung beginnen“
 
„Ja aber….so schnell lässt doch Ihre jetzige Klinik eine Kapazität wie Sie, Dr. Zeus, bestimmt nicht gehen
 
„Der Chefarzt weiß, dass ich mich schon lange unterfordert fühle, ich meine Fähigkeiten nicht unter Beweis stellen kann
Er ist ein sehr verständnisvoller Mediziner, bedauert, dass seinem Haus die Fördermittel fehlen
Aber dafür sagte er mir zu, dass ich kurzfristig kündigen darf, wenn sich ein Posten für meine Kapazitäten auftut“
 
„Wenn die Dinge so liegen Dr. Zeus, sorge ich dafür, dass Ihnen schnellstens die Unterlagen übermittelt werden
Ihrer umgehend Übersiedlung nach hier steht dann nichts mehr im Weg“
 
 
 
 

„H. Wagner“ begrüßte Jan den eintretenden Mann
“Was führt Sie zu uns, ich hoffe H. Dohrs Zustand hat sich nicht verschlimmert?
Wenn ich kurz vorstellen darf, unser Chef HK Trautschzke und meine Kollege  KOK Kowalski
H. Wagner ist H. Dohrs Freund und kümmert sich momentan um ihn“
 
Die Herren schüttelten sich die Hände, dann meinte Herr Wagner: „Sven, sorry H. Dohr geht es unverändert
Sie haben ihn ja gesehen H. Maybach, er ist noch immer am Boden zerstört, nervlich völlig aufgelöst
Er wird noch lange um seine geliebte Elis trauern….ist ja auch unfassbar……..
Doch ich bin aus einem anderen Grund hier: Sven hat den sehnlichen Wunsch seine Frau noch einmal zu sehen und sich auf liebevolle Art von ihr zu verabschieden
Dann faselt er auch immer: „Kühlhaus…da friert mein Schatz…viel zu kalt
Mein Herzblatt soll in warmer, würdevoller Erde ruhen
Tja ich trete als Fürbitter auf, ob Sven der Abschiedswunsch oder vielleicht gar beide erfüllt werden?“
 
Hajo druckste herum:

„H. Wagner, ich bedauere sehr, besonders für H. Dohr….doch bei einem Mord läuft es leider nicht so ab wie bei einem natürlichen Tod
Dem Ehemann bleibt auch die Verabschiedung von seiner Frau verwehrt weil…..weil….weil
Hajo warf Jan einen hilflosen Blick zu: Jan bitte, du findest bestimmt die passenden Worte“
 
Bedächtig meinte Jan: „H. Wagner, wir sprachen doch unter 4 Augen auf welch grausame Weise Fr. Dohr zu Tode kam?“
 
H. Wagner nickte nur bedrückt
 
„Alle Erdrosselte sind nach dem Tod mehr oder weniger entstellt…..doch Fr. Dohr
Gerade weil so ein brutales Mordwerkzeug benutzt wurde ist die Ehefrau nicht wiederzuerkennen
Es tut uns leid, aber diesen Anblick können wir dem Witwer unter garkeinen Umständen zumuten
Sie müssen H. Dohr schonend beibringen, dass er sich nicht von seiner Frau verabschieden darf
Er soll sie so in Erinnerung behalten wie er sie kannte und liebte“
 
„H. Maybach, Sven dreht durch wenn ich ihm das so  weitergebe“
 
„Rufen Sie einen Arzt herbei, bevor Sie H. Dohr die Ablehnung mitteilen der nötigenfalls eingreifen kann
Doch wenn H. Dohr die Leiche seiner Frau sieht, ist so gut wie sicher, dass er den Rest seines Lebens in der Psychiatrie verbringt“
 
„Ihnen geht Svens Zustand sehr nahe, H. Maybach….Sie haben sich ein gutes Bild von ihm gemacht“
 
„Tja, Jan ist nicht nur ein guter KOK, sondern auch ein ausgezeichneter Psychologe“
„Tom“ zischte Jan, wandte sich dann wieder an H. Wagner:
 „Leider ist auch die Obduktion noch nicht abgeschlossen
Bedauerlicherweise kann noch kein Zeitpunkt für die Beisetzung genannt werden“
 
„Für mich, für uns Alle ist das der 1. Todesfall, dem ein Verbrechen vorausging
Aber Sie tun ja nur Ihre Arbeit….nur Sven…wie bringe ich ihm das bloß bei
Danke für die Auskünfte“ verließ H. Wagner traurig das Büro
 
 
 
„Die Ermittlungen laufen ja auf Hochtouren, doch Motiv oder Tatverdächtiger zeichnet sich immer noch nicht ab
Mein Vorschlag: Wir recherchieren jetzt auch bei Geschäftspartnern, Kunden und im Freundes- und Bekanntenkreis vom Bruder und H. Plath“
 
„Wie Hajo, verdächtigst du die 2 jetzt doch?“
 
„Absolut nicht Tom, aber die beiden arbeiten in einem sehr erfolgreichen Geschäft
Da gibt es immer Neider und leider auch „gute Bekannte“ die es verstehen ihre Freunde auszuhorchen
Listig, tückisch, hinterhältig wie Schlangen spionieren sie ihr Zielobjekt aus und die bemerken es nicht mal
Es wären nicht die 1. „guten Freunde“, die zuschlagen, wenn sie genug Informationen haben
Außerdem sollten wir in allen Häusern der Straße nachfragen, es nicht nur bei den direkten Nachbarn belassen“
 
„Ei, ei Chef….Befehl wird sofort ausgeführt“
 
„Dummschätzer Tom“ schüttelte Hajo den Kopf, als dieser mit Jan das Büro verließ

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 27 Jan 2015, 20:58

„Schau dich um Ingo, wenn du dich jetzt nicht am Ziel deiner Träume siehst….also dann weiß ich nicht“
 
„Bodo, auf die Knie falle ich nicht vor dir….ein herzliches Dankeschön überzeugt dich
Ich gebe ja zu, dass ich erst einen Tritt in den Hintern brauchte, mich ohne deinen Ansporn nicht so schnell entschieden hätte
Es ist wirklich wie ein Traum, ein realer, wahrgewordener Traum, besser konnten wir das Geld gar nicht anlegen
Das Allerbeste Ingo, von hier vertreibt uns Keiner so schnell
Endlich können wir so wirkend, arbeiten wie wir es uns immer wünschten
Keiner redet mehr rein, keine Chefs,   die übel gelaunt ihre Vorschriften brüllen
Unsere hohen Rechnungen deklarieren wir mit neuartigen, ganz besonderen Untersuchungen
Jede Krankenkasse kauft uns den Schwindel ab, erstattet unsere Leistungen bis auf den letzten Cent
In wenigen Jahren haben wir genug für unsere Traumvilla in der Karibik
Dann heißt es nur noch Sonne, Meer, Faulenzen, Partys und unzählige Inselschönheiten“


„Du bist also auch der Meinung, dass die komplette Ost-Polizei völlig unfähig ist
Vom kleinen Streifenbeamten bist zum Obersten Chef alles nur Stroh im Kopf haben
Durchweg doofe, blöde, minderbemittelte Deppen sind, die nicht mal einen Taschendieb fangen können
 
„Ich hatte ja nicht die persönliche Ehre mit den Herren Beamten….aber ob so oder so
Wer keine Spuren hinterlässt, zu dem nicht mal ein Motiv „erahnt“ werden kann, scheidet automatisch sofort aus dem Verdächtigen-Kreis aus“
 
„Genau das wollte ich hören Bodo, die Eröffnung unserer Praxisräume passt genau ins Timing
Der Terminkalender ist schon voll, ab morgen laufen die Patienten uns die Tür ein“
 
 
 
 
„Für die Obduktionen brauchst du immer länger, Sabine
Na ja…bringt das zunehmende Alter wohl so mit sich“
 
„Ich liebe deine herunterziehenden Komplimente Ina….ist ja bekannt, dass du meine Arbeit auch noch gerne übernehmen möchtest
Aber du musst dich hinten anstellen, ein paar Jahre schaffe ich gerade noch so“
 
„Sabine, wir lieben dich, dein Humor ist unschlagbar“ lachte Tom schon wieder herzhaft
 
„Dem stimme ich zu und lausche jetzt aufmerksam deinem Bericht“ grinste Hajo
 
„Ihr habt noch keinen abschließenden Obduktionsbericht weil ich etwas fand, was mich selbst sehr erstaunte
Zwischen dem Drahtgewirr am Hals des Opfers entdeckte ich plötzlich eine Gummihandschuh Fingerkuppe wovon ein Teil noch in der Strangulationswunde steckte
Ich erspare euch meine vorsichtige, behutsame und langsame Kleinarbeit das Gummistück im Ganzen aus  Wunde und Draht zu entfernen
Aber seht selbst“ hielt Sabine eine Tüte hoch „es wurde ein erheblicher Fingerteil des Handschuhs abgerissen…..oder?“
 
„Ein grandioser Fund, Fr. Super-Pathologien…nur leider absolut wertlos
Das „kostbare Stück“ gehört sofort in den Abfall“ spottete Inas bissig
 
„Spar dir deine Kommentare Ina, denn du bist mit deinem Bericht sicher noch nicht fertig Sabine“
 
„Nein Hajo. Allerdings ist das Blut auf dem Gummi vom Opfer und das hilft euch nicht weiter
Aber….. und jetzt hoffe ich kleinlaut auf großes Verständnis Hajo……ich habe mich als  Ermittlerin betätigt“
 
Ina keifte: „Du hast sämtliche Kompetenzen überschritten, das wird Konsequenzen haben
Spar dir weitere Worte, illegale Arbeiten werden gar nicht anerkannt“
 
„Lass dich nicht einschüchtern Sabine, obwohl….du erstaunst mich immer wieder“ schmunzelte Hajo
 
„Hajo, einerseits dachte ich mich mit einem Flop zu blamieren, aber andererseits, weiß auch nicht, packte mich plötzlich der Eifer
Ich stellte mir vor, dass vom Mörder durch den abgerissenen Gummiteil Fingerabdrücke zu finden sind“
 
„Fingerabdrücke an Stacheldrahtzaun….jetzt drehst du komplett durch, Sabine“ schimpfte Ina
 
„Ich sagte am Tatort die Frau wurde mit einer Art Stacheldraht erdrosselt, was auch zutreffend ist
Doch wenn du Ina, wie deine Kollegen, dir die Zeit genommen hättest, die Leiche genauer anzusehen,
wären dir die 2 Lederendstücke aufgefallen
Nicht sehr groß, aber groß genug für Abdrücke.
Mit beiden Lederstücken wird das Drahtgeflecht zusammengehalten…bezeichne es mal skurril als..als
Als Verschluss…..5 Sekunden dort fest gezurrt….und das Opfer war zu Tode stranguliert“
 
„Puh, Sabine….als Horrorerzählerin gefällst du mir aber gar nicht“
 
„Sorry Hajo, mein Hang zur Theatralik….wollte euch nur verdeutlichen……“
 
Ina meckerte: „Ja, ja es reicht….Applaus erwartest du hoffentlich keinen, komme endlich auf den Punkt
O.k., also Lederstücke…..aber dein hochnäsiger Eifer löste sich „puff“ schnell in Rauch auf
Unter dem Mikroskop waren die Stücke sauber, rein und glatter wie ein Baby-Popo“
 
„Ina, bitte unterbrich Sabine doch nicht laufend“ raunte Jan leicht gereizt
 
„Spiele hier nicht den interessierten Pathologiezuhörer Jan, bei mehr als 10 Tropfen Blut kippst du doch sowieso um“
 
Jan verzog zwar das Gesicht, atmete tief durch, aber er zog es wieder mal vor zu schweigen
 
Dafür keifte Tom: „Ich bin nicht so nett wie Kollege Jan, sage: „Halts Maul Ina!!!...Kapierst du es jetzt
Wenn dich das nicht interessiert verzieh dich ins Labor
Aber wir Männer sind gespannt, was uns Sabine noch zu sagen hat, du doch auch Hajo…richtig?“
 
Womit Tom recht hatte, gespannt hörte auch Hajo die ganze Zeit zu, „bat“ Sabine jetzt nickend weiterzureden
 
Keiner beachtete  Inas beleidigtes Schimpfen

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 27 Jan 2015, 21:07

Sabine atmete tief durch: „Hajo, wie gesagt, mein mir unerklärlicher, plötzlicher Eifer….
Bitte, bekomme jetzt keinen Wutanfall…das ich…ich über deinen Kopf, eure Köpfe…“
 
„Aber Sabine…wie lange kennen wir uns….Bitte jetzt ausführlich und frei heraus..!!!“
 
Sabine überschlug sich fast: „Den Fingerabdruck auf dem Leder erkannte ich unter dem Mikroskop und dann….dann rannte ich zu euren Kollegen, ließ ihn abnehmen, sauste bald durch den Fahndungs-PC und ganz fix…Treffer.
Die Kollegen meinten sogar, der Abdruck sei mit dem undeutlichen Teilabdruck identisch
Doch 100%ig nachweisbar sei das nicht
Am Tresor fand sich ja nur der 1 „Fremdabdruck"
Möglich, dass der Täter gerade den Griff anfasste und sofort erschreckt losließ, als er merkt, dass er noch keine Handschuhe trägt
Jetzt geht aber wirklich die Fantasie mit mir durch, diese Hypothesen sind eure Sache
Also wieder zurück, die Kollegen stießen tatsächlich auf einen Treffer“
 
„Fr. Prof. Tunichtgut!!!!!.....Das ist alles unsere Arbeit und du wagst es, kreuz und quer..alles Mischmasch
Auch mit einem Volltreffer….alles illegal…..nicht verwertbar und dir, dir treiben sie mit harten Bandagen die Super-Polizistin aus
Ein gehöriger Eintrag und eine Abmahnung, die sich gewaschen hat, sind dir ganz sicher
Danach musst du froh sein, wenn du noch als Assistenzärztin in einer Sozialstation arbeiten darf
Hajo, du leitest sofort die längst überfälligen Schritte ein, ich unterstütze dich bei der Formulierung“
 
„Halt die Schnauze Ina..Sofort“
 
„Oh nein, mit so vielen Vergehen kommt die ausgetrickste Prof. nicht ungeschoren davon“
 
Tom raste zu Ina: „Schnauze..oder ich stopf dir dein Maul..ich mein es ernst“ hielte er ihr ein zusammengeknäueltes Taschentuch vors Gesicht
 
„Du hast die Kündigung schon in der Tasche, Kowalski“ krächzte sie gerade noch
 
Sabine stand kalkweiß da
 
„Ich hätte dir das gerne erspart Sabine, aber jetzt kannst du fortfahren“
 
„Bitte Sabine“ redete Jan auch leise auf sie ein „Alles Quatsch von wegen illegal
Für uns ist alles interessant und wichtig was weiterhilft….vor allem wer hinter dem Treffer steckt“
 
„Dein…dein..Landsma…mann, Jan…..Dr. Zeus“ hauchte Sabine
 
„Saaaaaaabine, was sagst du da?“ kam Hajo jetzt doch erregt zu Sabine gelaufen
 
Tom tobte sofort neben ihm: „Der, wirklich DER…Angeber, Superkluge, Schmierenkomödiant“
 
Nur Jan saß noch immer wie vom Blitz getroffen auf seinem Platz, hauchte stammelnd: „Ze.u.u.u.s???
Kein Hörfe…fehler….kei…kein Irrtum. Entschuldige…entschuldige bi..bi…bitte Sabine
Was rede ich. Natürlich ist dei…die…deine und die Arbeit der Ko…Ko…Kollegen fehlerlos, exzellent, verlässlich
Eure Ergeb..geb…gebnisse sind korrekt…..Ist…bleibt Zeus Ab…Abdruck….Er, nur er tö…tötete Fr. Dohr“
 

„Jan, du bist so…so...traue mich gar nicht mehr zu sagen was die Kollegen meinten“
 
„Sprich nur Sabine, ist schon vorbei….nur…..so ein schwerer Brocken muss sich bei mir erst mal setzen“
 
„Die Kollegen schalteten den großen Zentral-„Zauberkasten“ erst gar nicht ein
In der kleinen Datei….oder wie das heißt….steht das Zeus  vorbestraft  und gerade aktuell in Köln ein Verfahren gegen ihn eingeleitet ist
Na ja, hieß gleich: „Jan, unser Kölner, erfährt doch von seinen früheren Kollegen 100 x mal mehr, ausführlicher und anschaulicher als der „Zauberkasten“ ausspuckt“
 
„Klar Maybach, der Kölner“  wollte Jan lächeln, schaffte es aber nicht….verbittert  verzehrten sich seine Lippen
Das bezog sich aber nicht auf die Kollegen sondern auf Zeus, den er gedanklich vierteilte
„Die Kollegen vermuten schon richtig, dass ich als Ehemaliger vielleicht viel mehr Details in Köln erfahre, als unser Zauberkasten gespeichert hat
Leider denkt Keiner daran, dass ich schon ein paar Jahre hier bin“
 
„Jan ich verstehe, wenn dir die Nachfragen zu unangenehm sind….gerade weil Zeus so ein……“
 

Mehr zu sich selbst murmelte Jan: „Das Brutale  passt zu dem Aufgeblasenen. Erst Handschuhe vergessen
…..Bringt uns nur verwischten Abdruck…..Dann mit aller Härte am Draht zerren, dass ein Stück Gummi abreißt. Ängstigt den Kerl kein bisschen, Ost-Polizisten sind doch alle nur Deppen……..“
„Sorry Hajo, ich war abgelenkt. Aber mir ist das nicht unangenehm. Was ich sagen will ist, dass sich seit ich von Köln weg bin viel verändert hat
Wie in jedem Präsidium gehen und kommen Kollegen und die neuen kennen mich doch gar nicht
Gerade die bestehen dann auf den Dienstweg, Formulare, Anträge, etc.
Die Neuen machen sich damit wichtig, aber solche sturen, überkorrekten „an die Regel-Halter“ gab es damals schon
Die gibt es immer und überall, wird es auch weiter geben
Selbst so ein alter Stinkstiefel gibt doch bei dem Ehemaligen Maybach den Oberwichtigtuer
Ich muss gleich einen echten Kumpel/Freund, den Richtigen an die Strippe bekommen
Nur so erfahren wir etwas…läuft es gleich richtig…..Mal überlegen……Sascha..Bert…Heiner….L U C A!!!
Klar Luca, Luca Reinl der ist total unkompliziert, aus dem strömen die Infos wie ein Wasserfall
Oh hoffentlich ist der Gute überhaupt noch bei der Truppe. Gleich weiß ich es genau“ wählte Jan schon
 
„Sabine, du heimliche Detektivin…ich muss dich einfach mal drücken
Du bist eine liebe und sehr kluge Superfrau“ umarmte sie Tom während Jan im Hintergrund telefonierte
 
Hajo drückte Sabine einen Kuss auf die Backe..“Den hat sie sich redlich verdient“ meinte er verlegen

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 27 Jan 2015, 21:20

„Danke Hajo, jetzt bin ich erleichtert…dachte schon du platzt vor Wut wegen meiner Eigenmächtigkeit“
 
„Ich fasse es nicht…Umarmung, Küsse, Belobigung….du lässt der Querulantin das Durcheinander nicht einfach durchgehen
Hajo, die Möchtegern-Polizistin hat gegen sämtliche Regeln, Dienstvorschriften, usw. verstoßen
Abmahnung, Beschwerde, Dienstaufsichts- und Disziplinarverfahren müssen eingeleitet werden
Alle Register durchgegangen, dass die faule Wurzel, Ex-Pathologin endlich hier rausfliegt“
 
„Ina noch ein Wort und ich ziehe alle Register gegen dich“
 
„Wegen eurer Kuschelfreundschaft lasse ich mich nicht einschüchtern“
 
„Es reicht Ina“
 
„Nein, es reicht noch lange nicht, lass Taten walten, Hajo“
 
„I N A  ich warne dich zum letzten Mal“
 
„Warnen, für mich gibt es keine Folgen, es ist mein Recht für den Untergang der Betrügerin zu sorgen“
 
„O.k. jetzt reicht es, noch ein Wort Ina und du bist suspendiert“
 
„Hahahahaha…….Hajo, dazu hast du garkei…..“
 
„Schnauze, dein Chef duldet keine Unterbrechung mehr
Suspendieren kann ich Jeden der Abteilung, der mutwillig große Fehler macht oder sich nicht an die Vorschriften hält, sie missachtet oder sie auf linke Tour verdreht
Über Letzteres kann ich bei dir eine lange Liste herunter rattern
Die Suspendierung ist Schritt 1.
Kruse nimmt mit Kusshand meine Anträge wegen Beleidigung, Amtsanmaßung, übler Nachrede und psychischer Misshandlung von Kollegen und sonstigen Präsidiumszugehörigen entgegen
Der „korrekte“ Staatsanwalt wird ein  Untersuchungsverfahren einleiten, was bei dir wohl in einem Disziplinarverfahren  endet
Ich bete heute schon dafür, dass man dich entweder strafversetzt oder du aus dem Polizeidienst entlassen wirst
Bei deiner stahlharten Überheblichkeit, erfährst du auch noch die Details für die Maßnahmen:
Amtsanmaßung vollziehst du täglich bei mir, Tom, Jan, dem armen Holger, ach überhaupt an jedem Kollegen mit dem du es zu tun hast
Dazu schreist du mit deinem Schandmaul Sachen heraus, mein lieber Mann, dass geht tief unter die Gürtellinie
Weiß ja nicht ob du so blöd bist oder meinst du hast hier besondere Rechte
Eigentlich müsste dir deine maßlosen Überschreitungen klar sein
Gerade eben bei Sabine, unter aller Würde unsere hochgeschätzte Fr. Prof. bestrafen zu wollen
Sie hat, völlig unüblich, ein wenig Ermittlungsarbeit getätigt……na und….meinen Segen hat sie
Aber das du Grünschnabel Ina Sabine so runterputzt wird Folgen haben
Mit mir uralt Grufti treibst du es ja schon lange, aber an meiner Elefantenhaut prallt das ab
Tom nimmt dich sowieso nicht für voll, für den bist du die absolute Witz-Nr.
Die anderen Kollegen zucken die Schultern, sind ratlos
Jan, der ist leider sehr zurückhaltend, gibt er doch mal Kontra nennt er dir den richtigen Passus gleich mit dazu
Seine Geduld ist auch nicht endlos. Aber wehe wenn Jan in Fahrt kommt, dann flüchtest du mit wehenden Fahnen
Du solltest mich ernst nehmen, Ina
Sabine ist eine viel zu patente Person um sie durch deine Attacken kaputt zu machen
Bevor du noch weiteren Flurschaden anrichtest, trennen sich unsere Wege
Da kann dir auch dein geliebter Alex nicht helfen
Ganz schnell hängt er in den Maßnahmen mit drin, als Strippen-Zieher, Mitwisser, Anstifter, illegaler
Beratung, wegen seinen ganzen Meng- und Mauschelgeschäften
Entweder verhältst du dich wie eine normale KOK und bearbeitest hier im Büro die Fälle mit uns gemeinsam
Andernfalls Ina verlässt du sofort das Präsidium und wartest zuhause die weiteren Schritte ab
Entscheide dich, mit uns…..oder“
 
Inas zaghaftes Nicken sah man kaum
 
„Lauter Ina, ich kann dich nicht hören“ legte Hajo die Hand hinter sein Ohr
 
„Ich arbeite anständig und ganz normal mit euch zusammen“
 
„Hajo, falle nicht auf die Lügenbaronin herein“ tönte Tom
 
„Jan…..Jan…was….was ist“ stotterte Hajo als er jetzt auf Jan blickte, der stumm in die Runde schaute
 „Haben wir dich gestört?“
 
„Nein, ich höre nur andächtig eurem interessanten Gespräch zu“
 
„Wir waren zu laut. Warum machst du uns nicht darauf aufmerksam“
 
„Hajo, ich telefonierte nur sehr kurz, denn Luca ist….leider….z.Zt. im Außendienst
Ich habe meine Nr. hinterlassen und hoffe jetzt innig, dass er schnell zurückruft
Das Telefonat muss man also als großen Flop bezeichnen“
 
„Jan, so ungeduldig kenne ich dich ja gar nicht“ schmunzelte Sabine
 
„Danke für den medizinischen Hinweis, Fr. Prof.
Meine Ungeduld kommt wohl wegen dem „Dr.-Angeber“, besser gesagt brutalen Täter  Zeus
Ich lege den Schalter sofort um…..zufrieden Sabine?“
 
„Sehr, so gefällst du mir besser Jan und ich kann euch beruhigt verlassen“ winkte Sabine lächelnd  beim  Hinausgehen
 
Hajo meinte: „Von Köln erhoffen wir uns ausführlichen Bericht
Schlage vor, in der Zwischenzeit recherchieren wir mal ob Zeus Verbindungen nach Leipzig hatte“
 
Zustimmendes Nicken der Kollegen und dann arbeiteten sie still und einträchtig wie lange nicht mehr
 
 
 
Na Holger, auf die Super-Treffer-Spur gestoßen?“
 
„Hajo sorry wenn ich mich so unbeholfen ausdrückte…..ist nichts mit Super-Treffer
………wollte nur nicht in eurem Büro, weil…..ist so unangenehm wenn da…..“
 
„Verstehe Holger, vermeidest es, dass Ina dich wieder runterputzt
Bin ja gerne zu dir gekommen und wegen Ina…..hoffe es kommt jetzt zu positiven Veränderungen
Jetzt lausche ich aber erst mal dir andächtig“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 28 Jan 2015, 19:46

Schmunzelnd meinte Holger:
„Detektivin Sabine servierte euch ja schon den Abdruck vom Mörder wie ich hörte
Ich will dich nicht langweilen Hajo, doch mir war es wichtig mehr Wissen über den Tresor zu bekommen
Deshalb setzte ich mich mit dem Hersteller in Verbindung. Dieser Tresor sei ihr Paradestück
Er wurde bevor er in den Verkauf ging, lange und umfangreich getestet
Ich erspare dir mal die technischen Details, aber m.E. sind es erfahrene Leute denen man trauen kann
Der Tresor sei nur mit einem Schweißbrenner zu „knacken“.
Das muss aber dann auch schon ein richtiger handfester sein, also mit wirklich großer Flamme
Doch zum Einen sind so große Brenner ja nicht leise und dann müsste trotzdem lange geschweißt werden, bis der Tresor wirklich aufspringt.
Die Firma schickte mir umfangreiches Material, worin das alles nochmal beschrieben wird
Ich  studierte die Infos sehr genau Hajo, wie schon gesagt, für mich klingt das vertrauenswürdig
Mir wurden sogar Käufer benannt, netterweise gaben mir alle Auskunft
Alle Besitzer meinen sie hätten den 100%igen sichersten Tresor
Nicht ein Einziger sorgt sich, dass der Stahlkasten je aufgebrochen wird
Vielleicht denkst du jetz Hajo was erzählt der Spusi-Mann da für blöden Kram“
 
„Stopp, stopp Holger, du weißt, dass ich sehr große Stücke auf dich und dein Wissen halte
Mit deinen Erkundigungen hat sich jetzt eindeutig bestätigt, dass der Täter das Opfer vorher zwang den Tresor selbst zu öffnen bevor er sie tötete
Damit hast du uns weiteres Grübeln erspart, quasi ermittlungsmäßig entlastet
Holger, genau das wolltest du doch auch, nicht wahr?“
 
Holger nickte nur bescheiden
 
„Mein lieber Spusi-Chef…..Holger posaune in Zukunft dein Wissen aus, verstanden
Wo kommen wir denn dahin wenn du dein Licht immer unter den Scheffel stellst“
 
 
 
Hajo gab im Büro weiter was Holger ihm berichtet hatte
 
„Anstatt sich mit Unwesentlichem zu befassen,  sollte Holger seine Arbeit tun
Nicht eine verwertbare Spur hat er bisher geliefert“
 
„Also aus deinem Superlabor kam aber auch noch kein Treffer….oder hat mein getrübter Blick etwa den großen „Auftritt“ verpasst“ amüsierte sich Tom
 
 
„L U C A..!!!!!..Mensch ist ja toll das du so schnell zurückrufst“
 
„Wie in alten Zeiten Jan…Du pfeifst und ich springe….
Darfst ruhig lachen, kennst mich Witzbold ja
Aber jetzt ernsthaft…Mein Beileid das Zeus jetzt auch bei euch sein Unwesen treibt“
 
„Du kennst Zeus also Luca und wie du dich ausdrückst hört sich das gar nicht gut an“
 
„Oh ja  Jan, wir kennen Zeus, Braun, Müller, Schuster…der komische Dr. agiert unter vielen Namen,
ein fragwürdiger Mediziner mit unzähligen ???
Ich würde mich gerne kurz fassen doch bei dem groß verzweigten Schandtaten-Netz von dem obszönen Doc muss ich weit ausholen“
 
„Luca, wir sind auf das Schlimmste gefasst. Ach übrigens, der Lautsprecher ist eingeschaltet
Meine Kollegen sind genauso gespannt wie ich“
 
„Schon klar Jan, du würdest bei der Weitergabe an dein Team auch steife Lippen bekommen, nach meinem langen Text
Also….der richtige Name ist Ingo Zins…..Zeus klingt zwar ähnlich, aber Zins steht nun mal auf der Geburtsurkunde
Er studierte sehr viele, zu viele Semester Medizin, absolvierte mehr schlecht als recht die Assistenzjahre und schaffte es irgendwie seinen Dr.-Titel zu erlangen, als Internist hat er sich „spezialisiert“
Doch Zins wollte sofort mehr „scheinen“ als er konnte
Die 1. Klink trennte sich schnell von ihm und da ging es los
Für die nächste Anstellung fälschte er sich erstklassige Zeugnisse, wurde mit Kusshand angenommen
Das ging einige Jahre gut, bis sich die Beschwerden über Fehldiagnosen, falsche Behandlungen, usw. häuften
Logisch, Internisten sollen zwar die ganze Anatomie kennen, aber bei Zins gab es da doch sehr viele  Lücken in spezifischen Kenntnissen. Zur Fortbildung war er zu faul, Hauptsache er konnte gut und viel abkassieren
Beleidigt wechselte der Angeber zu einer Privatklinik, natürlich wieder mit seinen „eigenen“ Zeugnissen um noch mehr abzusahnen
Polizeiauffällig wurde er dann durch Betrug, Unterschlagung, aller Arten Vermittlungsgeschäfte
Also die Tour, wo die Kunden große Summen investieren um es mit Vielfachgewinn zurück zu erhalten
Gab aber nur den reichen Gewinner Dr. Zins, die Investoren gingen leer aus, weil er das Geld längst verprasst oder im Ausland gebunkert hat
Keine Ahnung welche Fortuna ihm zur Seite stand, jedenfalls kam Zins oft mit Ermahnungen,
 Sozialstunden oder Bewährungsstrafen davon
Bis er total ausraste wegen viel Geld ein Opfer halb totprügelte…..da wurde er dann wirklich zu einer Haftstraße verknackt
Vom Bewährungshelfer erfuhren wir, dass er nach dem Gefängnis sofort untertauchte
Ende 2012 erfuhren  wir durch die Ärztekammer, dass er schon lange wieder hier in Köln als Dr.Zeus sein Unwesen treibt. Er flog auf, weil er sich jetzt als Radiologe ausgab, die Kammer ihn wegen Amtsanmaßung, Titelbetrug, usw. anklagte
Ihr wisst, dass gerade Verfahren im medizinischen Bereich sehr schwierig sind, die Gerichtsverhandlung fand noch nicht statt, weil noch eine Menge Recherchen anstehen
Doch der Hammer, als sich bei den Ermittlungen rausstellte, das Zins den Kollegen in Bayern, Hessen, Holstein, Bremen und Hamburg bekannt ist
Mit anderen Namen, aber immer die gleiche Masche, gefälschte Dr. Titel, gab sich sogar mal als Facharzt für Blutgefäße in einem Speziallabor aus.
Schaufelte sich wieder mit allen möglichen Betrügereien ein Vermögen zusammen, sobald er angezeigt wurde machte er sich aus diesem Bundesland aus dem Staub
Ich muss noch ergänzen, dass er auf sehr großem Fuß lebt, das ergaunerte Vermögen schnell wieder verprasste
Klingt blöde, als ob alle Polizisten Deutschlands die größten Deppen wären, unfähig ihren Beruf auszuüben, doch leider ist Zins wie ein Chamäleon
Unbegreiflich wie schnell der Kerl sein Aussehen verändert, Haarfarbe, Frisur, Kontaktlinsen in allen Farben, mit ohne Brille, legt auch mal einen Gummibauch an, dann sucht man vergeblich nach dem hageren Täter
Übrigens ist Zins gleich 4 x geschieden, die letzte Scheidung wurde gerade mal 4 Tage vor dem Mord bei euch ausgesprochen
4 sehr hübsche und sehr vermögende Ehefrauen, die vor Liebe blind den Kerl am Anfang wie Gott-Amour anhimmelten, verwöhnten, mit Rolex, Sportwagen und natürlich großen Summen
Vorm Scheidungsrichter standen dann jeweils 4 verarmte und misshandelte Psychowracks,
 die auf alle Anzeigen, Strafen, Ansprüche verzichteten, wenn sie nur endlich aus der Zins-Hölle, besser gesagt von dem Teufel geschieden wurden
Als die Kammer Zins  Ende 2012 anklagte, wurde beim 1. Gerichtstermin  sein Pass einbehalten.  Er bekam zur Auflage bis zur Hauptverhandlung die Stadt nicht zu verlassen und musste wöchentlich bei uns erscheinen
Da wir oder die Kollegen in den anderen Bundesländern bei den Ermittlungen wieder und wieder auf Neues stoßen, stand der Prozesstermin, na ja sage mal…..noch „in den Sternen“
Jetzt kommt auch ans Licht, dass Zins noch mehr Dinger gedreht hat, die gar nicht angezeigt wurden
Sei es weil er die Geschädigten erpresste, ihnen drohte oder unsere speziellen Freunde, die selbst Dreck am Stecken haben
Zins blendet nach außen mit schleimiger Angeberei, der Super-Super-Mediziner, die absolute Kapazität, spitzenmäßig intelligent, dem Keiner das Wasser reichen kann
Wer mit ihm länger zu tun hat, kennt aber auch seinen Zorn, Aggressivität, Wut und seine Brutalität hat er mit der damaligen Körperverletzung gut unter Beweis gestellt
Seine Ex-Frauen haben das auch sehr oft zu spüren bekommen
Allerdings so einen brutalen Raubmord wie bei euch hätte ich ihm,  hätte ihm dann doch Keiner zugetraut
Mit der stattlichen Summe will er es diesmal wohl wirklich wissen, muss was ganz Großes vorhaben
………….Doch Jan und die anderen Kollegen auch, haltet euch jetzt bitte fest……..Zins ist auf der Flucht“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 28 Jan 2015, 19:52

„Fluuuuuuuucht!!!!!…Waaas????….H. Reinl Sie meinen…..wollen sagen……“
 
„Luca, nicht nur für Jan, bin für Kollegen einfach Luca, egal wer eben so entsetzt aufschrie“
 
