Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Seite 2 von 2 Zurück  1, 2

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 25 Jan 2015, 19:19

das Eingangsposting lautete :

Ich fühle mich sehr unwohl in meiner Haut als Admin hier die 1. Story zu bringen. Teilt mir bitte offen mit wenn ihr dagegen seid, dann höre ich sofort auf.
Wer meine Geschichten von der HP unserer lieben Bine kennt, weiß das meine Fantasie ziemlich „schräg“ ist  und daran hat sich nichts geändert. Na ja, ich warte einfach mal ab ob mein Utopie-Quark überhaupt gelesen wird.
Alles Liebe   Walli
 
 
 
Erschüttert standen das Team und alle anderen Kollegen um die Tote
 
Nur Ina fetzte wieder ganz aufgeregt umher: „Spuren. Spuren über all Spuren sichern…ganz schnell“ trieb sie „ihre“ Leute an
 
„Grässliches Weib“ knirschte Tom mit den Zähnen und schüttelte den Kopf
 
Jan zog nur bitter die Mundwinkel herunter und verdrehte die Augen
 
Hajo stand noch immer erstarrt vor dem Opfer
 
Als Ina übereifrig jetzt auch noch an der Leiche herumfummelte, keifte Sabine:
„Zum letzten Mal Ina!!!!!!!......Du lässt die Finger von meiner Arbeit
Mach dich zurück an deine Spuren…..posaunst doch bestimmt gleich wieder den Täter überführt zu haben“
 
„Pah, bist doch nur neidisch, weil du mit deiner Körperschnipselei nicht so erfolgreich bist wie ich“ rauschte Ina beleidigt ab
 
Sabine schüttelte nur den Kopf, meinte dann: „Tja Männer…..falls ihr vor Erschütterung aufnahmefähig seid…..
Denn ihr seid erschüttert, sehr erschüttert, steht euch im Gesicht geschrieben….im Gegensatz zu der…der - dem Eisblock Ina
Eure ehrlichen Gefühle zeigen mir, dass wenigstens noch einige Menschen im Raum sind und ich nicht nur von seelenlosen Robotern umgeben bin
Ihr stimmt mir wohl zu, dass hier ein grausamer Teufel am Werk war. Tote habt ihr, habe ich ja immer wieder vor mir……..
Aber auf so bestialische Weise ermordet, wie die arme Frau….das geht uns wohl allen an die Nieren
………..Erdrosselt…..grausam erdrosselt mit einer Drahtschlinge….Ach was Schlinge
Sieht für mich eher aus wie ein Stück von einem Stacheldrahtzaun….bei den vielen spitzen Zacken….
Luft abgeschnürt….einfach erdrosselt…wie…wie…das ist so barbarisch…widerlich….unmenschlich…“ konnte auch jetzt Sabine ihre Erschütterung nicht mehr unterdrücken
 
„Sabine, weißt du……meine… kannst du trotzdem schon was sagen?“ stotterte Hajo
 
„Überlege, ob ich überhaupt obduziere….Todesursache scheint eindeutig…
Es dauert bestimmt bis ich die fest eingebohrte Schlinge entfernt habe
Eins noch….Das Opfer hat eine Waffendruckstelle an der Schläfe“
 
„Das erklärt den leergeräumten, aber nicht aufgebrochenen Tresor
Die Bestie hat mit aufgedrückter Waffe die Kombination erzwungen
Wohlmöglich sich den Tresor sogar vom Opfer öffnen lassen….und dann Schlinge….ein Teufel“
 
 
 
„Anscheinend bin ich hier überflüssig
Die Herren Polizisten….Ich verabschiede mich dann“
 
Tom und Jan wirbelten herum, standen sofort vor dem Zeugen:
„Sorry…Sie müssen der Herr sein, der die Tote fand. Entschuldigen Sie das lange Warten
Aber wir müssen uns immer erst ein großen Überblick verschaffen…H. Zeus… richtig?“ fragte Tom
 
„Dr. Zeus wenn ich bitten darf
Wenn Ihnen „Überblick verschaffen so wichtig ist, bin ich wirklich überflüssig
Manieren sind das hier!!!!!....Habe die Ehre“ wandte er sich zum Gehen
 
Jan beschwichtigte: „KOK Maybach mein Name…Dr. Zeus bitte versuchen Sie uns doch zu verstehen
Wir wollen Sie mit dem langen am Tatort verharren nicht schikanieren, aber wie mein Kollege schon sagte….
Erste grobe Anhaltspunkte sind sehr wichtig für uns, sonst wissen wir gar nicht welche Fragen wir Ihnen stellen sollen“
 
„Die Fragen erübrigen sich sowieso
Ich habe Sie gerufen, jetzt sind Sie da, sehen alles vor sich, für was dann noch Fragen“
 
„Dr. Zeus, ein paar Angaben benötigen wir schon noch“
 
„Ich will keine Schulmeisterbelehrungen…..schon gar nicht von einem Kölner Jecken
Maibusch, Maibart, Maiglöcken…oder wie immer du heißt
Du bist doch so ein Jeck aus der Domstadt, voll mit Narren und das nicht nur zur Karnevalszeit“
 
„Ja ich stamme aus Köln und Sie ebenfalls, wie deutlich an Ihrem Dialekt zu hören
Das macht mich aber nicht automatisch zu Ihrem Jecken-Duzbruder, Herr Dr. Zeus
Übrigens hieß und heiße ich immer noch Maybach..mit „y“
Wenn Sie jetzt bitte die Güte haben einige Fragen zu beantworten“
 
„Wozu, dem was ich schon sagte habe ich nichts hinzuzufügen“
 
Jan stöhnte leise: „Setzen wir uns doch, Dr. Zeus, dann fällt Ihnen vielleicht das Reden leichter“
 


„Weg da…Ist meine Schwester wirklich….?.....Ich muss sofort da rein“ wurde an der Tür geschrien

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten


Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 13 Feb 2015, 23:23

Zornig baute Ina sich jetzt vor Tom auf, fetzte weiter:
„Alle, ausgenommen dir natürlich, wünschen Jan von Herzen, dass seine über alles geliebte Familie schnell wieder vereint ist
Doch die Suche nach Leni ist wie die berühmte Nadel im Heuhaufen
Wenn Leni wirklich verschwunden bleibt, dann ist Jan nicht mehr Jan
Einsam, verbittert wird er sich unzählige Fragen stellen auf die es keine Antworten gibt
Jan martert sich solange grundlos mit Vorwürfen bis er völlig zerrissen ist
Bei jeder Mama-Frage von Dana bricht er sofort in Tränen aus….
Oder hast du Genie die passenden Antworten für ein Kleinkind, was noch gar nicht richtig begreift
Ich hoffe innig, das Jan seine Frau bald wieder in die Arme schließen kann
Wenn nicht, entschuldige Hajo, aber ich befürchte ohne Leni wird Jan schnell schwerkrank
Physisch krank, bleibt nur eine verzweifelte, durchlöcherte Hülle von ihm
Aber noch hofft Jan Leni zu finden, mit seiner Reise hat er die Suche gerade begonnen, Kowalski
Eine Killerjagd ist das ganz bestimmt nicht….Zufall….reiner Zufall….oder bist du schwerhörig Tom
Den Flaschenmörder hatte Jan bestimmt nicht auf seinem Plan…..er musste uns informieren
Ein Polizist ist immer und überall im Dienst….aber unsere Vorschriften kennt Kowalski ja nicht
Man hätte Jan ein Disziplinar- vlt. gar Strafverfahren angehängt, ihn wegen unterlassener Amtsausübung verklagt, wenn er den Verbrecher Besel einfach ignorieren würde
Die Erklärung, dass durch einen dummen Zufall, ungeahnten Beobachter, die winzigste Zuwiderhandlung eines Beamten immer ans Licht kommt, erspare ich mir jetzt
Muss ich noch deutlicher werden Kowalski, dich noch mehr über Jans Charakter und Emotionen aufklären?“
 
Hajo schwirrte der Kopf, einen Moment lächelte er still in sich hinein
Das hatte er von Ina lange nicht mehr erlebt, dass sie sich so für Jan einsetzte
 
„Sorry….dachte bei Jan nur……doch irre so fix, quasi automatisch, einen Mörder zu finden…
Ich zweifle doch nicht an meinem Partner….drückte mich wohl unpassend aus“
 
Jetzt donnerte Hajo: „Im Gegenteil Tom, deutliche, sehr deutliche Worte waren das
Freundesverrat…jawohl Freundesverrat hast du begangen  und nichts anderes
Ich hoffe, Jan erfährt das nie…..so etwas stürzt ihn nämlich restlos in den Abgrund“
 
„Hajo du kennst mich doch, weißt genau das ich schnell Unsinn rede, den ich im Nachhinein bereue“
 
„Dein loses Mundwerk ist mir schon lange ein Greul, Tom“
 
„Mach doch aus den paar  Sätzen nicht so ein Drama“
 
„Schluss jetzt Tom, ab sofort fehlt  dir die Zeit zum Unsinn reden
Du…ja richtig gehört du, stellst jetzt alles zusammen was wir für die Französischen Kollegen brauchen
Berichte, Anträge, Kopie, Vollmachten….na eben alles was zur Auslieferung nötig ist
Jan wird sich wahrscheinlich bald melden, bzw. den zuständigen Kollegen alles erklärt haben“


„Zu Befehl Chef, du wirst überaus zufrieden mit mir sein. Ich arbeite im Turbo…Superturbotempo“
 
 
 
Jan hatte in den Urlauben das Polizeirevier schon oft gesehen, doch nie gedacht es mal betreten zu müssen
Er parkte auf dem Marktplatz, überquerte die Straße und wenig später stand er einem Kollegen gegenüber
 
Auf Französisch erklärte Jan: „Maybach mein Name und eigentlich sind wir Kollegen…. Monsieur Cheuvig…(las er vom Namensschild ab)
Ich möchte eine Meldung machen, die Ihnen bestimmt sehr utopisch vorkommt“
 
„Oh Germany….Chie kohmen aus Dütschland….uh wie sohgt man…Lond der Dieschter ond Dehnckär“
 
„Sie sprechen ja fast perfekt Deutsch, kennen meine Heimat wohl sehr gut“
 
„Aah Germany….fiehle, fiehle Uhrloube…Romantika…Heidelbärger Schlohz...Branntenbuhrger Tor...Bluhmenzuk..no..no pardon

Rosenmonndagszug in Meiins…..Laib..Laib..no Leipzig, oh wolch Musika, wolch Klahnng in Gehwahnndhaus…..Keulner Dom...Loreley.. ..isch entdicke ihmmer neue Sihenswerdigkeiten“ deutsch-kauderwelschte Kollege Cheuvig schwärmerisch
 
„Äh pardon, M. Meba…..???“
 
„Maybach, Jan Maybach“
 
Auch wenn Polizist Cheuvig sich ungewöhnlich putzig ausdrückte, Jan verstand ihn sehr gut
Jetzt redete er weiter in seinem Französisch-Deutschen-Mix:  
„M. Maybach….pardon…so behondelt man keunen Kollegen?...Chie sahkten doch, das Chie Polizist sind….wos führt Chie hierheur…..dienstlöcher Auftrog?“
 
„Ich bin wirklich Polizist“ suchte Jan seinen Ausweis heraus
Doch zum einen habe ich in Ihrem schönen Land keinerlei Befugnis und zum anderen….
Bin ich momentan sowieso nicht im Dienst, wollte nur private Angelegenheiten hier erledigen
Tja…nun stehe ich doch in einem Kommissariat und muss einem Kollegen einen Fall erklären
Die Sache klingt so verrückt….Sie werfen mich sicher schnell hinaus, Kollege Cheuvig“
 
„Aber Monsieur, pardon, Kollege Maybach….Französische Gestlieschkeit, Ruhe..Geduuhld…fiel Geduuhld
Isch ben einer guter Zuherer…erzöhlen Chie…ben chohnn gespahnnd wie einer Flitzekreis“
 
Jan lächelte über den amüsanten Verwechslungs-Vergleich, erklärte dann sofort französisch alles ausführlich
Angefangen bei Besels vielen ausgeklügelten, trickreichen Betrügereien, über den Mord, bis zur gerade, zufälligen Entdeckung wurde es ein langer Bericht“
 
„Monsieurs Besleurie´s Weine uhnt Kustlischkeiten…“Mah“ exquisit..einer Gaumenschmus“ küsste Cheuvig seine Fingerspitzen
„…..Dieser Magenverwiener einer Murder…?“
 
„Ich wusste es….die Story ist so abgefahren….Sie glauben mir nicht, Kollege“
 
„Qui…Qui…doch Kollege Maybach….nuhr in miehner Kopp…wie sogd man….dred einer Korusal….
Fom Exquisa-Wird zum Küller…hert mahn niescht olle Dage…
Toch bei Polici firen fiele Omleidungen zur Ferhafdung
Isch globe Iehnnen Kollege Maybach….globe Iehnnen yedes Word
German-France-Zusemmenärbeid….gehvelld miehr….gehvelld miehr seer gud
Chie wohllen die Iberställung, ieren Teder in Germany feruhrteilen“
 
„Vielen Dank für Ihr Vertrauen Kollege Cheuvig
Meine Kollegen in Leipzig sind schon informiert. Von mir hörten Sie quasi nur das Vorwort
Unsere Soko lässt Ihnen alle gewünschten und erforderlichen Unterlagen, Berichte, Anträge, etc. zukommen
Ich bin mir sicher, dass alle Ihre Fragen beantwortet werden, nach einem ausführlichen Gespräch alle Unklarheiten beseitigt sind
Das Sie zur Überstellung bereit sind, signalisierten Sie ja schon
Wenn Sie möchten können Sie sofort Kontakt mit meinen Kollegen aufnehmen“
 
„No, no, stopp Kollege Maybach, no…..tass machen Chie“ drückte Cheuvig Jan den Telefonhörer in die Hand
„Bereiden Chie Ihre Gohllegen auf menen kumischen German-France-Kuterwolsch for“
 
„Ina, KOK Ina Zimmermann versteht ihr fast perfektes Deutsch sicher genauso gut wie ich“ wählte Jan
 
„Inna….oh la, la… eihnne Madam-Kollegin“ schwärmte Cheuvig
 
„Ina, hier Jan. Ich bin im Revier bei einem sehr netten, verständnisvollen und hilfsbereiten Kollegen
Kollege Cheuvig  spricht unsere Sprache fast perfekt, er freut sich sogar Deutsch zu sprechen
Bestimmt könnt ihr euch gut verständigen. Im Groben weiß er alles von Besel
Die Auslieferung ist so gut wie sicher, Selbstverständlichkeit, kollegiale Ehrensache nennt H. Cheuvig das
An der Stelle kann ich mich ja dann wohl wieder ausklinken“
 
„Danke Jan, dass du den Kollegen schon so umfassend informiert hast.
Am besten ich höre was er noch für Fragen hat und dann können wir ja die Formalitäten besprechen“
 
„Kollege Chevig ist schon ganz gespannt auf deine Stimme Ina
Ich wünsche euch viel Erfolg. Bin mir sicher, dass ihr den Mordfall jetzt endlich zum Abschluss bringt“
 
„Wir Jan…wir bringen den Fall zum Abschluss, den ohne dein Adlerauge….
Ach Jan….ich hoffe so sehr, dass du Leni….das du sie….“
 
„Bis bald Ina“ kämpfte Jan mit den aufsteigenden Tränen und übergab dem Kollegen schnell den Hörer
 
„Kollegin Zimmerman….eine Madam….wolch eihnner Ähre…Ehs fröt misch außerurdendlisch….
Kollege Maybach….wo wullen Chie hin…….??

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 14 Feb 2015, 21:18

„Kollege Maybach…….. nischt so schnäll……„Kollege Maybach…….blaipen Chie toch!!!
…….Jätz ischt er wäg..???
Madam….woruhm hot iehr Kollege ech  dähn s.o.o.o  ailisch?“
 
Ina sprach nun französisch
„Jan muss sich um etwas sehr tragisches kümmern….Privatsache….Sie verstehen?“
 
„Isch ferstähe, Madame Zimmermann
Jätz losche isch nohr nok iehrer besaubährs Stiehm unt eunem gons longen Periescht“
 
 „Ich möchte nicht wiederholen was Jan, äh Kollege Maybach schon erklärte, Kollege Cheuvig
Fragen Sie doch einfach das was Ihnen noch unklar ist“
 

„Ten Woin-Tod….äh…Flochen-Mohrt ärglehrte Kollege Maybach chnon färstintlisch
Toch die Fergongenheut….M. Besleurie´s Woinguhds-Drauhm….Gehiemnictonnel….fahndassia Bedruhgsmoschen….Woinberch, Draupenhondel, gliend so abendhäuerlis……..Isch bin noigirisch, Madame Zimmermann
Bärischten Sie mir dafohn?“
 
Bei den vielen krummen Dingern von Besel musste Ina lange erzählen
Abschließend meinte Sie: „Ich bedanke mich im Namen der Kollegen schon jetzt für die gute Zusammenarbeit
Wir übermitteln Ihnen alle Papiere, samt staatsanwaltlichem Auslieferungsantrag
Wenn Sie, bzw. Ihr Revier der Auslieferung zustimmt, freuen wir uns sehr auf Ihren positiven Anruf
„………………………………………………….“
„Ich fühle mich auch sehr geehrt, Kollege Cheuvig….Bis bald wie wir in Deutschland sagen“
 
 
Ina blies die Backen auf: „Puh….der überschlägt sich ja geradezu mit Komplimenten
Aber…..ein erfahrener Kollege, fast fühlbar, dass Besel fix auf der Leipziger Anklagebank landet
Ihr habt ja sicher alles mitbekommen, Cheuvig ruft bestimmt schnell zurück wenn er die Unterlagen hat“
 
Hajo meinte: „Das klingt wirklich alles positiv
Meinst du wirklich Besel sitzt hier bald in der Zelle, Ina?“
 
Ina nickte mehrmals ganz fest
 
„Ihr vergesst leider Jans Abwesenheit. Er muss vor Gericht aussagen, wie es dazu kam, dass er Besel entdeckte. Ohne Jan keine Verurteilung. Seine lange Auszeit könnte den ganzen Prozess zum Platzen bringen“
 
Hajo belehrte sofort: „Tom…..Tom…komm wieder runter.
Ich begreife sowieso nicht, dass Jan trotz seiner verzweifelten Suche noch Verbrecher auffallen
Dann auch gerade so ein Volltreffer wie Besel, nach dem wir schon solange fahnden“
 
Ina stimmte zu: „Das begreife ich auch nicht recht Hajo…..Jan kann sich das wohl selbst nicht erklären
Gefreut hat er sich über die Entdeckung bestimmt nicht
So schnell wie er aus dem Revier flitzte, so stark muss seine Sehnsucht nach Leni sein“
 
„Wenn Jan enttäuscht wird dann…..“ flüsterte Hajo…wurde dann aber lauter:
„Falls du es noch immer nicht begriffen hast Tom….Jan ist nach Frankreich gefahren und nicht zum Mond geflogen.
Sollte er tragischer weise die Suche nach meiner Tochter fortsetzen müssen, seine Aussage macht Jan bestimmt
Da er nicht ununterbrochen sucht, bestätigt er dir das bestimmt bald persönlich“
 
 
 

 
Als Jan endlich an die Rezeption des bekannten Urlaubhotels kam, empfing ihn der Portier sofort:
„Oh Monsieur Maybach!!!...Das ist aber eine Überraschung. Ich freue mich sehr Sie wieder bei uns begrüßen zu können.
Doch so plötzlich, Sie haben gar nicht reserviert….ganz zufällig sind aber gerade Zimmer frei
Sind Ihre charmante Frau und Ihre reizende Tochter auch wieder unsere Gäste?“
 
„WUMM!!!!!“ -------Die Enttäuschung traf Jan hart, schmerzte sehr
 
Am liebsten hätte er auf dem Absatz wieder kehrt gemacht
Vom Portier hörte er gerade unaufgefordert das was er wissen wollte: „Leni hatte also nicht hier eingecheckt!!!“
 
Jan schluckte und schluckte, kämpfte heftig gegen die aufsteigenden Tränen an
Fieberhaft suchte er nach einer glaubhaften Erklärung:  „Ich bin diesmal alleine hier, muss Vieles erledigen
Bei dem Stress und in so kurzer Zeit, dass ist zu anstrengend für meine Familie
Spätestens übermorgen….ja 2 Tage müssen ausreichend, fahre ich schon wieder zurück
Kann ich für die kurze trotzdem ein Zimmer buchen?“
 
Wenige Minuten später stand Jan verloren in dem gemütlichen Hotelzimmer
Die gediegene Einrichtung, die harmonische Atmosphäre….sonst fühlte er sich hier sofort wohl
Für all das hatte Jan jetzt keinen Blick. Er stand am Fenster, sinnierte:  „Sicher…das Hotel…nur ein Versuch……Einer von wie vielen?......Wer weiß, wo es mich noch überall hintreibt?
Wo….Wo nur bist du Schatz???....und warum….Was hat das bloß zu bedeuten, Liebes
Wir waren doch so glücklich….unsere Liebe schmiedete uns eng zusammen
Was habe ich bloß falsch gemacht…Ich muss es wissen Schatz….muss dich finden
Einen so plötzlichen Schnitt…..das ertrage ich nicht….es zerreißt mir das Herz…
Unser Schatz….sie versteht doch nicht…..was soll denn aus unserer Kleinen werden…???“ vergoss Jan bittere Tränen
Er ließ es einfach zu….schämte sich nicht wegen dem Tränenmeer was ihn blind machte für alles um ihn herum
 
Viel später raste Jan irgendwann in die Dusche
Als er danach das Hotelzimmer verließ, dachte er: „Rumsitzen bringt überhaupt nichts
Wenn nicht hier…..vielleicht ist Leni ganz in der Nähe, unzählige schöne Plätze besuchten wir gemeinsam“
 
Jan streifte langsam umher, schaute an allen umliegenden Stellen nach, wo es Leni hingezogen haben könnte
Er fragte auch in nahegelegenen Hotels und Pensionen nach
Schwindelte überall er sei hier mit Fr. Maybach verabredet, man möchte ihr doch den Besucher ankündigen
Doch Jan hatte keinen Erfolg mit seiner kleinen Notlüge, auch in anderen Unterkünften kannte man keinen Gast namens Maybach
Auch in die zahlreichen Weinlokale und Cafe schaute er kurz hinein
Jan musste sich nicht lange aufhalten, seine Leni hätte er unter Tausenden Frauen sofort erkannt
Langsam wurde es dunkel, doch er ging noch zu allen Stätten und Sehenswürdigkeiten, wo sie sich beide im Urlaub so gerne aufhielten
Spät in der Nacht kehrte Jan erst völlig resigniert ins Hotel zurück
„Der 1. Versuch Jan ist selten gleich ein Glückstreffer
Nicht aufgeben, du hast mit der Suche gerade begonnen….noch so viele Ziele vor dir“
 
Mit Leni vor Augen sank Jan erschöpft ins Bett, zu dem Bild seiner Frau mischte sich noch so vieles
Jan schüttelte den Kopf über die ungewöhnliche Anreise: „Ich hatte nur die Suche nach meinen Schatz im Sinn. Von Polizei…Verbrecher….Dienst völlig abgeschaltet und dann entdecke ich Besel
Ich glaube es ja nicht….den Flaschen-Mörder hatte ich wirklich  nicht auf dem Plan
Vorbei….Abschalten Jan, Leni ist jetzt das Allerwichtigste“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 15 Feb 2015, 20:09

Jans Gedanken, das Unfassbare, Sehnsucht und Emotionen kamen aber nicht zur Ruhe
Er nickte immer nur kurz ein und fuhr unzählige Male schweißgebadet hoch
Stets quälte Jan die gleiche Vorstellung, dass sich etwas Schreckliches ereignet hatte…mit Leni oder gar Dana
Vielleicht auch Benni, sein Großer verhielt sich wirklich vernünftig….aber das Schicksal schlug oft sehr grausam zu


 
Im Morgengrauen verließ Jan schon das Hotel, fuhr zu den angrenzenden Ortschaften
In einem großen Umfeld hielt er an all den Stätten die ihnen beiden so gut gefallen hatten, nach Leni Ausschau.
Ob Denkmäler, Kirchen, Parks, Brunnen, verwinkelte, romantische Gässchen, einfach nur bezaubernde Stellen mitten in der Natur  Jan ließ nichts aus, erinnerte sich an jedes einzelne gemeinsam so gerne aufgesuchte Fleckchen und jedes  Mal riss die brennende Verzweiflung ihn noch tiefer auf, wenn es auch hier wieder nicht mal einen Hauch von Leni gab
 
Zum 2. x kehrte Jan am Boden zerstört spät in der Nacht ins Hotel zurück und auch diese Nacht quälte ihn wieder undefinierbare Angst
 


Frühmorgens trat Jan die Heimreise an. An allen infrage kommenden Stellen hatte er gesucht
Das ganze Land abzusuchen, Jan schüttelte den Kopf: „Zwecklos, mein Gefühl sagt mir, dass Leni nicht hier ist….doch nicht aufgeben Jan….nur nicht aufgeben….es gibt noch so viele Stellen abzusuchen“
Sofort stiegen wieder Tränen auf, Jan war danach loszuheulen wie ein kleines Kind
Utopie am Lenkrad sitzend
 
 
 


Von dem zubereiteten Essen hatte Leni erst eine Gabel in den Mund geschoben
Sie kaute und kaute darauf herum, bekam aber keinen Bissen herunter
„Essen, für was soll ich essen……so überflüssig wie alles andere
Verhungern, ja verhungern wäre gut….ob so oder so….doch alles egal
Dabei koche ich so gerne….am liebsten mit Jan zusammen…..aus…vorbei
Ich stehe nie wieder mit Jan gemeinsam am Herd….werde Dana niemals mehr füttern
Unvorstellbar, dass ich meinen geliebten Mann…mein Kind nicht wiedersehe…und dich Benni..
Wie sehr wirst du noch in die Höhe schießen?
Ich halte das nicht aus, nicht mehr in Jans Armen liegen….nicht mehr mit Dana spielen
Das schaffe ich……….
Muss, muss ich bewältigen….habe es selbst so gewollt
Nein., nein, nein …..das Schicksal zwingt mich dazu
Ach verdammt, verdammt warum ist das Leben so grausam“ raste Leni hinaus
Sie lief, rannte, rannte immer weiter, bis sie keine Luft mehr bekam
Erschöpft sank Leni ins Gras und weinte so verzweifelt, das sich ein kleiner See auf dem Boden bildete
 
 


 
„Papa…Papa wieder da“ eilte Dana Jan freudig entgegen
„Mami auch…..Mami mitgebracht“
 
„Die Mami konnte ich leider nicht mitbringen Schatz“ nahm Jan Dana schnell in die Arme um seine Tränen zu verbergen
„Aber der Papa ist schnell wieder gekommen…wie ich es versprochen habe“
 
„Papa gekommen….Papa wieder da“ schmiegte sich Dana fest an ihn
 
Als müsste er die 2 Reisetage nachholen, schmuste Jan mit seiner Kleinen solange bis er sie zu Bett brachte


 
„Ach Papa, die Enttäuschung ist dir deutlich anzusehen“ umarmte Benni Jan als sie alleine waren
„Mein Schwesterlein sollte unsere „Zärtlichkeiten“ nicht mitbekommem“ flüsterte er dann verschwörerisch
 
„Möchtest du reden, Papa?“
 
„Ach Junge was soll ich sagen…..mir fehlen die passenden Worte…und…und dann“
 
„Dann ist mir ja auch alles bekannt, du hast ja telefonisch ausführlich berichtet
Aber…..Papa, willst du wirklich noch an den vielen Stellen suchen, die du genannt hast“
 
„Ich laste dir zu viel auf Benni, nicht wahr. Du hast recht, ich kann nicht so oft und lange die Verantwortung auf dich abwälzen“
 
„Davon will ich kein Wort mehr hören, Papa. Während du in Frankreich warst ging alles gut und für weitere Abwesenheiten sind wir bestens organisiert.
Viel schlimmer ist….Papa du kannst wieder und wieder enttäuscht zurückkehren
Wie oft verkraftest du das….3 x…5 x…vielleicht brichst du irgendwo in der Ferne zusammen
Aber wir brauchen dich Papa…Dana jetzt nötiger als jemals zuvor….und ich….ich brauche dich auch“
 
„Ach Junge, ich weiß ja selbst, dass dieses „ins Blaue suchen“ nach Leni unmöglich ist
Aber ich….ich kann nicht anders….muss etwas tun….will Leni wiederfinden
Das Unbegreifliche….die Fassungslosigkeit treibt mich an…Für Lenis Verschwinden gibt es einen Grund
Den möchte ich, no, den M U S S  ich wissen
Außerdem…bis eben hatte ich eine Frau…und jetzt soll ich für immer auf unser Glück verzichten….???
Ich bin viel zu entsetzt, verzweifelt um einfach nur abzuwarten….ich…ich….ich
Sorry Großer…ich will dir nichts vorheulen“ verbarg Jan sein Gesicht in den Händen
 
„Weine Papa, weine so viel und solange du willst“ nahm Benni Jan in den Arm
„Tränen erleichtern…..Nur diesmal….ob Tränen dich erleichtern bevor du Leni gefunden hast
Vergiss was ich sagte…Suche….erkundige dich….forsche so oft und solange du willst
Ich möchte doch auch, dass Leni zurückkehrt. Wir wieder eine glückliche Familie sind
Außerdem hast du einen besonders sensiblen Gefühlssensor…der weist dir bestimmt das richtige Ziel
Direkt hinein in Lenis ausgebreitete Arme, die sehnsuchtsvoll auf dich warten“
 
„Großer…weißt du das du ein Pfundskerl bist…ein Freund, Kumpel auf den ich sehr stolz bin
Bei dir muss ich nicht den Starken geben, kann ich mich so geben wie ich bin, mit allen meinen Schwächen
Ohne deine Unterstützung würde ich das alles gar nicht durchstehen“ sackte Jans Kopf auf Bennis Schulter
 
 
 
 
„Hajo…..darf ich dich mal etwas fragen? – Etwas sehr persönliches fragen? “ setzte Ina vorsichtig an
 
„Kaum ist Jan nicht da, schon probierst du dich in Psychologie“
 
„Mitnichten, an Jans besonderes Feingefühl reiche ich nie ran
Doch es geht um Jan…und um Leni, besonders aber um dich
Ha..jo….Hajo
…..….also kurzum, frei heraus, offen gesagt
Hajo ich blicke bei dir, bzw. deinem Verhalten nicht mehr durch“
 
„Klartext Ina, drücke dich deutlich aus“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 16 Feb 2015, 21:03

Ina druckste herum: „Nun ja Hajo….Leni ist verschwunden….das ist eine Tragödie
Aber wie und was du alles von dir gibst
Deine Aufregung ist wie Dampf ablassen, wenn uns ein Täter durch die Lappen geht
Du schimpfst auf Leni, nennst sie Rabenmutter, eine durch geknallte Abenteuerin, die man verprügeln müsste
Alles ziemlich abfällige, negative und sehr harte Worte über deine Tochter
Du wolltest Jan sogar von der Suche abhalten, quasi so als ob Leni bleiben  soll wo der Pfeffer wächst
Allerdings bist du um Jan besorgt, du ängstigt dich sehr,  dass er das Drama physisch und psychisch nicht verkraftet.
Da erinnere ich mich aber an ganz andere Töne: Leni sollte sich etwas Besseres suchen, nicht ausgerechnet einen dahergelaufenen Polizisten….Jan ist nicht gut genug für Leni…..schon mal geschieden….so Einen heiratet man sowieso nicht…..Jan meint es nicht ernst mit Leni…spielt mit ihren Gefühlen, usw., usw.
Doch jetzt Hajo….scheint Jan dir näher zu stehen als deine Tochter
Ja, Lenis Verschwinden ist ein Drama…ein sehr großes sogar….wenn du verzweifelt wärst
Was Leni auch immer zu der Trennung getrieben hat….Hajo, nimm es mir nicht übel
Aber sie ist und bleibt deine Tochter, dein eigen Fleisch und Blut, dein einziges Kind
Leni so an den Pranger zu stellen….das bist doch nicht du Hajo
Du willst uns doch nicht wirklich einreden, dass dich ihr Schicksal völlig kalt lässt“
 


„Leni irgendwo da draußen…für immer sie nie wieder zu sehen, ihr habt mich durchschaut
Nein…..das lässt mich wirklich nicht kalt….aber das Unbegreifliche, Entsetzliche, diese Fassungslosigkeit
Deshalb bin ich…..das macht mich total wütend….sehr wütend sogar
Vor allem weil ich 100%ig weiß, dass die Trennung nichts mit Jan zu tun hat
Ihr hättest Lenis Abschiedsbrief lesen müssen……
Das ich anfangs gegen die Beziehung war, das hatte gar nichts mit Jan zu tun
Da kannte ich ihn, seinen Charakter, eben den ganzen Kerl schon lange
Ich reagierte einfach wie viele Väter, die für ihre Tochter einen Prinzen suchen oder eben das „Kind“ nicht los lassen wollen
Aber Jan macht Leni nicht nur glücklich, er beschützt sie, lässt Leni ihre Macken und Freiheit
Er ist der beste Zuhörer, Ratgeber und vor allem bemüht er sich immer um eine Problemlösung
Auch wenn der Brocken noch so schwer ist, besonnen und ruhig kam Jan immer zu einer Lösung
Aber zum Dank dafür…..und jetzt….peitscht Leni ihn doch durch das schlimmste Wiederholungsspiel
Damals Benni und nun steht Jan mit Dana alleine da
Natürlich könnte Leni bald zurückkommen, aber ihr habt doch selbst gesehen, dass Jan jetzt schon fix und fertig ist
Aber warum dieses aufreibende Nervenspiel???
Nirgendwo zeichnet sich ein Grund für Lenis „Flucht“ ab
Selbst wenn, dann bespreche ich das mit meinem Mann und lasse nicht ihn, die Familie, vor allem aber nicht mein kleines Kind im Stich. Leni ist leider genauso stur wie ich, wir bestehen beide auf unsere, nicht immer klugen Entscheidungen
Aber Ina, du bist selbst Mutter, egal was läuft, das Kind steht immer an 1. Stelle
Hätte nie gedacht meine Tochter mal als verantwortungslos zu bezeichnen
Doch Leni macht es sich verdammt einfach: Jan wird schon machen…Sie lastet ihm einfach die ganze Verantwortung auf
Viele unkluge Entscheidungen traf Leni schon…vielleicht handelt sie plötzlich überkandidelt
Ihre bisherige Welt ist ihr zu klein geworden, nicht mehr hier in Leipzig für die Zeitung schreiben…
Nein..…!!! Strebt jetzt im Ausland die  Karriere einer Filmreporterin, Quiz- oder Talkmeisterin an
Was weiß denn ich, welche bösen Geister sie plötzlich reiten….aber dafür habe ich kein Verständnis
Will ich auch nicht haben, sowas tut eine Mutter und Ehefrau einfach nicht
Krankheit….das wäre das Einzige für das ich Verständnis habe…..
Leni hat, leider ja zu recht, entsetzliche Angst vor Brustkrebs….das Leid ihrer Mutter steht ihr noch immer vor Augen. Aber die letzte Untersuchung gibt nicht den winzigsten Grund zur Sorge
Verdammt noch mal, bei allen anderen Schwierigkeiten hätte Jan ihr doch geholfen
Was Leni abzieht….unverständlich…ich kapiere es nicht….das geht mir einfach nicht in den Kopf
Ob beruflich oder privat, wenn ich vor unlösbaren Rätsel stehe, bin ich sauer…
Verdammt sauer, brülle darum, schlage um mich….alles nur Fassade
Um ehrlich zu sein, ich fühle mich genauso hilflos und verzweifelt wie Jan
Das darf einfach nicht sein, dass ich meine Tochter nie wiedersehe……
---------------------------
…………Glaubt mir, wenn Leni jetzt ins Büro käme, ich würde sie glücklich umarmen
So fest an meine Brust drücken, dass ihr die Luft wegbleibt……
……Ach was rede ich denn….stehe hier und halte Vorträge….mein dummes Zeug versteht sowieso Keiner“ rannte Hajo in sein Büro und verkroch sich für den Rest des Tages darin
 
„Puh….Hajo der Sentimentale“ blies Tom die Backen auf
Bei jedem Wort konnte man auf den Grund seines Herzens sehen
Hoffentlich hat die Tragödie bald ein glückliches Ende
Sonst haben wir nicht nur einen kranken, besser gesagt psychisch völlig gestörten Kollegen Jan, sondern einen berufsunfähigen Chef gleich mit dazu“
 
„Jetzt merke ich, dass auch dir das Drama täglich mehr an die Nieren geht, Tom“
 
 
 

 
Bei jeder neuen „Suchreise“ fiel es Jan schwerer gegen die Tränen anzukämpfen
„Reiß dich wenigstens beim Fahren zusammen, Maybach
Darf nicht passieren, dass ich 3. durch einen Unfall noch ins Unglück stürze“ beschimpfte er sich selbst
 
Es kostete Jan viel Überwindung sich seine Verzweiflung nicht anmerken zu lassen
Benni konnte er nichts vormachen, Vaters Sohn kannte ihn in und auswendig, hatte Röntgenaugen
Doch bei Dana wollte und durfte Jan nicht weinen, leider erinnerte er sich gerade jetzt an den Abschied
Die Augen von seinem kleinen Schatz blickten jedes Mal trauriger
Jan zog es das Herz zusammen wie entsetzlich der Sonnenschein geweint hatte, sich an ihn klammerte, schluchzte: „Dana nicht alleine lassen, nicht weggehen Papa…“
Bisher hatte sie ihn immer wieder freudig empfangen….doch wie viel ertrug sein Schatz???
Der kleine Verstand begriff das doch alles gar nicht und Niemand blickt in ein Kinderherz
„Warum Schatz….warum die Trennung Leni……für immer schreibst du….Kann doch nicht sein!!!!!
Was habe ich dir denn bloß getan………..bin ich wirklich so ein schlechter Ehemann
Ich hätte mich doch geändert, ehrlich, meine Liebe ist stark genug um mich total zu wandeln
O.k. wenn du mich nicht mehr erträgst…….aber dann hättest du doch unser kleinen Schatz nicht verlassen
Thesen…..konstruieren….vermuten…..verdammt ich rätsele doch nicht an einem Fall
Einen Grund, Liebste, ich möchte doch wenigsten den Grund für das Unfassbare wissen
Die Wahrheit Leni….du hast mir doch immer alles ins Gesicht gesagt
Ich muss die Wahrheit kennen…..deshalb suche ich doch an allen „hoffnungsvollen“ Orten
Sicher, ziemlich unprofessionell wieder und wieder neue Ziele anzusteuern…….“
 
„Weiterfahren….du musst Jan….hörst du, du M U S S T
Nicht aufgeben…nur nicht aufgeben….diesmal wird bestimmt alles gut….Leni wartet schon“
 
 




„Ach nur eine Kurzmitteilung, Ina, Tom…
Theo, vom Vermissten-Revier nimmt die Suche nach Leni sehr ernst
Eine offizielle Vermisstenanzeige kommt natürlich nicht infrage
Aber Theo und ich sind nicht nur uralte Kumpels, er kennt auch Leni schon von klein auf
Es wieselt natürlich kein Heer Kollegen durch die Stadt
Doch Theo hat Alle aufgefordert mit geschultem Blick Ausschau nach Leni zu halten, nicht nur in Leipzig
Auch die Beamten in der Umgebung hat er um Unterstützung gebeten….weil….weil er
Weil Theo Verständnis für meine, Jans, unser aller Verzweiflung aufbringt
Er hat selbst 2 Kinder….Vor ihm muss ich keine Rechenschaft ablegen….wir kennen uns so ewig
Theo ist das auch alles unbegreiflich, wie gesagt, er hat Leni aufwachsen sehen, erinnert sich sogar an den Beginn der Freundschaft mit Jan, den er ja jetzt auch schon viele Jahre kennt
Kurzum, Theo weiß genau wie mir und erst recht Jan in der unfassbaren Situation zumute ist
Der macht nicht viele Worte….ist eben ein Kumpel der hilft wo er kann
Außerdem kenne ich da einen von der Zulassungsstelle ganz gut
Es ist jetzt bestätigt, dass Leni einen in Dresden gekauften Wagen hier zugelassen hat
Altes Baujahr, also mit der Schrottkiste kommt sie bestimmt nicht weit
Ein gelber Ford, Kennzeichen: L – JD – 2411“
 
„J D…Jan..Dana…..24.11.,ist das nicht Lenis und Jans Hochzeitstag“ sinnierte Ina

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 17 Feb 2015, 21:01

Hajo nickte traurig „Genau, Leni und Jans Hochzeitstag“ krächzte er dann heiser
 
„Nun hoffst du, dass Leni wegen den Erkenntnissen schnell gefunden wird, Hajo“
 
„Zunächst will ich, dass Jan davon nichts erfährt. Kein Ton zu ihm, verstanden
Jan darf sich auf keinen Fall falsche Hoffnungen machen, den so blöd wie ihr mich haltet bin ich nicht
Aber ich musste doch irgendetwas tun, Jan unterstützen, der reibt sich mit der ständigen Suche noch völlig auf
Es wäre doch denkbar, dass Leni nicht in der Ferne, sondern hier mitten in der Stadt ist
Was wenn sie denkt hier in Leipzig vermutet sie Keiner, sich sicher fühlt
Sie weiß ja nicht, dass uns der gelbe Ford bekannt ist, der uns vielleicht, ich betone vielleicht zu ihr führt
Natürlich kann das Auto auch in einer Garage, einem Schuppen, Hof oder sonst wo stehen
Auch möglich, dass Leni mit der alten Kiste wirklich an ihr angepeiltes Ziel kam
Sie ist erwachsen, freiwillig verschwunden, eine großangelegte Suchaktion ist da völlige Utopie
Außerhalb der Stadt fällt auch dem besten Polizisten das Vehikel gar nicht auf
Sollte Leni Deutschland verlassen haben….dann…dann kann ich Jan nur noch bedauern
Sicher kennt Jan  am besten alle Stellen wo sich Leni oder beide gemeinsam sehr gerne aufhielten
Ich verstehe ihn sehr gut, er klammert sich an jeden winzigen Zipfel Hoffnung
Doch Leni kennt auch Jans Verbissenheit und ist gerade deshalb vielleicht weit entfernt von den beliebten Orten
Wenn Jan nicht bald Erfolg hat….dann…dann….“
 
„Hajo!!!...Jan tut sich nichts an….er bringt sich nicht um…niemals
Mag sein, dass er ein Anderer wird, nicht wiederzuerkennen ist
Aber er liebt Dana viel zu sehr…würde sie nie allein lassen….und Benni auch nicht“
 
„O.k.. meine Recherchen sind nur ein ganz kleiner Tropfen auf einen heißen Stein
Ich kann Leni einfach noch nicht als Verschollene sehen….ich will auch mal ein Wunder erleben
Das Wunder der schnellen Rückkehr meiner  Tochter, aber mit einer sehr, sehr plausiblen Erklärung
Jan gibt die Hoffnung nicht auf….wo kommen wir denn dahin wenn ich mich von Lenis Theater in die Knie zwingen lasse“
 
„Hajo, du musst nicht wieder den Starken mimen, deine große Besorgnis verstehen wir sehr gut
Jeder Vater würde so reagieren. Mit Jeder sind  auch hartgesottene Polizisten gemeint
Wir fahren ja keine Streife….aber wer weiß…vielleicht entdecken wir ja ganz zufällig Lenis Auto
Gelber Ford, altes Baujahr, L – JD – 2411, ist schon ganz fest da oben registriert“ tippte sich Tom an den Kopf
 
 
 
 

 
Wieder fuhr Jan ohne Leni zurück
Jede  neue Enttäuschung stürzte ihn tiefer in die Verzweiflung
„Der Kleine Schatz….wenn sie mich wieder so traurig anschaut…das ertrage ich nicht“ wischte sich Jan die Tränen aus den Augen
Die erfolglosen Schläge trafen ihn härter als er ertragen konnte
Jan schaffte es nicht mal mehr wenigstens beim Fahren das Weinen zu unterdrücken
Je näher er der Heimat kam, desto stärker flossen die Tränen
Angst, Jan hatte Angst vor seiner Kleinen…seinem Kind, dass noch nichts begreifen konnte
Wieder stand er als Versager vor seiner Tochter, brachte ihr die ersehnte Mami nicht zurück
Jan graute aber auch vor der Wohnung, die ihm ohne Leni so kalt, fremd erschien
Er schlief schon lange nicht mehr im Ehebett, alleine auf der großen Matratze…nein unerträglich
Lag schon ewig zurück, dass Jan das letzte Mal eine Nacht durchgeschlafen hatte
Hin und wieder kurzes Einschlummern, dann lag er doch wieder wach
Aus Angst, Fragen, Verzweiflung um Leni bekam Jan kaum die Augen zu
Bald nutzte er die Wohnzimmer-Couch als Bett, vor Dana konnte er es ja verbergen
Doch Benni „ertappte“ Jan als er in der Nacht ins Bad wollte
 
„P A P A…du hier“ rief er geschockt
 
„Be..Benni..es geht ni….ich kann nicht…ich…ich…ich“ stammelte Jan hilflos
 
„Ja..Ja schon gut Papa….verstehe vollkommen“ verlor Benni nie wieder ein Wort über die Entdeckung
 
Nach dieser Erinnerung dachte Jan plötzlich: „Einfach ins Blaue suchen….was mache ich eigentlich….
Irrsinnig….bekloppt…idiotisch………………… Aufhören….sagen das war es!!!
Jan komme zu dir…..Nur du Leni, mein Schatz, bist wichtig….ich kann doch ohne dich nicht…..
Du bist gerade sehr gestresst…..aber schon abbrechen….Ach Liebste..solange bist du ja auch noch nicht weg
Bei der nächsten Reise, ja das nächste Mal finde ich dich bestimmt…. Muss dich finden
 
Jans Herz klopfte rasend als er die Wohnung betrat und schon plapperte Dana auch:
„Papa, Papa wieder da….mit Mami…..Mami mitgebracht“
 
„Nein Schatz….Leider habe ich Mami wieder nicht mitgebracht“ nahm er seine Kleine auf den Arm und blickte ängstlich, zitternd in ihr trauriges Gesicht
Mit großen Augen schaute Dana Jan einen kurzen Moment an: „Aber Papa wieder da“ gluckste sie dann munter …..“Papa wieder bei Dana“ umarmte sie Jan dann
 
„Sie lacht mit mir….mein kleiner Sonnenschein lacht noch mit mir……aber wie lange noch???“ drückte Jan sie zärtlich an sich
 
 
 

 
„Tja H. Besel, da ist Ihr großer Weinlokaltraum dann doch geplatzt und ausgerechnet in Frankreich
Aber mal ehrlich, Ihr stilvoller, gedoubelter nachgemachter Kellner-Auftritt ist so grottenschlecht….da mussten Sie ja auffallen“ legte Hajo die von Jan gemachten Bilder vor
 
„Die Franzosen überzeugte es….aber wieso….KOK Maybach hat mich entdeckt, richtig?
Ich kapier das nicht….Weshalb kommt Ihr Kollege ausgerechnet nach Frankreich…..
So einen exzellenten Weingaumen traute ich ihm gar nicht zu“
 
„Einen erlesenen Rotwein gönnt Jan sich hin und wieder auch mal gerne
Aber er ist nicht so verrückt wegen einem guten Tropfen soweit zu fahren“
 
„Dann ist meine Verhaftung unzulässig, KOK Maybach hätte in Frankreich nicht nach mir fahnden dürfen“
regte sich Besel lautstark auf, schoss plötzlich turbomäßig vom Stuhl hoch

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 18 Feb 2015, 21:13

Hajo donnerte: „Hinsetzen, aber ganz fix“ und drückte Besel schnell wieder auf  den Stuhl
„und von wegen unrechtmäßige Verhaftung…“
 
Besel jammerte dazwischen:
„Es will mir immer noch nicht in den Schädel, dass mich Maybach überhaupt entdeckte
Mein Weinlokal liegt zurückversetzt am Waldrand…..dachte in dieser idyllischen Lage könnte ich meine Gäste ewig verwöhnen“
 
„Sie wurden außen, im Gartenlokal entdeckt,…tja KOK Maybachs geschulten Indianerblick entgeht so schnell nichts
So gute Bekannte wie Sie, H. Besel, stechen Jan direkt ins Auge, auch wenn er mit seinen Gedanken ganz woanders ist
Ihr Lokal lag auf KOK Maybachs Route. Zufällig H. Besel, rein zufällig fielen Sie ihm auf
Jan fahndete nicht nach Ihnen, durfte nach der Grenze  gar nicht nach Ihnen fahnden
Fakt ist ja wohl, dass die französischen Kollegen Sie verhafteten
Ich will nichts mehr von unzulässiger Verhaftung hören…verstanden
Ihr Versteckspiel hielt uns lange genug in Atem….
In Frankreich…also in Frankreich verwirklichten Sie Ihren Weinlokal-Traum
Das Betrugsdezernat hat schon ausreichend Anhaltspunkte von all denen die Sie um hohe Beträge prellten um die Lokalität zu finanzieren
Unsere Soko ist für Mord zuständig, dem Mord an dem Winzer, den Sie töteten, H. Besel
Leugnen hilft Ihnen nichts, der Weingut-Partner hat Sie eindeutig in unserer Datei erkannt
Ihr „hübsches“ Foto in diesem umfangreichen Werk kennen Sie ja
Der Partner macht sich immer noch Vorwürfe weil er einfach erstarrt stehen blieb, statt einzugreifen
Ein weiterer sicherer Beweis sind Ihre Fingerabdrücke auf der Tatwaffe, bzw. Glas
Das passt zu Ihnen, Mord mit der Weinflasche….das ist so….so abgefahren
Ausgerechnet mit dem Gefäß, wo Ihr „über alles geliebter“, man kann schon sagen „angebeteter“ Rebensaft abgefüllt wird, begehen Sie einen Mord“
 
„Sie müssen das verstehen, Herr HK, ich hatte gerade eine Kiste mit besonders erlesenen Weinen, einem  Jahrhundertwein vor mir….da….gerade da erwischt mich der Besitzer“
 
„Erzählen Sie die Tränenstory Ihrem Anwalt, vielleicht plädiert er ja auf Unzurechnungsfähigkeit weil Ihr Verstand aussetzte, dass Ihnen dieser „Schatz“ entgangen ist
Wir hingegen erwarten nach Ihrer langen „Abwesenheit“ endlich ein Geständnis
Die Beweise sind erdrückend, H.Besel, die Anklage ist nur noch eine Formsache
Ein freiwilliges, ausführliches Geständnis könnte sich evtl. vielleicht noch strafmildernd auswirken
Also….wie ist es, H. Besel, sind Sie so vernünftig die Tat zu schildern, Ihre Schuld einzugestehen?“
 
Zusammengesunken wie ein Häufchen Unglück saß Besel zwar da, aber er nickte, nickte mehrmals zustimmend
 
„Tom das übernimmst du. Aber sei bitte nett und geduldig zu dem Verdächtigen
Wer einen so besonders speziellen, erlesenen Gaumen hat ist leicht verletzlich
Wir wollen doch, dass unser Weinliebhaber unversehrt in U-Haft kommt“
 
 
 
 
„Hallo Jan, du bist wohl gekommen um dich nach Besel zu erkundigen
Ich kann dich beruhigen. Seine Überstellung ging genauso schnell wie sein Schuldgeständnis
Die Anklage liegt auch schon vor, H. Kruse bemüht sich schon um einen zeitnahen Prozesstermin
Wenn auch mit Verspätung, trotzdem Glückwunsch Jan….
Kaum über die Grenze und zack…..klärst du einen Fall auf
Das macht dir so schnell Keiner nach“
 
„Hajo, ich sagte doch, dass ich Besel zufällig entdeckte, Belobigungen sind da wirklich unangebracht
Also kein Grund um den „Zufallstreffer“ an die große Glocke zu hängen
Auf die französischen Kollegen und auf euch ist Verlass, wegen Besel bin ich auch nicht hier
 
Ina….ich muss…ich will…ich…ich möchte mich bei dir bedanken
Danke, dass du dich so um Dana bemühst, so fürsorglich zu ihr bist, deine Zeit für sie opferst“
 
„Zeit opfern….so ein Quatsch Jan, Dana ist so ein liebes Kind, von Opfer kann gar keine Rede sein
Außerdem habe ich es dir versprochen…..aber ich vermute, du vertraust mir immer noch nicht…stimmt´s“
 
„Weißt du….ich dachte…ich glaubte….“
 
„Druckse nicht herum Jan, du bist doch sonst immer ehrlich“
 
„Ina….sorry….richtig, ich zweifelte an deinem Versprechen…weil…weil
Nun ja…hast dich wie meine Erzfeindin, aber nicht wie meine Kollegin benommen….mir heftig…..“
 
„Nicht nur heftig Jan, ich habe dir überaus fies, unkollegial, brutal wie die größte Furie zugesetzt
Ich versuche gerade die Furie in mir zu bekämpfen, allerdings mein verbissener Ehrgeiz…..
…..Das ist wie ein chronisches Leiden, den werde ich wohl nie los
Aber Lenis Verschwinden…die Ungewissheit…deine verzweifelten Suchaktionen….
Das ist eine unbegreifliche Ausnahmesituation, was Dana mit ihrem kindlichen Verstand am stärksten trifft
Jan, auch wenn ich dir hier das Leben zur Hölle machte, bedeutet das nicht das ich keine Gefühle habe
Zu Kindern bin ich besonders gefühlvoll und Dana braucht gerade jetzt sehr viel Zuneigung
Ich mag deine Kleine, Paul ist vernarrt in sie, du musst dir wirklich keine Sorgen machen, Jan
Du reibst dich doch schon genug bei der Suche nach Leni auf, dafür brauchst du deine Kraft jetzt
Aber eine leise Stimme sagt mir, das alles bald wieder gut wird, ihr eine glückliche Familie seid
Ich versichere dir nochmal, dass bei mir z.Zt. Waffenstillstand herrscht
Wenn du bald wieder als Hajos Stellvertreter neben mir sitzt…..dann….dann
Dann weiß ich auch noch nicht, zu welchen unberechenbaren Aktionen mein verbissener Ehrgeiz mich wieder treibt
Wichtig  ist jetzt nur deine Frau, Jan. Inzwischen spielen Paul und ich mit Dana so oft es geht“
 
„Vielen Dank Ina, herzlichen Dank…ich stehe tief in deiner Schuld….Weiß….weiß gar nicht was ich sagen….“
 
„Pst Jan….schweig, jedes Wort ist überflüssig
Du sollst gar nichts sagen, nimm es als Selbstverständlichkeit, dass Dana gut bei uns aufgehoben ist“
 
„Nochmal danke Ina. Wenn alles vorbei ist sprechen wir uns mal in Ruhe aus“
 
 
„Das ich sowas noch mal erleben darf….Ina die Milde, Sanftmütige, vollbringt gute Taten und ist….“
 
„Schweig Tom….mit deinen unsinnigen Kommentaren regst du Jan nur auf
 
„Ich will dich ja nicht bevormunden Jan, doch du suchst und suchst
Du warst an vielen Orten hier in der Heimat, bist mit dem Auto in einige Nachbarländer gefahren, sogar Flugreisen hast du schon unternommen…..aber leider immer vergeblich
Jetzt bist du endlich wieder mal hier. Ich nehme an, dass dir die Suche zu anstrengend wird?“
 
 „Hajo, ich sagte schon mal und das gilt immer noch: Ich suche Leni so lange bis ich sie gefunden habe
Momentan versuche ich mich zu erinnern, wo wir in all den Jahren Urlaub machten
Möglich, dass Ulf, der Redakteur, mir vorher die Aufstellung über die Auslandsreportagen von Leni übergibt
Dann sitze ich morgen vielleicht schon wieder im Flieger nach wer weiß wo“
 
„Aber Jan, das kostet dich ein Vermögen
Du weißt doch gar nicht wie oft du noch verreisen musst
Fliegen ist besonders teuer…..im Nu bist du bettelarm, stehst vor dem finanziellen Ruin“
 
„Keine Sorge Hajo, meine Familie muss nicht Hunger leider, es wird ihr an nichts fehlen und für ein Dach über dem Kopf ist auch gesorgt
Ich bin noch so klar um gut zu kalkulieren. Da wir unser Geld nicht für Luxus verprassten, sieht es auf dem Konto noch ganz gut aus“
 
„Dann beteilige ich mich finanziell an den Kosten. Mein Geld erbt ihr sowieso, also nenne mir eine Summe Jan, ich gehe sofort zur Bank“
 
„NIEMALS.!!! – Soweit kommt´s noch.!!
Auf gar keinen Fall, dass kommt überhaupt nicht in Frage…“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 19 Feb 2015, 21:09

Bedrückt krächzte Jan leise weiter: „Sorry Hajo, ich wollte dich nicht kränken, schließlich ist Leni deine Tochter, dein einziges Kind für die auch du alles tun würdest
Aber das mit den „Fahndungs-Reisen“ ist nun mal meinem Dickschädel entsprungen
Mein Stur-Kopf hat sich eingehämmert Leni zu finden
Natürlich ist es völlig unrealistisch einfach „ins Blaue“ hinein zu suchen
Doch es geht um meine Frau….ich kann einfach nicht anders…Hajo,  was soll ich sagen…
Genau erklären, richtig verständlich machen…Ach Hajo, du kennst mich, weißt was ich meine
Klar, dass alles ist irgendwie unsinnig….aber gerade deshalb bezahle ich den Unsinn auch aus meiner Tasche
Möglich, dass die Ersparnisse irgendwann aufgebraucht sind
Ich werde trotzdem alles dafür tun, dass meine Familie keine Not leidet, immer etwas auf dem Tisch steht
Für was habe ich 2 Hände, auf dem Bau oder in der Fabrik kann man gut Geld verdienen“
 
„Jan….Jan bist du irre….dein Platz ist hier als KOK“
 
„Da bin ich mir nicht so sicher, Hajo. Unendliche Auszeit duldet auch unsere Innung nicht
Selbst wenn ich Doppelschichten schiebe, nachts arbeite, für meine Familie ist mir jede Drecksarbeit recht“
 
„Jan…Jan ich wollte…wollte nicht…ich finde halt nie die passenden Worte
Mein Angebot sollte keine Beleidigung sein…ich verstehe dich doch so gut…auch deine Suche
Ich meine doch nur…..will sagen….“
 
„Schon verstanden Hajo….du weißt doch Telepathie
Wir verstehen uns ohne viele Worte immer am besten“
 
 
 
 
Leni kannte sich selbst nicht wieder, ständig von Unruhe getrieben und doch brachte Sie nichts zustande
Um sie herum staute sich alles, überall herrschte Chaos, schreckliche Unordnung
Eine richtige Mahlzeit hatte Leni sich schon lange nicht mehr gekocht
Höchstens mal ein Schnellgericht, meistens aß sie aber nur Brot
Hunger verspürte sie trotzdem nicht, auch wenn sie sich ständig übel fühlte
Sie wusste aber, dass dies nicht vom wenigen essen kam sondern von der Sehnsucht die unentwegt in ihr brannte
So entfernt von ihren Lieben, da waren Essen, Ordnung, Kleidung belanglose Nebensache
„Jan, Liebster….ich wollte das nicht…..du wirst mir das nie verzeihen….Dana…die ganze Verantwortung
Ich musste diesen Weg gehen….ja, ja Liebster…verwünsche, hasse, verfluche mich
Aber ich liebe dich….werde dich immer lieben…auch wenn ich dir das nie mehr sagen kann
Etwas Schlimmeres konnte ich dir nicht antun, Liebster…..abhauen….einfach so…du wirst ewig rätseln
Jan es gibt keine härtere Strafe als die Trennung von euch. Ohne deine Liebe zerreißt es mich
Dana….wenn ich doch nur sehen könnte wie viel sie inzwischen gewachsen ist….und Benni
Dein Großer, Liebster, solange ist er schon mit Dora zusammen und hat sie immer gut behandelt
Aber ich deine Frau schlage auf dich ein Jan als seist du Dreck..ein Sklave…Abfall
Nein, nein Liebster , du bist der größte Schatz, der zärtlichste, liebste Mann der Welt
Doch die Wahrheit darfst du niemals erfahren….es geht nicht…ich kann, will dir diesen Schock nicht antun“
 
 
 
 
 
Wieder musste Jan die Rückreise ohne seine Frau antreten
Dabei hatte er so sehr gehofft Leni an diesem Ort zu finden
Die Enttäuschung riss Jan fast den Boden unter den Füßen weg, er konnte sich kaum noch aufrecht halten
Wer ihm begegnete hielt ihn für betrunken, so benommen taumelte er umher
Jan fühlte sich am Abgrund, wie im freien Fall, harrte nur noch auf den vernichtenden Aufschlag
„Ich ertrage das nicht mehr, wie lange noch, wie viele Tiefschläge gibt es noch
Bald….bald drehe ich bestimmt durch…..kein Witz…!!!
Wer erfährt, dass ich Polizist bin krümmt sich vor Lachen…nicht imstande die eigene Frau zu finden
Schluss mit dem Jammern….Nicht aufgeben Jan….nur nicht aufgeben….ist doch noch viel zu früh
Ich will…muss dich finden Schatz….weil…weil…so abgehoben bist du doch nicht
Nein Leni, du bist keine Abenteuerin …so eine Irre die sich plötzlich verwirklichen will
Niemals bist du auf Weltreise um Neues….Verborgenes….Unentdecktes zu erleben
Vor allem nicht ohne Dana, deinen…unseren Schatz…weiß gar nicht mehr was ich ihr erklären soll
Mein Herz sagt mir, dass ein schwerer Grund dich zur Trennung getrieben hat

Warum komme ich bloß nicht darauf….muss etwas ganz Unerklärliches sein
Ach Leni, bin ich denn so ein schlechter Ehemann…wir hatten doch nie Geheimnisse voreinander
Jetzt so plötzlich….mit einem Schlag….ein Tiefschlag gerade eben wieder…
Trotzdem…ich mache weiter, meine Sorge..…die zärtlichen Gefühle zu dir Schatz…
Sie lodern genauso heftig, als ob du in meinen Arm liegen würdest
Ärger…Wut…nein, glaub mir Leni, ich dachte noch nicht 1 x schlecht über dich
Die Angst um dich zerreißt mir fast das Herz
Verflixt, mein Herz“ griff Jan sich an die Brust und japste nach Atem


Alle Passanten flitzten vorbei, Keiner beachtete den Mann, der sich jetzt so gekrümmt dahinschleppte

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 20 Feb 2015, 22:13

Jan kam es wie eine Ewigkeit vor, als er irgendwann zitternd und schweißgebadet auf das Hotelbett sank
 
„Der Flughafen…ich darf den Flieger nicht verpassen….
Benni…die Kleine, wissen doch gar nicht was los ist“ dachte er panisch zwischen den quälenden Herzstichen, die ihm die Brust zusammenzogen, als sei er in einen Panzer gepresst
Irgendwann schlief Jan von Schmerzen gepeinigt erschöpft ein
 
Sein Platz im Flugzeug blieb leer
 
Jan wachte erst wieder spät nachmittags am nächsten Tag auf
Bis er sich einigermaßen fit fühlte und den nächsten Flug buchen konnte, dauerte es nochmal 3 Tage
Es ärgerte Jan, dass ihn der Herzanfall so geschwächt hatte
Solange allein lassen wollte er die Kinder auf gar keinen Fall
 
 
 
 
„Bei mir hat es „Gong“ gemacht, endlich ist mir eingefallen woher  ich den Namen Maybach kenne, Ingo
Nach dem Mord hat dich ein Polizist namens Maybach verhört. Richtig?
Die Patientin, die damals völlig verzweifelt, panisch, aufgelöst hinausrannte….
Jetzt sage schon….Sie ist die Frau des Polizisten…..nur wieso weißt du das?“
 
„Zufall Bodo…ein glücklicher Zufall….die Gattin trieb es gerade sehnsüchtig ins Präsidium
Aber jetzt bitte Themenwechsel“
 
„Oh nein Ingo, ich erwarte ein ausführliche Erklärung.
Du schweigst dich ja aus welch schlimme Diagnose du Fr. Maybach gestellt hast
Aber ohne Grund hetzt keine Patientin kopflos hinaus
Ich bin mir sicher, dass du etwas Teuflisches mit der armen Frau planst
Nur warum, Fr. Maybach hat dir doch nichts getan?“
 
„Da ist korrekt Bodo….meine Schläge sollen auch nicht die Frau, sondern den Kölner Jecken-Polizisten treffen
Es funktioniert aber nur, wenn Fr. Maybach meinen Befund glaubt und mit ihrer Verzweiflung den  Göttergatten in den Wahnsinn treibt, bzw. in die Knie zwingt“
 
„Hast du bei Fr. Maybach etwa eine schlimme, gar unheilbare Diagnose einfach so erfunden“
 
„Sagen wir mal…….Ich habe an dem Befund etwas gefeilt, die Wahrheit ein wenig verdreht.
Den Wortlaut genauer Diagnosen verstehst du mit deinem kargen Medizinwissen sowieso nicht“
 
„Mein Wissen reicht, um sicher zu sein, dass du eine Lawine losgetreten….vielleicht gar eine Katastrophe bei Maybachs ausgelöst hast
Aber warum. Wiederhole: Fr. Maybach hat dir nichts getan, also kann es nur um den Mann gehen
Warum schlägst du auf einen Polizisten ein. O.k. nach dem Verhör warst du sehr gereizt
Es dauerte dir zulange, die vielen Fragen machten dich wütend
Das sind alles keine Argumente um jetzt fies Rache zu nehmen
Zur Erinnerung, Ingo: Du sagtest in einem Atemzug Maybach habe dich genervt, aber er sei ein cleverer Kerl, was du von einem Kölner „Narren“ eigentlich nicht erwartet hast
Los ich will es wissen, warum jetzt die…die…diese „Vernichtungsattacke“ gegen KOK Maybach“
 
„Der Kerl ist clever, sehr clever sogar, dass muss ich offen eingestehen
Maybach versteht sein Handwerk….seine Verhörtaktik….das macht ihm so schnell Keiner nach
Wegen dem Bullen kam ich ins Schwitzen….um ein Haar hätte ich mich verplappert
In seinem Beruf ist Maybach ein Genie, genau wie ich
Ich kann es aber auf den Tod nicht leiden,  wenn Einer genauso gut ist wie ich.
Konkurrenz gehört ausgeschaltet und bei dem Jecken mache ich das auf meine spezielle Art
….Aber ich bekämpfe den Bullen noch aus einem ganz anderen Grund,………… der ist mir zu, viel zu glücklich“
 
„ZU  GLÜCKLICH…der Beamte Maybach ist zu glücklich…???  Du bist doch komplett übergeschnappt, Ingo
Was soll das jetzt wieder bedeuten? – Zu glücklich, Arena eröffnet – Los sag schon, du spuckst sofort alles aus“
 
“Ich sagte doch Fr. Maybach schneite kurz herein
In den paar Minuten, die die 2 auf dem Flur standen konnte ich mich von einem „Traumpaar“ überzeugen
Harmonie pur….die glücklich glitzernden Augen der 2….kurzes, zärtliches Streicheln
So eine geballte Ladung Liebe kotzt mich an….Alle positiv  sprudelnden Berge von Zärtlichkeit  müssten gesprengt werden
Nach 4 Scheidungen herrscht nur noch totale Ehe-Zerstörungs-Wut in mir
Bei den Maybachs konnte ich ja schlecht dazwischenfahren…
Das „Flirtschauspiel“ der 2 machte mich rasend, doch ich musste es schlucken
Ich hatte es schon abgehakt, unser großes Projekt stand ja im Focus….Aber dann….Bingo
Fr. Maybach als Patientin…der absolute Glückstreffer, sofort glühten alle Drähte bei mir
Verspätet..aber deren harmonische Ehe ist bald zerstört, dass schwöre ich dir
Die Gattin klagt, jammert, heult nur noch darum, macht ihrer besseren Hälfte das Leben zur Hölle
Da helfen Maybach seine großen Gefühle, Fürsorge, Liebe, Besorgnis auch nichts mehr
Er steht hilflos daneben, wird täglich nervöser, ratloser, kopfloser…irgendwann zwingt es ihn in die Knie
So einen zerfetzenden Psychokrieg erträgt selbst der stärkste Bulle nicht….Polizeilaufbahn ade..!!!
Vielleicht knallt er sich eine Kugel in den Kopf oder seine Frau treibt ihn in den Wahnsinn
Tja…das war´s dann….die  Maybach-Marke wird eingestanzt…seine Karriere hängt er an den
Nagel und sich am besten gleich mit dazu
Das muss mir erst mal einer nachmachen, ich schlage 2 Fliegen mit einer Klappe
Ich vernichte gleichzeitig das „ach so große Eheglück“ von Maybachs und einen intelligenten Kerl mit dazu
Das Kölner Polizisten-Genie, der mir von der 1. Sekunde ein Dorn im Auge war
Ein Intelligenzbolzen, ein Konkurrent weniger. Ich bin eben der Größte, unschlagbar“
 
„Du bist kein Genie,  Ingo…du…du…du  bist der leibhaftige Teufel
Hast du den Verstand verloren. Ich bin ja viele krumme Dinger von dir gewohnt…..aber das..!!!!
Doch dieses Mal  mache ich nicht mit…was immer du Fr. Maybach gesagt hast…revidiere es
Beruhige die arme Frau….wie du das anstellst ist mir egal….aber lege die Karten offen auf den Tisch
Das ist alles so hirnrissig…..Nur weil dir das Polizisten-Genie zu schlau ist, du keine Konkurrenz duldest
Andererseits die Ehe von Maybachs zu glücklich…..ich fasse es nicht
Intelligenz und Glück von 3. Kratzen an deinem Ergo, dann zündest du sofort die Vernichtungsbombe
Doch du kassierst für den Irrsinn weder fette Beute, noch wirst du belohnt, erhältst keinen zusätzlichen Titel….du kannst deine   Schadenfreude nicht mal laut rausschreien.
Du wirst die Realität vom Ehepaar Maybach nie erfahren
Tische mir jetzt keine Wahrsager-Weisheiten auf
Ingo, der Hellseher, der in das Privatleben, die Wohnung, die Herzen der Maybachs schauen kann
Schluss…Aus….Ende mit deinen brutalen Racheattacken….endgültig
Du wirst ganz schnell wieder gerade biegen was du angerichtet hast….sonst…sonst.."
 
„Was sonst, Bodo….Willst du mir drohen….
Lachhaft…schon vergessen, dass auch nach dir, nach einem Mittelsmann….einem 2. Täter bei unserer
„Geldquelle“, wegen dem Todesdelikt im Anlagebüro gefahndet wird..???“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 21 Feb 2015, 22:10

Ingo fletschte die Zähne:
„Du schweigst Bodo und zwar über alles…auch über die Patientin Maybach und wegen der Vernichtung des gleichnamigen Polizisten
Andernfalls gebe ich den lieben Beamten ein paar astreine Tipps, die dich wegen Mord lebenslänglich hinter Gitter bringen….und zwar nur dich alleine
Du weißt,  wie perfekt ich im Verdrehen von Tatsachen bin, wie gut ich manipulieren kann
Unsichtbar, quasi aus dem Untergrund heraus, muss ich nur mit dem Finger schnippen und schon sitzt du in der Zelle
Ist das angekommen Bodo….? Los, ich will eine Antwort hören, jetzt sofort“
 
„Rums“ schlug die Tür mit lautem Knall hinter Bodo zu
Er kochte vor Zorn, das war seine wütende Art zu antworten
 
 
 
 
„Nein Hajo bitte, wirf mich nicht aus dem Büro.
Du weißt, dass ich erst in einigen Tagen einen Flug buchen konnte
Zuhause fällt mir die Decke auf den Kopf, die Kleine in der Kita, Benni in der Uni
Ich laufe wie ein Tiger im Käfig umher, höre…suche in jeder Wohnungsecke nach Le…Le…mei..meiner Frau“
 
„Jan, ich möchte doch nur nicht, dass du dich total aufreibst
Die ständige Suche nach Leni, jetzt willst du dich hier dem Stress wieder aussetzen“
 
„Keine Verfolgungsjagden, keine Aktion Hajo, aber ich muss mich beschäftigen
Ich mache Telefondienst, Ablage oder schreibe Berichte wie ein Wilder
Um auf die Tastatur zu hauen, dazu werden meine beschränkten Fähigkeiten gerade noch ausreichen“
 
„Jan!!!...Du sollst dich nicht immer so runterziehen
Ist o.k., ich habe verstanden, Arbeit ist die beste Ablenkung für dich“
 
„Danke Hajo“ schaltete Jan schon den PC ein und schlug sofort eine Akte auf
Er „vergrub“ sich geradezu in Arbeit, blieb aber so schweigsam als sei er gar nicht anwesend
 
 
Nach einiger Zeit setzte Ina vorsichtig an: „Jan….mutest du dir nicht zu viel zu?
In einigen Tagen sitzt du wieder im Flieger….abschalten wäre doch jetzt besser für dich“
 
„Abschalten?....Ach Ina, wie denn?
In mir geht es zu wie in einem PC bei dem ständig auf alle Programme zugegriffen wird“
 
„Solange bis die Festplatte wegen Überlastung den Geist aufgibt
Verstehe mich bitte nicht falsch Jan……aber du bist mehr als angegriffen
Willst du wirklich bald schon wieder fliegen, nach Leni suchen
Auch du verkraftest nicht unzählige Enttäuschungen, Jan“
 
„Das ist mir klar, Ina…..aber noch geht es irgendwie….Ich kann einfach nicht aufgeben“
 
„Kumpel, ich schätze du hast gerade das größte Liebesgeständnis abgegeben, was man seiner Frau machen kann“
 
„Deine Sprüche sind jetzt so überflüssig wie…wie
Doch ausnahmsweise hat Tom recht……Jan….,du liebst Leni wirklich sehr“
 
Jan presste die Lippen aufeinander, doch seine Augen glänzten schon wieder feucht
 
Tom und Ina räusperten sich verlegen, wandten sich schnell ihrer Arbeit zu
 
Hajo setzte einige Male an Jan zu sich zu rufen, ließ es aber dann doch bleiben
Sein Schwiegersohn wirkte so konzentriert, als habe er die Sorgen um Leni kurzfristig ausgeklinkt
 
 
 
„Da sitzt ja der Halunke ganz entspannt, du Ehebrecher…Bravo...Applaus - Applaus, wie viele Frauen willst du noch vergraulen“
 
Jan zuckte furchtbar zusammen als plötzlich das Gebrüll von seinem Vater erschall
Dann erstarrte er, wie ein Gelähmter als sein Erzeuger sich vor seinem Tisch aufbaute 
 
„Welche Schäbigkeit hast du dir denn diesmal geleistet…deiner Ex konntest du dich mit Drogen entledigen…..der Trick klappt aber nicht 2 x
Leni erwischte dich wohl beim Fremdgehen
Du verdammter Hurensohn, warum zügelst du deine Triebe nicht“
 
„Peter, halte deine Zunge im Zaum. Solche Unverschämtheiten dulde ich in meiner Abteilung nicht“
 
„Komm zu dir Peter……..Jan, du kennst doch deinen Vater…er muss immer……
Du darfst dir das nicht so zu Herzen nehmen…er meint das nicht so“ wisperte Fr. Maybach
 
„Doch Mama, er meint es so, ganz genau das was er sagt und zwar Wort für Wort
Er hasst mich seit meinem 1. Atemzug. Für ihn bin ich eine Missgeburt, die man mit Verachtung schlägt
Alter, du lauerst doch immer auf einen Grund um mich fertig zu machen
In deinem Juristenkopf kratzt du jetzt alle hässlichen, widerlichen Beleidigungen, Anklagen, Peinlichkeiten, Verleumdungen, Schändlichkeiten zusammen, um mir ja genug Schmutz an den Kopf zu knallen“ fauchte Jan dem Alten entgegen, verwünschte gleichzeitig die Schauer, die ihm über den Rücken liefen, das harte Pochen was ihn so heftig rüttelte, erregte sich über sein einsetzendes Zittern
 
„Ganz recht „H. KOK, mit dir Dreckstück rede wann und wo ich will immer Klartext
Meinem missratenen Sohn Jan, der nur Schande über die Familie bringt
Alle Juristen können stolz auf ihre Söhne sein, aber mein Namensträger überschüttet mein Ansehen mit Dreck
Spuck´s aus Jan, mit wie vielen Nutten hast du es getrieben, leidest du an Sex-Sucht?
Hotelzimmer, billige Absteigen, Bordells, du hast wohl nichts ausgelassen
Oder hast du dich gar mit einem billigen Flittchen im Ehebett gewälzt und Leni hat euch erwischt?
Mein Sohn der Wiederholungstäter….du widerst mich an…das ist vulgär…ekelhaft…eindeutiger Ehebruch“
 
Jan trafen alle Worte wie fetzende Peitschenhiebe, er zuckte wieder und wieder zusammen
Total entsetzt brachte er keine Silbe hervor, der dicke Klos in seiner Kehle schnürte ihm die Luft ab
Noch immer starrte Jan den Alten an, wollte nicht begreifen welch abscheulicher Schmutz auf ihn donnerte
Doch jetzt das Wort „Ehebruch“ rüttelte ihn auf, endlich krätzte er spöttisch:
„Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht…..
Du prahlst doch immer damit, dass du mit allen flotten Bienen in die Kiste springst
Unzählbar wie oft du Mama betrogen und Ehebruch begangen hast“
 
„Das ist ganz etwas anderes, ich stelle es schlauer an als du, bin nie erwischt worden
Deine Mutter ist noch immer an meiner Seite, die Schnapsdrossel würde doch ohne mich verhungern“
 
Jan riss sich gerade noch zusammen, sonst hätte er dem abscheulichen Alten die Fresse poliert
 
 
Im Befehlston schnauzte der schon wieder: „Los heraus damit, du widerliches Subjekt….
Mit welcher schweinischen Orgie hast du deine Frau vertrieben
Ich will es jetzt wissen, mach endlich das Maul auf“ packte er Jan beim Kragen, schüttelte ihn
 
Wie 2 Stahlzangen umklammerten Jans Hände ganz fest die Gelenke von dem Alten
Während sich sein Blick in das Gesicht seines Erzeugers bohrte, bog er dessen Finger ganz langsam auseinander, löste sich aus der Umklammerung, zischte: „Fass mich nie wieder an…hörst du…nie, nie wieder!!!!!“
 
Einen Moment waren Alle vor Schreck wie gelähmt
Jetzt sauste Tom heran, baute sich vor Peter auf, brüllte: „Finger weg von Jan, Ende der Vorstellung
Raus aus dem Büro, sonst werde ich ungemütlich“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 22 Feb 2015, 14:46

Peter schob Tom einfach zur Seite, keifte:
„Jan hat mit seinen Sauereien meinen angesehenen Namen Maybach beschmutzt.
Das ist Familiensache, aus der du Witzfigur dich raushältst“
 
Abrupt packte ihn Tom, drehte den Alten herum, schrie: „Schluss jetzt mit den Spinnereien
Ehebruch, Untreue, Sexorgien, wilde Triebe existieren doch nur in Ihrer schmutzigen Fantasie
Jan blickt nicht mal andere Frauen an, ist der beste….ach was….ein Muster-Ehemann
Klagen Sie Leni an…die verschwand von jetzt auf gleich und Keiner weiß warum“
 
„Tische mir doch keine Märchen auf…….Deine Witze kannst du Kasper Gehirnlosen erzählen“
 
„Haben Sie denn keine Augen im Kopf….schauen Sie Jan, ja Ihren Sohn doch mal an
Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst, steht knapp vor dem Totalzusammenbruch
Die Ungewissheit, Angst um Leni, die ständige Suche, Reisen, unzähligen Enttäuschungen
Benni, die Familie, Dana, die Zukunftssorgen, zwingen Jan in die Knie….und dann kommen Sie daher…“
 
„Aber Hajo…das kann….kann doch nicht sein….würde Leni nie tun….“ wimmerte Margot
 
„Doch Margot, was Tom sagt ist korrekt, sie hat genau das getan
Höre endlich auf Jan zu bedrängen, Peter……Leni sollte eigentlich deine Zielfigur sein
Wegen ihr herrscht Ausnahmezustand, der uns Alle bald um den Verstand bringt
Selbst ich als Vater verstehe es nicht, weiß nicht was in Leni gefahren ist
Es hört sich unbegreiflich an, doch leider, leider ist es wahr
Meine Tochter hat ihre Familie, ihren Mann, ihr Kind…..sie hat Jan und Dana verlassen“
 
„So ist das also………Damit nimmt die Sache eine totale Wende
Die Tochter vom HK ist also eine Ehebrecherin, ausgeflippte Abenteuerin, Weltreisende
Eine Neumodische, die sich selbst verwirklichen will
Aber zum 2. x einen Balg großziehen, das schafft ein Total-Versager wie du nicht Jan“
 
Jan schüttelte und schüttelte nur immer wieder stumm den Kopf, während es lautstark schallte:
„Peter, nicht…sei still….“



„….Was faseln Sie sich denn da zusammen, H. Maybach?“


„Halte doch endlich deine Klappe, Peter..!!!!“


Aber der Alte kam noch mehr in Fahrt
„Typisch mein Trottel-Sohn, schon wieder auf die Falsche reingefallen
Deine Sucherei ist nicht nur lächerlich sondern der absolute Beweis für deine kriminalistische Unfähigkeit
Ein KOK der die eigene Frau nicht finden….du kannst einpacken, mein Sohn
Kündige besser selbst bevor man dich hinauswirft…wir nutzen die Zeit und bereiten die Scheidung vor
Mal überlegen….Böswilliges Verlassen, Unterhalt musst du keinen zahlen
Das Konto wird deine Betrügerfrau leergeräumt haben…kann als Unterschlagung geahndet werden
Auf die kleine Göre verliert sie jeden Anspruch, du solltest den Schreihals in ein Heim stecken
Nutze den einzigen Vorteil, Jan, dann hast du endlich mal Ruhe im Privatleben
Trotzdem ein Skandal….meine Schwiegertochter eine Rabenmutter
Erst unbedingt ein Kind haben wollen, aber so ein Idiot wie du lässt sich ja alles andrehen
Doch sowas dulde ich nicht……Ein Peter Maybach will Ordnung in seiner Sippe haben
Du mit deinen Riesenscheuklappen vor den Augen wirst deine ausgetrickste Noch-Ehefrau nie finden
Mit meinen guten Verbindungen, besonders zu meinen Interpol-Freunden, wurden bisher Alle aufgespürt
Dann nehme ich mir das Weib zur Brust…..die Schlampe reiße ich in Stücke
Die Herumtreiberin stampfe ich in den Boden, bis sie auf Knien um Gnade winselt
Der Globetrotterin gehört der Hintern versohlt, doch einige kräftige Ohrfeigen bringen sie vielleicht auch wieder auf den Pfad der Tugend. Meine Methoden wirken selbst bei den Starrsinnigsten
Auch aus der verwöhnten HK-Tochter werde ich den Leichtsinn heraus prügeln“
 
„Peng“
Mit lauten Knall kippte Jans Stuhl um, blitzartig schoss er in die Höhe
Jetzt konnte er sein Zittern nicht mehr unterdrücken, er bebte am ganzen Körper
Jan starrte den Alten an, dass Alle schaudernd zusammen zuckten
Niemals zuvor hatte man ihn so erlebt, solch verzerrtes Gesicht war allen unbekannt und unheimlich zugleich
Mit zornfunkelnden Augen stand Jan vor dem Alten, seine Pupillen spuckten Feuer
Verächtlich bohrte sich sein starrer Blick immer tiefer  in das Gesicht seines Vaters als wolle er ihn vierteilen
 
 Jetzt zuckte der Alte tatsächlich etwas zusammen, denn Jans Stimme klang schneidender als ein frischgeschliffenes Schwert:

„Du lässt die Finger von Leni, verstanden….halte Abstand zu ihr
Träume nicht mal davon ihr zu nahe zu kommen, sonst…sonst
Ich schwöre dir, wenn du Leni auch nur ein Haar krümmst, poliere ich dir so die Fresse, dass du nie wieder ein Wort heraus bringst“
 
„Was sind denn das für Jammertöne Jan…..du Weichei….markierst du jetzt den Frauenbeschützer“
 
„Dann bin ich eben ein Weichei, aber ich schauspielere nicht den Beschützer
Ich will meine Frau wirklich vor Gefahr bewahren, weil Keiner, nicht mal Hajo ihr Handeln versteht
Ja, Leni hat sich von uns getrennt, aber seitdem versuche ich das Rätsel zu lösen, was mir wie ein böser Alptraum erscheint
Ich suche sie, reise zu unzähligen Stellen, angetrieben von großer Sorge
Die Welt ist voll von Risiken, überall gibt es Halunken die Leni etwas antun könnten
Möglich, dass Leni aus irgendeinem Anlass ein Blackout hatte, sich längst wieder nach Hause sehnt
Sie traut sich aber nicht oder sie schlägt sich mit einem Problem herum was ihr unlösbar scheint
Bei manchen Frauen kommt es durch ein Kleinkind zu Depressionen
Vielleicht ist Leni krank…oder…oder…kapierst du denn nicht, dass es 1000 Gründe gibt
Die Suche setze ich solange fort bis ich die Wahrheit aus ihrem Mund höre
Du gefühlloser Eisbrocken kannst das nicht nachempfinden, holst sofort zum Rachefeldzug aus
Rache ist jetzt das Letzte woran ich in meiner Verzweiflung denke
Aber ich habe Angst, sehr, sehr große Angst sogar, Angst vor irgendetwas…etwas namenlosem 
Die Ungewissheit, zahllosen Enttäuschungen und Verzweiflung um meine Frau zerreißt mich fast
Ich fürchte bald den Verstand zu verlieren, aber noch bin ich klar im Kopf, deshalb rate ich dir….
Nein, ich befehle dir: „Finger weg von Leni…keine juristischen Winkelzüge und vor allem keine, oh Mann…..
Keine Rachepläne
Ist das bei dir Felsklotz angekommen?????“
 
„Weißt du Jan….Du hast so oft „Angst“ ausgesprochen, für mich klang das wie ein Unschuldsplädoyer
Aber nicht für Leni, sondern für dich. Du drehst fast durch aus Angst, dass die Wahrheit ans Licht kommt
Die Wahrheit über deine Schandtaten, jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen
Ich bin nicht so blöd wie die Anderen hier und kaufe dir ab, dass zwischen euch alles im Reinen war
Leni ist hinter die kriminelle Perversheit ihres Gatten gekommen
Sie konnte deine Sauereien nicht ertragen, deshalb ist sie abgehauen
Aber sie könnte ja zurück kommen….plaudern, deine entsetzlichen Verbrechen aufdecken
Das ist der Grund für deine Angst, Jan…..Riesenangst zur Rechenschaft gezogen zu werden
Na……wie oder mit was hat der angesehene KOK denn seine weiße Weste beschmutzt
Zu feige um es auszusprechen?
…..Mal überlegen…..“ lachte Peter höhnisch „Dir traue ich alles zu Jan, wirklich alles
Oh, mir fällt eine Menge ein, was mein missratener Sohn getrieben haben kann:
Vielleicht Sadomaso-Spiele oder Gruppensex….reizen dich Missgeburt etwa die kleinen, unschuldigen nackten Körper: Kinderpornografie…du Satan hast Fotos und Filme gemacht
Oder waren es doch brutale  Vergewaltigungen, Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen.
Deinen abartigen, zügellosen Trieben traue ich jede Sauerei, in den dreckigsten Löchern, mit den schlampigsten Huren zu
Jan, du bist der leibhaftige Teufel….ein fieser, hinterhältiger Sexualstraftäter, gehörst sofort aus dem Verkehr gezogen“
 
„Bist du fertig oder fehlen noch ein paar Triebverbrechen?
„Oh Mann mir wird schlecht….gleich ko… ich dir vor die Füße“ presste Jan die Hände in den Magen
 
„Jan bitte….um alles in der Welt…..stelle dich taub für die Verleumdungen deines Vaters“
 
„Kein Wort mehr Peter….so putzt du Jan in meiner Abteilung nicht herunter“
 
„Sie haben den Verstand verloren Maybach…..Wie reden Sie denn mit Jan, Ihrem Sohn..?“
 
„Sohn…?????..Eine Schande, dass der Dreckskerl meinen Namen trägt
Aber dich mache ich fertig Jan….jede deiner Schamlosigkeiten decke ich bis ins Detail auf
Die Suche nach Leni ist dir ab sofort untersagt, sie darf nicht mehr vor dir zittern
Ich sorge schon dafür, dass sie auf humanem Weg wohlbehütet zurückkehrt
Für eure sofortige Scheidung muss ich nur mit dem Finger schnippen….Dana wirst du nie wiedersehen…..nicht mal aus der Ferne….wenn du dich nicht dran hältst…Festnahme!!!
Ich verhindere mit allen Mitteln, dass das Kind wegen seinem perversen Vater noch verstörter wird
Aber bluten wirst du Jan, soviel und solange zahlen bis du ärmer als eine Kirchenmaus dasteht
Schmerzensgeld für Leni wegen psychischer Grausamkeit, Unterhalt für deine Frau und natürlich für Dana
Deine bedauernswerten Opfer fordern bestimmt auch schwindelerregende Summen
Ich mache dich fertig Jan, nicht nur finanziell, schwerstes Geschütz fahre ich auf
Die Anklageflut raubt dir den Atem, ich sorge dafür, dass du Halunke mit allen Mitteln bestrafst wirst
Deine lange Verbrechensliste bricht dir das Genick, du erlebst die Hölle auf Erden
Ich freue mich schon darauf, wenn Richter und Staatsanwalt dich auseinander nehmen
Beifall klatsche ich, wenn die Opfer oder deren wutentbrannten Freunde dich schlagen, bespucken, treten, so brutal misshandeln, dass du am Boden zerquetsch liegen bleibst
Ein perverses, triebgesteuertes Schwein wie du Jan, so ein schamloser Sexualstraftäter gehört vernichtet,
ausgelöscht aus der Gesellschaft, kastriert, für alle Zeiten weggesperrt, weil du….."
 
Ganz langsam kam Jan jetzt auf den Alten zu, verharrte vor ihm, musterte ihn mit verächtlichem Blick und drehte sich dann stumm zu Tür
 
„Bleib stehe Jan, du lässt mich ausreden“
 
„W O Z U?“ zischte Jan. „Deine abfällige Meinung über mich ist mir hinreichend bekannt
Selbst in meiner Verzweiflung um Leni siehst du Heuchelei, Lügen, Schauspielerei
Fies, verkommen, abgerissen, hinterhältig, etc.,etc. ….so lautet deine Charakterbeschreibung
Vertraut hast du mir nie, besser gesagt: Du traust mir alles, aber auch wirklich alles zu
Sofort klagst du mich wegen meiner Familientragödie, wegen Lenis Verschwinden an
 Der brutale Jan….ein böser Bube…..genau wie mein schlauer Vater es immer voraussagte
Jede Tat hängst du mir an, auch die abscheulichsten, schamlosesten Delikte…bin ein schändliches Monster
Für dich bin ich ein Verbrechen, mehr noch, gar ein Sexualverbrechen, du würdest….würdest
Warum stempelst du mich nicht gleich zum Massenmörder
Für dich war und werde ich immer ein Halunke, Taugenichts, ein Stück Dreck sein
Ein Haufen Scheiße der vernichtet gehört,  so oft hast du es schon, leider vergeblich, versucht
Keiner bedauert es mehr wie du, dass die Todesstrafe abgeschafft ist, sonst hättest du mich schon längst in die Gaskammer geschickt
Dann muss der Schwerverbrecher Jan eben hinter dicken Mauern, Gittern, im Gefängnis schmachten….lebenslänglich wenn es nach dir geht
Ganz toll, superklasse, sehr empfehlenswert, den Aufenthalt in so einem Loch solltest du mal ausprobieren
…………………………Mein eigener Vater sperrt mich in die Zelle……dem ist nichts hinzuzufügen
Deutlicher kannst du mir nicht beweisen wie sehr du mich verabscheust….du hasst mich
Jetzt muss ich schleunigst frische Luft schnappen, sonst ersticke ich an deiner Jaucheflut
Ach….falls du mich verhaften lassen willst, keine Sorge, ich flüchte nicht
Meine Adresse kennst du ja……..ich erwarte dich wenn du mir den Haftbefehl präsentierst und die Kollegen die Handschellen klicken lassen“
Ein richtiger Vater warst du mir nie….als Sohn-Vernichter, meinem grausamen Henker hast du garantiert Erfolg
Gratulation….das macht dir bestimmt kein Vater so schnell nach…..Vielen Dank auch, Herr Erzeuger“ raste Jan hinaus
 
„Jan wo willst du denn hin…..Jan…Jan warte doch, bitte bleib stehen“ flehte Margot, doch Jan flitzte schnell aus der Abteilung
 
„Du Scheusal, du Schwein, warum hast du den Jungen so fertig gemacht
Wie konntest du Jan das nur an…das ist so entsetzlich….mein Junge wird sich umbringen“
 
„Tom, du behältst Jan im Auge….aber unauffällig
Falls er sich wirklich etwas an…antu…antu…Wenn er Dummheiten macht dann….“
Hajos Ansage hörte Tom nicht, längst rannte er hinter Jan her
 
„Mein Junge…Jan….mein armer Junge…… “
 
„Margot beruhige dich und nimm erst mal Platz“ drückte Hajo sie in seinen Sessel
„Du setzt dich auf den Stuhl Peter, verstanden?. Eigentlich sollte ich dir ja die Fresse polieren“
 
Ina donnerte: „Da helfe ich, helfen wir Alle kräftig mit, Hajo…Oh Mann, Sie sind das Letzte!!!!!“
 
„He, he was sind denn das für Töne. So lasse ich nicht mit mir umspringen“


Hajo brüllte: „DOCH Peter...SO Peter.., GENAUSO..und noch viel schlimmer…denn wie du Jan gerade in den Boden gestampft hast….“ überschlug sich seine Stimme

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 23 Feb 2015, 19:23

„Hast du den Verstand verloren, Peter!!!!!…“ steigerte sich Hajo immer mehr in Rage  „Deinen eigenen Sohn!!!……dein leiblich Fleisch und Blut!!!...so…so zu beleidigen, beschimpfen, mit Dreck zu bewerfen, gnadenlos durch die Hölle zu jagen
Wie kann man als Vater nur so eiskalt, hart, gefühllos sein….du kennst Jan kein bisschen
Über Lenis Verschwinden sind wir Alle fassungslos, versuchen Jan zu trösten, ihn aufzubauen
Dann tauchst du auf und bohrst ihm einen glühenden Dolch quasi mitten ins Herz.
UND JETZT.???
Jetzt irrt Jan gemartert, zerrissen, verwundet, krank von deinen Hammerschlägen da draußen irgendwo herum
Wenn er sich etwas antut……
Wenn Jan sich wirklich irgendetwas antut mache ich dich dafür verantwortlich
Das schwöre ich dir so wahr ich Hans-Joachim Trautzschke heiße“
 
„Den Quatsch muss ich mir nicht anhören“
 
„Sitzenbleiben!!! presste Hajo Peter fest auf den Stuhl
„Du verlässt das Büro erst wenn du die ganze Wahrheit kennst
Die steht doch bei euch Juristen an 1. Stelle, beim eigenen Sohn gilt das wohl nicht…oder wie?
Jan verurteilst du sofort und das obwohl er der am schlimmsten Betroffene ist
Er hat seine Frau nicht vertrieben. Leni ist gegangen, einfach so und Keiner weiß warum“
 
„Ach hör auf Hajo. Jan belügt dich und du merkst es nicht einmal“
 
„Schweig, Hajo sagt uns bestimmt jetzt die Wahrheit, schließlich geht es um seine Tochter“
 
„Ganz recht Margot, um meine Tochter  und momentan weiß ich nicht ob ich wütend  oder besorgt sein soll
Es ist mir unbegreiflich, dass Leni ihren Mann, ihr Kind, die ganze Familie im Stich lässt
Wir stehen Alle vor einem riesigen Rätsel und meine Emotionen fahren Berg- und Talbahn
Ich frage mich, ob ich eine Abenteuerin, gewissenlose, launische, gleichgültige Tochter großgezogen habe, die sich irgendwo amüsiert, der das angerichtete Chaos völlig egal ist
Einerseits platze ich fast vor Wut, möchte Leni rütteln, schütteln wenn ich sie in die Finger kriege
Ich hätte mir nie träumen lassen mal so über meine Tochter zu sprechen, aber nun…bin ich enttäuscht, gekränkt, verbittert, ängstlich, verzweifelt, ach einfach alles zusammen
Auf keinen Fall aber will und darf ich vorschnell den Stab über Leni brechen.
Schließlich bin und bleibe ich immer ihr Vater und nicht ein "Vater" namens Peter Maybach
Zum Glück nicht, väterliche Gefühle wie du einfach abzuschalten….niemals, unmöglich
Nach außen wirke ich wahrscheinlich aufgebracht – wütend…das ist meine Art Gefühle zu verbergen
In Wahrheit tobt in meiner Brust  unaufhörlich ein Angst-Orkan.
Ja ich habe Angst, sehr große Schei..Angst weil ich, wir, vor etwas Unbegreiflichem, Unerklärlichem, wie vor einer rabenschwarzen Wand stehen, durch die es kein Durchkommen gibt
Aber eins steht fest, ist ganz sicher,  kann ich 100%ig garantieren, gar beschwören:
Jan ist für das Drama nicht verantwortlich. Er hat es weder ausgelöst, forciert, noch in irgendeiner Weise verschuldet
Das hat Leni in ihrem Abschiedsbrief auch immer und immer wieder beteuert
Mehr noch, sie hat Jan zahllose Male ihre Liebe geschworen
Der Brief ist ein einziges, zärtliches Liebesbekenntnis an Jan
Du solltest dich schämen Peter, tickt es endlich bei dir, solltest dich wirklich in Grund und Boden schämen  
Ich erwarte, dass du Jan um Verzeihung bittest.
Du Eisbrocken, verflixt nochmal, reiche deinem Sohn endlich die Hand zur Versöhnung“
 
„Schwachsinn….alles nur Show und ausgerechnet du, der ausgekochte HK, Hajo, fällt darauf herein
Keiner merkt, dass Jan lügt, sich verstellt, tränenreiches Theater abzieht, grandios den Verzweifelten spielt um von seinen Schandtaten, mit denen er Leni vertrieben hat nur abzulenken
Nach außen als das Traumpaar gelten, doch Niemand bekommt mit welche Abscheulichkeiten Jan hinter verschlossen Türen vollbringt
Selbst du Hajo kannst nicht durch Wände schauen, ich bleibe dabei, die Wohnung war oder ist noch immer
Ort der Verbrechen
Jan um Verzeihung bitten….I C H !!!!!  Pah, niemals
Der Krieg hat begonnen, ich ruhe nicht eher bis Jan für seine Abscheulichkeiten büßt“.
 
„Jetzt reicht es Peter….Bist du blöd, verblendet oder taub. Eben erzählte ich von Lenis Brief, ihre Liebesbeteuerungen an Jan. Jedes Wort habe ich mit eigenen Augen gelesen und ich kenne die Handschrift meiner Tochter. Leni ist Journalistin, hat ihren eigenen Stil. Der ganze Text war typisch Lenis bogenartige Schreibe, der Stil lässt sich nicht fix mal fälschen, falls du gleich wieder auf dumme Gedanken kommst.!
Gestehe dir endlich ein, dass du einen großartigen Sohn hast
Verschlossene Türen….Schmarrn…..Probleme mit Jan!!!!……Das kann Leni vor mir nicht verbergen
Sie macht mir nichts fort, ich spüre, merke ihr sofort alles, aber absolut alles an
Einen Tag vor Lenis Verschwinden war ich noch zum Essen eingeladen, da waren die beiden aufmerksam, zärtlich zueinander, na eben das glückliche Ehepaar wie immer
Auch Dana ebenso fröhlich, spielte, trollte munter umher, in ihrer flinken Art
Die Kleine wirkte nicht traurig, nicht wie ein gestörtes Kind dessen Eltern sich ständig streiten
Wenn der Horror, denn du Jan anhängst wirklich abgelaufen wäre, dann hätte man dem Sonnenschein dasangemerkt
Peter, so schlau bist du auch zu wissen, dass gerade Kinder bei besondere Vorkommnissen auffällig reagieren
Sie weinen, sind bedrückt, verändert, still oder gar physisch gestört….aber Dana ist wie immer
Oder Benni, der ist erwachsen, wüsste sofort was Sache ist.
Er hängt an Jan, doch für solche Schändlichkeiten wie du sie Jan anhängst, würde er seinen Vater zutiefst  verachten
Jan gibt die Hoffnung nicht auf Leni zu finden, bisher leider vergeblich, trotzdem sucht er weiter
Überlege mal Peter…..ein Täter der persönlich nach seiner Hauptbelastungszeugin fahndet
Das ist als ob Jan sich selbst bestraft, bzw. selbst verurteilen will
Weit weg in Köln bekommst du von der Realität nichts mit, du bist der Letzte der seinen Sohn verdächtigen darf
Ich, wir Alle hier sehen wie Jan aus Verzweiflung immer mehr abbaut
Du hörst sofort auf ihn zu verurteilen, hilf deinem Sohn lieber, stehe ihm irgendwie zur Seite
Sollte das auch „unter deiner  Vaterwürde“ liegen, dann schweig lieber, halte sich aus dem Drama heraus
Noch mal erkläre ich dir nicht die vielen „Unschuldsbeweise“ von Jan“
 
„Ich bin nicht so schnell zu überzeugen wie du Hajo, was mich übrigens wundert, denn es geht um deine Tochter
Du bemitleidest Jan so fürsorglich, als ob du ihn in und auswendig kennst
Über deine Entlastungen denke ich zwar nach, bleibe aber trotzdem bei meinen berechtigen Zweifeln“
 
„Deine Meinung interessiert mich nicht, aber halte dich zurück, stampfe Jan nicht noch mal in den Boden
Wir werden Jan auf jeden Fall helfen wann immer er uns darum bittet….aber du Peter, hältst dich daraus
Haben wir uns verstanden..?????...... oder muss ich noch deutlicher werden, Herr Jurist???“
 
 
 
 
Jan saß schon lange auf „seiner“ Bank am See
An der Stelle wo er sich am liebsten hin flüchtete, wenn das totales Chaos in ihm tobte
Erregung, Emotionen, Gedanken fuhren Achterbahn mit Jan
Fassungslos schüttelte er den Kopf: „Mein Alter klagt mich der schwersten Verbrechen an…
Vergewaltigung…Kinderpornografie, bin ein Sexualtäter der übelsten Art…zu allem fähig
Ein Stück Schei…, er stellt mich an den Pranger, ich Bestie gehöre hinter Gitter
Er würde mich sofort für immer in Ketten legen….wegsperren…vernichten….auslöschen
Mein eigener Vater, das tut verdammt weh…Herzschmerzen, verflixt wegen meinen Alten sticht mein Herz wie ein Nadelkissen
Durchpusten Jan, abhaken, du kennst den Kotzbrocken doch schon lange genug….trotzdem…..
Nicht zu fassen, ich zittere, bin total durch den Wind, aufgewühlt, stehe völlig neben mir
Aufgerissen, wund, durchlöchert….unbegreiflich, dass mich der Alte immer wieder in die Knie zwingt
Schluss jetzt Jan….ausklinken….vergiss schnell den ganzen Dreck der über dich geschüttet wurde
Du musst stark sein, brauchst noch viel Kraft für den Goldschatz, den Großen, die Familie
…………………Verkleinerte Familie……..ach Leni, Liebes…..Warum nur bist du weggegangen?
Den Grund….ich möchte doch nur den Grund wissen, verstehen warum
Melde dich doch mal Schatz…..gib mir ein Zeichen, bitte nur ein klitzekleines Zeichen“
 
In Jan verstummten die „Anklagen“ vom Alten, alle seine Gedanken kreisten jetzt nur wieder um Leni
Er richtete seine Augen mal auf den See, in den Himmel, meistens aber ins Nirgendwo
 Völlig abwesend quälte sich Jan mit zahllosen Emotionen  und mit noch mehr Fragen
Was er auch dachte, sich überlegte, auf eine Antwort wartete er auch jetzt wieder vergeblich
 
Irgendwann schaute er auf die Uhr: „Du musst schnell in die Realität zurückzukehren Jan
Ich darf meine Kleine nicht vernachlässigen, es wird Zeit sie von der Kita abzuholen“ erhob sich Jan müde und langsam wie ein Greis mit hängendem Kopf, schleppte er sich schwerfällig zum Auto
 
 
 
Aufgebracht urteilte Leni über sich: „Das bin doch nicht mehr ich…muss eine Andere, eine Fremde sein
In meinem Kopf tobt es, als breche gleich der Wahnsinn aus
Mein Verstand funktionierte doch früher, kein Problem auf die Schnelle eine gute Reportage zu schreiben
Jetzt bin ich zu nichts mehr fähig…..wie das hier aussieht, dabei glänzte unsere Wohnung immer
Jan du läufst schockiert davon, wenn du das Durcheinander hier siehst
Aber du wirst es nie sehen……ach Liebster ich sehne mich so nach dir
Ich wollte so stark sein, doch Gefühle kann man nicht abschalten und dem Herz nicht verbieten so wild zu pochen.
Jeder Herzschlag ist ein Liebesbekenntnis an dich, ja ich liebe, liebe, liebe dich so sehr mein Jan
Das wird sich nie ändern, ich werde dich immer lieben, ohne deine Liebe bin ich doch ein Nichts
Deine Gefühle für mich haben sich inzwischen längst in Wut gewandelt, dabei wollte ich dir nie wehtun
Leider wirst du die Wahrheit erst erfahren, wenn ich dir nichts mehr erklären kann
Ob du dann verständnisvoll reagierst wie ich es von dir gewohnt bin, Liebster?
Nein, auch deine Sanftmut hat Grenzen Jan, ich habe dich viel zu tief verletzt
Heimlich abhauen, sich davon machen und dir alle Lasten aufbürden, dafür verachtest du mich
Wenn du wüsstest, dass ich selbst nicht mehr in den Spiegel schauen kann
Aber ich musste so handeln Jan, mein Problem…die Wahrheit hätte dich….es hätte dich
…….Es liegt so viel Leid hinter dir Liebster…konnte doch nicht auch noch ein Klotz am Bein für dich sein
An der Wahrheit wärst du zerbrochen, es hätte dich aufgefressen, zerstört
Ich kenne dich Schatz, deine Hilfsbereitschaft, Fürsorge, Mitleid, Aufopferung sind einfach zu groß
Du gehst weit über deine Grenzen, Jan, zerfleischt dich selbst, bis zum völligen Zusammenbruch… und dann
Ausgelaugt, leer, kraftlos, physisch krank, zu nichts mehr fähig….Nein nicht auch du Liebster
Jetzt verachtest du mich zwar, aber unseren Goldschatz den liebst du solange dein Herz schlägt
Leider kann ich dir es nie erklären Schatz…..ich musste so handeln wegen unserem Kind
Du wirst der Kleinen immer ein liebevoller Vater sein, sie zu so einem prächtigen Menschen erziehen auf den du genauso stolz sein kannst wie auf Benni
Das weiß ich ganz sicher Liebster, darum ist es auch genau richtig so wie es ist“




 

„Da ist ja der kleine Engel, den ich viel zu selten sehe“ nahm Margot Dana sofort in ihre Arme als Jan mit ihr die Wohnung betrat
 
„Ma….Mama du hier???….Wie kommst du denn hier rein?“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 24 Feb 2015, 18:47

„Oma stand plötzlich vor der Tür, Papa… …ich konnte sie doch nicht…“
 
„Schon klar Großer, vergiss die blöde Frage“
 
„Du bist so groß geworden Schätzchen und wirst immer hübscher -  wie dein Vater
Der war so ein hübsches Kind“ streichelte Margot Dana überall
 
Dana brummte leise, schaute verwirrt und ängstlich zu ihrem Papa
 
„Das ist deine Oma, Liebes. Schon eine Weile her die letzte Begegnung, du erinnerst dich nicht mehr
Aber sie ist ganz lieb, musst keine Angst haben. Sie ist glücklich dich im Arm zu halten, die Oma“
 
„O…Oma…ma…..Oma“
 
„Oma, Oma, ja ich bin deine Oma“ knuddelte Magot Dana noch heftiger
 
Jan lächelte leise, so glücklich hatte er seine Mutter lange nicht mehr gesehen, dann meinte er:
 
„Tippe mal der Alte ist davon gerast und hat dich einfach stehen lassen
Ich fahre dich natürlich nach Köln, Mama, aber……..
A……Aber sage mir bitte zuerst woher ihr wusstet, dass Leni…das sie…sie“
 
„Nein Jan, nein, ich will länger hierbleiben, dich unterstützen, für dich, Dana, Benni, die ganze Familie sorgen. Du musst dich um nichts mehr kümmern….aber bitte, bitte schicke mich nicht weg Jan“
 
„Du bist mir immer willkommen, Mama und das weißt du auch
Über dein „Kümmern“ reden wir noch, beantworte bitte erst meine Frage:
Wieso ist es bis nach Köln gedrungen das Leni verschwu….das Leni nicht hier ist?“
 
„Papa…..das habe ich vermasselt“
 
„Oh nein Benni, du bist der Letzte der ausposaunt was sich bei uns abspielt“
 
„Rede keinen Unsinn Benni, ich habe hier angerufen. Der Junge klang bedrückt, traurig, niedergeschlagen. Als er dann endlich erzählte, dass Leni weg sei, da rief ich total entsetzt: „WAS?…Leni ist weg und schon solange“……leider habe ich in der Aufregung nicht bemerkt, dass dein Vater sich angeschlichen hatte
Er bohrte solange bis ich…..“
 
„Schon klar Mama, du musst nicht weitererzählen“
 
„Jan, ich wollte nicht das er zu dir fährt, das musst du mir glauben
Wie dein Vater sich im Büro aufgeführt hat, wie er dich verleumdet hat….
Unfassbar..!!!!...Klagt den eigenen Sohn….hängt dir, dir Jan alle abscheulichen Verbrechen an
Der ist irre…jawohl mein Juristengatte ist dem Wahnsinn verfallen
Sein eigen Fleisch und Blut will er hinter Gitter sperren….das ist abartig….ein Skandal…entsetzlich
Den Mund wollte ich ihm zu schweißen….aber wenn Peter schreit, dann…..
Jan du musst seine Schamlosigkeiten schnell vergessen, alle idiotischen Taten die Peter heraus donnerte
Ekelhaft…widerlich…all den Dreck den er über dich schüttete….Junge bitte, denke nicht mehr daran
Jan, ich flehe dich an: Streiche, lösche es aus deinem Kopf, lasse dich von deinem Vater nicht fertig machen“
 
„Beruhige dich Mama, ich raste vom Büro zu meinem, nun ja, nenne es „Kopf frei pusten“-Platz
Der erbärmliche Auftritt vom Herrn Oberschlau-Juristen ist abgehakt
Die unsichtbaren Narben die mir der Alte schon verpasste sind unzählbar
Aber mein Rabenvater ist Nebensache ich muss gerade jetzt bei Kräften bleiben“
 
„Es schmerzt dich trotzdem, dass dein eigener Vater dich so schlecht behandelt, Jan
Ich weiß es, du machst mir nichts vor, aber diesmal ist er zu weit gegangen
Neben dem Kotzbrocken wäre ich erstickt, ich habe ihn fahren lassen
Es interessiert mich nicht was er treibt, ihr seid jetzt wichtig, bei euch will ich sein
Jan du…du denkst doch nicht das ich wie Peter ticke, dich für verdorben halte, schlecht von dir denke
Deine Mutter liebt dich..du bleibst für mich immer mein lieber, anständiger, ehrlicher Junge auf den ich so stolz bin“
 