„Gut also Luca, ich bin der Hajo“
 
„Ah, der große Häuptling, sorry wollte sagen HK Trautschzke, der Chef der Soko“
 
„Trotzdem Hajo….….Also Luca, Flucht heißt dann wohl, dass Zins nicht mehr an seiner Meldeadresse anzutreffen ist, Köln längst verlassen hat, sich schon ins Ausland abgesetzt haben kann“
 
„In der letzten Wohnung lebt Zins definitiv nicht mehr. Er muss Köln aber nicht unbedingt verlassen haben. Sagte ja…Chamäleon…er kann auch schon  wieder total verwandelt in der Stadt rumlaufen
3 Tage vor dem Mord hätte er bei uns erscheinen müssen, er kam aber nicht. Seitdem suchen wir nach ihm
Der Kerl ist nicht nur hochgradig kriminell der ist auch unsagbar dreist
Meine…..hier in Köln wird Zins Prozess vorbereitet und in Leipzig leistet er sich, wie neben bei, einen brutalen Raubmord als Dr. Zeus
Also wenn das nicht kaltblütig ist dann weiß ich auch nicht
Ein Heer Kollegen fahndet schon nach dem Halunken, jetzt gehört ihr auch noch dazu
Nach dem Mord kann das Chamäleon sein Aussehen schon wieder verändert haben
Also herrscht großes Rätselraten über ein einigermaßen passendes Fahndungsfoto
Hajo, Zins muss nicht unbedingt schon ins Ausland abgetaucht sein.
Die anderen Verbrechen verübte er ja auch „nur“ in anderen Bundesländern
Das glaubt man von dem Schurken kaum, doch er soll sehr Heimatverbunden sein…mag anscheinend unser Deutschland“
 
 

„Nanu Jan…..so still….Ich dachte eigentlich jetzt etwas von dir zur hören nach meinem Endlosbericht
Der Schock, dass wir euch Zins von Köln nicht nach Leipzig überstellen können, aber wohl mehr noch, dass er flüchtig ist, hat dich wahrscheinlich hart getroffen?“
 
„Nicht nur mich Luca, nein nicht nur mich
Meine Kollegen sind genauso bestürzt wie ich. Mit meinen Hoffnungen war ich zu voreilig
Zugegeben, ausgerechnet ein Kölner, dass schmeckte mir gar nicht
Doch ich dachte unsere guten Verbindungen würde die Aufklärung vereinfachen. wir könnten gemeinsam den Fall bald abschließen
Dann schleuderst du uns „Flucht“ um die Ohren Luca, den Brocken müssen wir erst mal verdauen“
 
„Tja Jan, Hajo und ihr anderen Sokos….ihr wisst ja nur zu gut wie hart unser Job ist
Die Erfolge fallen uns nicht einfach in den Schoß, für euch und für uns nicht das 1. x, dass erst nach unzähligen Hindernissen die Falle zuschnappt“
 
„Danke Luca, deine Lehrstunde ist nicht gerade aufbauend
Aber vielleicht sollten wir wie du, bzw. die Kölner  trotzdem immer etwas Humor bewahren
Mal eine andere Frage Kumpel, seid ihr auf irgendwelche Freunde, Bekannte, Geschäfte, auf irgendetwas gestoßen, was Zins mit Leipzig oder dem Umkreis verbindet“
 
„Jan, die Frage erübrigt sich, egal in welchem Bundesland, Zins wusste immer sofort mit wem oder wo er seine Verbrechen abziehen kann
Wir behaupten schon, dass er hellseherische Kräfte für die richtigen Quellen hat“
 
Hajo meinte jetzt: „Luca, ich widerspreche dir nur ungern, aber Jans Frage erübrigt sich nicht
Im Gegenteil, Jans Frage ist berechtigt, ja gar sehr wichtig
Unser Opfer wurde vor ihrem eigenen Tresor, worin sie gerade kurzfristig ein Vermögen aufbewahrte, getötet
Fr. Dohr nutzte den Tresor leichtsinnigerweise öfter als  Banksafe, hielt ihn für absolut Aufbruch sicher
Lt. Unserer Experten trifft das auch auf  den Kasten zu
Doch wann und wie viel sie in den Tresor legte wussten nur der Bruder, Buchhalter und evtl. der Ehemann
Bei denen können wir aber mit 99%iger Sicherheit davon ausgehen, dass sie Niemanden beauftragten, Nicht mal im Entferntesten auf irgendeine Weise in den Raubmord verwickelt sind“
 
„Oh weia Jan, da habe ich dich ja ganz schwer deine Polizisten-Ehre verletzt
Kündigst du mir jetzt sofort die Freundschaft“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 28 Jan 2015, 19:59

„Du laberst Müll, Luca, erinnere dich, ich bin Kölner, verstehe Spaß
Aber jetzt ernsthaft, wir grübeln an einer Vermutung und du diskutierst jetzt bitte die These mit uns durch
Sind dir von Zins Verbindungen zur Unterwelt bekannt.
Luca hältst du es für möglich, dass er einen schrägen Vögel in Leipzig zum Auskundschaften beauftragte
Quasi einen Schnüffler, der an den richtigen Stellen solange herumlungert, bis er den Ablauf kennt
Doch möglich, dass der Spitzel im entscheidenden Moment, vielleicht durchs Fenster mitbekam, als Fr. Dohr die Riesensumme im Tresor deponierte
Wenn du mich wegen der Spinnerei jetzt schallend auslachen willst….bitte
Tue dir keinen Zwang an Luca, ich weiß selbst wie verrückt das klingt“
 
„Jan…ganz ehrlich…Zins leistete sich unzählige Verrücktheiten, die aber alle in die Kategorie Verbrechen fallen
Wie schon gesagt, es mengten einige mit, die eine lange Vorstrafenlatte haben
Zins hat garantiert Kontakt zur Unterwelt, auch wenn uns Keiner bekannt ist
Dem Halunken trauen wir alles zu, z.B. könnte er in Köln einen Typ bezahlt, bestochen, erpresst haben, der für ihn in Leipzig die „Goldquelle“ auskundschaftet
Auch möglich, dass Zins einen Partner hat von dem wir nichts wissen.
Also so einen Handlanger der die Drecksarbeit erledigt
Wegen seinem breiten kriminellen Netz, könnte er genauso gut Verbindung zu einem Schnüffler aus eurem Umkreis aufgenommen haben
Eure Thesen sind überhaupt nicht lächerlich, im Gegenteil, ihr solltet, nein ihr müsst sogar in diese Richtung weiter ermitteln
So nun bin ich aber am Ende mit meinem Latein
Mein Kölner Plappermaul  ist lebhafter wie das von einem Büttenredner, aber jeder Vortrag endet irgendwann
Ich lasse euch per Express Kopie von Zins sehr, sehr dicken Verbrechensakte zukommen
Aber Warnung, dass euch nicht die Augen herausfallen. Aus der Akte erfahrt ihr noch sehr viel mehr krumme Dinger vom feinen Herrn Dr. als ich euch trotz meiner Endlosrede alles nennen konnte“
 
„Luca, ich bedanke mich im Namen der ganzen Soko für ihre nette Kooperation, den langen, ausführlichen Berichten, na ja….und auf die Akte „freuen“ wir uns schon“
 
„Gerne geschehen Hajo. Ich freue mich mit Jans Team mal zusammenzuarbeiten“
 
„Wir sprechen bestimmt noch oft miteinander Luca“
 
„Aber sicher Hajo, Zins Verbrechen verbinden uns ja jetzt miteinander“
 
Ich bedanke mich nochmal für deinen schnellen Rückruf Luca und freue mich schon auf das nächste Gespräch
Tut irgendwie gut heimatliches Dialekt zu hören“
 
„Dein Heimweh hat schnell ein Ende Jan, du wirst sofort mit offenen Armen wieder bei uns aufgenommen
Ich weiß….keine Chance inzwischen bist du tiefverwurzelter Leipziger. Also, bis die Tage Jan“
 
„Bis dann Luca, halt die Ohren steif“
 


Die anschließende kurze Stille unterbrach Hajo als 1.: „Puh, da klingeln einem ja die Ohren
Hatte ja einiges erwartet, aber das Zeus…Zins, oder wie immer er sich gerade nennt, ein Schwerverbrecher ist, damit rechnete ich wirklich nicht“
 
Tom meinte: „Chamäleon, Verwandlungskünstler….das ist ja fast so wie bei dem Irren
Nur das Zins wegen seiner Intelligenz zu so ausgekochten Verbrechen fähig ist
Niko hingegen ein Kranker, den sein Wahnsinn zum Verbrecher machte
Oh ich Idiot….warum muss ich immer drauf losquatschen
Entschuldige Jan, ich wollte die Niko-Wunden nicht bei dir aufreißen“
 
„Schon gut Tom, Niko ist abgehakt. Der bereitet mir keine Alpträume mehr
Über die Trümmer, die er in mir hinterlassen hat rede ich nicht
Chamäleon…..Verwandlungskünstler…an deinem Vergleich ist was dran
„Phantom“ Niko beging seine Taten im Irrsinn, wurde letztlich doch gefasst und bleibt für immer in der Anstalt  eingesperrt
Aber Chamäleon Zins ist sehr, sehr intelligent, der vollbringt seine Verbrechen mit glasklarem Verstand
Der braucht keine Anstalt…….der kriminelle, eiskalte „Dr.“ gehört schnellstens lebenslänglich hinter Gitter“
 
Tom ergänzte: „Mit anschließender Sicherungsverwahrung…..
Mann, oh Mann so viel geballte Brutalität hatten wir lange nicht mehr“
 
„Ein Kölner eben, da wundert mich gar nichts, die Stadt ist verseucht von Kriminellen
Die kannst du alle über einen Kamm scheren
Von Köln kam noch nie und wird auch nie was Gutes, respektive ein Guter kommen“
 
Jans Kopf schoss turbomäßig hoch.
Seine Augen funkelten so böse wie es noch Keiner bei ihm erlebte
Er durchbohrte Ina mit einem so stahlscharfen Blick als wolle er sie abstechen

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 28 Jan 2015, 20:12

Tatsächlich duckte sich Ina unter der explosiven Bedrohung….die Kollegen erlebten live eine Zimmermann Premiere
Die KOK wurde vor aller Augen einen halben Kopf kleiner
Kauerte sich ängstlich immer tiefer in ihren Sessel, Jan mit flatternden Lidern anstarrend
 
„Jetzt knallt es….Jan explodiert….gleich klirren die Scheiben“ dachten Hajo und Tom gleichzeitig
Tom hielt die Luft an, blickte zu Hajo
Hajo blies die Backen auf, schaute ängstlich zu Tom
 
Jan verharrte weiter in der gleichen Stellung, seine Augen „durchlöcherten“ Ina immer noch
Abrupt wandte er dann sein Gesicht ab, presste die Lippen zusammen, vertiefte sich stumm in den vor ihm liegenden Bericht
 
„I N A..!!!! bellte Hajo und hetzte schon in sein Büro voraus
 
Hinter verschlossener Tür beteuerte Ina: „Hajo, es tut mir leid, ehrlich….ich weiß auch nicht…
Köln hier, Köln dort…..da ist mir die Bemerkung einfach so rausgerutscht
Ich wollte Jan wirklich nicht beleidigen, natürlich ist er kein Krimineller
Sowas wird nie wieder vorkommen, das verspreche ich“
 
„Fällt mir schwer dir zu glauben, aber wenn Jan keine große Sache daraus macht….Deckel drauf
Doch ich warne dich Ina, noch so einen Ausrutscher nehme ich nicht so gelassen"



 
Im Teambüro meinte Hajo dann: „Jan, Tom, ihr ackert schon wieder fleißig
Ich nehme an ihr recherchiert weiter überall und wenn die Kölner Akte eintrifft, können wir vielleicht eine Richtung einschlagen
Jan denkst du auch so nach dem Bericht von Luca?“
 
„Nun ja Hajo, Wunder dürfen wir wegen der Akte nicht erwarten
Wahrscheinlich treibt es uns Tränen in die Augen, wenn wir schwarz auf weiß Zins unzählige Schandtaten lesen“
 
 

 
 
„Leni, wir telefonieren viel zu wenig zusammen
Ich freue mich über jeden Anruf meiner Tochter und befürchte gleichzeitig das etwas passiert ist
So früh rufst du selten an“
 
„Aha, früh also Papa….dein Stellvertreter ist aber gerade so „früh“ zum Dienst gefahren
Du hörst also Jan geht es gut, der ganzen Familie geht es gut
Papa du wirst dich über meine Frage jetzt sicher wundern….aber kennst mich ja
Ich muss den Dingen immer auf den Grund gehen“
 
„Leni, komme bitte auf den Punkt“
 
„Vor kurzem hast du mich vorgewarnt Papa, bzw. vorbereitet, dass Jan sich ungewöhnlich verhalten könnte.
Ich glaube es ging um einen Kölner, der Jan damals beleidigte, herunterzog wie du es nanntest
Doch Jan merkte man nichts an, er verhielt sich wie immer“
 
„Oh je, ich ahne fürchterliches. Damals nicht, aber jetzt kennst du Jan nicht wieder
Er schreit euch an, ist aufgebracht, zornig, schimpft ohne Grund.
Kurzum Jan benimmt sich wie ein Fremder, die ganze Familie leidet unter dem Haus-Tyrannen“
 
„Was redest du denn für einen Unsinn Papa
 Jan führt sich überhaupt nicht auf und von einem Tyrannen ist er meilenweit entfernt
Er verhält sich wie immer, aufmerksam, lieb, zärtlich, hört zu, spielt mit Dana, usw., usw.
Alles in allem ist Jan so wie er eben täglich ist“
 
„Aber Leni..?????“
 
„Jan sagt ja nichts, nehme an es geht um einen Fall…doch den Polizisten legt er ja vor der Tür ab
Aber ich sehe doch, dass er irgendwie aufgeregt, gehetzt ist
Ich spüre, dass irgendwas in Jan arbeitet, er wirkt so aufgerissen, gestresst, hektisch
Er kommt innerlich nicht zur Ruhe, als laste so ein Druck auf ihm, der ihn quasi auffrisst
So zerwühlt wie Jans Bett ist, muss er sich die ganze Nacht hin- und her gewälzt haben
Ich glaube gar er hat überhaupt nicht geschlafen
O.k. wenn ihr einen schweren Fall habt, dann macht das Jan auch mal privat zu schaffen
Aber diesmal ist es anders, ganz anders, so kenne ich meinen Mann gar nicht
Lache mich nicht aus Papa….aber mir ist der Kölner wieder eingefallen
Geht mir nicht aus dem Kopf was du vor Kurzem gesagt hast
Es klingt albern ich weiß, denn der  Kölner machte ja nur eine Zeugenaussage und wie gesagt….
Jan merkte man den Ärger nicht an und alles ist ja auch schon ein paar Tage her
Aber seit gestern…..wie verwandelt…..oder bin ich schon hysterisch, sehe Gespenster wo keine sind
Nein….nein, dafür kenne ich Jan zu lange und zu gut….sein Verhalten muss doch einen Grund haben
Papa, wenn du eine Erklärung hast, dann sage mir das bitte
Wahrscheinlich lachen wir dann beide, aber ich bin beruhigt, rede mir nicht weiter ein, dass Jan schwerkrank ist“
 
„Au weia, das Jan die Fakten zu schaffen machen, dachte ich mir schon…..aber so sehr..?“
 
„Papa, du machst mir Angst“
 
„Du musst absolut keine Angst haben Leni, Jan ist nicht krank, wird nicht bedroht und ist auch in keiner Weise gefährdet
Aber mit dem Kölner triffst du ins Schwarze
Seit gestern wissen wir, dass das aufgeblasene, widerliche Genie, der Super-Super-Dr. kein Tatzeuge ist, sondern ein kaltblütiger, brutaler Mörder“
 
„W.a.a.a.a.a.s!!!!!...aber Papa“
 
„Ja Leni wirklich, uns hat der Keulenschlag auch hammerhart getroffen und am heftigsten wohl Jan
Denke jetzt bitte nicht, er behandelt das jetzt wie „seinen Privatfall“, betreibt seinen persönlichen Rachefeldzug
Mitnichten, Jan bearbeitet den Mord, ermittelt gegen den Kölner mit uns gemeinsam und nicht im Alleingang
Doch überlege bitte mal wie du dich an Jans Stelle fühlen würdest
Der Halunke behandelt seinen Landmann wie einen Deppen, nachdem Motto:
Alle Kölner sind Narren, blöde Idioten, haben bloß Stroh im Kopf
Nur der eingebildete Angeber ist das einzige superschlaue Genie, die beste Kapazität weit und breit
Fast jedes Wort was er zu Jan sagte war eine schwere Beleidigung
Seine Unverschämtheiten gingen weit unter die Gürtellinie
Er verspottete und verhöhnte Jan, behandelte ihn wie einen dummen Jungen…wie den letzten Dreck
Wir dachten schon Jan explodiert, geht dem Kerl an die Gurgel
Falsch gedacht, er schluckte seine Wut herunter, blieb ruhig, gefasst, anständig bis der Kerl draußen war
Tom und ich wollten, dass Jan seinem Zorn Luft macht, schreit tobt, alles raus lässt
Doch Jan meinte, damit biete er dem „Herr Dr.“ die Bühne die er wolle, nämlich sich wichtig zu machen
Es sei gesünder wenn er sich bald abreagiere und er hoffe inständig, dass wir den Halunken nicht noch mal befragen müssten
Jan schaffte es auch schnell den Schalter umzulegen, über den Angeber redeten wir gar nicht mehr
Doch jetzt die Wende, stellt sich erst heraus, dass er der Mörder ist und dann noch, dass die Kölner Kollegen ihn sehr gut kennen
Zum Glück lieferte uns ein ehemaliger Kollege von Jan einen umfassenden Bericht
Aber sehr wohl gefühlt hat er sich bei der Anfrage bestimmt nicht, wäre mir genauso gegangen
Wenn ich mit alten Freunden telefoniere, wird gelacht, plaudern wir über alte Zeiten
Doch Jan bekommt von seinem Freund eine Schock-Meldung nach der anderen zu hören
Wir sind alle entsetzt, doch dein Mann wurde leider als einziger angegriffen
Ein Schwerverbrecher behandelt einen verdienten Beamten wie einen Hanswurst
Das haut jeden um, na ja und Jans Sensibilität…..du weißt schon…….
Wie gesagt, ich schließe aus, dass er seinen persönlichen Rachefeldzug plant
Ich denke vielmehr, dass Jan wegen der Akte, die wir aus Köln erwarten so nervös ist
Ich bin kein Psychologe….aber wohlmöglich…..
Ja wohlmöglich hat er Angst, also Angst im umgekehrten Sinn, die ganze Wahrheit über den Schurken, seinen Verspotter, zu lesen, bzw. zu erfahren
Leni, ich bin kein großer Redner und kann noch schlechter erklären
Ich kann dir nur „frei Schnauze“  sagen wie ich Jans Veränderungen beurteile
Also Leni, du musst deinen Mann nicht zum Arzt schleppen
Jans Hektik legt sich bestimmt bald.  Eine Zeitlang erträgst du deinen lieben aber „unruhigen“ Gatten, doch…oder?
 
„Jan kann solange unruhig sein wie er will, Hauptsache er ist nicht krank“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 28 Jan 2015, 20:23

„Wo kommst du denn her Jan?....Du siehst ja total fix und alle aus…!!!“
 
„Genauso fühle ich mich auch nach dem Drama bei H. Dohr
H. Wagner, sein Freund, brachte es leider nicht fertig ihm das zu sagen, was wir ihm erklärten
Eben, dass er sich nicht von seiner Frau verabschieden darf und es bis zum Begräbnis noch dauern kann
H. Wagner bat mich dabei zu sein, als Unterstützung, Beistand oder was auch immer
Der Arzt leistete bei einem Unfall 1. Hilfe, kam leider erst später dazu
Nur…kaum betrat ich die Wohnung, da forderte H. Dohr schreiend von mir, ich solle ihn sofort zu seiner Frau bringen
H. Wagner brachte keinen Ton heraus, nun ja, da versuchte ich ihm schonend zu erklären…..
Aber es gibt wohl nie die richtigen Worte für einen Witwer bei so einer Bluttat
H. Dohr schrie, weinte, geriet verzweifelt außer sich, tobte, donnerte Porzellan gegen die Wand
Zum Glück kam der Arzt dann….Diagnose: Nervenzusammenbruch, noch schwerer als der 1.
H. Dohr wurde sofort in die Klinik gebracht, wird dort jetzt stationär behandelt“
 
„Tja Jan, du bist eben doch nur ein Freizeit- und kein studierter Psychologe“
 
 „Danke Ina, vielen Dank, deine Feststellung baut mich jetzt mächtig auf“
 
Tom keifte: „Anstatt blöder Sprüche zu klopfen, solltest du dich besser mal im Beistand leisten üben
Du hast bisher noch kein einziges Wort mit den Angehörigen gesprochen, versteckst dich lieber im Labor“
 
„Ich verstecke mich nicht Kowalski, ich……“
 
„Ruhe….Schluss mit dem Gezanke, wir sind zum Arbeiten hier
Das ist jetzt wahrscheinlich der falsche Moment Jan, aber Luca hat gezaubert, Zins Akte ist schon hier
Eine dicke Akte, nicht wahr…..fast schon wie ein mehrteiliges Lexikon“
 
„Konntet ihr schon irgendetwas entdecken, was für die Aufklärung hilfreich ist“
 
„Ich…wir dachten Jan, du willst dir erst mal allein ein Bild machen“
 
„Hajo…was geht denn jetzt ab..????? Das ist doch nicht mein persönlicher Fall
Oder führe ich mich etwa diktatorisch auf, denkt ihr ich habe Zins auf meiner Abschussliste?“
 
„Unsinn Jan, so etwas würden wir dir niemals unterstellen
Ist nur, wir glaubten…vermuteten….na ja, das du mit Zins noch eine Rechnung offen hast, wegen seinem Auftritt bei der Befragung“
 
„Dachte, dass sei geklärt, Hajo….. aber gut, dann beteuere ich nochmal, das ich ganz bestimmt nicht vorhabe bei Zins einen Alleingang zu starten
Sicher war ich sauer wegen seiner Beleidigungen und dummen-Buben Behandlung….kam schon einer Erniedrigung gleich
Seitdem er sich als hochgradiger Krimineller entpuppte, ist sein Auftritt für mich hirnlose Hilflosigkeit
Ich bin mir sicher, dass es Zins vor Angst die Kehle zuschnürte als er ins Präsidium musste
Der muss ganz schön geflattert haben, das wir etwas finden, ihn plötzlich beschuldigen
Seine blöden Sprüche waren sein eigener Schutzpanzer um ja fix seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen
Der hat mit Angeberei geblendet, abgelenkt…so nach dem Motto ein Genie wird nicht verhaftet
So ein quasselnder Verbrecher-Clown kann mich nicht beleidigen
Aber das er Leni als Nutte beschimpfte, dass verzeihe ich ihm nicht
Doch eine Beleidigungsklage wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein
Sollte er wider Erwarten zu weniger als lebenslänglich mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt werden, lege ich persönlich Einspruch ein“
 
„O.k. Jan, o.k., streiche mein dummes Gerede…..also nehmen wir uns jetzt die Akte vor
Mein Vorschlag: Jeder befasst sich mit einer gewissen Zeit von Zins langer Verbrechenslaufbahn
Was ist mit dir Ina? Stöberst du mit uns….oder“
                                                                          
„Zu Befehl Chef, wenn du die Spurensuche schon Sabine und Holger überlässt
Sonst wirfst du mir auch noch Faulenzerei vor“
 
„Freue dich doch über die Abwechslung Ina.
Akten zu lesen ist immer noch gesünder für die Augen als ins winzige Mikroskop-Glas zu starren“ spottete Tom
 
Nach Stunden rief Hajo: „Feierabend Kollegen, sonst sind wir bald alle kurzsichtig
Die Akte läuft uns nicht weg, es ist einfach zu viel um an einem Tag alles durchzugehen“
 

 
 
 
Am nächsten Tag meinte Hajo am Telefon: „Ah Luca, Sie sind das
Jan ist gerade nicht da. Er kann Sie zurückrufen….oder sprechen Sie auch mit mir“
 
„Aber immer Hajo, was ich berichte würde Jan sowieso dem Team übermitteln
Also es ist nicht der Renner und ich muss Sie enttäuschen…..Verhaftet haben wir Zins nicht“
 
„Sie gefallen mir mit Ihrer lockeren Art Luca….von Verhaftung „träumen“ wir vorerst nicht mal“
 
„Dann schätzt ihr den Halunken ja schon richtig ein.
Ich wollte euch nur sagen,  dass wir die Kollegen in den Nachbarländern über den Mord informierten
Nicht nur dort, die Fahndung läuft jetzt in ganz Deutschland“
 
„Die Landesweite Fahndung haben wir zwar auch geschaltet, aber macht ja nichts
Doppelt genäht hält besser. Allerdings läuft zusätzlich eine Europaweite Suche
Luca, ich weiß, dass Sie das für überflüssig halten, weil Zins ja so Heimatverbunden ist…..aber“
 
„Nein schon o.k. Hajo, möglich, dass der Halunke wirklich im Ausland untertaucht
Die hohe Summe die Zins bei eurem Mord kassierte gibt nämlich sehr zu denken
Vermögen bunkerte er auf gewisse Zeit ja immer mal wieder
Aber noch nie hat er auf einen Schlag 2 Mio. kassiert, mit der Summe kann man ganz große Pläne verwirklichen
Ich traue ihm sogar zu, dass er in „Ruhestand“ geht
Wenn Zins es clever anstellt, ist er irgendwo im Süden mit dem vielen Geld bis an sein Lebensende versorgt“
 
„Während die Polizei jahrzehntelang auf der Suche nach ihm ist, oh Luca ich ahne schlimmes“
 
„Immer positiv denken Hajo, nur ein kleiner %-Satz läuft noch frei herum
So schnell entwischt uns alten Hasen Keiner, wir sind immer ein wenig schneller und schlauer als die Ganoven“
 
„Dann haben wir ja die gleiche Einstellung Luca und Zins Verhaftung bleibt kein Wunschdenken“
 
„Sage ich doch Hajo. Wir hören wieder voneinander und grüßen Sie Jan herzlich von mir“
 
 

 
„Na Jan, du kommst so zögernd herein, seit wann hast du Angst vor mir?“
 
„Vor so einer lieben Frau kann man gar keine Angst haben, Sabine
Ich zögere so, weil ich dich mit einer Frage nerven möchte, besser gesagt mit einem abgefahrenen, ganz dummen Gedanken“
 
„Dumm..!!!...Das überhörte ich jetzt aber, H. Chef-Stellvertreter, KOK Maybach
Frei heraus Jan, wie kann ich helfen?“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von chrissy am Do 29 Jan 2015, 12:49

Endlich Walli, endlich ist die Fan-Story Kategorie eröffnet. Hoffte eigentlich Cat, Kathy, Moritz und wie die Fans von der HP unserer lieben, unvergessenen Bine alle heißen, würden uns hier fix mit ihren Geschichten „beglücken“, aber leider vergeblich.
Schön, dass du  uns an deiner Fantasie wieder teilhaben lässt, Walli. Mal sehen, vielleicht traue ich mich nun auch endlich etwas von meinem „Ausgedachten“ zu schreiben, sonst verstaubt es weiter in der Schublade. Bisher war  ich zu feige meine Story zu veröffentlichen, doch dein Startschuss macht irgendwie Mut, Walli
Zunächst verfolge ich aber deine Story aufmerksam, spanne uns bitte nicht so lange auf die Folter
 
Viele liebe Grüße sendet treue Leserin  Chrissy

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 29 Jan 2015, 19:23

Nur Mut, Chrissy, bin sehr neugierig welche Geschichten du dir ausgedacht hast

Auch dir ein Dankeschön fürs “treue“ lesen      Liebe Grüße  Walli

 

 Fortsetzung:

 

„Du kannst mich jetzt auslachen Sabine, aber ich werde den Gedanken nicht los, dass Zins auf seiner Schiene weiterfährt

Mit dem Geld kann er locker die bestausgestattete High-Tech-Praxis eröffnen, vielleicht gar diesmal als Prof. Prof. Dr. von und zu…“

 

„Mit seinen hervorragend gefälschten Zeugnissen schaffte er es ja immer wieder unsere Genies von Medizinalräten reinzulegen….gemixt mit seiner Verwandlungskunst…..dein Gedanke ist also gar nicht so abwegig, Jan“

 

„Mal angenommen, rein hypothetisch Sabine….Zins arbeitet wirklich wieder als Arzt

Die Ärztekammer führt doch ein genaues Register über alle zugelassenen Ärzte

Bekommst du, ich meine alle Mediziner diese Unterlagen automatisch zugeschickt oder muss erst ein Antrag gestellt werden um dieses Register einzusehen“

 

„Als Ärztin kann ich das Register jederzeit einsehen, aber auch alle Anderen….also Alle die, die einen Grund haben Einsicht zu nehmen

Die Polizei muss Einsicht beantragen, aber der Ärztekammer ist schon klar, das ihr das nicht zu eurem Vergnügen macht

Doch das Problem ist Jan, dass nur neu geöffnete Praxen veröffentlicht werden oder wenn ein anderer Arzt eine bestehende Praxis übernimmt

Vom Eintrag bis zur Veröffentlichung kann es aber u. U. sehr, sehr lange dauern

Da in der Vergangenheit neue Praxen wegen Patientenmangel schnell wieder dichtmachen, lässt sich die Kammer mit der Veröffentlichung viel Zeit….zu hoher, kostspieliger Aufwand…du verstehst schon

Die angestellten Klinikärzte erscheinen erst gar nicht im Register, Krankenhäuser haben ja Personallisten, die man nötigenfalls einsehen kann

Nur Jan, sorry wenn ich dir noch einen Dämpfer erteile, aber nach wem willst du forschen..???

Zins kann in allen Städten Deutschlands, ja selbst vor unserer Nase in Leipzig praktizieren

Ob in eigener Praxis, Klinik oder in irgendeinem Zentrum wo Ärzte nun mal arbeiten

Nach welchem „Herrn Dr. namens XYZ“ willst du suchen, wie willst du ihn beschreiben?“

 

„Verflixt Sabine, da ist meine Fantasie aber heftig mit mir durchgegangen

Entschuldige bitte, dass ich dich mit meiner Blödheit belästigte

Du hast recht, wer weiß wo, bzw. in welcher Stadt….oder gar Land… Zins sein Unwesen treibt

Wieder unter anderem Namen, neuer Fachrichtung und mit welchem veränderten Aussehen

Das ist wie die Stecknadel im Heuhaufen suchen….oder es klicken doch schnell die Handschellen

Jetzt wird Zins ja landesweit gesucht…..möglich, dass ihm so viele Polizisten zum Verhängnis werden

Selbst der größte Verwandlungskünstler geht mal in die Falle

Egal ob bei uns oder den Kollegen der Nachbarländer, auch wenn Zins alle Polizisten für Idioten hält

Vielleicht wird er gerade deshalb übermütig, macht blöde Fehler die ihn ans Messer liefern

Ich begrabe fix meine Hirngespinste…..sorry noch mal für meinen Überfall, Sabine“

 

„Jetzt stampfe dich mal nicht so in den Boden Jan, s.o.o.o  blöd sind deine Überlegungen nun auch wieder nicht

Du denkst logisch, an das Naheliegende und Zins hält euch mit seinen Schandtaten ganz schön auf Trab
Erfahre ich von neuen Praxen informiere ich euch natürlich sofort
Mal eine abgefahrene Idee von mir, Jan.....spiele doch Testperson
Meine, wenn neue Praxen eröffnen, schaust du dir als "Patient" den Arzt ansehen, prüfst ob es der „verwandelte“ Zins ist“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 29 Jan 2015, 19:54

„Gut gemeint, Sabine, aber so „Prüfbesuche“ bekomme ich bestimmt  nicht genehmigt
Meinen Hausarzt verleite ich erst gar nicht  mir „Scheinüberweisungen“ auszustellen
Ich will nicht, dass Mark seine Praxis wegen Kollegenbespitzelung…oder wie man das nennt, schließt
Außerdem wäre das doch Gipfel an Dreistigkeit wenn Zins…Dr. Sowieso??? hier in der Stadt seines Verbrechens praktiziert“
 
„Das könnt ihr besser einschätzen Jan, ob der Kerl so ein riesiges Schlitzohr ist“
 
„Ich rede mal mit den Kollegen darüber….und nochmal Entschuldigung Sabine, dass ich dich so lange nervte“
 
„So eine angenehme Nervensäge darf mich jederzeit befragen
Bis zum nächsten Mal Jan…..immer gerne wieder“
 

 
 
„Du bist ohne ein Wort aus dem Büro Jan……verbirgst du ein Geheimnis vor uns..?“
 
„Nein Hajo, bestimmt nicht….bin ganz in Gedanken hier raus
Ich suchte Sabine auf um mir eine Auskunft zu holen“
 
„Warum so lange Wege Jan, ich hätte dich auch beraten können“
 
„Nimm es mir nicht übel Ina, aber über das Wissen was ich benötigte verfügen nur Mediziner“
 
Beleidigt verzog Ina das Gesicht, doch zu aller Erstaunen vertiefte sie sich stumm in die Unterlagen vor ihr
 
 
„Zins Akte ist ja sehr aufschlussreich, aber vom Umfang her auch sehr  anstrengend
Ich habe Kopfschmerzen, muss mal raus, etwas reales tun, Fragen stellen…neugierig sein
Deshalb fahre ich jetzt ins Anlagebüro, versuche aus dem Buchhalter noch etwas raus zu kitzeln“
 
„Viel Glück Hajo, wer weiß, vielleicht kommt der Chef ja mit dem 100% sicheren Tipp zurück“ rief Tom ihm nach
 

 
„Das ist……der hat….hat wirklich die Chefin ermor…..Komisch… er sieht so vertrauenswürdig aus“
 
„Tja H. Plath, auch den bösen Buben stehen ihre Taten nicht im Gesicht geschrieben.
Ich weiß, der Anblick des Mörders von Fr. Dohr ist schlimm für Sie….
Trotzdem bitte ich Sie sich zu erinnern, ob der Mann vorher schon mal hier auftauchte“
 
„Nein H. Trautschzke, ganz bestimmt nicht. Gesichter speichere ich wie ein Fotoapparat und diese Visage ist nicht bei mir gespeichert.
Ralf kannst du dich an den Mann erinnern, vielleicht hatte ich ja gerade frei oder zur Post als er hier war“
 
„Nein, ich habe seit Jahresanfang alle Termine noch mal überprüft, Zeus hatte seinen 1. und einzigen Termin am Todesta….an diesem schrecklichen Samstag….ach so…der heißt ja richtig Zins
Aber unter dem Namen gibt es auch keinen Termineintrag….und gesehen…nein gesehen habe ich den noch nie“
 
„Es könnte sein, dass ein Anderer für Zins zuvor hier „geschnüffelt“ hat, also ein Tatbeteiligter
Überlegen Sie mal, ob Jemand sich oft von Fr. Dohr beraten ließ, sich auffällig benahm“
 
„Das Geschäft lief so gut, weil meine Schwester mit ihrer goldenen Nase für sichere Anlagen großes Ansehen genoss
Der Kundenstamm wuchs ständig, so viele, dass Elis auch samstags Termine machte….tragischer weise….
Natürlich hat sie einige auch mehrmals beraten, aber bei vielen Menschen achtet man doch nicht auf komisches Verhalten“
 
„Sie können also Keinen benennen, der sich vielleicht ein wenig anders benahm“
 
Ralf grübelte, sinnierte vor sich hin
 
H. Plath auch, schüttelte den Kopf….“Nein wüsste nicht….doch Moment…dieser, wie hieß er noch
Ralf erinnerst du dich…..der komische Typ, „die Klette“ nannten wir ihn“
 
„Ja…jetzt weiß ich….haben wir gleich“ suchte Ralf in der Datei
„Walter Schön sein Name, Leipzig, Poetenweg 4
Man kein Kunde tauchte so oft auf wie der….immer wieder:
„Fr. Dohr…ist die und die Anlage nicht doch besser….könnte es nicht gewinnbringender sein…
Ein Kollege sagte mir, das und jenes Geschäft wirft 300% Rendite ab….was halten Sie davon Fr. Dohr“
 
„Die Chefin ist….war…immer mit Allen sehr geduldig, stets freundlich, egal wie sehr die Kunden nervten
Aber bei Schon…..der überstrapazierte ihre Geduld, furchtbar aufdringlich benahm der Kerl sich“
 
„Stimmt, jedes Mal ist er zuerst hektisch umhergelaufen, bis er dann, blitzartig, endlich im Büro von Elis Platz nahm
Der hat sich benommen….weiß auch nicht….stand ihre Tür nur einen Spalt breit auf spazierte er sofort durch
Also bei sowas holte ich ihn ja immer zurück….doch beim nächsten Mal wieder das gleiche Spiel“
 
„Über H. Schon haben Sie bis jetzt keinen Ton gesagt. Ich nehme an Sie bringen ihn nicht mit der Tat in Verbindung“
 
„Nein absolut nicht, denn samstags hat Elis den nie…niemals beraten und mit dem Typ auf Ihrem Fahndungsfoto hat er nicht die geringste Ähnlichkeit
Aber jetzt wo Sie von einem Schnüffler sprechen, H. Trautschzke….einem Komplizen………
…………Oh N E I N!!!!!!.....Das….das….kann ni……“
 
„H. Kroll, sprechen Sie doch, was ist los….“
 
„Der Schon, wie gesagt, schlüpfte schneller durch einen Türspalt, als man hinsehen konnte und 1 x…..
Dieser verdammte Tresor, so oft flehte ich Elis an kein Vermögen da drin zu bunkern“
 
„H. Kroll, bitte…..Was entsetzt Sie so?“
 
„Der Schon….der Schon stürmte wirklich mal in den Raum als Elis wieder mal eine große Summe im Tresor deponierte
Sie ist sehr erschrocken, aber es hielt sie leider nicht davon ab weiter den Kasten als sicherste „Bank“ zu nutzen
Warum ist mir das nicht früher eingefallen….Außer uns, wusste auch Schon, dass in diesem Teufelsbunker reiche Beute zu holen ist
Doch möglich, dass er immer wieder auf er Lauer lag…von dem Geschäft am Freitag irgendwie was mitbekam….und als Elis samstags erschien…..“
 
„Die weiteren Recherchen sind unsere Aufgabe
Beschreiben Sie den Schon doch mal….H. Plath, Sie können sich doch gut Gesichter merken?“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 29 Jan 2015, 20:02

„Groß, ja ca. 1,85 cm, vielleicht auch größer, ein schlanker Mann, ovales Gesicht, dunkle, nein…schwarze, glatte Haare“
 
„Auweia……“
 
„Kennen Sie den Kerl, H. Trautschzke….verhaften Sie in jetzt gleich?“
 
„Nein, nein…mir fiel nur gerade etwas ein….
Doch ein Beamter wird Sie aufsuchen und ein Bild von Schon erstellen
Mit unseren Spezialgeräten geht das Ruck-Zuck…erinnern Sie sich bitte auch an Unwesentliches
Wenn Ihnen sonst noch etwas einfällt…auch Kleinigkeiten, dann müssen Sie uns anrufen“
 
 
Hajo brauchte jetzt noch mehr Luft
 Er machte sich selbst daran, über den mysteriösen H. Schon etwas in Erfahrung zu bringen
 
 
 
„Im Büro bist du ja gestern nicht mehr erschienen Hajo….aber was du am Telefon sagtest…..“
 
„Also Kollegen, dass Wesentliche von dem „Kletten-Kunden“, also H. Schon habe ich euch übermittelt
Ich fuhr zu der Adresse…..Fehlanzeige, dort wohnt kein H. Schon
Den Nachbarn ist der Name genauso unbekannt, wie ein Herr auf den die Beschreibung passt
In Leipzig sind eine Menge Männer namens Schon gemeldet
Wir haben jetzt das Vergnügen jeden Einzelnen von der langen Liste zu überprüfen“
 
Tom meinte gelassen: „Wir sind ja vollzählig, Anzahl geteilt durch 4 müsste zu schaffen sein
Aber die Beschreibung kommt mir bekannt vor…..…Jan erinnerst du dich….“
 
Jan nickte: „Allerdings, so hat der Oberschlaue Dr. Zeus…korrigiere…Zins, den freundlichen Herrn beschrieben, der ihm zeigte wo Fr. Dohrs Büro ist“
 
„Von wegen „freundlicher Herr“….Komplize….Schnüffler….der hat vorher alles ausspioniert
Zins und der Unbekannte machten gemeinsame Sache…..Der Halunke hat uns nach Strich und Faden belogen“
 
„Alle Aufregung hilft ja nichts Tom, wir müssen die Ermittlungen auf den Unbekannten erweitern
Jan sprichst du bitte mit Luca. Vielleicht weiß man in Köln oder in den Nachbarländern ja etwas von einem Partner.
Auf  jeden Fall müssen die Kollegen zumindest informiert werden“
 
„Geht klar Hajo, wenn Luca im Präsidium ist, wissen wir vielleicht bald mehr……oder auch nicht…!!!“
 

 
 
 
„Sie sind sich bei Ihrer Dia…Diag….Diagnose ganz sicher H. Dr…..können eindeutig sagen
Meine…..weitere Untersuchungen überflüssig….Irrtum ausgeschlossen…..
Könnte doch sein……nein ich rede konfuses Zeug….schließlich haben Sie die qualifiziertesten, neuesten
Untersuchungsgeräte“
 
„Glauben Sie mir Fr. Maybach…es tut mir von Herzen leid Ihnen diese schockierende Diagnose mitzuteilen
Ich hätte Ihnen sehr, sehr gerne gesagt, dass mit Ihren Brüsten alles in Ordnung ist
Aber Sie beruhigt nach Hause schicken, wenn das große Leiden doch sehr schnell beginnt…..?“
Sie können aber auch gerne noch einen anderen Kollegen aufsuchen, wenn Sie an meiner Diagnose zweifeln“
 
„Wozu….Sie sagen jetzt noch Behandlungen über mich ergehen zu lassen sei zwecklos….mein Tod ist greifbar nahe“
 
„Es zerreißt mich selbst, Fr. Maybach, ich kann Ihr Entsetzen…die Angst nachempfinden
Aber leider sind Ihre 2 Brüste schon so stark vom Krebs befallen, er hat weit gestreut, an zu vielen Stellen haben sich Tumore gebildet.
Bestrahlungen, Chemotherapien oder gar Amputation quält Sie nur zusätzlich, aber letztendlich doch erfolglos. Bei der Brust würde der Krebs vielleicht kurzfristig gestoppt.
Aber in diesem Stadium bilden oder haben sich schon weitere Tumore an anderen Stellen in Ihrem Körper gebildet“
 
„Fr. Maybach….Fr. Maybach hören Sie mich….ich gebe Ihnen sofort eine Beruhigungsspritze“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 30 Jan 2015, 20:06

Leni krächzte tonlos: „Nein….nein….ich….ich…musste damit rechnen….meine Mutter
Die letzten 6 Monate  litt Sie auch entsetzlich….Sie sagen auch, ich hätte nur noch eine Lebenserwartung von einem halben Jahr……lange und doch zu kurz um sich auf das Ende einzustellen
Ich danke Ihnen für Ihre Ehrlichkeit……..weitere Behandlungstermine bei Ihnen erübrigen sich in meinem Fall ja dann“
 
„Fr. Maybach, Sie erzählten mir doch von Ihrer netten Familie
Sprachen von einer kleinen Tochter, ihr Goldstück nicht wahr und Ihrem Mann, der Sie über alles liebt
Wenn ich mich recht erinnere, sagten Sie doch er sei von Beruf Polizist
Beamte können sich beurlauben lassen und ich bin mir sicher, dass Ihr lieber Gatte das auch tun wird
Bestimmt liest er Ihnen dann jeden Wunsch von den Augen ab
Wenn Ihr Mann so herzensgut ist, legt er Ihnen die Welt zu Füßen, unternehmen Sie etwas, haben Sie Spaß miteinander
Reisen Sie mit Ihrem Gatten und Ihrem Kind an Ziele wo Sie immer schon mal hin wollten
Ihr Mann wird Sie….das weiß ich, spüre ich einfach, so liebevoll wie Sie ihn beschreiben
Ihr Mann wird Ihnen so viel Fürsorge schenken, Ihnen das Leben so angenehm machen, dass Sie gar nicht mehr an Ihren Zustand denken“
 
„Ja sicher….Jan wird….bestimmt…..Jan legt mir den Himmel zu Füßen
Nochmal Danke für Ihre Offenheit, Herr Dr……Ja dann…..gehe ich jetzt“ hetzte Leni völlig verzweifelt hinaus
 
 
 
 
„Also bei den gemeldeten H. Schon´s die ich überprüfte konnte ich keinen Treffer landen
Wie ist es bei euch Kollegen….Ina?
 
„Sorry, Hajo, irgendwas passt bei meinen geprüften Herren immer nicht…mal Alter…mal Größe, usw.“
 
Tom erklärte: „Ich kann leider auch keinen Erfolg melden“
 
„Jan, wie sieht es….“
 
„Hajo, Jan hat Luca gerade an der Strippe“
 
„Blödsinn Jan, ihr müsst doch nicht jeden Schritt von uns erst absegnen lassen“
 
„Wir dachten halt Luca….wollte euch nicht übergehen, schließlich haben wir die meisten und wichtigsten Informationen von euch erhalten“
 
„O.k. Zins ist nun mal in Köln gemeldet und hier ist auch das Verfahren gegen ihn anhängig
Aber Kumpel, he Jan, du weißt doch wie es abgeht, alle Stricke laufen bei uns trotzdem nicht zusammen
Wir tauschen uns aus, erfahrt ihr was Neues übermittelt ihr uns das und umgekehrt
Schon vergessen Jan, die Fahndung läuft im ganzen Land….die anderen Kollegen sind nicht so überkorrekt wir ihr
Aber du bist ertappt Jan, du telefonierst so oft mit mir, mit der Heimat, weil du gerne Kölner Dialekt sprichst“
 
„Luca, ich will dir nur beweisen wie sehr ich an meiner Heimat und an alten Kollegen hänge
Besonders klammere ich an guten Freunden wie dir…..aber was Zins betrifft hast du recht
Ich danke dir trotzdem für deine Infos….also dann bist zum nächsten „Austausch“ Luca
Halt die Ohren steif, Kumpel“
 
„Dir auch alles Gute Jan und der Dom lässt schön grüßen“
 
„Na kleiner Streit unter Freunden, Jan“
 
„Mit Luca kann man gar nicht streiten, Hajo
Er meinte nur, wir verhalten uns „überkorrekt“, sollten Köln nicht als die „Zins-Zentrale“ ansehen
Weitere Erklärungen spare ich mir…..so sind wir Kölner eben
Zur Sache: „Weder Luca, noch den Kollegen aus den Bundesländern, wo Zins straffällig wurde, ist ein H. Schon bekannt.
Allerdings ist man überzeugt, dass unser Genie nicht alle krummen Geschäfte allein gedreht hat
Genau wie wir, vermuten die Kollegen, dass Zins gute Kontakte zur Unterwelt hatte und schräge Typen zur  „Drecksarbeit“ bzw. Schnüffeleien benutzte
Oder dieser „H. Schon“ ist wirklich sein Partner….Komplize oder was auch immer, der die Namen wechselt wie die Hemden.
Möglich, dass „Schon“, bzw. der große Unbekannte bei uns solange Pionierarbeit leistete bis er den großen
„Schatz“ entdeckte und Zins dann zuschlug, besser gesagt abkassierte“
 
„Das würde zu dem Bericht von H. Plath und dem Bruder passen, die den „Schon“ als neugierige, aufdringe Klette bezeichneten
Nun gut, warten wir ab, bis Meldungen von allen Kollegen vorliegen
Inzwischen überprüfen wir die noch verbleibenden in Leipzig gemeldeten „H. Schon´s“
Unser Experte müsste ja auch bald das Bild der „Klette“ nach H. Plath´s Beschreibung erstellt haben
ich hoffe sehr, dass das 2. Fahndungsfoto uns weiterbringt
Hält mein Team es noch so lange im Büro aus oder leider schon jemand an Atemnot“
 
Tom grinste: „Wir sind doch hart im Nehmen Hajo, gegen alle Stürme, sogar gegen Büromief gewappnet“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 30 Jan 2015, 20:13

„Ich komme erst jetzt dazu dich zu fragen Ingo, aber die Patientin Maybach ist total verzweifelt und in Tränen aufgelöst hinaus gehetzt
Ursache kann ja nur eine ganz schlimme Diagnose gewesen sein, aber…
Verstehe mich bitte nicht falsch Ingo….bist du dir auch ganz sicher…???
Fr. Maybach wirkte auf mich nicht todkrank….auch wenn ich ihr Leiden nicht kenne
Aber es gibt doch oft Alternativbehandlungen“
 
„Das ist das Allerletzte Bodo, du Hanswurst willst mich das Genie belehren
Sowas will ich von einer Null wie dir nie wieder hören, was fällt dir ein mich so zu beleidigen“
 
„Ich bin also eine Null, dass du mich so einschätzt dachte ich mir schon lange, endlich zeigst du dein wahres Gesicht
Für die Drecksarbeit ist die Null aber gut genug oder wie.
Wer muss den immer die Fühler ausstrecken, die ganze Vorarbeit leistet.
Das bin ja wohl ich, das „Nichts….die Null“
Schon vergessen…..ohne mich hättest du getürkte „Kapazität“ dir diese Goldader hier niemals aufbauen können“
 
„Sorry Bodo, so habe ich das nicht gemeint. Ich würde dich niemals beleidigen
Wir sind doch schon solange das perfekte Team und im Laufe der Jahre hast du dich als guter Assistent bewährt
Du verstehst doch aber sicher, dass ein angelernter Assistent niemals das Wissen eines studierten Mediziners haben kann"


"Mit Arztfähigkeiten habe ich auch nie angegeben, ich fragte dich nur ganz höflich ob du bei Fr. Maybach nicht einen zu harten Ton angeschlagen hast, Ingo

Patienten sollten meiner Ansicht schlimme Nachrichten nicht alleine mitgeteilt bekommen
Es war….es muss doch eine ganze, schlimme, eine katastrophale Diagnose gewesen sein
Fr. Maybach stürmte hinaus wie…wie…wie eine Todgeweihte
Meine…du hättest doch Ihren Mann dazu bestellen können, einen Menschen der sie in der schrecklichen Situation auffängt“
 
„Ja, die Reaktion von Maybach würde mich auch brennend interessiert
Schätze…bei der Diagnose fällt die Familie in ein tiefes, schwarzes Loch
Schade, dass ich nicht Mäuschen spielen kann im Hause Maybach“
 
„Die Mimik kenne ich an dir, sag mal hast du die Diagnose irgendwie verfälscht?“
 
„Na ja. Wie man es nimmt Bodo…kommt drauf an was die Betroffenen jetzt anstellen“
 
„Kapiere überhaupt nichts mehr Ingo, vor allem weshalb?..Fr. Maybach ist Patientin wie alle Anderen“
 
„Es geht nicht um die, sondern um den Maybach…..der Kerl soll an der schlimmen Nachricht zerbrechen“
 
„Bleibt mir trotzdem ein Rätsel, Ingo. Wir sind neu hier in Leipzig…was hast du da mit einem Maybach zu schaffen…….Aber vor allem…!!!!! Verbrenn dir nicht wieder die Finger Ingo, in Köln ist schon ein Verfahren gegen dich anhängig
Wenn du hier in Leipzig auffliegst…wegen allem auffliegst….kommst du nie wieder aus der Zelle raus“
 
„Kein Grund zur Sorge Bodo, Deutschland ist voll mit strohdummen Polizisten
Bisher habe ich alle die blöden Beamten ausgetrickst….mit einigen von den Leipziger Trotteln hatte ich ja schon das Vergnügen
Gerade bei den doofen Ost-Gesetzeshüter  ist es für mich Genie ein Kinderspiel die alle wie Bubis auszutricksen“
 
„Ingo, Ingo….deine angeberische Überlegenheit bricht dir irgendwann das Genick“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 31 Jan 2015, 22:38

„Keine Panik Kollegen, nur keine Panik" beschwichtigte Hajo

Wir haben uns doch schon oft an einem Fall die Zähne ausgebissen
Dauert vielleicht noch, aber Fr. Dohrs Mörder schnappen wir auch
Also jetzt mal der Reihe nach….Tom?“
 
„Nichts Hajo, Null, Nada, jede Nacht drehe ich Zins den Hals rum
Aber das Schwein ist ja nicht zu fassen“
 
Ina erklärte: „Ausnahmsweise muss ich Toms Zorn mal beipflichten
Wer auf so brutale Weise eine Frau tötet ist doch kein Mensch mehr
Aber….es gibt nicht mal den Hauch einer Vermutung wo der Kerl sich rumtreibt“
 
„Und du Jan, wie sehen deine blutrünstigen Rachepläne aus?
 
„Na ja, ich würde mich sehr, sehr wohl fühlen wenn der Kerl schon als Verurteilter in der Zelle sitzt
Erst dann können wir uns sicher sein, dass er kein Unwesen mehr treibt…oder schimmer es einen 2. Mord gibt
Aber Rachepläne….wie kommst du denn darauf Hajo“
 
„Na ja, dachte, du stellst dir Zins in Ketten geschmiedet vor , weil er damals....
Nun ja, bist der Einzige den er persönlich angriff, beleidigte, ein paar ordentliche Haken erteilt hat“
 
„Hajo bitte nicht schon wieder….das ist Schnee von gestern…Nochmal gebe ich dazu keine Erklärung ab
Sagte schon….Zins besser heute als irgendwann schnappen
O.k. viel haben wir bisher nicht heraus bekommen, genauer gesagt eigentlich nichts konkretes
Aber ich fühle mich nicht als Versager, Keiner von uns hat Grund sich so zu fühlen
Die Fahndung läuft landesweit, wir kooperieren sehr gut mit allen Kollegen
Dann müssen ja alle Polizisten Deutschlands den Kopf hängen lassen, sich für unfähig halten
Was wenn Zins wirklich ins Ausland abgetaucht ist, mit dem Geld längst  ein Luxusleben frönt
Der amüsiert sich, während unzählige Kollegen, einschließlich wir, sich die Hacken ablaufen“
 
„Male den Teufel nicht an die Wand Jan, ich hasse unaufgeklärte Fälle“
 
„Keine Sorge Chef, so schnell geben wir, gibt doch die angesehene Polizei nicht auf
Mit dem Einverständnis der Kollegen, graben wir cm für cm weiter
Gerade bei Zins müssen wir noch eine ganze Bergbauhöhle umgraben“ meinte Tom

 
Ina und Jan nickten zustimmend. Erleichtert ging Hajo in sein Büro
 
Wie die vorausgegangene Zeit überprüfte das Team dies und das
Befragte den oder die Namen welche in der Akte auftauchten
Telefonierten mit Kollegen in anderen Bundesländern
Fügten kleine Berichte bei, strichen Namen, notierten etwas

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 31 Jan 2015, 22:43

Irgendwann meinte Jan: „Tom, ich lese gerade etwas wo wir mal Aufgabenteilung anwenden könnten“
 
„Hä…..“Aufgabenteilung“….geht´s auch klarer Jan?“
 
„Die Kölner Kollegen führen in der Akte 2 Verbindungen, bzw. 2 Namen auf die von Leipzig sind
Zwar schon etwas her, aber……….“
 
„Dein Gewissen kommt nicht mehr zur Ruhe Jan, wenn wir dort nicht doch mal anklopfen
Aufgabenteilung…..du überprüfst Einen, ich den Anderen…..oder hast du Lust auf Außendienst, Ina
Soll ich dir meinen Pat überlassen“
 
„Lass stecken Kowalski…..ich recherchiere lieber in der Akte weiter.
Das Kapitel ist gerade brandheiß“
 
 
Als sie losfuhren trennten sich Toms und Jans Weg…getrennt kehrten sie auch zurück


Tom zuerst und vermeldete: „Also die „heiße“ Spur wurde in Sekunden „eiskalt“
Der „Verdächtige“, H. Schneider“ konnte mir ein quasi druckfrisches Polizeiliches Führungszeugnis präsentieren, gerade mal vor 5 Tagen ausgestellt.
Zufällig brauchte er das Zeugnis für eine Bewerbung
Demnach hat er sich seit der Bewährungsstrafe wegen seinen dubiosen Geschäften mit Zins nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Unter dem Strich also eine Negativmeldung….aber vielleicht hat Jan ja einen Treffer gelandet
Ah wie auf Kommando….Na Kumpel, hast du bei H. Brecht ins Schwarze getroffen?“ empfing er den gerade eintretenden Jan
 
Jan schüttelte den Kopf: „H. Brecht können wir von unserer Liste streichen
Das Gericht bewerte damals seine Beteiligung an dem Zins-Verbrechen als so gering, dass er mit einer Geldstrafe davon kam
In der Akte ist das leider sehr missverständlich beschrieben
Anscheinend wurde Brecht dadurch aber so „bekehrt“, dass er sich seitdem aus allem Illegalen heraushält
Er baute sich in Leipzig danach einiges auf, legte eine steile Karriere hin, ist…..
So in der Art „anerkannter, beliebter Mann“.
Ich klopfte mal, ganz unauffällig natürlich, eine Stellen ab, Brecht hat mich nicht belogen
Man spricht nur gut über ihn, ein „Herr“ der eine angesehene Stellung in der Gesellschaft hat“
 
Hajo brummte: „Ich dachte schon dem Chef Fortschritte melden zu können, bei dem habe ich jetzt nämlich einen Termin
Andererseits…..warum sollen gerade wir den Mörder herbei hexen, die Fahndung nach Zins läuft schließlich Landesweit
Zum Glück sind  alle Kollegen einer Meinung, dass es bis zur Festnahme von dem gerissenen Hund noch ein hartes Stück Arbeit ist
Der Chef ist ja Realist…..ich gehe dann mal“
 
Jans Telefon klingelte

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 31 Jan 2015, 22:47

Kurz hörte Jan zu, versuchte dann zu beruhigen: „Langsam, langsam Schatz, ich verstehe kein Wort
Ist etwas passiert Leni, du sprichst doch sonst nicht so gehetzt…..?“
 
„Nein Liebster, nichts passiert, kein Grund zur Sorge, es ist alles in Ordnung
Ist nur….mein Termin…eine Berichterstattung….meistens reden die lange drum herum
Meine die Befragten Jan….haben immer so einen langen Atem, ja und deshalb…..
Völlig offen wie lange sich das hinzieht…..aber Dana, Liebster…..meine wegen der Kita
Wollte dich fragen Jan……unsere Kleine darf doch nicht auf der Straße stehen……
Keine Ahnung wann ich zurück bin…..könntest du vielleicht Jan….wenn du allerdings dann gerade Einsatz hast…..“
 
„Stopp Liebes, stopp…..jetzt atmest du mal tief durch, ruhig Schatz ganz ruhig
Natürlich hole ich unseren kleinen Schatz von der Kita ab. Das ist es doch was du fragen wolltest, richtig?"
 
„Ja Liebster genau das. Jetzt bin ich erleichtert. Hast du auch wirklich Zeit Jan, durchkreuze ich nicht….“
 
„Schatz, ich hole Dana bestimmt pünktlich von der Kita ab. Was ist denn nur los mit dir
Du musst dir doch für diese Selbstverständlichkeit nichts abstottern“
 
„Nichts ist los Jan, gar nichts, alles paletti. Ist halt nur so kurzfristig….
Du kannst ja nicht immer auf  Abruf bereit stehen“
 
„Da hast du recht Liebes, manchmal habe ich auch lange außerhalb zu tun
Aber du hast mich sofort an der Strippe,  musst dir doch für die einfache Bitte nicht die Zunge verbiegen
Jetzt komme mal wieder runter Schatz, sonst fragst du nachher die Herren noch völlig paradoxe Sachen
Mache du mal in aller Ruhe dein Interview, so lange und ausführlich du möchtest
Dana verhungert bestimmt nicht, Ehrenwort Schatz, ich werde sie bestens versorgen“
 
„Das musst du mir nicht beteuern Liebster, du bist der beste Papi der Welt“
 
„Leni, du alte Schmeichlerin, aber ernsthaft. Ich wünsche dir viel Erfolg für dein Interview
Pass auf dich auf Schatz, wir sehen uns dann irgendwann später am Abend“
 
Jan schüttelte den Kopf als er den Hörer auflegte
 


„Na….im Hause Maybach hängt wohl der Haussegen schief“ frotzelte Tom

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 01 Feb 2015, 16:07

„Du hörst einige Wortfetzen, Tom und kombinierst sofort: Zoff – Ehekrach - Trennung
Dir brennen sicher schon deine klugen Kowalski „Schmeichel-Tipps“ auf der Zunge?“
 
„Na ja, dachte halt, Jan…..Ein Frauentyp wie ich kennt sich bestens aus“
 
„Lass stecken, Kumpel. Ich muss dich enttäuschen  
Ist nichts mit schiefem Haussegen. Eheleute Maybach strahlen noch immer vor Glück
Super-Love-Kommissar Kowalski hat mit seinen gespitzten Ohren mal wieder voreilige Schlüsse gezogen“
 
Ina fragte: „Könnt ihr von Familie wieder auf Beruf umschalten?
Während ihr 2 weg ward, entdeckte ich, dass Zins seit Jahren ein Konto in Luxemburg hat
Kruse kümmert sich schon um einen Antrag zur Konteneinsicht“
 
„Kr.u.u.u.u.u.u.se, du hast dich wohl versprochen Ina, wolltest du nicht Binz sagen“
 
„Nein Kruse, Kowalski, Hajo fährt lieber die sichere Schiene, stellt die Anträge beim „richtigen“ Mann
Stelle dir vor, unser lieber Staatsanwalt Kruse hat ausdrücklich die Zuständigkeit für diesen Fall betont
An der kleinen Ausnahme zerbricht aber Alex und meine Freundschaft nicht“
 
„Au weia, dann sind wir vor dem Drachen also auch in Zukunft nicht sicher
Sag mal Ina könntest du dir als Freund nicht zukünftig ein weiches Kuscheltier aussuchen“
 
„Kow…..als….ki!!!!!“ warf Ina Tom einen Papierklumpen an den Kopf
 
 
 
 
„Mein Schatz hat doch sicher Hunger?“ meinte Jan zu Dana als sie in die Wohnung kamen
 
„Hunger, ja Papi Hunger“
 
„Na dann will der Papa mal sehen, was er dir Leckeres zu Abendbrot bereitet“ setzte Jan Dana in den Hochstuhl
 
Er wollte sich gerade dem Schrank zuwenden, als sein Blick magisch von etwas weißem, was auf dem Wohnzimmertisch lag, angezogen wurde


Jan schnürte es die Kehle zu, er raste ins Wohnzimmer, mit einem komischen, ihm unbekannten Gefühl, nahm er das Blatt hoch


Lenis Handschrift…………….“aber warum schreibt sie für mich etwas auf….?????“


„Mein lieber, lieber, geliebter Jan….meine kleine Familie
 
Liebster es tut mir aus tiefstem Herzen leid aber ich musste euch Alle verlassen
Bitte suche nicht nach mir Jan, es ist zwecklos, du wirst mich nicht finden
Glaube mir….nein ich schwöre dir, dass die Trennung unbedingt nötig ist
Nie, nie, niemals hätte ich mich zu diesem entsetzlichen Schritt entschieden
Aber jetzt Jan…!!!!.....Den Grund Liebster….mir fehlt sogar der Mut den Grund aufzuschreiben
Es liegt nicht an dir, ganz bestimmt nicht….wirklich…wirklich nicht an dir
Jan du bist der beste, liebste, treueste, zärtlichste Mann, den ich mir immer wünschte
Ich blöde Kuh machte dir am Anfang das Leben zur Hölle mit meiner Eifersucht….unbegründeten Eifersucht
Doch schon solange weiß ich welch kostbarer Schatz du bist, mein Goldstück, Traummann
Einen verständnisvolleren, einfühlsameren Partner wie dich gibt es gar nicht, Liebster
Unser Glück war auf dem Zenit Jan, geborgen in deine Liebe dachte ich noch Jahrzehnte auf Wolke 7 mit dir zu schweben……zusammen mit unserem Goldschatz natürlich…und dem 2. Mann im Haus…Benni
Liebster, ich muss dir bestimmt nicht beteuern, dass ich nicht wegen einem anderen Mann verschwinde
Keine Mutter der Welt würde dann ihr Kind zurücklassen, mir bleibt nur der Trost, dass es Dana gut bei dir hat
Du musstet schon 1 x ein Kind allein großziehen Jan, ich wollte es dir ein 2. x bestimmt nicht antun
Aber ich weiß, dass du auch unseren Goldschatz zu einem rechtschaffenden, aufrichtigen, ehrlichen Charakter erziehst wie Benni
Verstehen wirst du mich nie Liebster, vielleicht gar hassen…..aber ich sehe in der Trennung den einzigen Ausweg
Ich vermisse euch schon jetzt, meine Liebe wird immer bei euch sein, bei dir Liebster, Dana und natürlich auch Benni.

Von nun an wird jede Sekunde voll qualvoller Sehnsucht nach euch 3 erfüllt sein
 
Mein Lieber Jan, Schatz, Liebster, ich wünsche dir für die Zukunft viel, viel Kraft, passe gut auf dich auf und bleibe vor allem gesund
 
Ich liebe, liebe dich mein Jan, liebe dich unendlich, liebe dich so stark, so sehr, selbst das dickste Buch würde nicht ausreichen so viele, unzählige Male möchte ich es aufschreiben
 
Millionen Küsse und Umarmungen mein Goldstück Jan, deine dich immer liebende Leni!!!!!
 