„Ach Mama“ umarmte Jan seine Mutter „Du bist mein Goldstück, für deinen „kleinen Jungen“ bleibst du  immer die Allerbeste
Fühle dich bei uns wie zuhause, du kannst bleiben solange du möchtest“
 
„Ich entlaste dich in allem Jan. Ab sofort koche, wasche ich, kaufe ein, reinige die Wohnung und versorge

natürlich Dana…spielen, Kita, usw.“
 
„Also deinen „100%-Rund-um-Power-Einsatz“ Mama planen wir wenn du unser Chaos ein paar Tage erlebt hast
Stelle dir das nicht so einfach vor mit uns 2 hektischen Männern und die kleine Prinzessin hat auch schon ihr eigenes Köpfchen“
 
 
 
 
„Mir reicht es jetzt, habt ihr euer Ermittlungswissen in Pension geschickt?
Ohne Jan läuft hier anscheinend gar nichts, der Fall ist immer noch nicht aufgeklärt“
 
„Moment mal Hajo….um welchen Fall geht es?“
 
„Es geht um Zins….der grausame Mörder von Fr. Dohr läuft fröhlich und frei herum und ihr…..“
 
„Wir die blödesten Polizisten, die ohne Kollegen Maybach nichts zustande bringen
So ist das also, du hältst Jan für den einzigen fähigen, erfolgreichen Ermittler im Team
Du sprichst die Wahrheit spät aus, Hajo, aber gut zu wissen, dass wir für dich nur Trottel sind
Pfui Teufel Hajo, deine Ungerechtigkeit stinkt zum Himmel, aber o.k. dann räume ich das Feld
Du kannst dir deinen Liebling Superbulle Jan auf den Buckel binden, wenn er mal wieder auftaucht“
 
„Jetzt reiß dich mal zusammen Tom, Hajo hat es bestimmt nicht böse gemeint
Zugegeben, es trifft mich auch das er von Jan so schwärmt und wir die Doofen sind
Hajo sorry, aber ich glaube dir kein Wort. Du schlägst um dich weil dich der Schmerz zerreißt
Du weißt aber schon, dass wir uns um Jan, bzw. um Leni und Jan große Sorgen machen
Mensch Hajo, vor uns musst du dich doch nicht verstellen, sprich aus was dir auf der Zunge brennt“
 
„Ich will sagen…ich muss mich…will mich……Entschuldigung, ich muss mich bei euch entschuldigen
So jetzt ist es heraus…Vergesst die unfähigen Polizisten….vergesst alles was ich sagte
Keine Ahnung was mit mir los ist, ich bin doch sonst nicht so ungerecht, oder?“
 
„Nein das bist du nicht, Hajo und es ist auch richtig, dass Jan bei uns im Focus steht
Alles Andere wäre auch unnormal, denn leider spielt sich bei ihm eine entsetzliche Tragödie ab
Wir haben zwar sehr viele Möglichkeiten bei der Polizei, die uns in dieser Sache aber nicht weiterhelfen
Insofern hast du recht mit Unfähigkeit und trotzdem bemühen wir uns Jan zu helfen“
 
„Tja, scheint so als behandele ich Leni….nein….Jan schon wie einen Fall….
Einen ungelösten Fall…werde deshalb beleidigend. Aber wir rätseln ständig….
Stellen Hilfe, Pläne auf….denken an Dana, den Familienablauf
Wir reden so viel über Jan und wenn mal wirklich für länger Zeit, …meine…da..dann….
Ach das gehört nicht hierher. Ich muss mich auf meine eigentlichen Aufgaben konzentrieren“
 
„Doch das gehört jetzt hierher, Hajo. Vergiss mein Ausflippen….kennst doch meine  lose Lippe
Ich lerne gerade dein inneres Ich kennen, was Neues für mich…mach jetzt aber nicht den Deckel drauf
Also raus damit Hajo: Wie ist das für dich mit Jan“
 
„Oh ich könnte Leni……….wegen ihr werde ich immer mehr zum sensiblen Waschlappen
Bin zerfressen von dem…dem…na dem was sich abspielt, platze fast vor Wut das ich Jan keine Hilfe bin
Doch philosophieren, Lösungen suchen, diskutieren könnte ich rund um die Uhr darüber
Ich weiß auch das es völliger Quatsch ist…..aber wenn wir eine Weile mal nicht von Jan,
nicht über seine verzweifelte Situation sprechen bilde ich mit sofort ein, dass wir ihn vergessen haben
Weit weg, aus den Augen aus dem Sinn, Jan ist nicht hier, die Suche nach der eigenen Frau ist keine Fahndung
Seine Probleme sind nicht unsere Aufgabe, also lassen wir Jan im Regen stehen“
 
„Aber Hajo du weißt doch…..“
 
„Nicht Ina, nicht jetzt…
Sagte doch: Sensibler Waschlappen……
Die Betroffenen sind doch meine Familie….alles was ich habe..
Leni..???...Es tut weh, es tut sehr weh…und um Jan….um Jan muss ich mich doch sorgen
Weinen, heulen möchte ich mit ihm, ihn in Watte packen, Beschützer, Ratgeber, Arzt, Priester, Spurensucher, Psychologe, Helfer………….alles gleichzeitig für ihn sein und stehe doch so unfähig, hilflos neben ihm
Meine Gedanken kreisen ständig um Jan aber das entschuldigt nicht euch ungerecht anzubrüllen
Ihr seid nicht unfähig, denn nach Zins wird schließlich bundesweit gefahndet
Luca, der Kölner meinte sogar, wenn es Jan, sorry, uns gelingt Zins zu fassen, hätten wir einen Orden verdient
Der Witzbold….Wir arbeiten weiter mit den beteiligten Kollegen zusammen und werten gegenseitig jeweils die aktuellen Recherchen aus“
 
„Verdammt Hajo!!!! Spiele uns nichts vor…Vom Sensiblen zum harten HK pendeln….Oh Mann, ich könnte
Es geht nicht um Zins, die Fahndung, den Mord und auch nicht um den Einsatz deines Stellvertreters
Es geht um Jan, deinen Schwiegersohn und dessen Frau…..deine Tochter
Du bist wegen Leni doch nicht mehr deiner selbst, Hajo. Du leidest so sehr, dass wir dich in den Arm nehmen möchten
Denke jetzt mal an dich, klinke dich aus, erledige Gartenarbeit, spiele mit Dana, lass dich von Margot verwöhnen oder kümmere dich um Jan, wenn es dich erleichtert
Aber verbarrikadiere dich nicht ständig im Büro und mache alles mit dir allein aus
Das verkraftet selbst ein stahlharter HK nicht….es wird dich auffressen
Höre 1 x auf den Rat von Freunden….wir meinen es doch nur gut“
 
„Weiß ich, ja weiß ich doch, ihr wollt helfen. Gut gemeinter Rat, ja, ja, schon klar
Ich informiere euch rechtzeitig wann ich wie lange Auszeit nehme“ verkroch sich Hajo schnell in sein Büro


 
„Wenn Leni nicht bald auftaucht, gehen Trautschzke und Maybach zugrunde
In dem Psycho-Trauma bleiben Hajo, die Kleine, wahrscheinlich auch Benni  und ganz bestimmt Jan ewig gefangen
Ich fürchte, bald sind alle so chronisch krank, abwesend, zu nichts mehr fähig, psychisch zerstört, dass sie nie wieder zu einem normalen Lebensrhythmus im Stande sind“
 
„Ich auch Tom….das befürchte ich auch“
 
 




 
Jan betrat den Friedhof, füllte erst Wasser in eine Gießkanne, ging dann zum Grab
Hier hielt er stumme Zwiesprache:
„Meistens stehe ich gemeinsam mit Leni an deinem Grab, Mutter
Aber diesmal………doch du siehst von deinem Seelenplatz ja alles, weißt das deine Tochter….
Ach Mutter….es ist alles so schrecklich, ich weiß keinen Ausweg mehr
Verzeih, ich will deine Totenruhe nicht stören….aber ich musste kommen… zog mich alles hierher
Du verstehst sicher, dass auch ich einen Ort des Trostes brauche, es mir ein Bedürfnis ist….
………..Ja was….keine Ahnung Mutter, sorry bin schon völlig irre……….aber ein Zeichen….
Irgendwas…was….undefinierbares…..was vom Himmel da oben….blöd Mutter…total blöd ich weiß
Zu Kindern sagt man.oben im Himmel sind die oder der.....aber irgendeinen Platz müssen wir doch nennen
Für euch…..für alle die lieben Verblichenen die nicht mehr bei uns sind….und doch vielleicht gegenwärtig
Unsichtbar……immer um uns herum…..alles im Verborgenen miterleben
So wie du das jetzt mit Leni, Mutter…du kennst den Grund….beschützt deine Tochter die irgendwo ist
Habe ich meiner Frau so furchtbares angetan?….Habe ich, der grausamste Ehemann Leni vertrieben?
Schimpf mit mir Mutter…ich würde alles, wirklich alles tun um das Liebste was ich habe zu versöhnen
……….Aber wie?….Leni scheint so unerreichbar fern….Nur du begleitest sie unsichtbar.... weißt wo sie ist
Kannst du mir nicht einen Wink, bitte Mutter, eine Eingebung….einen Hinweis, nur einen winzigen Hinweis
……………Welch irrsinnigen Gedanken…..Schluss jetzt Jan, du bist nicht mehr normal
 Entschuldige, vergiss mein Gejammer, Mutter. Ich wollte ja dein Grab ein wenig schmücken
Der Strauß müsste dir gefallen, Leni sagt immer es seien deine Lieblingsblumen“ füllte Jan die Vase mit Wasser, stellte das Gebinde hinein, ordnete die Blüten noch hübsch ansehnlich


Er wollte sich gerade wieder aufrichten:
„Was….was…was um alles in der Welt ist das denn?“ zog er einen kleinen Umschlag zwischen einem schon vor langer auf dem Grab  gepflanzten Rosenstrauch hervor, holte mit zitternden Fingern ein Blatt..einen „Brief“ heraus


Jan schossen schon beim 1.Satz Tränen in die Augen, die Worte verschwammen vor ihm, er riss die Pupillen weit auf um mühevoll den ganzen Text zu lesen

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 25 Feb 2015, 19:26

Jan fühlte sich wie vom Blitz getroffen, übermannte ihn alles wie ein entsetzlicher Schock
Vor dem, was bei dem Brief noch im Umschlag steckte, fürchtete er sich entsetzlich – Schweiß brach ihm aus
Die Zeit rann dahin bis Jan endlich, cm um cm, im Zeitlupentempo mit zitternden Fingern das Beiliegende aus dem Umschlag zog


Panik setzte ein, Angst, Entsetzen schnürte ihm die Kehle zu, er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten


Langsam taumelnd drehte sich Jan nun wieder zum Grab, wisperte mit bebenden Lippen: „Danke Mutter…
der Hin..Hinweis….kostbares Geschenk….
Endlich weiß ich warum Leni….Weiß noch immer nicht wo mein Schatz ist…….Aber ich finde sie, Schluss mit Verstecken, ich stehe das mit meiner Frau gemeinsam durch, versprochen Mutter
Egal wo ich suchen muss, ich verspreche das Leni wieder hier stehen…wieder Blumen auf dein Grab stellt
Gib mir etwas Zeit Mutter….doch ich hole deine Tochter zurück - bestimmt
Danke Mutter…....... ich bin dir so dankbar......…kann ich nicht in Worte fassen...…....
....Vielen, vielen Dank Mutter“ lief Jan schwankend vom Friedhof


Verzweifelt, benommen, verwirrt, überschlugen sich seine Gedanken
„Was soll ich jetzt machen, bin, fühle mich so ohnmächtig, hilflos“ durchfuhr es Jan unentwegt
„M A R K !!!!!“ stieß er dann hervor
 
 




 
„Deine Blicke durchbohren mich wie Dolche, Bodo, du strafst mich anscheinend mit Verachtung
Der Grund dafür ist wohl immer noch die kleine Abwechslung, mein gelungenes Maybach-Spiel
Jetzt komm mal wieder runter, führe dich nicht wie ein albernes Kind auf“
 
„Das alberne Kind hat im Gegensatz zu dir noch etwas Anstand, oder nenne es Gefühl, auch egal
Jawohl ich verachte dich für dein entsetzliches „Maybach-Spiel“
 
„O.k. Bodo ich habe es zur Kenntnis genommen, Fazit: Du bist eine Memme
Was hältst du davon wenn ich dir einen Crash-Kurs in Härte, faulen Tricks und gemeinen Teufeleien erteile“
 
„Sei still Ingo, mir ist so schon übel genug
Ich möchte dir den Hals umdrehen, mit meinen Fäusten grün und blau schlagen“
 
„Du möchtest und würdest es doch nie tun Bodo….also wie geht es weiter
Was können wir tun damit sich die Wogen wieder glätten, wir wie zuvor wie Freunde miteinander umgehen“
 
„Wenn du endlich etwas unternimmst, legst sich meine Wut wohl allmählich
Der Friedenspakt ist ganz einfach: „Du klärst Fr. Maybach über deine „etwas umgewandelte Diagnose“
…….so deine eigenen Worte……schnellstens auf.
Da du ja ein Künstler großer Worte bist, fällt dir bestimmt das Passende ein und dein „Heiligenschein“ leuchtet weiter“
 
„Bodo, das werde ich nicht tun und das weißt du auch.
Es ist absolut unter meiner Würde mich zu revidieren oder Fehler einzugestehen
Ich kratze doch nicht selbst an meinem Ansehen, nicht auszudenken wenn die Patienten ausbleiben
Außerdem ist jeder Gedanke an den Bullen und seine Frau ein…ja ein Erlebnis…erregend
Fast schon wie guter Sex wenn ich mir vorstelle was bei dem Paar Maybach abgeht
Die 2 laufen solange wie Zombies umher, von Angst, Sorge, Hilflosigkeit gepeinigt bis sie zugrunde gehen
Nein Bodo, auf den Adrenalin-Schub verzichte ich doch nicht freiwillig
Aber mich deswegen zu verachten ist totaler Quatsch….überlege doch mal….du stehst als Unschuldslamm da….hast die Maybach nicht untersucht, keine Diagnose, nicht ein falsches Wort gesagt
Ich erwarte, dass du dich ab sofort wieder normal verhältst
Wir so locker, freundschaftlich, na eben so miteinander auskommen wie die 2 Kerle die schon lange durch dick und dünn gehen“
 
„Darauf muss der große Meister sehr lange warten“
 
„Strapazier meine Geduld nicht Bodo…..Ich kann auch anders….
Wie das endet hast du bei  „Ex-Kumpels“ schon miterlebt….Mein Freund ich warne dich!!!“
 
 




 
„Ja.a.a.a.a.n!!!!!!! Um alles in der Welt was ist passiert???
Komm herein, setze dich bevor du zusammenklappst, setze dich sofort hin“ zog  Hajo ihn ins Haus und drückte ihn auf die Couch


„Jan, meine Güte Jan, wie du aussiehst, entsetzlich… du bist so..so…dein Zustand schockiert mich….
Werde jetzt bloß nicht ohnmächtig….ich will wissen wo du die ganze Zeit steckst……verschwindest einfach…
Wir sind aus Angst um dich fast durchgedreht…..was ist los….Rede doch endlich“
 
„Hajo….ich mu..muss, will…habe dir…dir so…so viel zu sagen….oh Mann…. aber wie
Ich…ich re..rede bestimmt kreuz und quer, Kauderwelsch…wirr…wie ein Idiot
Das…das Schlimmste….ich sorge mich um di…dich…wie du…du alles verkraf….
Zuerst musst auch du dich setzen…..Hajo bitte….setze dich hin und bleibe…bleibe…versu…
Versuche ruhig und ge…gefasst zu bleiben“
 
„Ja.a.a.a.an…….aber Jan…..Du machst mir Angst….Ich will sofort wissen...Los, jetzt sprich doch endlch !!!"

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 26 Feb 2015, 21:18

Aufgeregte stieß Jan hervor:

„Ich fantasiere nicht Hajo….diesen Umschlag fand ich im Rosenstrauch auf dem Grab deiner Frau
Er ist von Leni…sie hat Mutter den Grund für die „Flucht“ gebeichtet, alles aufgeschrieben“
 
Hajo wurde kreidebleich, brachte keinen Ton hervor, starrte Jan völlig fassungslos an
Ganz langsam, vorsichtig holte er den Inhalt aus dem Umschlag
Hajos Hände und Stimme zitterten als er die Zeilen flüsternd hervor stammelte:
 
„Liebste Mutti,
diese kleine Aufnahme bestätigt leider die grausame Wahrheit
Das  Befürchtete ist leider ……auch ich habe Brustkrebs
Tja, es scheint alles vorbestimmt zu sein……..Schicksal….dem ich mich hilflos fügen muss…genau wie du damals
Aber nur ich füge mich, ich allein
Ich stehe das alleine durch Mutti….so will ich es und davon bin ich nicht abzubringen
Es bricht mir das Herz meine Familie zu verlassen, ich schreie lautlos jede Sekunde sehnsüchtig nach meinen Lieben, weiß nicht wie ich ohne sie leben soll
Doch ich kann nicht anders Mutti, will und darf ihnen meinen Anblick nicht zumuten, kein Klotz am Bein sein
Meine Lieben sollen nicht hilflos neben mir Dahinsiechender stehen
Nein, nie, nie, niemals….das lasse ich nicht zu….will ich nicht….verkrafte ich nicht
Ich weiß, dass mein geliebter Jan alles für mich tun würde….pflegen…versorgen..mich unterstützen und behüten
Mein Liebster würde mich aufbauen, mir Mut zu sprechen, nie aufgeben, Unsummen für die besten Spezialisten ausgeben, für die kleinste Heilungschance bis ans Ende der Welt mit mir fahren
Ich sehe es vor mir, wie Jan sich aufopfert, zerfleischt, solange bis er daran zerbricht
Doch gerade das darf nicht geschehen, ich lasse das nicht zu, mein Mann hat schon viel zu oft gelitten
Schimpfe nicht mit mir Mutti, mein Entschluss steht fest, meine Lieben dürfen meinen Aufenthaltsort nicht erfahren
Egal was jetzt mit mir geschieht, wie die Krankheit verläuft, meine Familie wird davon nichts mitbekommen
Mein schlechtes Gewissen quält mich sehr  für den Schmerz den ich Jan mit dem Unfassbaren antue
Er hasst mich für alle Ewigkeit und Dana..niemals darf eine Mutter ihr Kind im Stich lassen…… Rabenmutter
Aber Mutti, ich kann…kann wirklich nicht anders… der Krebs reißt mich grauenhafterweise weit weg von meiner Familie
Soweit, das mein geliebter Polizist, mein Jan, mich trotz seiner exzellenten Spürnase nicht findet
An dem Ort muss ich mich fügen, abwarten wie die Krankheit verläuft….warten bis es vorbei ist
Von Jan gehasst und verachtet zu fühlen zerfrisst mich, quält mich mehr als grausame Schmerzen
Die Zähne beiße ich ganz fest zusammen, aber mein Liebster darf nie mit meiner Krankheitsbürde belastet werden
Leider kann ich Jan nicht um Verzeihung bitten, ihm nie gestehen, dass ich ihn verlassen habe um ihn zu schon…zu schützen
Mein Schatz darf nicht mit mir untergehen, nicht krank werden, er muss stark bleiben
Jan wird mich verfluchen, verdammen und trotzdem immer ein liebevoller Vater bleiben
Ich weiß ganz  sicher, dass er unseren Goldschatz immer beschützt und sie so fürsorglich großziehen wird, wie Benni, auf den er stolz sein kann
Nun gehe ich an den von mir gewählten Ort…….ich vertraue dir meine Familie an
Bitte Mutti achte auf meine Lieben, beschütze unsere Kleine, beschütze ganz besonders meinen Jan, den ich lieben werde, egal wo mein Schicksal mich hinführt
Liebste Mutti wir sehen uns wieder…………irgendwann!!!!!
 
 
Danach schaute Hajo immer wieder fassungslos auf den Brief oder er starrte Jan entsetzt an
Mit zusammen gepressten Lippen saß er stumm da, blickte wieder auf die Zeilen, dann wieder zu Jan
 
Ängstlich, mit bebenden Fingern griff er dann ganz langsam in den Umschlag
„Ein Bild….ein Ultraschallbild“ wisperte Hajo tonlos
 
Lange hielt er das Bild schweigend in seiner zitternden Hand
 
Jan flüsterte unsicher: „Hajo lass dir erklär….“
 
„Leni ist kra….sie hat Kre…..“
 
„Nein Hajo nein…kein Krebs, das ist ja das Verhängnis“
 
„Aber Jan…der Beweis liegt vor uns….Du musst jetzt ganz stark sei…..“
 
Erregt sprudelte Jan hervor: „Irrtum Hajo, alles ein Riesenirrtum..ein fataler Fehler…bitte lass dir erklären….
 
 
 
 
Währenddessen brach in Leni plötzlich Chaos aus
Was sich in ihrem Körper abspielte konnte sie sich überhaupt nicht erklären
Wie sollte Leni auch ahnen das ihr „Geheimnis“ entdeckt war, das ihr Mann und ihr Vater gerade völlig neben sich standen, ratlos, verzweifelt in einem Rätsel-Emotions-Fragen-Labyrinth umherirrten
 
Leni „hörte“ in sich hinein: „Schmerzen?…Nein, es sind keine Schmerzen…mehr Unruhe..
Beklemmung….Sehnsucht…Reue…?
Dafür ist es zu spät Leni, viel zu spät, es gibt kein Zurück mehr
Was auch immer rätselhaftes in dir rüttelt, klink dich aus, lenke dich ab"
 
Lenis „Ablenkung“ bestand darin endlich das zu tun was sie schon so lange vor sich her schob, sie musste unbedingt einkaufen
Bisher hatte sie sich noch keine richtige Mahlzeit gekocht
Alleine essen dazu hatte Leni keine Lust, wie ihr überhaupt die Lust zu allem fehlte
Wenn ihr Magen mal knurrte, kaute sie meist auf Brot oder irgendwelchen Snacks herum
Doch es gab irgendwie nichts mehr auf dem Leni kauen konnte, die Getränke waren auch fast aufgebraucht
Gut „getarnt“ mit sehr großem Kopftuch und ebenso großer, dunkler Sonnenblick, parkte sie vor dem Geschäft im Zentrum
Nervös überzeugte sich Leni noch mal im Spiegel ob auch ja kein Haar unter dem Tuch hervor lugte
„Bloß nicht erkannt werden, keiner darf meine Haar- oder Augenfarbe sehen
Mich trifft der Schlag, wenn plötzlich Einer „Hallo Fr. Maybach oder Hallo Leni ruft
Es gab schon die verrücktesten Zufälle
Doch möglich, dass ich auf die Leute treffen, die sonst auch diese Umgebung gerne aufsuchen
Früher kommunizierten wir oder unternahmen etwas zusammen….und jetzt…
Die würden sich sehr über meine Sturheit wundern….spiele die große Unbekannte
Nein…niemals….Es soll…es darf mich Keiner erkennen….die setzen sich doch sofort mit Jan in Verbindung
Vielleicht ist Jan längst hier….mit seinen sensiblen Drähten….meine geliebte Superspürnase
Aufmerksam Umschau halten……nein Jan ist nirgends zu sehen
Ach Liebster niemals wollte ich dir so viel Leid antun….die Sehnsucht quält mich ständig
Das Schicksal bestimmte es leider so Schatz, ich muss so handeln
Aber leider….leider werde ich dir das nie erklären können, mein Jan“
 
Das Tuch noch tiefer ins Gesicht gezogen, gehetzt nach allen Seiten umschauend, huschte Leni in den Laden
„Nur nicht auffallen,  der Einkauf muss glatt über die Bühne gehen, hoffentlich bin ich schnell wieder draußen..!!!“
 
 
 
 
„Verdammt Hajo, ich bin so von der Rolle, immer noch geschockt von allem…“ stieß Jan aufgeregt hervor
„Klingt alles furchtbar konfus was ich jetzt sage
Aber ich fantasiere wirklich nicht und bin auch bestimmt nicht im Delirium
Du musst mir bitte glauben Hajo, das jedes Wort von mir wahr ist
Mark…ich meine unseren Arzt, meinen Freund Ma…“
 
„Ja, ja weiß ich, kenne ich…weiter Jan, rede weiter“
 
„Lenis Brief und das Ultraschallbild schockte mich so, ich wollte unbedingt Gewissheit
Vor dem Friedhofseingang rief ich sofort Mark an, der zum Glück gleich Zeit hatte
Mark ist weder Spezialist noch Gynäkologe, doch selbstverständlich kann er ein Ultraschallbild diagnostizieren
Als er sagte, die Aufnahme zeige Lenis völlig gesunde Brust traf mich fast der Schlag
Mark tobte wie wild, denn anscheinend hat irgendein Kollege eine tragische Fehldiagnose gestellt
Eine „Todesnachricht“ die uns vielleicht alle in den Wahnsinn treibt
Er…ich meine Mark….zog sich den letzten Bericht von Dr. Kohl, Lenis Gynäkologen.
Dr. Kohls erfreulichem unauffälligen Befund waren auch Ultraschallbilder beigefügt, die der Aufnahme die vor uns liegt ziemlich ähnelte…soll heißen nicht das kleinste Anzeichen von Krebs
Das „Skandalbild“ wurde lt. Datum 5 Wochen nach Dr. Kohls Untersuchung gemacht
Datum und Leni Maybach sind ausgedruckt, aber kein Praxis- oder Arztname, was sehr mysteriös ist
Nein…es stinkt…Wer oder warum identifiziert sich ein Arzt bzw. Praxis nicht?
Nachdem Mark mit Dr. Kohl telefoniert hatte sind wir sofort zu ihm gerast
Völlig entsetzt berichtete er von der letzten Untersuchung und das er Leni erfreulicherweise noch versichert habe, dass ihre Brüste völlig gesund seien
Er legte Mark sogar noch Mammografie-Aufnahmen und den Befund einer kleinen Gewebeprobe vor.
„Kleine Probe“ bedeutet, dass bei einem kurzen Einstich ein wenig Zellengewebe entnommen wird
Ein  gutes Labor kann aber mit dem Wenigen viele Werte untersuchen hätten auch Anzeichen von Krebs festgestellt, selbst wenn es sich gerade erst entwickelt, also im minimalen Anfangsstadium gewesen wäre
Dr. Kohl macht bei Leni immer doppelt und 3-fache Untersuchungen, weil sie wegen Mutters Erkrankung vorbelastet, mit einem Risiko behaftet ist
Es ist ihm unbegreiflich warum sich Leni gleich 5 Wochen danach wieder hat untersuchen lassen
Er hat uns versichert, beteuert, sogar geschworen, dass er mit Leni das gute Untersuchungsergebnis ausführlich besprochen und den Eindruck hatte, sie verlasse erleichtert und beruhigt die Praxis. Dr. Kohl wusste nicht zu sagen, was Leni so in Panik versetzte, dass sie so schnell eine weitere Untersuchung machen ließ
Der Arzt reagierte total schockiert, grübelte und grübelte, stieß plötzlich entsetzt hervor:
„Oh nein….Fr. Maybach wird doch nicht….?“
Kurzum: Er bat Leni in kürzeren Abständen um Kontrolluntersuchungen. Aber nicht weil Anzeichen auf eine baldige Erkrankung vorlagen
Das ist eine allgemein empfohlene Vorsichtsmaßnahme für Frauen in Lenis Alter, nach der 1. Entbindung und besonders wenn die Patientinnen familiär vorbelastet sind“
 
„Leni hat das oder wollte es nicht als Rat verstehen, sie sah sich an Stelle ihrer Mutter, hält Dr. Kohl für einen Lügner und rennt in Panik zu einem anderen Arzt, wie das Ultraschallbild beweist“
 
„Ungefähr so stelle ich mir Lenis Reaktion auch vor, Hajo
Dr. Kohl hat es nur gut gemeint mit der Empfehlung, aber meine Frau sieht sich schon als Todkranke“
 
„Jan, wusstest du von dem Untersuchungstermin bei Dr. Kohl?“
 
„Ja, ich wollte Leni sogar begleiten
“Die Kontrolluntersuchung mache ich schon so oft, du musst nicht Händchen halten“ lachte sie mich aus
Leni rief mich danach auch an, sagte das alles o.k. sei und abends sprachen wir noch ganz ruhig darüber
Verdammt, kenne ich meine Frau so wenig…..
Wie konnte ich nur so blind sein, ihre Angst übersehen…..dachte ich bin aufmerksam…spüre wenn….
Ich bin ein miserabler Ehemann, ein Eisblock, gefühlskalt…Nur ich allein habe Schuld an der Tragödie
Schlagen sollte  man mich, verfluchen für meine Teilnahmslosigkeit
Das verzeihe ich mir nie, dass ich meine Frau in ihrer großen Not, mit all ihren Sorgen alleine ließ“
 
„JAAAAAAAAAN….SCHWEIG….kein Wort mehr…bist du wahnsinnig….dich trifft nicht die geringste Schuld
Du weißt, wenn Leni etwas verbergen will dann schafft sie das auch
Sie kann nicht nur stur sein, sondern auch verschlossen…..genau wie ich…leider
Das große Rätsel ist doch hier das Ultraschallbild
Von wem stammt es?
Welche verhängnisvolle Diagnose teilte der Unbekannte Leni….nein falsch….
In ihrem Brief steht ja, dass sie Brustkrebs hat, obwohl Dr. Kohls Befund völlig zufriedenstellend ist“
 
„Glaub mir Hajo, Dr. Kohl, Mark und ich ließen keine Überlegung aus
Nicht nur ich, besonders die beiden Ärzte schäumen vor Wut….
So ein verhängnisvoller Fehler darf keinem Mediziner unterlaufen
Dr. Kohl und Mark vermuten Amtsmissbrauch…..gibt sich ohne Fachwissen als Spezialist aus
Abgebrochenes Medizinstudium wäre auch denkbar, aber trotzdem schnelle Kohle machen……
………….mit einer Praxis wo der Weißkittel mehr Schein als Sein ist
Oder….oder irgend so ein Scharlatan, der sich daran aufgeilt Patienten in Panik zu versetzen
Unfassbar!!!...Grauenhaft…solche Halunken gab und gibt es immer wieder….dem drehe ich den Hals um
Wütend wollte ich alle Praxen stürmen, jede Krankenakte beschlagnahmen, die Ärzte ausquetschen
Leider musste ich mich von Mark und Dr. Kohl belehren lassen, dass mir absolut die Hände gebunden sind
Wahnsinn….sogar den Ehemann darf man auf dem Trockenen sitzen lassen, kann die Auskunft verweigert werden
Meine Marke ist noch überflüssiger, völlig nutzlos…ohne begründeten Verdacht darf die Polizei gar nichts unternehmen
Die Ärzte gehen auf die Barrikaden, wenn ihr „heiliges“ Ansehen auch nur angekratzt wird
Alle können auf ihr oberstes Gebot, den allmächtigen Schutzmantel, die Schweigepflicht, beharren
Dr. Kohl und Mark sind so außer sich wegen so einem Skandal, der „Kollege“ bringt alle Ärzte in Verruf
Sie überlegten in alle Richtungen wie man diesem unfähigen, mysteriösen Unbekannten aus dem Verkehr zieht, bevor er noch mehr Leute ins Unglück stürzt
Leider ohne Resultat. Wenn Leni den Arzt benennt, der den Vulkan auslöste, ja dann…
Dann kann er belangt ….vielleicht sogar ein vorläufiges sofortiges Berufsverbot verhängt werden
Tragischer weise ist meine Frau aber….sie ist……ist…..
Leni muss wegen der Fehldiagnose doch schon wahnsinnig sein
Wie von Sinnen, panisch, gehetzt, erinnert sich an das Leid von Mutter, glaubt ihr Ende nahe
Die Vorstellung, dass meine Frau von Todesangst gepeinigt ist sticht mir qualvoll ins Herz
Allein sein mit der Krankheit – das ist ein Verzweiflungsentschluss von Leni
…..sie hält die Trennung garantiert für absolut richtig, korrekt…die beste….humanste Lösung für uns Alle
Oh Mann das ist so….so...Einfangen, greifen, herbei zaubern möchte ich sie….ich drehe gleich durch
Führe mich auf wie ein Idiot…….Nein..!!!....Nein!!!.....Runterkommen Jan….
Durchatmen……die entsetzliche Ungewissheit ist noch nicht beendet….wie lange noch?… wann..wann endlich..???
 

 „Beruhige dich Jan….Ich, jawohl ich müsste ausrasten
Der Übeltäter bin ich….hier Hajo Trautzschke sitzt auf der Anklagebank“
 
„Rede doch keinen Unsinn, Hajo!!!“
 


 
Leni beeilte sich so mit dem Einkauf als sei der Teufel hinter ihr her
Lebensmittel, Getränke und  Hygienesachen nahm sie fix aus den Regalen, verstaute alles noch schneller im Einkaufswagen
Einige Leute wunderten sich über die gestresste, sehr nervöse Kundin an der Kasse
Die Kommentare wie: „Die hat es aber besonders eilig“….“Noch so jung, aber schon ein Nervenbündel“ hörte Leni nicht mehr
Schnell lief sie zum Auto, stellte die Taschen hinein und raste davon
Leni atmete erst wieder durch, als sie sich sicher war das ihr Niemand folgte
 
 
 
Jan hatte nun keine Geduld mehr
„Erst gibst du solchen Quatsch  von dir, Hajo und dann schweigst du mich an, ich möchte nun wissen...
Wie kommst du bloß auf den Unsinn, Hajo?“
 
  „Jan, es ist kein Unsinn. Ich schweige dich auch nicht an, musste nachdenken wie ich es erklären soll
Aber….ich bin und bleibe schuldig, denn du, ja  D U  JAN, hast die Wahrheit entdeckt und das ausgerechnet auf Katrins Grab
Erst jetzt weil……… weil….weil ich so selten auf den Friedhof gehe…..
Es kostet mich immer noch Überwindung vor dem Grab meiner Frau…..
Jan es tut mir so leid, wirklich sehr, sehr leid….deine vergebliche Suche….die vielen Reisen
Du.. wir Alle haben uns mit unzähligen Fragen gemartert.
Die Ungewissheit quält uns schon so lange, aber an dir hat  es am stärksten gezerrt
Alles nur weil ich nicht…..Ich bin schuld…..es tut mir so unendlich leid…wenn ich gewusst hätte
Du musst mir glauben, dass ich dich nicht durch die Hölle jagen wollte, schreie, tobe Jan
Hier sitzt der Schuldige….ja ich, nur ich allein bin schuld für dein……“
 
„Schweig Hajo!!!“ herrschte Jan ihn barsch an
„Hör auf dich anzuklagen. So etwas will ich nie wieder hören. Du bist jetzt still, sofort…
Dich trifft keine Schuld weil du selten zum Grab gehst
Du trauerst mit dem Herzen, ich weiß das und Leni weiß das auch
Der Brief an ihre Mutter sollte erst gefunden werden wenn……wenn…
Tja wenn………Ich weiß ja selbst nicht warum es mich so magisch an Mutters Grab zog“
 
„Um endlich die Wahrheit zu finden Jan und ich weiß genau……genau
Ich weiß, dass dein Herz, Gefühle, deine Liebe dich dort hinführte
Jan, glaube mir….Leni liebt dich auch sehr….
Nicht nur der Abschiedsbrief, auch die Zeilen vom Grab sind alles Treue/Liebesbekenntnisse an dich:
„Mein Jan….würde alles für mich tun…sich für mich aufopfern
Mein Liebster….der fürsorglichste Ehemann und Papa in einer Person…….muss stark, gesund bleiben
Jan, meinem Schatz will ich nicht zur Last fallen….Mein Mann hat schon zu oft gelitten“
Die Zeilen räumen wirklich jeden Zweifel aus, das es zwischen euch Unstimmigkeiten, Streit gab
Dein wildgewordener Vater müsste sich auf Knien bei dir entschuldigen, Jan
Ist nichts mit Sexualdelikten und Verbrechen…..Leni ist „geflohen“ wegen einer verheerenden Fehldiagnose
Doch ich begreife meine Tochter nicht….das geht mir nicht in den Kopf….wie konnte sie das nur tun
Leni weiß doch welche Tragödie sie bei uns auslöst…Vor allem wie maßlos sie dich quält, Jan
Ich denke jetzt reagierst du wie von ihr vorausgesagt…….du hasst deine Frau, verflucht sie für immer“
 
„Jetzt hör aber auf, Hajo….Hass…Fluch, mir laufen Schauer über den Rücken
Ich bin verzweifelt, ja, es tut weh, dass sich Leni mir nicht anvertraut hat
Sie schreibt so hoffnungslos, als sei…sei…sei ihr Ende nahe
Dabei müsste eine gebildete Frau wie sie doch wissen wer fortschrittlich die Medizin ist
Auch Brustkrebs kann sehr gut behandelt, ja sogar schon erfolgreich bekämpft werden
Nur leider…leider sind die Leidensbilder von Mutter bei Leni wohl zu tief eingebrannt
Mit dem Anblick ihrer Mutter vor Augen kann sie nicht mehr klar denken, gerät in Panik
Anders kann ich mir das unfassbare Verhalten meiner Frau nicht erklären
Aber ob so oder so, die Verzweiflung und Ungewissheit bleiben, genauso wie die quälende Frage an welchem Ort Leni sich aufhält
Total hirnrissig, dass ich Idiot nur an schöne Plätze, an gemeinsame Urlaubsorte dachte“
 
„Du bist kein Idiot, Jan wie kannst  du nur so etwas sagen
Darf gar nicht daran denken, wie du dich bei der Suche aufopferst, nichts auslässt
Du zerreißt dich förmlich…Ich bin auch verzweifelt, dass meine Tochter irgendwo da draußen rumirrt
Leider stehe ich bei all deinen Unternehmungen, nur blöder, wie ein Krüppel…ein…ein Lahmer daneben“
 
„Das ist Unsinn Hajo und das weißt du auch. Mein Hinausstürmen hat Leni auch nicht zurückgebracht“
 
„Du weißt nicht mehr weiter Jan….du gibst auf“
 
„Aufgeben..?“
 
„Verdammt ja, ich will auch das es ein Ende hat… möchte Leni so gerne in meine Arme schließen
Die jetzige Situation….Leni verschollen….ihr Verhalten…einfach abtauchen…Lenis Lage…
Eure Lage, vor allem deine Lage Jan….das ist unhaltbar, unzumutbar…..
Ich dachte….meine nur…du..du bist mutlos, erschöpft, ausgelaugt, kannst nicht ewig umher hetzen
Immer vergeblich….ständige Enttäuschungen….daran gehst du zu Grunde Jan“
 
„Hajo, das Wichtigste ist Leni aus ihrer Angst zu holen.
Ich will nicht, dass sie wegen der verheerenden Diagnose unzählige Male untersucht wird.
Herum geforscht….experimentiert….sie als Versuchskaninchen benutzt oder sich evtl. einer Hypnose unterzieht,  vielleicht gar von einem „Wunderheiler besprechen“ lässt….oder…oder…was weiß ich noch“
 
„Mir fällt gerade ein Jan, die Kasse trägt nur einen kleinen Beitrag
Egal welche Methode, alle kosten eine Stange Geld….so viel kann Leni nicht gespart haben
Ergo: Verfügt sie gar nicht über so viel Geld für lange, kostspielige Behandlungen…oder hat sie etwa…
Hat meine Tochter etwa euer Konto leergeräumt….
Entschuldige Jan, die Frage ist mir rausgerutscht, eure Finanzen gehen mich nichts an“
 
„So halte ich es auch mit Lenis Sparbuch….ich fragte nie danach und es interessiert mich auch jetzt nicht
Ich denke, dass der Betrag, den sie von unserem Gemeinschafts-Konto abhob, eine Weile ausreicht um die Kosten ab zudecken“
 
„Von eurem Konto Jan…ich habe mich wohl verhört…und das sagst du so ganz ruhig…wie nebenbei
Ich fasse es nicht…he Schwiegersohn stehst du unter Schock oder was….wenn ich du wäre, würde ich vor Wut schäumen……..du finanzierst Lenis, Lenis…“was auch immer“, deine Suche kostet Unsummen und die Familie musst du auch noch ernähren….Das ist die Vorstufe zur Sozialhilfe
Warum sagst du denn nichts, ich würde dich doch finanziell unterstützen“
 
„Keine Sorge Hajo, noch nagen wir nicht am Hungertuch
Bei dem großen Betrag den Leni abhob stutzte ich auch erst….aber Wutausbrüche….nein
Jetzt kenne ich den Auslöser……Ich glaubte immer daran, dass dieses Drama einen schwerwiegenden Grund hat
Egal wo meine Frau ist, wie lange Leni sich „versteckt“ sie darf keine Not leiden
Essen, ein Dach über dem Kopf, Handhabungen, welcher Art auch immer, kosten Geld
Für mich ist Leni keine Durch geknallte, die Unsummen für irgendwelche Abenteuer, nichtsnutziges Zeug verjubelt“
 
„Puh Jan, in der Unfassbarkeit auch noch der verständnisvolle Ruhepol bleiben, du bist wohl durch und durch aus „Geduldsholz“ geschnitzt“
 
„Ich will Leni wieder an meiner Seite haben, mehr nicht Hajo
Mit meiner Frau unsere Ehe leben, gemeinsam in unserem Heim, neben mir
Unserem Sonnenschein bin ich schuldig, dass sie mit ihrer Mutter aufwächst
Mit den Einrichtungen die mir Dr. Kohl nannte, kann ich endlich gezielt suchen“
 
„Du verzeihst Leni also ihre Heimlichtuerei…gibst wirklich nicht auf, Jan“


„Es gibt nichts zu verzeihen Hajo…..“Krebs-Fehldiagnose“…ein Skandal…unfassbar!!!!
Erspare mir bitte weitere Erklärungen, ich informiere dich sofort wenn ich zur 1.Adresse fahre“
 
„Jan du willst doch nicht sofort los….Jan so warte doch…..“ aber Hajos Rufen hörte Jan nicht mehr
 
 
 
„Bodo, du bist ein hoffnungsloser Fall……erinnerst du dich
Vor länger Zeit sagte ich dir schon dein blödes Verachtungsgehabe gegen mich zu unterlassen
Aber du läufst noch immer mit einem „Henkerblick“ hier rum….einfach lächerlich
Sorry, es ist mir entfallen warum du dich so aufführst…wie lauteten deine konkreten Vorwürfe nochmal???
 
„Das weißt du sehr wohl, Herr Dr.,Dr., Prof., Prof. Oberschlau-Genie
Es geht um dein Teufelsspiel wegen Patientin, Ehepaar und dem Polizisten Maybach“
 
 „Mensch Bodo, das ist längst Schnee von gestern. Doch alles ruhig, kannst dich wieder abreagieren
Das Ganze turnt nur noch meine Fantasie an, wenn ich mir so ausmale wie das bei den 2 zugeht
…..Kein glückliches Ehepaar mehr, die „arme Patientin“ überschüttet den Gatten mit Selbstmitleid
Maybach, Polizist, der Freund und Helfer, kann nicht helfen, steht ratlos daneben
Ihr Gejammer zwingt ihn in die Knie, er wird nervös, aggressiv, gereizt
Glaube mir Bode, ein leidende Frau…die Diagnose….verkraftet selbst der stärkste Bulle nicht
Ich erkläre dir das alles auch ausführlich, aber nicht jetzt während der Sprechstunde“
 
„Ganz fix komme ich darauf zurück, Ingo
Du musst zur Vernunft kommen – Du M U S S T. Ich lasse dich nicht vom Haken“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 27 Feb 2015, 22:21

Jan schaffte es kaum noch das Weinen vor seiner Kleinen zu verbergen
Er wollte, er musste sich so zusammenreißen, aber manchmal konnte er die Tränen doch nicht unterdrücken
Wenn Jan, wie jetzt, von seiner Suche ohne Leni zurückkehrte, brach ihm Angstschweiß wegen Dana aus, panisch dachte er:
„Die immer traurigeren Blicke unserer Kleinen schneiden mir tiefer und tiefer ins Herz
Ihre Fragen mit ihrem leisen Stimmchen: „Wo ist Mami….Mami nicht mitgekommen…
Wann kommt Mami wieder…“ verkrafte, ertrage ich kaum noch…wie lange….wie lange, wie oft noch..??"
 
Lange drückte Jan Dana an sich, streichelte sie, flüsterte ihr leise ins Ohr, bis sie sich beruhigt hatte
Er redete und redete, suchte erregt in Gedanken nach passenden Worten
Auf keinen Fall wollte Jan, dass die Kleine sich von ihrer Mutter verstoßen fühlte, in dem kleinen Köpfchen schlechte Gedanken einnisteten
Er bemühte sich nicht irgendwelche leichtfertigen Versprechungen zu machen….
Doch Dana zu belügen …nein…das brachte Jan auch nicht übers Herz
“Wenn ich Leni nun doch nicht finde?????....Was dann????“ pochte es währenddessen in Jans Kopf
 
Zum Glück vertraute Dana dem Papa noch, verhielt sich nicht verstört oder sonst irgendwie verändert
Erleichtert spielte und kuschelte Jan danach noch mehr und noch länger mit dem kleinen Schatz
„Sie ist jetzt oft allein….schon solange ohne Leni….ich muss ihr Mutter- und Vaterliebe ersetzen,
Dana darf sich nicht einsam fühlen, ich will ihr jede freie Minute widmen“ drückte Jan die Kleine noch zärtlicher  an sich
 
 
 
Seit dem Einkauf fühlte sich Leni noch miserabler, noch mehr mit schlechtem Gewissen 
Wieder und wieder beschimpfte sie sich zornig:
 „Benimmst dich wie eine Verbrecherin…entsetzlich..unfassbar…
Schleichen….verkleiden….ducken….als laufe eine Großfahndung nach mir…was ist nur aus mir geworden
Ich will in mein altes Leben zurück…wieder dorthin wo mein Glück wohnt
Zur Familie, zu unserem Goldschutz, zu meinem kostbarsten Schatz..zu Jan
 
Schluss – Aufhören, Fr. Maybach  -  Dein Platz ist hier, genau hier
…..Ach Jan…Jan, Liebster…….Vergiss mich schnell… jeder Gedanke an mich ist Verschwendung“
 
 
 


Die Fragen seiner Mutter trafen Jan völlig unvorbereitet:
„Dana schläft, können wir mal in Ruhe reden mein Junge….obwohl ich…
Ich meine….Die letzte Suchereise nach Leni war wieder vergeblich….nur du..du..
Jan, du bist noch niedergeschlagener, noch trauriger…..doch, doch, deine Mutter kennt dich
Mir machst du nichts vor Junge…..Das kann doch eigentlich nur bedeuten…….“
 
„Richtig Mama, wie ich dir bei meiner Rückkehr schon sagte, auch in der letzten Einrichtung kannten sie keine Leni Maybach
Das bedeutet lediglich, dass ich die Suche an der nächsten Adresse von Dr. Kohls Liste fortsetze.
Ich meine mich zu erinnern dir das ebenfalls erklärt zu haben“
 
„Ja das hast du mir erklärt, Jan
Deine Mutter ist aber nun ganz offen, ehrlich zu dir..…
Nimm es mir nicht übel, Junge aber du…du siehst miserabel aus, aschfahl…furchtbar gealtert….du bist am Boden zerstört
In den Centern sieht man in dir wohl einen Eindringling oder noch schlimmer….
Wirst du etwa wie ein Verbrecher behandelt, Jan und die führ…….“
 
„Nein Mama, nein…..ganz so schlimm ist es nicht, eigentlich sehr unterschiedlich
Mein Anliegen ist ja auch sehr ungewöhnlich
Geschieht wohl selten, dass der Ehemann fragt ob seine Frau hier behandelt wird 
„Schweigepflicht“ darauf pochen Alle zuerst, womit sie ja auch leider recht haben
Die Patientin kann bestimmen, dass auch dem Gatten jegliche Auskunft verweigert wird
In jeder Einrichtung verhalten sie sich anders….Erstaunt….hilfsbereit….fassungslos…aggressiv..
Die Begriffsstutzigen löchern mich mit zahllosen Fragen….hier Freundlichkeit, dort Ablehnung
Schlimm ist es wenn „Herr Prof. oder der hohe Chef des Hauses“ sich ganz stur stellt
Doch wenn ich höflich frage, führen sie meistens auch ein Gespräch mit mir
Inzwischen merkt man mir die Verzweiflung wohl an, hält mich nicht für einen Irren der rumfantasiert
Mit Dr. Kohls unterstützender, schriftlicher Erklärung gibt sich dann auch der verschwiegenste Weißkittel mit mir ab
Der eine kurz,  der andere länger….aber ob so oder so Lenis besonderer Fall löst überall Entsetzen aus
Doch ich glaube ihnen wenn sie mir dann beteuern Leni weder zu kennen, zu behandeln oder je untersucht zu haben
Meine Menschenkenntnis ist eigentlich ganz o.k., konnte mich jedenfalls bisher darauf verlassen
Wenn du sagst ich sehe miserabel aus lassen wir das mal so stehen. Mütter haben immer recht“
 
„Jan, bitte entschuldige ich wollte dich nicht verletzen“
 
„Du hast mich noch nie verletzt Mama und was wahr ist muss ausgesprochen werden
Dieses Abfragen in den Einrichtungen schlauchen mich natürlich…doch mehr noch die ständigen Fehlschläge
Hoffnungsvoll mache ich mich auf den Weg……aber dann
Dann bin ich noch verzweifelter, hoffnungsloser, falle quasi immer in ein noch größeres Loch
Du hast ja selbst gesehen, dass ich bei Dana die Tränen nicht mehr unterdrücken kann
Ihre wachsende Traurigkeit ertrage ich kaum noch, möglich, dass sie mich bald beschimpft: „Böser Papa…weg….geh weg“, schlägt wütend mit ihren kleinen Fäustchen auf mich ein, vielleicht darf ich den Schatz dann nicht mal mehr streicheln“
 
„Was redest du denn Jan, Dana hängt so an dir, liebt dich mit jeder Faser ihres kleinen Herzchens“
 
„Aber wie lange noch, Mama….wie alle Kinder sehnt sich auch Dana nach ihrer Mami
Sie begreift….kann doch noch gar nicht begreifen warum Leni nun nicht mehr bei ihr ist
Was wenn der Schatz sich plötzlich verändert….
Ich weiß nicht was in ihrem Köpfchen oder Herzen vor sich geht….niemand weiß das
Genauso miserabel wie ich aussehe fühle ich mich auch, leer, ausgebrannt, am Boden zerstört
Meine Haare….ich schätze bald bin ich schlohweiß
Alles um, wegen und mit Leni ist wie ein riesiges, unlösbares Rätsel und ich meine….
Ich komme mir vor als ob ich in einem finsteren endlosen Tunnel laufe aus dem es kein Heraus gibt
Tja Mama, du wolltest das ich ehrlich bin – das gerade war die Wahrheit
Noch stärker will ich dich aber nicht belasten, Punkt – nun bin ich still“
 
 „Unsinn Jan, belasten, wenn es dir hilft höre ich noch stundenlang zu
Aber so kann es nicht weitergehen Junge, lange verkraftest du das nicht mehr
Du bist doch nur noch ein Schatten deiner selbst, abgemagert….ein Gerippe…
Ich habe sowieso ständige Angst, dass du plötzlich vor meinen Augen zusammenbrichst
Du sagst ja selbst, dass dir jede neue Enttäuschung quasi den Boden unter den Füßen wegreißt
Nicht auszudenken, wenn du bei der Suche, plötzlich am Steuer einen Zusammenbruch erleidest
….Unfall…..schwer verletzt, vielleicht gar für immer behindert….was soll dann aus der Kleinen werden
Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch Jan, aber bitte, ich bitte dich beende das Umher hetzen
Es ist nicht abzusehen wie lange du für Dana noch Vater und Mutter, also beide Elternteile sein musst
Das schaffst du nicht Junge, wenn du dich weiterhin zerreißt, aufreibst, der Psychokrieg an dir zerrt
Glaube mir, ich wünsche mir doch auch, dass Leni wieder zurückkehrt, ihr wieder eine glückliche Familie seid
Jan,….. wollen wir nicht gemeinsam in aller Ruhe überlegen welche Wege oder Möglichkeiten es außer der Suche in den Einrichtungen noch gibt um Leni zu finden?“
 
………………………………………………………….
 
„Jan, schau mich nicht so an….schrei…tobe….schimpfe mit mir, wenn dir danach ist…“
 
………………………………………………………………………….
 