 


Jan lass die Zeilen 3 x…10 x, überhörte gar Danas leises Rufen: „Hunger Papa“


Tränenblind raste er dann ins Schlafzimmer, riss Lenis Schrank auf….und danach noch weiter seine Augen
Alle, aber auch alle Kleidungsstücke für Frühjahr und Sommer fehlten, selbst die Unterwäsche
Auch alle leichten Schuhe für diese Jahreszeit hatte sie mitgenommen, überzeugte er sich am Schuhschrank
Kurz kombinierte Jan ganz Kriminaler: "Sommersachen…..also Trennung für ein halbes Jahr"


Schnell erfüllte ihn aber wieder Fassungslosigkeit, als er am Schmuckkasten sah, dass Leni  alle Stücke mitgenommen hatte, die er ihr je schenkte
Da erkannte Jan auch, dass sein und Danas Bild auf ihrem Nachttisch fehlten
Zurück im Wohnzimmer bemerkte er, dass auch das Familienfoto nicht mehr auf dem Sideboard stand
Dafür lag Lenis Handy dort, also die absolute Garantie, dass er sie nicht mal anrufen konnte


Jan schüttelte den Kopf, schüttelte wieder den Kopf, bemerkte nicht mal, dass immer mehr Tränen flossen
Bei, an und in ihm herrschte nur noch totales Chaos, er zitterte am ganzen Körper
 
„Papa Hunger, Papa Dana hat Hunger…..Hunger, Papa“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 02 Feb 2015, 18:04

Jan wirbelte herum, flitzte in die Küche: „Ja mein Schatz, ich bin ein Rabenvater
Aber ich lasse dich nicht verhungern, meine Kleine“ bereitete er Danas Abendbrot
Als er sich danach neben sie setzte, legte die Kleine ihr Köpfchen schief, strich Jan über die Backe
„Papa weint..???“ wischte sie ihm eine Träne ab
 
„Aber nein, mein Goldschatz“ zwang Jan sich ein Lächeln ab….“bei so einem lieben Kind weint der Papa doch nicht“
 
Nach dem Essen brachte Jan Dana zu ihrer Spielecke
 
„Papa komm mitspielen, Turm bauen“ forderte die Kleine fröhlich auf
 
„Heute nicht mein Schatz“ strich Jan ihr sanft über die Haare…    „der Papa muss noch viel telefonieren“
 
Dana „beschwerte“ sich mit einem Schmollmund und beleidigtem Blick, dann spielte sie doch schnell mit ihren Bausteinen
 
 
 
Leni fuhr schon seit Stunden über die grauen Asphaltstraßen, befand sich schon hunderte Kilometer  weit weg von Leipzig


„Jan, mein Liebster…Dana mein Goldschatz und Benni“ formten ihre Lippen immer wieder lautlos .
Leni weinte, weinte ununterbrochen…oft hatte sie Tränenschleier vor den Augen
Wenn wieder mal ohrenbetäubendes Hupen neben ihr ertönte, weiteten sich ihre Pupillen übernatürlich groß
„Hätte beinahe schon wieder einen Unfall gebaut…zum wievielten Mal schon?
Lange geht das nicht mehr gut, in Tränen aufgelöst sollte, darf man nicht fahren
Gerade nicht mit einem Wagen an den man nicht gewöhnt ist….ich lenke ja schließlich nicht meinen Cooper
Ach mein kleiner Mini-Cooper…so lange habe ich ihn gefahren…konnte mich immer auf ihn verlassen
Ich musste mir einen anderen zulegen…eine Leichtigkeit für Jan nach dem Cooper zu fahnden
Hoffentlich schafft dieser alte Wagen die lange Strecke noch
Aber es geht doch nicht anders…..nur mit dem Auto erreiche ich mein Ziel“
 
 
 
Jan telefonierte wirklich viel. Er rief Freundinnen, Kollegen und Bekannte von Leni an, von denen er die Nr. im Register fand und merkte dabei gar nicht, dass er sich im Ton vergriff
„Du kannst mir nichts vormachen, Leni ist bei dir. Davon bin ich fest überzeugt
Warum belügst du mich, ich komme sofort zu dir und stelle deine Wohnung auf den Kopf“
 
Die meisten „behandelten“ ihn wie einen Kranken, auf den man „beruhigend“ einreden musste
 
Bei Doris allerdings biss er auf Granit, die ihm entgegen fetzte: „So nicht Jan….nicht in diesem Ton
Ich habe volles Verständnis für deine Sorge um Leni. Das gibt dir aber nicht das Recht mich so anzuschreien
Nenne mich auch nie wieder Lügnerin, wenn ich sage Leni ist nicht hier, musst du nicht meine Wohnung durchschnüffeln. Nur weil du Polizist bist, bin ich noch lange keine Verbrecherin….eine Komplizin…
Lenis Komplizin, die ich hier verstecke….im Gegenteil…ich würde sie sofort nach Hause jagen
Ich weiß selbst, dass Leni zu ihrer Familie, zu dir Jan und zu den Kindern gehört“
 
„Entschuldige Doris….bitte entschuldige vielmals….Ach ich weiß doch auch nicht was in mich gefahren ist
Bin wohl schon völlig durch geknallt….nicht mehr Herr über meine Worte….ist nur….nur….ist……“
 
„Schon gut Jan, du bist ja sonst nicht so.  In Ausnahmesituation ist man sich seiner Sätze nicht bewusst
Ich verspreche dir, wenn ich irgendetwas von Leni höre oder von Dritten erfahre, informiere ich dich sofort
Ehrenwort Jan, solltest du Hilfe für Dana benötigen, eile ich schnell zu dir“
 
„Danke Doris, 1000 Dank und entschuldige bitte nochmals mein Ausrasten“
 
„Schon vergessen Jan, ich wünsche dir so sehr, dass der nächste Anruf erfolgreich ist
Leni durch den Hörer ruft: „Ja, ja ich bin hier…..hole mich ganz schnell ab“
 
„Verdammt Maybach….so kannst du doch nicht mit Freunden umspringen
Das Unfassbare ist noch lange kein Grund um deine Verzweiflung an Unbeteiligten auszulassen“ ging Jan hart mit sich ins Gericht
 
Bei den nächsten Anrufen sprach er fast im Flüsterton.
Viele waren es sowieso nicht mehr, einige hatten gar nicht abgenommen
Jan grübelte und grübelte, doch ihm fiel Niemand mehr ein, wo er nachfragen konnte
Ihr Freundeskreis war sehr groß, doch von ihren Freunden hatte Leni nicht alle Nr. ins Register geschrieben
 
„Das ist nur ein Traum, ein ganzer böser Horrorspuk, aus dem ich gleich erwache“ schüttelte Jan unentwegt den Kopf
 
Niemals zuvor zuckte er so erschrocken zusammen wie jetzt als plötzlich das Telefon klingelte
 
„Leni Schatz, wo bist du….Ich hole dich ab…egal wie weit es ist“ sprudelte Jan spontan in den Hörer
 
------------------------------Stille……Nur schweres Atmen hörte man am anderen Ende
 
„Liebes….du bist dran…ich spüre das….bitte sage doch etwas….irgendetwas Schatz“
 
Jan glaubte ganz sicher unterdrücktes Schluchzen zu hören….wartete aber vergeblich auf ein Wort
 
„Nicht weinen Leni, bitte, bitte nicht weinen…..rede mit mir, ich flehe dich an….
Egal was geschehen ist…Nichts kann so schlimm sein, als das du uns verlassen musst
Unzählige Stürme überstanden wir schon, Liebes…Wir finden auch jetzt bestimmt wieder eine Lösung
So viele Probleme haben wir schon ausdiskutiert, was immer es ist, wir schaffen es auch diesmal
Gib mir doch wenigstens einen kleinen Hinweis….um alles in der Welt Schatz nur 1 Wort…
Leni hörst du mich….?....Nicht auflegen, Liebes..!!!...Bitte, bitte lege nicht auf..!!!!!“
Das „Tut…Tut…Tut“ brachte Jan fast um den Verstand
Seine Augen starrten eine Ewigkeit fassungslos auf: „Nr.  unterdrückt“, dem kurzen, aber eindeutigen Hinweis auf dem Display    
 
„Papa komm….Danas Turm schauen“ plapperte die Kleine plötzlich
Sie winkte und zeigte stolz auf ihr „Bauwerk“
 
Jan erwachte aus seiner Starre, eilte schnell zum Goldstück
„Das hast du sehr schön gebaut, meine kleine Künstlerin, genauso bleibt das auch stehen
Morgen baust du dann weiter, aber jetzt wird es Zeit zum Schlafen“
 
Zum Glück fing Dana nicht, wie viele Kinder, an zu weinen als sie Bett und Schlafengehen hörte
 
Doch als Jan sie ins Bad trug, da fragte sie kindlich: „Und Mama…..auf Mama warten?“
 
Jan zuckte zusammen, so eine Frage erwartete er die ganze Zeit schon…“durchwühlte“ seinen Kopf nach einer Antwort
 
„Heute bringt der Papa dich zu Bett, mein Schatz“ erklärte er kurz
 
Von Dana kam kein Widerspruch, sie gluckste schon fröhlich weil sie in der kleinen Wanne planschen durfte
 
Wie in Trance badete Jan ihre Tochter, weit, weit weg mit seinen Gedanken wusch er ihr jetzt schon zum 5. x den Arm
 
„Papa traurig“ platschte ihm Dana plötzlich mit der nassen Hand ins Gesicht

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 02 Feb 2015, 18:15

„Traurig..nein…der Papa macht jetzt das mit dir, was du so gerne hast“  rubbelte Jan mit dem Schwamm im Kreis über Danas Bauch und sie lachte fröhlich
 
„Ja, das mag mein Schatz….macht ihr Spaß“ zwang Jan sich ein Lächeln ab
 
Als Dana dann in ihrem kleinen Bett lag, bettelte Sie: „Singen Papa….Dana ein Lied singen“
 
Jan erschrak, nach Singen stand ihm jetzt überhaupt nicht der Sinn
Doch irgendein Lied krächzte er sich dann für seine Kleine doch ab
Aber er traf wohl nur die falschen Töne, denn so schnell war Dana noch nie eingeschlafen
 
„Schlafe gut mein kleiner Engel und träume etwas Schönes……..
Was die Zukunft bringt……..das wissen nur die Sterne“ strich Jan der Kleinen sanft über die Wangen
Er ließ die Kinderzimmertür ausnahmsweise einen Spalt offen, wusste nicht warum, doch heute lief sowieso nichts normal
 
Im Wohnzimmer las Jan Lenis Brief, wieder und wieder, inzwischen kannte er jede Silbe auswendig
Wie wohl schon 1 Million mal vorher, stellte er sich nur die 1 Frage: „WARUM?...WARUM?...WARUM??????????“
 
Im Turbotempo rannte Jan jetzt ins Schlafzimmer, suchte nach Notizen, Hinweisen, wusste selbst nicht nach was….irgendwas Geschriebenen, nach einem Blatt, worauf er evtl. ein  Argument für Lenis Verschwinden fand
 
Nicht mal den kleinsten Fetzen entdeckte Jan, zurück im Wohnzimmer raste er hin und her, unruhig, gehetzt, aufgebracht, von einer Ecke zur anderen, wie  ein gefangener Tiger wild im Käfig
 
„Es liefen doch alles so harmonisch, eine kleine, aber richtige glückliche Familie
Nichts ist vorgefallen….der letzte Streit liegt Lichtjahre zurück…..keine Vorwürfe……oder habe ich irgendetwas vergessen ….verdränge ich einen Vorfall….habe ich Leni gekränkt, ihr irgendwie wehgetan…sie beleidigt……
Nein kann nicht sein….würde ich mich doch dran erinnern…und sie schreibt ja selbst…!!!!!
Schwört mir ihre Liebe, wie sehr sie mich, uns vermisst, sich nach uns sehnt
Nie würde Leni auf unseren Schatz verzichten, wenn sie sich zornig von mir trennt
Gib mir ein Zeichen Liebes…flüstere mir wenigstens eine Erklärung….eine winzige, klitzekleine
Doch da ist nichts….kann nichts sein…schon lange kein lautes oder böses Wort mehr
Beim kleinsten heraufziehenden grauen Wölkchen sprachen wir uns aus, sagten ehrlich was Sache ist,
diskutierten alles aus. Oft auch mit Benni, der es klasse findet frei seine Meinung zu sagen….und jetzt das
Warum Leni, Schatz, Liebes, warum denn nur….ich begreife es nicht…Dein Brief klingt so endgültig
Kannst du mich einfach so für immer verlassen……und Dana…sie ist noch so klein…wie soll ich ihr erklären?
 
Jans Gedanken fuhren Achterbahn
Seine Gefühle, Verzweiflung, Entsetzen, Fassungslosigkeit, der Schock vollführten ein qualvolles,  wechselndes Chaos in ihm
Schon lange weinte Jan hemmungslos, Dana bekam es ja in ihren süßen Träumen nicht mit
Immer wieder musste er sich übergeben
In Jans Körper quetschte sich alles so schmerzvoll zusammen, als stecke er in einer unsichtbaren Eisen-Zwangsjacke
Riesige Flammen schienen in seiner Brust zu lodern und das größte Feuer brannte in seinem Herzen
Jan wurde es glühend heiß und dann wieder eiskalt, dass er wie Espenlaub schlotterte
Schon lange ignorierte er seinen rasenden Puls, die bebenden Lippen und seine zitternden Hände
Eine Ewigkeit stand Jan jetzt schon am Fenster, starrte mit leerem Blick ins Dunkle
 

 
 
 
Die Dunkelheit, das Schwarze der Nacht und das nicht versiegende Tränenmeer….so konnte Leni nicht Weiterfahren


Das Schild zeigte noch 3 km bis zum nächsten Autobahnhotel an, ihr kam es wie 1000 km vor
Schnell füllte Leni das Anmeldeformular aus, raste zum Zimmer, verschloss sofort die Tür hinter sich
Hastig holte sie Jans, Danas und das Familienbild aus der Tasche, stellte sie vorsichtig auf den Nachttisch und sank sofort aufs Bett
„Jan ich liebe, liebe dich so sehr, es schmerzt unsagbar nicht mehr bei dir sein zu können“ streichelte Leni wieder und wieder zärtlich über Jans Bild   „und auch dich meinen Goldschatz nicht mehr  zu sehen…
Du wirst mich für immer hassen, Liebster…aber ich musste das tun..kann dir diese Last nicht aufbürden. Feige, ja ich  bin unendlich feige, mein geliebter Jan…unseren Schatz großzuziehen ist eine Tonnenlast…Kannst ihr nichts von der Mama erklären, stehst ja selbst vor einem schockierenden Rätsel….und dann ist unsere Dana noch viel zu klein um zu begreifen
Ich wollte das nicht Jan…niemals….unsere Liebe schien so unerschütterlich…für die Ewigkeit geschaffen.  Hätte nie gedacht, Liebster!!!!…..konnte doch nicht ahnen….wollte mich nie von dir trennen
Jetzt wirst du nicht mal den Grund erfahren Jan….bringe es nicht fertig….du würdest mich überreden
Nein,  unmöglich mein Liebling…ich schaffe nicht dir die Wahrheit zu sagen…du hast ein viel zu großes, gutes Herz, Jan
Ach meine Kleine….schlafe schön….der Papa wird immer gut für dich sorgen
Und du Benni, mich kannst du verfluchen, aber stehe deinem Vater zur Seite
Du bist so vernünftig, passe immer gut auf meinen geliebten Jan auf“ strich Leni wieder behutsam über sein Bild, dann wieder über Danas fröhliches Gesicht und auch über das Familienfoto
Sie zählte nicht mit, wie oft sie den Vorgang wiederholte….solange bis ihr plötzlich die Augen zufielen
 

 
 
 
Jan stand noch immer am Fenster
Jedes  Mal wenn in der Ferne schemenhaft Scheinwerfer flimmerten, schrie es in ihm: „Leni…Leni kommt zurück….das ist Leni….gleich steigt sie aus“
Doch alle Autos fuhren vorbei oder bogen vorher schon ab und Jan fiel jedes Mal noch ein Stück mehr in sich zusammen
Wie festgenagelt verharrte er weiter an der Scheibe
 
 
Schon 3 x rief der hereinkommende Benni vergeblich: „n´guten Abend….Hallo Papa“ aber Jan reagierte überhaupt nicht, starrte noch immer regungslos aus dem Fenster

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 03 Feb 2015, 19:31

„Ich sagte Hallo Papa“ klopfte Benni Jan jetzt von hinten auf die Schulter
Jan zuckte dermaßen  heftig zusammen wie von einem 5000 Volt Blitz getroffen  und wirbelte pfeilschnell herum
 
„Pa….pa“ taumelte Benni entsetzt 2 Schritte zurück als er Jans eingefallenes,  völlig vergrämtes, um 20 Jahre gealtertes, tränenüberströmtes Gesicht vor sich hatte
 
Nur 5 Sekunden, dann packte er seinen Vater an den Oberarmen, schrie aufgebracht:
„Was ist passiert, was um alles in der Welt ist denn schreckliches passiert….rede Papa, sage doch…
Leni….hatte sie einen Unfall….mit Dana….oh nein…doch nicht mit Dana zusammen…du musst mir alles sagen, Papa..!!!!!
…..oder krank?...Ist Leni schwer krank?...Dana schwer erkrankt…..oder gar beide…?“
Papa jetzt gib doch  einen Ton von dir…du musst mir die Wahrheit sagen…du musst“ schüttelte er Jan heftig hin und her
 
Jans Lippen waren noch immer verbittert zu einem schmalen Strich zusammen gepresst
Er schaute Benni an, aber so fremd…so wirr,  das der Große schauderte
Schnell raste  er jetzt ins Kinderzimmer, aber Dana schlief friedlich in ihrem kleinen Bett
Nie zuvor stürmte Benni einfach so ins Schlafzimmer, riss die Tür weit auf
Er sah das unbenutzte Ehebett….aber keine Leni
 
„Also doch Leni“ flitzte er zu Jan zurück….Was ist ihr passiert?...In welcher Klink liegt sie?
„Wie schlimm ist es?.....Papa, rede doch endlich mit mir….Du sagst mir jetzt sofort was los ist!!!!! schüttelte Benni Jan schon wieder hin und her
 
„Papa, Papa, Papa…hörst du, erkennst du mich…bekommst du überhaupt irgendwas mit“ rüttelte der Große noch wilder an Jan, weil der immer noch keinen Ton von sich gab,  weiter stumm, starr dastand wie eine Statute
 
„Le….Leni“ wisperte Jan irgendwann kaum hörbar, stammelte flüsternd: „Le…Le…Leni ist….
Le…Leni ha…hat….Le….Leni ko….kommt nie….“brach er schluchzend ab, gab Benni schnell den Brief, den er die ganze Zeit in der Hand hielt
 
Je länger Benni las, desto mehr weiteten sich seine Augen
Schließlich plumpste er schockiert in den Sessel, japste: „A…Aber…ab..er das ist….“
 
„Junge, sage du mir wodurch ich Leni vergrault habe?????...Ich das Monster von Ehemann
Was habe ich meiner Frau Schlimmes angetan?????…Will es nicht wahrhaben…verdränge es einfach
Los Benni, schreie es mir ins Gesicht….Wann habe ich wo, bei welchem Anlasse Leni wehgetan….
Sie so schwer beleidigt, dass sie mir nicht verzeihen….Was…wann passierte das denn nur?????
Warum erinnere ich mi……“
 
„Schweig Papa, kein Wort mehr“ sprang Benni hoch und presste Jan die Hand auf den Mund

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 03 Feb 2015, 19:47

Dann baute sich Benni vor seinem Vater auf, fixierte direkt seine Augen, beteuerte:_
„Du hörst sofort auf nach „Schulderklärungen“ zu suchen…..komme zu dir Papa
Dich trifft keine Schuld….nicht die geringste….hier hast du deine „Entlastung“ schwarz auf weiß
Lenis Zeilen sind keine Anklageschrift….im Gegenteil….ein doppelt und dreifaches Liebesgeständnis
Muss ich es dir nochmal zitieren?....ach was…Papa du hast selbst gelesen, dass Leni dich quasi als den allerbesten Mann der Welt beschreibt……….nur warum verlässt sie dich, uns, die ganze Familie
Als ich heute Morgen weg ging herrschte hier noch eitler Sonnenschein…hat Leni danach zu dir etwas gesagt
Meine….eine Andeutung, Papa …..vielleicht später etwas Merkwürdiges bei einem Anruf“
 
„Nichts Junge….überhaupt nichts“ schluchzte Jan verzweifelt auf
„Wir verabschiedeten uns wie immer mit einem innigen Kuss, Leni lächelte auch wie immer glücklich als ich die Tür schloss
Gegen 14.00 Uhr bat sie mich telefonisch Dana von der Kita abzuholen. Ich scherzte noch, weil Leni so aufgeregt stammelte………Maybach, du Idiot, Riesenrindvieh, Blödmann….Lenis Unsicherheit….
Hätte gewarnt sein….eine Sirene bei mir aufheulen müssen…Leni stammelte nicht…sie unterdrückte ihr Weinen
Warum raste ich nicht sofort los….hinderte Leni an ihrem Plan….stoppte sie“
 
„Papa du redest dir etwas ein und das weißt du auch
Nur weil Jemand, weil Leni sich am Telefon mal ungewöhnlich verhält, vermutet man doch nicht gleich eine Tragödie
Du weißt also auch nicht, Papa….hast keine Vermutung, kannst dir nicht erklären warum Le….“
 
Jan schüttelte so heftig den Kopf, dass Benni erschrocken abbrach
 
„Leni hat sogar ihr Handy dagelassen…..Aber vorhin der Anruf….Kein Wort….konnte Leni am anderen Ende spüren…..bin ich mir ganz sicher“ brauchte Jan lange bis er das gespenstische Telefonat geschildert hatte
 
„Krankheit…hätte ich doch bemerkt…kenne doch mein Liebes“ flüsterte er irgendwann
…..aber nichts, nichts, Nada, null…..bei unzähligen Leuten rief ich an….den Rest muss ich morgen anrufen
Hab´s wohl nicht mitbekommen, dass ein Vorschlaghammer auf meinen Schädel prallte.
In meinem Kopf herrscht Chaos, mein Gehirn dreht sich wie ein Kreisel…..ach was mach dir nichts vor, Maybach
Blackout, habe ein totales, finsteres, endloses Blackout…Vollsperrung…absolute Blockade“
 
„Bei Hajo warst du ja wohl zuerst, Papa?“
 
„Oh nein Junge….die flüchte mich in Papas schützende Arme-Zeiten“ sind lange vorbei
Hajo vertritt den Standpunkt: „Leni, als Ehefrau und Mutter trägst du Verantwortung, der du dich immer, egal was es sei, stellen musst. Er hätte Leni sofort und persönlich zurückgefahren
Weiß noch gar nicht, wie ich das Hajo morgen beibringen soll“
 
„Äh…wie jetzt Papa, du hast nicht mal mit Hajo telefoniert?“
 
„Benni, Hajo ist auch nach mehr als 30 Jahren immer noch ein gestandener Polizist, denn du wegen einem Mord zu jeder Zeit aus dem Bett klingeln kannst. Aber hier geht es nicht um einen Fall, es ist schon spät…zu spät für Aufregung in Hajos Alter
Es geht um seine Tochter und auch wenn er es nicht so zeigen kann, er hängt sehr an Leni“
 
„Wie kann ich dir denn helfen Papa…soll ich noch herumtelefonieren…mit dir zusammen überlegen
Brauchst du Jemanden als Beistand oder genügt dir meine Wenigkeit“
 
„Du hast mich schon und wirst mich auch weiter unterstützen Junge
Weißt doch, dass du mein treuester, bester Beistand bist
Aber es ist spät, Benni, gehe schlafen, hast morgen wieder einen anstrengenden Tag vor dir
Jetzt können  wir wegen Leni…leider…sowieso nichts mehr tun“
 
„Du gehst doch hoffentlich auch zu Bett, Papa?“
„Lege mich hin…sicher….muss erst noch was überlegen….Später….bald gehe ich zu Bett“
 
„Papa, trotz allem Entsetzen musst du vernünftig sein, ohne Schlaf ist dein Zusammenbruch vorhersehbar
Bitte Papa, tue es uns zuliebe….Dana und ich brauchen dich doch“ umarmte Benni seinen Vater
 
„Ach Junge….ein Armutszeugnis wenn der Sohn den Vater belehren muss“ schluchzte Jan
Trotzdem wartet dein Bett auf dich, hoffentlich kannst du wenigstens etwas schlafen“
 
„Dein Bett steht da drüben, Papa“ zeigte Benni auf das Schlafzimmer und verschwand hinter seiner Tür
 
Schlafen!!!!...Eine Horrorvorstellung für Jan. Er fühlte sich nicht müde sondern wie ein Angetriebener
 
 




Leni schreckte nach ihrem Einschlummern auch bald wieder hoch, irritiert sah sie sich in dem fremden Zimmer um
Doch schnell fiel ihr Blick auf die Bilder ihrer Lieben, die sie noch immer fest umklammert hielt
Sofort brach sie wieder in Tränen aus: „Ach Jan, Dana, Benni…ohne euch kann ich doch gar nicht leben
Warum schlägt das Schicksal nur so hart zu….gerade bei uns…wir sind….waren….doch so eine glückliche Familie
Jetzt holte Leni den Fotoapparat aus der Tasche, schaute sich die vielen Bilder an
„Ach Jan…Liebster…dein Lachen…du weißt uns immer aufzumuntern…dabei ist dieses Foto…..???
Ja….da warst du nach der schlimmen Verwundung gerade aus der  Klinik gekommen…hast trotzdem immer gelächelt………….Ich weiß, dass du auch jetzt Alles, Alles….ja absolut Alles für mich tun würdest
……..Da sein…helfen…Mut zusprechen….optimistisch zulächeln…ganz bestimmt Jan….
Mit deinem Lächeln, Liebster kannst du die Sonne aufgehen lassen
………..Nein….Doch…gerade deshalb muss ich dich, alle meine Lieben verlassen
Du darfst dein Lächeln nicht verlieren, Schatz….nie..niemals mein geliebter Jan!!!!!“


 
Trotz der Entfernung waren Leni und Jan miteinander verbunden
Leni weinte weiter ununterbrochen, flüsterte unzählige Male: „Jan..Jan..mein geliebter Jan“
Streichelte Ewigkeiten über sein Bild, das von Dana oder auch Benni….schlief schluchzend ein


Aber nur kurz, wisperte am Fenster: „Wenn ich doch bei euch sein könnte meine Lieben
In deinen schützenden Armen Jan, an deinem Bett, Goldschatz, dich abhören, Benni…
Dann schaute sich Leni alle gespeicherten Fotos auf dem Apparat wieder an….schlummerte wieder ein….
…..aber auch wieder nur kurz, dann lief als zigste Wiederholung alles von Neuem ab
 
 


Jan machte keinen Schritt ins Schlafzimmer. Schon beim Blick zur Tür fröstelte er
Dafür saß er oft und lange neben der friedlichen schlafenden Dana
Streichelte ihr immer wieder sanft über die Haare und jedes Mal schmerzte sein Magen stärker
Entsetzliche Angst quälte Jan wegen der Ungewissheit  und noch mehr vor den zu erwarteten Fragen von Dana
Danach raste Jan wieder wie ein Irrer durch die Wohnung, starrte lange aus dem Fenster ins Nichts
Doch in jeder Sekunde hämmerten wie ein Sägewerk die marternden Fragen in seinem Kopf:
„Mit was habe ich Leni vertrieben….erinnere dich….du musst dich erinnern Jan
Mach dir nichts vor, du bist der schlechteste, miserabelste Ehemann, keine Frau ist bei dir glücklich
Aber Leni schreibt doch….schwört das Gegenteil….warum Schatz, warum nur hast du mich verlassen
Uns Alle, wenn ich nur eine Ahnung hätte….. ein schlimmer, ein ganz schlimmer Grund liegt für Lenis Trennung vor
Keine Mutter der Welt verzichtet freiwillig auf ihr Kind
Wir haben so viele Probleme gemeistert….warum Liebes…warum nur stellst du mich jetzt vor ein unlösbares Rätsel?????“
 
Das Telefonklingen lähmte Jan, er wusste, spürte, fühlte genau das Leni anrief


Es kostete ihn unendlich viel Kraft den Hörer abzunehmen und noch mehr leise zu flüstern:
„Ich weiß, dass du es bist Liebes….nicht auflegen Schatz..bitte lege nicht wieder auf
Leni, ich bleibe bestimmt ganz ruhig, versprochen….doch eine Erklärung Liebes…bitte sage etwas
Rede doch mit mir….quäle mich nicht so….Warum Schatz…warum?…
Was immer es ist Leni, wollen wir es nicht wie immer gemeinsam bewältigen
Den Grund Liebes…sage mir doch bitte wenigstens den Grund“
Jan hörte Leni schluchzen, wollte ihr Zeit geben
 

 
 Als nach langen Minuten „Tut“..“Tut“…“Tut“ ertönte, fiel Jan entsetzt der Hörer aus der Hand
 
Leni brach weinend über dem Bett zusammen…weinte sich quasi in den Schlaf
 
Jetzt weinte auch Jan wieder, allein, ungesehen musste er sich nicht mehr beherrschen
In seinem Tränenmeer hätte er ertrinken können, wie halbblind irrte er gehetzt in der Wohnung umher
Die ganze Nacht, um 5 Uhr schleppte er sich endlich ins Bad
Jan duschte, duschte eiskalt, ließ den Wasserstrahl über sich strömen, jegliche Zeit und Raum vergessen
Er hörte sein Zähneklappern nicht, spürte nicht die dicke Gänsehaut die ihn überzog
Wie betäubt stand Jan unter der Dusche, wartete das der Zentnerbrocken ihn ihm weggespült wurde
 
„Papa, ich müsste auch mal ins Bad….Papa…Papa hörst du mich“ hämmerte Benni gegen die Badezimmertür
 
Jan hatte sich schnell ein Badetuch umgewickelt, eilte aus der Tür
„Sorry Großer….habe nicht auf die Zeit geachtet…“
 
 „Paaaaaaapaaaaaaaaa!!!!!...Du bist blauer als ein Tintenfisch…Was sollte das denn werden
Ne  neue Masche………Selbstmord mit Eiswasser?“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 04 Feb 2015, 21:14

Abrupt nach Bennis Schelte raste Jan sofort stumm ins Schlafzimmer, schlechtes Gewissen plagte ihn: „Mein Junge hat ja recht…..
Nein!!! Kein Selbstmord……..gerade jetzt muss ich wegen der Kinder doppelt fit bleiben
Leni warum nur???…..Was hat das alles zu bedeuten?“
 
Wie Espenlaub zitterte Jan so entsetzlich fror er. Unendlich lange rubbelte er sich trocken
 
 
 
Für Leni konnte es gar nicht schnell genug hell werden.
An der Rezeption wunderte man sich schon etwas über die aufgelöste, fahrige Frau
Aber fast alle Besucher blieben nur eine Nacht und schon hetzte der Gast zur Tür hinaus
Leni startete sofort, fuhr mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit, wollte so schnell wie möglich ans Ziel kommen


„Reise ohne Wiederkehr“ liefen ihr schon wieder die Tränen über die Wangen
„Meine Lieben, Jan…..immer offen zueinander sein………….
……keine Geheimnisse  voreinander haben….ein ungeschriebener Schwur zwischen uns
Tut mir so leid Liebster….tut mir so unendlich leid…..aber ich kann es dir nicht sagen….das schaffe ich nicht Jan du würdest…..Ich kann es dir wirklich nichts sagen Jan“ schluchzte Leni wieder herzzerreißend
 
 
 
Jan kostete es unsagbare Kraft seine Tränen zu unterdrücken
Er zwang sich eisern „normal“ zu wirken, vor Benni konnte er nichts verbergen, dass wusste Jan
Aber vor Dana, um die er sich heute noch fürsorglicher  kümmerte als sonst ohnehin schon
 
Das süße Lächeln von dem Goldschatz, sowie sie sich an ihn drückte, an diesem kleinen Glück zerrte Jan
 
Vater und Sohn unterhielten sich schon lange, auch jetzt beim Frühstück
Sie suchten Antworten, Erklärungen,  diskutierten, beratschlagten sich
 
„Mami….wann kommt Mami?“ plapperte Dana da plötzlich und ihre großen Augen schauten den Papa fragend an


Jans Herzschlag setzte für Sekunden aus, er schluckte und schluckte, wisperte schließlich: „Bald meine Kleine, bald“
„Bald…bald“ plapperte  Dana nach und strahlte ihren Papa schon wieder an
 
 
„Aber Papa, du weißt doch gar nicht, was redest du Dana denn da ein?“
 
Jan schaute seinen Großen mit so einem verzweifelten Blick an, als wolle er fragen:
„Hast du für den kleinen Kinderverstand eine bessere Antwort, Junge?“
 
Benni biss sich auf die Lippen und verkündete kurz darauf: „O.k. ich breche das Semester ab und kümmere mich um Dana“
 
„Denn Unsinn schlägst  du dir sofort aus dem Kopf, mein lieber Herr Sohn
Die Uni ist wichtig und du wirst weiter in die Vorlesungen gehen wie bisher“
 
„Papa, entschuldige…..aber glaubst du etwa Leni spaziert gleich zur Tür herein“
 
„Ich weiß nicht ob Leni bald, nach langer Zeit oder überhaupt nicht mehr zurückkommt
Ich weiß gar nichts Junge, bzw. nicht mehr wie in dem Brief steht
Bedenke aber bitte, dass das Drama erst vor einigen Stunden begann, es könnte quasi noch ganz plötzlich eine glückliche Wende geben
Aber eins ist gewiss, ich suche meine Frau solange bis es kein Fleckchen mehr gibt an dem ich nicht mehr suchen kann
Leni ist keine von diesen überdrehten Weibern, die plötzlich frei und ungebunden sein will
So eine die fix mal die Ehefesseln ablegt und das Kind als eine Last empfindet
Lenis Verschwinden ist hart, trifft mich tief…aber ich fühle genau, dass etwas Dramatisches dahinter steht
Es ist mir völlig egal wenn mich Alle für bekloppt halten, doch ich suche solange bis ich aus Lenis Mund den Grund für die Trennung höre
Während du im Bad warst, habe ich weiter rumtelefoniert, leider erfolglos
Nun geht es mit einer Menge Erkundigungen weiter, wobei ich mir aber genug Zeit für Dana und auch dich einbauen muss
Unser verändertes, neues Familienleben muss sich erst einspielen, ich hoffe nur, dass ich nicht total versage“
 
„So ein Quatsch Papa….du bist der perfekte Koch, Vater, Mutter, Hausfrau, Freund und Spielgefährte alles in einem
Wenn du es möchtest, unterstütze ich dich soweit ich kann bei Lenis Suche
Zunächst bringe ich vor der Uni Dana in die Kita, dann kannst du mit deinen Unternehmungen gleich beginnen“
 
 




Lenis  Vorhaben bis zu ihrem Ziel direkt durchzufahren klappte nicht so wie sie sich das vorstellte
Sie schaffte es einfach nicht die Tränen zu unterdrücken, weinte ununterbrochen
Wenn der Tränenschleier wieder mal alles vor ihr vernebelte, parkte sie schnell an einer geeigneten Stelle
Der Fotoapparat lag griffbereit auf dem Beifahrersitz
Jedes noch so kleine Stück auf den vielen Bildern kannte sie inzwischen auswendig
Die 3 Fotorahmen mit ihren Liebsten hütete sie wie den größten Schatz, holte sie aus ihrer Handtasche hervor
Wie schon im Hotel strich sie immer wieder über das Glas, fühlte sich Jan, Dana und Benni ganz nah
Manchmal sackte sie auch über dem Steuer zusammen, schluchzte  unzählige Male: „Warum…warum…warum trifft es ausgerechnet uns“
Wenn ihr Blick dann irgendwann auf die Uhr fiel, erschrak Leni wie lange sie schon Rast machte
Hastig wischte sie sich dann die Tränen ab und fuhr schnell weiter“
 
 
 
 
„Ah Luca Sie sind das, der Anruf ist von Jans Telefon zu meinem umgeleitet worden“
 
„Soll das heißen Jan ist noch nicht im Dienst, hat sich der einst aktive Polizist  etwa in einen Langschläfer gewandelt.