„Jan..Jan….Jan bitte….. sage doch etwas…..rede mit mir…“
 
„Mama, leider gibt es nichts nachzudenken, zahllose Wege bin ich durchgegangen, überlegte hin und her, leider vergeblich

Gemeinsam mit Hajo immer wieder ergebnislos nach anderen Möglichkeiten gesucht
Um Leni wirklich zu finden, muss ich weiter die benannten Einrichtungen abklappern“
 
„Unmöglich Jan…das geht nicht….Bei der nächsten Enttäuschung trifft dich der Schlag, erleidest du einen Herzinfarkt….verlierst den Verstand…oder…oder….Muss ich dich nochmal erinnern was aus Dana werden soll“
 
„Glaube mir Mama, ich denke bei allem was ich tue an mein Kind, an meine Kinder, für Benni möchte ich auch gerne noch eine Weile da sein
Natürlich bin ich momentan psychisch und physisch in schlechter Verfassung
Aber ich glaube zu wissen wo meine Grenzen sind und trete rechtzeitig auf die Bremse, versprochen
Soweit ist es aber noch nicht und deshalb arbeite ich die Liste von Dr. Kohl weiter ab
Am Dienstag, also übermorgen fahre ich zur nächsten Einrichtung“
 
„Das wirst du nicht tun Jan….so schnell wieder aufbrechen….das verbiete ich dir“
 
„Dienstag Mama, sorry, aber es bleibt bei Dienstag“
 
 
 
 
 
  „Keine Sprechstunde, für heute stehen keine Termine mehr an, Ingo
Ich bestehe darauf, dass du jetzt mit mir redest, die Karten über Fr. Maybach ganz offen aufdeckst
Meine alle Karten, auch vom KOK und deinem ganzen Satans-Intrigengeflecht“
 
„Ach Bodo, ich verschwende ungern meine kostbare Zeit für lange Reden
Obendrein fürchte ich, dass dein beschränkter Verstand den Sinn von allem sowieso nicht begreift
Andererseits will ich mich von dir Klette nicht ewig nerven lassen
 
...Nun gut, ich bin so gnädig und erkläre, eben für Doofe, langsam und ausführlich
Das letzte Mal brach ich wohl ab bei der Auflistung welche weiteren Folgen die Lügen-Diagnose  für den Polizisten hat
Ich weiß, korrigiere, ich bin 100%ig überzeugt, dass alles folgendermaßen abläuft:
Ade KOK…Präsidium…Karriere….Maybach fällt tief und landet geradewegs im Dreck
Der Ehe gebe ich höchstens noch ein halbes Jahr, vielleicht steht der Scheidungstermin ja schon fest
Glückliche Ehe und eine Polizisten- Kariere zerstört, aber ganz wichtig, einen intelligenten Konkurrenten vernichtet
Wie gesagt, ich merkte  sofort das Maybach clever ist, fast so clever wie ich….ein Genie
Jetzt klopfe ich mir auf die Schulter, gut gemacht Ingo, wieder ein Hoch-Intelligenter Nebenbuhler weniger
Maybach ist garantiert weg vom Fenster, irgendwie komme ich auch noch an die Bestätigung
Zu gewinnen, der Sieger zu sein….das ist so ein geiles Gefühl Bodo
Mein Plan hat funktioniert. Das Spiel hat sich also gelohnt“
 
„Du….du… du ekelst mich an…bist so widerlich…der leibhaftige Teufel
Mit deinen abscheulichen, hirnrissigen Spielchen brichst du dir irgendwann selbst das Genick
„Genies vernichten“....Glückliche Ehen zerstören“…das ist so armselig….bekloppt“
 
„Schluss für heute Bodo, mir fehlt die Lust um mich von deinem Ganovenjargon weiter beleidigen zu lassen
Du kannst dir inzwischen ja noch einige fiese Beschimpfungen überlegen
Ich lasse dich rechtzeitig wissen wenn mein Barometer wieder auf „Gute Laune“ steht“
 
„Nicht so Ingo, ich lasse mich nicht wie einen Dummkopf behandeln“
 
„Da ist die Tür Bodo – RAUS!!!
…….Du willst  hier Wurzeln schlagen?  Bitte gerne Bodo, für mich bist du nicht mehr anwesend“
 
Die Fensterscheibe klirrte dann doch verdächtig beim Türzuschlagen

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 28 Feb 2015, 15:44

„Wie läuft es denn mit Luca, Hajo….versteht ihr die Kölsch Fremdsprache inzwischen?“
 
„Jan…du…du hier…du im Büro
Du willst dich doch jetzt nicht in Arbeit stürzen. Vergiss es Jan, dass lasse ich nicht zu
Ich habe vollstes Verständnis, dass du die Suche nach Leni resignierst beendest
Doch jetzt musst du erst mal an dich denken, wieder Kraft tanken“
 
„Die Suche nach meiner Frau ist unterbrochen aber nicht beendet, Hajo
Ich habe in allen benannten Einrichtungen nachgefragt. Dr. Kohl erstellt gerade eine neue Liste
Komm sei gnädig Hajo, wenn ich untätig rumsitze drehe ich durch
Ich werde bestimmt nicht mit euch zum Einsatz rasen
Aber beschäftigen Chef, ich brauche Beschäftigung, muss irgendetwas tun“
 
„Ist ja gut Jan, ich hab´s kapiert. Du kannst dich im Innendienst austoben solange du willst
Ach und wegen Luca…..die Kooperation läuft bestens
Dein Freund ist ein netter Kerl, die gesamte Kölner Polizei besteht anscheinend nur aus netten Kollegen
Doch wie du weißt läuft die Fahndung bundesweit und inzwischen sind wir Experten im Dialektverstehen
Aber ich möchte nicht, dass du dich in den Fall, in die Mordsache der Anlageberaterin rein stürzt“
 
„Das hatte ich auch nicht vor Hajo
Darf ich trotzdem fragen warum gerade der Fall für mich „tabu“ ist?“
 
„Weil der Zeus….Zins schon damals bei der Befragung, gerade zu dir, ziemlich unverschämt  war
Ich will nicht, dass du dich da reinsteigerst Jan, erregst, nicht jetzt
Du bist…bist….bist gerade jetzt nicht in der Verfassung dazu“
 
„Zu Befehl Chef…..geht klar“ ging Jan zu seinem Schreibtisch
 
 
„Wegen deiner Kleinen Jan….ich wollte dir nur sagen, dass Dana immer noch jederzeit zu uns kommen kann“
 
„Danke Ina, dass weiß ich. Allerdings wäre Mama dann beleidigt, sie kann Dana nämlich gar nicht genug knuddeln
Da ich aber vermute, dass ihr das bald zu viel wird, melde ich mich rechtzeitig bei dir“
 
„Jan…wegen Leni. Ich helfe dir jederzeit, du pfeifst und ich springe
Zuerst müsste ich aber wissen……Ich meine, du bist so schweigsam….willst du nicht mal von Leni…..“
 
„Nein Tom, bitte nicht und auch du Ina, seid jetzt nicht sauer
Ich kann nicht ständig….ich schaffe das einfach nicht mehr…..Jedes Wort ist wie ein Realitätsschlag
Ihr seid über die Fehldiagnose informiert, wisst auch sicher, dass ich jetzt in entsprechenden Einrichtungen suche
Aber……… leider bisher erfolglos  Mehr gibt es nicht zu sagen, über alles Weitere möchte ich jetzt nicht reden“
 
„Schon klar Jan, wir hatten auch nicht vor dich auszuquetschen“
 
„Versprochen Jan, nichts mehr über Leni. Tom und ich sind ganz brav…äh, meine still“
 
Jan nickte nur, verschaffte sich aber schon auf seinem Tisch einen Überblick was er zuerst erledigen sollte
Von seinem Platz kam kein Mucks, verstohlen schauten Ina und Tom immer wieder zu ihm
Aber Jan „beschäftigte“ sich so emsig als stehe er unter Zeitdruck
Er tippte, heftete ab, vertiefte sich in Akten, sortierte, stellte oder holte etwas aus dem Schrank
Für Ina und Tom war es sehr ungewöhnlich, dass Jan sich so still verhielt als sei er gar nicht anwesend
 
 
„Einsatz Kollegen“ stürmte Hajo da aus seinem Büro
„Die Angaben waren knapp, anscheinend versuchter Raubmord
Kollegen verfolgen aber den Täter und wir schließen uns sofort an
Also los geht´s…..Du nicht Jan. Das gilt nicht für dich.
Du wolltest nur……“
 
„Am Schreibtisch sitzen und das tue ich ja wohl auch noch
Ich habe mich keinen mm vom Stuhl erhoben“
 
 
…………„Ich würde gerne wieder mit den Kollegen zum Einsatz fahren“ schaute Jan bitter den 3 nach


„Aufhören mit den Spinnereien Jan, ist nichts mit Einsatz, unverantwortlich in deinem Zustand
Ich bin eine Last für die Kollegen, nervös, nur unnötigen Wirbel machen
Nicht auszudenken, eine Waffe in meiner zittrigen Hand…könnte schnell zum Mörder eines Unbeteiligten werden…..Schluss jetzt“ haute Jan wie ein Wilder auf die Tasten“
 
 
 
 
 
„Wie konnte das passieren, wieso habt ihr den Täter aus den Augen verloren
Es hieß doch ihr klebt ihm an den Fersen….Wir sind also völlig umsonst hierher gerast“ brüllte Hajo
 
„Herr….Herr  HK…wir können…wir wollen…lassen Sie sich erklären“ stotterte der Kollege in Uniform
 
„Ich will nichts hören. Klären Sie uns lieber über die Tat auf. WAS…WO….WANN…WER????“
 
„………………………………………………………………………..“
 
„Das reicht“ stoppte Hajo bald den Kollegen „So ausschweifend wollte ich es gar nicht hören
Wir machen uns lieber vor Ort ein Bild…..Humboldtstr.  18 sagten Sie“
 
„Jawohl Herr HK“ bestätigte der Kollegen mit hochrotem Kopf „Die Kollegen sind noch am Tatort“
 
 
 
„Respekt, Respekt. Das Haus sieht aus wie ein kleines Schlösschen“ meinte Tom anerkennend am Tatort
 
„Deiner Logik nach wollte der Täter in dem Schloss dann den Schlossschatz rauben“ witzelte Ina


Im Haus ging es ziemlich ruhig zu
Holger erklärte Ina: „Viel zu untersuchen gibt es hier nicht. Wir sind fast fertig
Aber hier…Hokuspokus: Die Tatwaffe…mit dem Messer habt ihr den Fall doch so gut wie geklärt“
 
„Wie du meinst….heißt das der Kerl hat sein eigenes Tatmesser vergessen?“ stammelte Ina erstaunt
 
„Na ja, vergessen würde ich das nicht nennen. Hört euch besser mal an was die Hausherrin zu sagen hat
Diese Dame….Hut ab…Tapfer…cool…mutig…taff…beinahe eine kleine Heldin würde ich sagen“
 
Ina und Tom schauten sich erstaunt an und ihr Staunen steigerte sich als sie sich zu Hajo gesellten und hörten was das „Opfer“ berichtete
 
„HK Trautschzke, wenn ich es Ihnen doch sage…Genauso ist es abgelaufen…Ne, Ne…
So schnell murkst mich Keiner ab….Sie hätten meinen Schrei hören sollen
Der Grünschnabel raste davon als sei der Teufel hinter ihm her….machte mehr Schaden als Beute
Ich überraschte ihn als er gerade die Kette von der Ablage und einige Geldscheine einsteckte
Verflixt, schon der 3. Einbruch. Nur weil mein Haus 2 Türme hat und einer kleinen Residenz ähnelt,  vermuten die Halunken hier wohl eine Schatzkammer mit Kronjuwelen“
 
„Überdenken Sie alles noch mal in Ruhe Fr. Port, schlafen Sie 1 oder auch 2 Nächte darüber
Dann nehmen wir Ihre Aussage schriftlich auf, entweder hier oder im Präsidium, wohin Sie natürlich chauffiert werden
Ihr Wohlsein ist jetzt wichtiger. Sind Sie auch wirklich nicht verletzt, ist Ihnen vielleicht übel
Es ist besser, wenn Sie sich in der Klinik untersuchen lassen“
 
„H. Trautschzke, behandeln Sie mich nicht wie eine senile, alte Schrulle
Es lief genauso wie ich es sagte, Wort für Wort. Mir ist auch nicht schlecht und verletzt bin ich schon mal gar nicht
Mein Finger blutete weil ich in der Küche beim Kartoffelschälen wegen dem plötzlichen Lärm hochfuhr
Dort…die Scherben…der Trottel hat die schöne Stehlampe umgeworfen, ein kostbares Erbstück
Der blau eingehüllte Mann….. mir ist entfallen wie sich die Leute nennen….er sagte, mein Blut könne evtl. den Dieb überführen
Stimmt das Herr HK?“
 
„Wir, die „eingehüllten“ Männer sind von der Spurensicherung, Fr. Port“ erklärte Holger freundlich
 
„Hajo, der Täter trat in einen Bluttropfen, hinterließ einen winzigen Schuhabdruck
Aber!!!!...Außerdem, meint Fr. Port etwas Blut von ihr sei auf den rechten Schuh des Täters getropft
Sie versicherte mir, noch keine Brille zu brauchen, ihr Sehvermögen sei scharf wie ein Lux“


"Gerade Blut ist als Beweis sehr hilfreich. Wer weiß Fr. Port, vielleicht wird der Täter am Ende wegen Ihrem Schnitt überführt“
 
„Holger bitte, du verwirrst Fr. Port doch nur“ brummte Hajo
 
Fr. Port protestierte: „Nein, nein…der Schnitt ist doch nur eine Lappalie bei Ihrem Aufwand
Aber was Sie sagen klingt hochinteressant, H. Spurensicherer
Sie verstehen Ihr Handwerk und wissen wo es lang geht….und du hörst endlich auf mich wie eine Todkranke zu behandeln“ keifte sie dann den die ganze Zeit neben ihr stehenden Hausarzt an
 
„Sie sollten auf Ihren Arzt hören, Fr. Port, ein missglückter Raubmord führt oft zum Trauma“
 
„Schmarrn….RAUBMORD…Sie übertreiben maßlos H. Trautschzke
Von so einer kleinen Aufregung bin ich doch nicht traumatisiert….mich haut so schnell nichts um
Nun kennen Sie den Ablauf Herr HK, haben Sie noch Fragen?“
 
„Nein….momentan….ich glaube ni….Nein Fr. Port. Vielen Dank für Ihren exakten Bericht
Alles Weitere besprechen wir in den nächsten Tagen“ verabschiedete sich Hajo noch immer konfus über die ungewöhnliche Seniorin
 
Der Arzt folgte ihm in den Flur und meinte: „H. Trautschzke, ich behandele Fr. Port schon seit 20 Jahren
Auch wenn es ungewöhnlich ist, glauben Sie mir, es hat sich haargenau so abgespielt wie sie sagt
Die „mutige Heldin“ zählt nur wegen ihrem Geburtsjahr zu den Senioren.
Doch ihr glasklarer Verstand, Elan und Selbstbewusstsein machen sie zu einer besonderen Frau
Das Leben  der „liebevollen Beißzange“ verlief wie ein Abenteuer-Fortsetzungsroman
Ich möchte Ihnen gerne ein paar Schicksalsschläge von der alten Dame erzählen, H. Trautschzke
Danach halten Sie Fr. Port bestimmt für glaubwürdig, bzw. wissen, dass ihre Aussage der Wahrheit entspricht“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 01 März 2015, 15:33

Es dauerte ganz schön lange bis Hajo rief: „Ina, Tom….wir fahren ins Präsidium zurück“
 
Kaum im Auto fragte Tom: „Sag mal Hajo, du lässt dich doch sonst nicht ewig volllabern…“
 
„Kein Gelaber, Tom….Der „Leibarzt“ zog  mich mit jedem Satz mehr in den Bann
Jetzt Ohren gespitzt ihr 2, gegen die Port-Chronik sind unsere Fälle „leichte Kost“
 
 
 
„Ihr grinst so….demnach habt ihr den Täter geschnappt und gleich ins Verhörzimmer gebracht“
 
„Leider nein Jan, der Kerl ist den Kollegen entwischt, aber noch krasser….das Opfer!!!
Kurzum das Opfer fühlt sich nicht wie ein Opfer….einen „kleinen Zwischenfall“ nennt die Dame das Ganze
Trotzdem bleibt es ein versuchter Raubmord. Der Kerl ist mit einem Messer eingedrungen
Wir hatten leider schon viele Fälle wo die Beraubten erstochen wurden“
 
„Hajo, unsere Heldin lacht dich aus wenn du ihr das erzählt….also Jan sowas hast auch du noch nicht gehört
Bei dem „Tatablauf“ der „mutigen Oma“ klingeln dir die Ohren…nee das ist“ prustete Tom vor Lachen


„Puh….. Jan, wir verkohlen dich nicht, selbst der Arzt schwor, dass die Seniorin bei glasklarem Verstand ist
Kollege, ich berichte dir jetzt quasi eine „Rentner-Abenteuer-Premiere“…und immer schön dran denken……
…..jedes Wort Jan, beteuert unser „Opfer“, entspricht der Wahrheit“ legte Tom los
 
Tom „Tatsachenbericht“ dauert schon eine Weile und dann meinte er:
„Jan, deiner Mine sehe ich an, dass du alles für einen Dreigroschenroman hältst
Du denkst die senile Oma erzählt Dramen um sich wichtig zu machen“
 
„Irrtum Tom, ich denke hinter Fr. Port liegt ein langes bewegtes Leben, was sie abgehärtet hat
O.k….gleich 2 schwere Autounfälle, Krieg, Flucht, ausgebombt, Mann und Sohn gefallen, TB ausgeheilt,
der 2. Ehemann 10 Jahre lang ein Pflegefall, jetzt ist sie zum 2. x verwitwet, dem einzigen Enkel leiht sie eine hübsche Summe, zum Dank setzt der sich nach Übersee ab, jahrzehntelang schwere Akkordarbeit….
Das hört sich erst mal nach „Märchenstunde“ an
Aber es gibt genug alte Herrschaften, die ähnliche Schicksale wie Fr. Port erlebten
Deinem Bericht nach, lässt sie sich trotzdem nicht unterkriegen, ich ziehe meinen Hut vor der alten Dame“
 
„Schön das du uns glaubst, Jan. Wir hatten schon Angst du biegst dich vor lachen
Die Ermittlungen, die wir wegen dem komischen Clown jetzt haben, finde ich nämlich gar nicht witzig
Das Gesicht konnte Fr. Port wegen dem Helm nicht erkennen
Ihre knappe Beschreibung…. groß und schlank sei der Kerl gewesen….hilft uns auch nicht weiter“
 
„Wenn ich richtig verstanden habe ließ der Täter das Messer fallen, als die tapfere Heldin einen fürchterlichen Schrei ausstieß.
Dann stand der Typ versteinert, wie festgeklebt einen Moment da und ist dann blitzartig geflüchtet“
 
„Du denkst also doch ich hätte dir einen Bären aufgebunden, Jan“
 
„Nein, im Gegenteil Tom…..der „Auftritt“ kommt mir irgendwie bekannt vor…..
-------------------------------------
 
„Schreck-Zeck“….ja genau. Was meint ihr? Die Nr. hört sich doch ganz nach „Schreck-Zeck“ an“
 
„Genau, du hast recht Jan….sorry, das ich dich unterbreche…auch hier in seiner Datei steht es schwarz auf weiß“ zeigte Ina auf den PC-Bildschirm
„Zacharias Meth ist zuletzt 2011 zu 18 Monaten Haft wegen Einbruch und versuchtem Raub verurteilt worden. Man konnte ihn noch in lädiertem Zustand am Tatort verhaften
Für dich ist das neu, Tom, aber dir Jan sind wohl die Storys eingefallen, die Kollege Udo vom Raubdezernat hier im Büro zum Besten gab“
 
Jan nickte nur
 
Tom stand neben Ina und murmelte: „O.k. sein Strafregister ist länger als mein Arm….
Verwarnungen, Anklage fallen gelassen, zu Sozialstunden verurteilt, Bewährung, 2 Haftstrafen, usw., usw.
Aber wieso „Schreck-Zeck“!!! Lass mich nicht dumm sterben, Jan ....
Hintergrundwissen, klärst du mich bitte auf, Kollege?“
 
 
 
 
„Heute lief es sehr, sehr gut in der Praxis, du strahlst ja auch über das ganze Gesicht
Demnach bist du bester Laune, Ingo.
Ergo: Der passende Zeitpunkt wieder über deine Maybach-Intrigen zu sprechen“
 
„Korrekt, nach so einem erfolgreichen Tag bin ich wirklich gut drauf
O.k. Bodo, gnädiger weise rede ich mit dir über Maybach & Co.
Intrigen sind aber falsch. Das ist etwas für Schwachköpfe.
Was ich mit dem Bullen +  Weh-Wehchen-Gattin +  Karriere, letztendlich mit allem ein Höllenwerk veranstalte ist eine Super-Genie-Inszenierung zu der nur begnadete Hochintelligente wie ich fähig sind“
 
"Du bist kein Genie, Ingo. Oh nein, du bist wahnsinnig…..Ach was, du bist größenwahnsinnig
Mensch, was willst du eigentlich noch? Hier mit dem Center haben wir doch das „Großartige“ erreicht
Es läuft super, die Kasse klingelt, wir steuern kometenhaft auf eine Südseeinsel zu
Als reiche Männer wollen wir dann ordentlich auf den Putz hauen, uns amüsieren bis zum Abwinken
Hast du vergessen, dass  wir das alles mit Blutgeld, ja gar mit Mord erreichen
Wir stehen auf der Fahndungsliste ganz oben, die Praxis ist unsere beste Tarnung
In Räumen wo Kranke geheilt werden, vermutet die Polizei bestimmt keine Schwerverbrecher
Aber weil du deine verdammte Eitelkeit nicht bremsen kannst, dich für den Größten hältst
Weil du…du vor Überheblichkeit schon irr bist, dir einbildest alle anderen Intelligenten ausrotten zu müssen,  damit du als das wahre, einzige Genie hocherhaben dastehst, legst du uns den Strick um den Hals
Schluss jetzt, ich mache dein Risiko jonglieren nicht mehr mit, halte die Füße still, benimm dich unauffällig
Bevor ich wegen deinen „Spielchen“ im Knast lande bringe ich dich um, das schwöre ich dir“
 
„Bodo….Bodo, wann hörst du endlich auf so schwarz zu sehen, nimm es locker, so wie ich
Du landest nicht im Knast, dass verspreche ich dir. Warum auch…wir sind sicher in dem angesehenen Center
Also gönne mir den Spaß, die Genugtuung wie perfekt meine Pläne funktionieren
Ich bilde mir nicht ein genial zu sein, ich bin unbestritten das größte Genie
Wie Marionetten lenke ich Jeden dahin wo ich ihn haben will, dass macht mir so schnell Keiner nach
Für mein Meisterwerk kann ich mich wirklich beglückwünschen
Das dusselige Maybach Weibchen und der Super-Bulle erfahren nie das ich der Strippen-Zieher für ihr Unglück bin
Einmal gezupft und die Marionetten zappeln solange bis nur ein riesiger Scherbenhaufen bleibt
Das glückliche Ehepaar Maybach und der clevere Kripobeamte sind Vergangenheit
Aber ich, der Sieger,  strahle vor Schadenfreude und Genugtuung über meinen Genie-Plan
Ach Mensch Bodo, freue dich doch mit mir, du bist doch mein bester Kumpel“
 
„Ich….ich…ich bin geschockt, du bist..bist wirklich wahnsinnig
Nur Idioten veranstalten ein Teufelswerk um sich daran „aufzugeilen“…“anzuturnen“
Du spinnst dir die abartigsten Fantasie zusammen ohne zu wissen was in der Realität abgeht
Es wird Zeit das du wieder auf der Erde landest. Wir 2 sind Schwerverbrecher die sich nicht den kleinsten Fehler leisten dürfen
Was wenn dein Plan nicht funktioniert hat, Maybachs nicht auf deine Manipulation reingefallen sind
An H. Maybachs Stelle würde ich meine Frau bei einem anderen Arzt nochmal untersuchen lassen
Doch gut möglich, dass deine „verdreht ausgedrückte Diagnose“ längst aufgeflogen ist
Du kannst froh sein, dass Maybach nicht rein stürmte und dir die Fresse polierte
Der KOK ist wohl ein ganz Braver, hält sich streng an die Vorschriften
Polizisten dürfen keine Gewalt anwenden, die haben dafür zahllose bessere Methoden 
Die Mühlen der Ärztekammer mahlen ja sehr langsam, für die sind alle Ärzte Heilige
Maybach wird trotzdem nicht aufgeben, bis der unfähige Dr. aus dem Verkehr gezogen ist, der seine geliebte Frau mit so einer verheerenden Diagnose in Todesangst versetzte
Irgendwann sind alle seine Anträge genehmigt und dann stürzt er mit seinem Team hier rein
Bevor du überhaupt kaperst was los ist klicken die Handschellen
Deine Maskerade fliegt sofort auf, genauso wie deine Namensfälschung
Ein Verhör jagt das nächste, die Polizei schnüffelt und schnüffelt
Die finden Beweise, garantiert, ehe du bis 3 zählen kannst überführen die dich als Mörder
Kassieren mich als Mittäter gleich mit ein, statt Südseeinsel wandern wir in den Knast
Wann kapierst du endlich auf welch dünnen Eis wir uns bewegen
Auch du Genie kannst nicht in die Köpfe Anderer sehen, ihr Verhalten nicht vorausberechnen
Was wenn Fr. Maybach, H. Maybach, das Ehepaar, der KOK ganz anders reagieren als du geplant hast?“
 
„Die Maybach-Marionetten zappeln genauso wie ich es sage, meine Pläne gehen immer auf
Beruhige dich Bodo, deine Schwarzseherei ist völlig unbegründet
Ich habe alles im Griff und damit das auch so bleibt gerade Jemanden angeheuert der die Augen offen hält“
 
„Augen offen hält..?“ – Was soll denn das wieder heißen, Ingo? Drücke dich gefälligst klarer aus
 
„Mensch Bodo, du bist noch blöder als die Polizei erlaubt, liegt doch auf der Hand was ich meine
Detektiv – Informant, so eine Art Schnüffler eben, der überall seine Nase reinsteckt, die besten Beziehungen hat, von Penn-Brüdern unter der Brücke bis zu ranghohen Titelträgern reihum mitmischt
Ich erwarte in Kürze seinen 1. Bericht. Dann bist auch du sicher beruhigt das für uns alles bestens läuft“
 
„Bestens läuft….“, Schmarrn Ingo, ich hoffte so sehr du kommst zur Vernunft, schließt das entsetzliche Maybach-Desaster endlich ab….doch jetzt….Oh Mann, ich drehe noch durch
Stattdessen gibst du immer Gas, jetzt auch noch Informant…Schnüffler.
Das halten meine Nerven nicht aus Ingo, wegen dir bin ich bald reif für die Klapse“
 
„Tja Bodo, man darf die Rechnung eben nie ohne den Wirt, sprich mich Genie machen
Der Informant meldet sich gewiss bald.
Ich bin mir sicher was er berichtet wird auch dir gefallen“
 
„Nichts gefällt mir, gar nichts mehr, Ingo. Hier ein paar Worte, da wieder ein paar Sätze
So bringe ich dich nie zur Vernunft.
Du lässt mich ständig im Regen stehen und was du detailliert aufklären, abschließend besprechen nennst ist ein billiger Schnulzen-Fortsetzungsroman, dessen Ende in den Sternen steht“
 
„Also mir gefällt das Bodo, es wird nicht langweilig. Andere schweigen sich tagelang an
Doch bei meinem  Geniespiel geht uns nie der Gesprächsstoff aus“
 
„Ingo!!....Irgendwann erstickst du an deiner grenzenlosen Überheblichkeit...ich schwör´s“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 02 März 2015, 19:25

„Jan behält das große „Schreck-Zeck“ Geheimnis lieber für sich, dann musst eben du mich informieren, Ina“
 
„Ne, ne Tom, Jan hatte den Tipp mit Zeck, ihm gebührt der Bericht.
Er legt sicher auch gleich los. Es hat nicht jeder so eine MP-Schnauze wie du“
 
„Aus Zeck kann man kein Geheimnis machen Tom, der tritt überall wie ein Elefant im Porzellanladen auf“
 
„Oh Wunder, Jan Maybach hat seine Sprache wieder gefunden“
 
 „Unsinn Tom, ich überlegte nur eine Weile was genau  Kollege Udo alles von Zeck erzählte
Ich darf den Kerl ja nicht als Schwerverbrecher verleumden nur weil er ein  schräger Vogel ist
Also  -   Zecks richtiger Name ist Zacharias Meth, Tom….aber Zacharias…unmöglich.
Schon in der Kita hatten die Kleinen Probleme den, na ja, komplizierten, langen Namen auszusprechen
Also tauften die Kinder ihn schnell in Zeck um. In der Schule hat man die Kurzfassung fix mit übernommen, Kumpels, im Verein, beim Sport, Freunde, alle nannten und nennen ihn bis heute nur Zeck. Zacharias existiert quasi nur noch in seinem Pass
Als „Schreck-Zeck“ bezeichnen ihn die Kollegen vom Raubdezernat weil er……..
Kein Scherz Tom, die Bezeichnung „Schreck-Zeck“ passt zu dem Kerl wie die Faust aufs Auge
Zeck gibt sich mit einem riesiges Messer zwar immer wie ein blutrünstiger Schlachter, als wolle er Alle niedermetzeln  die sich ihm in den Weg stellen
Der Kerl hat aber gar nicht die Nerven dazu, er ist nämlich wirklich sehr, sehr schreckhaft, über-oder krankhaft schreckhaft kann man schon sagen
Den „Vitrinen-Fall“ nannte Kollege Udo einen Einbruch, wo es Zeck schlimm erwischte
Dabei hätte er dort wirklich gut abkassieren können, denn der Hausbesitzer verwahrte ein kleines Vermögen in einer Geldkassette
Zeck stopfte sich gerade die Scheine aus der aufgebrochenen Kassette in die Taschen, da raste ein Krankenwagen mit laut tönender Sirene vorbei….tja und der Meisterdieb
Jedenfalls taumelte Zeck vor Schreck haltlos umher, fetzte alles nieder was in der Nähe stand und landete schließlich in der Vitrine
Die Kollegen fischten ihn aus tausend Scherben Glas und Porzellan
Zu allem Unglück sammelte der Hausbesitzer auch noch Service in einer extra dafür angefertigten Vitrine
Keine gewöhnliche die man im Möbelhaus bekommt, die Glasfront hatte XXL-Format, füllte die ganze Wandbreite aus
Lautes Scheppern und Klirrte nahm kein Ende, die Nachbarn rannten herbei und meldeten den kurz darauf eintreffenden  Kollegen amüsiert: „Räuber gestellt und festgesetzt“
Die Kollegen sagten, der Schreck habe noch lange nachgewirkt, Zeck stand eine ganze Weile regelrecht unter schwerem Schock“
 
„Mal ehrlich Jan, wenn uns von lautem Sirengeheul die Ohren dröhnen, erstarren wir auch“
 
„Wahrscheinlich Tom, nur Zeck erschreckt sich bei allem was laut ist und er benimmt sich wie der größte Idiot
Normalerweise spioniert der Täter sein Objekt vorher aus, steigt dann ein wenn Keiner zuhause ist
Zeck ist so naiv, der denkt wenn er die Haustür aufbricht und sich ihm Niemand in den Weg stellt dann ist auch Keiner anwesend
Bei einem anderen Bruch z.B. schlich sich der Besitzer mit seinem Hund die Treppe hinunter, als er komische Geräusche hörte
Der musste nicht mal den Mund aufmachen, sein Hund bellte und Zeck knallte erschrocken zur Statute erstarrt in den Sessel
Damals Hundegebell, hier der Schrei von Frau Port, da fällt einem automatisch „Schreck-Zeck“ ein“
 
„Jan soll das heißen…..willst du damit sagen……“
 
Ina rief: „Bingo heißt das….ich schließe mich deiner Vermutung an, Jan
Mensch Tom, bist du blind. Du hast doch das Strafregister ausführlich gelesen
Die Parallelen zu dem Einbruch bei Fr. Port und „Schreck-Zeck“ sind offensichtlich
Unsere tapfere Seniorin kann nur Zeck, hat ganz sicher „den Zeck“ verjagt“
 
„Wenn deine Ahnung zutrifft Jan, spendiere ich dir eine Flasche teurersten Sekt“ erklärte Tom großzügig
 
„Über Jans Belohnung reden wir später…..Na los, braucht ihr eine Extraeinladung.
Vielleicht hat er ja den Schuh mit dem Bluttropfen noch an den Füßen
Statten wir dem Herrn sofort einen Besuch ab“ verließ Hajo schon das Büro, Ina und Tom folgten ihm schnell
 
 
 
 

„Hallo….Hallo….wer ist denn da
Hier ist der Anschluss von Maybach….melden Sie sich doch…
Hallo….ich höre Sie deutlich atmen……So sagen Sie doch etwas….Hallo…Ha….“
 
„Oma…brauchst nicht nachschauen, die Nr. war garantiert unterdrückt“ kam Benni aus seinem Zimmer
 
„Das klingt als ob du den Anrufer kennst, Benni….soll das heißen…würde ja bedeuten…..
Denken wir 2 gerade das Gleiche…..meinst du der Anruf kam von…von Le…Leni“
 
Benni nickte nur ganz fest
 
„Kam das schon oft vor, immer ohne sich zu melden…kein Wort…so…so anonym
Du weißt schon was ich meine, Junge“
 
„Jedenfalls ist die Nr. immer unterdrückt…nie fällt ein Tom…anonym wenn du so willst

Nur diesmal ist die Uhrzeit ungewöhnlich. Sonst ist Papa zuhause….er..
Er…er…Ich glaube, er spürt schon beim Telefonläuten wer anruft“
 
„Ja aber das zieht ihn doch völlig runter, regt ihn furchtbar auf
Er ist danach bestimmt in entsetzlicher  Verfassung, nicht wahr? Was sagt Jan den überhaupt zu den Anrufen?“
 
„Nichts…nichts sagt er, du kennst doch deinen Sohn
Papa schweigt und frisst alles in sich hinein, selbst wenn aus seinem Gesicht das pure Elend und die Verzweiflung schreit
Oma, wir beide wissen, dass Papa alles mit sich allein ausmacht, Niemanden belasten will
Wir würden gerne helfen, aber leider….leider können wir daran nichts ändern, Papa ist wie er ist
Bitte Oma, versuche auch du nicht ihn auszuquetschen, Brechstange, usw. ansetzen
Ich komme klar mit Papa, will nicht, dass er sich wegen deinem Drängen noch mehr verschließt“
 
„Junge ich hab´s kapiert. Keine Sorge, deine Oma ist ganz brav“
 
„Hoffentlich“ murmelte Benni und schlurfte in sein Zimmer zurück

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von chrissy am Mo 02 März 2015, 21:46

Hallo Walli,
 
will nur schnell mitteilen, dass ich alles eifrig verfolge. Deine Geschichte ist exquisit auf den emotionalen Jan geformt. Ich fiebere bei den Ermittlungen mit, bin aber auch oft zu Tränen gerührt.
Schöne Story, bitte mache weiter so
 
Ganz liebe Grüße von gespannter Leseratte  Chrissy

chrissy

Anzahl der Beiträge : 135
Anmeldedatum : 03.03.14

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 03 März 2015, 19:50

Danke dir Chrissy
Tja, dann schreibe ich mal weiter solange meine Fantasie-Ampel auf „Grün“ steht
LG   Walli
 
 
Tom stürmte ins Büro hinein, direkt zu Jan und stellte eine große Flasche mitten auf den Tisch
„Eine Flasche Sekt der edelsten und teuersten Marke, ich halte meine Versprechen
Jan das war einfach Spitze, bei der Verhaftung vom berühmten „Schreck-Zeck“ hättest du dabei sein müssen“
 
„Ihr seid wohl überzeugt, dass er der Täter ist, ich meine…reichen die Beweise zur Überführung?“
 
„Jan, Tom haut zwar ganz schön auf den Putz, aber ich kann dich beruhigen
Diesmal erschreckte er nicht wegen Seniorinnen, sondern vor der Polizei
Zeck konnte unseren schnellen Zugriff gar nicht begreifen, doch dann lief alles wie geschmiert
Das geklaute Geld lag auf dem Tisch, die Kette hatte er in der Hand und mit den Schuhen hat er sich selbst überführt, die Tat sofort zugegeben
Zeck sitzt schon im Verhörraum, das unterschriebene Geständnis ist nur noch Formsache“
 
„Tom, nimm dir ein Beispiel an Hajo, der redet sachlich, da weiß man was los ist, im Gegensatz zu deinem Jubel-Stammeln“
 
„Jetzt mach dich doch mal locker Jan….Freue dich einfach mal darüber, dass du gelobt wirst
Mensch, wie machst du das nur… einfach so nebenbei fängst du die Täter im Akkordtempo
Erst schlägst du in Frankreich zu und nun haben wir dank dir mit Zeck einen Verhaftungsrekord aufgestellt
Jan du bist genial, klasse….verrätst du mir deine superklugen Zaubertricks“
 
„Oh Mann Tom, jetzt krieg dich wieder ein….Zaubertricks….du quasselst puren Mist
Ich bin genauso wie Ina, du und alle anderen Kollegen nur Polizist, von Rekorderfolgen weit entfernt
In Frankreich stieß ich ganz zufällig auf unseren langgesuchten Flaschenmörder
Zeck hat auch nichts mit Zauberei zu tun, ich erinnerte mich halt nur….machte „Klick“
Mir fielen Udos Pointen ein, Bilder dazu liefen vor meinen Augen ab
Zeck Bilder….“Klick-Bild“…Momentaufnahme „Schreck-Zeck“ das könnte passen
„Super-Bulle“ so ein Quatsch fällt auch nur dir ein, Tom
SUPER….Super hätte gepasst, wenn der grausame Mörder von der Anlageberaterin Fr. Dohr….
Unser spitzenmäßiger Verwandlungskünstler..das Chamäleon.... „Prof., Dr., Dr…das selbsternannte Genie, Weltgrößte Kapazität, von uns zu Namenlos, H. Zins, unbekümmert rein spaziert wäre
„Klick“…Zauberei..Handschellen zugeschnappt…verhaftet…Täter gefasst….Fall geklärt
Dann hätte ich endlich mal wieder etwas Positives zu euren laufenden Ermittlungen beigetragen
Aber leider nur Wunschdenken. Du kannst aufhören mich in den Himmel zu heben“
 
„Mensch Jan, ich habe dich gelobt…nur ein ehrliches, angebrachtes Lob ausgesprochen
Wir sind froh Zeck so fix gefasst zu haben, da vermasselst du mir die Laune mit dem Schwerverbrecher
Tickst du nicht mehr richtig…komm wieder runter Jan…wir erwarten keine glorreichen Erfolge von dir
Für dich zählt außer der Ergreifung eines blutrünstigen Killers wohl gar nichts mehr
Freust dich nicht mal über ein wenig Anerkennung, Jan….das beweist deutlich deine schlechte Verfassung
Jan, du bist ganz schlecht drauf…..verständlich in deiner Lage und wir können dir nicht mal helfen
Glaub mir Jan, es ist bitter, zieht mich total runter, dass ich nichts für dich, für meinen Freund tun kann
Oh man, gleiche heule ich los….Nein, bloß nicht Kowalski…
Ich verflüchtige mich besser schnell ins Verhörzimmer zu Zeck“
 
 
 


Margot kam viel zu früh zur Kita um Dana abzuholen
Da ging ihr schon wieder Lenis Anruf durch den Sinn
„Entsetzlich, das stumme Telefonat liegt mir wie ein Fels im Magen und ich habe Niemanden zum„ausquatschen“. Mit Jan kann, darf und will ich darüber auch nicht reden….mein armer Junge - und Benni.!
An sein Schweigegebot halte ich mich natürlich -  ja und sonst…Nein, für Benni ist es schon schwer genug“
 
„Da ist ja mein Schätzchen“ breitete Margot nun für Dana die Arme aus und hob sie hoch
„Meine Kleine hat sicher schön gespielt und viel Spaß gehabt. Die Oma hatte leider keinen Spaß.
Aufregung, ganz schlimme Aufregung wegen Leni, deiner Mutter, wollte ich sagen….“ womit Margot  nun doch Jemanden zum ausquatschen gefunden hatte
 
Auch wenn Dana ihre Großmutter nur mit großen fragenden Augen ansah und ihr kleines Köpfchen gar nicht begreifen konnte was aus ihrem Mund kam
Margot plapperte hektisch weiter, quasselte und quasselte aufgeregt auf die Kleine ein:
 
„Ja, kleiner Spatz, deine Mami rief wirklich an. Keinen Mucks gab sie von sich, richtig unheimlich..br, br..
Doch ich hörte sie deutlich atmen – Atem, kennst du doch…Luft holen mit Mund, Nase und so
Stumm, ganz stumm blieb die Leni. Aber Benni, ja der Benni weiß Bescheid. Dein Bruder ist sich ganz sicher dass Mama am anderen Ende war
Kein Wort, sie sprach nicht ein einziges Wort….gab nicht mal einen leisen Ton von sich….
Ach, deine Mami macht aber auch Sachen….vielleicht Heimweh…
Musst keine Angst haben, Dana…..Mama hat dich nicht vergessen….sehnt sich bestimmt sehr nach dir
………….. Leni könnte doch ganz in der Nähe sein…??....oder….oder…vielleicht auch immer noch  ga.a.a.nz weit weg..??
Ich bin völlig durcheinander….Weißt du, deine Oma ist ja auch nicht mehr die Jüngste….
Nein, in meinem Alter dürfte man sich nicht mehr so aufregen. Ich hätte nie gedacht, dass Leni so rücksichtslos ist. Ihr Vater..Hajo, ja der hat wahrscheinlich Nerven wie Stahl, braucht er ja auch bei den bösen Halunken….Aber ich!!!....Solche Abenteuer sind wirklich nichts für mich das kannst du mir glauben, Dana
Ach, es ist alles so mysteriös…so kompliziert…aber keine Angst, Kleine…dein Papa
Weißt du, dein Papa hat die Mami sehr, sehr lieb, er sucht sie… Er sucht sie überall….
Sein Papa, deinen Opa. Ja den Opa Peter meine ich….der ist nicht so lieb, gar nicht lieb ist der
Zu deinem Papa nicht….was hat mein armer Jan unter seinem Vater gelitten….Ganz, ganz böse war der Opa zu deinem Papi, Dana ….War.? Peter behandelt Jan immer noch wie ein Sklaventreiber…und die Oma…..Niemals hätte der böse Opa mich gesucht…..
Aber dein Papa, Schätzchen… 
…….Jan würde bis ans Ende der Welt reisen…aber wie lange verkraftet mein Junge das noch?
Leni, Leni, Leni!!! Wie sehr muss Jan dir seine Liebe noch beweisen, er steht dir doch bei allem zur Seite
Alles trägt er mit dir gemeinsam..Leid…Sorgen…Krankheit, ja auch Krebs meine Liebe
Aber du hast keinen Krebs…diese verdammte Fehldiagnose…selbst wenn, Jan hätte dich nie aufgegeben
Einfach verschwinden…..ich verstehe dich nicht….Leni spürst du denn nicht wie dein Kind, wie Jan leidet?


Deine Kulleraugen Spätzchen…, du schaust mich so komisch an….Kleiner Schatz, ach ich bin so dumm….
Was die Oma da erzählt verstehst du ja noch gar nicht
Bald Kleines, bald wird bestimmt alles wieder gut, dann seid ihr wieder eine richtige Familie
Die Oma fühlt das, aber du musst dem Papi vertrauen, er sehnt sich doch genauso nach der Mami wie du
Gib dem Papi noch ein bisschen Zeit, Kleines….Irgendwann kommt er mit der Mami zur Tür herein“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von sfan am Sa 07 März 2015, 21:16

Walli, ich bin etwas verwirrt. Auf der HP bringst du täglich News, doch bei deiner Story gab es am  3.3. die letzte Fortsetzung.
Krank bist du demnach zum Glück nicht
Na ja, füge mich in Geduld, das steigert die Spannung
LG   sfan

sfan

Anzahl der Beiträge : 72
Anmeldedatum : 03.03.14

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von traudel am So 15 März 2015, 20:14

Walli, täglich wächst meine Verwunderung, dass du deine Story nicht fortsetzt
Haben Kritiker die Story zerrissen oder bist du sauer, im Schreib-Streik, wegen zu wenig Lesern?
Pardon Walli, für meine herben Worte, lerne es wohl nie mich gut auszudrücken
Mir jedenfalls gefällt deine Geschichte, wäre schade wenn du aufhörst
 
Es grüßt Traudel

traudel

Anzahl der Beiträge : 131
Anmeldedatum : 08.03.14

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 20 März 2015, 23:10

Schnell eine Kurzinfo – Hier geht es bald weiter. Dann erkläre ich auch den Grund der langen Pause
Sorry!!!    Liebe Grüße   Walli

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 18 Apr 2015, 23:34

Sorry, sorry, sorry, 1000 x sorry dass hier totale Funkstille herrscht
Ich bedanke mich aber für die Nachfragen. sfan krank bin ich nicht und zum Glück verschonte mich auch bisher die Grippewelle
Nein Traudel, Kritiker haben die Story nicht zerrissen, bzw. wegen zu wenig Lesern würde ich bestimmt nicht in Streik treten. Ich baue auf eure Offenheit. Wenn ihr meint die Story sei „Käse“ lasst es mich wissen. Dann trete ich sofort auf die Bremse, mute euch den Mist nicht länger zu
Doch meine lange Pause ist leider beruflich bedingt.Ganz plötzlich gab die Geschäftsleitung die Order die Firma völlig umzustrukturieren. Seit dem ist der Teufel los, die gesamte Belegschaft total im Stress, Überstunden, Wochenende, Ostern. Wir schleifen alle ziemlich auf dem Zahnfleisch, die Arbeit verfolgt uns bis in den Schlaf. Es sollte längst alles fertig sein. Doch dann gab es in der Testphase schon Probleme und alles ging zurück auf Anfang. Die ständig neuen Ideen der Chefs ziehen alles zusätzlich in die Länge, manchmal glauben wir nie fertig zu werden. So wenig uns das auch „schmeckt“ aber letztendlich hat nun mal die Hierarchie das Sagen
Aus den genannten Gründen kann ich meine Fan-Story leider, leider immer noch nicht weiterschreiben. Viel Text für eine negative Mitteilung, bleibt mir verborgen ob ihr dafür Verständnis habt....? Doch nach dem abrupten Abbruch schuldete ich euch endlich eine Erklärung
Bei der HP, News, usw. ändert sich aber nichts. Das lasse ich mir trotz aller Neu-Struktur nicht nehmen. Geschichte schreiben ist für mich persönlich eine andere Materie. Z. Zt. bin ich dafür zu oft beruflich unterwegs, bzw. muss Neues „pauken“. Bei der Masse „Firmenhummeln“ die in meinem Kopf surren, fällt es mir schwer mich auf die Fan-Story zu konzentrieren, hochgradigen Quatsch will ich nicht abliefern. Ich schreibe die Story auf jeden Fall zu Ende, nur wann..?, lässt sich beim besten Willen momentan nicht absehen
Mir ist das Alles sehr unangenehm, peinlich, beginnen und dann lange pausieren ist sonst nicht meine Art
Vielleicht ein schlechtes Omen....?...Negatives Zeichen....?...Zu protzig auf der eigenen HP die Fanstory-Kategorie zu eröffnen...?
Bei Bines HP ist mir das nie passiert, da konnte ich alle Geschichten ohne große Unterbrechungen regelmäßig beenden.
Nun bleibt mir nur auf euer Verständnis zu hoffen. Unter den mickrigen Umständen würde es mich nicht wundern, wenn ihr zu gegebener Zeit an der Fortsetzung nicht mehr interessiert seid
Ich melde mich wieder wenn es soweit ist.
Momentan kann ich leider nur sagen......Bis dann!!!
Nichts für ungut.....Euch Allen inzwischen alles Gute


Viele liebe Grüße übermittelt euch    Walli !

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von traudel am Mo 20 Apr 2015, 18:45

Ich bedauere meine Streik-Unterstellung, Walli. Betriebsumstellung muss wie Schufterei fürs Abi sein. Drücke dir die Daumen das es bald vorbei ist.


Viele Grüße Traudel

traudel

Anzahl der Beiträge : 131
Anmeldedatum : 08.03.14

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von chrissy am Fr 24 Apr 2015, 19:55

Oh Walli, was für ein Stress, ich bedauere dich sehr. Dabei war ich auf die Fortsetzung deiner Story mächtig gespannt, doch berufliches steht natürlich über allem Anderen. Lass dich nur nicht zerfleischen. Deine treuen Leser harren der Dinge. Wir wissen ja von Bines HP, dass du immer fleißig alle Geschichten fertig schreibst. Kopf hoch, selbst der schlimmste Trubel geht mal vorbei



Ich wünsche dir alles Gute und sende viele liebe Grüße    Chrissy

chrissy

Anzahl der Beiträge : 135
Anmeldedatum : 03.03.14

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Nathy am Mo 20 Jun 2016, 22:46

Hallo
Ich fand die Story bis jetzt echt spannend. Komme zwar nicht ganz mit aber ich blicke jetzt langsam durch :-) Ich hoffe das es bald weiter geht denn es sind ja schon 3 Mon. vergangen. So eine Story könnte ich auch mal schreiben. Fantasie hätte ich genug nur die Zeit... :-(  Vor lauter lesen habe ich total vergessen mein Abendessen warm zu machen :-( Nur ich hätte es besser gefunden wenn die kleine nicht Dana heißt sondern wie in echt Lotte. Aber Leni ist da von ihrer Art nicht wieder zuerkennen. Etwas zu brav ;-). Wünsche euch noch einen schönen Abend.
LG

Nathy

Anzahl der Beiträge : 22
Anmeldedatum : 19.06.16
Alter : 44
Ort : Ratingen

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 29 Sep 2017, 19:43

NEIN! NEIN! und immer wieder N E I N!!!! So eine lange, unendliche Unterbrechung einer Story dürfte es nicht geben und wahrscheinlich sind viele von euch inzwischen an der Fortsetzung gar nicht mehr interessiert. Verständlich! Zu meiner „Verteidigung“ kann ich leider wieder nur vorbringen, dass die Firmen-Umstrukturierung nicht vorhersehbar war und auch nicht das Ausmaß bzw. solange dauern würde. Nach soviel beruflichen Stress hatte ich ehrlich gesagt leider eine Schreibblockade. Als die Soko sich dann so veränderte überlegte ich ob ich die Story überhaupt fortsetzen soll. Zuerst der „verwandelte Jan“: Plötzliche Trennung, Auszug mitten in der Nacht, planlos, Jan „obdachlos“, jetzt WGler. Passt alles nicht zu dem uns bekannten Jan. Klar Menschen verändern sich, aber nicht von jetzt auf gleich. Mir unbegreiflich, Darsteller sind doch keine Knetmasse die nach Belieben des Autors gedreht und verbogen werden können???
Der größte Schock für mich ist aber Chefin Ina. Wirklich, ich bin geschockt, 15 Jahre lässt man uns glauben, dass Jan Hajos Nachfolger wird und dann KLATSCH!!!! „Frauenquote“ Wieder ein Ina-“Wunder“ die „mit links“ die Karriereleiter hoch fällt. O.k. TV ist Fiktion, viel Fantasie dabei. Aber alles hat seine Grenzen. Seit vielen Staffeln schon wird Melanie bevorzugt. Für mich ist das Zuschauer-Verdummung, dass Ina „Zack-Zack Zauberei“ Stellungen, Fähigkeiten, Positionen einfach so „in den Schoß“ fallen. Gleichzeitig KOK + Labor/MTK-Chefin, Spusi, ab und zu sogar Pathologin und jetzt der Gipfel HK. Die Kollegen gehen leer aus, immer und immer wieder nur Ina. Vom einstigen Team ist nichts mehr geblieben. Keine gleichberechtigten Partner, wo Kollegialität, Fairness und Freundschaft herrscht. Läuft jetzt nach „Frauenquote“, heißt umgesetzt für Männer geht es bis zum KOK und nicht weiter. Das unter den Bedingungen der Nachwuchs ausbleibt ist vorhersehbar. Die Soko ist mehr „Ina-Märchenstunde“, als Krimi., statt Soko Leipzig würde Soko Ina besser passen. Auf die neue Staffel kann ich mich nicht freuen. Das ist in all den Jahren noch nie vorgekommen. Werden sich die Autoren noch mal besinnen und glaubhaftes produzieren. Ich hoffe, hoffe so sehr, dass Ina aus irgendwelchen Gründen den HK-Posten aufgibt und Jan Chef, befördert, wird. Endlich mal seine/eine Beförderung, die im Gegensatz zu Ina, schon sehr lange überfällig ist.

Bei meiner Story wollte ich die vielen Soko-Wandlungen nicht berücksichtigen. Das läuft mir zu rasant, mal so, dann wieder so und wer weiß vielleicht doch Rolle rückwärts und ist wieder alles beim Alten ( ausgenommen Hajo, der Ruhestand sei ihm gegönnt.
Wie „zurechtgelegt“ mir ausgedacht setze ich meine Story fort mit alter Soko, Chef Hajo und vereinter Familie Maybach, frei nach Fantasie, was Storys ja auch sind: Fantasie-Geschichten

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 29 Sep 2017, 19:44

Fortsetzung:


„Ja.a.a.n – J A N – J A A A N” presste sich da Hajos Hand auf seine Schulter


Jan zuckte zusammen, starrte Hajo an wie einen Geist, stammelte: „Was hast du….
Sorry, Hajo, ich bi..bin…war gerade…“


„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten, dass du gerade blutigen Massenmord verübt hast. Entschuldige Jan…du sitzt seit einer gefühlten Ewigkeit mit finster, verzerrter Mine hier
Richtig gruselig, zum Fürchten
Verrate mir auf wen du so wütend bist? Wie viel Feinde stehen auf deiner Abschussliste?“


„Einer Hajo, nur ein Einziger: ICH!!! – Ja, ich
Ich gehöre abgeschossen. Verdammt, ich sollte mir wirklich die Kugel geben“


„JAN, Jan bist du übergeschnappt. Was redest du denn da
Also….also, da muss ich erst mal nach Luft schnappen, fehlen mir die Worte
Zum Donnerwetter, du hast Familie Jan Maybach, 2 Kinder und für die bist und bleibst du verantwortlich.
Ja, du bist wegen Leni gerade in einer unfassbaren, verzweifelten Lage….
Aber trotzdem - Vater bleibt man ein Leben lang, ausklinken geht da nicht, mein Lieber.
Du kannst dich nicht fix aus dem Staub machen, Dana und Benni einfach so im Nichts zurücklassen
Das ist..ist, diese Gleichgültigkeit finde ich zum Ko…..und wenn ich dir die Vernunft einprügele, Herr Maybach: Deine Kinder wachsen nicht ohne Vater auf, du lässt Dana und Benni nicht allein“


„Ich liebe meine Kinder, liebe sie über alles, lasse sie niemals im Stich
Das gebe ich dir schriftlich H A J O!!!!, schwöre ich dir…
Für Dana und Benni würde ich alles, wirklich alles tun und daran wird sich nie, nie etwas ändern“


„Jan das weiß ich doch….Verzeih, Ich wollte dich nicht verletzen
Dir sind deine Kinder nicht gleichgültig, nein du bist der liebste, verantwortungsvollste, beste, pflichtbewusste Vater der Welt.
Der Weltbeste Papi gibt sich aber nicht schlagartig „die Kugel“
Was um alles in der Welt hat bloß deine plötzlichen „Todes-Anwandlungen“ ausgelöst?

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 29 Sep 2017, 19:46

„Ich bin doch der größte Kotzbrocken, längst überfällig das ich mich von Normalen, aus der Gesellschaft verdünnisiere.
Hilft nur noch…..Bevor ich alle Freunde vergraule, ziehe ich besser gleich die Notbremse“


„Kotzbrocken….Freunde vergraulen…Notbremse??? Klartext Jan, ich will Klartext hören“


„Meinen Ausraster mit Tom vorhin, schon vergessen, Hajo
Nein bestimmt nicht, der arme Kerl ist vor mir geflohen
Eindeutiger Beweis was ich für ein Riesenkotzbrocken bin, wie eine Furie führte ich mich auf
Das ist so…das war das Letzte, so kann und darf man Kollegen einfach nicht behandeln
Ich habe Tom regelrecht abgeschmiert und..und,
Ach Mann …..Mein Charakter hat sich in Luft aufgelöst, das muss sich schleunigst ändern.
Jetzt bin ich nur so begrenzt im Dienst und schaffe es unser Team total zu verderben
Nein, Zeit für Nägel mit Köpfen – Dienst quittieren, ich muss aussteigen“


„Schluss jetzt Jan!!! Lass die Kirche im Dorf, noch mehr Unsinn und ich werde kirre
J A N !!!...so etwas will ich nie wieder hören…verstanden!!!!!