Hajo, Sie müssen dem Faulpelz sofort gehörig die Levitten lesen“
 
„Aber nein Luca….nichts Langschläfer
Jan ist sonst pünktlich, manchmal auch vor uns im Büro
Oft ermittelt er aber auch schon bevor er hier erscheint…und manchmal
Ja manchmal wird Jan genötigt die Kleine in die Kita zu bringen
„Genötigt“ meine ich scherzhaft, aber rasende Reporterinnen, wie meine Tochter,  sausen ab und zu wie der Blitz zu einem Interview“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 05 Feb 2015, 19:59

Luca tönte durch den Hörer: „Ach ja, Jan und seine Kinder. Ich erinnere mich noch gut wie es mit dem kleinen Benni lief
Doch es ist sowieso nicht der Renner was ich berichten will und ob Sie es nun von Jan oder mir hören
Hajo, es geht das Gerücht um, dass Zins sich im Osten des Landes aufhält
Muss nicht unbedingt in Leipzig sein, Ostdeutschland ist ein großes Gebiet
Jedenfalls gibt es im Westen keine Spur von ihm. O.k. er kann auch untergetaucht sein
Versteckspiel, sich bedeckt halten oder unsichtbar agieren ist ja sein Spezialgebiet
Doch in den gewissen Kreisen, wo Zins sich bevorzugt herumtrieb, munkelt man so einiges
Sowie es bei euch V-Leute gibt, sind die Kollegen flächendeckend verteilt
Na ja und diese schnappten in Zins Kreisen auf, dass er vor dem Mord prahlte im Osten etwas „Großes“ aufzuziehen
Gerade dort würde man sich nach hochqualifizierten Kapazitäten wie ihm quasi die Finger lecker
Hajo, es kann natürlich auch wieder „nur“ die bewährte Zins „Angeber-Masche“ gewesen sein
Aber ich wollte, dass ihr genauso wie alle anderen Kollegen informiert seid
Damit ist Zins lange nicht geschnappt und über den genauen Aufenthaltsort sagt das auch nichts“
 
„Trotzdem, danke für die Information Luca. Ich nehme an, ihr überlegt auch in alle Richtungen
Für uns heißt es ebenfalls alle möglichen Hypothesen aufzustellen
Aber vor allem rund um noch mehr die Augen aufzuhalten, wenn Zins sich wirklich im Umfeld aufhält“
 
„Leider keine Erfolgsmeldung Hajo, aber wer weiß, der nächste Hammeranruf könnte von euch kommen
Grüßen Sie  Jan von mir, vielleicht bekomme ich ihn trotz Vaterpflichten ja doch noch mal an die Strippe“
 
 
 

„U L F!!!!!....Du sagst mir jetzt sofort zu welcher langen Auslandsreportage ihr Leni geschickt habt“ schrie Jan sofort los als er in das Büro des Redakteurs kam
„In welcher Einöde, einsame Insel  oder in welchem Hinterwaldsland recherchiert meine Frau über irgendwelchen Käse der so überflüssig ist wie ein Kropf
Los spucke die Wahrheit aus, deine linken Methoden kenne ich inzwischen sehr gut
Hast du Leni mit irgendwas erpresst…..oder ihr ein so großartiges Angebot gemacht, dem Keiner wiederstehen kann
Meine Frau ist keine leichtfertige Person, die einfach mal so ihr Kind, ihre Familie im Stich lässt
Rede endlich, hast du Leni die Leitung der Abteilung versprochen, wenn sie die Reportage, für die du sonst keinen anderen Dummen gefunden hast, irgendwann abgeschlossen hat“
 
„Jan….aber Jan….was redest du denn da,  so kenne ich dich ja gar nicht. Jetzt beruhige dich doch“
 
„Hör auf mit der schleimigen Tour Ulf, ich will mich nicht beruhigen, im Gegenteil
Jetzt lernst du mal das Tier in mir kennen…..Dir traue ich sogar zu, dass du Leni abserviert hast
Möglich, dass du etwas Verbotenes aufgedeckt hast und meine Frau ist dahinter gekommen
Mitwisser können einem in Bedrängnis bringen,  also ab in die Wüste mit ihr bis Gras über die Sache gewachsen ist
Du berichtest mir jetzt  alles genau. Ich quetsche dich solange aus bis dir übel wird“
 
„Aus deinem Gesicht schreit die blanke Verzweiflung Jan…kann nur bedeuten, das…das
Jan hat Leni euch wirklich verlassen“
 
„Bei deinem Spott sehe ich gleich rot…du weißt doch was los ist, bist doch der Urheber von allem
Noch so ein hohnvoller Satz und ich schlage dich grün und blau“
 
„Jan bitte…bitte lass mich auch mal etwas sagen“ kam Ulf langsam um seinen Tisch herum und drückte sein zorniges Gegenüber auf den Stuhl
„Ich schwöre dir Jan, Leni wurde nirgendwo hin geschickt
Bis gestern machte sie die Arbeit hier die sie seit Jahren erledigt
Alles lief normal…wie immer…na ja mal abgesehen von….aber das musst du doch auch bemerkt haben?“
 
„Was jubelst du mir den jetzt unter Ulf,  dass ich ein schlechter Ehemann bin, so gut wie nie zu Hause
Weder Zeit noch Augen für meine  Frau habe“
 
„Ach Mensch Jan, jetzt drehe mir doch nicht jedes Wort im Mund herum
Aber das Leni in letzter Zeit sehr  bedrückt wirkte, dünnhäutig dazu, ist nun mal Tatsache“
 
„Lüge dich nicht heraus Ulf, sage mir wie du es fertig gebracht hast Leni so zu verändern“
 
„Jan ich beteure dir nochmal, dass bis zuletzt arbeitsmäßig alles normal lief
Leni  wurde mit keiner Auslandsreportage beauftragt, gerade wegen euch nicht
Für uns wart ihr doch die zusammengeschweißte Bilderbuchfamilie
Leni sprach doch ständig von ihrem lieben Jan, dem herzigen Goldschatz und wie gut sie sich mit Benni versteht
Ich bin geschockt Jan, schwer geschockt, entsetzt  und total fassungslos, dass sie euch verlassen hat
Dabei habe ich Lenis Kündigung noch nicht verdaut und jetzt kommst du mit so einer Hiobsbotschaft
Du schaust mich groß an Jan……Hier lies selbst“ gab ihm Ulf das Schreiben
„Die Kündigung lag heute Morgen bei der Post auf meinem Tisch………..ohne Briefmarke
Leni muss den Umschlag selbst in unseren Haus-Briefkasten geworfen haben
Ich konnte,  wollte das nicht kapieren….und jetzt sagst du auch noch sie hat euch verla……“
 


„Entschuldige Ulf das ich…wie ich ausrastete….es tut mir…tut mir sehr leid“ wisperte Jan und schön wieder glänzten Tränen in seinen Augen
 
„Du musst dich nicht entschuldigen Jan….nur….kannst du dir erklären warum Leni…ich meine…“
 
Verzweifelt schüttelte Jan den Kopf: „Keine Erklärung Ulf…nicht mal eine winzige Ahnung….Nichts…
Überhaupt nichts…..Meine immer noch befinde mich in einem Horrortraum aus dem ich gleich erwache.
Kann mich nur noch mal entschuldigen und mache mich jetzt schnell vom Acker“
 
„Jan nicht so hektisch….wenn ich dir irgendwie helfen kann
Weiß zwar nicht wie….aber vielleicht kann ich ja durch den Verlagsablauf das rätselhafte Puzzle etwas ergänzen“


 
Als Jan wieder im Auto saß erinnerte er sich an Ulfs Worte Leni sei anders gewesen


„Ja stimmt, manchmal wirkte sie so ernst, lachte aber wenn ich sie darauf ansprach
Ich Idiot…..Jan du Hornochse….hast immer nur an Ärger bei der Arbeit gedacht….
Ausfragen durfte ich Leni ja nicht….dann wurde meine kleine Kratzbürste….
Wie sollte ich denn ahnen….alle, ja alle sonstigen Probleme sprachen wir doch offen aus“
 
„Oh weh…muss ja Hajo…mich wenigstens mal melden“ wusste Jan immer noch nicht wie er ihm alles beibringen sollte
 
Auf keinen Fall wollte er Hajo am Telefon die Wahrheit beibringen, fuhr aber trotzdem in die nächste Parklücke




„Jan…endlich meldest du dich….wollte schon eine Vermisstenanzeige aufgeben“
 
„Sorry Hajo, dass ich mich so spät melde“
 
„Wo treibst du dich überhaupt rum Jan, hast du wieder Geheimnisse vor uns?“
 
„Hajo ich erkläre dir alles genau wenn ich im Büro bin….wird aber noch dauern“
 
„Sage doch wenigstens was du recherchierst….Jan…..Jan…?“


„Na sowas“  murmelte Hajo als er nur noch „Tut…Tut“ hörte


 
„Na, kleiner Zwist….oder großer Ärger mit dem ungehorsamen Schwiegersohn…Papi Hajo“ witzelte Tom

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 05 Feb 2015, 20:18

„Wenn du  meinen Anordnungen genauso aufmerksam zuhören würdest, wie du Telefonate belauscht die dich nichts angehen
Aber damit du es genau weißt, Tom    Jan und ich haben keinen Zoff…weshalb auch
Du warst selbst dabei als wir uns gestern friedlich verabschiedeten“
 
 
 

„Jan du….ja aber wie siehst du denn aus…ist dir übel, schwindelig...hast du Herzrasen...oder..?
Mark macht leider gerade eine aufwendige Untersuchung....aber bevor du kollabierst......“
 
„Ich bin nicht krank, Karin…..aber ich muss trotzdem kurz mit Mark sprechen
Katrin,  mir ist klar, dass mein Benehmen unmöglich ist, doch es ist wichtig…wirklich sehr wichtig
Glaube mir bitte, ich muss…..“
 
„Ja, ja, ich habe auch Augen im Kopf Jan…setze dich mal in Marks Büro
Ich schicke ihn nach der Untersuchung sofort zu dir“
 
Jan hielt es nicht auf dem Stuhl, aufgeregt lief er hin und her
Die Minuten kamen ihm wie endlose Stunden vor
 
 
„Jan…um alles in der Welt was ist denn…..
J  a a a n!!!...Sprich doch was ist passiert…setzt dich hin….Ich gebe dir sofort eine Beruhigungsspritze“
 
„Mark, ist Leni krank? Ich will es sofort wissen, vergiss deine Schweigepflicht
Mir ist bekannt, dass du selbst dem Ehemann nicht alles sagen brauchst
Aber ich muss, verstehst du, ich muss wissen ob Leni krank ist?“
 
„Jan…..Jaaaaan, du machst mir Angst, was ist los mit dir
Wie kommst du nur darauf, dass Leni krank sei?“
 
„Ach so, entschuldige…du weißt ja nicht….ließ das hier dann verstehst du vielleicht“ streckte Jan Mark Lenis Brief entgegen
 
„Leni ist……Leni ist weg…..Sie hat euch….hat dich verlassen Jan und nur den Brief…“ plumpste Mark auf seinen Stuhl
 
„Mark verstehst du….das ist wie ein Blitzschlag von 10.000 Volt….stehe vor einem finsteren Loch
Krankheit, fiel mir plötzlich ein…Leni könnte schwer krank sich irgendwo verkriechen
Es gibt sonst keinen anderen Grund warum sie uns verlässt, gerade Dana….sie ist doch noch so klein“
 
„Oh ja, das ist sie…zu klein um ohne Mutter aufzuwachsen und viel zu klein um überhaupt irgendetwas zu verstehen
Den Brocken muss selbst ich erst mal verdauen…..aber Jan Leni ist nicht krank
Ehrlich, ich belüge dich nicht.

Ja korrekt, wenn die Frau es nicht will, bin ich gegenüber dem Ehemann zum Schweigen verpflichtet
Doch du bist mein Freund Jan, ich sage die Wahrheit: Es gibt keine Krankheit bei Leni
Vor kurzem habe ich ihr routinemäßig Blut abgenommen, alle Werte waren einwandfrei
Überweisungen zu Fachärzten musste ich nicht ausstellen, weil es absolut keinen Grund gab“
 
„Könnte der Gynäkologe….du weißt schon Mark…wegen Lenis Angst vor Brustkrebs“
 
„Ja, der Gedanke ist berechtigt Jan, wegen ihrer Mutter verliert Leni die Angst nie
Doch von dem Kollegen Dr. Kohl bekomme ich immer einen Bericht
Vor 2 Monaten hatte Leni dort ihre letzte Untersuchung und die Diagnose zeigte keine Veränderung
Mit anderen Worten, die  Brustuntersuchung ergab nicht den kleinsten Hinweis auf Krebs
Wie gesagt, da Leni sonst keine Krankheits- Symptome  hat, ist sie nach ärztlichem Ermessen kerngesund“
 
„Jan hast du zugehört….überhaupt verstanden was ich sagte?“ fragte Mark nach einigen Minuten da Jan keinen Ton von sich gab




„Ja...ja….keine Krankheits-Symptome….schon klar….kein Brustkrebs….ist schön….beruhigend
Aber weshalb verlässt uns Leni…..
Sorry, für den Überfall Mark….ich nahm gleich das Schlimmste an“
 
„Schon o.k. Jan….so hätte Jeder reagiert….nur!!!...Was machst du jetzt?
Sage mir wie ich dir helfen kann“
 
„Danke Mark, danke für deine Offenheit, aber ich muss weiter“ flitzte Jan zur Tür
 
„Jan, du brauchst ganz dringend ein Beruhigungsmittel….Jan…so warte doch“ aber die Tür fiel schon hinter dem Freund zu
 
„Verflixt Jan!!!!“
 
„Was ist denn nur geschehen. Ich habe Jan kaum erkannt, so elend sah er aus?“ fragte Marks Frau Katrin
 
„Leni hat Jan, hat die Familie verlassen“
 
„Wa.a.a.a.a.a.s??????“
 
Mark erzählte nun alles und meinte dann: „Ich muss mich, so oft es um meinen Freund kümmern
Wenn Leni nicht bald wieder auftaucht, bricht Jan in Kürze zusammen. Der  kann sich jetzt kaum noch auf den Beinen halten“
 
 
 
 

Hajo schaute mehr zufällig auf die Wanduhr in seinem Büro, aber Argusauge Tom bekam das mit.


Er rief durch die offene Tür: „Tja Hajo die Zeiger rasen und rasen unaufhaltsam  weiter
Jetzt schlagen deine Gedanken schon Purzelbäume wo Jan sich nur so lange herumtreibt
Überlegst du dir schon mit welchen disziplinarischen Maßnahmen du ihn bestrafst, wenn er endlich das Büro betritt“
 
„Falsch Tom, ich bin mit meinen Gedanken bei der Arbeit. Jan weiß schon was er tut“
 
„Also ich vermute ja unser Kollege sucht in neuen Praxen nach „Prof. Zins“ und gibt sich als "...Hilfloser Patient..." aus“
 
„Jan macht was?…..Was soll Jan?.....“Hilfloser Patient…was können wir uns denn darunter vorstellen?“ fragte Ina ziemlich perplex
 
„Danke Ina, du nimmst mir die Frage aus dem Mund. Also Tom, wir sind ganz Ohr“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 06 Feb 2015, 19:24

Tom startete seinen Auftritt, erklärte cool:
„Ist doch ganz einfach…………………….Hier am Schreibtisch finden wir Zins nie
Ergo……………….Klappert Jan Praxen ab, die er für verdächtig hält
Er „krümmt“ sich bei der hübschen Empfangsdame  vor Schmerzen und 1,2,3 liegt er auf der Untersuchungsliege. 
Mit seinem Indianerblick würde Jan, wenn er wirklich auf Zins Praxis stößt, den Verwandlungskünstler selbst nach einer Gesichts-OP erkennen
Allerdings…..seit Jans Anruf ist viel Zeit vergangen…..wenn der Hexen-Dr. ihm nun einen Drogenmix gespritzt hat, irrt unser Kollege vielleicht jetzt orientierungslos in der Stadt herum
Oder noch schlimmer, der Metzger hat sich sofort mit dem Skalpell auf den Schwerkranken gestürzt
Jetzt liegt Jan aufgeschlitzt da und blutet aus“
 
„T O M.!!!!!...Bist du von Sinnen. Ich verbiete dir je wieder einen Gruselfilm an zusehen“
 
Ina entsetzte sich: „Also jetzt frage ich mich ja auch Tom, wie Jan das mit  dir bescheuertem Kerl aushält
Armer Jan….das er mit so einem Partner noch nicht durchgedreht ist“
 
„Was habt ihr denn,  ich habe nur denkbare Theorien aufgestellt
Ein wenig blutrünstig….zugegeben….doch Zins ist nun mal ein Monster, das ist auch eure Meinung“
 
„Tom….Tom…..Tom“ stöhnte Hajo  “Komme ganz schnell wieder in die Realität
Jan betreibt keine James Bond Methoden und du weißt auch, dass er so etwas Unvernünftiges nicht macht
Zur Probe Praxen abklappern, wie viel Monate soll er denn bei den zahllosen  Ärzten der Stadt unterwegs sein
Richtig, Jan würde Zins auch dann erkennen, wenn der sich eine Faschingsmaske überstreift
Anscheinend gehst du nie zum Arzt, sonst würdest du wissen,  dass er immer die Helferin fragt wer der nächste Patient ist
Auch „Notfall-Patient“ Maybach muss seine Karte vorlegen. Also ich bin mir ganz sicher, dass Zins sofort flüchtet wenn er den Namen hört
Ein Verbrechen in der Praxis kann selbst ein Genie nicht vertuschen
Unmöglich einen mit Drogen betäubten hinauszuschaffen….und einen Aufge…Aufgesschli….bei  einem Toten würden die Angestellten selbst von dem Super-Prof. nichts von einem Bewusstlosen  vorschwindeln lassen
Ich fasse es nicht….Drogenmix….Skalpell….ausbluten….du stellst Jan wie den größten Oberdeppen hin
Mit „krankspielen“ hat er nichts am Hut, dafür hat er viel zu oft schwere Verwundungen abbekommen
Andererseits würde Jan schon 3 x die Handschellen klicken lassen, bevor Zins ihn überhaupt berührt“
 
„Gerade du Hajo musst doch Angst um Jan haben“
 
„Hajo bist du auch der Meinung, dass Tom sich sofort von Wolle untersuchen lassen sollte“
 
„Du redest Müll Ina. Ich kann dir einige Stellen aus Zins Akte zitieren, wo er ganz fiese Tricks anwendete“
 
„Schluss jetzt mit deinen Spinnereien Tom“ brüllte Hajo „Wenn Jan kommt, wird er etwas ganz logisches berichten
 
 
 

Jan wollte sich nochmal unter die Dusche stellen bevor er ins Büro fuhr
Er fühlte sich total verschwitzt und wusste auch ohne Spiegel das er total fix und alle aussah
Gerade schloss er die Wohnungstür auf, als hinter ihm eine Männerstimme keuchte:
„Maybach….Leni Maybach….die wohnt doch hier“
 
„Meine Frau….ja…ja die wohnt hier….aber momentan
Was wollen Sie denn von meiner Frau. Kann ich Ihnen helfen, Herr…?“
 
„Bruns, ich bin aber nur der Laufbursche vom Autohändler Rotter
Ich bringe die Kfz.-Schilder vom Auto Ihrer Frau,  die sie gestern vergessen hat
Als der  Kaufvertrag für Ihren Wagen unterschrieben war ist sie davon wie der Blitz
Mein Chef schimpft, dass wir auch noch die Schilder hinterhertragen müssen
Er ist sauer, weil er ein gutes Geschäft witterte….alt gegen neu…Sie verstehen?
Aber Ihre Frau hat Ihren Wagen nur verkauft und erklärt, durch einen Freund sei ihr ein günstiger Neuwagen in Dresden vermittelt worden
Rotter hat ganz schön doof geschaut obwohl er keinen Grund dazu hat
Der Mini-Cooper Ihrer Frau…..klein aber fein…ein beliebtes Model und Rotter verhandelt auch schon mit einem Kaufinteressenten
Ach so….die Schilder….Ihnen H. Maybach, dem Ehemann kann ich sie ja auch aushändigen“ drückte er Jan das Blech in die Hand




Jan stand noch lange vor der Tür und starrte auf die Schilder, er musste das Gehörte erst mal begreifen
Endlich in der Wohnung überlegte er, das Lenis verkauftes Auto irgendwie in das unerklärliche Rätsel ihrer Trennung  hineinpasste….aber wie und warum..?????
„Trennung“  allein bei dem schauerlichen Wort sackte Jan wie unter Zentnerlast zusammen
Gekrümmt wie ein alter Mann schleppte er sich ins Bad
Auch nach der Dusche und mit frischer Kleidung  fühlte er sich nicht besser
„Das Schlimmste habe ich noch vor mir…oh Hajo wie erkläre ich dir bloß alles“ startete Jan seufzend den Wagen
 


 
Als Jan das Teambüro betrat, hauchte er kaum wahrnehmbar „Hallo“ hervor und verschwand sofort in Hajos Büro
 
Ina wunderte sich: „Nanu, so eine knappe Begrüßung kennt man von Jan doch gar nicht“
 
„Meine Rede…..Jan ist speiübel von den vielen bitteren Pillen, die er für seine  erfundenen Krankheiten schlucken musste“
 
„Tom ich warne dich,  noch ein Wort von dem Quatsch und ich bestelle eine Zwangsjacke für dich“
 
 

„Jan,  du warst aber sehr lange im Außendienst. Jetzt will ich aber einen ausführlichen Bericht hören,  welch heiße Spur du ausgekochter Fuchs verfolgt hast“
 
 
„Hajo….Ha…jo ich muss dir…dir etwas sa..sagen. Aber bitte setze dich“ drückte Jan ihn auf den Sessel
 
„Jan…aber Jan….was ist denn nur passiert???...Du siehst schlimmer aus wie ein Gespenst
Hast du…hast du etwa ungewollt einen unschuldigen Passanten erschossen???…Jan rede doch!!!“
 
„Erschossen…..Passanten…???“ murmelte Jan verwirrt…
 
„J A A A N..!!!!!“
 
Jetzt zuckte Jan heftig zusammen, schoss heraus: „Leni hat uns verlassen, Hajo“
 
„Leni hat euch verlassen, ha, ha Jan…deine Scherze  waren auch schon mal origineller“
 
„Scher….Scherze…Hier bitte lies Hajo….aber bleibe sitzen“ drückte Jan ihm erst Lenis Brief in die Hand und presste ihm dann seine Hände fest auf die Schultern
 
 
Es dauerte……und dauerte
 
Im Zeitlupentempo hob Hajo den Kopf endlich hoch, drehte sich zu Jan
Aschfahl starrte er ihn mit weitaufgerissenen Augen an


Jan schluckte und schluckte, der Riesenklos in seiner Kehle ließ es nicht zu, dass er auch nur  einen Ton hervorbrachte
 
„Jan……aber Jan!!!!....Was ist das???….Verlasse euch???.....Warum bringt Leni so einen Quatsch zu Papier
Meine Tochter ist  doch nicht mehr ganz dicht!!!!!!
Wenn das ein Scherz sein soll kann ich wirklich nicht darüber lachen“
 
Jan wisperte tonlos: „Leider kein Scherz Hajo…bitterer…ganz bitterer Ernst
Leni hat all ihre Kleidung, Schuhe, usw. mitgenommen, ihr Handy allerdings dagelassen
Im Verlag gekündigt, sogar ihr Auto verkauft
………..Aber Hajo….ich gebe dir mein Wort….ich schwöre dir…bei uns ist nichts vorgefallen
Gestern Morgen  verabschiedeten wir uns noch zärtlich wie immer
Kein böses Wort, Vorwürfe, kein Streit, nicht mal eine kleine Meinungsverschiedenheit
So sehr ich mir auch den Kopf zermartere…..mir fällt nichts ein mit was ich Leni vertrieben habe“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 06 Feb 2015, 19:36

Hajo brüllte: „Still!!!…..Schweig Jan…sofort!!!....Ich will kein Wort mehr hören
Keine Schuldzuweisung mehr von dir und keine Selbstanklage
Mensch Jan, ich habe doch Augen im Kopf….kann lesen
Lenis Zeilen sind eine einzige Liebesbeteuerung an dich und genau das sagte sie auch immer wieder zu mir
Sie fühle sich  wunderbar als Mutter, aber auch als Ehefrau
Schwärmte von „ihrem lieben Jan, dem weltbesten zärtlichsten Ehemann“ das ich meinen Ohren manchmal nicht traute
Ich weiß doch, wie sehr ihr 2 euch zusammenraufen musstet, Leni ist nun mal ein sturer Bock wie ich
…..und du Jan…mit deiner Verschlossenheit machst du es auch nicht gerade einfach
Aber Leni strahlte schon lange vor Glück…..und jetzt das. Die ist bekloppt….durch geknallt
Wieso lässt sie plötzlich Dana im Stich….na und dich natürlich auch Jan…
Ach  was….das Weib hat ihre „5 Minuten“…..steht in Kürze wieder reuevoll auf der Matte“
 
 
Jan presste nur stumm die Lippen zusammen
 
……….„Du  hältst das für unwahrscheinlich Jan….glaubst das Leni dich wirklich verlassen  hat“
 
„Hajo…ich….ich….seit gestern weiß ich überhaupt nichts mehr“   
 
„Was fällt dir ein erst jetzt aufzutauchen Jan. Du hättest mich gestern sofort anrufen müssen!!!
 
„Bitte verstehe doch Hajo….es dauerte ewig bis ich einen klaren Gedanken fassen konnte
Dann musste ich mich um Dana kümmern, durfte mir nichts anmerken lassen
Schließlich fiel Benni aus allen Wolken….wir überlegten stundenlang
Mitten in der Nacht konnte ich dir doch telefonisch nicht so eine unfassbare Nachricht mitteilen“
 
„Natürlich konntest du Jan…..ich bin schließlich Polizist, rund um die Uhr auf schlimme Meldungen gefasst“
 
„Ach komm Hajo, es geht nicht um einen Einsatz sondern um die Familie
Ich kenne die emotionalen Schwachstellen für deine Tochter trotz deinem umgeschnallten Panzer sehr genau“
 
„Dir bleibt wohl gar nichts verborgen Jan“


„Hajo….ich konnte dir  nicht krass durch den Hörer schmettern: Leni hat uns verla..
Hatte Angst du bricht zu……“
 
„Ja, ja schon gut.
Du kommst erst jetzt Jan, weil du schon viel wegen Leni unternommen hast. Alles, alles will ich wissen“
 
Jan berichtete auch ausführlich, erzählte von allen Stellen, ließ kein Detail aus
 
 
 
Geduckt, mit großer Sonnenbrille, schlich Leni wie eine Verbrecherin durch den Supermarkt
Möglichst unauffällig bleiben, konnten ja schließlich unerwartet alte Bekannte auftauchen


Leni packte den Einkaufswagen voll mit vielen lange haltbaren Lebensmitteln, dachte:
„Die Vorratskammer ist sehr groß. Das erspart mir oft hierher in die Stadt zu fahren
Unter vielen Menschen habe ich ein beklemmendes Gefühl. Ich will allein sein, nur noch allein sein


Jetzt glaubte Leni die Kassiererin starre sie komisch an, würde gleich einen überflüssigen Kommentar von sich geben


Aber die Frau machte nur ihre Arbeit, kassierte ab, Leni verstaute alles schnell im Auto  und konnte gar nicht schnell genug  an ihr  Ziel kommen


Die idyllische Landschaft, die farbenprächtige Natur, den einmaligen Ausblick übersah sie völlig
Leni fehlte sogar die Kraft zum Auspacken
Sie fiel auf die Couch, nahm sofort die Bilder ihrer Liebsten in die Hand und weinte, weinte, weinte solange bis sie einschlief
 

 
 
„Warum…..warum verlässt Leni Hals über Kopf alles was ihr lieb und wert ist
Im Verlag ist nichts vorgefallen….zwischen euch….bei der ganzen Familie herrschte Harmonie pur
Krankheit….ja darauf hätte ich auch getippt. Sie hatte ja wahnsinnige Angst vor jeder Brustkontrolle
Aber du sagst ja Jan……“
 
 „Mark hätte mir bestimmt gesagt, wenn es eine schlimme Diagnose von Leni gibt
Dafür sind wir viel zu lange und viel zu gute Freunde
Mark ist zwar kein Facharzt, aber er bekommt doch von allen Kollegen Berichte“
 
„Meine Tochter…..Mensch Jan…ich kapier es nicht….begreife es nicht…..das geht einfach nicht in meinen Schädel
Das ist ein Riesenschlag für mich……aber du Jan…was willst du denn jetzt machen…und Dana...???"

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 07 Feb 2015, 21:08

„Da…Dana..“ stammelte Hajo noch immer völlig geschockt
„…Sie..sie fragt, merkt doch……Oh meine Güte Jan…..an dir hängt jetzt alles
Du kannst doch nicht…………..du bist doch schon nach den paar Stunden ein Wrack“
 
„Hajo….ich….ich weiß selbst nicht…..kann dir nichts sa…sagen…deine Fragen nicht beantworten
Erklärungen an Dana….weiß auch nicht….Aber fehlen….nein fehlen wird es meinem Schatz an nichts
Meinen Urlaub….Hajo es geht doch klar, dass ich meinem Gesamturlaub nehme…und beurlauben….
Beurlauben kann ich mich doch auf unbestimmte Zeit lassen….Wenn dem Chef das nicht passt…
Dann….dann kündige ich“
 
„Jan….Jan tritt mal auf die Bremse……Vielleicht erwartet Leni dich schon Zuhause…..“
 
Hajo zuckte bei Jans verzweifeltem Blick heftig zusammen
 
„Jetzt drehe mir schon den Hals rum, Jan….aber….aber Leni ist nun mal mein einziges Kind“
 
„Nach der du dich genauso sehnst wie ich mich nach meiner Frau, der Goldschatz nach seiner Mami…na und Benni…..zwischen ihm und Leni passte es einfach“
 
„Aber Leni erscheint trotzdem nicht auf Knopfdruck, Jan“
 
„Deshalb suche ich ja auch nach ihr und wenn es mich Jahre meines Lebens kostet“
 
„Jan, wir sind beide aufgeregt, fassungslos, entsetzt….stehen noch unter Schock
Ich muss das erst mal begreifen….du aber auch Jan….Allerdings müsstest du wissen Jan…..
Eine Suche nach Leni ist völlig zwecklos…..du hast keinen Anhaltspunkt…nicht mal eine Ahnung
Ich wünsche mir nichts mehr als Leni wieder an meine Vaterbrust zu drücken
Trotzdem lasse ich nicht zu, dass du wer weiß wo herum hetzt Jan…und weiter ziehst…und weiter“
 
„Hajo, wie oft liefen wir schon unendlich einem Täter hinterher…..erfolgslos
Aber plötzlich….wenn wir gar nicht mehr dran glaubten….fassten wir den Typ
Ich werde meine Frau nicht wie eine Verbrecherin jagen
Doch solange setze ich mich schon beruflich dafür ein, Fälle aufzuklären…da soll ich in eigener Sache..
Völlig unmöglich dann bei einer Privatangelegenheit einfach die Füße still zu halten
„Nicht aufgeben“ ist die Devise von uns Polizisten
Was dienstlich gilt wende ich jetzt privat an: „Nicht aufgeben“ als Ehemann, Vater… und…und…
Hajo verstehe doch…..wenn Leni es mit der Trennung, warum auch immer, ernst meint
Ich will, ich muss aus ihrem Mund den Grund hören….mehr verlange ich gar nicht
Zur Rückkehr zwinge ich sie nicht…..auch wenn ich keinen Schimmer habe wie es weiter gehen soll
Aber ich verlange eine persönliche Erklärung von ihr….das ist sie mir einfach schuldig“
 
„Jan ich würde am liebsten unzählige Detektive losschicken…..was rede ich denn da
Man denkt immer auf alles vorbereitet zu sein….aber das….Wegen meiner Tochter trifft mich noch der Schlag“
 
„Hajo, du wirst noch gebraucht….außerdem besteht noch alle Hoffnung, dass Leni schnell zurückkehrt
Trotzdem will ich jetzt keine Zeit mehr verlieren“
 
„Jan, ich kenne dich…..selbst wenn es um Leni geht, stocherst du nicht einfach ziellos herum
Ich helfe dir selbstverständlich wie und wo ich nur kann…unterstütze dich…kümmere mich um Dana, hüte eure Wohnung………ich Ich...vermisse Leni doch auch jetzt schon
Komm Schwiegersohn, es betrifft uns beide, nein die ganze  Familie…du hast doch einen „Suchplan?“
 
„Nichts großartiges Hajo…Zuerst fühle ich in der Umgebung allem und jedem auf den Zahn
Ulf, der Redakteur, stellt eine Liste zusammen von den auswärtigen Stellen wo Leni vor  Danas Geburt sich für eine Reportage länger aufhielt
Na ja und es gibt ja auch noch einige Orte bzw. Urlaubsziele, die so schön waren, dass wir gar nicht mehr weg wollten
Heißt doch….Wer gar nicht mehr weiß wohin, kehrt dahin zurück wo er glücklich war
Ach….Gefühlsduselei hilft jetzt auch nicht weiter, ich sollte besser…..“
 
„Du musst deine Emotionen nicht unterdrücken, Jan….
Komm, lass mich Details von deinen Vorhaben wissen“
 
 
 
„Das habe ich gerne….uns sagt Hajo wenn Jan später kommt, steckt er in wichtigen Ermittlungen
Aber kaum erscheint der Kumpel….schau  dir das mal an, Ina
Der Chef platzt gleich vor Wut, schreit, gebärdet sich….wir sollten Jan zu Hilfe eilen
Sowie Hajo tobt springt er unserem Kollegen gleich an die Gurgel“
 
„Pst Tom, sei doch mal still….da drin  geht es um ganz etwas anderes…Hörst du das nicht
Lenis Name fällt so oft….mir ist…ja sprechen oft Trennung…arme Dana…Suche…Zentnerlast für Jan..
Verlassen….jetzt ganz allein
Kowalski, mir schwant Furchtbares…..Demnach hat Leni die Familie verlassen“
 
„Weibergeschwätz…das ihr aus allem gleich ein Drama machen müsst
Alles Quatsch, Leni und Jan führen  eine Bilderbuchehe, Leni verwöhnt Dana nach Strich und Faden
Jan ist ein Superpapi, Mustergatte, selbst Benni schwärmt in den höchsten Tönen von seinem klasse Vater-Kumpel“
 
„Wenn du mal die Klappe halten würdest Tom und lieber genau hinsiehst
Hajo geht Jan nicht an die Kehle….er umarmt ihn
So eine Umarmung erlebte habe ich noch nie…er nimmt Jan in die Arme…mir scheint er tröstet ihn
Schau hin, Jan weint…ja er weint tatsächlich und Hajo stehen auch Tränen in den  Augen
Emotionen bei Hajo erlebt man selten...und Jan, die beiden sehen aus als brechen sie gleich zusammen
Das ist keine Einbildung Tom
Jede Geste der 2, in Hajos und Jans Gesicht steht blankes Entsetzen, Verzweiflung, Fassungslosigkeit
Wenn Schwiegervater und –Sohn so reagieren kann es nur um Leni gehen“
 
„Meinst du wirklich Ina….Na ja, von Jan wissen wir ja das er ein sentimentaler Hund ist….aber Hajo
Ach wer weiß, die 2 regen sich wieder mal über Banalitäten auf
Wenn Jan rauskommt, muss ich nur 1 Satz zum Fall sagen und schon fährt er wieder die KOK-Schiene“
 
„Das ist keine gute Idee, Tom….diesmal könntest du dir den Mund verbrennen“
 
 
 
„Du würdest Leni auch am Ende der Welt suchen Jan….du liebst sie sehr“
„Hajo bitte, ich…ich kann nicht…über Gefühle möchte ich jetzt nicht sprechen
Aber du liebst deine einzige Tochter auch über alles, willst Leni doch auch wieder in die Arme schließen“
 
„Kennst mich doch Jan, harte Schale….aber wenn es um mein Kind geht
Doch ich verbiete dir das alleine durchzustehen….die Sorgen….Dana…Suche nach Leni
In der Verzweiflung ist die Verantwortung für dich, für einen alleine viel zu groß
Jan ich unterstütze dich wo immer es geht“
 
„Danke Hajo………tja jetzt muss ich bei Ina und Tom wohl Farbe bekennen
Ein Geständnis ablegen vom unausstehlichen Ekel, der seine Frau vergrault hat“
 
„ J a a a a a n..!!!!!...so was will ich aus deinem Mund nie wieder hören”
 
 


Sofort als er aus der Tür trat schmetterte Tom los: „Jan während du dir ein paar schöne Stunden gemacht hast, brachte dein Freund Luca schon die Drähte mit Infos zum Glühen“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 07 Feb 2015, 21:19

„Tom bitte, jetzt nicht. Neuigkeiten sind für Jan momentan uninteressant“
 
Jan murmelte: „Wir ermitteln ja gerade wegen dem grausamen Mord…fahnden nach Zins
Habe ich  völlig vergessen. Da kann ich ja nicht mitten drin ausstei…..“
 
„Schweig Jan….du streichst sofort den Mord….. Zins…..Ermittlungen, etc. aus deinem Kopf“
 
„Hajo jetzt will der dumme Kowalski aber ganz schnell Klarheit
Du ziehst Jan von dem Fall doch nicht grundlos ab….Hat er eine Order von ganz oben bekommen
Will der Polizeipräsident Jan als seinen persönlichen Leibwächter einsetzen“
 
„Rede keinen Mist Tom, hört zu
Ina, Tom, für unbestimmte Zeit ist Jan ab sofort von seiner Arbeit  freigestellt, er wird vorerst nicht mehr ermitteln……
Noch Fragen???
 