„Hajo, aber es stimmt doch, ich…“


„Nichts stimmt, rein gar nichts Jan. Was ist denn schon schlimmes passiert?
Du hast dich aufgeregt, unpassend zu Toms Bericht, zugegeben
Warst etwas heftiger, lauter als sonst – na und Jan?
Meine Güte, das geht bei uns ständig ab, gehört zum Büroalltag
Absolut kein Grund um einen Staatsakt daraus zu machen und Tom….
Beim Verhör hatte er es schon wieder abgehakt
Tom stürmt sicher gleich hier rein, klopft dir wie immer auf die Schulter und trällert:
„Hey Kumpel, Geständnis im Kasten, Schreck-Zeck sitzt gleich in der Zelle, alles im grünen Bereich“


„Ja Hajo, vermutlich reagiert Tom so cool. Das macht dennoch meinen Ausraster nicht ungeschehen und ist erst recht keine Entschuldigung für mein Verhalten. Fakt ist das ich untragbar fürs Team bin “


„Ach Jan, dein Ausraster das war, war….ja das war ein Hilferuf mein Lieber. Die begrenzte Aktivität erschwert deine Lage um ein Vielfaches. Du willst schaffen, etc. willst, willst, willst und dann immer wieder PENG abgeblockt“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 29 Sep 2017, 20:13

„Wenn du denkst mir „fehlen“ Action, Verfolgungsjagden, Schießereien, irrst du dich, Hajo.Wenn ich, Maybach - Psycho-Wrack auch nur 1 Kugel abfeuere muss ich mich sofort zu Lebenslänglich verurteilen, ins Gefängnis sperren und den Zellenschlüssel aus dem Gitterfenster werfen. Ich weiß wo meine Grenzen sind….glaube ich zumindest“


„Das glaubst du nicht nur Jan. Du bist noch der gleiche verantwortungsvolle Kerl wie eh und je.
Vernünftig, rücksichtsvoll, du hast nicht einmal zum Außendienst auch nur angesetzt. Wie ausgemacht bleibt´s beim Innendienst, weil du zu deinem Wort stehst. Auf deine Versprechen ist 100%ig Verlass, Jan. Ein weiterer positiver Charakterzug von dir Jan und jetzt Schluss mit dem „Maybach stampft sich in den Boden-Desaster“
Zurück zum Focus, zu dem was ich eigentlich sagen will, Jan….das mit Leni..das Unfassbare…quält..Krebs…unerträglich…Rätsel Fehldiagnose – Verflucht, mir fehlen immer die richtigen Worte.
Jan du verstehst mich doch, weißt was ich meine. Lenis „Flucht“ ist für mich ein sehr, sehr schwerer Schicksalsschlag, dessen Folgen für uns 2 im Dunkeln liegen. Ich leide Jan, du auch, noch viel mehr weil es physisch und psychisch mit Familie, Verantwortung und und unerträglich für dich ist. Doch ich kann hier rum brüllen, kommandieren, die Soko aufmischen. Genaugenommen mein Rettungsring - bewahrt mich vorm Irrenhaus
Mit Leni Jan…ich fühle es…bestimmt wird alles wieder gut. Du hast schon ne Menge Tornados überstanden“


„Ha..Hajo ich..“


„Keine Widerrede Jan, ich, wir Alle haben doch Augen im Kopf, merken was Sache ist.
Mensch Jan, auf dir lasten Tonnen, du stehst ständig unter Strom, heute Auto, gestern Flugzeug, morgen Bahn, in das Ziel verbissen deine Frau zu finden.
Ja, ich falle vor dir auf die Knie wenn du meine Leni zurückbringst. Aber Jan, auch du bist nur ein Mensch, ewig hältst du das nicht aus. Hier der ständige Jetlag, dort schlägst du dich mit 1000 Problemen herum. Verantwortung, Sorge um die Kinder, Danas Fragen beantworten, trösten, lächeln, lieber Papi sein. Die dröhnende Gattersäge in deinem Kopf Jan ist unüberhörbar.
Jan, deine Liebe zu Leni lässt sich nicht in Wort fassen, das ist schön, positiv, rührend
Jetzt werde ich alter Esel wegen meiner Tochter sogar sentimental, verflixt sie gehört hierher
Wir wollen beide das Unbegreifliche nicht wahrhaben, Jan und leider bin ich zu alt, zu steif um mit deinem Tempo mitzuhalten. Kurze Unterbrechungen, wie jetzt gerade, sind sehr, sehr selten
Du bist seit langer Zeit mal wieder hier, aber kaum wiederzuerkennen. Jan, du weißt selbst, dass dir die Verzweiflung um Leni aus dem Gesicht schreit. Du bist grauenhaft gealtert, abgemagert, gezeichnet.
Dein Limit ist weit überschritten, du bist nur noch ein Schatten deiner selbst


Aber eins ist ganz, ganz wichtig, nämlich das du hier, genau hier, an diesem Ort richtig bist, gut aufgehoben
Egal wie hart es war, ist, wird…das Präsidium, Büro, die Arbeit, Kollegen, unser Team, all das ist..ist..ist DEIN ANKER FANGNETZ:::DEINE INSEL, Jan. Hier findest du Hilfe, Zusammenhalt, Unterstützung, Verständnis und vor allem Kumpel, nein..wahre Freunde die dich so akzeptieren wie du bist, auch wenn du mal einen Ausraster hast. DAS brauchst du gerade jetzt mehr denn je und du willst es auch Jan. Abhauen, Dienst quittieren das ist….
Bin kein Psychologe….doch für mich ist es ein Aufschrei/Hilferuf. Du hast Angst uns, all das, den Anker..“dein Nest“ zu verlieren – was garantiert nicht geschieht. Auch wenn du mal den Zornigen gibst. Wir behalten dich und Jan
Mensch, lass es doch mal raus: Schreie, jammere, heule und lege die Messstange nicht immer so hoch bei dir. Hör auf dich wegen Nichtigkeiten zu „bestrafen“ Kapiert Jan, Thema Dienst quittieren abgeschlossen“


„Hajo du solltest es nochmal überdenken, ob so einer wie ich - total durch den Wind – das Team nicht zu sehr belastet“


„Nein, nein Jan und immer wieder nein. Hast du was an den Ohren….oder…keinen Bock
Willst du nicht arbeiten Jan“


„Oh doch, ich will, Hajo, ich will, muss was tun, leider nur eingeschränkt, aber beschäftigt sein hilft.
Ich will keinen Paukenschlag, das große Abenteuer. Sowie wie bisher Akten, Berichte, Schreibkram, irgendwie nützlich machen. Es lenkt ab, ist positiv, bringt mich auf andere Gedanken
Du willst mich….Ich, ich soll wirklich hierblei…bleiben,… Noch ist Zeit zum Überlegen, Hajo“


„Schnauze Jan!!!!! – Nicht noch mal die gleiche Leier von vorne. Es reicht. Du bleibst - Punkt Aus Schluss“


„Danke Hajo….klingt so plump….Weiß nicht was ich sagen soll….Herzlichen Dank Hajo, danke












Ingo prahlte bei Bodo in seiner überheblichen Art:
„Die Polizei tappt noch immer völlig im Dunkeln wegen dem Raubmord im Anlagebüro
Die Fahndung läuft bundesweit, der beste Beweis das alle deutschen Bullen dämlich sind…..!!!
Mein Informant hat aber seit einer Ewigkeit nichts mehr von dem Maybach-Weibchen gesehen
Mutter Maybach kümmert sich jetzt um alles, pflegt wohl auch die bedauernswerte Kranke
Die „liebe Schwiegermutter“ ersetzt den Sohnemann, der ständig auf Achse ist
Im Präsidium glänzt Maybach meistens mit Abwesenheit.
Er zieht wer weiß wo herum, seine „ach so über alles geliebte Frau“ hat ihn mit ihrem Dauerjammern längst den Verstand geraubt, in den Wahnsinn getrieben
Ergo: Die glückliche Ehe ist zerbrochen und aus dem cleveren KOK Maybach wurde schnell ein streunender Vagabund, der bald ganz tief im stinkenden Dreck landet
Bist du jetzt überzeugt, dass ich der genialste Strippen-Zieher bin
Mit meinen Spielchen gehe ich kein Risiko ein, denn schließlich bin ich ja auch für deine Sicherheit verantwortlich
Halte dich nur gehorsam an mich, dann passiert dir auch nichts Bodo
Ich erledige weiter die Denkarbeit für uns und du sorgst, wie gehabt, für die nötige Ruhe , hältst mir den Rücken frei
Ist nun alles wieder im grünen Bereich, lieber Freund?“


„Im Gegenteil, bei mir herrscht Alarmstufe rot
Mit deiner „Lobeshymne“ kannst du kleine Kinder beruhigen, aber nicht mich
Ich fühle ganz deutlich, dass du uns mit deiner wahnsinnigen Überheblichkeit ins Verderben stößt
Es ist mir ein Rätsel wieso ich ausgerechnet auf dich irrsinnigen Partner hereinfiel
Aber jetzt wo ich den Knast förmlich riechen kann hilft mir meine Einsicht auch nicht mehr
Ich überlege noch kurz dann…..“ rauschte Bodo hinaus, den Flur auf und ab wie ein Gejagter


„Ich muss was tun“ hämmerte es plötzlich in seinem Kopf: „Warnen…den Kerl stoppen….Polizei informieren….
Noch Schlimmeres muss verhindert werden…Info – aber Wie??? – Will nicht verhaftet werden für dem seine Teufeleien….Anrufen…Riskant, wird zurückverfolgt…Persönlich plaudern…unmöglich…Brief…finden vielleicht Spuren, Fingerabdrücke……Muss doch….muss irgendwas….nachdenken Bode…..
…..................................
….....Mail!!!...Das ist es, ja Mail......läuft alles elektronisch, keine Spuren…Mail ja ist gut…Was? Text, lass dir was einfallen, Bodo…“










Als Jan heute in die Wohnung kam, war er sehr erstaunt über die Besucher die ihn erwarteten
Im Wohnzimmer saßen außer seiner Mutter und Benni, auch Hajo, Mark, Dr. Kohl und Wolle


„Keine Panik Jan“ zog ihn Mark ins Zimmer „Wir sind nicht hier um dir eine Schreckens-Nachricht von Leni mitzuteilen.
Bitte höre uns ruhig an, wir wollen mit dir über die Suche nach deiner Frau reden
Besser gesagt über deine Pläne den Radius zu erweitern, noch mehr Touren, noch öfter Ausland“


„Sorry Mark, ich stehe wohl gerade auf dem Schlauch
Wieso reden…..Sie wollten mir Adressen von Einrichtungen im Ausland nennen Dr. Kohl und dann….“


„Kollege Dr. Kohl möchte dir zu den Auslandserkundigungen etwas erklären. Bitte, höre ihm zu
Anschließend werden wir eine Menge sagen. Ja wir haben hinter deinem Rücken „Kriegsrat“ gehalten
O.k., es ist nicht die feine Art heimlich über Nichtanwesende zu „tratschen“
Sei nicht sauer alter Freund, doch in deinem Fall war es längst überfällig“


„He, he sachte…ich bin kein „Fall“, bei mir dreht sich alles um….“


„Erst hören Jan, gut zuhören, dann danach hast du wieder „Sprecherlaubnis“


„Nicht zu fassen….Redeverbot in den eigenen 4 Wänden“ schüttelte Jan heftig den Kopf




„H. Maybach, so harte Töne wie Ihr Freund, mein Kollege, schlage ich nicht an“ meldete sich Dr. Kohl zu Wort
„Zu allererst entschuldige ich mich hiermit bei Ihnen aufrichtig und vielmals
Ich entschuldige mich für die vielen Enttäuschungen in den von mir genannten Einrichtungen
Alle Enttäuschungen wären Ihnen erspart geblieben….meine Güte H. Maybach, was ich Ihnen angetan habe…..“


„Mir an ge tan??? Was reden Sie da..Wie meinen Sie das, Dr. Kohl?
Die ganze Zeit haben Sie mich gut beraten, unterstützt. Sie sind eine große Hilfe, besonders wegen den benannten Einrichtungen. Sie, ein Arzt kennt solche Adressen nach denen ich lange forschen muss
Dr. Kohl. Sie haben mir nichts angetan, sondern dankenderweise etwas für mich getan“




„Nein, nein, nicht auch noch Dank, H. Maybach. Treten, anklagen, schlagen sollten Sie mich“


„Dr. Kohl, bitte – Schluss mit Rätselraten. Sie sagen sofort was los ist“


„Die ganze Suche war überflüssig, vergeblich, völlig umsonst – das ist los
Ich bin untröstlich, es tut mir leid, H. Maybach, wirklich aus tiefster Seele sehr, sehr leid
Es ist unverzeihlich, das kann ich bei Ihnen nie wieder gut machen“


„Kollege, sehen Sie denn nicht Jans total aschfahles Gesicht, er ist kalkweiß
Reden Sie endlich Klartext, bevor er vor uns Allen kollabiert


Dein Herz Jan, richtig. Hast du Atemnot. Ich verpasse dir sofort eine Spritze, habe alles dabei
Wie fühlst du dich? Sag´s mir, bitte Jan rede“


„Keine Spritze, brauche keine Trance, will alles mitbekommen, nicht umnebelt sein
Geht schon, Mark, danke – Kollaps, nein…es ist nur…mir ist so
Ich fühle mich…..fühle Unheil nahen und Leni, Leni ganz fern….unerreichbar
Angst, verdammt ich habe große Angst vor Dr. Kohls Mitteilungen
Fürchte da peitschen Dimensionen auf mich ein die mich erschlagen
Jetzt will ich, muss wissen – Dr. Kohl ich flehe Sie an…“


„Sofort H. Maybach, sofort
Also Fakt ist…..Es steht zweifelsfrei fest, dass kein Mediziner bei den Ultraschall-Bildern Ihrer Frau Krebs diagnostiziert
Meine Irrleitung ist unentschuldbar. Es tut mir von Herzen leid, wirklich sehr, sehr leid H. Maybach, dass
ich Ihnen mit den Adressen der Einrichtungen lange falsche Hoffnung machte
Überimpulsiv verbiss ich mich ohne nachzudenken in die Helferposition.
Das rechtfertigt beileibe meinen Fehler nicht, nur..nur als langjährige Patientin geht mir Fr. Maybachs
Schicksal sehr nahe, wollte ihre Rückkehr fast erzwingen
Durch ein Kollegengespräch wurde mir erst jetzt mein schwerer Fehler bewusst.
Tatsache bleibt H. Maybach, egal wie oft, wo oder wem Ihre Frau die Bilder vorlegt, selbst der dümmste Medizinstudent im 1. Semester erkennt das die Brüste völlig gesund sind


Möglich, dass Fr. Maybach zur Bestätigung nochmal untersucht wird, aber garantiert nicht stationär behandelt
Das Medizinrecht verbietet das, untersagt grundlose Behandlung, auch im Ausland, H. Maybach




Außerdem……will sagen..meine, wenn Ihre Frau wirklich, wie sie glaubt, wenn Sie…Sie
Also sie Krebs im Endstadium hätte, wären die Schmerzen schon lange unerträglich
Ein grausamer Zustand, den auch Fr. Maybach niemals alleine, ohne Hilfe, Medikamente, etc. aushalten könnte
Wenn Sie gestatten, H. Maybach, erkläre ich Ihnen das aus Sicht des Patienten zusätzlich ausführlich und außerdem welche Maßnahmen die Ärztekammer schon ergriffen hat……………“ redete Dr. Kohl sehr lange auf Jan ein


Danach herrschte lange beklemmende Stille


„H. Maybach…..sind Sie so schockiert….H. Maybach…H. Maybach, bitte sagen Sie doch etwas“


„Sagen….was soll ich sagen….Wenn ich richtig verstanden habe, darf…kann Leni 1. nicht in einer Klinik,
Sanatorium oder sonstigen entsprechenden Einrichtung sein
Auch nicht im Ausland, weil 2. Die Ärztekammer nach ihr sucht“


„Na ja, „Suchen“ läuft bei der Kammer nicht wie bei der Polizei, H. Maybach, die hat ihre eigenen Regeln
„Schwarze Schafe“ kann die Medizin sich nicht leisten
Findet man den Focus, kommt es zunächst zu einer Anhörung, wo der betreffende Arzt zu seiner Fehldiagnose Stellung nehmen muss
Weitere Maßnahmen, evtl. Berufsverbot, obliegen danach dann der Kammer
Zur Zeit richtet sich alles gegen „Dr. Unbekannt“, nur Ihre Frau weiß den Namen
Für uns, bzw. die Kammer gibt es auch eine Patienten-Fürsorgepflicht
Ihre Frau muss schnellstens von ihrer Todesangst befreit, bzw. über die Fehldiagnose unterrichtet werden
Die Kammer hat alle Einrichtungen, auch im Ausland, über die Sachlage informiert
Momentan gibt es aber leider keine positive Rückmeldung
Sollte Fr. Maybach jetzt noch eine Heilstätte aufsuchen, dann erfährt Ihre Frau die Wahrheit
Ich bin kein Hellseher, aber eigentlich müsste die Familie Maybach dann wieder glücklich vereint sein
Das komplizierte Vorgehen kenne ich nicht
Aber vergleichbar mit der Polizei ist auch die Kammer mit entsprechenden Stellen vernetzt
Rätselhaft bleibt immer noch wie Ihre Frau die vermeintliche Krankheit behandelt
Verzweifelte haben schon „Gesundsprecher, Hypnotiseure, alle möglichen „Zauber-Mediziner“ aufgesucht
Bei einer intelligenten Fr. Maybach sollte man das eigentlich ausschließen
Doch ich weiß nicht, wie verwirrt Ihre Frau in ihrer verheerenden Lage reagiert“




Jan schoss blitzartig hoch, raste zur Tür




Hajo bremste ihn: „Jan Stopp!!! – Wo willst du hin“


„Ich…ich….will nachdenk….Ich will….will……Ich muss…Sorry, muss jetzt allein sein….“


Hajos Rufen: „Jan bleibe hier“ hörte er nicht mehr


Wolle beschwichtigte: „Lass ihn Hajo, Jan kann die Tränen nicht mehr unterdrücken, seine Augen glänzen schon lange feucht. Ihr nennt ihn doch immer „Sensibelchen“. Du müsstest seine Reaktion eigentlich kennen“


„Spare dir Seelenklempner-Ratschläge, Wolle, ich weiß zu gut, dass Jan im absoluten Ausnahmezustand, wie verzweifelt er ist“


„Sicher weißt du dann auch, Hajo dass man beim Weinen allein sein will. Also gib Jan etwas Zeit die geänderten, negativen Fakten zu verdauen“


„Unverzeihlich! Wieso musste ich diese verflixten Adressen auch einfach ausposaunen.
Ich bin schuld an H. Maybachs grenzenloser Verzweiflung, ich allein. Bei seiner Rückkehr stampft er mich wutentbrannt, völlig zu Recht, in den Boden“


„Keine Panik Dr. Kohl, Jan ist kein Rachengel, hat auch nicht die Auge um Auge-Tour drauf
Er grummelt etwas, das legt sich aber schnell
Jan ist normalerweise mehr Friedensapostel, Ruhepol, harmoniebedürftig und sehr emotional…..folgte nun Wolles Psychologen-Bericht über Jan












Leni führte vorm Spiegel Selbstgespräche:
„Verändert?...Nein verändert hat sich an meiner Brust nichts
Jetzt spinnst du total Fr. Maybach, du weißt genau das äußerlich lange nichts auffällt
Bei Mutti kam es erst im Endstadium….glaube ich…durfte ja nur selten zu ihr
Doch spüren, ertasten konnte sie das Verheerende was in ihrem Körper wütete
Sorry Mutti, dass ich durch den Türspalt…..geweint, danach habe ich jedes Mal entsetzlich geweint…
Die Eltern dachten ja mich schonen zu müssen, mir die Wahrheit verschwiegen bis es nicht mehr ging
Dabei ahnte ich sofort etwas ganz Schreckliches….Krebs, meine Mutter hatte Krebs…..
Jeder Gedanke daran schockierte mich entsetzlich, in Panik, ja in Panik versetzte mich das damals
Komisch, nach Muttis Tod blieb ich nach der ärztlichen Aussage, das ich vorbelastet sei, ganz ruhig
Jahrelang…..ca. ab 30 ja dann…dann bin ich vor Angst bei den Untersuchungsterminen fast gestorben
Warum trifft es mich jetzt…gerade jetzt…Dana ist doch noch so klein und unsere Hochzeit…..
Jan, wir sind eigentlich noch Frischvermählte…quasi in den Flitterwochen
Nein - klingt blöd, doof in unserem Alter


Ach Jan, Jan…Jan mein Schatz, wir hatten so viele, so schöne Zukunftspläne
Aber jetzt bin ich für dich nicht mehr die geliebte Frau…wahrscheinlich das gehasste Weib
Vielleicht hast du mich längst aus deinem Herzen gelöscht, Liebster….wenn nicht dann mache es jetzt
Dana, Haushalt, Erziehung, ich habe dir viel, viel zu viel aufgebürdet
Für so eine verantwortungslose Mutter hat kein Mann Verständnis, nicht mal du Jan mit deinem großen Herzen
Ich musste, musste flüchten Schatz, der verdammte Krebs zwang mich dazu
Eine dahinsiechende, totgeweihte Frau, daran wärst du zerbrochen Jan, aber gerade du brauchst Kraft
Kraft für unser Kind, für all die Liebe, Fürsorge, Geduld die du Dana jetzt doppelt schenken wirst
So gerne möchte ich dich um Vergebung bitten, mich für alles entschuldigen
Aber wenn du die Wahrheit erfährst Jan ist meine Stimme erloschen
Mutti war nicht so feige wie ich….Papa konnte sich wenigstens von ihr verabschieden
Du warst so tapfer Mutti….hast immer stärkere Medikamente gegen die entsetzlichen Schmerzen geschluckt….und gelächelt….damit ich dir die Qualen nicht anmerkte
Seltsam….wegen Schmerzen bist du zur Untersuchung…Schmerzen begleiteten dich bis zum Ende
Aber bei mir….sehe meinen Brüsten nichts an…kann nichts tasten ….und Schmerzen….fühle mich miserabel…down….schwach….bin völlig aus der Spur……aber starke Schmerzen, nein habe ich nicht
Kommt noch Leni, setzt schlagartig ein, vielleicht fährst du heute Nacht schon von Qualen gepeinigt hoch
Dann zeichnet sich nicht nur der dicke Klumpen in deinem Busen ab, er hämmert so stark, dass du ihn greifen und herausreißen möchtest.
Zum Glück sieht hier Keiner wenn ich mich vor Schmerzen krümme, hört Niemand meine Schreie
Der Krankheitsverlauf ist bei Jedem anders und nicht vorhersehbar
Aber das Elend wird kommen….hier ist der Beweis…..eine abstrakte, verworrene Brustabbildung
Diese verheerenden, unscheinbaren, schwarz-grau-weißen Ultraschallbilder sind mein Todesurteil“














„Jan ist immer noch Jan, ein Pfundskerl wie eh und je“ erläuterte Wolle noch immer


„Pfundskerle hauen nicht einfach ab“ erklang es leise krächzend von der Tür


Alle Köpfe drehten sich blitzartig zu Jan


„Es tut mir..mir leid….Entschuldigt bitte….mir war nur plö..plötzlich so…so ..ich wollte nicht…nicht“


„Du musst dich nicht rechtfertigen, Jan. Alles ein bisschen viel auf einmal.
Verständlich das du dich erst mal sortieren musst. Möchtest du darüber reden…
Meine…Was denkst du jetzt..? Wie ist dir zumute..? fragte Wolle vorsichtig


„Diagnose Brust..Brustkre..krebs….ihr…Lenis Verschwinden….Leni ist in totaler Panik
In ihrem Zustand greift sie doch nach jedem Zipfel, lässt sich von…von, na eben von jedem „Hexenmeister“ behandeln
Aber gerade diese zahllosen „Wunderheiler“ halten sich bedeckt, sind nirgends registriert
Die Suche nach dem, der Leni in seinen Klauen hat, ist wie die „Stecknadel im…usw.“
Was mache ich denn nur……da suche ich ja bis zum St. Nimmerleinstag“

„Die Kammer hat doch schon alle legalen Stellen informiert
Du selbst sollst, darfst, kannst nicht mehr suchen. Verdammt Jan, hast du nicht zugehört
Kollege Wolle, ich, alle sagen dir das du körperlich und psychisch längst deine Grenzen überschritten hast
Wenn du in dem kranken Zustand weiter umherirrst brichst du in Kürze total zusammen
Das wäre die absolute Katastrophe Jan, wer soll sich dann um alles kümmern
Dana braucht ihren Papi, Benni seinen Vater, du trägst Verantwortung für die Familie, für das alles hier
Es ist jetzt schon schwer genug all das zu stemmen, Jan du hast nur noch eine winzige Kraftreserve
Ich beschwöre dich, erhalte dir diesen Rest, nimm ganz langsam wieder deinen normalen Rhythmus auf
Ohne Herum Hetzerei, spiele mit Dana, philosophiere mit deinen Kollegen
Die Maßnahmen der Kammer M Ü S S E N einfach erfolgreich sein
Jan, wir alle hoffen, zittern, bangen doch mit dir, dass dieser schreckliche Horror bald vorbei ist
Wenn Leni zurückkehrt braucht sie einen starken, gesunden Mann
Bitte sei vernünftig Jan, stelle das Umherirren ein…verschlimmere eure Lage nicht noch mehr“


„Ich soll…ihr meint….wollt mich zum Nichtstun verdammen ….
Hände in den Schoß legen abwarten…..Leni aufgeben…das..das könnt ihr doch nicht ver..verlangen….“


„Jan, bitte schau mich nicht so verzweifelt an. Ich würde Leni so gerne herzaubern, sehne mich nach ihr
Nicht aufgeben will ich meine Tochter, sondern ganz schnell wieder in meine Arme…..wenn…wenn…
Ja wenn ich wüsste wo sie sich verkriecht….Jan, du hast an so vielen Stellen gesucht
Jedes Mal neue Hoffnung geschöpft, um danach in noch tiefere Verzweiflung zu fallen…nicht nur du
Ich bin doch auch….Jan ich schaff das nicht mehr…diese ständigen Berg- und Talfahrten
Wir, ich, Keiner gibt Leni auf, du am allerwenigsten und das verlangt auch Niemand von dir

A…a…aber Jan, Mark und Wolle haben deinen Gesundheitszustand als große Katastrophe beschrieben
Dein Körper ist wie eine tickende Zeitbombe die jede Sekunde explodieren kann
Tritt auf die Bremse Jan….Leni kommt….ich ahne, fühle, es dauert nicht mehr lange dann steht sie in der Tür
Ich belüge dich jetzt nicht Jan, fantasiere dir auch nicht irgendetwas vor
Aber Leni muss doch…ohne Schmerzen bzw. irgendwelchen Verschlimmerungen…endlich merken, dass an der Krebsdiagnose etwas faul ist
Dann ist sie bestimmt so vernünftig sich nochmal untersuchen zu lassen
Wer weiß, vielleicht kommt von der Ärztekammer aber zuvor ganz schnell eine positive Meldung
Daran glaube ich ganz fest, ich liebe meine einzige Tochter genauso innig wie du deine Frau
Bitte Jan, lass uns gemeinsam darauf hoffen, dass alles wieder gut wird, Leni schon bald zurückkehrt“


„Nein Hajo..Nein, Nein und immer wieder Nein“ schüttelte Jan heftig den Kopf
Du kannst nicht verlangen das ich einfach dasitze…zum Nichtstun verdammt…
Das schaff ich nicht nur mal eben in den Tag hinein leben….treibt mich in den Wahnsinn
Verweigert - Abgelehnt – Basta
Kommandierst mich hier rum…Unfassbar!!! …Ausgangsverbot – Darf die Stadt nicht verlassen
Was kommt als Nächstes. Beschlagnahmst du meine Papiere
Nimmst mir jetzt gleich, sofort Marke, Ausweis, Reisepass alles ab"




„Fasele nicht so einen Unsinn Jan, du bist ja total irre
Niemand kann und will dir verbieten die Stadt zu verlassen.
Du bist doch nicht auf Bewährung…stellst dich hin wie…wie einen meldepflichtigen Halunken
Jan komm wieder runter. Alles was wir, was ich möchte ist, dass du…ich meine…willst du nicht langsam zur Realität zurückkehren….ohne die Suche ins…ins..
Es ist doch trotzdem möglich, dass es plötzlich bei dir „klickt“ Jan, dir „D E R“ Ort einfällt wo es Leni hingezogen hat
Willst du es mit Alltag…..der Normalität….meine anfa…einen Anfang machen.
Bitte Jan, bitte versuche es doch zumindest mit deinem, euren Leben
Sei für die Kleine wieder der herumtollende Papi, besetzt deinen Platz…Jan mische wieder im Team mit“


„Versuchen…leicht gesagt Hajo…..ich sehe schwarz Hajo…..
Schätze du wirfst mich Volltrottel schnell aus dem Büro….
Doch damit ihr mich endlich vom Haken lasst probiere ich es mal…..aber auf eure Verantwortung“












„Hallo Luca – Sorry doch Jan ist gerade mit Hajo unterwegs“


„Dann grüße die 2 von mir Tom, doch inzwischen seid ihr ja alle Kölsch-Dialekt-Experten“


„Wir haben fleißig geübt, Luca. Kannst loslegen, Ina und ich sind dankbare Zuhörer“


„Wie ihr glauben auch wir, dass die Mail kein Scherz ist. Die präzisen Details von Zins dürften nur Personen aus seinem Umfeld wissen. Beim „Helfer-Patron“ wie sich der Schreiber nennt tippen wir auf Hotte. Das ist Zins Handlanger, der sich schon lange, auch hier in Köln wie Zins Leibeigener behandeln lässt. Armer Kerl, geistig nicht gerade eine Leuchte. Hat sich dennoch mal bei einem Medizinstudium ausprobiert. Natürlich erfolglos. Bedauerlicherweise ähnelt er obendrein einem Gnom, Keiner gab ihm Arbeit. Zins nutzte das gerissen aus, Hotte „lebt“ von seinen „Brocken“, vielleicht gar hörig nach all den Jahren. Sein Hinweis Zins sei im Land reißt keinen vom Hocker. Die Fahndung läuft zwar länderübergreifend, wir schlossen aber dennoch nicht aus, dass das Chamäleon hier im Land in aller Ruhe herumspaziert.
Hotte ist aber wohl noch nicht so total verdorben wie Zins, scheint noch Gefühle, so was wie Gewissen, Mitleid, Anteilnahme zu haben sonst würde er wohl kaum berichten, dass dieser schon wieder Entsetzliches am Laufen habe
Es nicht um fette Beute gehe, ahnungslose arme Menschen die Opfer seien. Ein ernstzunehmender „Not, nein Hilfe-Ruf“. Hotte fleht“ geradezu um die Rettung der Opfer. Aber......! naiv wie Hotte leider ist kündigt er zwar grausame Machwerke von Zins an, aber keine Silbe/Bezug über Opfer, auch nicht annähernd zu Zins Standort.
Tut mir leid aber weiterhelfen können bzw. einen entscheidenden Hinweis haben wir für euch nicht. Da euch die Mail gesendet wurde, dachten wir ihr solltet über alles Schräge, wirklich sehr Schrägem was Zins so viele Jahre abzieht auf unserem Wissensstand sein. Ich übermittle euch „Riesenmenge“ Unterlagen“


„Vielen Dank Luca, tolles Angebot. Wir sind sehr gespannt.
Sofern weitere Mails kommen gehen die natürlich fix zu euch“


„O. k. Wir bleiben auf jeden Fall in Verbindung, Ina
Bis dann ihr 2, Ina, Tom, haltet die Ohren steif“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 30 Sep 2017, 21:35

Aufgebracht schrie Margot am Telefon: „Nicht mein Sohn Sie sind ein Verbrecher, Schwerverbrecher, Sie Idiot gehören hinter Gitter wegen Lügen, Beamtenbeleidigung, übler Nachrede, Hetzerei, Rufmord, Existenzvernichtung,
Körperverletzung, psychischer Grausamkeit an Jan, aber nicht nur ihm, die Kleine leidet, Kindesmisshandlung kommt noch dazu. Sie Trottel muss man in die Zelle sperren. Lange, 10 Jahre , ach was, Lebenslänglich ist für so ein Schwein noch zu kurz“


„Mama bitte, halte dich zurück sonst bist du es die man wegen Beleidigung verklagt.
Du musst dich gar nicht mit den vielen Telefonaten abmühen. Ich ignoriere sie ja auch, gehe nur dran wenn ich die Nummer kenne“


„Nichts da Jan, DU..DU musst sofort etwas tun. Wehr dich, reich Klage ein, geh an die Öffentlichkeit, Gegendarstellung und...und Mensch Jan tue endlich etwas“


„Nein Mama, nichts dergleichen unternehme ich“


„Nichts, Nichts willst du tun. Ja aber...aber Jan....Du bist so ruhig...bedeutet das was? Was hast du vor?“


„Ich warte auf meine Festnahme Mama, Kollegen Polizisten verhaften mich, Hände auf den Rücken, fesseln mich mit Handschellen, sperren mich in die Zelle, Anklage, Gerichtsverhandlung, Urteil: Lebenslänglich“


„Jan bist du wahnsinnig. J A N..J A.A.A.A.N.!!!!! - Was redest du denn, komm zu dir – Ich, ich...
Mist, wer klingelt denn da“ eilte Margot zum Eingang


„Hajo was für ein Glück das du da bist. Sofort bringst du Jan zur Vernunft, er hat wegen dem Skandal den Verstand verloren. Er glaubt, erwartet Polizei, seine Verhaftung, Gefängnis, Gericht, zu lebenslänglich verurteilt zu werden, Hajo du musst....“


Jan!!! Schluss mit dem Unsinn - Sofort, auf der Stelle – Das ist ein Befehl!!!
Schmierereien mehr ist das nicht. – Bitte Jan beruhige dich, tiiiiieeeef ein- und ausatmen, spürst´s du die Ruhe, beruhigen Jan...Bitte“




Hajo erschrak, erkannte jetzt die Verzweiflung in Jans Augen, der heiser krächzte er: „Ich bin ruhig, Hajo, ganz ruhig. Unruhe, Aufregung, Panik das vollführen die Schlagzeilen, der ganze schmutzige Tratsch....Dabei muss..will ich doch nur unsere Familie wieder vereinen....Leni zurück....für Dana wieder die Mutti....dass alles sich zum Guten wendet...harmonisches Maybach-Kleeblatt wie einst.....möchte das wir wieder eine glückliche Familie sind -
Aber ständig Neues, Probleme, Stress.....das zerrt..kostet so viel Kraft.....und ich..ich..fühle mich immer hilfloser, ohnmächtig ... ausgemergelt....leer
Stop Jan kein Selbstmitleid Jan. Irgendwo zittert Leni vor Angst wegen diesem verfluchten Krebs. Sie muss doch endlich, endlich die Wahrheit erfahren“


„Junge weiter Detektiv-Tour + juristische Maßnahmen + noch mehr dreckigem Presserummel – Auf keinen Fall Jan. Unter der Wucht klappst du endgültig zusammen. Hier, du wirst hier vor meinen Füßen ohnmächtig zusammensinken“


„Margot bitte entschuldige, aber ich muss mit Jan jetzt mal ein „Männergespräch führen“ schob Hajo Jan in dessen Arbeitszimmer und schloss die Tür














„Klaus – Schadenersatzklage Das meine ich todernst, H. Chefredakteur“


„Komm runter Dieter. Überlege mal...Wen bzw. weshalb sollen wir klagen“


„Wegen dem, genau dem Artikel. Die Schlagzeilen stechen ins Auge, sind vernichtend für unsere Zeitung
Journalistin, Polizistengattin und -Tochter wie vom Erdboden verschluckt !!! Wer deckt das Geheimnis um Leni Maybach auf..???“
Das große Colorbild von Leni brennt einem im Auge....Weiter:
„ Die Reporterin der Leipziger Nachrichten Leni Maybach scheint wie vom Erdboden verschluckt. Ihre letzte Reportage liegt schon sehr lange zurück. Gesehen wurde sie angeblich auch von Niemanden, ihr Parkplatz vor der Redaktion bleibt leer. Die L. Maybach Handy-Nr. existiert nicht mehr, beim Privatanschluss wird man von Angehörigen genauso abgewimmelt wie im Verlag „Keine Stellungnahme“ ist bei Nachfragen die Standardantwort. Keiner, auch Journalisten nicht, können sich unsichtbar machen – oder etwa L. Maybach doch !!! Vielleicht ist sie als Frau und Tochter von Polizisten ja geübt im Spurenverwischen??? Reporter können/müssen wegen zahllosen Gründen verschwinden bzw. untertauchen, wie wir aus der Vergangenheit wissen. L. Maybach könnte sich juristischen Maßnahmen entziehen weil sie verbotenes Kriterium recherchiert, aufgedeckt,, Wirtschafts-Finanz-oder Politik-Wissen erfahren hat, was nicht offiziell werden darf. Oder:....Verlage entsenden Mitarbeiter oft zur Spionage ins Ausland. Unter einem Pseudonym ist das in allen EU Ländern möglich. Die Liste aus welchem Anlass Reporter untertauchen ist lang. Bei dem starken familiären Polizeiaufgebot kommen schnell Vermutungen auf......Deckt altgedienter Vater HK Trautschke mit seinen guten Justiz-Beziehungen Illegales seiner Tochter.....oder hat sich gar der Ehemann schuldig gemacht. Ehestreit....Mord im Affekt....Oberkommissar Maybach (wurde wegen Totschlag 2010 zu 6 Jahren Haft verurteilt - Später rehabilitiert Freispruch?????) Ihm sind durch Ermittlungen die sichersten Leichen-Verstecke – bestens bekannt. Spekulation liebe Leser, alles reine Spekulation. Wir wünschen hingegen das der Kollegin nichts zugestoßen ist und wir Leni Maybach schnell bei bester Gesundheit wiedersehen“


Das schlägt ein wie eine Bombe, Klaus. Unsere Auflage sinkt im Sturzflug in den Keller, Unser Zeitungsname erscheint groß und deutlich. Ohne Klage ist der Verlag schnell ruiniert. Leni muss belangt werden oder ihr Alter oder Jan, alle 3 zusammen ist die beste Schiene“




„Mal ganz ruhig und der Reihe nach, Dieter. Der Kollege dieser Aufreißer-Story ist als Schmierenfink bekannt. Doch auch für H. Deut gilt Presse- bzw. Meinungsfreiheit. O.k. Leser fliegen/stehen auf so was...Spannung...Kriminell...
Nervenkitzel. Aber nur solange es auch Schlagzeilen gibt. Das können wir ausschließen – Ergo sind wir fix wieder bei unserer Auflage. 2 – 3 Tage Flaute können wir verschmerzen
Deshalb: Schadenersatz wird ohnehin abgeschmettert und dann....Wen sollen wir verklagen. Leni.? Von der wir nicht wissen wo und was mit ihr ist. Moralisch verbietet es sich das Drama um sie noch zu erhärten. Hajo und Jan...??? Ausgeschlossen, die 2 werde ich wegen utopischen Vermutungen auf keinen Fall belangen, schätze der Schuss geht nach hinten los und wir landen vor dem Kadi, wegen übler Nachrede, Verleumdung, Rufmord, o.ä. „Spekulationen“
schreibt Schmierenfink Deut. Schmutzige Spekulationen die Jan und Hajo als Kriminelle stempeln. Pfui Teufel Mit so einem Dreck wird der gute Ruf unseres Verlages nicht besudelt. Mann und Vater kann man ohnehin garantiert ausgrenzen in Verbrechen verwickelt zu sein.....Falls Jemand hier in der Runde daran zweifelt dann bitte frei heraus damit. Dafür sitzen wir ja zusammen, nicht nur meine sondern euer aller Meinungen zählt“


„Zweifel ist nicht das richtige Wort, Klaus. Erläutere uns doch bitte was dich so sicher macht, dass das mit Leni kein, wie soll ich sagen, krummes Ding ist, bzw. gerade bei dem familiären Polizisten-Aufgebot vlt. doch kriminell „verrucht“ ist“


„Weil ich Alle schon ewig kenne, Heinz und das sage ich jetzt zu allen Anwesenden: „Meine Menschenkenntnis funktioniert bestens. Bis jetzt konnte ich mich 100% darauf verlassen. Polizist Trautzschke befragte ich schon als es noch gar keine Soko gab. Knappe aber korrekte Antworten, keine Vermutungen, Wichtigtuerei. Knorriges Urgestein HK eben, Hajo, ehrliche Haut, hat sich jahrzehntelange nichts zu Schulden kommen lassen. Der kennt das Präsidium besser als sein Haus. Ausgeschlossen das der Senior im Alter die Seiten wechselt
Leni blieb uns von der Ausbildung bis jetzt treu. Sie hat einiges von Hajo, Ecken, Kanten, hektisch, wortkarg, etwas launisch. Jeder hat seine Macken, dafür waren Lenis Recherchen tadellos. O.k. manchmal hat sie sich verbissen, zu dick aufgetragen, vergeblich gebohrt, überschritt aber keine journalistischen Regeln


Jan, die meisten von euch kennen ihn doch. Jan ist verlässlich, freundlich, ruhig, besonnen, hilfsbereit, sensibel. Vom BKA Köln hier Soko-KOK mit Klein-Benni. War bestimmt kein Honigschlecken Erziehung und Ganoven-Jagd. Hajo erkannte Jans Potential sofort, schnell wurde der „Profiler“ sein Stellvertreter und gar Schwiegersohn. Trautschzke wollte für sein Herzblatt Leni was Besonderes, er bekam es und die Enkelin obendrein.


Jans Fähigkeiten sind bekannt, die Türen stehen ihm offen, rätselhaft weshalb er die Karrierechancen nicht nutzt. Polizist harter Job - sanfter Kern, denn seiner Kinder liebt Jan über alles. Den „Mann“ Sohnemann Benni ebenso wie Lotte, die Kleine wickeln ihn doch um den Finger. Jan hat Leni gutgetan, endlich hat sie einen Hafen, einen Zeiger der ihr Chaos auspendelt. Beschwert hat Leni sich nie über Jan, na ja über zu viel Dienst manchmal, aber sonst. Jan ist eine Seele von Mensch. Er nimmt seine Arbeit sehr ernst, kein Rambo-Bulle, zwar sportlich durchtrainiert, setzt Gewalt aber nur ein wenn ihm Gewalt entgegenschlägt.
Übrigens vor einigen Tagen bin ich ihm begegnet, besser gesagt erst nach genauem, sehr genauen hinsehen. Jan ist dermaßen zusammengefallen, kaum wiederzuerkennen. Aschfahl, nur noch ein Schatten, die Verzweiflung schreit ihm aus den Augen. Aber er muss sich ja zusammenreißen wegen Lotte, Beruf, Existenz mit Jan steht oder fällt die
Zukunft der ganzen Familie Maybach. Auf meine Frage zu Leni stammelte er Fehldiagnose oder so ähnlich. Unter den Umständen wollte ich nicht tiefer bohren
Glaubt ihr wirklich Jan macht Allen was vor, spielt auf „Herr Saubermann, den am Boden zerstörten, Hoffnungslosen Verzweifelten nur und wirkt real als Agent der Leni auf heißem Pflaster als Spionin einsetzt oder noch schlimmer, er hat sie umgebracht und ihre Leiche unter dem Küchenboden vergraben. He Leute...Jan ist Polizist und studierter Jurist. Der weiß, dass es das perfekte Verbrechen nicht gibt. Früher oder später fliegt immer alles auf.
Ich persönlich hörte jedenfalls noch nie etwas Negatives, Kriminelles, Böses von/über Jan, keine Beschwerden, Linkes bzw. irgendwelche Anschuldigungen. Wem gegenteiliges bekannt ist.....na ja, „schwarzer Fleck auf KOK´s weißer Weste“ o.ä. Soll es jetzt hier ehrlich vorbringen, ist ja schließlich Sinn und Zweck „unserer Runde“
---------------------------------------
---------------------------------------
„Schweigen.....bin ganz Ohr........hat Niemand einen kurzen „Jan-Makel“ zu berichten...???


O.k. - dann sind wir wohl einstimmig der Meinung, dass Lenis Verschwinden nichts mit irgendwelchen krummen, illegalen, kriminellen Machenschaften von Vater oder Mann zu tun haben und das Thema Schadenersatz damit abgehakt ist. Dieter???


„Abgehakt....O.k. Kapiert Einverstanden“


„Ich hoffe ja immer auf das „Wunder“ Leni taucht plötzlich wohlbehalten wieder auf“
















„Hajo endlich. Die Zeitung, äh der Artikel Riesen-Skandal. Sofort unternimmst du was.
Verklage die Idioten: Verleumdung, üble Nachrede, Lügen, überschütte die mit Anklagen. Redaktion versiegeln, der Schmutzfink sofort hinter Gitter, aber vor allem verhindere das Jan das katastrophale Geschmiere sieht“


„Jan liest doch Zeitung, Tom. Zu spät, er kennt den Bericht bereits“


„Oh nein das darf nicht wahr sein......Wie geht es Jan, meine Schock, Wutschreie...sein Zustand, sehr schlimm?“ flüsterte Ina ängstlich.


„Mit Handschellen gefesselt, Festnahme, Zelle, Anklage Gattenmörder, Gericht, das Urteil Lebenslänglich kennt Jan im Voraus“


„Jetzt ist´s passiert, Jan ist wirklich durchgedreht. Hajo verpass ihm Backpfeifen, rüttele, schüttele den Kerl solange bis er wieder klar denken kann“


„Das kann er, keine Sorge. Festnahme, Knast, Lebenslänglich, etc., etc. war u.a. auch als „Warnung“ für Margot gedacht. Sie schnappt sich nämlich sofort den Hörer und beschimpft Jeden so heftig, das reicht locker für Anzeige wegen Beleidigung. „Löwenmutter“ Margot muss ihren Jan beschützen und dann brüllt sie los: „Schweine, Halunken, Rufmörder, Lügner, Schwerverbrecher...wünscht ihnen die Pest und Cholera, gehören in Ketten gelegt, an den Galgen..Oh Margot ist wie eine Furie, so kenne ich sie gar nicht“


„Wie viel und welche Blödmänner rufen denn bei Jan, was wollen die Pfeifen überhaupt von ihm?“


„Viele, zu viele Ina, für mich ist es Telefonterror und wie üblich Wechsel zwischen den Schleimern, die Bedauern heucheln neugierig alles hinterfragen und Jan dann verlogen rundum Unterstützung vorgaukeln. Hilfe bei der Suche, Recherchen, Privat, sogar als Adoptiveltern anbieten, weil Jan.....und den Giftpfeil feuern die am Schluss...weil Jan ja doch letztlich mit der Riesenschuld im Knast landet“


„Auf´s Maul hauen, den Kerlen gehört sofort die Fresse poliert.....das sind...sind....“


„Die „besten, falschen“ Freunde Tom. Kameradschaft nur Fassade, die fällen sofort den Schuldspruch, stellen Jeden an den Pranger, aber mit dem Maul. Mehr Sorgen machen mir Drohanrufe. „Maybach, rabiater Scheißbulle.....Zum Teufel mit dir Mörder.......Wir kriegen dich, du Killer-KOK.......In der Hölle sollst du braten......Nur ein Satans-Bullen killen die eigene Frau.......Hältst dich für den Größten, aber uns entkommst du nicht....Killer-Cop….Wir machen kurzen Prozess mit dir...usw., usw. Alle nur denkbaren Gemeinheiten knallen durchs Telefon“


„Hajo du zeigst den Schmierenfink sofort an, verklagst das Skandalblatt gleich mit..Verleumdung, Rufmord, üble Nachrede, Beamtenbeleidigung + + ach Mensch die Liste ist endlos und ganz wichtig: Entschuldigung, Richtigstellung gleich morgen auf der Titelseite. Mach dem, denen Feuer unterm Hintern, lass den Verlag schließen, dem Reporter die Lizenz entzi....“


„Stopp, Tom stopp, nichts, gar nichts kann ich, bzw. Jan und ich tun...
Ich wollte doch auch alle Türen einrennen – Beschwerde...Anzeige...Überall dicht machen...Berufsverbot
Sinnlos!!! Fakt ist der Bericht fällt unter Presse/Meinungsfreiheit. Ja, der Schmutzfink hat auf Jan und mich, auf die Polizei „Anschuldigungen“ abgefeuert, aber alles als „Spekulationen“ verpackt. Link, ausgetrickst mit ganz schön spitzer Feder voll ins Schwarze getroffen. Jede Zeile ist legitim, fällt unter zulässigen Journalismus . Bei der Zeitung wurde ich sofort abgewiesen. Mein Anwalt klärte mich detailliert über die Rechtslage auf. Kann nicht mal Anzeige erstatten weil gegen keinen $, kein Gesetz verstoßen wurde. Ist nichts mit einstweiliger Verfügung, Staatsanwaltschaft, Betrieb einstellen – Anklage!!! utopisch.
Lenis Redakteur rief mich auch an. Ja mich, weil er Jan nicht noch mehr aufwühlen wollte. Er bedauert sehr, das wir jetzt Vermutungen ausgesetzt sind, man Jan so fix zum „Gattenmörder“ stempelt. Gerade Jan in dem Zustand, er ist...ist ohnehin....ihr kennt Jans Verfassung ja. Der Chef sprach vernünftig, irgendwie beruhigend und das meint er auch so, der kann wirklich nachfühlen wie mir als Vater Lenis Verschwinden zusetzt. Der Verlag unternimmt erst mal nichts. Der „Schmierenfnk“ sorgt oft für Aufsehen mit Skandalstorys. Klar die Auflage steigt kometenhaft, weil die Leser auf Horrorberichte stehen. Für Lenis Verlag ist ein Tagesminus, aber verkraftbar meint der Chef, denn erfahrungsgemäß reizen die Leser aufreißerische Titelseiten nur solange es fette Schlagzeilen gibt. Da die Tinte von dem Schmierfink verspritzt ist ticken die Uhren wahrscheinlich morgen wieder normal
Leider hat das Staub aufgewirbelt, die „Gerüchteküche“ kocht, wird in den Krümeln gesucht, Theorien, Vermutungen, Rückschlüsse gestellt. Die „Intelligenzbestien, Bullenhasser, Großmäuler, Wichtigtuer“ warten doch gerade darauf kräftig aufzumischen. Der Telefonterror bei Jan ist der beste Beweis“


„Jan braucht sofort eine Fangschaltung, außerdem eine Geheim-Nr. wir werden ihn in der Wohnung schützen, vors Haus ein Einsatzkommando stellen. Schutz für die ganze Familie, vorübergehend bleibt Jan in der Versenkung, abgeschirmt, am sichersten wäre ja Schutzhaft“


„Tom langsam, Jan will sich nicht verstecken, er müsste bald hier eintreffen“


„Hajo es herrscht Sturm gegen euch, der nur abebbt wenn ihr euch jetzt mal still verhaltet, quasi „Tauchstation“. Ihr seid schon mitgenommen genug. Wir meinen es doch nur gut mit euch“


„Danke Ina, Eure Besorgnis weiß ich zu schätzen und Jan ebenfalls, aber....Leni, meine Tochter ist der Auslöser von all dem, gerade jetzt kann ich nicht stillsitzen und Tauchstation::?? Ihr kennt doch die Presse-Hyänen. Mit
senilen Opas, mir, geben die sich kaum ab, umso mehr belagern die Jan. Ausnahmezustand, schweres Geschütz, ich begreife nicht das sich Intelligente plötzlich wie Aasgeier aufführen. Den Telefonterror hat Jan im Griff, nimmt nur ab wenn es bekannte Nr. sind, alle Anderen nur Handy. Aber das ist nur ein Übel
Als ich von Jan weg ging, lauerte tatsächlich schon eine kleine Gruppe Reporter „Meute“ vorm Haus, Neugierige gesellen sich dazu, Tendenz ansteigend. Mich erkannten die wohl nicht..oder übersehen, egal. Schlimmer das die Rufmord, der übelsten Art veranstalten. Rufen, bzw. fordern von Jan „Tat-Mord-Aufklärung“,...wie, wann, wo, warum, Motiv? , Eheprobleme, Eifersucht oder doch beruflich.. Spionage etwa. Die haben Jan zack, mal eben sot vorverurteilt, knallhart schuldig gesprochen
Trotz dem Terror will Jan nicht auf „Tauchstation“, abschotten, in der Wohnung verkriechen. Doch es ist wie Zwickmühle, was ihm natürlich auch klar ist. Schweigt Jan legen die das wohl sofort als Schuldeingeständnis aus
Er will ja auch nicht schweigen, doch was nutzt ihm offen, Wahrheit, ehrlich – Leni versteckt sich, Angst vor Krebs –
Das ist…das kann man beim besten Willen nun mal nicht erklären. Was Jan auch immer sagtt, er bleibt bei der Wahrheit. Doch glauben, nein glauben wird ihm die Meute bestimmt nicht. Im Gegenteil. Die Schreiber-Zunft macht aus allen Dramen „Krimis, Action, Blut“, mit „Spitzer Feder“ wird von Jan jeder Satz verdreht und sein „schauderhaftes Mordgeständnis“ gedruckt „…..was er unter Tränen sehr, sehr bereute…“
Reine Vorsichtsmaßnahme, doch ich habe für evtl. Handgreiflichkeiten ein paar Jungs zu Jans Schutz geordert“


„Aber Hajo ist das nicht....“


„Übertrieben Ina, ich weiß. Hängt´s nicht an die große Glocke, Jan weiß nichts davon
Ja, vielleicht übertreibe ich wirklich maßlos, bin ängstlich, denke zu negativ
Aber verflixt...Die Lawine ist losgetreten...Die Sache gefällt mir nicht, gefällt mir ganz und gar nicht.
Was folgt als nächstes für Jan und mich, Jan, gerade erst begonnen, doch Jan, ja auf Jan hat sich schon alles eingeschossen“


„Ist wohl doch besser wenn Kollege erst mal untertaucht. Ich weiß auch schon wie und vor allem wo ich Jan verstecke“


„Hast du nicht zugehört Tom, nichts Versteck – Jan will das nicht
Ach noch was.....Verhaftung, Zelle, Urteil...meine was Jan über juristische Maßnahmen sagte, war nicht einfach „Panikgerede“ von ihm. Wir...er können wirklich angeklagt werden“


„Das ist unmöglich, Hajo, absoluter Blödsinn“


„Ist es nicht Ina. Als, unser „Jurist“ ,Jan, es erklärte merkte ich, dass ich es verdrängt hatte weil es um meine Tochter geht. Doch leider ist Leni rechtlich ein Ver...Ver...Vermisstenfall und wir, Jan bzw. ich erklären die ganze Zeit das wir weder Aufenthaltsort noch sonst irgendetwas von Leni wissen. Heute aber, jetzt die Skandalstory voll mit Vermutungen, Spekulationen, Andeutung von faulen Dingern....kriminellen Machenschaften. Schmierenfink „wittert“ ….??? Leni ist wegen irgendwelchen Gesetzesverstößen abgetaucht um Strafmaßnahmen zu entfliehen – Oder
„Täter Verlag“ die Leni mit Spionage in Wirtschaft, Politik, Finanzen oder gar im Ausland beauftragten. Er beschreibt viele Möglichkeiten, aber Krankheit ist für ihn, nun ja...Floskel...billige Ausrede
Bei den aufgeführten „krummen Touren“ könnten Jan und/oder ich der Beihilfe bzw. Mittäterschaft verdächtigt werden, z.B. Vertuschung, Planung, juristische Vorteilsnahme, Strafvereitelung, gar„BESTECHUNG“ - wen auch immer...und..und..und..
Am härtesten treffen Jan aber die Zeilen…Spekulationen von wegen „Gattenmord“ …Mord im Affekt... Beziehungstat Leichen-Verstecken ....Eifersucht. Der absurde Dreck ist quasi Aufforderung zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Unsere Juristen lesen ja wohl auch Zeitung. Pressevorwürfe nachlässig vorgegangen zu sein ist für die ein „Rotes Tuch“ – Ergo: Anfangsverdacht, im Focus: Jan. Während die weiter im Sumpf wühlt hat die Gesetz-Walze mit kompletter §§-Maschinerie ihn längst in der Mangel
Anfangsverdacht, Untersuchungsverfahren, Befragungen, immer wieder Verhöre, bis zum potentiellen Täter bei dem man für den Schuldbeweis alles auf den Kopf stellt. Durchsuchungen, Wohnung, Auto, Kleidung, jeder Winkel, alle Kacheln abgeklopft.
Oh nein ich bin nicht durchgedreht, keine Horrorfantasie. Solche Fälle, incl. Privat-Wühlerei, wurden, auch von uns
schon oft bearbeitet.“


„Korrekt Hajo. Hier in Leipzig und an meinen anderen Dienststellen landen immer wieder Vermisstenfälle von den Kollegen, denen das Verschwinden trotzt intensiven Ermittlungen ein Rätsel blieb. Dann hat man es mit den „verzweifelten, schluchzenden“ Ehemänner zu tun, jammern, flennen ohne die über alles geliebte Frau nicht weiterleben zu können, doch abends in der Szene mächtig auf den Putz hauen.“Einsame Gatten“, getröstet von Prostituierten. Solange, tja solange bis bei den „Wühlaktionen“ die Vermisste entdeckt wurde,
Unter dem Boden, erschlagen, in dreckigen Winkel, geschundene, entstellte Körper, manche grausam zerstückelt, in einer Ecke verscharrt, da rennt selbst der härteste Bulle panisch weg“


„Grausam, aber ausnahmsweise übertreibt Tom nicht. Doch all das hat nicht das Geringste mit Jan zu tun und darauf schwört Jeder, absolut Jeder hier. Wir kennen Jan, meine nicht nur wir hier, unser Team,. Kollegen rundum, Pathologie, alle Abteilungen incl.,er ist beliebt, zahllose Freunde, Bekannte alle mögen ihn.
Jetzt, sorry, aber Jan ist leider nur noch ein abgemagertes Wrack. Er hat doch gar keine Kraft mehr für eine Gewalttat. Kann man sich sowieso in den kühnsten Träumen nicht vorstellen. Vermutungen, Gemunkel: Fehlanzeige, geschweige denn „Ahnungen“ - Nichts..Null..Null Komma Nichts..Nadda!!!!!
Jan martert sich mit „Fata Morgana“-Konsequenzen. Mir unbegreiflich, warum macht er sich noch kranker, fertiger als er ohnehin ist. Rätselhaft all die Befürchten von Jan. Vor was Hajo, bzw. weshalb hat Jan so große Angst.....“


„Schuldspruch, Urteil, Gitter.!!! - Davor hat Jan Angst, große Angst und genauso das wurde für ihn ja wohl damals zack-zack real bevor er, wir, das Unfassbare überhaupt begriffen. Nur 1 Zeugin, Falschaussage genügte und aus Notwehr wurde Tat im Affekt, machte Jan zum Totschläger. Jetzt könnte er, angeheizt durch die Schlagzeilen Tratsch, Andeutungen, wieder ins Ermittlungsvisier geraten. Wiederholung = Endstation Zelle“


„Du täuscht dich Hajo. Das ist mehr als 6 Jahre her“


„Für Jan ist es noch immer gegenwärtig, Ina. Ich erzähle euch keine Märchen, weiß es, mehr durch Zufall als wir über einen gerade Verurteilten sprachen. Na ja und bei Leni hakte ich auch nach. Jan dachte noch bei der Verhandlung alles würde sich klären, aber dann Verurteilung-schuldig: Zack Von jetzt auf gleich JVA, Gitter, Zelle, Absturz, tiefer Fall, Ausgegrenzter, würde- ehrenlos, Stück Dreck, abgestempelt, ein Nichts, Niemand mehr, nur noch als Häftling Nr.... registriert. Ab jetzt Schwerverbrechern, harten Kerlen, den stinkenden, verschwitzten Knacki ausgeliefert. Er der Polizist. Wie man ihm zusetzte, verletzte, misshandelte, umbringen wollte, wissen wir ja
Brutalität war die eine Seite, doch auch die ganzen Zustände die hinter Gitter herrschen, schauderhaft für uns, aber wir sind ja nicht betroffen. Jan „saß“ fest in dem „Schauderhaften“. Für ihn war es Isolation, düster, kahl die Zelle, umgeben von Beton und Stahl war wie Druck, Einengung für ihn, durch die Gitter immer der selbe Ausblick, eintönig, Jan dachte den Verstand zu verlieren. Tja, die Gefangenschaft hat Narben hinterlassen und das nicht zu knapp. Schwer begreiflich doch Jan fühlt sich tatsächlich gebrandmarkt. Er spricht nicht darüber, frisst es, wie üblich in sich hinein. Leni meint gar, dass ihm die Haft noch physisch belaste, da ihn manchmal „Gitter-Alptraum“ aus dem Schlaf  reißen. Oder wenn Jan sehr still, „unheimlich still“ in sich gekehrt ist, weiß Leni das die Gefangenschaft in ihm rumort, er grübelt, die Enge wieder empfindet. Diese Phasen gehen meist mit Schweißausbrüchen, Übelkeit, Schüttelfrost oder Erbrechen einher. Schätze, Jan reißt sich über alle Maßen zusammen, da man ihm nichts anmerkt, er in seinem Verhalten, sein Wesen, na eben der „Alte“ ist, bzw. wieder ist. Was natürlich auch bei der Familie so ist. Jan schon immer Einzelkämpfer will ja Niemanden belasten
Ich meine, der aktuelle Zustand ist eine Katastrophe.
Ob, wie damals, Zeugin oder nun Presse-Andeutungen im Focus steht wieder Tötungsdelikt. Nach den Erlebnissen der Vergangenheit ist es sehr wohl nachvollziehbar, dass Jan staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, Anklage, den ganzen Ballast ...bis hin zum Schuldspruch, ja gar wieder Haft, Zelle eingesperrt, befürchtet“


„Schrecklich, hätte nie gedacht....
Ich rede mit Binz, der soll Jan beruhigen, ihm bestätigen, mit Brief und Siegel versichern, dass sich bei der Staatsanwaltschaft nicht mal ein winziges Rädchen dreht. Keine, nicht eine einzige Ermittlung gegen Jan läuft, bzw. nicht laufen wird“


„Binz? - Binz soll helfen, Ina!!! - Ausgerechnet Binz“


„Jawohl Binz, Hajo. Alex, er ist, na ja umständlich. Aber da ist was, in „Planung“….Jedenfalls fährt Alex Pro Jan Schiene
. Ich muss sofort zu Binz. Hoffentlich steckt er nicht gerade in einem großen Prozess“














„Sie haben Jan doch angegriffen, Dr. Binz“


„Korrektur H. Trautzschke: Zuerst bestätigte ich, dass die Staatsanwaltschaft, dass ich kein Verfahren eingeleitet habe, auch nicht einleiten werde. Trotz aller Schlagzeilen, Klatsch-Presse, Schmierereien bin ich überzeugt das es kein Verbrechen gibt
Der 2. Besprechungspunkt war Aufarbeitung von Ermittlungen bis Rehabilitation der damaligen Maybach-Anklage“


Sie haben was..!!! Jetzt, wieso jetzt. Wollen Sie Jan ins Irrenhaus schaffen??? Er ist wegen seiner Frau völlig verzweifelt, psychisch absolut auf dem Tiefpunkt und dann treten Sie noch nach. Das ganze Gezeter Anklage, U-Zelle, Urteil, Haft ist Jans wundester Punkt und Sie rühren kräftig drin herum. Warum Binz? Was bedeutet überhaupt Aufklärung??? absurd“


„Bei unserem Gespräch ist Aufklärung mit zahlreichen Erneuerungen meines Umfeldes gleichzusetzen, was Sie H. Trautzschke als Chef und Ina, H. Kowalski als Kollegen wissen sollten. Dazu gehörten auch Rückblende, Korrektur
Fehlereingeständnisse, aber auch Bewusstseinserweiterung, Erkenntnisaufstockung. Besonders positiv, dass alles in
ehrlicher Offenheit bzw. Aufrichtigkeit verlief. Missverständnisse wurden aufgeklärt. All das führte zur Grundsteinlegung einer Kommissar-Juristen-Beziehung die in Freundschaft-Partner-Verhältnis endete. Für mich ein wohlwollendes Plus Freundschaft mit einem KOK geschlossen zu haben, Jan nun Freund nennen zu können“.