Tom ereiferte sich: „Noch Fragen?...Soll das ein Witz sein, Hajo….?
Jan legt mal plötzlich eine Pause ein……und du stellst das als ganz normale Sache hin
Also nee Hajo so nicht…..Klartext….ich will wissen was los ist?“
 
„Wie redest du denn mit mir, Tom….?“  
 
„Die Erklärungen schulde ich euch, KolIegen“ wisperte Jan
„Ich habe mich beurlauben lassen….weil….weil meine Frau…Sie hat uns….
Also Leni hat mich….hat uns plötzlich ver…..verlassen….Sie zu suchen steht jetzt an……“
 
„Waaaaaaaaaas???...Einfach so….aber Dana….sie ist doch noch so klein“
 
„Hängt der Haussegen bei Maybachs so schief, das Leni nur die Flucht als Ausweg sah
Mensch Kumpel dass hätte ich dir gar nicht zugetraut, dachte immer du kannst kein Wässerchen trüben, Jan“
 
„Halt dein Schandmaul Tom, du attackierst Jan völlig zu Unrecht“
 
„Na wenn er auch dasteht wie der größte Sündenbock. Der Schuldige schweigt meistens und Jan hat noch keinen Ton gesagt“
 
„Ich verbiete dir Jan anzuprangern, Tom
Lenis Abschiedsbrief geht euch nichts an, es muss genügen, dass ich Jan in Schutz nehme
Jawohl richtig gehört meine Wut zielt auf meine eigene Tochter
Bis zuletzt beteuerte Leni mir und natürlich auch Jan die glücklichste Frau und Mutter
Dafür kommt Jan dann gestern in eine leere Wohnung,  findet die treuesten Liebesschwüre von Leni

und gleichzeitig, dass sie sich von ihm und der Familie trennt“
 
„Ja aber Dana Jan, ich bin doch selbst Mutter…Leni muss irgendwie ver….verwirrt sein
Du kannst….kannst nicht sprechen, Jan…bringst nichts heraus…..“
 
„Leni könnte,….sie könnte sich schon wieder entwirrt haben…“ hauchte Jan
„Meine….. schon wieder zurück sein….Der berühmte Strohhalm an den man sich klammert
Aber sonst Ina…..ich spiele euch nicht den großen Schweiger vor…..ich habe keine…
Nicht die winzigsten Erklärung“
 
„Der Abschiedsbrief meiner Tochter ist zwar sehr lang,  aber gleichzeitig wie ein Buch mit 7 Siegeln
Ihre Trennung ist ein….ein Rätsel….ein Riesenrätsel
Jan hat schon überall dort nachgeforscht, wo sich evtl. Gründe für Lenis Entscheidung aufgetan hätten“ nannte Hajo alle Stellen von Jan
 
„Kündigung, keine Krankheit, Autoverkauf……es scheint fast als verwische Leni absichtlich alle Spuren“ flüsterte Ina
 
„Ja so scheint es……doch Jan will trotzdem nach Leni suchen
Jetzt müsste dir seine Auszeit einleuchten  Tom und ich…..Jedenfalls bekommt er meine volle Unterstützung
Wundert euch also nicht, wenn mein Büro nun manchmal leer steht“
 
„Jan….sorry, will mich nicht in deine Privatsphäre mischen.
Aber Leni suchen…..eine Suche ins Ungewisse…ohne zu wissen wie lange
Du trägst momentan alle Verantwortung, für Dana…die ganze Familie
Jan diese Aufreibung erträgst du nicht lange, die psychische Belastung zerquetscht dich“
 
„Sicher, die Gefahr ist groß Ina……aber ich kann nicht Däumchen drehen….ich muss das tun
Mein Antriebsmotor sitzt hier drin“ legte Jan die Hand auf die Brust
 
„Schon unheimlich, als wir ein Team wurden galt all deine Sorge dem noch so kleinen Benni
Für ihn hast du dich abgehetzt, jede freie Minute mit ihm verbracht“
 
„Hut ab vor deinem Gedächtnis Ina. Tja…mir ist auch als stecke ich gerade in einem Wiederholungsspiel
Nur damals musste ich wegen Anjas Drogen so handeln…..Jetzt bei Leni….
Denke immer noch ein schrecklicher Horrortraum läuft ab aus dem ich gleich erwache“
 
 


„Ich will euch wegen der Freigabe von Fr. Dohrs Leichnam informieren“ platzte Sabine da herein
 
„Bitte jetzt nicht Sabine, ich komme später zu dir“
 
„Das ist eine Premiere  Hajo…..und du wirfst mich hinaus???“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 08 Feb 2015, 20:01

„Ich erkläre es dir, erkläre dir alles Sabine….aber später“ schob Hajo sie sanft zur Tür hinaus
 
Draußen schüttelte Sabine den Kopf. Doch in den wenigen Sekunden waren ihr die entsetzen Gesichter geradezu ins Auge gesprungen 
Fr. Prof. „spürte“ mit ihrem Feingefühl sofort, dass sich beim Team ein Drama abspielte, was nichts mit einem Fall zu tun hatte
„Oh weia, was immer es sein mag, ich wünsche euch von Herzen, dass ihr das riesige Problem bewältigen könnt“ ging sie seufzend zum Ausgang   
 
 
Zögernd kam Ina jetzt auf Jan zu: „Ach Jan, es tut mir so leid, möchte am liebsten losheulen
Komm lass dich umarmen“ umschlang sie Jan ganz fest
„Was du jetzt durchmachst Jan, ehrlich….es tut mir von Herzen leid“
 
Völlig steif stand Jan nur da…er wusste gar nicht wie ihm geschah….kapierte nichts mehr
So hatte er Ina noch nie erlebt….schaute….starrte sie nur  mit immer größeren Augen an
 
„Ich kann dir leider nicht sagen wo Leni ist, Jan…aber ich helfe dir wo immer es geht
 
Jan fielen fast die Augen aus dem Kopf: „Helfen….habe ich richtig verstanden Ina…..
Du bietest mir deine Hilfe an???“
 
„Du denkst ich lüge Jan….glaubst ich bin dein Feind???“
 
„Sorry Ina…..will dich nicht beleidigen….aber es ist doch einiges vorgefal…..“
 
„Ja, ich leistete mir eine Menge mit dir Jan, habe oft über das Ziel hinausgeschossen
Die Wahrheit muss auf den Tisch, aber eigentlich habe ich gleich deutlich gemacht, wie ungerecht ich es fand, dass Hajo  dich sofort zu seinem Stellvertreter machte und nicht mich
Empfand das als frauenfeindlich, mich diskriminiert, also gab ich oft zu  viel Gas um mein Können euch Männern zu beweisen
Ich lauerte immer darauf, dass Hajo es sich überlegt und mir die Stellvertreterin überlässt
Ziemlich albern dich zu bekämpfen Jan obwohl du auf Hajos Entscheidungen keinen Einfluss hattest
Ach ich weiß doch auch nicht….mein Ehrgeiz ist wie ein Geschwür das wuchert….und wuchert und ich kann nichts dagegen tun
Das Labor….als ich das Labor bekam….ja….ich  fühlte mich wie mit einem Oscar geehrt
Dabei hättest du Jan meine „neue Karriere“ schnell beenden, mir gewaltig eine reinwürgen können“
 
„Ich…ich….aber wieso denn ich?“
 
„Kaum eingeweiht, wurde bald in deiner Sache untersucht
Damals als gegen dich ermittelt wurde. Du sagtest es selbst einmal, Jan
Wenn ein Kollege verdächtigt wird, müssen die eigenen Kollegen sich heraushalten
Sicher, wir versuchten den Mord an Nora aufzuklären…das und nur das durfte uns interesssieren 
Doch als du die rätselhaften tödlichen Schüsse abgeben musstest, Jan, hätten wir alles Weitere unparteiischen Kollegen überlassen müssen
Nicht mal die winzigste Faser deiner Kleidung durfte unter meinem Mikroskop landen, geschweige nach Spuren an dir, deinen Händen oder unter deinen Fingernägeln suchen
Erst recht nicht Lianes Nachbarn befragen und die Stalking-Vorwürfe laut ausposaunen
Wir machten es trotzdem Jan, missachteten unsere strengen Vorschriften
Wegen der schnellen U-Haft warst du wohl zu keinem klaren Gedanken mehr fähig
Doch du hättest den ganzen Prozess platzen lassen können, eben weil regelwidrig beschaffte Beweise vorlagen
Weitere U-Haft wäre dir nicht erspart geblieben, Jan
Doch bis eine 2. Verhandlung anberaumt wird, dauert es lange
Irgendwie bin ich mir sicher, dass deine  Unschuld bis dahin längst erwiesen war
Aber es kam tragischer weise anders, du wurdest sofort verurteilt
Jan du musst mir glauben…..das wollte ich nie….versuchte meine Aussage für dich positiv zu formulieren 
Ich hätte nie eine Falschaussage gegen dich gemacht….ich integrierte nicht mit Alex, meine Dr. Binz, gegen dich
Ja ich gebe zu, die Kooperation mit Alex bringt viele Vorteile
Aber das ist jetzt und heute Jan, damals sah ich nicht mehr wie einen scharfen Staatsanwalt in ihm, den ich erwürgen wollte, weil er alles dran setzte dich in die Zelle zu sperren
Bitte glaube mir das Jan….ich schwöre dir….“
 
„Ina…bitte jetzt nicht…. Die entsetzliche Erinnerung an das Gefängnis ist bei mir noch gegenwärtig und wird es wohl auch immer bleiben
Doch das mit Leni schmerzt jetzt so sehr…..kann ich gar nicht beschreiben“
 
„Wenn du deinen Gefühlen nur 1 x freien Lauf lassen würdest, Jan
Dir stehen die Tränen doch in den Augen, lass sie raus
Weine Jan, du musst dich vor uns nicht schämen, weine…weine…Tränen erleichtern“ nahm Ina ihn in den Arm
 
Jan senkte den Kopf nach unten, drehte sein Gesicht weg, er schämte sich der vielen Tränen, die er jetzt nicht mehr zurück halten konnte
 
Es dauerte, dann löste er sich aus Inas Armen, schaute sie an….fragend, irritiert, skeptisch….
Er forschte geradezu in ihrem Gesicht und seine Mine wirkte wie ein riesiges, argwöhnisches  ?
 
„Was hast du Jan?“
 
„Ich….ich….ehrlich gesagt….Ich kapiere überhaupt nichts mehr, Ina…..dich nicht…..
Deine blitzschnelle Wandlung nicht….Verständnis….Hilfe….Trost….Das bist doch nicht du, Ina?“
 
„Jan, ich schwöre dir, nach Scherzen steht mir  jetzt nicht der Sinn
Deine Zweifel in mich sind berechtigt, ich benutzte dich zu oft als Zielscheibe
Aber jetzt…..Jan jetzt geht es nicht um Positionsgerangel…Besserwisserei…Macht
Nenne es Waffenstillstand…..zeitliches Friedensangebot…..wir wetteifern nicht wegen einem Fall
Jetzt geht es um dich, Jan bzw. um das Wohlbefinden von Dana, die Zukunft deiner Familie
Das ist eine tragische Privatsache und ob du es glaubst oder nicht, da ticken meine Gefühle ganz anders
Du kannst dieses Drama nicht alleine bewältigen Jan,  also kümmere ich mich so oft es geht um Dana
Sie kann auch zu uns kommen, Paul wird ganz happy sein…..ich sorge auch für den Haushalt
Na und zu Benni habe ich eigentlich auch einen ganz guten Draht“
 
„I….Ina….a….aber Ina….das geht doch ni….“
 
„Das geht Jan, lass mich nur mal machen…..Ich meine es ernst…sehr ernst und herzlich
Deine Zweifel sind verständlich, weil ich….ich bisher mächtig die Peitsche gegen dich schwang
Doch das jetzt Jan….hier geht es um eine verzweifelte Ausnahmesituation….um Dana..
Ein Kind…Emotionen…Gefühle….und auch wenn es lange nicht so aussah….Gefühle habe auch ich noch
Besonders wenn es um Familie und Ehe geht……Jan es wird bestimmt wieder alles gut
Es muss wieder alles gut werden…………wenn alles wieder im Lot ist….tja dann
Dann...dann grabe ich wohl wieder die Messlatte aus….wird mein Ehrgeiz  wieder mit deinen Erfolgen wetteifern
Bis es soweit ist sehe eine Vertraute….eine Freundin in mir…..bitte Jan, nimm meine Hilfe an“
 
„Ina….Ina ich weiß….weiß gar nicht was ich sagen soll“
 
„Nichts Jan, nichts sollst du sagen, deine Verzweiflung, deine Tränen tun mir nämlich sehr weh
Unternimm wegen Leni das was du vorhast, Dana, deiner Familie wird es an nichts fehlen
Das verspreche ich dir“ nahm Ina Jan noch mal in den Arm
 
All das hatte Jan nicht erwartet, am allerwenigstens von Ina
„Danke….vielen Dank“ konnte er nur kaum hörbar hauchen
 
 
„Jan, na ja als Babysitter bin ich ja leider eine Niete. Aber sonst unterstütze ich dich mit allen Mitteln
Inzwischen fassen wir Zins, jede Wette….dein alter Freund Luca unterstützt uns ja tatkräftig
Inzwischen verstehe ich ihn sogar…trotz seiner Fremdsprache….äh meine den unmöglichen Kölner Dialekt“
 
Jan verzog nur die Lippen, nach Lachen stand ihm jetzt überhaupt nicht der Sinn
 
„Danke Tom, ich komme ggf. auf dein Angebot zurück
Tja dann…..verabschiede ich mich erst mal“ krächzte er gerade noch heiser hervor und flitzte hinaus
 
 
 
„Puh….so verzweifelt kenne ich Jan ja gar nicht und Tränen….Tränen habe ich noch nie bei ihm gesehen“
 
„Dir würde es auch gut stehen ab und an mal Gefühle zu zeigen, Kowalski, anstatt immer nur Rambo zu geben“
 
„Eure Zankereien bringe mich ganz aus dem Konzept. Ich muss schnell bei den Kollegen eine Vermisstenanzeige aufgeben“
 
„Hajo….Hajo…..jetzt mal ganz langsam. Leni ist eine volljährige, längst erwachsene Frau
Mutter…Ehefrau noch dazu. Sie ist aus freien Stücken weggegangen. Du hast ihren Abschiedsbrief mit eigenen Augen gelesen.
Bei deinem Vorhaben bekommen die Kollegen vor Erstaunen den Mund nicht mehr zu
Die Kollegen werden keinen Finger rühren, weil Leni nicht in Gefahr ist, nicht entführt wurde“
 
„Last mich nur mal machen, wenn man solange Polizist ist kann man vieles unmögliche möglich machen“
 
Kopfschüttelnd schaute Ina und Tom ihrem aus dem Büro eilenden Chef nach
 
 
 
 

Als Leni aus ihrem Schlummer erwachte, erschreckte sie sich an der ungewohnten Umgebung
Verwirrt schaute sie sich um, brauchte lange bis ihr alles wieder einfiel
Sofort kam alles wieder hoch: Verzweiflung, Sehnsucht, ihr Herz brannte, so sehr vermisste sie ihre Lieben
Leni wollte jetzt alles herrichten, endlich auspacken, die Lebensmittel und auch ihre Koffer
Doch sie schaffte es nicht mal sich von der Couch zu erheben. Müde, schlapp, ausgebrannt fiel sie wieder zurück, schluchzte: „Warum….warum gerade jetzt am Zenit unserer Liebe….unseres Glücks
Ich hatte alles was sich eine Frau nur wünschen kann….Jan, meinen Mann, der mich grenzenlos liebt. So wie ich bin….ohne wenn und aber….gerade das aber explodiert oft bei mir….aber Jan….
Sein verständnisvolles Lächeln ist wie ein Ruhecocktail
Dana......Dana, du lieber kleiner Schatz.....

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 09 Feb 2015, 21:13

Leni schluchzte – strich wieder über Danas Bild: „Mein…unser kleiner Schatz Dana, seit du da bist scheint immer die Sonne bei uns…und jetzt das….!!!!!!
Warum schlägt das Schicksal gerade jetzt so grausam zu….du bist doch noch so klein mein Goldstück
Aber ich hätte es wissen müssen, darauf vorbereitet sein,  ich bin schließlich kein Einzelfall
Nur Jan….Dana….so sehr ich euch auch liebe…..ihr dürft von alle dem nichts mitbekommen
Unfassbar….doch wir sehen uns nie…niemals wieder.
Es ist feige…grausam sich einfach davon zu machen…..vor allem für meinen lieben Jan
Du musst stark sein Liebster, du schaffst das…irgendwie…irgendwann überwindest du die Verzweiflung
Du bist Dana ein guter Vater….und Mutter….Eltern in einer Person…es wird ihr an nichts fehlen
Auch wenn du mich ewig haßt Jan, ich kann dir die Trennung nicht erklären
Ich muss…muss im  Verborgenen schweigen, der schreckliche Grund wird immer mein Geheimnis bleiben“
 
 
Nach vielen Unternehmungen holte Jan Dana von der Kita ab und fuhr sofort nach Hause
 
„Auch ohne Worte sehe ich dir an Papa, dass du nichts über Leni erfahren hast“
 
„Ach Großer, ich bin gar nicht richtig bei mir.
Als ich die Tür aufschloss bildete ich mir schon ein Leni steht im Flur…
J A N!!!…. jetzt ist aber Schluss mit den Halluzinationen


Deine Vermutungen treffen zu, Junge. Ich habe an vielen Stellen und bei  unzähligen Bekannten nachgefragt
Überall nur Entsetzen, Fassungslosigkeit und großes Mitleid
Ich wurde von Mitleid geradezu erdrückt, kam mir wie ein Schwerkranker vor, zuletzt verabschiedete ich mich schon entsetzt wieder an der Treppe“
 
„So fest glaubst du doch auch nicht daran,  dass Leni  noch in Leipzig ist, Papa
Ich meine….weil du gestern von auswärtiger Suche gesprochen hast
Falls  du die Pläne noch immer verwirklichen willst, erzählst du mir Details oder darf ich danach nicht fragen“
 
„He Großer, ich dachte du hast bemerkt, dass du für mich ein Kumpel, Freund, mein Verbündeter bist
Einerseits möchte ich die Suche nach Leni ganz schnell starten…..anderseits….nein es geht nicht….
Ich kann dir nicht so  viel Belastung zumuten“
 
„Du redest Unsinn Papa und das weißt du auch. Wir sind bestens organisiert
An meiner kleinen Schwester hänge ich sehr, Dora würde auch alles für sie tun, ihre Eltern ebenfalls
Unsere Nachbarin, bzw. Freundin  Karin und viele andere Freunde helfen mit.
Du sagst sogar Ina will uns unterstützen“
 
„Richtig, begreifen kann ich Inas plötzlichen Umschwung immer noch nicht…trotzdem will ich ihre
ehrlichen Gefühle nicht anzweifeln“
 
„Siehst du Papa…ich bin Danas größter und fürsorglichster Schutzpatron und mit so viel Helfern……
Themenwechsel….berichte mir jetzt bitte von deinem 1. Schritt“
 
Jan erzählte Benni alles ausführlich, erschrak dann heftig weil Dana plötzlich an seinem Arm zog
„Papi…Papi……Mami……wann kommt Mami zu Dana“ zerrte sie wieder und wieder am Arm des Papas
 
Jan setzt sie auf seinen Schoß: „Ach Goldschatz…..wie soll ich dir das erklären…?“ wisperte er
„Der Papa…..der Papa weiß nicht wann die Mami wiederkommt
Doch ich suche die Mama….dafür muss ich aber auch kurz wegfahren“
 
„Mami kommt nicht wieder……Papi auch weg von Dana“ schluchzte die Kleine
 
„Nur kurz mein Schatz…nur ganz kurz….der Papa kommt bestimmt schnell wieder zu seinem Sonnenschein“ drückte Jan die Kleine schnell an sich, sie durfte die Tränen nicht sehen, die er jetzt nicht mehr zurückhalten konnte
„Ich weiß mein Goldstück….das ist alles zu viel für dein kleines Kinderherzchen….aber ich will…
Ich sehne mich doch auch danach, dass wir schnell wieder eine glückliche Familie sind“
 
Dana löste sich schnell aus den Armen des Papas, schaute ihn ganz vorwurfsvoll an
 
„Na komm mein Schatz, ich singe dir noch ein ganz schönes und langes Schlaflied vor“ brachte er Dana dann zu Bett
 
 




Hajo regte sich später auf: „Nach Frankreich….du willst nach Frankreich fahren Jan?
Was soll das? Jetzt mal langsam…sei nicht so unvernünftig….Frankreich…du handelst völlig irrational“
 
„Wahrscheinlich hast du recht Hajo…..Doch ich bin….bin überzeugt, dass uns Leni verlassen hat weil sie….sie…na aus irgendeiner…..keine Ahnung welcher….Verzweiflung heraus….Ja…Verzweiflung!!!!
Hajo, denke doch mal wie sehr Leni an Dana hängt…..Es kann nur Verzweiflung sein, gerade dann
Ich meine, wer so durchhängt möchte sich oft an besonders schönen Orten wieder aufbauen
Ich beginne mit der Suche in Frankreich, weil wir in diesem Hotel schon 3 traumhafte Urlaube verbrachten
Leni hat jeden Tag nur gestrahlt, der Abschied fiel ihr immer sehr schwer“
 
„O.k., o.k. Jan…schon kapiert…du lässt dich von deinen Gefühlen leiten
Oft hattest du damit schon Erfolg…..ich werde dir nicht mehr reinreden
Aber du meldest dich….darauf bestehe ich“
 

 
 
 
 
„Der Terminkalender ist voll Ingo, im Wartezimmer kein Stuhl mehr frei
Ich ängstige mich immer noch aus dem Traum zu erwachen….das hier  ist die reinste Goldgrube“
 
„Kein Traum Bodo….Realität und das Beste daran….Ich, sorry wir sind die eigenen Chefs
Können schalten und walten wie wir wollen, keine Professoren mehr die wegen kleinen Fehlern einen Riesenaufstand machen, nicht eine Arzthelferin die alles austratscht
Lange bevor wir alt und grau sind haben wir beide unsere Villa im Süden“
 
„Mir kommt es nur komisch vor Ingo, dass es ausgerechnet in Ostdeutschland so viele Kranke gibt“
 
„Unzählige Neugierige trifft es besser, Bodo
Es gibt erst wenige Medical-Center wie  dieses, also wollen die „Patienten“ sich auch überzeugen ob sie hier wirklich geheilt werden

Bei den Kollegen, in allen Praxen des Hauses läuft es bestimmt ebenso

Damit in unserer Praxis auch ordentlich die Kasse klingelt, behandele ich die vielen „Schwerkranken“ sehr lange und bestelle sie möglichst oft wieder zu Kontrolluntersuchungen. Die „Patienten“ fühlen sich doch schon besser, wenn ich mir nur die Zunge zeigen lasse. Abgerechnet werden natürlich kostspielige Behandlungen mit unseren hochwertigen Geräten
Die Rechnungsstelle  wird nie hinter den Schwindel kommen
Wenn es so weiter geht, sind wir bald so reich, das unser wohlverdienter Ruhestand in greifbare Nähe rückt“
 
„Etwas besseres als dich zum Partner zu haben konnte  mir  gar nicht passieren, Ingo..du schlauer Fuchs
 
„Ach da fällt mir ein, Fr. Maybach kommt nicht mehr zu Behandlung
Sie ist die einzige Patientin die nur einen Termin hatte….ob sie unzufrieden mit dir ist?“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 13 Feb 2015, 22:08

„Unsinn Bode, mit mir charmanten, gekrönten Elite-Kapazität ist Niemand unzufrieden
Bei Fr. Maybach verhält es sich anders. Sie ist eben klug genug zu wissen, wenn weitere Behandlungen zwecklos sind“
 
„Wie bitte….was soll denn das heißen Ingo, von der Heilung bei dir großem Genie sind doch alle überzeugt“
 
„Fr. Maybachs Leiden diagnostizierte ich so krass, um bewusst weitere Behandlungen ausschließen
Aber darüber musst du dir nicht den Kopf zerbrechen, Bodo.
Welcher Patient kommt als nächstes dran?“
 

 
 
Schon auf der Anfahrtsstraße die in die kleine französische Stadt mit dem romantischen Urlaubshotel führte, galt 50 km/h Höchstgeschwindigkeit
Jan dachte gerade wie schön Leni und er diese Vorstadt Naturoase fanden und schon standen wieder Tränen in seinen Augen
 
Plötzlich stoppte er abrupt…………..starrte einen Moment verwirrt vor sich hin……..
………….dann setzte er langsam einige Meter zurück
 
„Keiner da der mich zwickt?………………...Das ist doch….!!!
Nein, nein…das glaube ich jetzt nicht…???.....….Irrtum ausgeschlossen…..Er ist es!!!...Das ist wirklich…!!!
 
Jan parkte genau vor einem idyllischen…fast schon verspielten Waldlokal, was er ziemlich auffällig fixierte
Nicht nur das Lokal, er konnte auch die Speise- und Getränkekarte am Zaun genau studieren
 
Sein größtes Interesse galt aber dem Kellner, der flink und charmant die Gäste im Garten bediente
Besucher und Personal beachteten das vor dem Eingang parkende Auto gar nicht
Eine kleine Weile stand Jan verdutzt direkt vor dem Anwesen, was aber Keinem auffiel
 
Kopfschüttelnd fuhr er schließlich weiter, um die nächste Kurve, hielt in der nächsten Einbuchtung an
 
„Hajo, ich schwöre, ich bin nicht betrunken…..doch ich..ich..ent..entdeckte gerade den „Wein-Mörder Frank Besel“
 
„Du hast was Jan?….Wen hast du entdeckt….Den langgesuchten Flaschenmörder“
 
„Ja dann eben Flaschenmörder Hajo….unseren untergetauchten Weinlieberhaber
Also der Typ der einen Winzer mit einer Flasche erschlug“
 
„Mit einer Weinflasche Jan, als der Kellermeister zufällig  Besel aus dem selbst gegrabenen Geheimgang auftauchen sah, nachdem er schon an seinem Verstand zweifelte weil schon lange wie von Geisterhand Unmengen Kisten Wein einfach verschwanden
Tja Besel bot wirklich seine ganze Fantasie, aber auch sehr ausgekochte Intelligenz auf, um sich seinen großen Traum vom eigenen Weingut bzw. Weinhandel zu erfüllen
Ausgekocht ist er uns ja auch dann erwischt
Doch selbst geschulte Weinexperten waren erstaunt, welche ausgeklügelten Geschäftsideen er mit dem edlen Rebensaft betrieb, quasi um immer von seinem „geliebten“ Traubensaft umgeben zu sein
Wir amüsierten uns ja immer wenn Besel wegen linken „Rebenbetrügereien“ wieder mal angeklagt wurde
Als er aber dann mit einer  Weinflasche zum Mörder wurde, hörte der Spaß auf
Ach was fasele ich denn bloß……bin wohl irgendwie Blem-Blem wegen dem Anruf
Du kennst Besels Straftaten genauso gut wie ich Jan
Aber wieso jetzt Frankreich….Jan du irrst dich….das kann doch gar nicht sein?“
 
„Ich schoss ein paar Bilder Hajo, müssten gleich bei euch eintrudeln, dann kannst du dich selbst überzeugen
Das ist 100%ig Besel, auch wenn jetzt alles nur noch auf Französisch zu sehen bzw. zu lesen ist
Aus Frank Besel wurde „Franjos Besleusies Gaumen- und Spezialitätenschmaus“
Auf der Karte stehen alle, aber wirklich alle denkbaren, erlesenen Weinsorten
Dazu bietet er einfache, aber typische französische Speisen an
In seiner langen schwarzen Kellner-Schürze, der eleganten roten Weste, mit langen Kotletten, dem komischen, etwas missratenen Schnauzer könnte man ihn für einen Einheimischen halten
Er wirbelt mit dem Tablett durch die engen Tischreihen, scherzt hier, lacht dort mit den Gästen
Mit diesem verwinkelten Waldgasthaus scheint er sein großes Wunschziel erreicht zu haben
In Frankreich ist edler Wein das beliebteste Getränk, außerdem genießen sie es lange und ruhig zu speisen
Dieses in der Natur gelegene Lokal muss für Besel eine Goldgrube sein, quasi wie ein 6er im Lotto“
 
„Das ist Besel, du hast recht Jan
Trotz der, nun ja will mal sagen, „Kostümierung“ ist er genau zu erkennen“
 
„O.k. Hajo, soweit meine Entdeckung. Das müsste ja ausreichen um bei den hiesigen Kollegen einen Auslieferungsantrag zu stellen“
 
„Du bist schon vor Ort Jan. Kannst du das nicht erledigen“
 
„Wie soll das gehen Hajo, dazu benötigt man Unterlagen und die liegen im Büro
Außerdem bin ich z. Zt. nicht im Dienst, habe hier sowieso keine Befugnis, bin quasi nur ein Tourist unter vielen“
 
„Jan ich weiß, dass du….dich plagen viel schlimmere Sorgen, die Angst um Leni peitscht dich an
Aber du beherrscht nun mal perfekt die französische Sprache…
Den Kollegen vor Ort einleitend alles zu erklären müsste für dich doch schnell erledigt sein
Kannst du nicht wenigstens den Kontakt herstellen
Inas Französisch Kenntnisse reichen dann wohl für weitere Verhandlungen und den Antragskram aus
Du hältst mich jetzt für gefühllos  Jan, einen Rabenvater, der den Dienst vor die Sorge um die Tochter stellt“
 
„Hoffentlich höre ich von dir bald wieder etwas Vernünftiges, Hajo
O.k., will mal sehen, ob die französischen Kollegen meinem Gequatsche glauben“
 
 
 
„Ina,  Tom…haltet euch fest, Jan hat unseren langgesuchten Flaschen-Mörder entdeckt“
 
„Du warst am Telefon schon ganz aus dem Häuschen, jetzt will ich aber alles ganz genau wissen“ forderte Ina
 
„Zufall, reiner Zufall“ erzählte Hajo euphorisch  von A – Z
 
Sofort regte sich Tom da lautstark auf: „Ich fasse es nicht, uns spielt Jan tränenreich den verzweifelten Ehemann vor
Wir können zusehen wie wir mit dem Berg von Arbeit fertig werden, weil er sich kurzerhand ausklinkt
Jan will ja unbedingt ganz fix seine „über alles geliebte Frau“ finden
Doch kaum abgereist, spielt er den Superhelden, jagt im Alleingang die Killer
Ausgerechnet im Ausland, aber klar er muss mit seinem perfekten Französisch brillieren
Niemals hätte ich gedacht, dass Jan ein so verlogener Heuchler und Faulenzer obendrein ist
Ich hielt Jan bisher wirklich für eine ehrliche Haut…wie sehr man sich doch in einem Menschen täuschen kann“
 
„Sofort hältst du den Rand, Kowalski…“ protestierte Ina da heftig
„Welcher Teufel reitet dich denn so über Jan herzuziehen
Er spielt uns nichts vor, ist kein Faulenzer und heucheln kann er schon gar nicht
Jans Tränen waren echt….jede einzelne ein Tropfen Herzblut
Er ist sehr, sehr verzweifelt über Lenis Verschwinden…..etwas Schlimmeres hätte gar nicht passieren können
Hast du keine Augen im Kopf, fix und fertig, fassungslos, völlig entsetzt stand Jan vor uns
Er schleicht jetzt schon umher wie ein 100-jähriger und nichts ist ihm wichtiger als Leni zu finden
Keiner, vor allem du Herumstreuner nicht,  kann sich in Jans Lage versetzen
Wir haben nicht den Hauch einer Ahnung was er jetzt durchmacht“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 13 Feb 2015, 23:23

Zornig baute Ina sich jetzt vor Tom auf, fetzte weiter:
„Alle, ausgenommen dir natürlich, wünschen Jan von Herzen, dass seine über alles geliebte Familie schnell wieder vereint ist
Doch die Suche nach Leni ist wie die berühmte Nadel im Heuhaufen
Wenn Leni wirklich verschwunden bleibt, dann ist Jan nicht mehr Jan
Einsam, verbittert wird er sich unzählige Fragen stellen auf die es keine Antworten gibt
Jan martert sich solange grundlos mit Vorwürfen bis er völlig zerrissen ist
Bei jeder Mama-Frage von Dana bricht er sofort in Tränen aus….
Oder hast du Genie die passenden Antworten für ein Kleinkind, was noch gar nicht richtig begreift
Ich hoffe innig, das Jan seine Frau bald wieder in die Arme schließen kann
Wenn nicht, entschuldige Hajo, aber ich befürchte ohne Leni wird Jan schnell schwerkrank
Physisch krank, bleibt nur eine verzweifelte, durchlöcherte Hülle von ihm
Aber noch hofft Jan Leni zu finden, mit seiner Reise hat er die Suche gerade begonnen, Kowalski
Eine Killerjagd ist das ganz bestimmt nicht….Zufall….reiner Zufall….oder bist du schwerhörig Tom
Den Flaschenmörder hatte Jan bestimmt nicht auf seinem Plan…..er musste uns informieren
Ein Polizist ist immer und überall im Dienst….aber unsere Vorschriften kennt Kowalski ja nicht
Man hätte Jan ein Disziplinar- vlt. gar Strafverfahren angehängt, ihn wegen unterlassener Amtsausübung verklagt, wenn er den Verbrecher Besel einfach ignorieren würde
Die Erklärung, dass durch einen dummen Zufall, ungeahnten Beobachter, die winzigste Zuwiderhandlung eines Beamten immer ans Licht kommt, erspare ich mir jetzt
Muss ich noch deutlicher werden Kowalski, dich noch mehr über Jans Charakter und Emotionen aufklären?“
 
Hajo schwirrte der Kopf, einen Moment lächelte er still in sich hinein
Das hatte er von Ina lange nicht mehr erlebt, dass sie sich so für Jan einsetzte
 
„Sorry….dachte bei Jan nur……doch irre so fix, quasi automatisch, einen Mörder zu finden…
Ich zweifle doch nicht an meinem Partner….drückte mich wohl unpassend aus“
 
Jetzt donnerte Hajo: „Im Gegenteil Tom, deutliche, sehr deutliche Worte waren das
Freundesverrat…jawohl Freundesverrat hast du begangen  und nichts anderes
Ich hoffe, Jan erfährt das nie…..so etwas stürzt ihn nämlich restlos in den Abgrund“
 
„Hajo du kennst mich doch, weißt genau das ich schnell Unsinn rede, den ich im Nachhinein bereue“
 
„Dein loses Mundwerk ist mir schon lange ein Greul, Tom“
 
„Mach doch aus den paar  Sätzen nicht so ein Drama“
 
„Schluss jetzt Tom, ab sofort fehlt  dir die Zeit zum Unsinn reden
Du…ja richtig gehört du, stellst jetzt alles zusammen was wir für die Französischen Kollegen brauchen
Berichte, Anträge, Kopie, Vollmachten….na eben alles was zur Auslieferung nötig ist
Jan wird sich wahrscheinlich bald melden, bzw. den zuständigen Kollegen alles erklärt haben“


„Zu Befehl Chef, du wirst überaus zufrieden mit mir sein. Ich arbeite im Turbo…Superturbotempo“
 
 
 
Jan hatte in den Urlauben das Polizeirevier schon oft gesehen, doch nie gedacht es mal betreten zu müssen
Er parkte auf dem Marktplatz, überquerte die Straße und wenig später stand er einem Kollegen gegenüber
 
Auf Französisch erklärte Jan: „Maybach mein Name und eigentlich sind wir Kollegen…. Monsieur Cheuvig…(las er vom Namensschild ab)
Ich möchte eine Meldung machen, die Ihnen bestimmt sehr utopisch vorkommt“
 
„Oh Germany….Chie kohmen aus Dütschland….uh wie sohgt man…Lond der Dieschter ond Dehnckär“
 
„Sie sprechen ja fast perfekt Deutsch, kennen meine Heimat wohl sehr gut“
 
„Aah Germany….fiehle, fiehle Uhrloube…Romantika…Heidelbärger Schlohz...Branntenbuhrger Tor...Bluhmenzuk..no..no pardon

Rosenmonndagszug in Meiins…..Laib..Laib..no Leipzig, oh wolch Musika, wolch Klahnng in Gehwahnndhaus…..Keulner Dom...Loreley.. ..isch entdicke ihmmer neue Sihenswerdigkeiten“ deutsch-kauderwelschte Kollege Cheuvig schwärmerisch
 
„Äh pardon, M. Meba…..???“
 
„Maybach, Jan Maybach“
 
Auch wenn Polizist Cheuvig sich ungewöhnlich putzig ausdrückte, Jan verstand ihn sehr gut
Jetzt redete er weiter in seinem Französisch-Deutschen-Mix:  
„M. Maybach….pardon…so behondelt man keunen Kollegen?...Chie sahkten doch, das Chie Polizist sind….wos führt Chie hierheur…..dienstlöcher Auftrog?“
 
„Ich bin wirklich Polizist“ suchte Jan seinen Ausweis heraus
Doch zum einen habe ich in Ihrem schönen Land keinerlei Befugnis und zum anderen….
Bin ich momentan sowieso nicht im Dienst, wollte nur private Angelegenheiten hier erledigen
Tja…nun stehe ich doch in einem Kommissariat und muss einem Kollegen einen Fall erklären
Die Sache klingt so verrückt….Sie werfen mich sicher schnell hinaus, Kollege Cheuvig“
 
„Aber Monsieur, pardon, Kollege Maybach….Französische Gestlieschkeit, Ruhe..Geduuhld…fiel Geduuhld
Isch ben einer guter Zuherer…erzöhlen Chie…ben chohnn gespahnnd wie einer Flitzekreis“
 
Jan lächelte über den amüsanten Verwechslungs-Vergleich, erklärte dann sofort französisch alles ausführlich
Angefangen bei Besels vielen ausgeklügelten, trickreichen Betrügereien, über den Mord, bis zur gerade, zufälligen Entdeckung wurde es ein langer Bericht“
 
„Monsieurs Besleurie´s Weine uhnt Kustlischkeiten…“Mah“ exquisit..einer Gaumenschmus“ küsste Cheuvig seine Fingerspitzen
„…..Dieser Magenverwiener einer Murder…?“
 
„Ich wusste es….die Story ist so abgefahren….Sie glauben mir nicht, Kollege“
 
„Qui…Qui…doch Kollege Maybach….nuhr in miehner Kopp…wie sogd man….dred einer Korusal….
Fom Exquisa-Wird zum Küller…hert mahn niescht olle Dage…
Toch bei Polici firen fiele Omleidungen zur Ferhafdung
Isch globe Iehnnen Kollege Maybach….globe Iehnnen yedes Word
German-France-Zusemmenärbeid….gehvelld miehr….gehvelld miehr seer gud
Chie wohllen die Iberställung, ieren Teder in Germany feruhrteilen“
 
„Vielen Dank für Ihr Vertrauen Kollege Cheuvig
Meine Kollegen in Leipzig sind schon informiert. Von mir hörten Sie quasi nur das Vorwort
Unsere Soko lässt Ihnen alle gewünschten und erforderlichen Unterlagen, Berichte, Anträge, etc. zukommen
Ich bin mir sicher, dass alle Ihre Fragen beantwortet werden, nach einem ausführlichen Gespräch alle Unklarheiten beseitigt sind
Das Sie zur Überstellung bereit sind, signalisierten Sie ja schon
Wenn Sie möchten können Sie sofort Kontakt mit meinen Kollegen aufnehmen“
 
„No, no, stopp Kollege Maybach, no…..tass machen Chie“ drückte Cheuvig Jan den Telefonhörer in die Hand
„Bereiden Chie Ihre Gohllegen auf menen kumischen German-France-Kuterwolsch for“
 
„Ina, KOK Ina Zimmermann versteht ihr fast perfektes Deutsch sicher genauso gut wie ich“ wählte Jan
 
„Inna….oh la, la… eihnne Madam-Kollegin“ schwärmte Cheuvig
 
„Ina, hier Jan. Ich bin im Revier bei einem sehr netten, verständnisvollen und hilfsbereiten Kollegen
Kollege Cheuvig  spricht unsere Sprache fast perfekt, er freut sich sogar Deutsch zu sprechen
Bestimmt könnt ihr euch gut verständigen. Im Groben weiß er alles von Besel
Die Auslieferung ist so gut wie sicher, Selbstverständlichkeit, kollegiale Ehrensache nennt H. Cheuvig das
An der Stelle kann ich mich ja dann wohl wieder ausklinken“
 
„Danke Jan, dass du den Kollegen schon so umfassend informiert hast.
Am besten ich höre was er noch für Fragen hat und dann können wir ja die Formalitäten besprechen“
 
„Kollege Chevig ist schon ganz gespannt auf deine Stimme Ina
Ich wünsche euch viel Erfolg. Bin mir sicher, dass ihr den Mordfall jetzt endlich zum Abschluss bringt“
 
„Wir Jan…wir bringen den Fall zum Abschluss, den ohne dein Adlerauge….
Ach Jan….ich hoffe so sehr, dass du Leni….das du sie….“
 
„Bis bald Ina“ kämpfte Jan mit den aufsteigenden Tränen und übergab dem Kollegen schnell den Hörer
 
„Kollegin Zimmerman….eine Madam….wolch eihnner Ähre…Ehs fröt misch außerurdendlisch….
Kollege Maybach….wo wullen Chie hin…….??

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 14 Feb 2015, 21:18

„Kollege Maybach…….. nischt so schnäll……„Kollege Maybach…….blaipen Chie toch!!!
…….Jätz ischt er wäg..???
Madam….woruhm hot iehr Kollege ech  dähn s.o.o.o  ailisch?“
 
Ina sprach nun französisch
„Jan muss sich um etwas sehr tragisches kümmern….Privatsache….Sie verstehen?“
 
„Isch ferstähe, Madame Zimmermann
Jätz losche isch nohr nok iehrer besaubährs Stiehm unt eunem gons longen Periescht“
 
 „Ich möchte nicht wiederholen was Jan, äh Kollege Maybach schon erklärte, Kollege Cheuvig
Fragen Sie doch einfach das was Ihnen noch unklar ist“
 

„Ten Woin-Tod….äh…Flochen-Mohrt ärglehrte Kollege Maybach chnon färstintlisch
Toch die Fergongenheut….M. Besleurie´s Woinguhds-Drauhm….Gehiemnictonnel….fahndassia Bedruhgsmoschen….Woinberch, Draupenhondel, gliend so abendhäuerlis……..Isch bin noigirisch, Madame Zimmermann
Bärischten Sie mir dafohn?“
 
Bei den vielen krummen Dingern von Besel musste Ina lange erzählen
Abschließend meinte Sie: „Ich bedanke mich im Namen der Kollegen schon jetzt für die gute Zusammenarbeit
Wir übermitteln Ihnen alle Papiere, samt staatsanwaltlichem Auslieferungsantrag
Wenn Sie, bzw. Ihr Revier der Auslieferung zustimmt, freuen wir uns sehr auf Ihren positiven Anruf
„………………………………………………….“
„Ich fühle mich auch sehr geehrt, Kollege Cheuvig….Bis bald wie wir in Deutschland sagen“
 
 
Ina blies die Backen auf: „Puh….der überschlägt sich ja geradezu mit Komplimenten
Aber…..ein erfahrener Kollege, fast fühlbar, dass Besel fix auf der Leipziger Anklagebank landet
Ihr habt ja sicher alles mitbekommen, Cheuvig ruft bestimmt schnell zurück wenn er die Unterlagen hat“
 
Hajo meinte: „Das klingt wirklich alles positiv
Meinst du wirklich Besel sitzt hier bald in der Zelle, Ina?“
 
Ina nickte mehrmals ganz fest
 
„Ihr vergesst leider Jans Abwesenheit. Er muss vor Gericht aussagen, wie es dazu kam, dass er Besel entdeckte. Ohne Jan keine Verurteilung. Seine lange Auszeit könnte den ganzen Prozess zum Platzen bringen“
 
Hajo belehrte sofort: „Tom…..Tom…komm wieder runter.
Ich begreife sowieso nicht, dass Jan trotz seiner verzweifelten Suche noch Verbrecher auffallen
Dann auch gerade so ein Volltreffer wie Besel, nach dem wir schon solange fahnden“
 
Ina stimmte zu: „Das begreife ich auch nicht recht Hajo…..Jan kann sich das wohl selbst nicht erklären
Gefreut hat er sich über die Entdeckung bestimmt nicht
So schnell wie er aus dem Revier flitzte, so stark muss seine Sehnsucht nach Leni sein“
 
„Wenn Jan enttäuscht wird dann…..“ flüsterte Hajo…wurde dann aber lauter:
„Falls du es noch immer nicht begriffen hast Tom….Jan ist nach Frankreich gefahren und nicht zum Mond geflogen.
Sollte er tragischer weise die Suche nach meiner Tochter fortsetzen müssen, seine Aussage macht Jan bestimmt
Da er nicht ununterbrochen sucht, bestätigt er dir das bestimmt bald persönlich“
 
 
 

 
Als Jan endlich an die Rezeption des bekannten Urlaubhotels kam, empfing ihn der Portier sofort:
„Oh Monsieur Maybach!!!...Das ist aber eine Überraschung. Ich freue mich sehr Sie wieder bei uns begrüßen zu können.
Doch so plötzlich, Sie haben gar nicht reserviert….ganz zufällig sind aber gerade Zimmer frei
Sind Ihre charmante Frau und Ihre reizende Tochter auch wieder unsere Gäste?“
 
„WUMM!!!!!“ -------Die Enttäuschung traf Jan hart, schmerzte sehr
 
Am liebsten hätte er auf dem Absatz wieder kehrt gemacht
Vom Portier hörte er gerade unaufgefordert das was er wissen wollte: „Leni hatte also nicht hier eingecheckt!!!“
 
Jan schluckte und schluckte, kämpfte heftig gegen die aufsteigenden Tränen an
Fieberhaft suchte er nach einer glaubhaften Erklärung:  „Ich bin diesmal alleine hier, muss Vieles erledigen
Bei dem Stress und in so kurzer Zeit, dass ist zu anstrengend für meine Familie
Spätestens übermorgen….ja 2 Tage müssen ausreichend, fahre ich schon wieder zurück
Kann ich für die kurze trotzdem ein Zimmer buchen?“
 
Wenige Minuten später stand Jan verloren in dem gemütlichen Hotelzimmer
Die gediegene Einrichtung, die harmonische Atmosphäre….sonst fühlte er sich hier sofort wohl
Für all das hatte Jan jetzt keinen Blick. Er stand am Fenster, sinnierte:  „Sicher…das Hotel…nur ein Versuch……Einer von wie vielen?......Wer weiß, wo es mich noch überall hintreibt?
Wo….Wo nur bist du Schatz???....und warum….Was hat das bloß zu bedeuten, Liebes
Wir waren doch so glücklich….unsere Liebe schmiedete uns eng zusammen
Was habe ich bloß falsch gemacht…Ich muss es wissen Schatz….muss dich finden
Einen so plötzlichen Schnitt…..das ertrage ich nicht….es zerreißt mir das Herz…
Unser Schatz….sie versteht doch nicht…..was soll denn aus unserer Kleinen werden…???“ vergoss Jan bittere Tränen
Er ließ es einfach zu….schämte sich nicht wegen dem Tränenmeer was ihn blind machte für alles um ihn herum
 
Viel später raste Jan irgendwann in die Dusche
Als er danach das Hotelzimmer verließ, dachte er: „Rumsitzen bringt überhaupt nichts
Wenn nicht hier…..vielleicht ist Leni ganz in der Nähe, unzählige schöne Plätze besuchten wir gemeinsam“
 
Jan streifte langsam umher, schaute an allen umliegenden Stellen nach, wo es Leni hingezogen haben könnte
Er fragte auch in nahegelegenen Hotels und Pensionen nach
Schwindelte überall er sei hier mit Fr. Maybach verabredet, man möchte ihr doch den Besucher ankündigen
Doch Jan hatte keinen Erfolg mit seiner kleinen Notlüge, auch in anderen Unterkünften kannte man keinen Gast namens Maybach
Auch in die zahlreichen Weinlokale und Cafe schaute er kurz hinein
Jan musste sich nicht lange aufhalten, seine Leni hätte er unter Tausenden Frauen sofort erkannt
Langsam wurde es dunkel, doch er ging noch zu allen Stätten und Sehenswürdigkeiten, wo sie sich beide im Urlaub so gerne aufhielten
Spät in der Nacht kehrte Jan erst völlig resigniert ins Hotel zurück
„Der 1. Versuch Jan ist selten gleich ein Glückstreffer
Nicht aufgeben, du hast mit der Suche gerade begonnen….noch so viele Ziele vor dir“
 
Mit Leni vor Augen sank Jan erschöpft ins Bett, zu dem Bild seiner Frau mischte sich noch so vieles
Jan schüttelte den Kopf über die ungewöhnliche Anreise: „Ich hatte nur die Suche nach meinen Schatz im Sinn. Von Polizei…Verbrecher….Dienst völlig abgeschaltet und dann entdecke ich Besel
Ich glaube es ja nicht….den Flaschen-Mörder hatte ich wirklich  nicht auf dem Plan
Vorbei….Abschalten Jan, Leni ist jetzt das Allerwichtigste“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 15 Feb 2015, 20:09

Jans Gedanken, das Unfassbare, Sehnsucht und Emotionen kamen aber nicht zur Ruhe
Er nickte immer nur kurz ein und fuhr unzählige Male schweißgebadet hoch
Stets quälte Jan die gleiche Vorstellung, dass sich etwas Schreckliches ereignet hatte…mit Leni oder gar Dana
Vielleicht auch Benni, sein Großer verhielt sich wirklich vernünftig….aber das Schicksal schlug oft sehr grausam zu


 
Im Morgengrauen verließ Jan schon das Hotel, fuhr zu den angrenzenden Ortschaften
In einem großen Umfeld hielt er an all den Stätten die ihnen beiden so gut gefallen hatten, nach Leni Ausschau.
Ob Denkmäler, Kirchen, Parks, Brunnen, verwinkelte, romantische Gässchen, einfach nur bezaubernde Stellen mitten in der Natur  Jan ließ nichts aus, erinnerte sich an jedes einzelne gemeinsam so gerne aufgesuchte Fleckchen und jedes  Mal riss die brennende Verzweiflung ihn noch tiefer auf, wenn es auch hier wieder nicht mal einen Hauch von Leni gab
 
Zum 2. x kehrte Jan am Boden zerstört spät in der Nacht ins Hotel zurück und auch diese Nacht quälte ihn wieder undefinierbare Angst
 


Frühmorgens trat Jan die Heimreise an. An allen infrage kommenden Stellen hatte er gesucht
Das ganze Land abzusuchen, Jan schüttelte den Kopf: „Zwecklos, mein Gefühl sagt mir, dass Leni nicht hier ist….doch nicht aufgeben Jan….nur nicht aufgeben….es gibt noch so viele Stellen abzusuchen“
Sofort stiegen wieder Tränen auf, Jan war danach loszuheulen wie ein kleines Kind
Utopie am Lenkrad sitzend
 
 
 


Von dem zubereiteten Essen hatte Leni erst eine Gabel in den Mund geschoben
Sie kaute und kaute darauf herum, bekam aber keinen Bissen herunter
„Essen, für was soll ich essen……so überflüssig wie alles andere
Verhungern, ja verhungern wäre gut….ob so oder so….doch alles egal
Dabei koche ich so gerne….am liebsten mit Jan zusammen…..aus…vorbei
Ich stehe nie wieder mit Jan gemeinsam am Herd….werde Dana niemals mehr füttern
Unvorstellbar, dass ich meinen geliebten Mann…mein Kind nicht wiedersehe…und dich Benni..
Wie sehr wirst du noch in die Höhe schießen?
Ich halte das nicht aus, nicht mehr in Jans Armen liegen….nicht mehr mit Dana spielen
Das schaffe ich……….
Muss, muss ich bewältigen….habe es selbst so gewollt
Nein., nein, nein …..das Schicksal zwingt mich dazu
Ach verdammt, verdammt warum ist das Leben so grausam“ raste Leni hinaus
Sie lief, rannte, rannte immer weiter, bis sie keine Luft mehr bekam
Erschöpft sank Leni ins Gras und weinte so verzweifelt, das sich ein kleiner See auf dem Boden bildete
 
 


 
„Papa…Papa wieder da“ eilte Dana Jan freudig entgegen
„Mami auch…..Mami mitgebracht“
 
„Die Mami konnte ich leider nicht mitbringen Schatz“ nahm Jan Dana schnell in die Arme um seine Tränen zu verbergen
„Aber der Papa ist schnell wieder gekommen…wie ich es versprochen habe“
 
„Papa gekommen….Papa wieder da“ schmiegte sich Dana fest an ihn
 
Als müsste er die 2 Reisetage nachholen, schmuste Jan mit seiner Kleinen solange bis er sie zu Bett brachte


 
„Ach Papa, die Enttäuschung ist dir deutlich anzusehen“ umarmte Benni Jan als sie alleine waren
„Mein Schwesterlein sollte unsere „Zärtlichkeiten“ nicht mitbekommem“ flüsterte er dann verschwörerisch
 
„Möchtest du reden, Papa?“
 
„Ach Junge was soll ich sagen…..mir fehlen die passenden Worte…und…und dann“
 
„Dann ist mir ja auch alles bekannt, du hast ja telefonisch ausführlich berichtet
Aber…..Papa, willst du wirklich noch an den vielen Stellen suchen, die du genannt hast“
 
„Ich laste dir zu viel auf Benni, nicht wahr. Du hast recht, ich kann nicht so oft und lange die Verantwortung auf dich abwälzen“
 
„Davon will ich kein Wort mehr hören, Papa. Während du in Frankreich warst ging alles gut und für weitere Abwesenheiten sind wir bestens organisiert.
Viel schlimmer ist….Papa du kannst wieder und wieder enttäuscht zurückkehren
Wie oft verkraftest du das….3 x…5 x…vielleicht brichst du irgendwo in der Ferne zusammen
Aber wir brauchen dich Papa…Dana jetzt nötiger als jemals zuvor….und ich….ich brauche dich auch“
 
„Ach Junge, ich weiß ja selbst, dass dieses „ins Blaue suchen“ nach Leni unmöglich ist
Aber ich….ich kann nicht anders….muss etwas tun….will Leni wiederfinden
Das Unbegreifliche….die Fassungslosigkeit treibt mich an…Für Lenis Verschwinden gibt es einen Grund
Den möchte ich, no, den M U S S  ich wissen
Außerdem…bis eben hatte ich eine Frau…und jetzt soll ich für immer auf unser Glück verzichten….???
Ich bin viel zu entsetzt, verzweifelt um einfach nur abzuwarten….ich…ich….ich
Sorry Großer…ich will dir nichts vorheulen“ verbarg Jan sein Gesicht in den Händen
 
„Weine Papa, weine so viel und solange du willst“ nahm Benni Jan in den Arm
„Tränen erleichtern…..Nur diesmal….ob Tränen dich erleichtern bevor du Leni gefunden hast
Vergiss was ich sagte…Suche….erkundige dich….forsche so oft und solange du willst
Ich möchte doch auch, dass Leni zurückkehrt. Wir wieder eine glückliche Familie sind
Außerdem hast du einen besonders sensiblen Gefühlssensor…der weist dir bestimmt das richtige Ziel
Direkt hinein in Lenis ausgebreitete Arme, die sehnsuchtsvoll auf dich warten“
 
„Großer…weißt du das du ein Pfundskerl bist…ein Freund, Kumpel auf den ich sehr stolz bin
Bei dir muss ich nicht den Starken geben, kann ich mich so geben wie ich bin, mit allen meinen Schwächen
Ohne deine Unterstützung würde ich das alles gar nicht durchstehen“ sackte Jans Kopf auf Bennis Schulter
 
 
 
 
„Hajo…..darf ich dich mal etwas fragen? – Etwas sehr persönliches fragen? “ setzte Ina vorsichtig an
 
„Kaum ist Jan nicht da, schon probierst du dich in Psychologie“
 
„Mitnichten, an Jans besonderes Feingefühl reiche ich nie ran
Doch es geht um Jan…und um Leni, besonders aber um dich
Ha..jo….Hajo
…..….also kurzum, frei heraus, offen gesagt
Hajo ich blicke bei dir, bzw. deinem Verhalten nicht mehr durch“
 
„Klartext Ina, drücke dich deutlich aus“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 16 Feb 2015, 21:03

Ina druckste herum: „Nun ja Hajo….Leni ist verschwunden….das ist eine Tragödie
Aber wie und was du alles von dir gibst
Deine Aufregung ist wie Dampf ablassen, wenn uns ein Täter durch die Lappen geht
Du schimpfst auf Leni, nennst sie Rabenmutter, eine durch geknallte Abenteuerin, die man verprügeln müsste
Alles ziemlich abfällige, negative und sehr harte Worte über deine Tochter
Du wolltest Jan sogar von der Suche abhalten, quasi so als ob Leni bleiben  soll wo der Pfeffer wächst
Allerdings bist du um Jan besorgt, du ängstigt dich sehr,  dass er das Drama physisch und psychisch nicht verkraftet.
Da erinnere ich mich aber an ganz andere Töne: Leni sollte sich etwas Besseres suchen, nicht ausgerechnet einen dahergelaufenen Polizisten….Jan ist nicht gut genug für Leni…..schon mal geschieden….so Einen heiratet man sowieso nicht…..Jan meint es nicht ernst mit Leni…spielt mit ihren Gefühlen, usw., usw.
Doch jetzt Hajo….scheint Jan dir näher zu stehen als deine Tochter
Ja, Lenis Verschwinden ist ein Drama…ein sehr großes sogar….wenn du verzweifelt wärst
Was Leni auch immer zu der Trennung getrieben hat….Hajo, nimm es mir nicht übel
Aber sie ist und bleibt deine Tochter, dein eigen Fleisch und Blut, dein einziges Kind
Leni so an den Pranger zu stellen….das bist doch nicht du Hajo
Du willst uns doch nicht wirklich einreden, dass dich ihr Schicksal völlig kalt lässt“
 


„Leni irgendwo da draußen…für immer sie nie wieder zu sehen, ihr habt mich durchschaut
Nein…..das lässt mich wirklich nicht kalt….aber das Unbegreifliche, Entsetzliche, diese Fassungslosigkeit
Deshalb bin ich…..das macht mich total wütend….sehr wütend sogar
Vor allem weil ich 100%ig weiß, dass die Trennung nichts mit Jan zu tun hat
Ihr hättest Lenis Abschiedsbrief lesen müssen……
Das ich anfangs gegen die Beziehung war, das hatte gar nichts mit Jan zu tun
Da kannte ich ihn, seinen Charakter, eben den ganzen Kerl schon lange
Ich reagierte einfach wie viele Väter, die für ihre Tochter einen Prinzen suchen oder eben das „Kind“ nicht los lassen wollen
Aber Jan macht Leni nicht nur glücklich, er beschützt sie, lässt Leni ihre Macken und Freiheit
Er ist der beste Zuhörer, Ratgeber und vor allem bemüht er sich immer um eine Problemlösung
Auch wenn der Brocken noch so schwer ist, besonnen und ruhig kam Jan immer zu einer Lösung
Aber zum Dank dafür…..und jetzt….peitscht Leni ihn doch durch das schlimmste Wiederholungsspiel
Damals Benni und nun steht Jan mit Dana alleine da
Natürlich könnte Leni bald zurückkommen, aber ihr habt doch selbst gesehen, dass Jan jetzt schon fix und fertig ist
Aber warum dieses aufreibende Nervenspiel???
Nirgendwo zeichnet sich ein Grund für Lenis „Flucht“ ab
Selbst wenn, dann bespreche ich das mit meinem Mann und lasse nicht ihn, die Familie, vor allem aber nicht mein kleines Kind im Stich. Leni ist leider genauso stur wie ich, wir bestehen beide auf unsere, nicht immer klugen Entscheidungen
Aber Ina, du bist selbst Mutter, egal was läuft, das Kind steht immer an 1. Stelle
Hätte nie gedacht meine Tochter mal als verantwortungslos zu bezeichnen
Doch Leni macht es sich verdammt einfach: Jan wird schon machen…Sie lastet ihm einfach die ganze Verantwortung auf
Viele unkluge Entscheidungen traf Leni schon…vielleicht handelt sie plötzlich überkandidelt
Ihre bisherige Welt ist ihr zu klein geworden, nicht mehr hier in Leipzig für die Zeitung schreiben…
Nein..…!!! Strebt jetzt im Ausland die  Karriere einer Filmreporterin, Quiz- oder Talkmeisterin an
Was weiß denn ich, welche bösen Geister sie plötzlich reiten….aber dafür habe ich kein Verständnis
Will ich auch nicht haben, sowas tut eine Mutter und Ehefrau einfach nicht
Krankheit….das wäre das Einzige für das ich Verständnis habe…..
Leni hat, leider ja zu recht, entsetzliche Angst vor Brustkrebs….das Leid ihrer Mutter steht ihr noch immer vor Augen. Aber die letzte Untersuchung gibt nicht den winzigsten Grund zur Sorge
Verdammt noch mal, bei allen anderen Schwierigkeiten hätte Jan ihr doch geholfen
Was Leni abzieht….unverständlich…ich kapiere es nicht….das geht mir einfach nicht in den Kopf
Ob beruflich oder privat, wenn ich vor unlösbaren Rätsel stehe, bin ich sauer…
Verdammt sauer, brülle darum, schlage um mich….alles nur Fassade
Um ehrlich zu sein, ich fühle mich genauso hilflos und verzweifelt wie Jan
Das darf einfach nicht sein, dass ich meine Tochter nie wiedersehe……
---------------------------
…………Glaubt mir, wenn Leni jetzt ins Büro käme, ich würde sie glücklich umarmen
So fest an meine Brust drücken, dass ihr die Luft wegbleibt……
……Ach was rede ich denn….stehe hier und halte Vorträge….mein dummes Zeug versteht sowieso Keiner“ rannte Hajo in sein Büro und verkroch sich für den Rest des Tages darin
 
„Puh….Hajo der Sentimentale“ blies Tom die Backen auf
Bei jedem Wort konnte man auf den Grund seines Herzens sehen
Hoffentlich hat die Tragödie bald ein glückliches Ende
Sonst haben wir nicht nur einen kranken, besser gesagt psychisch völlig gestörten Kollegen Jan, sondern einen berufsunfähigen Chef gleich mit dazu“
 
„Jetzt merke ich, dass auch dir das Drama täglich mehr an die Nieren geht, Tom“
 
 
 

 
Bei jeder neuen „Suchreise“ fiel es Jan schwerer gegen die Tränen anzukämpfen
„Reiß dich wenigstens beim Fahren zusammen, Maybach
Darf nicht passieren, dass ich 3. durch einen Unfall noch ins Unglück stürze“ beschimpfte er sich selbst
 
Es kostete Jan viel Überwindung sich seine Verzweiflung nicht anmerken zu lassen
Benni konnte er nichts vormachen, Vaters Sohn kannte ihn in und auswendig, hatte Röntgenaugen
Doch bei Dana wollte und durfte Jan nicht weinen, leider erinnerte er sich gerade jetzt an den Abschied
Die Augen von seinem kleinen Schatz blickten jedes Mal trauriger
Jan zog es das Herz zusammen wie entsetzlich der Sonnenschein geweint hatte, sich an ihn klammerte, schluchzte: „Dana nicht alleine lassen, nicht weggehen Papa…“
Bisher hatte sie ihn immer wieder freudig empfangen….doch wie viel ertrug sein Schatz???
Der kleine Verstand begriff das doch alles gar nicht und Niemand blickt in ein Kinderherz
„Warum Schatz….warum die Trennung Leni……für immer schreibst du….Kann doch nicht sein!!!!!
Was habe ich dir denn bloß getan………..bin ich wirklich so ein schlechter Ehemann
Ich hätte mich doch geändert, ehrlich, meine Liebe ist stark genug um mich total zu wandeln
O.k. wenn du mich nicht mehr erträgst…….aber dann hättest du doch unser kleinen Schatz nicht verlassen
Thesen…..konstruieren….vermuten…..verdammt ich rätsele doch nicht an einem Fall
Einen Grund, Liebste, ich möchte doch wenigsten den Grund für das Unfassbare wissen
Die Wahrheit Leni….du hast mir doch immer alles ins Gesicht gesagt
Ich muss die Wahrheit kennen…..deshalb suche ich doch an allen „hoffnungsvollen“ Orten
Sicher, ziemlich unprofessionell wieder und wieder neue Ziele anzusteuern…….“
 
„Weiterfahren….du musst Jan….hörst du, du M U S S T
Nicht aufgeben…nur nicht aufgeben….diesmal wird bestimmt alles gut….Leni wartet schon“
 
 




„Ach nur eine Kurzmitteilung, Ina, Tom…
Theo, vom Vermissten-Revier nimmt die Suche nach Leni sehr ernst
Eine offizielle Vermisstenanzeige kommt natürlich nicht infrage
Aber Theo und ich sind nicht nur uralte Kumpels, er kennt auch Leni schon von klein auf
Es wieselt natürlich kein Heer Kollegen durch die Stadt
Doch Theo hat Alle aufgefordert mit geschultem Blick Ausschau nach Leni zu halten, nicht nur in Leipzig
Auch die Beamten in der Umgebung hat er um Unterstützung gebeten….weil….weil er
Weil Theo Verständnis für meine, Jans, unser aller Verzweiflung aufbringt
Er hat selbst 2 Kinder….Vor ihm muss ich keine Rechenschaft ablegen….wir kennen uns so ewig
Theo ist das auch alles unbegreiflich, wie gesagt, er hat Leni aufwachsen sehen, erinnert sich sogar an den Beginn der Freundschaft mit Jan, den er ja jetzt auch schon viele Jahre kennt
Kurzum, Theo weiß genau wie mir und erst recht Jan in der unfassbaren Situation zumute ist
Der macht nicht viele Worte….ist eben ein Kumpel der hilft wo er kann
Außerdem kenne ich da einen von der Zulassungsstelle ganz gut
Es ist jetzt bestätigt, dass Leni einen in Dresden gekauften Wagen hier zugelassen hat
Altes Baujahr, also mit der Schrottkiste kommt sie bestimmt nicht weit
Ein gelber Ford, Kennzeichen: L – JD – 2411“
 
„J D…Jan..Dana…..24.11.,ist das nicht Lenis und Jans Hochzeitstag“ sinnierte Ina

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 17 Feb 2015, 21:01

Hajo nickte traurig „Genau, Leni und Jans Hochzeitstag“ krächzte er dann heiser
 
„Nun hoffst du, dass Leni wegen den Erkenntnissen schnell gefunden wird, Hajo“
 
„Zunächst will ich, dass Jan davon nichts erfährt. Kein Ton zu ihm, verstanden
Jan darf sich auf keinen Fall falsche Hoffnungen machen, den so blöd wie ihr mich haltet bin ich nicht
Aber ich musste doch irgendetwas tun, Jan unterstützen, der reibt sich mit der ständigen Suche noch völlig auf
Es wäre doch denkbar, dass Leni nicht in der Ferne, sondern hier mitten in der Stadt ist
Was wenn sie denkt hier in Leipzig vermutet sie Keiner, sich sicher fühlt
Sie weiß ja nicht, dass uns der gelbe Ford bekannt ist, der uns vielleicht, ich betone vielleicht zu ihr führt
Natürlich kann das Auto auch in einer Garage, einem Schuppen, Hof oder sonst wo stehen
Auch möglich, dass Leni mit der alten Kiste wirklich an ihr angepeiltes Ziel kam
Sie ist erwachsen, freiwillig verschwunden, eine großangelegte Suchaktion ist da völlige Utopie
Außerhalb der Stadt fällt auch dem besten Polizisten das Vehikel gar nicht auf
Sollte Leni Deutschland verlassen haben….dann…dann kann ich Jan nur noch bedauern
Sicher kennt Jan  am besten alle Stellen wo sich Leni oder beide gemeinsam sehr gerne aufhielten
Ich verstehe ihn sehr gut, er klammert sich an jeden winzigen Zipfel Hoffnung
Doch Leni kennt auch Jans Verbissenheit und ist gerade deshalb vielleicht weit entfernt von den beliebten Orten
Wenn Jan nicht bald Erfolg hat….dann…dann….“
 
„Hajo!!!...Jan tut sich nichts an….er bringt sich nicht um…niemals
Mag sein, dass er ein Anderer wird, nicht wiederzuerkennen ist
Aber er liebt Dana viel zu sehr…würde sie nie allein lassen….und Benni auch nicht“
 
„O.k.. meine Recherchen sind nur ein ganz kleiner Tropfen auf einen heißen Stein
Ich kann Leni einfach noch nicht als Verschollene sehen….ich will auch mal ein Wunder erleben
Das Wunder der schnellen Rückkehr meiner  Tochter, aber mit einer sehr, sehr plausiblen Erklärung
Jan gibt die Hoffnung nicht auf….wo kommen wir denn dahin wenn ich mich von Lenis Theater in die Knie zwingen lasse“
 
„Hajo, du musst nicht wieder den Starken mimen, deine große Besorgnis verstehen wir sehr gut
Jeder Vater würde so reagieren. Mit Jeder sind  auch hartgesottene Polizisten gemeint
Wir fahren ja keine Streife….aber wer weiß…vielleicht entdecken wir ja ganz zufällig Lenis Auto
Gelber Ford, altes Baujahr, L – JD – 2411, ist schon ganz fest da oben registriert“ tippte sich Tom an den Kopf
 
 
 
 