„Moment ,Moment Dr. Binz, vieles was Sie sagen ist rätselhaft, aber „FREUND J A N !!!!!?????“ .das müssen Sie bitte genau erklären“


„Keine Zeit H. Trautzschke“. In 15 Min. muss ich im Gericht sein“


„J.A.N..Du..!!!!! Wie lange stehst du denn schon da?“


„Das trifft sich jetzt sehr gut. Er schildert Ihnen alles ausführlich, erklärt Rätselhaftes. Ich verabschiede mich“


„Dr. Binz....!“


„Jan ich, wir haben nicht bemerkt das du im Büro bist.....Jan das..das ist, ist...“



„Das ist Binz der „Andere“ sich meist rätselhaft, umständlich ausdrückend. Dabei will er nichts anderes erklären, bzw. hat angeblich begonnen das Ruder herum zu reißen. Er meint sich schon geraume Zeit zu bemühen. Ina könne es bestätigen“


„ Jan. ihr wisst ja, dass Binz und ich schon länger eine lockere Beziehung haben. Binz ist immer ein guter Gesprächspartner, mal fachsimpeln wir, tauschen uns aus oder diskutieren freundschaftlich miteinander. Ja korrekt Jan, Alex ist umständlich, doch eben Hajo…?“


„Sicher ist Binz nicht mehr so steif, verbissen, manchmal kann man auch „normal“ mit ihm reden
Doch eben das war wieder „Rätsel hoch 10“, Keiner blickt durch, was genau Freundschaft..Korrektur..Aufarbeitung Anklage bedeutet. Dir Jan überlässt er die Erklärung und vor allem Anklage, also wenn Binz deinen Prozess meint…..
Deshalb ist es ja....ist, ist irgendwie peinlich, Jan...uns allen unangenehm. Du musst dich nicht zum reden zwingen, Das Binz gerade jetzt sensibles, die Strafe....meine das Damalige, hervorholt ist unmöglich, rücksichtslos. Wegen Leni hast du mehr als genug zu beißen, in deiner schlechten Verfassung kannst du nicht auch noch Vergangenes aufrollen, bewältigen“


„Ja es stimmt. Hajo, trotz all der Jahre zerrt das Damalige noch immer sehr heftig bei mir. Erinnerungen rühren alles wieder auf, versuche es zu bewältigen. In mich rein fressen, spreche ungern darüber, unterdrücken, mein wunder Punkt. Aber Binz hat mich mit der Vergangenheit schlagartig „überrumpelt“, und so wurde es…sage mal Schlagabtausch,
Aber zurück auf Anfang. Das gegen mich wegen Spekulationen Gattenmord nicht ermittelt wird, sagte euch Binz bereits. Kaum war ich in seinem Büro, da beteuerte er es mir auch: Keine staatsanwaltlichen Ermittlungen, Durchsuchungen, Verfahren, nichts.
Er beeilte sich nochmals zu beteuern, dass ich wegen Presse, Leni und..und nicht belangt werde, ja er bot sogar Hilfe Unterstützung an, ungewohnt
Das gleiche obendrein bei unserem Dr. Dr. Verwandlungskünstler.
„Tom weshalb hast du Binz überhaupt von dessen Skandal-Auftritt berichtet?“


„Damit er das Schandmaul mit Anklagen zuknallt...Beleidigung..Sexismus...die ganze volle Kante
Der Porno-Onkel ging weit unter die Gürtellinie. Dich hat es doch total runter gezogen Jan“


„Stimmt, so abtrünnig hat noch nie Jemand über unsere Beziehung hergezogen. Mit Gefühlen wie mit dem ekelhaftesten Dreck um sich zu werfen....mir wird jetzt noch übel. Das Chamäleon ist zwar noch flüchtig, doch für den grausamen Mord der Anlageberaterin bekommt er wohl lebenslänglich. Deckt quasi die Beleidigungen mit ab, wo er mit Verwarnung, vielleicht Bewährungsstrafe und/oder Zahlung an soziale Einrichtung davon gekommen wäre


Weiteres von Binz war ungewöhnlich, irgendwie merkwürdig….
Ob meine derzeitigen Befürchtungen von meiner Verurteilung rühren wollte er wissen
Ich antwortete so was wie „Verbranntes Kind scheut das Feuer…“ Binz nächste Frage überraschte mich: Ob ich mich eben wegen dem Urteil, dem Prozess von ihm vertreten gegen ihn feindschaftlich verhalte, als Gegner sehe, ausgrenzen, ihm schaden oder gar Maßnahmen einleiten wolle. Was er sehr bedauern würde, da er sich bemühe mehr Kollegialität, Kameradschaft, gute, ungezwungene Bekanntschaften, Freundschaften aufzubauen. Für Binz bin ich ein Fels den er nicht bezwingt, Rolläden runter, draußen bleiben
Ich erklärte ihm, dass er von mir nichts zu „befürchten“ hat, Feindschaft, Maßnahmen, gar „Rache“ völlig undiskutabel sei. Aber wegen dem Prozess gerade seine Anwesenheit all das Negative wieder greifbar werde, was sehr unangenehm sei und ich deshalb wohl ablehnend wirke
Binz meinte, ich könne ihm doch nicht anlasten wozu er beruflich verpflichtet gewesen sei. Eben staatsanwaltschaftlich gegen mich zu ermitteln, Anklage zu erheben, Prozess etc. was auch alles streng nach Gesetz Verordnungen erfolgt sei und hier….
Hier musste ich einfach widersprechen, ihm klarmachen, dass er Gesetz und Zulässigkeit zuwider gehandelt hat, quasi Amtsmissbrauch beging, was Binz allerdings zunächst bestritt. Da musste ich kontern, dass mich mein Jura-Studium anderes gelehrt habe und ich immer noch auf dem neuesten Stand bin. Kenne mich selbst nicht doch ich führte Binz all seine Widrigkeiten auf.
Ich kürze mal mit eigenem Wortlaut ab: Binz war befangen, mehrfach befangen. Weder Ermittlungen, noch Anklagen gegen mich bzw. im Tötungsfall Acker führen durfte. Befangen weil ihm Mordfall Nora oblag, das Opfer und Liliane beide für einen, Doris, Escort-Service arbeiten. Binz kannte Lilianes „Nebentätigkeit“, mir aber zu unterstellen „ich suche ihre Nähe“ wegen dem Verhör vor der Uni war beleidigend. Außerdem fungierte Binz als Prüfer an der Uni, auch bei Liliane, noch mehr Befangenheit. Total daneben gehauen hat Binz als er mich zum Halunken Stalker stempelte. Kein Hinweis, Aktenvermerk, Gerede das ich mich je ungebührlich bei Frauen benahm. Aber von Lianes Behauptung, die sich mit Männern traf, war Binz sofort überzeugt…..


Nächster Punkt: Ein Ermittlungsverfahren wegen der Tötung von Acker – völlig korrekt. Unzulässig aber Binz Einmischung, er bestimmte wer, was, wann, wo. Dazu die ganzen Verbote. Wenn er die Ermittlungen nicht so behindert hätte, wären vermutlich die Intrigen, die wahren Drahtzieher, Schuldigen aufgedeckt worden und ich nicht angeklagt, verurteilt worden. Anklage wegen Lianes Behauptung ich hätte Acker aus Eifersucht getötet gegenüber meiner Erklärung in Notwehr geschossen zu haben. Es stand Aussage gegen Aussage – Im Zweifel für den Angeklagten, selbst diese „uralte“, aber immer noch verbindliche Regel ignorierte Binz. Ergo: Sofort U-Haft, Verdunklungsgefahr, Prozess folgte schnell. Ein Prozess der mehr Farce/Skandal als Verhandlung war. Von Rechts wegen vieler Unzulässigkeiten sofort verworfen gehört hätte. Es gab 0, nichts zu meiner Entlastung – Binz hatte eure Ermittlungen untersagt,
Wozu auch....in Acker steckten meine Kugeln, ich war am Tatort. Für Binz W A R ich der Täter: S C H U L D I G, von ihm V O R V E R U R T E I L T


Im Prozess wieder Aussage gegen Aussage – absolute Farce, wimmelte von Ungerechtigkeiten
Liliane = Kronzeugin, die „Hauptperson“ die ihre Lügen detailliert und ausführlich vortrug, meinen kaltblütigen, brutalen Mord an einem Wehrlosen + mich zum besessenen Stalker stempelte. Dagegen eure Aussagen – Ihr kamt gar nicht zur Aussage, Binz hat euch jeden Satz im Mund herumgedreht oder so gedreht das es zur Schuld, mich dem Schuldigen passte. Der Gipfel die Kellnerin: die nur den kurzen Moment schilderte als Liane erregt war, ich sie mit Armumfassen zum Stuhl schob und nicht das schon kurz danach alles ruhig, locker, harmonisch verlief. Warum..??? Warum nur gerade den Teil....War sie von Binz bearbeitet/manipuliert worden? Klares Ja! Binz wollte schmutzige Wäsche waschen und hat es durchgezogen. Machte ja auch aus mir, meinem Temperament, den Gewalttätigen zu Wutausbrüchen neigenden. Sogar mein seinerzeitiger Notwehrfall, was die Staatsanwaltschaft damals eindeutig als Notwehr einstufte, abschloss, archiviert, verjährt, Hajo du hast es mit deiner Aussage nochmal bekräftigt. Rums: Zulässig, anerkannt, sogar dem Strafmaß beigemessen, Urteilsbegründung: bleibt mir unvergessen, ich weiß sie wortwörtlich: „Das Gericht hatte auch zu berücksichtigen das der Angeklagte in der Vergangenheit schon einmal einen Menschen erschoss.......“ Urteil, Haftstrafe folgten prompt.. Binz war am Ziel und ich in der Zelle, genügte ihm anscheinend nicht, er entschied weiter über die Haftbedingungen
Eisern nach dem Grundsatz, dass Strafe erst verbüßt ist,wenn Verurteilte die gesamte Haft bis zum letzten Tag „abgesessen“ haben. Nein, niemals Hafterleichterung/vorzeitige Entlassung für mich – als ihr Brand des Mordes an Nora überführt hattet, immer mehr Zusammenhänge von Brand, Acker, den Firmen klar wurden - .
Auch für eine Verlegung hast du erst ganz schweres Kaliber auffahren müssen Hajo, bis Binz sich endlich gnädig bequemte. Dazu kam es ja dann nicht mehr. Meine Entlassung zog sich aber auch erst mal ungebührlich lange hin.

Die Fakten: Das .zerrissene Intrigennetz, dass der Motorerfinder keinen Unfall hatte, ermordet wurde, die kriminellen Verwicklungen der Chefs, genügten Binz nicht. Erst als Liane unterschrieben hatte, dass sie gelogen, was sich wirklich zugetragen hatte wurde die Verurteilung für nichtig erklärt, das Urteil aufgehoben, ich aus der Haft entlassen. Von Binz kam keine Bestätigung, aber auch kein Dementi. Möglich das ich mich täusche, aber er wirkte nachdenklich, betroffen, irgendwie „schuldbewusst“. Ich war gar so couragiert ihm zu sagen, dass ich viel länger Polizist bin als er Staatsanwalt und neu hier in Leipzig wie er damals war. kaum etwas über mich wusste, mich nicht richtig kannte. Er machte sich kein Bild von mir, schaute nicht in meine Personalakte, eure und andere Meinungen ignorierte er stempelte mich aber sofort zum Mörder. Für mich „stank“ das sehr nach „Lorbeeren ernten“ „Neuer“ will Anerkennung usw. Ist ja auch schon eine Leistung, etwas Besonderes: Angeklagter KOK, Schuldig gesprochen wegen Tötung, verurteilt, wandert in den Bau, Haftstrafe. Das schaffen nur sehr wenige Staatsanwälte.
Binz beschwichtigte, dass dies lange her sei, erläuterte wie er nun, ..anders.., vorgeht. Bei seinen Rückblenden und detaillierten Ausführungen kam eine sehr, sehr eigenwillige, besondere Einstellung zu Strafen allgemein und meiner Haft heraus. Verurteilt, Gefängnis ist/war für Binz nichts weltbewegendes, nur „Wechsel der Räumlichkeiten – statt Fenster und Tapeten eben Beton und Gitter“. Kein Drama, erst rechht nicht, wenn sich später unschuldig heraus stellt. Haftentlassung, Freiheit, alles beendet, vorbei, rehabilitiert, Schnee von gestern, Vergangenheit, Deckel drauf. „Vergangenheit“ , denn du Hajo hast Binz wohl die Realität gelehrt, ich bin ja das beste Beispiel dafür“


„Entschuldige Jan, das sollte kein über dich herziehen, austratschen sein. Ich wollte….“


„Schon gut Hajo, Binz benutzte dich wahrscheinlich als Auskunftei realer Fakten und du weißt sehr gut wie lange meine Liste ist. Für ihn anscheinend schwer verständlich, nicht nachvollziehbar.
Binz vergewisserte sich bei mir nochmal, wollte wissen ob mich die Haft nach all den Jahren wirklich noch so stark belaste. Was er schon wusste bestätigte ich ihm noch mal. Binz wollte noch etwas abwiegeln, derart: „Harter Bulle erträgt Zelle/Gitter mit „links/ fast Erholung“. Musste ihm klarmachen, dass Psyche kein „Modewort“ ist, einem mehr zusetzen kann als z.B. Magengeschwüre/körperliche Krankheiten. Ihr kennt mich „Sensibelchen Maybach“. Ich muss euch nicht wiederholen, dass ich „down“ bin wenn mich die Knast-Erinnerungen packt



„Ich „wagte“ noch Anpassungs- Stiltipps: Lockerer werden, das „Steife“ablegen, Anzug, Schlips auch mal im Schrank lassen, nicht immer wie ein starres Gesetz-Buch auf 2 Beinen aufmarschieren und vor allem auch mal lächeln
Nun gut, langer Anlauf bis zum Binz – Maybach Freundschaftsbund, ohne den Blutsbrüder-Quatsch oder Theken-Kumpelei: „ Herr Wirt noch 2 Kurze, auf ewige Freunde die nichts trennen kann, darauf trinken wir…noch einen Schnaps“ Den Quark lehne ich ab, das Gehabe ist mir zuwider: Es sollte auf kameradschaftlicher-beruflicher, freundschaftlicher Basis laufen. Binz im Jogginganzug mit dem ich gemeinsam Runden drehe kann ich mir schlecht vorstellen. Aber besprechen, offener Meinungsaustausch, Dialoge oder bei unseren Treffs wo wir uns über Allgemeines die Köpfe heiß reden, warum soll Binz da nicht mitmischen. Vorausgesetzt er „arbeitet“ weiter an sich.
Ergebnis von dem Endlos-Gespräch: FREUND JAN wie Binz euch verkündigte, bedeutet umgesetzt, dass er jetzt „ Jan“ zu mir sagt und siezt. Ich bleibe erst mal bei Dr. Binz. Quasi Schnupperphase, würde mir wünschen, dass sich alles zum Guten wendet, alles positiv, alles PRO Binz läuft“


„Amen!!! - Friedensnobel-Preisträger Jan hat gesprochen“


„Tom, musste das jetzt sein“


„Dem Steifkragen Binz wird viel zu viel Aufmerksamkeit gewidmet. Bevor ich in Tränen ausbreche mache ich mich vom Acker den Zeugen Schunk befragen“
















„Ina, Hajo wie ist den eure Meinung zu dem Berg Unterlagen – Zins Aussagen – den Gutachten – na ja kurzum zu Endlos Horror mit dem uns Luca eingedeckt hat“


„Zins Kaltblütigkeit hatten wir ja bei dem Mord im Anlagebüro vor Augen. Was bei Lucas Unterlagen meinst du jetzt genau, Tom?“


„Na alles Hajo, was hier dokumentiert ist, dass ist auch für meine überdrehte Fantasie total Gaga.
Angefangen, dass Zins Taten pendeln zwischen Raub, Überfall, Betrug, also zur Bereicherung, Geld oder Wertsachen und/oder an Menschen, Personenschaden, Körperverletzung bis hin zu Mord. Hier sind seine „vielen“ Vorgehensweisen aufgeführt: Psychische Zerstörung der Opfer, sozialer Abstieg was A im Knast oder B in der Klapse endet...ACHTUNG!!! ...“Wenn Zins Feinde oder Widersacher aus dem Weg räumen will..“ Dann weiter:
Durch Tabletten-Alkohol-oder Drogenabhängig macht er Typen gefügig wenn er für einen großen Coup eine Gang
braucht....ODER!...Einige Betrugsopfer verfielen der Sucht aus Verzweiflung nachdem Zins ihre Existenz zerstört, Vermögen verzockt hat
Körperliche Strafen mit Stich-Schuss-Schlagwaffen....“ich ergänze „Stacheldraht“ was er ja bei der Anlageberaterin grausamer Fakt war. Tötung nimmt er billigend in Kauf. Oh Mann ich glaube es nicht....


„Folter, an dem Absatz bist du wohl gerade Tom“


„Exakt Hajo, „O- Aussage Zins: Folter ist für Verurteilte die einzig, wahre, wirksamste Bestrafung. Nach der Schuldschwere steuere ich die Anwendungen langsam und qualvoll. Narben und grausame Schmerzen der Gefolterten beschleunigen Sühne und schrecken vor weiteren Verbrechen ab. Zweckmäßig wäre im Keller eine Folterkammer. Meine Einrichtung ist noch spärlich, aber ich finde noch passende Verkaufsstellen
Der, der ist....Zins..Horror-Zins...Horror-Haus – meint ihr doch auch zu den Fotos....oder?“


„Horror, da sind wir ausnahmsweise mal einer Meinung, Tom
Schon klasse, dass die Kölner Kollegen Aufnahmen von Zins damaligem „Domizil“ beifügten
Total krass all die Schocker mit denen sich Zins umgibt. Bilder, Filme, Bücher, noch mehr Bilder und zeigt oder beinhaltet immer wieder die Thematik: „Horror, Gewalt, Bücher Filme von Mittelalterlicher Vorzeit, mit Folterknechten, Peitsche, Kapuzen-Männer, blutrünstige Kampfszenen, Scheiterhaufen, Daumenschrauben, finsteren Verliesen, Kettenrasseln und Blut, verblutende, geschundene Gepeinigte/Sklaven. Die Kollegen waren wirklich sehr, sehr gründlich. Wenn ich das richtig verstehe war der Anlass ein abscheuliches Verbrechen von Zins zuvor. Endlich mal zu langer Haftstrafe verurteilt, aber nach ein paar Monaten schafft es ein linker Anwalt, dass die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird. Polizei-Motivation das hat Luca damals getippt. Da wären wir auch sauer, stinksauer gewesen, du bestimmt auch Hajo?“




„Wir kleinen Beamten dürfen ja nicht streiken. Ich bedauere die Kölner Kollegen, dass die Zins-Verbrechen quasi ein
Endlos-Fall ist. Aber Hut ab für die intensiven Ermittlungen. Was die Kollegen uns übermittelt haben liest sich wie ein kriminalistisches Lehrbuch, je intensiver man sich damit befasst, desto aufschlussreicher wird es. „Lehrer“ Tom
bitte laut und verständlich weiter – vorlehren – vorlesen“


„Hammer auf Hammer: „Zins „bestraft“ nach „seinen Gesetzen/Verbrechen(Auffassung)“....wegen banalen, nichtigen Dingen....Erklärung in Klammern (Gesagtes ,Verhalten,, Getanes der „Schuldigen“ missfällt ihm....wenn seine „Würde missachtet“ wird und/oder „irgendetwas nicht passt...) -“
Was für ein arrogantes, selbstgefälliges, überhebliches A...loch, den müsste man teeren, federn, vierteilen...
Vergreift sich sogar an Behinderten.....da kommen sogar mir die Tränen
Tat und Ablauf Schwerstbehindertes Paar Frau im Rollstuhl, er schwerer Epileptiker – setzten im Casino „nur mal so“ ein paar Chips, konnten ihr Glück gar nicht fassen mit dem kleinen Einsatz schnell 100.000,-- € zu gewinnen
Zins, ebenfalls Casinobesucher bekam diesen Gewinn mit, folgte dem Paar als es mit dem Geldkoffer das Casino verließ. An der nächsten dunklen Ecke überfiel er das Paar und raubte das Geld. Die beiden wurden dabei übel zugerichtet, schwerstverletzt. Aufgrund aufmerksamer Zeugen und Helfer konnte Zins schnell gefasst werden
Auf entsprechende Fragen gab Zins an nichts zu bereuen und es war bei ihm auch nicht die Spur von Mitleid zu erkennen. Die Verantwortlichen sahen sich deshalb veranlasst Gutachten/Untersuchungen/Befragungen erstellen zu lassen. Zins Aussagen bzw. seine Selbstbewertung bei Polizei über Staatsanwalt, Richtern, Psychologen, Gutachtern, u sorgten für großes Aufsehen
Zins bezeichnet sich selbst als den „Hochwohlgeboren“ „den Super-Meister“ absoluten Herrscher, mit magischen Kräften und übernatürlicher Allgewalt. Nur sein Wille zählt, er kann und darf alles, absolut uneingeschränkt alles machen. Nach seinen eigenen Gesetzen handeln, bestrafen, urteilen und vollstrecken. Die Verbrechen die er verübt hat waren keine Verbrechen, sondern zwingende erforderliche Maßnahme. Zins bewertet sich nicht als Verbrecher, hat keinerlei Schuldgefühle. Er bezeichnet sich als einzig wahren Kenner von wirksamen Symptomen/Mächten die ihn befähigen alle Handlungen umzusetzen“
Das war ja klar. Mit dem unendlichen Kauderwelsch, hirnrissigem Utopiegeplänkel macht dieser kaltblütige Halunke auf Kasperle-Theater. Unzurechnungsfähig, statt Bestrafung weiche Seelenklempner-Couch“


„Weiterlesen Tom. Keine voreiligen Schlüsse ziehen. Zins „magische ..eingebildete..Kräfte“ sind bei fähigen Experten wirkungslos“




„Ina heißt das wirklich......
Bei Polizei, Staatsanwaltschaft, Richtern, Psychologen, Gutachtern, allen verantwortlichen Stellen trug Zins die zuvor benannte Selbstbewertung immer wieder detailliert, ruhig, überzeugend und ernsthaft vor. Übereinstimmend kommen alle Gutachter zu dem Schluss...........Oh Mann, Unsummen kosteten die Berichte und Diagnosen für den Halunken...alles was Rang und Namen hat. Berger, Schach, Spitzen-Gutachter, einiges von ihnen gelesen, anerkannte Therapeuten, Dr., Prof. Psychologen, allesamt Koryphäen......Zins ist voll schuldfähig – Bingo!!! – endlich etwas positives. Diagnosen...Bla..Bla...Bla...
Unbestritten bleibt bei allen Spezialisten, dass Zins ein gebildeter, überaus intelligenter Mensch mit nachweislich hohem Intelligenzquotienten ist, der Denken und Handeln gut steuern kann, stets Herr seiner Sinne ist und deshalb , für alle Handlungen voll zur Rechenschaft gezogen werden kann. Charakterlich sind Gewalt und Brutalität überaus stark ausgeprägt mit extremer Neigung zum Sadismus. Weitere negative Eigenschaften von Zins sind starker Geltungsdrang, Überheblichkeit, Sturheit, Unbelehrbarkeit. Diagnostiziert wurde eine spezifische Persönlichkeitsstörung, die sich in exzentrisch, haltlosem, radikalem, passiv-aggressivem Verhalten niederschlägt. Diese Persönlichkeitsstörung wurzelt aus Zins sadistischem, brutalen Charakter, untermauert und angetrieben von seinem Geltungsdrang, Egoismus, grenzenloser Überheblichkeit, affigen Eitelkeit und Selbstüberschätzung. Eitel macht er sich hohen, luxuriösen Lebensstandard, Besitz, Kapital und Ansehen mit brutaler krimineller Energie zu eigen. Oft profitiert er bei den Verbrechen aus seiner trickreichen Verwandlungsfähigkeit (die Fähigkeit dazu konnte nicht geklärt werden). Oder „benutzt“ Zins auch sozial oder geistig schwacher Menschen, die er auf verachtenswerte Weise zu Mittätern manipuliert, dann um ihren Anteil betrügt. Mitleid, Reue, Anteilnahme hat Zins weder mit Opfern, Mittätern oder Angehörigen/Hinterbliebenen, egal wie groß die Schäden, Verluste, Zerstörungen oder Verletzungen sind. Diagnostiziert wurden dazu: Gefühlskälte, hartherzig, emotionslos, die gescheiterten Ehen bestätigen das.Zins neidet Glück. Er reagiert mit rasender Wut wenn er Gefühle, Harmonie, Zärtlichkeit, emotionale Eintracht bei Dritten sieht. Wir wagen die Vermutung, dass Zins Neid/Eifersucht sich in so einer Situation zur grenzenlosem Zorn steigert, er zu unvorhersehbaren schlimmen Handlungen fähig ist


Zins utopische Aussagen, dass er Allherrschender, zu allem fähig und berechtigt sei, ein Magier mit übernatürlichen Wunderkräfte entbehren jeglicher Realität. Wir bewerten das vorgetragene als fantastische Selbstein(über)schätzung, bzw. ausgeklügelte Schutz-Behauptung nicht zur Rechenschaft gezogen oder bestraft zu werden. Zins ist eine Spielernatur, die jeden Ort als Bühne nutzt um sich zu präsentieren. Die Verantwortlichen ließen den Bühnen-Vorhang herunter, der „Darsteller hat ausgespielt“. Zins ist zu intelligent um zu glauben Gutachter sind von seinen
Fantasien überzeugt. Das er dennoch den Experten sein Schauspiel präsentierte belegt eindeutige den negativen Charakter, durchtriebene kriminelle Energie
Die diagnostizierte spezifische Persönlichkeitsstörung ist keine psychische Erkrankung. Die Störung ist gut therapierbar, wobei die unbedingte Voraussetzung gegeben sein muss, dass die Person gewillt ist fortan jeglicher Gewalt abzuschwören


bereinstimmend bekräftigen wir unsere Feststellungen, dass bei Zins keine verminderte Schuldfähigkeit vorliegt
und er somit für die verübten Verbrechen zur Haftstrafe lt. geltendem Strafrecht verurteilt werden muss
Wir raten dazu mit der Therapie gegen die Persönlichkeitsstörung erst zu beginnen wenn ca. die Hälfte der Haftzeit verbüßt ist. Erfahrungsgemäß setzt bei Verurteilten Reue erst nach anhaltender Haft ein


Eindeutiger, klarer, besser kann man doch gar nicht ausdrücken was der Kerl für ein Teufel, Bestie ist.
Der Anwalt der trotzdem bald Bewährung durchboxte gehört lebenslänglich in Einzel/Dunkelhaft und der Richter mit dazu“


„Ich teile deine Wut Tom. Fakt ist, dass wir nach Zins jetzt wegen Mord fahnden und der Grausame sich anscheinend „in Luft aufgelöst“ hat“


„Kennt Jan das Gutachten und sonstige Berichte“


„Jan hat alles gelesen und Wolle und Alexander Kopien übergeben“


„Traut Jan seinen Kölner Kumpels nicht mehr?“


„Blödsinn – Aber so wurde Zins damals bewertet, da war noch kein Mord geschehen. Mal angenommen wir fassen ihn sind die Kölner Unterlagen doch gute Grundlagen“














„Schön dich wieder mal am Telefon zu hören, Jan. Unser letztes Gespräch liegt schon eine Weile zurück“


„Korrekt Luca, eine sehr lange Weile….eine halbe Ewigkeit sprachen wir nicht mit einander“


„Jan….das mit deiner Frau geht mir sehr nahe…..Willst du darüber sprechen“


„Hajo hat dich ja ständig informiert….und sonst Luca….was soll ich sagen
Sorry Freund, aber ich kann den Emotions-Wirrwarr in mir selbst nicht beschreiben“


„Schon gut Jan, ich bin der Letzte der Öl in die Wunden gießen will
Mein Anruf gilt….natürlich…. unserem Prof. Dr. Verwandlungskünstler
Es ist leider nur ein Bericht über den Stand der Dinge……bist du eigentlich auf dem Laufenden Jan
Ich meine hast du den Dienst wieder angetreten oder…


„Mehr schlecht als recht Luca…..Polizist sein…kommt mir alles so fremd….so unwirklich vor
Läuft alles wie in Zeitlupe ab….na ja, wird auch wieder…… irgendwann
Aber über das flüchtige Genie bin ich im Bilde, hier dreht sich ja alles um den grausamen Mord“


„Wie gesagt Jan….Keine Erfolgsmeldung, nur ein Bericht“ legte Luca los und meinte zum Schluss:
„Soweit die Zusammenfassung über den Ermittlungsstand aller Kollegen im Land
Es läuft rundum auf Hochtouren, doch leider klickten noch nirgendwo die Handschellen“


„Genau wie bei uns Luca. Zahllose Hinweise, Vermutungen, die Telefondrähte glühen
Aber von einer Festnahme sind wir, wie alle Kollegen, noch meilenweit entfernt“


„Trotzdem bin ich überzeugt, das Dr. Tunichtgut gefasst wird, Jan“


„Der Kerl muss, er muss ins Netz gehen, Luca. Der hohe Einsatz so vieler Kollegen darf nicht vergeblich sein
Mir wird schon übel wenn ich nur daran denke was der Schurke noch alles anstellen kann
Blöderweise geht es mir nicht aus dem Sinn, dass er sich irgendwo im Süden als „Wohlhabender“ niedergelassen hat“


„He Jan, die ausländischen Kollegen verstehen auch ihr Handwerk
Aber bisher hat das „Genie“ noch nach keiner Tat die Heimat verlassen
Für den sind doch alle Polizisten blind, er denkt seine Tarnung fällt nie auf“




„Du hast recht Luca, der Kerl ist genial, aber unbelehrbar, gerade deshalb wurde er ja immer wieder verhaftet
Es heißt die Hoffnung stirbt zuletzt, dann klammern wir uns mal an das alte Sprichwort und fahnden emsig weiter“


„Das klingt schon besser Jan….also halt die Ohren steif….und vergiss nicht…Wenn du mich brauchst….
Ich komme jederzeit zu dir“


„Das wird hoffentlich nicht nötig sein. Aber trotzdem Danke Luca“


„Ich melde mich sicher wegen „unserem Genie“ bald wieder. Bis dahin….Alles Gute Jan“






„Schwer zu überhören, Luca hat dir vom „komischen Prof.“ berichtet, Jan
Das war keine gute Idee von deinem Freund, wir sollten dich wohl besser aus dem Fall raushalten“


„Wieso das denn Hajo?“


„Verstehe mich nicht falsch, Jan. Aber du bist so gereizt, laut, fast schon aggressiv wenn es um den Kerl geht
Ich verstehe dich ja….Er hat damals Leni beleidigt und dich, na ja, wie den letzten Dreck behandelt
Aber Rache Jan…daran darf ein Polizist nicht mal denken. Ich will dich nur vor Unüberlegtheiten bewahren“


„Nein Hajo, du deutest meine Reaktion falsch. Ich bin nicht auf Rachefeldzug, etwa nach dem Motto: Der Kopf von dem Kerl gehört mir
Das erinnert mich….…Na ja..das Genie sieht sich als superschlaue, hochintelligente Mediziner-Kapazität,
unantastbar…prahlt angeberisch: Ich täusche mich nie!!!
Alle Sirenen heulen dann bei mir auf….Leni könnte…..Wenn sie nun….gibt unzählige solcher Weißkittel
Doch möglich, dass Leni an so einen geraten….Mehr Schein als Sein und gerade so ein Lackaffe schockiert meine Frau mit einer verheerenden Fehldiagnose


„Jan bitte…bitte sei still….Lösche sofort die grausame Vorstellung aus deinen Gedanken
Quäle dich doch nicht noch mehr Jan“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 01 Okt 2017, 20:26

„Bei der Polizei rührt sich nichts, rein gar nichts. Die müssten meine Mails die Hinweise doch längst kapiert haben
Was soll ich denn noch tun, denen noch mitteilen. Schreiben, nicht meine Stärke. Weiß doch gar nicht was richtig, entscheidend, wichtig ist. Aber weg muss ich von dem schrecklichen Kerl und zwar ganz schnell
Tief Luft holen Bodo, sei stark, ganz stark




„Ich habe lange nachgedacht Ingo, doch mein Entschluss steht fest….ich steige aus
Ab sofort gehe ich meinen eigenen Weg. Für die Praxis findest du schnell einen anderen Trottel“


„Irrtum Bodo….Denkarbeit ist meine Sache und ich befehle dir: Du bleibst hier…Basta“


„Du hast mir gar nichts zu befehlen, ich bin doch nicht dein Sklave“


„Doch das bist du Bodo, genau das: Mein Sklave. Deine „Entschlüsse“ interessieren mich nicht
Nur ich bestimme wo es langgeht und für dich bedeutet das für ewig an mich gekettet zu sein
Eigene Wege gehen…Schmarrn…du rennst geradewegs zur Polizei und heulst denen reumütig ein Mordgeständnis vor
Nichts da….Du bleibst….Ich muss dich im Blick behalten und vor Dummheiten bewahren“


„Tickst du noch richtig Ingo…..wieso sollte ich mich der Polizei stellen
Ich habe bestimmt keine Lust die nächsten 10 Jahre hinter Gitter zu schmorren
Nein..ich will einfach nur weg…weg von dir….weg von dir Teufel bevor du mich total in den Abgrund ziehst
Irgendwohin…..wo ich dich nicht mehr sehen muss….einfach in Ruhe leben können“


„Hör auf mit deinen Lügen…….
Du Weichei hast immer noch die Hosen gestrichen voll wegen meinen genialen Maybach-Maybach-Spielchen
Nur deshalb willst du aussteigen……Dabei besteht nicht mal die annähernd Gefahr deswegen
Bodo…Kannst oder willst du es eigentlich nicht kapieren….!!!
Die Polizei tappt noch immer völlig im Dunkeln….die kommen nie auf mein exzellentes Spielchen
Aber du….ja du würdest beim nächstbesten Polizisten gleich in Tränen ausbrechen
Schluchzend stammeln, dass eine „Todkranke“ unbedingt sofort vor einer Kurzschlusshandlung bewahrt werden muss…..uns mit deiner Blödheit beide an Messer liefern
Aber nicht mit mir mein Freund. Ich will nie mehr etwas von „Aussteigen“ hören“
Ende der Diskussion“


„Du hältst mich nicht, Ingo und Angst jagst du mir auch keine ein.
Ich will aussteigen und ich werde aussteigen
Daran hindert mich auch kein Genie, der Superschlauste, nicht mal so ein eingebildeter „Heiliger“ wie du, der sich für den Weltgrößten Intelligenzklotz hält“


„Oh doch, armer, kleiner dummer Bodo und merke dir sehr gut, was ich, das Genie, dir jetzt sage
Wenn du abhaust, greife ich sofort zum Hörer lasse bei der Polizei so gewisse Andeutungen raus
Na klickst bei dir???? Du weißt wie
Du kennst meine ausgefeilte Fantasie, meine perfekten Lügen und das ich sehr, sehr überzeugend bin
Ich stricke so schnell eindeutige Beweise gegen dich zusammen, dass dich die Bullen 1,2,3 als überführten Täter, betone als alleinigen Mörder an der „Anlagen-Tante“ verhaften
Die emsigen Ermittler werden dich erst mal so ausquetschen, dass sie an nichts anderes mehr denken
Irgendwann fällt Ihnen dann der anonyme Hinweisgeber wieder ein…..aber zu spät
Es wird nie herauskommen, dass ich dich ans Messer geliefert habe
Meine Weste bleibt rein, lupenrein….aber du verrottest schon lange in der dreckigen Zelle“


„Das…das würdest du nie…..Ingo!!!...nach all den Jahren….ich habe dir unzählige Tipps…
Es gibt keinen treueren Partner als mich….und jetzt….alles nur weil ich eine ruhige Zukunft plane
So eiskalt kannst du nicht sein…..Wir sind doch schon ewig Freunde“


„Für meine Ziele opfere ich auch den besten Freund….Freunde.!!!.Pah, ich pfeife darauf
Wenn du meine Pläne durchkreuzt, springst du über die Klinge….ist das angekommen, Bodo
Sage nie wieder das du aussteigen willst….Ich lass dich nicht vom Haken….Ende der Diskussion“


„Du bist kein Mensch Ingo….du bist…bist der leibhaftige Satan
Wie konnte ich nur auf so einen Teufel…Monster…feuerspeiendes Riesenungeheuer reinfallen“ knallte die Tür hinter Bodo zu




Draußen tobte in seinem Kopf ein Feuerwerk


„Polizei Freund und Helfer!!!!“ - Wo seid ihr denn. Helft mir, helft mir ganz schnell
Jetzt, hier, gleich, sofort. Katastrophenalarm. Das ist ein Hilferuf, mein schallender Notruf,
Nein Bodo so geht das nicht. Ich muss nachdenken, sehr, sehr gut nachdenken
Brauche Ruhe, lege mich hin und überlege mir wieder eine Mail....Text für die Mail


Muss gut verständlich sein....Beispiele machen sich auch immer gut und Beweise
Ach so, Beweise habe ich ja gar keine. Mir fällt bestimmt das Richtige noch ein, bin ja nicht blöd
Ingo redet mir das ein, behandelt mich wie einen Idioten, aber du schaffst das Bodo
Jawohl ich werde sehr lange, ganz ruhig und intensiv überlegen – Erst ins Unreine schreiben
Entwurf nennt man das. Klasse Bode, geht doch. Entwurf ist gut – durchstreichen, kritzeln, schmieren und natürlich immer wieder ergänzen, einfügen
Nicht denken Bodo – Handeln!!! Jetzt gleich, sofort“












„Wo warst du denn solange Jan. Verlässt stumm das Büro und wir warten“


„Warten? Wieso….warum bzw. auf was wartet ihr von mir, Hajo?“


„Hörer auflegen, sofort raus laufen ohne einen Ton. Da kann man ja das Schlimmste befürchten“


„Entschuldige Hajo, bitte entschuldige. Ich habe vergessen, ja dummerweise wirklich einfach vergessen etwas zu sagen. Sabine rief wegen der Päckert Blutanalyse an und da bin ich zu ihr hin. Einige Werte hat sie detailliert erklärt, deshalb dauerte es etwas länger. Sorry nochmal.
Bin zurück, was liegt als nächstes an?“


„Es geht nochmal um dein Telefonat mit Luca vorhin, Jan
Du sagtest so etwas wie: „Er hätte das „Übliche“ berichtet“
Gibst du kurz Info über das „Übliche“ und was sonst gelaufen ist, damit wir alle Bescheid wissen“


„Ich würde euch gerne News, Fortschritte, einen langen Bericht erzählen, aber leider - „Das Übliche“ - ist wörtlich zu nehmen. Luca gab nur den regelmäßigen, allgemeinen Ermittlungsstand durch. Die Mails findet er nach wie vor als außergewöhnlich, gab es zuvor noch bei keiner Fahndung. Er hält an der Vermutung fest, dass dieser Hotte, als „Helfer-Retter“ fungiert. Nur auf wen oder was Hotte hinaus will ist für Luca ebenso rätselhaft wie für uns, bzw. alle Kollegen. Er bekräftigte, die Großfahndung fortzuführen auch wenn die Mails nur zu uns kommen und Leipzig anscheinend im Focus steht. Luca kennt ja Hottes, na ja, schwerfällige, naive Denkweise die so irritierend ist, dass man falsche Schlüsse ziehen kann.
Alles Weitere war eigentlich mehr eine Wiederholung von vorangegangenen Berichten, wie leider schon so oft
Fazit: Lucas…nein nicht nur Lucas, die Fahndung der Kölner und der Polizei im großen Umkreis läuft auf Hochtouren.
Aber leider können sie, ebenso wenig wie alle anderen Kollegen in Deutschland keinen Erfolg melden“


„Unfassbar wie viel Zeit uns der „Prof. Dr. „Tarnkappe“ kostet.
Ich danke euch, dass wir uns trotzdem zusammensetzen um als Team „Kriegsrat“ zu halten
Unsere hiesigen Kollegen erreichten auch nichts Positives
Die armen Kerle sind schon ganz betrübt, weil der brutale Mörder noch frei herumläuft
Du versucht dein Glück auf dem Medizin-Sektor, Jan….und, wie läuft es?“


„Medizin-Sektor…Übertreibung des Jahres, Hajo
Ich tapse in dem unverständlichen Geflecht von Praxen-Neueröffnungen, Übergabe, zugelassen, bzw. denen der Dr.-Titel gerade verliehen wurde, Arzträume-Suchanzeigen, durch das gut „behütete“ Melderegister, usw., usw. wie durch einen Irrgarten aus dem es keinen Ausweg gibt“


„Bei dem Geflecht blicken die erfahrenen Kapazitäten wohl selbst nicht durch.
Ina kannst du uns etwas aufmuntern?“


„Eher nicht. Ich habe die Auswertung der neuen Hinweise überprüft, aber leider vergeblich
Genau wie die Kollegen, die alles aufnahmen, fand auch ich nichts Verwertbares
Die Info-Flut reißt nicht ab, Olivia unterstützt mich sehr, sonst wäre ich rund um mit Prüfung beschäftigt
Wenn ich mit Tom auf Phantom-Jagd gehe komme ich wenigstens auf andere Gedanken“


„Also mit Phantom-Jagd drückt Ina sich etwas ungeschickt aus
Hajo, Fakt ist, dass den Kollegen vom Außendienst sogenannte Möchtegern-Detektive immer wieder beteuern, sie hätten Dr. Namenslos da und dort, hier und da, ganz bestimmt gesehen
Wenn solche Meldungen reinkommen, berate ich mich mit den Kollegen, die dem Genie ja nicht begegnet sind
Aber mir hat sich die fiese Fratze deutlich eingeprägt und dann steuere ich das Phantom an
Soll heißen, ich schaue mir den von den Detektiven „aufgespürten“ Typ aus der Nähe an
Wenn ich Zweifel habe, betrete ich unter einem Vorwand auch mal die Praxis, das Haus, o. ä.
Aber nach einer genauen Fixierung weiß ich dann, dass nicht unser Genie vor mir steht
Die „Jagd“ ist eine Arbeit von vielen, der Verwandlungskünstler hält uns mächtig auf Trab und du Hajo…
…Du bist der peitschende Jockey“


„Gleich fängst du eine Tom….nimm dich in acht!!!
Aber ernsthaft….ich weiß doch selbst wie frustrierend langes, ergebnisloses Herumstochern ist
Die vielen anderen Abteilungsleiter bestätigen mir, dass es ihnen mit ihren Leuten genauso geht
Nicht nur uns, der Kerl führt anscheinend die gesamtes Polizei unseres Landes an der Nase herum“


„Meine Überzeugung wächst, dass wir uns umsonst abplagen.
Nach so einer brutalen Tat ist selbst dem größten Verwandlungskünstler das Pflaster zu heiß hier
Vermutlich sitzt der Mörder Zins irgendwo im Ausland schon in einem dreckigen Loch…äh Zelle“


„Tom erst überlegen…dann reden!!!
Auf die ausländischen Kollegen ist Verlass. Von der Verhaftung wüssten wir doch längst
Tja Kollegen, ich schätze wir müssen weiter nach der Nadel im Heuhaufen stochern
Ihr kennt die Fristen, es vergeht noch viel Zeit um die Akte bei den ungeklärten Fällen abzulegen
Ich bin kein Hellseher, ob der Mörder für seine grausame Tat verurteilt wird steht in den Sternen
In der Akte steht, das er sich in der Vergangenheit nach jedem Verbrechen „bombensicher“ tarnte, für unantastbar…ungreifbar hielt
Trotzdem wurde Zins einige Male nach längerer Suche in den kuriosesten Schlupflöchern doch gefasst
In 30 Jahren erlebte ich noch keinen Verbrecher, der wegen seiner „100%igen Tarnung, für immer entkommen konnte
Auch die „grandiose“ Tarnung von unserem selbsternannten Genie fliegt irgendwann auf
Das sagt mir mein Bauchgefühl und bisher konnte ich mich…“


„Bisher konntest du dich immer darauf verlassen, Hajo, weil dein Bauch wie ein Wahrsager funktioniert
O.k. dein Bauch, bzw. du Chef hast mich überzeugt, ich ermittle in dem Fall bis mir der Kopf raucht“


„Du und deine Sprüche, Tom……!!! Kein Rauch…es genügt völlig wenn du weiter fleißig recherchierst
Ina und Jan bleibt auch ihr weiter im Boot“


Ina fetzte wütend: „Bei der Vorstellung, Mr. Superschlau…“Ihr fasst mich nie“ in Handschellen zu sehen, werde ich zum Terrier, verbeiße mich noch tiefer in den Fall
Keine Frage Hajo, so schnell lässt sich unser Team doch nicht entmutigen“


Jan sagte nichts, aber er nickte zustimmend











„Ich halte diese Schmerzen nicht mehr aus……Nein…nein… sind keine Schmerzen..!!!!!
Das sind….sind…..das ist Sehnsucht Leni…….unerträgliche, riesige Sehnsucht nach Jan, Dana, Familie
Die Herzstiche kommen nur von unerfüllter Liebe nach meinem Mann und Kind
Mein Magen krampft sich zusammen weil ich mein Kind im Stich gelassen habe
Jetzt wird Tacheles geredet Leni….Mit dir ins Gericht zu gehen ist längst überfällig
Anklagen?????....Wie nennt man die Verbrechen, wenn man sein Krebssiechtum allein austrägt
………..Es gibt keine Strafe und keinen Richter dafür…….
Du musst dich nicht nur mit den Schmerzen sondern auch noch mit deiner Schuld ganz alleine herum schlagen
Aber Schmerzen…..Moment mal Schmerzen….richtig heftige, qualvolle Schmerzen traten bisher nicht auf
Kann nicht sein….überlege mal Leni….du musst dich jetzt ganz genau erinnern..???
Wenn ich da an Mutti denke, bei ihr setzte die höllische Marter sehr schnell ein…aber ich?
Ich bin komplett von der Rolle, habe Kopfschmerzen, mir ist schlecht, ich zittere
Stehe völlig neben mir….Schweißausbrüche…Schwindel….das kommt von der verdammten Stille hier
Die abgelegene Hütte, die selbsterwählte Einsamkeit bringt mich um den Verstand
Das sind Zustände Leni, aber alles weit entfernt von grauenvollen Schmerzen wie sie bei schweren Krankheiten auftreten
Lebensbedrohenden unheilbaren Krankheiten….Krebs im Endstadium…den Tod vor Augen..???
Du nimmst keine Medikamente, lässt dich nicht behandeln und fühlst dich trotzdem normal
Na ja…“normal“ ist übertrieben, aber so Durchhänge-Phasen hattest du auch zuhause hin und wieder
Irgendwas stimmt hier nicht….verwackelte, undeutliche Aufnahmen….ein Irrtum???
Wurden die Ultraschallbilder vertauscht?....Ach Jan, wenn ich bei dir wäre wüsstest du sofort Rat
Ich bin nicht krebskrank, ich bin krank vor Sehnsucht nach meinem Mann, unserem Kind, ich brauche meine Familie..mein Zuhause
Ob Jan mir je verzeiht was ich ihm alles Schreckliche angetan habe…..er hat doch so ein großes Herz
Ich brauche dich Liebster….deinen Schutz…Verständnis….all deine Liebe, dich Jan und unseren Schatz
Dana, ich will sie wieder umarmen, streicheln…ohne euch bin ich eine 0…hilflos…ein Nichts
Wie konnte ich nur so irre sein, bekloppt, wahnsinnig….Jan bitte, bitte, bitte verstoße mich nicht
Wo soll ich denn hin… ohne deine Liebe, ohne dich Liebster, Dana und unser Zuhause kann ich nicht weiterleben
Bestrafe mich Jan, ich nehme jede noch so schwere Buße an, wenn ich nur wieder bei dir sein darf
Keinen Tag länger halte ich es ohne dich aus Liebster, ich packe jetzt sofort die Koffer
Während der langen Fahrt habe ich Zeit denke ich über eine lange, ehrliche Entschuldigung für Jan nach
Schnell holte Leni die Koffer herbei, eilig packte sie die Kleidung….aber plötzlich schrie sie:
„Stopp…Stopp Leni was tust du???....Schluss mit der Schönmalerei
Höre auf dich zu belügen…du bist todkrank…die Diagnose ist eindeutig…du machst dir nur etwas vor

Du willst nur glauben, dass du gesund bist, weil du dich noch gut fühlst
Dabei weißt du genau wie schnell sich das Blatt wenden kann
Heute noch alles super und morgen schon krümmst du dich vor Schmerzen
Krebs ist unberechenbar, der Krankheitsverlauf ist bei jedem anders, du kannst dich nicht mit Mutti vergleichen
Ihr Tod liegt solange zurück…..
Bei der tückischen Krankheit gibt es nun mal keine Warnsignale….plötzlich siechst du dahin
Der entsetzliche Zerfall nimmt ungebremst seinen Verlauf….
Vor diesem grauenhaften Zustand wollte und werde ich meine Lieben bewahren
Ich bleibe hier in der Einsamkeit bis der Krebs mich dahinrafft
Vielleicht ist das Schicksal gnädig zu mir und mein Herz bleibt vorher plötzlich sterben
Die ständige qualvolle unstillbare Sehnsucht ist 1000 x stärker als alle anderen Schmerzen“












„Jan bitte setze dich mal zu Benni und mir“ drückte Margot ihn in den Sessel


„Gehorsam“ nahm Jan Platz, schaute seine Mutter erstaunt an


„Junge, du bist für Alle und Jeden da, hier für uns , Lenis Recherchen und als Polizist sowieso
In Eile, hektisch, flitzt, rast herum …aber du schweigst
Schluss jetzt, ich möchte, dass du dich endlich öffnest.
Jan, mit diesem riesigen Problem wirst du nicht alleine fertig
Klar, du gibst wie immer den Starken…nur nichts anmerken lassen….aber so läuft das nicht Junge
Du hörst sofort auf alles um …meine über Leni… Angst…Pläne…Verzweiflung in dich hineinzufressen
Junge, wir, ich bin für dich da, rede mit mir, lass doch endlich raus wie dir zumute ist
Sprich dich aus. Egal was, aber brich dein Schweigen…Sage was….Jan… bitte sage doch etwas“


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
„Nein Jan nein!!! Mit deinem bettelnden „Lass mich vom Haken-Blick“ Mama, erweichst du mich jetzt nicht mehr
Du redest, öffnest dich jetzt, Jan – Ich will etwas hören…..
D U S O L L S T E T W A S S A G E N…J A A A N!!“


„Sagen???....Was soll ich denn sagen, Mama, wenn es nichts zu sagen gibt
Mama, ich weiß wirklich nicht was ich dir, euch sagen könnte.
Ich verberge doch nichts, rein gar nichts vor dir, nein vor euch….oder hältst du deinen Vater für einen Lügner, Benni?“


„Aber Papa!!!!!“


„Sorry Großer, ich rede Blödsinn. Aber ich kann keine News liefern, weil es nichts Neues gibt
Ihr wisst alles, aber wirklich alles detailliert bis zuletzt, seid auf aktuellem Stand
Weitere Diskussion, „Bereden“ ändert leider die Fakten nicht“


„Das ist mir leider, leider auch klar, Jan…darum geht es aber nicht
Junge, du weichst schon wieder aus….doch diesmal ist deine Mutter unerbittlich…
Du verlässt das Zimmer nicht, bevor….“


„Wieder Seelenwäsche…schon klar Mama….Du willst mich röntgen….den durchschaubaren „Gläsernen“ aus mir machen
Aber was bitte soll das bringen, wenn ich mich selbst nicht beschreiben kann….alles so vage…..
Sicher mir geht es nicht gut und auch dieses „Nichtgutgehen“ ist ein Kreis ohne Ende….
Es ist furchtbar wenn ich wie Schmerzen empfinde, nicht mal weiß woher, bzw. wie ich den Schmerz benennen soll
………vielleicht doch mehr meine Verfassung…Empfindungen, Zustände..???
Meine Seele…soll ich sagen meine Seele schreit, weint
Du kennst doch meine Verzweiflung um Leni, obendrein die Fassungslosigkeit, Angst, die zerfleischende Ungewissheit und stark, wie du mich beschreibst, Mama bin ich schon lange nicht mehr stark
Für Dana, den kleinen Schatz, ja sie ist die einzige wo ich wenigstens versuche mir nichts anmerken zu lassen
Stark, normal zu sein, dass sie sich geliebt und geborgen fühlt, die Mama ihr nicht fremd wird und hoffentlich keine Störungen auftreten
Doch Hilf- und Ratlosigkeit sind immer noch meine ständigen Begleiter
Sicher, ich vertraue der Ärzteschaft, der Zentral-Vernetzung… oder wie man das nennt. Untätig sind die nicht, es ist geschaltet, läuft…leider, leider bisher erfolglos
Mich verdammte das „hohe Gremium“ zum Nichtstun. Mir wurden Suchreisen ja verboten
Da fällt mir ein,..das ist Entmündigung…ungesetzlich, starkes Stück..man entmündigt mich in meiner eigenen Wohnung…Ach ja – „Treffer-Klick..Blitz-Gedanke“ die Ausnahme, falls mir der entscheidende Ort tatsächlich noch einfällt. Genau das würde ich auch tun“


„Aber Jan, du kannst nicht schon wieder und immer wieder..
Deine Mutter verbietet dir das ganz entschieden“


„Mama beruhige dich. Ich sagte falls es „Klick“ macht….tut es aber nicht. Der Ort will mir nicht einfallen
Bedauerlicherweise ist alles noch so wie es vor 1 Woche und davor..davor..und davor war
Die Situation, mein Zustand auch der euch bekannt ist .
Nun sagt selbst, Mama, Benni, es bringt wirklich nichts euch ständig die gleiche Jammerballade von mir anzuhören
Glaubt mir bitte, ich bin euch wirklich sehr, sehr dankbar das ihr zu mir steht, helfen wollt
Doch zur Dauereinrichtung darf so ein „Kriegsrat“ wie jetzt nicht werden
Mama, du bist schon zu sehr belastet….alles hat seine Grenzen
Du musst dir für dein Studium den Kopf freihalten, blockiere deine Gedanken nicht mit Problemen, Benni“


„Jan du bist schrecklich…ich drehe noch durch wegen dir, Junge
Öffnen solltest du dich damit wir dir helfen, dich unterstützen können.
Aber Jan Maybach wieder verschlossen wie ein Panzerschrank….kochst all das hoch was wir ohnehin wissen
Zum Verzweifeln ist es mit dir Jan. Was machen wir denn jetzt?


„Was du noch machst Mama weiß ich nicht. Ich gehe nun zu Bett und wünsche euch „Gute Nacht“


„Jan du kannst doch jetzt nicht…..“


„Gute Nacht, Mama“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 02 Okt 2017, 21:52

„He, He Tom – was soll das. Du stürmst rein wie ein wütender Stier, schimpfst, brüllst herum“


„Ich bin wütend Hajo, sauer, stinksauer auf die Kollegen – Deppenkabinett, das passt, aber keine Polizisten“


Na, na Tom – dein Lottermundwerk.....“


„Tom hat recht Hajo“


„Dann muss ja.....also Fakten, was war los Ina?“


„Von wegen Toter oder Tote...!!! bei Blutbad, Großeinsatz, hohe Gefahrenstufe
O.k. Man hörte Streit aus der Wohnung, bzw. Kommune
Wir wollten vorgehen wie wir es immer tun, doch dieses Großaufgebot von Polizei-Kindergarten, gerüstet als ob sie in den Krieg ziehen, stürmte planlos voran
Die waren die eigentliche Gefahr, denn das Blutbad war nichts weiter als Eifersuchtsgerangel, Die Typen kloppten sich um ihre Bräute. Blutende Nasen, aufgeplatzte Lippen, zerschundene Fäuste, aber keine Toten
Als die „Rüsttruppe“rein stürmte eskalierte es. Die Bräute wollte ihre Männer schützen, wie die Furien auf uns los.
Die „Kollegen“ kreuz und quer, überrannten sich gegenseitig, Chaos hoch 10.
Tom wurde die Treppe runter gestoßen, ich kassierte den Bluterguss, keine Ahnung wie, irgendwann hatten wir den Haufen im Transporter verfrachtet. Hoffe, unser Kindergarten beherrscht das ABC, kann Berichte tippen“


„Polizeimeister Eggerts wilde Truppe, aus denen werden nie geschulte Polizisten. Dem werde ich gehörig meine Meinung sagen. Wo sind wir denn, dass die Mordkommission Eggerts Milchbubis hüten muss.
Aber warum ist Jan nicht bei euch. Ist er verletzt, schwer verletzt. Jetzt sagt endlich“


„Ja Jan ist verletzt, Schnitt im Unterarm. Keine Ahnung wer, bzw. wo das Messer, die Klinge plötzlich herkam“


„Verdammt, ich Idiot habe Jan mit raus geschickt. Eggerts Panikanruf, habe nicht überlegt.
Jan soll doch nicht mit zum Einsatz und gleich verwundet. Ich Trottel . In welcher Klinik liegt er. Ich muss sofort zu Jan“


„Stopp Hajo Stopp. Jan ist in keiner Klinik, der Schnitt ist nicht tief.
Dein Team ist,, salopp gesagt, „leichtverletzt“ bei dem Chaoten-Einsatz davon gekommen
Der Einsatzort, die Brückenstraße, ist in der Nähe von Jans Wohnung, wozu hätte er den Umweg hier ins Präsidium machen sollen.
Ina und ich machen jetzt auch Feierabend, wen du gestattest. Aber von so einem Deppeneinsatz muss man sich einige Stunden länger erholen“


„Klar macht Schluss ihr 2 und ich fahre zu Jan“


„Ich möchte zu Jan noch was sagen Hajo. Er hat lange keinen Außendienst, keinen Einsatz mehr gemacht
Du wolltest es nicht...in Jans Situation/Verzweiflung verständlich und jetzt durch verzwickte Umstände plötzlich doch mitten drin.
Jan ist wegen Leni noch immer.....na du weißt was ich meine.
Aber bei dem Einsatz Hajo war Jan Kollege, Polizist, wie wir ihn kennen, konzentriert, beherrscht, ohne übertriebene Gewalt bei der Sache. Keine Spur von Nervenbündel oder Psycho-Wrack.
Wir wollten, dass du das weißt Hajo. Jan kann den Schalter gut umlegen und vielleicht, ja vielleicht wäre das ab und zu positiv für ihn, würde ihn ablenken
Das sollte aber keine Bevormundung sein, Chef“


„Ich bin froh über die Informationen Ina und ich denke darüber nach“







„Jan, du siehst grauenhaft aus, ,aschfahl, übermüdet, fix und alle.... beschissen, total beschissen“


„Ach komm Hajo, dass hatten wir schon oft. Deshalb musst du mich doch nicht extra in dein Büro rufen“


„Du hörst ja nicht auf mich. Statt zu schlafen hast du dir mit Leni und allem was damit zusammenhängt die Nacht um die Ohren geschlagen“


„Hajo du weißt es, also was soll denn immer wieder der Aufstand“


„Ich will das deine Verbohrtheit aufhört, die Einbildung du kannst Leni herbei zerren
Oder tischst du mir jetzt neue Wunder-Möglichkeiten auf, etwa herbei beamen
Muss ich dir die Verbote schriftlich geben Jan: Keine Suche immer wieder und wieder auf gut Glück an den Orten, jenen Stellen oder XY-Zielen“


„Würde ich noch Suchreisen unternehmen wäre ich wohl kaum hier. Hajo ich sagte dir doch, dass es von Leni noch viele Anhaltspunkte gibt, wo sie evtl. “untergekrochen“ ist. Sagte, dass der Verlag mir viel überlassen hat. Ich liste auf wo sie länger war, hier im Land oder Ausland Bemühe mich um Kontakt mit Betreffenden oder „beleuchte“ das Ereignis.
Ihre Kollegen und Freunden fällt sporadisch auch immer was ein. 3 waren gestern bei mir und vielleicht ergeben sich ja neue Aspekte von dem was sie erzählten“


„Schluss damit Jan, Ende. Leni kehrt zurück, wohlbehalten, ich fühle es ganz deutlich. Gedulden müssen wir uns. Aber dir befehle ich jetzt zum letzten Mal nachts zu schlafen. Hast du mich verstanden, Jan ???“


„Ach Hajo, jetzt spiele doch nicht wieder den Starken. Bei mir kannst du deine Rüstung ablegen. Du sitzt selbst viele Nächte im Büro, grübelst, grübelst und morgens hast du solche Kopfschmerzen, dass du kaum einen klaren Gedanken fassen kannst“


„In meinem Alter braucht man nicht mehr viel Schlaf. Aber du steuerst geradewegs auf den totalen Zusammenbruch hin. Vergisst völlig, dass die Kleine dich braucht“


„Dana braucht vor allem Eltern und ich meine Frau. Mutter steht ganz oben. Ich weiß nicht mehr was ich der Kleinen sagen oder wie ich sie trösten soll. Es tut mir weh wie still und bedrückt sie leidet. Anlügen will ich Dana nicht, aber tun, tun muss ich etwas.
So realistisch bin ich noch um mir nicht einzubilden ich sei der große Zauberer, der Bingo jetzt durch all das stöbern, lesen, hören, überlegen, den Volltreffer landet, bzw. Leni fix wieder zurück ist. Alles nur geträumt, als hätte es diesen Alptraum nicht gegeben. Aber was ich jetzt durchgehe da gibt es so vieles zu überlegen, bzw. andere, neue Möglichkeiten“


„Jan komme zu Vernunft, du bist in einem Kreislauf der nicht zum Positiven führt. Immer wieder Enttäuschung, immer wieder Niederlagen. Stopp deine Aktionen. Schluss, Aus, Ende“


„Es tut mir leid das ich jetzt an deine Frau erinnere Hajo. Damals hast du dich keinem anderen, neuen Medikament oder Behandlung widersetzt und du bist bis zuletzt nicht von ihrer Seite gewichen“


„Weil meine Frau da war, in dieser Klinik, in diesem Bett. Detektivspiele gab es keine. Ich musste keine Suchaktion bei meiner Frau starten“


„Weil deine Frau bedauerlicherweise leider wirklich Krebs hatte. Leni erlebte es mit. Ihr Verhalten ist doch quasi vorprogrammiert. Ahnungslos von der Fehldiagnose glaubt sie in der hoffnungslosen Lage ihrer Mutter zu sein“


„Alles korrekt was du sagst Jan, doch du lenkst ab. Es geht um deine Unternehmungen, die dich krank machen, krank gemacht haben. Sieh doch in den Spiegel, dein Zustand ist 5 vor 12. Du musst sofort die Notbremse ziehen“


„Hajo, ich spüre selbst das ich angeschlagen bin. Im Spiegel schaut mir ein ausgemergeltes Wrack entgegen.
Aber Hände in den Schoß legen.....unmöglich Hajo. Ich will kein Kriegsbeil zwischen uns, will mich nicht mit dir streiten. Du meinst es ja nur gut und ich bin dankbar, dass du so bedacht auf mich bist, trotzdem mache ich weiter wie bisher. Übergehen wir das Thema in Zukunft und beenden jetzt die Diskussion“


„Jan.......ich bin noch nicht fertig....J a a a n!!!!!
…......................................................................................................


„......Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten Jan hat den Sturkopf von mir geerbt....“









„Verflixt, Leni wenn du nicht verhungern, verdursten, na uns so weiter willst musst du schleunigst einkaufen
Ich will aber nicht, will nicht in einen Laden, will nicht in all den Trubel, nicht reden
Quasselnde Leute in tollen Klamotten, die Spaß haben, lachen können weil sie gesund sind....und ich!!!!!
O.k. Keiner weiß was und Niemand hat Schuld das ich eine Todgeweihte bin
Eben Schicksal und Schicksal stellt keine Fragen
Fragt mich nicht ob ich mein Leben schön finde, zufrieden, glücklich bin
Ja bin ich, nein falsch: „War ich!!!!“ - bis zur verhängnisvollen Diagnose. Wollte gute Mutter sein, dabei sein wenn
Goldkind wächst, Schule, dann Teenager, Flirts, Tanzen, Liebeskummer, all den verrückten Kram wie ich damals
Silberhochzeit mit Jan, noch viele Jahre hin, Jahre voll Glück, Jan ist mein Glück, Ruhepol, mein „Runterholer“
wenn ich zu hitzig bin, Jan ist alles. Meine Liebe, auch wenn ich ihm Trennung, Schreckliches antue
Jan ist in meinem Herz, immer, auch jetzt hier....nur es wird immer unerträglicher....Durchhalten Leni
Du hast es beschlossen...lange kann es nicht mehr dauern...bis
Jetzt fahre erst mal einkaufen – Zettel schreiben? Nein, ich schaue in alle Regale und kaufe was nötig ist
Zeit habe ich ja mehr als genug. Maskerade mit Kopftuch, usw. ist bestimmt nicht mehr nötig
Bin schon solange hier, lange genug um nicht enttarnt zu werden
Mache Shopping-Tour – Wie lächerlich – Freude kommt keine auf
Zeit vertrödeln....passt besser. So sagt man doch
Bis ich zurück bin ist es Abend, wieder ein Tag mehr in der selbst gewählten Ausgrenzung vergangen.....“







„Zins, Akte, Fahndung weiß ich inzwischen alles auswendig. Müssen nicht mehr nachsehen
Kein Fortschritt, nichts Neues“


„Ich stimme Ina zu, das ist Wiederholung hoch 10. Was meinst du Jan“


„Von Nirgend woher auch nur die winzigste Spur, nicht mal eine Vermutung
Doch die Mails....Nie wurden in der Vergangenheit Mails gesendet, quasi Premiere diesmal“


„Das wundert deinen Freund Luca auch Jan, er „tippt“ ja irgendwie auf „Helfer-Retter-Syndrom“ Hotte“


„Aber merkwürdig das nur unser Dezernat Mails bekommt und falls Hotte die Wahrheit schreibt ist Zins hier untergetaucht. O.k. Den Raubmord verübte er hier in Leipzig, nur.....Zins immer noch/schon wieder hier
Ein merkwürdiges Gefühl – der Kerl zum Greifen nahe – oder „verwandelt“ begegnest ihm – er kennt uns/wir erkennen ihn nicht – Nur was macht Zins ausgerechnet in Leipzig? Erst Raubmord...und nun... obendrauf konzipiert, plant er noch schrecklichere Grausamkeit...? - und Hotte will mit den Mails warnen“


„Helfer, o.k., wäre ja plausibel. Nur ich meine, das klingt jetzt blöd, doch irgendwie formuliert er so „persönlich, besorgt, mitfühlend“ So als ängstige er sich um Nahestehende, Bekannte, gute Freunde, „will vor Leid“ bewahren“
Doch Keiner kennt Hotte und umgekehrt wen sollte er in Leipzig gut kennen“


„Tja, auch wenn Hotte es ehrlich meint, wirklich „warnen, retten“ will drückt er sich unklar, zu rätselhaft aus. Alles viel zu vage für Zins Auffindung. Nur gut, dass trotzdem die landesweite Großfahndung, seit die Mail-Aktion bei unserer, nur bei der Polizei Leipzig eingesetzt hat, weiter läuft. Es wird wohl noch....“


„Sorry Jan das ich unterbreche. Doch das Video musst du dir ansehen“


„Ich Tom? Wieso?


„Der Fach-Räumer...dieser...verflixt mir fällt der Name nicht ein...“


„Udo Birgel....das ist ganz sicher Udo Birgel. O.k. Gealtert....die Jahre gehen auch an so einem gestandenen Kerl nicht vorbei“


„Du bist ganz sicher Jan, erkennst eindeutig Birgel, von uns bist du der Einzige der mit dem Typ zu tun hatte“


„Birgel war lange vor deiner Zeit, meine bevor du ins Team kamst, Tom und Ina du warst im Schwangerschaftsurlaub. Hajo, hält gerade langen Kriegsrat mit Sabine, Hajo kennt Birgel auch“


„Lange her meine Schwangerschaft. Fall Birgel abgehakt. Normalerweise...doch vor kurzem meldeten die Kollegen Birgel sei wieder aktiv“


„Die DNA wurde Birgel eindeutig zugeordnet, Ina....und jetzt...Das Video ist doch vom Bahnhof...aha die Kollegen werden aufmerksam....toter Winkel.....nun...weiter... da...ich glaube es nicht....Birgel...will...setzt an.....oh wird auf die Kollegen aufmerksam.....er rast.......und weiter?...
Haben die Kollegen mehr dazu berichtet, Tom?“


„Seit dem Überfall wo Birgels Fingerabdruck gefunden wurde ist ein Fahndungsfoto raus, Die Bahnhofspolizei wurde auf ihn aufmerksam, weil er auffällig um die Schließfächer herum schlich, Video belegt ja, dass er gerade zuschlagen wollte....zeichnete die Verfolgung weiter auf. Na ja bei der Menschenmasse, Anzeigentafel, Ecken und Winkel helfen auch die besten Überwachungs-Kameras nicht. 1 x taucht Birgel noch am Ausgang D auf und die Kollegen sind gehörig frustriert“


„Ist ja auch dreist was Birgel abzieht, ganz die alte Masche. Nach all den Jahren denkt man die Kerle kommen zur Vernunft“


Gibst du mal eine Kurzinfo, Jan....Raubüberfälle o.k. Das ist klar, aber nicht warum damals ihr, also die Mordkommission ermittelte“


„Fach-Räuber“ so nannte man ihn offiziell weil Birgel sich ausschließlich auf Schließfächer „spezialisiert hatte
Bahnhof, großen Center, Flughafen, Banken u.v.m. Aber Biegel knackte die Fächer nicht, er lauerte, beobachte solange bis die Leute ihr Fach öffnete und wenn Biegel etwas Wertvolles, Brauchbares „witterte“ hat er sich die Beute geschnappt . Brutal, ziemlich brutal, Biegel zerrte, riss, stieß die Leute um, Tritte, Schläge, 0 Hemmschwelle, attackierte die Opfer mit allem was er fassen konnte, ihm in die Finger kam. Verletzungen reichten von Hämatomen Prellungen, Frakturen, Gehirnerschütterung und..und..und. Doch dann hat er ein Opfer Schwerstverletzt, die Frau schwebte in Lebensgefahr und da wurde die Mordkommission, also wir mit eingeschaltet. Großes Polizeiaufgebot durchkämmte die Stadt. Ein Nachbar informierte uns, dass Biegel sich gerne auf Campingplätzen, Zelt, Wohnwagen, aufhielt. Beim 5. Platz bekamen wir ihn dann zu fassen. Die Anklageliste umfasste viele Raubüberfälle. Die Schwerverletzte überlebte zum Glück, aber der entscheidende Anklagepunkt lautet auf versuchten Totschlag, das Urteil, bin mir nicht ganz sicher, 6 oder 8 Jahre. Entlassen ist Biegel ja schon eine Weile, vielleicht untergetaucht, vielleicht probierte er mal mit ehrlicher Arbeit. Doch da man vor kurzem bei dem Raub seine DNA fand bedeutet wohl, das Biegel die Haft nicht geläutert hat. Nicht zu fassen, er macht da weiter wo er aufgehört hat“


„Damit ist er ja nicht allein, viele halten die Polizei für blöd und schon brennt´ s. Sollte Biegel jetzt noch so brutal sein, ist schnell ein Todesopfer zu beklagen, meint die Bahnhofspolizei. Ausgang D führt zur City-Passage, kein Bahngelände mehr. Die Passagen Security ist schon informiert und mit Meldung + Video alle hiesigen Polizeistationen. Der Einsatz wird schon laufen, du gehörst wahrscheinlich zu den wenigen, Jan, der Biegel in dem Passagen-Getümmel erkennt, eindeutig „rauspicken“ kann. Auf dem Video hast du ihn ja sofort identifiziert“


„Dann starten wir zu dem Einsatz unterstützen die Kollegen bei der Suche. Das Gelände ist ja leider sehr verwinkelt und unübersichtlich“


„Jan.....willst, willst du wirklich....meine ist das wirklich o.k. ...weil du, du....“


„Was Tom, weil ich was - was meinst du?“


„Na ja, bei dir lief es in letzter Zeit so anders....meine....und nun der Einsatz wo es in die Vollen geht“


„O.k. Reden wir ganz offen. Ich war mehr weg als hier, korrekter Dienst war das bestimmt nicht. Ich setzte mal Tage aus, mal Stunden oder auch mal ganz spontan. Meine Fehlzeiten sind länger als mein Arm. Wir sind ein Team, mein Verhalten euch gegenüber war unfair, rücksichtslos, total egoistisch“


„Es reicht Jan. Du hast keinen Grund dich hier anzuklagen. Es geht um deine Frau und du warst und bist in einer entsetzlichen Notlage für die es keine Worte gibt. Wir wünschen uns alle von Herzen das doch noch alles glücklich endet. Aber Rechenschaft über deine Dienstzeit wollen wir nie wieder hören....Verstanden???““


„Ina, ich bin euch das schul....“


„Jan sorry wenn ich mich so bescheuert ausdrückte. Ich wollte lediglich wissen ob du dich mit dem Einsatz nicht
übernimmst“


„Danke, danke ihr 2 für Verständnis, Unterstützung, Zusammenhalt.....danke für...für alles
Wie schon gesagt für meinen löchrigen Dienst in der Vergangenheit gibt es keine Beschreibung
Ihr wisst sicher auch, dass ich an die „Kette gelegt wurde“. Besser gesagt die gutgemeinte Auflage bekam nicht mehr einfach in ungewissen Zielen zu suchen.
Das ist für mich zwar Höchststrafe, doch leider auch einsehbar, es könnte zur Suche ohne Ende werden
Emotional ein qualvolles Hexenrad....aber...aber
Was ich eigentlich sagen wollte - seit geraumer Zeit seht ihr mich wieder hier, also im Dienst, gestern...heute...morgen...usw. Bis..bis...tja bis...
Meine sollte sich plötzlich etwas, irgendetwas Unerwartetes, Entscheidendes mit, bei Leni ergeben, könnte es sein, das ich aus dem Büro stürme....wieder plötzliche Abwesenheit, wieder unvorhersehbare Fehlzeit.....oder ich...ich..


„Jan wir haben längst verstanden, wissen was du meinst“


„Danke“ - „Tja, bin im Dienst, somit also auch zum Einsatz bereit. Es sei denn Tom, du traust mir das nicht mehr zu, hältst mich für ein Sicherheitsrisiko“


„Quatsch keine Arien Jan, komm endlich in die Hufen
Toll, wieder mit dir, hab die Einsätze mit meinem Kumpel total vermisst“









„Du bist doch total verrückt Leni, wie konnte ich nur soviel einkaufen
Vorrat für Monate, solange lebst du wahrscheinlich gar nicht mehr
Na ja zurückgeben geht nicht, dann schlemmst du eben üppiger in der nächsten Zeit
In der kurzen Zeit die dir noch bleibt, so muss es heißen, Leni, realistisch bleiben, Tatsachen ins Auge sehen
Für heute bin ich satt. Das Lokal ist empfehlenswert......Du kannst Niemanden mehr was empfehlen..!!!
Herr Kellner, bei Ihnen bedanke ich mich gedanklich. Ihr Menüvorschlag hielt genau das was Sie versprochen haben. Sie verstehen was von ihrem Fach, 5 Sterne für Sie, das Lokal und natürlich für den Koch
Es wird ja schon dunkel, solange war ich nie von der Hütte weg, doch es war schön, wirklich ein schöner Tag
Mal raus aus der Einöde, bummeln, Besichtigungen, Kino, Eis essen, habe keine Sekunde an Krebs gedacht
Wie im Urlaub, ich habe es genossen. Ja Leni, sei ehrlich zu dir, ich habe mich wohlgefühlt, es mir gutgehen lassen
Und jetzt – Gewissensbisse, ich amüsiere mich und mein Jan muss hart arbeiten
Aber jetzt hast du...hoffentlich...Dienstschluss, Liebster
Jan du bist und bleibst mein Schatz, mein Liebster obwohl dich inzwischen eine andere Frau so nennen soll
Hör auf mich, ehrlich Jan wie ich es im Abschiedsbrief geschrieben habe, eine andere Frau an deiner Seite
Das ich dich, euch verlassen habe, ach Jan, Liebster, ich hasse mich so sehr dafür
Aber es musste sein, gab keinen anderen Weg um dir das leidende Elend zu ersparen
Allein darfst du herzensguter Mensch nicht bleiben. Wenn ich an meine Eifersuchtsszenen denke....furchtbar,
schrecklich, bitte verzeih Liebster
Wie schnell sich alles wendet. Jetzt wünsche ich sogar ganz innig das eine Andere dich ehrlich, aufrichtig liebt
Vielleicht seid ihr ja gerade jetzt zusammen und unserem Goldschatz hast du mit deiner einfühlsame Art längst all das „Komische“ die Veränderungen erklärt
Es zerreißt mir das Herz mein Kind und eine andere Frau, Mutter...
Will, muss mich mit dem Positiven trösten das unsere Dana eine gesunde Mutter braucht....in den Schlaf weinen
Schlaf!!! Ein schöner Tag, aber ich bin auch sehr, sehr müde
Ich hasse dieses kalte, leere, einsame Bett....Mit Träumen von dir Liebster und dir Goldschatz wiege ich mich in den
Schlaf und morgen
Morgen schreibe ich wieder an meiner Geschichte - „Roman“. Nur gut das nie Jemand den Unsinn liest. Aber irgendwie muss ich ja die Zeit totschlagen.....Tod??? Was für ein Hohn, mein Tod steht bevor“











„Den Binz hast du ja ganz bekehrt, Jan“


„Bekehrt?? Was soll denn das heißen, Hajo?“


„Na ja, von knallharter, sturer Anklage, zu umfangreichen, gut recherchierten Bearbeitung. Von hart, zu nachdenklich, menschlich, na „weich“ eben“


„Das hat doch nichts mit mir zu tun, Hajo“


„Ich meine aber doch Jan.
Die Anklage Biegel, unserem Fach-Räuber. Als Binz die Anklageschrift brachte, meinte er es sei für unser Team die erste Anklage vom „neuen Staatsanwalt“, nicht knallhart, verbissen, ehrgeizig Höchststrafe erzwingen“


„Sondern....???“


„Sondern angepasst, Tom, sachlich, nach umfangreicher, gewissenhafter Recherche und Überlegungen, real, „menschlich“ eben, so wie er zugesagt hätte sich um positive Änderung zu bemühen. So hat er das Schriftstück auch formuliert.
Binz hat seine „Veränderung“ bei eurer Endlosunterredung dir versprochen Jan. Klopf dir auf die Schulter,
gut gemacht du Hobby-Psychologe“


„Stopp deine Lobeshymnen, Hajo. Binz konnte Biegel wegen seiner Raubtour ja schlecht eine Tötungs-Anklage anhängen, lebenslänglich fordern. Seine Anklage ist angemessen - Punkt


„Bescheidenheit ist eine Zier...doch weiter kommt man ohne ihr“ Du kennst den Spruch, Kollege“


„Geht es zur Abwechslung auch mal ohne deinen Kommentar, Tom“


„Ich mein ja nur Jan. Der ganze Biegel-Einsatz mit allem drum und dran mit dir gemeinsam hat endlich wieder gepusht – wie in alten Zeiten“


„Tom, musste das sein?“


„Sorry Hajo, mir so raus gerutscht.Hättest dabei sein sollen, Jan und ich und er so ganz souverän“


„Ich habe nicht gezählt Tom, aber es waren viele Kollegen beteiligt ohne die es nicht zur Festnahme gekommen wäre“


„An dich hat Biegel sich aber erinnert Jan, gleich erkannt. Sein erstauntes „KOK Maybach“- Gekrächze hab ich ganz genau gehört“


„Na und, für „Wiedererkennen“ verleiht die Polizei keine Orden. Vielleicht gar nicht so gut jahrelang die gleichen Aufgaben zu tätigen, präsent für Wiederholungstäter. Sollte mal nachdenken ob ich mich umorientiere“


„Hajo, in unseren Protokollen steht alles genau. Jan hat gerade seinen melancholischen.....oder schweigsamen“


„Die Protokolle sind o.k. Tom. Kann mir gut vorstellen was abging. Polizisten 14. Revier, Security, 2 Mann Mordkommission, genau wie damals, Biegel sorgte für gehörigen Aufwand. Aber Revierleiter Kollege Ucker meint der Einsatz beweise gute Zusammenarbeit der Abteilungen“


„Für Jan musst du lauter sprechen, Hajo, der fühlt sich nicht angesprochen“


„Tom fahr langsam wieder runter, du musst Jan nicht in seinen Posten zwingen. Es läuft doch
Aber wenn du Jan weiter so beschallst flüchtet er vielleicht“


„Wollte nur ein bisschen motivieren, nett sein.....bin ja schon still“












„Jetzt verstehe ich Luca weshalb Jan und Hajo von deiner „Grusel-Meldung“ nichts wissen dürfen
Nur Luca – Ina und ich wir kapieren nicht die Bohne warum sich Hottes-Mails ausgerechnet auf Jan beziehen sollen


„Ina, Tom Hotte schreibt doch bei Zins laufe schon wieder grausame Rache an ?Unbekannt?, in Leipzig. Der/die Opfer leiden psychisch schon furchtbar, seien bereits im sozialen Sog/Abstieg. Doch Zins würde weiter und weiter machen, alles Qualvolle einsetzen, bis zur totalen Vernichtung...Wunden, gar Tod. Hotte will, nein ihr müsst das schnellstens verhindern, stoppen, Zins fassen, verhaften. Hottes „Hilfe-Ruf“ wiederholt sich wieder und wieder“
Zum 1. x merke ich noch an, nie zuvor schlug Hotte Alarm


„Wir kennen die Mails auswendig, Luca. Doch du hast Toms Frage nicht beantwortet: „Warum, warum soll gerade Jan Zins Zielscheibe sein?“


„Ihr habt Zins nach dem Mord der Anlageberaterin als „Zeugen“ vernommen und da kam es doch zum Eklat mit Jan“


„Das weißt du Luca...wieso...von Jan, oder?“


„Richtig, Jan hat mit mir gesprochen nachdem Zins als Mörder feststand und seine Verbrechensliste nach Köln führte
Später rief Jan mich noch mal an weil ihm das mit Zins nicht aus den Kopf ging. Es war doch wohl so, dass „Weltschlauster“ brüskiert war, von einem „Kölner-Depp, Polizisten-Jeck“ befragt zu werden, Vernehmung „unter seiner Würde“, Jan mehrfach beleidigte. Viel schlimmer aber Leni als „Nutte“ zu beschimpfen. Doch beim Hinausgehen, obwohl Tom die Befragung fortsetzte, auf Jan mit abartigen Blick „Bösen Blick“ zielte“


„Ja der „Böse Blick“ blieb uns nachhaltig in Erinnerung, wir redeten oft darüber, aber das Jan darüber mit dir spricht. Fühlt er sich „verhext“,bedroht, hat Jan Angst?“


„Nein Jan ängstigt sich nicht, meinte damals ich halte ihn wohl für kindisch, doch nie zuvor hätten ihn Blicke so nachdenklich gemacht, bewegt. Da wir uns in Köln „leider“ oft mit Zins abgeben müssen, fragte Jan ob vergleichbares schon vorgekommen sei, bzw. Andere von Zins Blick berichten. Tja und es gab in der Vergangenheit einige die schon unter Zins „Bösem Blick“ zitterten, ihn als verhextem Magier verwünschten, Schutz verlangten weil Blick = „meine Abrechnung „Rache“ folgt garantiert“ für die Betroffenen bedeutete. Für Jan war es Bestätigung dass er noch bei klarem Verstand war. Ich erzählte ihm noch einiges von „Magier Zins, all dem „eingebildeten übersinnlichen Wundern“ mit denen Zins prahlt“. Das Thema war danach für Jan erledigt, „Böser Blick“ abgehakt“


„Ja und weiter, Luca..?“


„Nichts weiter Ina. Bei allen folgenden Kontakten redeten Jan und ich über allgemeine Polizei-Arbeit, bzw. Zins Fahndung
Ich bin es, ich habe, na ja nennt es Visionen, meine Vorstellungen. Seit Hotte mailte, dass Zins bei euch, in Leipzig sei und was er Schreckliches am Laufen hat, lässt mich der Gedanke nicht mehr los, dass sich alles gegen Jan richtet, er Zins Zielscheibe ist“


„Du „kennst Zins in- und auswendig“ Luca. Wir kriegen das nämlich irgendwie nicht auf die Reihe. Erkläre es uns, beschreibe es mit allen Für und Wider, Vortrag für Doofe“


„Quatsch keinen Unsinn, hat doch nichts mit doof zu tun. Möglich das ich total kirre bin, so durchgeknallt, Gespenster sehe. Andererseits schlage ich mich schon ewig mit Zins herum...na und Jan, fast schon brüderliches Verhältnis, bei ihm reagieren die Fühler hypo-sensibel. O.k. Hier meine Erklärungen/Vorstellung langatmig, „umständlich“, ausführlich, holprig
Ihr habt viele Unterlagen über Zins erhalten, Gutachten, Beurteilungen, aber auch seine Selbsteinschätzung: Quasi „Allmächtiger, der alles darf, kann, auch strafen, verurteilen, wen, warum und wann er will, auf seine Art und mit seinen „eingebildeten“ übernatürlichen Kräften“


„O ja, der Papierberg von „Teufel“ Zins ist Horror hoch 10, als sei kein Mensch sondern fürchterliches Ungeheuer an Werk“


„Erinnert euch, dass Zins auch bestraft was wir, andere für nichtig halten bzw. oder wenn „Hoheit“ sich schlecht behandelt fühlt und genau das ist in eurem Büro bei der Vernehmung geschehen. Ich wiederhole mich, doch damals fühlte sich „Weltschlauster“ brüskiert von Jan. einem „Kölner-Depp, Polizisten-Jeck“ befragt zu werden. Für „Hoheit“ schwere Beleidigung, absolut würdelose Behandlung, zutiefst in seiner Ehre verletzt“ Für Zins hat Jan mit dem belanglosen Kram, dem NICHTS schwere „Verbrechen “ begangen für die „Vollstrecker Zins“ ihn hart bestraft
Dann noch Leni.....sorry die Dramatik ahnte damals Keiner....Leni war nur kurz und zufällig im Präsidium. Mit „Nutte“ machte Zins seinem Zorn Luft, denn er ist rasend eifersüchtig, neidisch auf Glück, bzw. auf alle Paare die sich verstehen, wo es harmonisch, emotional, liebevoll stimmt (Zur Erinnerung: Seine 4 Ex-Frauen wurden zu bedauerlichen Wracks) Zins Wut endet meist mit Zerstörung, er muss Liebe ausrotten, die oder den Glücklichen für ihr Schönes...Gefühle/Emotionen bestrafen, er wird zum „Ehe-Richter“
Bei Zins dem „Herrscher“ muss alles was „Großes, Mächtiges, gewichtiges, hartes“ sein, ohne Ausnahme. Das bezieht sich auch auf „seine Anklagen/Bestrafungen“ Einiges davon hat er Opfern in der Vergangenheit angetan
Bei den Gutachtern führte es damals fast zu Panik, herrschte quasi Entsetzen als er denen damals „seinen Gesamt-Racheplan vorsetzte“ Unsere entsprechenden Berichte liegen euch vor. Wird/wurde es Wirklichkeit, angewendet, real...????? In Hottes Mails.sind alle grausamen Phasen „Seines Gesamt-Racheplans“ aufgeführt
Phase A: Harte Prozeduren....A-Z.?????...für Zielperson, Opfer psychisch und physische zerstören, Fall, Abstieg erzwingen – B: Sucht/Abhängigkeit von Drogen, Alkohol, Medikamente, etc. C Verletzen, quälen, verwunden, die Mittel dazu sind zahllos, Messer, Kugel, Schläge – evlt. Tötung/Mord „Richter Zins fällt und vollstreckt natürlich seine Todesstrafen, selbst zum Henker ermächtigt“ D: Folter, Zins giert, lechzt nach Folter, die Bilder seiner alten Wohnung belegten das. Der ist ganz wild mal die Peitsche zu schwingen oder die Streckband zu betätigen. Klingt blöd, aber scheint als seien ein paar Gehirnzellen von einem Folterkeller blockiert. Zins großer Wunsch, nur gut, dass man Folterwerkzeug nicht einfach im Supermarkt kaufen kann.
Ich sagte schon, dass es das erste Mal in all den Jahren und vielen Verbrechen ist, dass Hotte sich rührt, etwas zu hören bzw. zu lesen ist. Ich vermute Zins Arroganz steckt dahinter. „Welt-aller-klügste Hoheit“ will Anerkennung, Lob, Bewunderung für seine Machwerke/Grausamkeiten, demonstrieren das er alles, absolut alles kann. Veröffentlichen kann er den abnormalen Horror nicht, also deckt er Hotte damit ein und gutgläubig, naiv wie „Retter-Hotte“ nun mal ist, fruchtet es auch. Hottes Mail werden immer flehentlicher., Zins Details sind ihm egal, er will helfen, helfen, verhindern das es zum Schlimmsten kommt
Zins könnte wer weiß wo sein, Großfahndung läuft ja noch und da meldet Hotte: LEIPZIG. Utopisch das er wegen Jan hier ist, Zins gibt sich nur mit Großem, Wertvollem ab. Aber lt. Hotte ist er hier, euer Präsidium ist hier, incl. „Täter Jan“ , Jan, Zins „Schwerverbrecher“, den muss er für die Taten ja unbedingt noch bestrafen. Zins („eigene, suspekte“) Anklageliste ist lang: 1. „Ehre verletzt 2. Beleidigung 3. Würdelose Behandlung 4. Zuschauer von Eheglück Leni/Jan zu sein Kurz und völlig normal, “harmlos“.Bei Zins eine Zumutung, Beleidigung für die Augen und überbekloppt: „Sexistisches Verhalten in der Öffentlichkeit“. Für Jan müssen es harte, entsetzliche Strafen sein, bis zur Vernichtung

Wie das wandelbare Chamäleon gerade aussieht weiß man leider nie. Möglich, dass sich die Wege von Jan und Zins irgendwann kreuzten.Vielleicht hat er Jan nur von Weitem gesehen...oder fuhr am Präsidium vorbei und: „Gong“
Egal....Zins ist jedenfalls am Drücker, unbemerkt kann er Jeden und alles ausspionieren, beobachten, planen, Jan privat, im Dienst, Wohnung, Familie, usw., usw. bis zum großen Knall, sorry, meine, er setzt seine Taten um = Start der Rachetour, gleichzeitig beginnt Hotte mit „Retter-Mails“


„Du hast alle Mails bekommen, Luca. Korrekt Hottes Mail wiederholen Zins Rache-Phasen.. Demnach müsste Jan.....
er müsste......Jan ist hier, bzw..er macht Dienst, kümmert sich um Familie, Wohnung...er ist unversehrt....keine Krankheit....Wunde in letzter Zeit....wir meinen.....“


„Ihr denkt ich schockiere euch mit erfundenen Gruselgeschichten“


„Nein, nicht, aber....“


„Ja, vielleicht bin ich komplett verrückt, steigere mich in etwas hinein was es nicht gibt
Bedenkt aber bitte, dass Hotte zwar alle Phasen von Zins Rachewerk aufführt, doch nicht wann, bzw. ob schon geschehen. Bei Hotte steht manchmal auch „planen“ und Jan ist dem Rächer sicher, sorry, meine Jan läuft ihm nicht
weg
Andererseits....Seit Leni weg ist hat sich bei Jan viel geändert...Ablauf – Umfeld - Handlungen.quasi als wirke „Zins Phase 1“ Abstieg perfekt“


„Abstieg – Wie kommst du darauf? - Jans Abstieg??


„Beim Ausspionieren sind Zins Veränderungen bestimmt aufgefallen: Kein Ehepaar Maybach mehr in der Öffentlichkeit, Leni nirgends zu sehen, auch am/im Wohnhaus nicht, Margot sorgt für die Kleine, für die ganze Familie – Zins-Fazit: Leni ausgezogen, Scheidung eingereicht, weil Jan brutal...zu oft besoffen...fremdgeht...oder, oder, gibt zahllose Trennungsgründe. Ohne Frau führt Jan Lotterleben, vergnügt sich tagelang in der Ferne – folgert Zins wenn Jans Auto tagelang weg ist, (Er auf Suchreise nach Leni war). Jans Fehlzeiten sind bei Zins Suspendierung, abgehalfterter KOK hat Mist gebaut, daneben benommen. Lange tätigte Jan nur Innendienst, für Zins bedeutete das garantiert Degradierung.
Wir kennen die Realität, Jan ist einer furchtbar verzweifelten Situation, die schon viel zu lange dauert....und was hat es aus ihm gemacht????

Sind wir doch mal offen und ganz ehrlich: Jan sieht grauenhaft aus, total durch den Wind, psychisches und physisches Wrack, abgemagert, eingefallen,. Um Jahre gealtert und damit meine ich nicht nur dass Jans Haare immer grauer werden. Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst, ein leichter Stoß und Jan haut es aus den Schuhen.......und wir stehen daneben und können ihm nicht helfen. Sorry, das musste mal raus – zurück zu Zins
Jans Zustand lässt Zins triumphieren „Abstieg Rache Phase A“ wirkt bei Jan extrem hart. Arrogant glaubt „bildet“ sich der „Allherrscher“ ein, dass er Jans Veränderungen..“Abstieg“ mit „seinen einmaligen magischen Kräften
bewirkt hat
Könnte sein, dass Zins Jans verzweifelten Zustand lange „genießen“ sich daran aufgeilen will Phase B Abhängigkeit glaube ich kaum das Jan gefährdet ist. Mit Alkohol und Drogen hat er nichts im Sinn und vorige Woche sagte er mir, dass er auf Beruhigungs-Pillen verzichtet – Jan will sich nicht „dopen“
Über Zins Folter-“Wunschtraum“ wurde genug geredet. Klar, bei Hotte prahlt er damit, schüchtert ihn ein.


„Bleibt die bedrohlichste Phase, Luca. Mit Waffe...XYZ könnte Jan schwer verwundet, gar getötet werden“


„Moment ihr zwei. Was ich gerade schilderte waren meine „Annahmen, Visionen, Ängste...“, die ihr doch sehr
bezweifelt habt“


„Sorry Luca, am Anfang schon. Aber deine Schilderungen erinnerten uns an Zins dicke Akten. Utopisch ja, doch von einem Sadisten, Schwerverbrecher, TEUFEL, vollbracht,bzw. Ausgesagt und du kennst Zins noch besser als wir.
Ist doch verständlich, dass dich Vorstellungen, Ängste plagen. Unser aller Fazit ist: Zins ist brandgefährlich und unberechenbar, zu allem, wirklich allem fähig. Ständig gibt es Meldungen von unvorstellbar Grausamen. Selbst wir Polizisten glauben doch schon lange nicht mehr alle Verbrechen zu kennen. Zins zählt auch zu denen, noch eine Tat dazu, noch gruseliger, noch blutiger und nun...Vielleicht hat er Jan im Visier, vielleicht aber auch das oder jenes plant, mit Dem oder. Der ----“Person Unbekannt ?????“ abrechnen will. Auf jeden Fall müssen wir agieren, alle erforderlichen Maßnahmen treffen,zu verhindern versuchen - Jan eingeschlossen. Selbst wenn es überflüssig oder umsonst ist wir müssen handeln.. Wir würden uns nie verzeihen wenn Jan etwas passiert weil wir untätig waren“


„Jan kommt in Schutzhaft, Die schnellste und sicherste Maßnahme“


„Der schnellste Weg um Jan in die Klapse zu schaffen
Tom, Gefängnis ist Horror für Jan, wieder in einer Zelle eingesperrt dreht er durch“


„Ja sorry, Kowalskis Denkapparat hat gepennt, Jan ist ja „Zellen-gebrandmarkt“


„Schutzhaft wird wohl auch kaum angeordnet, weil die Kölner Polizei „utopische Visionen“ faselt.
Zur Erinnerung, wir 3 wollten den Ball flach halten. Bei Schutzhaft stoßen wir Jan direkt mit der Nase drauf“


„Personenschutz! Wir stellen Kollegen zu Jans Überwachung/persönlichem Schutz ab, rund um die Uhr“


„Ina Jan ist Polizist. Jeder Polizist „spürt“ sofort das er bewacht wird, „riecht“ den Beschützer von Weitem
und Jan hat das damals bei uns in Köln schon „erlernt“ bzw. wir wurden entsprechend geschult“


„Mehr Sicherheit/Schutz hat die Polizei nicht zu bieten oder gibt es in Leipzig „Wundermittel?“


„Leipzig hat keine „Wundermittel?“ Luca., aber wir können doch nicht faul die Hände in den Schoß legen, so tun wie „Meine Name ist Hase ich weiß von nichts“


„Wie wäre es denn wenn ihr soviel als möglich um/mit/bei Jan seid...Beispiel Einsatz, nicht Jan allein sondern mit einem von euch....oder „Ich fahr dich nach Hause Jan will in der Nähe was erledigen....Last euren Erfindergeist raus Tom du z.B.lädst dich zum Bier, Skat, Männerabend ein
Bei dir Ina sind Fr. Maybach oder die Kleine doch immer ein Grund zum Besuch“


„Gebongt Luca, mit unseren Schmeichel-Lügen“ sind wir bald Jans Untermieter“


„Für Untervermietung ist Jans Wohnung ungeeignet, aber ihr macht das schon, aber bloß nicht verplappern
Das ist ganz wichtig, auch kein Wort zu Hajo, bleibt alles unter uns 3“


„Versprochen Luca, wir schüren Jans Aufregung bestimmt nicht“












„Hattet ihr in letzter Zeit Kontakt mit Luca?“




„Hallo, Erde an Ina....! Hallo, Erde an Tom...!“


„Hast du gerade etwas gesagt Jan?“


„Ja allerdings, ich sagte bzw. fragte euch ob ihr in letzter Zeit Kontakt mit Luca hattet“


„Was meinst du mit Kontakt Jan und Lu...Luca – Luca so war doch der Name?“


„Bekomme ich von dir eine vernünftige Antwort, Ina?


„Ich habe gar nicht zugehört, Jan. Sorry, aber ich muss mich weiter auf meinen Bericht konzentrieren“


„Hoffe, deine Gag-Time war nur kurz, Tom und dir ist jetzt eingefallen ob es Kontakt mit Luca gab.
Kleiner Tipp: Luca, Kölner Polizist und Informant bei unserem gemeinsamen Fall“


„Ach dann meinst du bestimmt deinen alten Partner und guten Freund aus deiner Heimat“


„Geht´s noch Tom??? Ich spreche doch nicht chinesisch und veralbern kann ich mich selbst“


„Hättest du dich klarer ausgedrückt, Jan. Nur Luca, es gibt viele Männer die Luca heißen, aber mit Freund, Köln,
Kollege kann ich doch was anfangen“


„Oh wie schön, dass wir das endlich geklärt haben. Also....gab es Kontakt mit Luca“


„Nein wir hatten zwischenzeitlich keinen Kontakt mit Luca, Jan
Aber warum ist dir das so wichtig. Immer Luca...Luca. Kann, macht, hat er was Besonderes? - Überwissen – Zauberkraft?