 
Wieder fuhr Jan ohne Leni zurück
Jede  neue Enttäuschung stürzte ihn tiefer in die Verzweiflung
„Der Kleine Schatz….wenn sie mich wieder so traurig anschaut…das ertrage ich nicht“ wischte sich Jan die Tränen aus den Augen
Die erfolglosen Schläge trafen ihn härter als er ertragen konnte
Jan schaffte es nicht mal mehr wenigstens beim Fahren das Weinen zu unterdrücken
Je näher er der Heimat kam, desto stärker flossen die Tränen
Angst, Jan hatte Angst vor seiner Kleinen…seinem Kind, dass noch nichts begreifen konnte
Wieder stand er als Versager vor seiner Tochter, brachte ihr die ersehnte Mami nicht zurück
Jan graute aber auch vor der Wohnung, die ihm ohne Leni so kalt, fremd erschien
Er schlief schon lange nicht mehr im Ehebett, alleine auf der großen Matratze…nein unerträglich
Lag schon ewig zurück, dass Jan das letzte Mal eine Nacht durchgeschlafen hatte
Hin und wieder kurzes Einschlummern, dann lag er doch wieder wach
Aus Angst, Fragen, Verzweiflung um Leni bekam Jan kaum die Augen zu
Bald nutzte er die Wohnzimmer-Couch als Bett, vor Dana konnte er es ja verbergen
Doch Benni „ertappte“ Jan als er in der Nacht ins Bad wollte
 
„P A P A…du hier“ rief er geschockt
 
„Be..Benni..es geht ni….ich kann nicht…ich…ich…ich“ stammelte Jan hilflos
 
„Ja..Ja schon gut Papa….verstehe vollkommen“ verlor Benni nie wieder ein Wort über die Entdeckung
 
Nach dieser Erinnerung dachte Jan plötzlich: „Einfach ins Blaue suchen….was mache ich eigentlich….
Irrsinnig….bekloppt…idiotisch………………… Aufhören….sagen das war es!!!
Jan komme zu dir…..Nur du Leni, mein Schatz, bist wichtig….ich kann doch ohne dich nicht…..
Du bist gerade sehr gestresst…..aber schon abbrechen….Ach Liebste..solange bist du ja auch noch nicht weg
Bei der nächsten Reise, ja das nächste Mal finde ich dich bestimmt…. Muss dich finden
 
Jans Herz klopfte rasend als er die Wohnung betrat und schon plapperte Dana auch:
„Papa, Papa wieder da….mit Mami…..Mami mitgebracht“
 
„Nein Schatz….Leider habe ich Mami wieder nicht mitgebracht“ nahm er seine Kleine auf den Arm und blickte ängstlich, zitternd in ihr trauriges Gesicht
Mit großen Augen schaute Dana Jan einen kurzen Moment an: „Aber Papa wieder da“ gluckste sie dann munter …..“Papa wieder bei Dana“ umarmte sie Jan dann
 
„Sie lacht mit mir….mein kleiner Sonnenschein lacht noch mit mir……aber wie lange noch???“ drückte Jan sie zärtlich an sich
 
 
 

 
„Tja H. Besel, da ist Ihr großer Weinlokaltraum dann doch geplatzt und ausgerechnet in Frankreich
Aber mal ehrlich, Ihr stilvoller, gedoubelter nachgemachter Kellner-Auftritt ist so grottenschlecht….da mussten Sie ja auffallen“ legte Hajo die von Jan gemachten Bilder vor
 
„Die Franzosen überzeugte es….aber wieso….KOK Maybach hat mich entdeckt, richtig?
Ich kapier das nicht….Weshalb kommt Ihr Kollege ausgerechnet nach Frankreich…..
So einen exzellenten Weingaumen traute ich ihm gar nicht zu“
 
„Einen erlesenen Rotwein gönnt Jan sich hin und wieder auch mal gerne
Aber er ist nicht so verrückt wegen einem guten Tropfen soweit zu fahren“
 
„Dann ist meine Verhaftung unzulässig, KOK Maybach hätte in Frankreich nicht nach mir fahnden dürfen“
regte sich Besel lautstark auf, schoss plötzlich turbomäßig vom Stuhl hoch

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 18 Feb 2015, 21:13

Hajo donnerte: „Hinsetzen, aber ganz fix“ und drückte Besel schnell wieder auf  den Stuhl
„und von wegen unrechtmäßige Verhaftung…“
 
Besel jammerte dazwischen:
„Es will mir immer noch nicht in den Schädel, dass mich Maybach überhaupt entdeckte
Mein Weinlokal liegt zurückversetzt am Waldrand…..dachte in dieser idyllischen Lage könnte ich meine Gäste ewig verwöhnen“
 
„Sie wurden außen, im Gartenlokal entdeckt,…tja KOK Maybachs geschulten Indianerblick entgeht so schnell nichts
So gute Bekannte wie Sie, H. Besel, stechen Jan direkt ins Auge, auch wenn er mit seinen Gedanken ganz woanders ist
Ihr Lokal lag auf KOK Maybachs Route. Zufällig H. Besel, rein zufällig fielen Sie ihm auf
Jan fahndete nicht nach Ihnen, durfte nach der Grenze  gar nicht nach Ihnen fahnden
Fakt ist ja wohl, dass die französischen Kollegen Sie verhafteten
Ich will nichts mehr von unzulässiger Verhaftung hören…verstanden
Ihr Versteckspiel hielt uns lange genug in Atem….
In Frankreich…also in Frankreich verwirklichten Sie Ihren Weinlokal-Traum
Das Betrugsdezernat hat schon ausreichend Anhaltspunkte von all denen die Sie um hohe Beträge prellten um die Lokalität zu finanzieren
Unsere Soko ist für Mord zuständig, dem Mord an dem Winzer, den Sie töteten, H. Besel
Leugnen hilft Ihnen nichts, der Weingut-Partner hat Sie eindeutig in unserer Datei erkannt
Ihr „hübsches“ Foto in diesem umfangreichen Werk kennen Sie ja
Der Partner macht sich immer noch Vorwürfe weil er einfach erstarrt stehen blieb, statt einzugreifen
Ein weiterer sicherer Beweis sind Ihre Fingerabdrücke auf der Tatwaffe, bzw. Glas
Das passt zu Ihnen, Mord mit der Weinflasche….das ist so….so abgefahren
Ausgerechnet mit dem Gefäß, wo Ihr „über alles geliebter“, man kann schon sagen „angebeteter“ Rebensaft abgefüllt wird, begehen Sie einen Mord“
 
„Sie müssen das verstehen, Herr HK, ich hatte gerade eine Kiste mit besonders erlesenen Weinen, einem  Jahrhundertwein vor mir….da….gerade da erwischt mich der Besitzer“
 
„Erzählen Sie die Tränenstory Ihrem Anwalt, vielleicht plädiert er ja auf Unzurechnungsfähigkeit weil Ihr Verstand aussetzte, dass Ihnen dieser „Schatz“ entgangen ist
Wir hingegen erwarten nach Ihrer langen „Abwesenheit“ endlich ein Geständnis
Die Beweise sind erdrückend, H.Besel, die Anklage ist nur noch eine Formsache
Ein freiwilliges, ausführliches Geständnis könnte sich evtl. vielleicht noch strafmildernd auswirken
Also….wie ist es, H. Besel, sind Sie so vernünftig die Tat zu schildern, Ihre Schuld einzugestehen?“
 
Zusammengesunken wie ein Häufchen Unglück saß Besel zwar da, aber er nickte, nickte mehrmals zustimmend
 
„Tom das übernimmst du. Aber sei bitte nett und geduldig zu dem Verdächtigen
Wer einen so besonders speziellen, erlesenen Gaumen hat ist leicht verletzlich
Wir wollen doch, dass unser Weinliebhaber unversehrt in U-Haft kommt“
 
 
 
 
„Hallo Jan, du bist wohl gekommen um dich nach Besel zu erkundigen
Ich kann dich beruhigen. Seine Überstellung ging genauso schnell wie sein Schuldgeständnis
Die Anklage liegt auch schon vor, H. Kruse bemüht sich schon um einen zeitnahen Prozesstermin
Wenn auch mit Verspätung, trotzdem Glückwunsch Jan….
Kaum über die Grenze und zack…..klärst du einen Fall auf
Das macht dir so schnell Keiner nach“
 
„Hajo, ich sagte doch, dass ich Besel zufällig entdeckte, Belobigungen sind da wirklich unangebracht
Also kein Grund um den „Zufallstreffer“ an die große Glocke zu hängen
Auf die französischen Kollegen und auf euch ist Verlass, wegen Besel bin ich auch nicht hier
 
Ina….ich muss…ich will…ich…ich möchte mich bei dir bedanken
Danke, dass du dich so um Dana bemühst, so fürsorglich zu ihr bist, deine Zeit für sie opferst“
 
„Zeit opfern….so ein Quatsch Jan, Dana ist so ein liebes Kind, von Opfer kann gar keine Rede sein
Außerdem habe ich es dir versprochen…..aber ich vermute, du vertraust mir immer noch nicht…stimmt´s“
 
„Weißt du….ich dachte…ich glaubte….“
 
„Druckse nicht herum Jan, du bist doch sonst immer ehrlich“
 
„Ina….sorry….richtig, ich zweifelte an deinem Versprechen…weil…weil
Nun ja…hast dich wie meine Erzfeindin, aber nicht wie meine Kollegin benommen….mir heftig…..“
 
„Nicht nur heftig Jan, ich habe dir überaus fies, unkollegial, brutal wie die größte Furie zugesetzt
Ich versuche gerade die Furie in mir zu bekämpfen, allerdings mein verbissener Ehrgeiz…..
…..Das ist wie ein chronisches Leiden, den werde ich wohl nie los
Aber Lenis Verschwinden…die Ungewissheit…deine verzweifelten Suchaktionen….
Das ist eine unbegreifliche Ausnahmesituation, was Dana mit ihrem kindlichen Verstand am stärksten trifft
Jan, auch wenn ich dir hier das Leben zur Hölle machte, bedeutet das nicht das ich keine Gefühle habe
Zu Kindern bin ich besonders gefühlvoll und Dana braucht gerade jetzt sehr viel Zuneigung
Ich mag deine Kleine, Paul ist vernarrt in sie, du musst dir wirklich keine Sorgen machen, Jan
Du reibst dich doch schon genug bei der Suche nach Leni auf, dafür brauchst du deine Kraft jetzt
Aber eine leise Stimme sagt mir, das alles bald wieder gut wird, ihr eine glückliche Familie seid
Ich versichere dir nochmal, dass bei mir z.Zt. Waffenstillstand herrscht
Wenn du bald wieder als Hajos Stellvertreter neben mir sitzt…..dann….dann
Dann weiß ich auch noch nicht, zu welchen unberechenbaren Aktionen mein verbissener Ehrgeiz mich wieder treibt
Wichtig  ist jetzt nur deine Frau, Jan. Inzwischen spielen Paul und ich mit Dana so oft es geht“
 
„Vielen Dank Ina, herzlichen Dank…ich stehe tief in deiner Schuld….Weiß….weiß gar nicht was ich sagen….“
 
„Pst Jan….schweig, jedes Wort ist überflüssig
Du sollst gar nichts sagen, nimm es als Selbstverständlichkeit, dass Dana gut bei uns aufgehoben ist“
 
„Nochmal danke Ina. Wenn alles vorbei ist sprechen wir uns mal in Ruhe aus“
 
 
„Das ich sowas noch mal erleben darf….Ina die Milde, Sanftmütige, vollbringt gute Taten und ist….“
 
„Schweig Tom….mit deinen unsinnigen Kommentaren regst du Jan nur auf
 
„Ich will dich ja nicht bevormunden Jan, doch du suchst und suchst
Du warst an vielen Orten hier in der Heimat, bist mit dem Auto in einige Nachbarländer gefahren, sogar Flugreisen hast du schon unternommen…..aber leider immer vergeblich
Jetzt bist du endlich wieder mal hier. Ich nehme an, dass dir die Suche zu anstrengend wird?“
 
 „Hajo, ich sagte schon mal und das gilt immer noch: Ich suche Leni so lange bis ich sie gefunden habe
Momentan versuche ich mich zu erinnern, wo wir in all den Jahren Urlaub machten
Möglich, dass Ulf, der Redakteur, mir vorher die Aufstellung über die Auslandsreportagen von Leni übergibt
Dann sitze ich morgen vielleicht schon wieder im Flieger nach wer weiß wo“
 
„Aber Jan, das kostet dich ein Vermögen
Du weißt doch gar nicht wie oft du noch verreisen musst
Fliegen ist besonders teuer…..im Nu bist du bettelarm, stehst vor dem finanziellen Ruin“
 
„Keine Sorge Hajo, meine Familie muss nicht Hunger leider, es wird ihr an nichts fehlen und für ein Dach über dem Kopf ist auch gesorgt
Ich bin noch so klar um gut zu kalkulieren. Da wir unser Geld nicht für Luxus verprassten, sieht es auf dem Konto noch ganz gut aus“
 
„Dann beteilige ich mich finanziell an den Kosten. Mein Geld erbt ihr sowieso, also nenne mir eine Summe Jan, ich gehe sofort zur Bank“
 
„NIEMALS.!!! – Soweit kommt´s noch.!!
Auf gar keinen Fall, dass kommt überhaupt nicht in Frage…“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 19 Feb 2015, 21:09

Bedrückt krächzte Jan leise weiter: „Sorry Hajo, ich wollte dich nicht kränken, schließlich ist Leni deine Tochter, dein einziges Kind für die auch du alles tun würdest
Aber das mit den „Fahndungs-Reisen“ ist nun mal meinem Dickschädel entsprungen
Mein Stur-Kopf hat sich eingehämmert Leni zu finden
Natürlich ist es völlig unrealistisch einfach „ins Blaue“ hinein zu suchen
Doch es geht um meine Frau….ich kann einfach nicht anders…Hajo,  was soll ich sagen…
Genau erklären, richtig verständlich machen…Ach Hajo, du kennst mich, weißt was ich meine
Klar, dass alles ist irgendwie unsinnig….aber gerade deshalb bezahle ich den Unsinn auch aus meiner Tasche
Möglich, dass die Ersparnisse irgendwann aufgebraucht sind
Ich werde trotzdem alles dafür tun, dass meine Familie keine Not leidet, immer etwas auf dem Tisch steht
Für was habe ich 2 Hände, auf dem Bau oder in der Fabrik kann man gut Geld verdienen“
 
„Jan….Jan bist du irre….dein Platz ist hier als KOK“
 
„Da bin ich mir nicht so sicher, Hajo. Unendliche Auszeit duldet auch unsere Innung nicht
Selbst wenn ich Doppelschichten schiebe, nachts arbeite, für meine Familie ist mir jede Drecksarbeit recht“
 
„Jan…Jan ich wollte…wollte nicht…ich finde halt nie die passenden Worte
Mein Angebot sollte keine Beleidigung sein…ich verstehe dich doch so gut…auch deine Suche
Ich meine doch nur…..will sagen….“
 
„Schon verstanden Hajo….du weißt doch Telepathie
Wir verstehen uns ohne viele Worte immer am besten“
 
 
 
 
Leni kannte sich selbst nicht wieder, ständig von Unruhe getrieben und doch brachte Sie nichts zustande
Um sie herum staute sich alles, überall herrschte Chaos, schreckliche Unordnung
Eine richtige Mahlzeit hatte Leni sich schon lange nicht mehr gekocht
Höchstens mal ein Schnellgericht, meistens aß sie aber nur Brot
Hunger verspürte sie trotzdem nicht, auch wenn sie sich ständig übel fühlte
Sie wusste aber, dass dies nicht vom wenigen essen kam sondern von der Sehnsucht die unentwegt in ihr brannte
So entfernt von ihren Lieben, da waren Essen, Ordnung, Kleidung belanglose Nebensache
„Jan, Liebster….ich wollte das nicht…..du wirst mir das nie verzeihen….Dana…die ganze Verantwortung
Ich musste diesen Weg gehen….ja, ja Liebster…verwünsche, hasse, verfluche mich
Aber ich liebe dich….werde dich immer lieben…auch wenn ich dir das nie mehr sagen kann
Etwas Schlimmeres konnte ich dir nicht antun, Liebster…..abhauen….einfach so…du wirst ewig rätseln
Jan es gibt keine härtere Strafe als die Trennung von euch. Ohne deine Liebe zerreißt es mich
Dana….wenn ich doch nur sehen könnte wie viel sie inzwischen gewachsen ist….und Benni
Dein Großer, Liebster, solange ist er schon mit Dora zusammen und hat sie immer gut behandelt
Aber ich deine Frau schlage auf dich ein Jan als seist du Dreck..ein Sklave…Abfall
Nein, nein Liebster , du bist der größte Schatz, der zärtlichste, liebste Mann der Welt
Doch die Wahrheit darfst du niemals erfahren….es geht nicht…ich kann, will dir diesen Schock nicht antun“
 
 
 
 
 
Wieder musste Jan die Rückreise ohne seine Frau antreten
Dabei hatte er so sehr gehofft Leni an diesem Ort zu finden
Die Enttäuschung riss Jan fast den Boden unter den Füßen weg, er konnte sich kaum noch aufrecht halten
Wer ihm begegnete hielt ihn für betrunken, so benommen taumelte er umher
Jan fühlte sich am Abgrund, wie im freien Fall, harrte nur noch auf den vernichtenden Aufschlag
„Ich ertrage das nicht mehr, wie lange noch, wie viele Tiefschläge gibt es noch
Bald….bald drehe ich bestimmt durch…..kein Witz…!!!
Wer erfährt, dass ich Polizist bin krümmt sich vor Lachen…nicht imstande die eigene Frau zu finden
Schluss mit dem Jammern….Nicht aufgeben Jan….nur nicht aufgeben….ist doch noch viel zu früh
Ich will…muss dich finden Schatz….weil…weil…so abgehoben bist du doch nicht
Nein Leni, du bist keine Abenteuerin …so eine Irre die sich plötzlich verwirklichen will
Niemals bist du auf Weltreise um Neues….Verborgenes….Unentdecktes zu erleben
Vor allem nicht ohne Dana, deinen…unseren Schatz…weiß gar nicht mehr was ich ihr erklären soll
Mein Herz sagt mir, dass ein schwerer Grund dich zur Trennung getrieben hat

Warum komme ich bloß nicht darauf….muss etwas ganz Unerklärliches sein
Ach Leni, bin ich denn so ein schlechter Ehemann…wir hatten doch nie Geheimnisse voreinander
Jetzt so plötzlich….mit einem Schlag….ein Tiefschlag gerade eben wieder…
Trotzdem…ich mache weiter, meine Sorge..…die zärtlichen Gefühle zu dir Schatz…
Sie lodern genauso heftig, als ob du in meinen Arm liegen würdest
Ärger…Wut…nein, glaub mir Leni, ich dachte noch nicht 1 x schlecht über dich
Die Angst um dich zerreißt mir fast das Herz
Verflixt, mein Herz“ griff Jan sich an die Brust und japste nach Atem


Alle Passanten flitzten vorbei, Keiner beachtete den Mann, der sich jetzt so gekrümmt dahinschleppte

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 20 Feb 2015, 22:13

Jan kam es wie eine Ewigkeit vor, als er irgendwann zitternd und schweißgebadet auf das Hotelbett sank
 
„Der Flughafen…ich darf den Flieger nicht verpassen….
Benni…die Kleine, wissen doch gar nicht was los ist“ dachte er panisch zwischen den quälenden Herzstichen, die ihm die Brust zusammenzogen, als sei er in einen Panzer gepresst
Irgendwann schlief Jan von Schmerzen gepeinigt erschöpft ein
 
Sein Platz im Flugzeug blieb leer
 
Jan wachte erst wieder spät nachmittags am nächsten Tag auf
Bis er sich einigermaßen fit fühlte und den nächsten Flug buchen konnte, dauerte es nochmal 3 Tage
Es ärgerte Jan, dass ihn der Herzanfall so geschwächt hatte
Solange allein lassen wollte er die Kinder auf gar keinen Fall
 
 
 
 
„Bei mir hat es „Gong“ gemacht, endlich ist mir eingefallen woher  ich den Namen Maybach kenne, Ingo
Nach dem Mord hat dich ein Polizist namens Maybach verhört. Richtig?
Die Patientin, die damals völlig verzweifelt, panisch, aufgelöst hinausrannte….
Jetzt sage schon….Sie ist die Frau des Polizisten…..nur wieso weißt du das?“
 
„Zufall Bodo…ein glücklicher Zufall….die Gattin trieb es gerade sehnsüchtig ins Präsidium
Aber jetzt bitte Themenwechsel“
 
„Oh nein Ingo, ich erwarte ein ausführliche Erklärung.
Du schweigst dich ja aus welch schlimme Diagnose du Fr. Maybach gestellt hast
Aber ohne Grund hetzt keine Patientin kopflos hinaus
Ich bin mir sicher, dass du etwas Teuflisches mit der armen Frau planst
Nur warum, Fr. Maybach hat dir doch nichts getan?“
 
„Da ist korrekt Bodo….meine Schläge sollen auch nicht die Frau, sondern den Kölner Jecken-Polizisten treffen
Es funktioniert aber nur, wenn Fr. Maybach meinen Befund glaubt und mit ihrer Verzweiflung den  Göttergatten in den Wahnsinn treibt, bzw. in die Knie zwingt“
 
„Hast du bei Fr. Maybach etwa eine schlimme, gar unheilbare Diagnose einfach so erfunden“
 
„Sagen wir mal…….Ich habe an dem Befund etwas gefeilt, die Wahrheit ein wenig verdreht.
Den Wortlaut genauer Diagnosen verstehst du mit deinem kargen Medizinwissen sowieso nicht“
 
„Mein Wissen reicht, um sicher zu sein, dass du eine Lawine losgetreten….vielleicht gar eine Katastrophe bei Maybachs ausgelöst hast
Aber warum. Wiederhole: Fr. Maybach hat dir nichts getan, also kann es nur um den Mann gehen
Warum schlägst du auf einen Polizisten ein. O.k. nach dem Verhör warst du sehr gereizt
Es dauerte dir zulange, die vielen Fragen machten dich wütend
Das sind alles keine Argumente um jetzt fies Rache zu nehmen
Zur Erinnerung, Ingo: Du sagtest in einem Atemzug Maybach habe dich genervt, aber er sei ein cleverer Kerl, was du von einem Kölner „Narren“ eigentlich nicht erwartet hast
Los ich will es wissen, warum jetzt die…die…diese „Vernichtungsattacke“ gegen KOK Maybach“
 
„Der Kerl ist clever, sehr clever sogar, dass muss ich offen eingestehen
Maybach versteht sein Handwerk….seine Verhörtaktik….das macht ihm so schnell Keiner nach
Wegen dem Bullen kam ich ins Schwitzen….um ein Haar hätte ich mich verplappert
In seinem Beruf ist Maybach ein Genie, genau wie ich
Ich kann es aber auf den Tod nicht leiden,  wenn Einer genauso gut ist wie ich.
Konkurrenz gehört ausgeschaltet und bei dem Jecken mache ich das auf meine spezielle Art
….Aber ich bekämpfe den Bullen noch aus einem ganz anderen Grund,………… der ist mir zu, viel zu glücklich“
 
„ZU  GLÜCKLICH…der Beamte Maybach ist zu glücklich…???  Du bist doch komplett übergeschnappt, Ingo
Was soll das jetzt wieder bedeuten? – Zu glücklich, Arena eröffnet – Los sag schon, du spuckst sofort alles aus“
 
“Ich sagte doch Fr. Maybach schneite kurz herein
In den paar Minuten, die die 2 auf dem Flur standen konnte ich mich von einem „Traumpaar“ überzeugen
Harmonie pur….die glücklich glitzernden Augen der 2….kurzes, zärtliches Streicheln
So eine geballte Ladung Liebe kotzt mich an….Alle positiv  sprudelnden Berge von Zärtlichkeit  müssten gesprengt werden
Nach 4 Scheidungen herrscht nur noch totale Ehe-Zerstörungs-Wut in mir
Bei den Maybachs konnte ich ja schlecht dazwischenfahren…
Das „Flirtschauspiel“ der 2 machte mich rasend, doch ich musste es schlucken
Ich hatte es schon abgehakt, unser großes Projekt stand ja im Focus….Aber dann….Bingo
Fr. Maybach als Patientin…der absolute Glückstreffer, sofort glühten alle Drähte bei mir
Verspätet..aber deren harmonische Ehe ist bald zerstört, dass schwöre ich dir
Die Gattin klagt, jammert, heult nur noch darum, macht ihrer besseren Hälfte das Leben zur Hölle
Da helfen Maybach seine großen Gefühle, Fürsorge, Liebe, Besorgnis auch nichts mehr
Er steht hilflos daneben, wird täglich nervöser, ratloser, kopfloser…irgendwann zwingt es ihn in die Knie
So einen zerfetzenden Psychokrieg erträgt selbst der stärkste Bulle nicht….Polizeilaufbahn ade..!!!
Vielleicht knallt er sich eine Kugel in den Kopf oder seine Frau treibt ihn in den Wahnsinn
Tja…das war´s dann….die  Maybach-Marke wird eingestanzt…seine Karriere hängt er an den
Nagel und sich am besten gleich mit dazu
Das muss mir erst mal einer nachmachen, ich schlage 2 Fliegen mit einer Klappe
Ich vernichte gleichzeitig das „ach so große Eheglück“ von Maybachs und einen intelligenten Kerl mit dazu
Das Kölner Polizisten-Genie, der mir von der 1. Sekunde ein Dorn im Auge war
Ein Intelligenzbolzen, ein Konkurrent weniger. Ich bin eben der Größte, unschlagbar“
 
„Du bist kein Genie,  Ingo…du…du…du  bist der leibhaftige Teufel
Hast du den Verstand verloren. Ich bin ja viele krumme Dinger von dir gewohnt…..aber das..!!!!
Doch dieses Mal  mache ich nicht mit…was immer du Fr. Maybach gesagt hast…revidiere es
Beruhige die arme Frau….wie du das anstellst ist mir egal….aber lege die Karten offen auf den Tisch
Das ist alles so hirnrissig…..Nur weil dir das Polizisten-Genie zu schlau ist, du keine Konkurrenz duldest
Andererseits die Ehe von Maybachs zu glücklich…..ich fasse es nicht
Intelligenz und Glück von 3. Kratzen an deinem Ergo, dann zündest du sofort die Vernichtungsbombe
Doch du kassierst für den Irrsinn weder fette Beute, noch wirst du belohnt, erhältst keinen zusätzlichen Titel….du kannst deine   Schadenfreude nicht mal laut rausschreien.
Du wirst die Realität vom Ehepaar Maybach nie erfahren
Tische mir jetzt keine Wahrsager-Weisheiten auf
Ingo, der Hellseher, der in das Privatleben, die Wohnung, die Herzen der Maybachs schauen kann
Schluss…Aus….Ende mit deinen brutalen Racheattacken….endgültig
Du wirst ganz schnell wieder gerade biegen was du angerichtet hast….sonst…sonst.."
 
„Was sonst, Bodo….Willst du mir drohen….
Lachhaft…schon vergessen, dass auch nach dir, nach einem Mittelsmann….einem 2. Täter bei unserer
„Geldquelle“, wegen dem Todesdelikt im Anlagebüro gefahndet wird..???“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 21 Feb 2015, 22:10

Ingo fletschte die Zähne:
„Du schweigst Bodo und zwar über alles…auch über die Patientin Maybach und wegen der Vernichtung des gleichnamigen Polizisten
Andernfalls gebe ich den lieben Beamten ein paar astreine Tipps, die dich wegen Mord lebenslänglich hinter Gitter bringen….und zwar nur dich alleine
Du weißt,  wie perfekt ich im Verdrehen von Tatsachen bin, wie gut ich manipulieren kann
Unsichtbar, quasi aus dem Untergrund heraus, muss ich nur mit dem Finger schnippen und schon sitzt du in der Zelle
Ist das angekommen Bodo….? Los, ich will eine Antwort hören, jetzt sofort“
 
„Rums“ schlug die Tür mit lautem Knall hinter Bodo zu
Er kochte vor Zorn, das war seine wütende Art zu antworten
 
 
 
 
„Nein Hajo bitte, wirf mich nicht aus dem Büro.
Du weißt, dass ich erst in einigen Tagen einen Flug buchen konnte
Zuhause fällt mir die Decke auf den Kopf, die Kleine in der Kita, Benni in der Uni
Ich laufe wie ein Tiger im Käfig umher, höre…suche in jeder Wohnungsecke nach Le…Le…mei..meiner Frau“
 
„Jan, ich möchte doch nur nicht, dass du dich total aufreibst
Die ständige Suche nach Leni, jetzt willst du dich hier dem Stress wieder aussetzen“
 
„Keine Verfolgungsjagden, keine Aktion Hajo, aber ich muss mich beschäftigen
Ich mache Telefondienst, Ablage oder schreibe Berichte wie ein Wilder
Um auf die Tastatur zu hauen, dazu werden meine beschränkten Fähigkeiten gerade noch ausreichen“
 
„Jan!!!...Du sollst dich nicht immer so runterziehen
Ist o.k., ich habe verstanden, Arbeit ist die beste Ablenkung für dich“
 
„Danke Hajo“ schaltete Jan schon den PC ein und schlug sofort eine Akte auf
Er „vergrub“ sich geradezu in Arbeit, blieb aber so schweigsam als sei er gar nicht anwesend
 
 
Nach einiger Zeit setzte Ina vorsichtig an: „Jan….mutest du dir nicht zu viel zu?
In einigen Tagen sitzt du wieder im Flieger….abschalten wäre doch jetzt besser für dich“
 
„Abschalten?....Ach Ina, wie denn?
In mir geht es zu wie in einem PC bei dem ständig auf alle Programme zugegriffen wird“
 
„Solange bis die Festplatte wegen Überlastung den Geist aufgibt
Verstehe mich bitte nicht falsch Jan……aber du bist mehr als angegriffen
Willst du wirklich bald schon wieder fliegen, nach Leni suchen
Auch du verkraftest nicht unzählige Enttäuschungen, Jan“
 
„Das ist mir klar, Ina…..aber noch geht es irgendwie….Ich kann einfach nicht aufgeben“
 
„Kumpel, ich schätze du hast gerade das größte Liebesgeständnis abgegeben, was man seiner Frau machen kann“
 
„Deine Sprüche sind jetzt so überflüssig wie…wie
Doch ausnahmsweise hat Tom recht……Jan….,du liebst Leni wirklich sehr“
 
Jan presste die Lippen aufeinander, doch seine Augen glänzten schon wieder feucht
 
Tom und Ina räusperten sich verlegen, wandten sich schnell ihrer Arbeit zu
 
Hajo setzte einige Male an Jan zu sich zu rufen, ließ es aber dann doch bleiben
Sein Schwiegersohn wirkte so konzentriert, als habe er die Sorgen um Leni kurzfristig ausgeklinkt
 
 
 
„Da sitzt ja der Halunke ganz entspannt, du Ehebrecher…Bravo...Applaus - Applaus, wie viele Frauen willst du noch vergraulen“
 
Jan zuckte furchtbar zusammen als plötzlich das Gebrüll von seinem Vater erschall
Dann erstarrte er, wie ein Gelähmter als sein Erzeuger sich vor seinem Tisch aufbaute 
 
„Welche Schäbigkeit hast du dir denn diesmal geleistet…deiner Ex konntest du dich mit Drogen entledigen…..der Trick klappt aber nicht 2 x
Leni erwischte dich wohl beim Fremdgehen
Du verdammter Hurensohn, warum zügelst du deine Triebe nicht“
 
„Peter, halte deine Zunge im Zaum. Solche Unverschämtheiten dulde ich in meiner Abteilung nicht“
 
„Komm zu dir Peter……..Jan, du kennst doch deinen Vater…er muss immer……
Du darfst dir das nicht so zu Herzen nehmen…er meint das nicht so“ wisperte Fr. Maybach
 
„Doch Mama, er meint es so, ganz genau das was er sagt und zwar Wort für Wort
Er hasst mich seit meinem 1. Atemzug. Für ihn bin ich eine Missgeburt, die man mit Verachtung schlägt
Alter, du lauerst doch immer auf einen Grund um mich fertig zu machen
In deinem Juristenkopf kratzt du jetzt alle hässlichen, widerlichen Beleidigungen, Anklagen, Peinlichkeiten, Verleumdungen, Schändlichkeiten zusammen, um mir ja genug Schmutz an den Kopf zu knallen“ fauchte Jan dem Alten entgegen, verwünschte gleichzeitig die Schauer, die ihm über den Rücken liefen, das harte Pochen was ihn so heftig rüttelte, erregte sich über sein einsetzendes Zittern
 
„Ganz recht „H. KOK, mit dir Dreckstück rede wann und wo ich will immer Klartext
Meinem missratenen Sohn Jan, der nur Schande über die Familie bringt
Alle Juristen können stolz auf ihre Söhne sein, aber mein Namensträger überschüttet mein Ansehen mit Dreck
Spuck´s aus Jan, mit wie vielen Nutten hast du es getrieben, leidest du an Sex-Sucht?
Hotelzimmer, billige Absteigen, Bordells, du hast wohl nichts ausgelassen
Oder hast du dich gar mit einem billigen Flittchen im Ehebett gewälzt und Leni hat euch erwischt?
Mein Sohn der Wiederholungstäter….du widerst mich an…das ist vulgär…ekelhaft…eindeutiger Ehebruch“
 
Jan trafen alle Worte wie fetzende Peitschenhiebe, er zuckte wieder und wieder zusammen
Total entsetzt brachte er keine Silbe hervor, der dicke Klos in seiner Kehle schnürte ihm die Luft ab
Noch immer starrte Jan den Alten an, wollte nicht begreifen welch abscheulicher Schmutz auf ihn donnerte
Doch jetzt das Wort „Ehebruch“ rüttelte ihn auf, endlich krätzte er spöttisch:
„Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht…..
Du prahlst doch immer damit, dass du mit allen flotten Bienen in die Kiste springst
Unzählbar wie oft du Mama betrogen und Ehebruch begangen hast“
 
„Das ist ganz etwas anderes, ich stelle es schlauer an als du, bin nie erwischt worden
Deine Mutter ist noch immer an meiner Seite, die Schnapsdrossel würde doch ohne mich verhungern“
 
Jan riss sich gerade noch zusammen, sonst hätte er dem abscheulichen Alten die Fresse poliert
 
 
Im Befehlston schnauzte der schon wieder: „Los heraus damit, du widerliches Subjekt….
Mit welcher schweinischen Orgie hast du deine Frau vertrieben
Ich will es jetzt wissen, mach endlich das Maul auf“ packte er Jan beim Kragen, schüttelte ihn
 
Wie 2 Stahlzangen umklammerten Jans Hände ganz fest die Gelenke von dem Alten
Während sich sein Blick in das Gesicht seines Erzeugers bohrte, bog er dessen Finger ganz langsam auseinander, löste sich aus der Umklammerung, zischte: „Fass mich nie wieder an…hörst du…nie, nie wieder!!!!!“
 
Einen Moment waren Alle vor Schreck wie gelähmt
Jetzt sauste Tom heran, baute sich vor Peter auf, brüllte: „Finger weg von Jan, Ende der Vorstellung
Raus aus dem Büro, sonst werde ich ungemütlich“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

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