„Was geht denn jetzt ab? Bin ich in der falschen Abteilung oder im falschen Film? Oder herrscht Kollegen-Amnestie
Seit wir nach Zins fahnden hatte jeder von uns es schon mit Luca zu tun, beraten, ausgetauscht, informiert, und, und, eben all das was man macht wenn man einen gemeinsam Fall bearbeitet und da frage ich mal und schon....
Erkläre mir das Tom, erkläre mir warum du so einen „Aufstand“ machst wegen der einfachen Frage nach Luca, bzw. Stand der Dinge bei Zins“


„Zins, Jan – Zins vor allem, Zins bei dir ständig im Focus. Du brennst geradezu wegen Zins und das steht mir bis hier. Ich finde es zum Kotzen, dass du bei dem Fall den Daumen drauf hältst als sei es DEIN alleiniger besonderer „Sonder-Spezialfall“. Du prustest dich dermaßen als großartiger, einzigartiger Zins Elitejäger auf. Das ist so was von unkollegial, egoistisch, unfair von dir nur an deinem Spezialfall zu arbeiten. Alles andere ignorierst du, total uninteressant für dich. Dir ist völlig schnuppe, dass wir ein Team sind, die Mord- und nicht nur die Zinskommission. Wir, die Mordkommission haben aber außer deinem „Spezialfall“ , noch andere Verbrechen zu bearbeiten, an denen auch du dich beteiligen müsstest, endlich mal die Finger rühren könntest“


„Gong!!! - Der schallt gerade in mir. Ich bin eben gegen die Mauer geknallt - Blackout – Totale Verwirrung, ich kapiere gar nichts mehr....
Erinnere mich aber, dass unsere aktuellen Fälle Okonek, Haberwitz, Bettendorf und Litschke sind. Richtig? Korrigiere mich falls die Namen falsch sind oder ich einen Fall vergessen habe. Wenn ich noch nicht völlig verblödet bin arbeite ich an jedem Fall mit. Vernehmungen, 2., 3. Tatort-Besichtigung, Spurenbewertung, Befragungen allein oder mal mit dir Ina oder dir Tom, Berichte getippt, unterschrieben und in jeder Akte findet ihr „Maybach“ ,ist von mir etwas protokolliert oder gegengezeichnet. Wenn ich nicht unter Wahnvorstellungen leide verfolgten wir beide Tom im Okonek-Fall einen Verdächtigen, des weiteren Auswertungen, Besprechungen, Analysen, all das was zur Aufklärung gehört. Bisher nannte sich das Ermittlungen und ich bildete mir bis jetzt ein daran beteiligt zu sein. Für euch war ich untätig, anscheinend unsichtbar.. Ich ziehe sofort meine Tarnkappe aus und hole jetzt bei Sabine den Obduktionsbericht von dem Opfer Litschke, unserem „neuesten“ letzten Mord, wenn mein geschädigtes Gehirn nicht irrt. Unterwegs flehe ich, flehe ich ganz, ganz innig, dass bei meiner Rückkehr der Level wieder auf „Normalität“ steht und euch der Obduktionsbericht Beweis genug ist. dass ich sichtbar, anwesend bin und an unseren Fällen mitarbeite“


„Aua, aua – Krass, megakrass - Das war jetzt aber total daneben“


„Ich war überzeugt, dass Jan mir auf die Fresse haut. Du hast mich total hängen lassen, Ina
Feige von dir einfach abzublocken“


„Ich habe gekniffen Tom, tut mir leid....aber als Jan mich fragte hatte ich plötzlich einen dicken Kloß im Hals
Ich habe Jan noch nie belogen, garantiert hätte ich mich verplappert
„Schummel-Lüge“ ist schnell und einfach gesagt, aber wenn es darauf ankommt.....“


„Meinst du Jan ist sauer, schleudert schreiend seine ganze Wut heraus?“


„Das weiß ich nicht Tom....so eine – weiß überhaupt nicht wie ich es nennen soll....? – Situation, ja Situation hatten wir noch nie“


„Mensch, Mensch das ist Schei....zum Kotz.... Was machen wir denn nun?“


„Verhaltensregeln gibt es keine für so was Un-Un-Unmögliches
Wir 2 bereden noch mal alles, überlegen....vielleicht hilft es ja“











„Du fühlst dich miserabel Leni, aber nicht weil du krank bist
Jetzt ist Ehrlichkeit angesagt!!! - Sei ehrlich zu dir selbst, keine große Aktion, erfährt ja Niemand. Bist ganz allein in deinem selbstgewählten Exil
Leni, dir geht es miserabel weil du ein ganz schlechtes Gewissen hast genau ab dem Tag wo du in der Stadt warst
Da war alles wie es sein sollte...müsste. Normalität-Realität, das wahre, richtige Leben
Paare, Mann und Frau, reden, lachen, diskutieren, streicheln....Harmonie....Vertrautheit...Liebe
Bummeln, laufen...alles, alles dabei...den kleinen Liebling nicht zu vergessen – der treuste Freund Hund
Schaufenster haben sie angesehen, gegessen, Eis geschleckt, getrunken, auf Bänken die Sonne genossen, andere unter Bäumen im Schatten, viele mit Kindern, große, kleine, von Babys im Kinderwagen bis Teenager.
Es klang so schön das fröhliche Kinderlachen, fröhlich, unbeschwert wie Kinder nun mal sind beim Spielen, herumtollen,mit den bunten Bällen, Puppen, Autos
Ganz anders die Großen, Teenager, diskutieren mit ernster Mine mit Eltern, so jung aber lang, schon viel größer als die Erwachsenen, viele sind den Eltern schon über den Kopf gewachsen....aber normal
Alles was du gesehen, erlebt hast Leni war normal, Realität wie du, wie wir sie auch hatten....unsere Familie..
mit meinem Mann...meinem/unserem Kind..Kindern, Benni unserem Großen....bevor ich, bis ich..ich
Ich sehne mich so sehr danach, so sehr, so innig nach unserem Glück, Wärme, Geborgenheit, Liebe
Es tut so weh, die Sehnsucht schmerzt unerträglich. Doch die Schuld..., schuldig bist du Leni, nur du allein
Untergetaucht, abgehauen wie eine Verbrecherin. Von jetzt auf gleich, plötzlich unerreichbar, „Unsichtbar geworden“ …....Familie verlassen...Jan im Stich gelassen -Ehebruch?-
und unseren Sonnenschein, sie ist doch noch so klein, wie soll Jan ihr das nur erklären?
Jan, meine Güte Jan, ich habe ihm Zentnerlast aufgebürdet, Riesenverantwortung, zu viel, zu schwer, das schafft, erträgt auch mein Jan nicht. Verständnis und Gutmütigkeit hat Grenzen, ich habe Jans Grenzen weit überschritten
Meine Flucht das ist so..so..Gemein, verantwortungs-, rücksichtslos, hartherzig. Alle halten mich für bekloppt weil
ich keinen Grund, genannt habe. Geschockt, alle auflaufen lassen, Leni...Leni wie konntest du das nur tun und nun
Jammerst du darum, geschieht dir recht das es dir miserabel geht.....aber das andere?
JA, JA, JA ich sehne mich zurück – bin allein kann es mir ehrlich eingestehen
-------Soll ich...Rückkehr!!!...Es treibt, treibt mich so sehr – nein, die Sehnsucht ist es, zurück zu allem Schönen was ein Herz, mein Herz braucht. Mache es Leni, du fährst gleich los. In ein paar Stunden, noch vor Einbruch der Dunkelheit bist du endlich wieder bei deinen Lieben. Da gehörst du hin, nur da und nicht in diese Einöde
Entschuldigen muss ich mich, 1000 x entschuldigen und um Verzeihung bitten. Auch bei Papa, oh wird der böse sein, nichts verwöhnte Tochter, übers Knie legen wird er mich wollen, gekränkt in seiner Polizisten Ehre: „Tochter auf der Flucht und HK findet sie nicht, ungeklärter Fall. Ich werde reden, muss Papa viel erklären. Der Brummbär wird grollen, beruhigt sich bestimmt bald

Jan, Jan ist am schlimmsten betroffen. Ich habe ihn sitzengelassen, unsere Ehe gebrochen „verraten“, gestehe es dir ein Leni, verraten habe ich unsere Ehe. Mein Abschiedsbrief hat Jan wenig oder gar nichts genutzt – Zuviel ist zu viel, vielleicht hat Jan mich schon aus seinem Leben gestrichen, fühlt nichts mehr für mich, denkt nicht mehr an mich Ich habe ihn zutiefst verletzt, irgendwann kann auch mein herzensguter Jan nicht mehr. Vielleicht führt er jetzt ein ganz anderes Leben. Ohne mich und ohne unsere Kleine – Nein, niemals Jan liebt sein Kind, seine Kinder, er ist der herzallerliebste Vater, würde alles, absolut alles für Dana und Benni tun, aber ich???
Jan, ach Jan ich liebe dich doch so sehr, können wir da fortfahren was ich aufgegeben habe..unser Glück, Harmonie. Freude, Liebe...kannst du mir all das Fürchterliche noch mal verzeihen Jan. Ich muss zu ihm, muss zu meinem Mann, ------Du bist zu euphorisch Leni, Jan ist kein Hanswurst...Wenn er mir seine ganze Wut ins Gesicht schreit? Mich aus der Wohnung wirft? Mich längst aus seinem Leben, seinem Herz gestrichen hat?
Bist du feige, Fr. Maybach? Zu Ungeheurem warst du fähig und jetzt kneifen????
In den Boden stampfen werden mich Alle- Papa, Freunde, na eben Alle, trotzdem muss ich zu Jan – er ist der Entscheider – blöder Ausdruck, warst schon mal intelligenter Leni. Bei und mit Jan entscheidet sich aber alles. Muss ihn sehen, sehen wie er reagiert, vor ihm stehen, ganz nah und dann.....
Schluss jetzt mit nachdenken, Pläne schmieden, Taten zählen, bringen Gewissheit –
Los jetzt Leni - Koffer packen, alles Nötige einpacken, Papiere nicht vergessen


Bald ist alles verstaut. Wie flott das geht, na klar bin ja auch mächtig aufgeregt


STOPP LENI STOPP – STOPP!!!!!!
Was machst du denn, du kannst nicht zurück, nicht zu Jan, Goldschatz, Papa, nirgend wohin Der KREBS!!!!
Du hast die verdammte Krankheit, deswegen bist doch hier, musst hier bleiben trotz aller Sehnsucht, Herzschmerzen,
Emotionen. Das quält dich doch die ganze Zeit schon, seit der 1. Minute gleich bei der Abfahrt und es wird weiter brennen, stechen, schmerzen, noch viel schlimmer werden. Aber du wusstest es, wusstest von Anfang an das es entsetzlich wird. War deine Entscheidung – Sicher ein Skandal meine Flucht, aber ich kann das nicht...bringe es nicht über mich die Leidende, Todgeweihte zu sein.
Der Krebs, dieser tückische Teufel ist unberechenbar. Heute noch Ruhe und plötzlich, kann schon morgen sein schlägt er brutal zu
Schmerzen, Körper fällt zusammen, Schweiß, ekliger Schweiß rinnt, Qualen, reißt und zerrt, Schreie, Kraft schwindet......dahin siechen. Wie Mutti, sie war so tapfer, Papa so bemüht um sie, aber entsetzlich wie sie dalag, meine Mutti so eine schöne Frau

Das kann ich nicht, will keine Zuschauer beim dahin siechen. Zu nichts mehr fähig, füttern, waschen, Schnabeltasse ansetzen, Medikamente eingeflößt, Schleim, sabbern wie ein Baby, abgewischt/gesaugt, fließt weiter und weiter, Stimme hat längst versagt, nur noch Geröchel, erste Transfusion, künstlich ernährt werden, noch mehr Transfusionen,
1 Draht, 2,3 durch verdammte Maschinen am Leben gehalten, aber nur noch ein „Nichts“, „Wrack“, „Häufchen Haut und Knochen“. Jammern, umnebelt vom Morphium, Schmerzen, noch mehr wimmern
Nein geht nicht, kann ich nicht, unmöglich, will ich nicht. Niemals!!! Für Papa das 2. x, zu belastend, kommt alles mit Mutti wieder hoch und Dana
Um alles in der Welt, sie ist viel zu klein, ein Kind, Riesenschock, würde schreiend weglaufen vor meinem gräßlichen Anblick. Begreift doch nicht warum ihre Mama......Nein, nein, unser Goldschatz soll weiter unbeschwert bei ihrem herzensguten Papa aufwachsen. JAN!!!
Oh ja wenn mein lieber Jan wüsste....Er würde alles, alles für mich tun, sofort auf unbestimmte Zeit beurlauben lassen. Pfleger, Unterstützer, Schwester, Versorger, Kraft- Trostspender, rund um die Uhr, zuhause oder in der Klinik nicht von meiner Seite weichen, mit seinen sanften Fingern meinen ausgemergelten Körper streicheln, so Wärme geben , meine Hand halten bis zuletzt, mit Blicken zärtlich umkreisen. Stumm trösten, Kraft spenden, Mut machen...während sein Herz weint weil unser Glück bald je zerstört ist. Jans Augen können stumm sprechen, ja das tun sie . Das Leuchten in seinem Blick sind stumme Botschaften, von Herzen, innig, sanft wie eine streichelnde Feder. Ich weiß, spüre das Jan sich aufopfert, dabei selbst leidet, krank wird, am Ende ausgelaugt, schwach----
Doch du musst gesund bei Kräften bleiben Jan für unser Kind. Sie braucht dich, deine Liebe, Schutz, du musst sie allein großziehen, wirst ihr trotzdem guter Vater/Eltern sein
Koffer auspacken und nie wieder ausgeflippte Heimreise-Gedanken
Es tut mir leid Jan, entschuldige Papa, sorry Alle, Alle.Wenn ich fern bin erfahrt ihr die Wahrheit und werdet mich hoffentlich verstehen und mir verzeihen.













„Gut das du in mein Büro kommst Jan. Ich muss unbedingt mit dir reden“


„Aber du hättest doch rufen können, Hajo. Ich wäre sofort gekommen
Also....Was habe ich falsch gemacht, wie viele Fehler oder Beschwerden, wo, bei wem totalen Mist gebaut. Ich höre!“


„Quatsch keinen Unsinn Jan. Es gibt keine Fehlerliste, keine Kritik, es geht nicht um Polizeiarbeit“


„Sondern? Du musst den Grund schon nennen Hajo. Ich kann nicht hellsehen“


„Jan, es geht um dein arbeiten, Einsatz, dein machen und tun, deinen, kapierst du DEINEN Dienst“


„Nein, das kapiere ich nicht Hajo. Wahrscheinlich bin ich blöd, doof, begriffsstutzig
Aber gerade eben sagtest du es geht nicht um Polizeiarbeit.....und jetzt sprichst du vom Dienst
Unter Polizeiarbeit verstehe ich Dienst und umgekehrt......oder habe ich irgendwas verpasst?“


„Stell dich nicht doof Jan, weißt sehr wohl was ich meine, willst mich nur gerade nicht verstehen
Du hast längst gescheckt das ich deinen Einsatz, ja genau deinen übermäßigen Einsatz = Arbeit meine
Von hier nach dort, abhetzen, d e i n e Fälle, rein, raus, Büro, Außendienst, Stress, Stress, wieder Stress und das die ganzen Stunden lang“


„Das ist ganz normaler Dienst, Hajo, so läuft es die ganzen Jahre schon. Teamarbeit betone ich, falls du auf Alleingänge anspielst „Maybach-mein-Fall-Bearbeitung“ gibt es nicht. Läuft mit Ina und Tom, mit einem von beiden, ja auch mit dir. Erinnere dich an unsere gemeinsamen Ermittlungen. Warum hängst du das jetzt so hoch?
Dienstalltag, alles wie gehabt, ganz normale Polizeiarbeit“


„Bei dir ist schon lange nichts mehr normal, Jan. So geht das nicht weiter. Hier machst du Fulltime-Job und zuhause geht’s weiter. Die Familie, Papa sein, Verantwortung/Pflichten, Kindererziehung. Dann noch deine Mutter. Ich schätze Margot wirklich sehr.. Aber, sie ist auch anstrengend und ich bin mir sicher, dass sie dich sehr fordert.
Der Druck/Sorge um Leni belastet dich am meisten, du kommst doch gar nicht mehr zur Ruhe, zum schlafen Jan
Stichwort Schlafen! Wann schläfst du überhaupt, Jan? Gar nicht, stimmt´s?


„Ach Hajo – das hatten wir doch alles schon. Nicht nur einmal sondern immer und immer wieder. Sicher sind es auch wieder die gleichen Antworten auf zig mal gestellte Fragen. Sage dir deshalb auch wieder:
„Zu wenig Schlaf“ das musst du gerade sagen Hajo. Kannst du die Nächte die du hier im Büro verbringst überhaupt noch zählen“


„Das ist etwas völlig anderes Jan. Auf mich wartet zu Hause Nichts und Niemand. Keine Familie, Aufgaben, Verpflichtungen wie bei dir“


„Genau wie vorausgesagt, die Antwort hatten wir schon. Du dramatisierst alles viel zu sehr, Hajo, ich hab´s im Griff. Es läuft doch alles, nimmt seinen Gang. Kein Grund zur Aufregung. Es ist besser wenn wir unter das „Dauergerede“
einen Schlussstrich ziehen“


„Das werden wir nicht tun und ich sage es die noch deutlicher: Schau doch mal in den Spiegel Jan, da schreit dir ein Wrack, ausgemergelter, eingefallener, alter Greis entgegen“


„Unser Büro ist für Schönheitswettbewerbe auch nicht vorgesehen. Kleiner Tipp Hajo: Wenn du meinen Wrack-Anblick nicht erträgst einfach durch mich hindurch schauen, übersehen, unsichtbar“


„Schluss jetzt mit deinen blöden Witzen Jan, verdammt ich mache mir Sorgen um dich. Du trittst ab sofort kürzer.
Arbeitest halbtags, stundenweise oder nur noch 3 Tage Dienst pro Woche. Anordnung, Befehl vom Chef, verstanden?“


„Sorry Chef, Befehlsverweigerung. Ich hatte schon soviel Auszeit, nicht schon wieder Untätigkeit. Kennst doch das Sprichwort: „Arbeit ist die beste Medizin“
Also abgemacht, Hajo, ich mache Dienst wie bisher“


„Das du immer deinen Kopf durchsetzen musst. Na gut, abgemacht, keine Änderung Du arbeitest wie bisher, Jan Aber unter einer Bedingung, dass du endlich mal zu/über/von Leni alles raus lässt“


„Hajo, ich soll......?“


„Ja du sollst es dem Alten endlich nachmachen. „Oh Wunder, ich Hajo, nichts mehr Panzer, plötzlich Weichei, Plappermaul, schütte dich andauernd mit Gedanken, Ängsten, Kindheitserlebnissen von Leni, Vermutungen, Plänen, Leidenszeit meiner Frau, meinen blöden Träumen zu, jammere herum, usw., usw., usw.
Jetzt bis du dran, Jan. Los raus damit: Wie ist dir zumute, wie fühlst du dich, ausgebrannt, am Ende, erdrückt von Tonnenlast Sorgen, Ungewissheit, bist du verzweifelt, wütend, voller Angst, Hoffnungslos- oder Hoffnungsvoll,
Fragen, immer neue, andere Fragen, nagen die zahllosen Fragen schon an deinem Verstand. 1000 Möglichkeiten, Pläne, Überlegungen, welche Vision spuckt gerade in deinem Kopf herum?????
Fange endlich an, rede, „mach´s Maul auf“,spuck´s aus, l, Emotionen, Zustand, schreie, jammere, lass alles, alles raus, Jan, Gefühle, den ganzen Druck, Tränen, weine, klage, heule..............aber öffne dich endlich, Jan“


„Seelenwäsche.....Soll mein Inneres nach außen kehren....Du erwartest doch nicht wirklich eine Seelenwäsche von mir, Hajo...???“


„Dann eben Seelenwäsche, nenne es wie du willst Jan, aber öffne dich, rede endlich mit mir“


„Hajo. du kennst mich lange genug, weißt das ich mich damit schwer tue
Mama macht schon genug Aufstand, will mich ständig „röntgen, durchleuchten“. Jetzt kommst auch du noch und setzt die Brechstange an
Sorry, ich kann das nicht. „Mir liegt das Herz nun mal nicht auf der Zunge“


„Deine Verschlossenheit, die „alles alleine, alles mit mir selbst ausmachen-Tour“ fand ich nie gut, Jan. Das jetzt kannst du unmöglich allein schaffen. Früher oder später wirst du krank, gehst daran zugrunde wenn du alles in dich hineinfrisst. Du schaffst das Jan, nur wir beide....Komm, bitte rede mit mir“


„Du entschuldigst mich, Hajo, ich gehe jetzt besser“


„Hiergeblieben, verdammt noch mal Jan. Muss ich dich windelweich prügeln, schla...“


„Nicht aufregen Hajo, ganz ruhig komm, wieder runter....Du willst mir gut, helfen. Ich bin wirklich sehr dankbar für deinen Beistand
Alles was du sagst ist zutreffend, richtig. Schweigen....alles alleine ist völlig daneben, doof, ungesund, widerspricht allen medizinischen-psychologischen Aussagen, nicht hilfreich, erschwert, verschlimmert alles und es frisst und frisst trotzdem immer schneller, tiefer, bis einem die Verzweiflung die Luft abschnürt....Endstation: Gummizelle
Ja, ich benehme mich wie der größte Idiot...aber trotzdem springt der Motor nicht an. Ich kann keine Fähigkeiten her zaubern, fix rauslassen, zum „Emotions-Plappermaul“ werden was ich fast 50 Jahre nicht schaffte
Nichts für ungut, Hajo. Therapiestunde beendet, „Durchleuchtung“ erledigt, „Seelenwäsche“ abgehakt“ sauste Jan zur Tür


„JAAAAAAAAN du kommst auf der Stelle zurück“


Doch die Tür war verschlossen, Jan saß schon an seinem Platz


„Irgendwann dreh ich dem Kerl den Hals um – Nicht Gattenmord... „Schwiegersohnmord“
Ach Leni, Leni wo soll das bloß hinführen.........“



















„In den Boden gestampft hat mich Ingo wieder, bin ein Wurm, nur Dreck für den Teufel
Jawohl Ingo ist Teufel, Monster, das größte Ungeheuer und er macht weiter.
Meine Güte welche Grausamkeiten mag er dem Kommissar schon angetan haben und die Frau...
Mit der Diagnose, als Todgeweihte leidet sie sicher entsetzlich......unvorstellbar
Und der Teufel Ingo Zins amüsiert sich, lacht, lacht nur wie er mich gerade auslachte
Hätte ich mir ja denken können, immer dasselbe, Teufel Ingo zieht alles durch bis seine grausamen Pläne vollbracht sind.
Warum rede und rede ich....der wievielte Versuch das Ekel zu stoppen, die schrecklichen Vorhaben abzubrechen
war das jetzt schon
Ein elendiges Gefühl wenn man so abgekanzelt, herablassend beleidigt wird. Als Trottel, Fußmatte benutzt
Ja Hotte mit der Schlauheit hast du es nicht so. Mit all den Intelligenten kannst du nicht mithalten, wohl Geburtsfehler wie all das Krumme, Schiefe bei mir, leider angeboren wie die Hässlichkeit
Trotzdem weiß mein naiver Denkapparat was Schmerzen, Leid und Sterben bedeutet
Wie sehr die arme Frau sich grämt, trauert und wie weh, qualvoll der Kommissar an Satan Ingos Brutalität leidet und ich muss es stoppen, helfen, verhindern was noch geht. Es darf nicht zum Schlimmsten kommen
Ich bin der Einzige dem Ingo seine ganzen Horror-Pläne genau mitteilt, ich muss, muss unbedingt was tun, muss helfen, retten
Retten...Retter, oh weia Hotte ein Held bist du ja nicht – Trotzdem, das ist dein Gewissen Hotte was da schreit
Los du Feigling, auf die Polizei brauchst du nicht hoffen, die rührt sich einfach nicht. Weit und breit nicht zu sehen
Sirenengeheul, Blaulicht bilde ich mir nur ein, kapier ich nicht , geht doch um einen Kollegen
Wo seid ihr??? Warum helft ihr nicht endlich??? Ihr seid doch Freund und Helfer. Oder sind Polizisten untereinander so stur. Wie kann man nur bei einem Kollegen so gemein, kaltherzig sein. Immer wieder schicke ich euch Mails
Warnungen, Tipps, Hinweise, ihr wisst längst was los ist, das ihr euch beeilen müsst...................
…...............Vielleicht weil Mails aus Internet-Treff, sowie anonym sind, kümmert ihr euch nicht um Anonymes oder darf die Polizei vielleicht nicht, Verbot, Gesetz oder wie man das nennt
Ins Präsidium!!! - Klar, da muss ich hin, Mensch Hotte hätte dir gleich einfallen müssen
Weiß zwar nicht welche Abteilung, auch nicht wie der Kommissar aussieht – hat Ingo nichts drüber gesagt
Dafür seine Wut damals raus gefaucht: „Oh, dem Zarten, Empfindlichen wurde sooooo wehgetan, so schlecht behandelt, beleidigt“. - Nicht ablenken Hotte, denk was du im Präsidium machst

Abteilung suchen, fragen dauert zu lange, zu kompliziert. Gleich vorne beim Pförtner, Anmeldung oder wie das heißt dem erzähle ich vom Kommissar „Maybach“ so muss er heißen. Die arme Patientin, die Frau heißt Maybach also heißt der Mann auch Maybach, Kommissar Maybach. Gibt sicher im Präsidium nur einen Kommissar Maybach.
Vom Pförtner zur Abteilung, denen erzähl ich alles, aber alles von A-Z über Ingo, den Mord, Rache und die Betrugs-Lügenpraxis. Die Polizei macht Freudensprünge wenn sie vom Versteck hört, zack-zack Verhaftung, Gefängnis
Fahr zur Hölle Ingo !!!!!


…..............................Halt Hotte – so geht das ja gar nicht....
Dann stoße ich die Polizei auch auf mich, kennen die mich und das wo Ingo mich erpresst, immer wieder droht alles auf mich zu schieben. Das macht der Verräter eiskalt, so klug wie der reden kann, tricksen, lügen überzeugt er die Polizei ganz schnell das ich die Anlageberaterin ermordet + seine ganze Verbrechenslatte noch dazu. Ich brumme lebenslänglich und der Satan biegt sich vor Lachen. Kannst nicht ins Präsidium gehen Hotte, auf keinen Fall
….........Was mach ich den nur, der Kerl muss, er muss gestoppt werden – soll ich wieder schreiben
Aber die Polizei macht doch nichts, waren meine Mails vielleicht...? Ja du weißt doch das du ziemlich dumm bist Hotte. Kann sein . Das ich was doofes geschrieben habe, zu umständlich, primitiv, so verwirrt das die nicht sich keinen Reim drauf machen können
Du musst genauer, besser schreiben Hotte. Den Namen muss ich unbedingt mitteilen, Kommissar Maybach und Adresse. Adresse ist gut, wichtig, schreibe ich in Fr. Maybachs Krankenakte ab und andere Einzelheiten
Die Mail muss gut werden, so gut das die genau Bescheid wissen....noch mehr.Zeit für Ingo um grausam weiter zumachen.
Hoffentlich ist es dann nicht zu spät“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 03 Okt 2017, 19:21

Frühmorgens hetzte Jan aus dem Schlafzimmer mit einem kleinen Koffer in der Hand
„Ich fahre umgehend los….verreise….nur kurz….längstens ein paar Tage
Sorry, dass ich euch so überrumpele…..aber es kam über mich wie….na egal
Mama du kommst doch inzwischen alleine klar, kennst dich ja bestens aus
Du bist schon lange selbstständig Benni, unterstützte aber bitte deine Oma ein wenig“


„J..A..N.!!!.....a.a..aber Jan?“


„Stopp….Moment mal Papa..!!!...Was geht hier gerade ab
Bist du so gütig und erklärst uns was das alles zu bedeuten hat“


„Bitte entschuldigt meine Hektik, aber ich weiß jetzt.....glaube jetzt sicher zu wissen wo ich Leni finde
Das mir das nicht früher eingefallen ist….Ich bin so ein Idiot!!!
Aber jetzt muss ich sofort los, dass versteht ihr doch sicher“


„Nein Jan das verstehen wir nicht und wir wollen es auch gar nicht verstehen
Du bist gerade dabei dich schon wieder in eine Enttäuschung zu stürzen
Das lasse ich nicht zu, Junge…Hast du die vielen vorherigen Reisen schon vergessen….
Vor jeder Suche warst du so hoffnungsvoll….und dann….Nein, tue dir das nicht wieder und immer wieder an
Lange warst du vernünftig Jan….Junge…sieh doch ein das dein Herum hetzen alles nur verschlimmert“


„Mama ich will nicht herum hetzen….Ich will…..wie soll ich sagen…Nein anders
Mir fiel plötzlich ein bestimmter Ort ein…..
Der „Treffer-Gedanke“….das „Blitz-Wunder“…ihr erinnert euch sicher…wisst was ich meine
Seit diesem Moment lässt mich das Gefühl nicht los Leni dort zu finden
Bitte erwartet keine Erklärung von mir, es kommt von tief innen….Emotion….Liebesmagie…
Ihr habt natürlich recht….auch diese Reise kann wieder mit einer Riesen-Enttäuschung enden….aber..aber
Aber wenn ich nicht fahre mache ich mir ewig Vorwürfe“


Dana schaute schon lange auf den Koffer neben Jan, langsam kam sie heran, mit jedem Schritt verzog sie ihr kleines Gesicht missmutiger….“Nicht wegfahren…Papa, du musst bei mir bleiben..“ erklärte sie da aufgebracht


Benni redete aber dazwischen „Du bist also nicht umzustimmen Papa
Dein Entschluss steht fest..du wirst fahren…Oh ja, du fährst ganz bestimmt, den Gesichtsausdruck kenne ich
Du lässt dich von nichts und Niemanden aufhalten“


„Mein Großer, bitte verstehe doch…“


„Ach Jan, wir verstehen dich
Ja, Benni und ich verstehen dich sehr gut, Junge
Aber was soll denn nur werden wenn du wieder enttäuscht zurückkehrst
Ich mache mir große Sorgen um dich Junge….sehe dich schon erschöpft, verzweifelt irgendwo zusammengebrochen liegen
Doch gerade jetzt musst du bei Kräften bleiben Jan…Dana, Benni…wir Alle brauchen dich doch“


„Du darfst nicht wegfahren, Papa…hier bleiben Papa, du sollst hier bleiben“ meldete sich Dana wieder, schluchzte, und da flossen auch schon Tränen


Jan durchfuhr es wieder mal, dass Dana sich rasend schnell entwickelt hatte, ihre Stimme, Sätze sprach, vor kurzem waren es doch noch geplapperte Worte....und ihre Tränen, Weinen...
Wie tröste ich meine Kleine, wie nur???? überlegte er verzweifelt, verschaffte sich kurz Bedenkzeit, umarmte erst
seine Mutter: „Mama, ich verspreche dir stark zu bleiben, egal was mich am Ziel erwartet
Du musst mir glauben, dass ich nicht siegessicher losfahre…nicht jubiliere: „Gleich stehe ich vor meiner Frau….diesmal wird bestimmt alles gut“
Dana schaut mich nie wieder an wenn ich als…als „klappriges Wrack“ zurückkomme
Nein… im Ernst, ich weiß das ich gebraucht werde….. von Dana sowieso, na und überhaupt
Ich stehe zu meiner Verantwortung und nach meiner Rückkehr beweise ich dir das auch wieder
Glaube mir bitte Mama…..großes Ehrenwort“


„Ehrenwort“….jetzt stoppt Papa Keiner mehr, Oma. Mir kommt gerade die Idee ihn zu begleiten
Meine….so als Sani..Aufpasser, wenn dich das beruhigt Oma“


Margot starrte Benni an: „Was hast du vor?….Wie Sani?....Ich verstehe nicht…?“


„Du bleibst hier, Papa, hörst du mich“ schluchzte, schrie, und weinte Dana herzzerreißend, alles gleichzeitig


Jan hörte Bennis nicht, bekam auch das folgende Gespräch zwischen Oma und Enkel nicht mit
„Nicht weinen meine Kleine, den Papa zerreißt es ja wenn er deine Tränen sieht“ drückte er Dana liebevoll an seine Brust


„Bleibe bei mir Papa......nicht schon wieder wegfahren Papa, nein, nein…ich lasse dich nicht fortgehen“ schluchzte,
wiederholte die Kleine immer wieder während noch dickere Tränen rollten


„Leider muss ich noch mal wegfahren, Schätzchen…Nicht lange….ich bin bald wieder bei dir…
Pst, pst….beruhige dich doch Kleines, bitte…..und nicht mehr weinen“ wischte Jan ihr behutsam die Tränen vom Gesicht


Aber Dana weinte weiter, stammelte immer wieder: „Du musst hierbleiben Papa…hier bei mir sollst du bleiben…du darfst nicht wegfahren Ich will nicht allein sein…..du hast mich nicht mehr lieb……Böser Papa...du bist ganz, ganz böse“


„Goldschatz, ich lasse dich bestimmt nicht allein…Nur kurz…Papa ist ganz schnell wieder bei dir…
Versprochen mein kleiner Liebling….Nicht weinen“ drückte Jan die Kleine noch inniger an sich, trocknete ihre Tränen, streichelte wieder und wieder beruhigend über ihre Haare, dachte: („Sie wird sich nicht beruhigen, egal was ich sage oder mache und es ist doch alles so verständlich, ihr Weinen, Schimpfen, Angst....alles, alles zu belastend für ein Kind....Sicher ich bin der Böse.......Kann sie nicht mal trösten“)


„Böser Papi…“ kreischte Dana noch lauter
Ein Tränenmeer floss aus den kleinen Augen….“Du darfst mich nicht allein lassen“ wiederholte sie herzzerreißend schluchzend immer und immer wieder die kurzen Sätze: „Du sollst nicht wegfahren….du hast mich gar nicht mehr lieb….Böser Papa Hierbleiben..hier bei mir bleiben musst du…..Du bist ein böser, ganz böser Papa“


Jan konnte seine Tränen kaum noch unterdrücken, wisperte verzweifelt: „Ich muss fahren Engelchen..
Versuche die Mami zu fi….…Möchte dir doch die Mami wiederbri…….Nein, bloß keine Hoffnungen schüren……..Ach wenn du mich nur verstehen könntest, meine Kleine….
Papa lässt dich nicht allein, hörst du mein Schatz, ganz bestimmt nicht“ beschwor Jan seine Tochter dann flüsternd: „Ich bin bald wieder bei dir weil ich dich sehr, sehr lieb habe. Nicht mehr weinen…mach es mir doch nicht so schwer, Goldstück…bitte, bitte nicht mehr weinen“ trocknete er zum x-ten die Tränenflüsse ab


Zwecklos der Tränenstrom sprudelte schon wieder, Dana ließ sich diesmal auch vom Papa nicht beruhigen
„Hierbleiben…böser Papi“ trommelten ihre kleinen Fäustchen jetzt auf Jans Brust und von neuem kreischte sie ihr „Herzensleid“ heraus


Mit feucht glänzten Augen flüsterte Jan: „Pst, pst, pst…ruhig….mein Schätzchen beruhige dich doch“ Er fühlte sich so hilflos, verzweifelt, wusste nicht mehr was er tun sollte, streichelte Dana schon unaufhörlich, mal zärtlich das Köpfchen, kraulte ihr den Rücken, trocknete ihre tränennassen Wangen


„Na Schwesterherz, jetzt sind wohl die Ablenkungskünste vom großen Bruder gefragt“ nahm Benni sie auf den Arm


„Loslassen Benni, lass mich sofort runter“ kreischte Dana noch lauter, wackelte, zappelte so flink bis sie aus Bennis Armen rutschte, fix wieder neben Jan stand
Noch ein Schritt, dann wäre Jan aus der Tür getwesen, doch schon „klammerte“ sich die Kleine an sein Bein
Wütend stampfte sie auf den Boden, schrie, schluchzte noch lauter, herzzerreißender ihre „Anklagen“ zum xten Mal heraus
„Ich will das du hier bleibst Papa......Böse, du bist sooooooo böse.......Du darfst mich nicht alleine lassen“


„Das ertrag ich nicht….meine Kleine so leiden zu sehen“ schloss Jan gequält die Augen
Behutsam nahm er seine Tochter nochmal in die Arme: „Ich lasse dich nicht allein mein Schatz“ wisperte er mit einem Riesenklos im Hals und drückte sie wieder innig an sich, küsste zärtlich ihre tränennassen Wangen, flüsterte ihr ins Ohr: „Mache es mir nicht so schwer Goldstück, Papa ist bestimmt bald zurück“


„Jetzt wartet aber erst mal dein Lieblings-Frühstück auf dich“ griff Benni jetzt zum 2. x zu, löste die Umklammerung seiner Schwester vorsichtig, aber energisch und verschwand mit ihr in der Küche


Jan lehnte sich erschöpft draußen an die Tür, nun konnte er die Tränen nicht mehr zurückhalten
Er zitterte am ganzen Körper, Danas Schluchzen noch zu hören ließ ihn erschauern
„Das verzeiht sie mir nie……bleib hier, Jan….du mutest dem kleinen Herzchen zu viel zu
Ich verliere meine Tochter....Bleibe der böse Papa, sie wird sich von mir abwenden, entfremden
Wenn ich zurück bin will sie nichts mehr von mir wissen.....Also abbrechen, damit ich nicht auch noch mein Kind verliere....oder.....Was mache ich bloß...........????????.......
Ich muss kleiner Schatz, ich muss, muss….du verstehst das noch nicht….aber ich verlasse dich nicht, ganz bestimmt nicht....bin schnell wieder bei dir

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 03 Okt 2017, 20:08

Kann es dir nicht erklären, Kleines....der…dieser Gedanke, Leni..die Stelle ist wie ein..ein Motor
Ja ein Motor“ presste Jan die Hände auf die Augen…“ein Motor, der sich nicht mehr abstellen lässt“ raste er dann wie vom Teufel gehetzt die Treppe hinunter







Ina ging langsam zum Chefbüro, meinte leise: „Hajo, ich will dir ja nicht zu nahe treten….
Aber dein Grübeln bringt doch nichts. Jan wird sich bestimmt wie versprochen am Ziel melden“


„Über so Blitzmeldungen muss ich doch grübeln. Was will Jan denn mit der Tour beweisen
Er markiert den tollen Abenteuer. Es wurde an allen, betone allen Stellen nachgefragt
Blödsinn, der große KOK will sich nur wichtig machen“


„Hajo, bei allem Respekt…..deine wenigen Reisen mit Leni sind ewig her
Jan hingegen hat schon in einigen Ländern mit deiner Tochter Urlaub gemacht
Was, wenn er sich gerade jetzt an einen Ort erinnerte, der Leni sehr gut gefiel….oder…oder
Vielleicht auch nur ein Platz, der eine besondere Bedeutung für die 2 hat
Das ist doch keine Wichtigtuerei…..Ich vermute stark, dass Jan einem Gedanken….seinen Gefühlen folgt“


„Wenn er nur eine kleine Andeutung gemacht hätte…..aber nein
Mein Herr Schwiegersohn gibt wie immer den großen Schweiger“


„Tja, dass liegt wohl in der Familie. Fasse dir mal ganz schnell an die eigene Nase, Hajo“ lästerte Tom


„Ha, ha…sehr witzig, Großmaul. Nach Lachen ist mir aber jetzt nicht zumute.
Verflixt es geht um meine Tochter, Jan wäre verpflichtet gewesen mich mitzunehmen“


„Du auf dem Beifahrersitz….oh nein Hajo…..dann hätte Jan sich schon 10 x verfahren“


„Wie redest du denn mit mir, verdammt noch, inzwischen ist wohl ganz in Vergessenheit geraten, dass Leni meine Tochter ist
Die ganze Zeit hat Jan das respektiert…auf meine väterlichen Gefühle Rücksicht genommen….und jetzt
Blitzreise…..der „liebe Schwiegersohn“ denkt nicht mal mehr an mich“


Ina beschwichtigte: „Jan denkt an dich, Hajo und das weißt du auch…“


„Ach nee…….und warum dann nur eine knappe Info am Telefon und schon legt er wieder auf
Ich hasse es so kurz abgespeist zu werden und das weiß der Heimlichtuer auch
Ein, zwei Sätze hätten schon genügt…..….Jan hätte sich ruhig klarer ausdrücken können…nein müssen“


„Vielleicht wollte Jan dich nur schonen, Hajo, keine falschen Hoffnungen wecken“


„Ich kann mich zwar nicht so feinfühlig ausdrücken wie Ina, aber ich schließe mich ihrer Meinung an“


„Was wollt ihr 2 „Feinfühligen“ mir eigentlich sagen…..los spuckt es aus?“


„Vermutlich weiß…weiß Ja…Jan….weiß er selbst nicht was er sagen soll“ stammelte Ina
„Aus irgendeinem Grund, den nur er kennt, sucht er plötzlich wieder nach Leni
Aber Jan ist nach den vielen Enttäuschungen bestimmt verunsichert, hat Angst wieder erfolglos zu sein
Was erwartest du denn von ihm Hajo?
Hätte dir Jan sagen sollen: „Ich fahre nach X..Y…Z….Ausgang ungewiss….Lass dich überraschen“


„Ist schon gut…ist ja schon gut…Ich habe es kapiert….Ein Vater tickt anders als der Ehemann
Das wollt ihr mir doch klar machen. Jan schuldet mir keine Rechenschaft über sein Handeln…seine Reisen
Aber inzwischen sorge ich mich nicht nur um Leni sondern auch wegen ihm
Jan der ist…ist doch fix und fertig…Die Belastung erdrückt ihn…Leni…die Familie….Dana
Wenn das Drama nicht bald ein gutes Ende findet, dann reißt es ihm den Boden unter den Füßen weg
Jan erledigt zwar hier seine Arbeit scharfsinnig wie immer, aber im Ernst, ich ängstige mich, dass er bald wegen der entsetzlichen Verzweiflung den Verstand verliert“


„Die Angst plagt uns schon lange Hajo
Jan ist zwar mein Partner, hart im Nehmen. Aber kein Mensch, auch Jan nicht, verkraftet ständig Tiefschläge“


„Vielen Dank auch für deinen beunruhigenden Beistand. Aber vielleicht denkt ihr mal daran, dass Jan gerade jetzt sein schlimmer Zustand zum Verhängnis werden kann...Autounfall – schwerer Unfall – und dann..? Margot und ich können unmöglich Vater/Elternersatz für die Kleine sein. Weinen, all die Fragen „Wird Papa wieder gesund“ „Wann kommt er“ „Wo hat Papa Wunden?“


„Hajo du darfst gerade jetzt nicht so schwarz sehen. Jan ist von allen Fahrten unbeschadet zurück gekehrt
Wir lassen dich aber wohl besser jetzt in Ruhe, Hajo“ schloss Tom die Tür , leise fragte er dann aber Ina:
„Könnte Jans plötzlicher Aufbruch evtl. von Zins fingiert, eine Falle von dem Kerl sein“


„Das dachte ich auch kurz, Zins steckt aber auf keinen Fall hinter Jans Aufbruch, weil er nichts von Leni weiß.
Er hat sie kurz bei seiner Vernehmung hier gesehen, weiß das Jan verheiratet, bzw. Leni seine Frau ist, aber mehr auch nicht. Erst danach ist Leni verschwunden, Fehldiagnose, begann Jans aufreibende Suche, Zins Fahndung lief da schon auf Hochtouren“


„O.k. Zins können wir ausschließen, doch irgendwas muss doch hinter Jans überraschender Reise stecken. Lange war nichts und dann düst er sofort los. Das ist doch nicht normal“


„Ach Tom, ich dachte wirklich du kennst Jan inzwischen, hast bemerkt, das er sich bei Vielem von seinen Emotionen leiten lässt. Er sagte, dass er sich an einen Ort erinnere, bei dem er das starke Gefühl habe Leni könne, müsse dort sein. Jan garantiert nicht, tönt nicht „Ja das ist es bestimmt“ , versichert nicht 100%%. Er folgt seinen Emotionen und sehr oft traf er damit ins Schwarze. Wünsche Jan so wie ich doch den lange ersehnten Erfolg, viel Glück das Familie Maybach endlich wieder vereint ist“


„O.k., o.k, ich hab´s gecheckt, .Mit Jan dem Gefühlvollen komme ich Tom das Rauhbein nicht mit. Trotzdem wünsche ich ihm eine Superladung Glück, Erfolg, Sterntaler, Herzilein, 1000 Engel, endlose Wolke 7, Hufeisen....“


„Es reicht jetzt, Tom“
























„Soll ich nicht doch besser umkehren, so ausgeflippt wie ich bin dürfte ich gar kein Auto fahren
Reiß dich endlich zusammen, Jan, du bist nicht allein auf der Straße
Aber zurückfahren…..Nein das kann ich nicht….Das ich mich jetzt, gerade jetzt daran erinnere
Der Gedanke muss doch etwas bedeuten…..nur was?….Ja was?
Bilde dir jetzt bloß keine übersinnlichen Kräfte ein, Maybach
Jan du bist KOK, ein kleiner, dummer Polizist, kein Hellseher
Seit Lenis Verschwinden hatte ich zahllose Erinnerungen.
Ist doch ganz normal, schließlich bin ich in Gedanken meiner Frau immer nahe
Aber diesmal ist….fühlt…es sich anders an….magisch…lässt mich nicht mehr los
Ach Jan, mach dir nichts vor…Belüge dich nicht selbst….Bleibe realistisch, ehrlich..
So oft dachtest du schon, da und dort…hier und jetzt findest du Leni bestimmt
Jedes Mal wurdest du grausam enttäuscht… müsste längst in der Gummizelle sitzen
Quatsch…Dana braucht mich, na ja..Benni auch noch ein wenig….Erstaunlich wie viel Kraft mir die Kinder geben
Stark bleiben Jan, hörst du, egal wie viel Überwindung es dich kostet…wie es in mir aussieht geht Keinen etwas an
Für meine Frau…das Drama oder besser das Unfassbare brauche ich Bärenkräfte……
Bärenkräfte???……Wie sich das anhört…
Ach Schatz, was geschieht nur mit uns….mit dir Liebes….erfahre ich es jetzt endlich
Dana!!!...Wenn ich wieder ohne die Mami zurückkomme….Unser kleines Goldstück wieder, nochmal, immer weiter vertrösten…bis…bis…Verflixt nein, unsere Tochter braucht ihre Mutter
Ruhig Jan…Komm wieder runter….Überlege alles noch mal genau
Du bist wegen der Erinnerung wie verwandelt, überzeugt, dass du Leni dort findet
Jetzt steuerst du das Ziel an…..aber die wievielte vergebliche Fahrt ist das eigentlich?
Was tust du dir bloß immer wieder an, warum drehst du nicht einfach um Jan…….?????
Ich kann nicht, schaff´s einfach nicht weil das Gefühl…die Vorstellung mich nicht los lässt….ich mir sicher bin…
Nein Jan, sicher ist gar nichts. Mach dir doch nichts vor, bleibe auf dem Boden der Tatsachen
Diese Fahrt kann genauso enttäuschend enden wie alle zahllosen Reisen zuvor
O.k. Maybach, fasse dich, tief durchatmen, zusammenreißen bis du am Ziel bist
Wenn Leni nicht dort ist……dann….dann darfst du auf gar keinen Fall die Hoffnung verlieren
Zuhause wartet Dana auf ihren Papa und nicht auf einen Trauerklos
Ich will versuchen, ihr wenigstens eine einigermaßen behütete, glückliche Kindheit zu bieten“














„Was geschieht denn jetzt mit mir?….Das kenne ich ja gar nicht…Was hat das nur zu bedeuten?
Ich bin so aufgeregt….aufgelöst…abgehetzt…stehe völlig neben mir….Total aufgeregt…warum nur?…
Mensch Leni, es geht los….stell dich jetzt bloß nicht blöd, du bist schon so solange darauf gefasst
Sei dankbar, dass es dir bisher einigermaßen ging. Gegen alles was jetzt folgt bin ich machtlos
Endstadium, das Chaos herrscht nun in deinem Körper, bald wirst du dich vor Schmerzen krümmen, schreien
Ich sollte mich besser hinsetzen oder legen bevor es mich von den Beinen reißt
Ruhig bleiben, wozu die Aufregung, kenne schließlich doch alles von Mutti, auch die Schmerzen
Puh..!!!....Raubt mir den Atem…Hätte nicht gedacht, dass es gleich zu Beginn so qualvoll schmerzt
Schmerzen?????....Moment mal?….Schmerzen..das sind doch keine Schmerzen….
Mir tut nichts weh, aber ich zittere, Schweißausbrüche, Schwindel….Aufregung pur…ahne, fühle
Habe ich den Verstand verloren, ich muss doch Schmerzen, Aufregung und Gefühle unterscheiden können
Gefühle, natürlich ich fühle mich ständig zu meiner Familie, meinem geliebten Jan hingezogen..und bin doch so fern
Die Sehnsucht nach unserem Kind und Jan, die unerfüllte Liebe zu ihnen brennt so stark, ich vermisse sie so sehr
Ich rege mich auf weil ich meine Lieben nie wiedersehe. Seit der Trennung bin ich deshalb erregt
Warum nur erfasst mich jetzt die helle Aufregung?
Beruhige dich endlich wieder Leni, es ist alles noch beim Alten
Aber zuhause…..meine Güte wenn jetzt meinen Lieben etwas zugestoßen ist….Jan!!!
Aaaaah J.a.a.a.a.a.n, Jan!!!!! Ich fasse es nicht Das gibt es doch gar nicht!!!!..Du erscheinst mir
Ich sehe dich deutlich vor mir….ist wie..ist als stehst du lebensgroß vor mir
Jan, zum Greifen nah. Mein geliebter Jan, bist du krank, ist dir etwas Schreckliches zugestoßen
Aber du lächelst Jan…Lächelst mich so zärtlich an wie damals. Liebst du mich etwa immer noch?
Trotz allem was ich dir angetan habe empfindest du noch etwas für mich. Liebst du mich wirklich noch, Jan?
Irrtum Fr. Maybach, was du dir leistest ist unverzeihlich, Jan hasst und verflucht dich, hat dich längst vergessen
Das es so kommt wusste ich bereits als ich die Wohnung verließ….das kann nicht der Grund für meine Aufregung sein
Aber was dann?
Hier geschieht nichts Aufregendes, hier in der Einsamkeit tut sich rein gar nichts
Alles monoton, die Ausstattung, immer der gleiche Ausblick, du kennst jeden cm auswendig
Besucher…sei nicht albern Leni…hin und wieder Wanderer, bisherigen kann man an einer Hand abzählen
Also wozu denn aufregen? Aber es hält an, bemühe mich, strenge mich wirklich an ruhig zu werden
Fehlanzeige, die Aufregung steigert sich, komme mir vor wie eine Rakete die gleich hochgeht
Wie ich diese rätselhaften Zustände hasse, Rätsel die ich nicht lösen kann
Ich wüsste aber doch gern den Grund was….zwecklos Leni….es ist Niemand hier der dir das erklären kann
Verflixt, wie ich zittere, fühle mich total abgehetzt, mein Schädel brummt, mir ist übel, ich schwitze und friere gleichzeitig, meine Kehle wie zugeschnürt, alles dreht sich um mich, Brennen in meiner Brust
Nein…das ist nicht die Brust, es ist mein Herz
Mein Herz es trommelt, rast, pocht wie noch nie, schlägt Alarm weil….weil
Ja weil meinen Lieben etwas Schreckliches passiert ist und ich…ich kann ihnen nicht beistehen
Niemals hätte ich Leipzig wegen dem Krebs verlassen dürfen, ich gehöre auch als Kranke zu meiner Familie
Es rächt sich alles, wer weiß vielleicht bin ich so aufgeregt weil gleich die Hütte über mir zusammen bricht
Deine Reue kommt zu spät Leni, jetzt muss ich für all das Leid bezahlen was ich meinen Lieben angetan habe“












Jan „versteckte“ das Auto ca. 500 m unterhalb der Hütte und raste sofort den Hang hinauf
„Leni, Leni, gleich bin ich bei ihr, schließe meine Frau endlich wieder in die Arme, ich komme
Nur noch wenige Minuten, dann hat die Sehnsucht ein Ende, schweben im 7. Himmel
Liebes gleich sind wir wieder vereint und endlich…endlich wieder glücklich“ wurde er unhörbar von schallendem Jubel angetrieben
Abrupt stoppte Jan plötzlich, beschimpfte sich heftig: „Jan bist du von Sinnen, wenn du dich irrst
Es gibt keine Garantie, dass Leni in der Hütte ist. Auch deine Gefühle können sich mal irren
Bleibe auf dem Boden, die Hütte wird unbewohnt sein und meine Frau ist weiterhin unauffindbar
Aber noch eine Enttäuschung?....Nein Jan das verkraftest auch du nicht, daran zerbrichst du endgültig
Verdammt Maybach, was denkst du dir denn, zuhause wartete Dana auf dich
Dir bleibt eine Nacht um deine Verzweiflung zu bekämpfen und danach bist du deiner Tochter wieder ein guter Vater
Du bist ohne Sicherheit auf Erfolg losgefahren, also bleibe realistisch
Aus undefinierbaren Gründen hat es dich hierhergezogen, zum Umkehren ist es jetzt zu spät“


Nun ging Jan mit langsamen, unsicheren Schritten weiter
Er versuchte alle Gedanken abzuschalten, den Blick starr auf das Ziel, die Hütte, gerichtet


„Leni!!!!!!...Sie ist wirklich in der Hütte!!!...Da steht ihr Wagen….grellgelb wie ein Postauto beschrieb Hajo ihn……Meine Frau ist wirklich hier“ sauste er kometenhaft das letzte Stück hinauf
Erst vor der Hütte stoppte Jan, atmete noch mal tief durch, um dann ganz langsam und vorsichtig die Tür zu öffnen


„J A A A A A N“ schrie Leni gellend auf
“Jan…nein Jan…kein Geist…du hier…darfst mich nicht so sehen..Gehe weg…kehr um“ streckte sie abwehrend die Arme aus, hetzte irr durch das Zimmer, drückte sich dann in eine Ecke, als wolle sie sich verstecken
“Jan geh….von meinen Zustand darfst du nichts mitbekommen….Ich will nicht….Wie hast du mich bloß gefunden……Komm nicht näher Jan, du musst sofort zurückfahren…..Du darfst…Sollst nicht…….Jan ich will nicht das du von meiner Verfassung etwas mitbekommst….ich will nicht das du mich so siehst“ stammelte Leni abgehackt, total aufgelöst


Mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen ging Jan ganz langsam zu Leni, erfasste behutsam ihre Hand zog sie vorsichtig durch den Raum bis in den Flur und stellte sie vor den Garderobenspiegel
Leise flüsterte er dann: „Warum sollte ich dich nicht sehen. Schau in den Spiegel“ drückte Jan sanft Lenis Kinn nach oben: „Hier steht meine Frau so wie ich sie kenne, hübsch, tadellose Figur“ streichelte er zärtlich
mit den Fingerkuppen an ihrem Körper entlang…“und mit 2 wohlgeformten Brüsten“ legte Jan behutsam seine Hände auf ihren Busen
Leni wich erschrocken zurück, wollte davon hetzen, da ergriff Jan schnell ihren Arm, drehte sie zu sich, blickte ihr tief in die Augen, raunte: „Ja wohlgeformte Brüste, Liebes…Ich sage dir das auch noch ein 2., ein 3. X, 1000 Male, denn es ist die Wahrheit……………..Du leidest nämlich nicht an Brustkrebs….bei dir wurde eine verdammte Fehldiagnose gestellt………Schatz du bist gesund, hast wirklich keinen Brustkrebs“


„Verschwinde Jan, auf der Stelle, sofort….Du lügst, belügst mich Jan..du ausgerechnet du….
Das hätte ich nie von dir ge…..Du und lügen Jan das ist so…so
Gerade von dir hätte ich das nie gedacht, aber du bringst es fertig, wirklich fertig mir ins Gesicht zu lügen“


„Ich ahnte das du so reagierst, Liebes, meine „Beweise“ überzeugen dich hoffentlich“ hielt Jan Lenis Arm weiter fest, zog aber gleichzeitig mit der freien Hand eine Mappe aus seiner Jacke
„Das hier sind viele Berichte, Gegendiagnosen, Atteste, Beurteilungen, Gutachten, etc. von Dr. Kohl, Mark,
Fachärzten, Ärztekammer, anerkannten Gynäkologen, kurzum eine große Anzahl hoch anerkannter spezialisierter Medizinern haben sich mit der Ultraschall-Aufnahme deiner Brust und der vermeintlichen Krebsdiagnose befasst.
Lass dir Zeit Schatz, lies alles in Ruhe durch. Aber jedes einzelne Schreiben bestätigt nicht nur 100%ig die Fehldiagnose, sondern bescheinigt auch eindeutig, dass du keinen Brustkrebs hast, nicht mal ein kleines Verdachtsanzeichen festgestellt wurde“


„Wieso?….Kann doch nicht sein….Ja aber…“ stammelte Leni, während sie wieder und wieder fahrig über die Mappe strich


„Durchlesen Liebling, studiere ganz genau, Seite für Seite
Ich setze mich solange draußen hin und genieße den Ausblick“














„Margot ich schwöre dir auch hier hat Jan noch nicht angerufen.
Du glaubst doch nicht wirklich, dass dein Sohn mich Grobklotz früher informiert als seine Mutter“


„Dachte nur Hajo……Das Jan uns aber auch so lange zappeln lässt
Ehrlich, ich stehe kurz vorm Kollaps, warum meldet der Junge sich denn nicht endlich“


„Kollaps Margot, du sagst es. Mir geht es genauso. Fragt sich nur wer von uns 2 zuerst kollabiert
Vielleicht aber besser wenn wir uns gegenseitig aufbauen, positiv statt negativ denken“


„Sollten wir Hajo, wir sind ja schließlich nicht mehr die Jüngsten. Tut mir leide, dass ich dich gestört habe“


„Wir sitzen doch im gleichen Boot Margot. Du kannst jederzeit wieder anrufen. Jetzt nuss ich aber erst mal zu Ina und Tom, da tut sich gerade was Aufregendes!




„Ina, Ina komm mal schnell, hier ist gerade eine Meldung von Kollegen über Zins reingekommen


„Betrifft: Großfahndung Ingo Zins-Horror
In unserem Revier wurden Passanten vorstellig, die erklärten den oben genannten Flüchtigen gesehen zu haben. Die Zeugen waren vorigen Monat in Deutschland, kennen daher das Fahndungsfoto sehr gut. Der Gesuchte soll sich in einem exquisiten Wohnblock aufhalten, der bevorzugt von Wohlhabenden genutzt wird. Unser Revier geht dem Hinweis umgehend nach und wird nach der Durchsuchung umfassend informieren“


„Portugal, wieso gerade Portugal“


„Vielleicht weil es in Meeresnähe liegt. Wo der Fuchs für eine Flucht ein U-Boot gebunkert hat..


„Der Gedanke ist gar nicht so abwegig. Fragt sich nur warum Retter-Hotte immer wieder Leipzig schreibt...“vor unserer Nase...zum Greifen nahe, etc., etc....Nichts Retter-Helfer – mehr Lügenbaron der vom richtigen Versteck ablenken wollte“


„Ich rufe sofort Luca an, bin gespannt was er dazu sagt“


„Hallo Ina, das nenne ich Gedankenübertragung, wollte euch gerade anrufen. Kann ja nur um die Mitteilung der Kollegen aus Portugal gehen“


„Du kannst dir sicher denken, dass uns die Meldung mächtig ins Schleudern bringt


„Meine Kollegen und ich staunen auch sehr. Zins ist noch nie außer Landes geflüchtet und jetzt ausgerechnet Portugal. O.k. Das Land hat auch seine Reize aber eine Top-Adresse ist es nicht
Außerdem greift die Polizei sehr hart durch“


„Na ja, Super-Zins hält sich wahrscheinlich für unauffindbar, doch da bleibt noch die andere große Frage warum Hotte die „Schwindel-Mail“ versendete?“


„Du argumentierst mit meiner Erklärung Tom, dass Hotte der „Gute“ ist, seine Hilferufe glaubwürdig. Der Meinung bin ich immer noch und hier in Köln warten wir erst mal ab was die Kollegen nach der Durchsuchung berichten“


„Abwarten, das rätst du uns wohl auch, Luca“


„Nein nicht raten, ihr müsst selbst entscheiden. Aber realistisch gesehen kann man doch keine Schlüsse ziehen, bis Portugal mitteilt was Sache ist“


„Kandidat Luca hat 100 Punkte. O.k., o.k. Wir sind schon in Wartestellung, gestehen neidlos ein, dass ihr sehr viel mehr Erfahrung mit Zins habt als wir“












„Jan……..Jan ich“


Sofort sprang Jan auf, eilte zu Leni, flüsterte: „Du bist nicht krebskrank oder glaubst du etwa…
Überzeugen dich die Unterlagen immer noch nicht“


„Glauben…….überzeugen…….du hier Jan……Brustkrebs..wieso….ich verstehe nichts….gar nichts
Totales Blackout….Kapiere nicht….Wieso weißt du überhaupt vom Kre…der Diagnose“


„Von Mutters Grab“


„Du warst an Muttis Grab?


“Ja ich war dort und fand deinen Umschlag…keine Ahnung warum….wohl die innere Stimme
Brustkrebs…das Wort hat mich fast erschlagen……..aber deine Flucht, Liebes, daran bin ich beinahe zerbrochen.
Kennst du mich denn immer noch nicht, vertraust du mir so wenig?
Ich wäre doch für dich dagewesen, hätte dich unterstützt, dich zu Behandlungen ermutigt, entlastet, getröstet
Ja auch gepflegt und versorgt….selbst wenn….dir beigestanden bis zum letzten Atem…..
„In guten, wie in schlechten Zeiten“….das meinte ich verdammt ernst“


„Das weiß ich doch Jan. Ich zweifelte auch nicht an deiner Liebe, Treue, deinem Beistand
Du bist der beste, liebevollste, hilfsbereiteste Pfleger überhaupt….aber ich wollte, konnte doch nicht
Jan ich habe dich verlassen, weil…..weil….“


„Weil du mich „schonen“ wolltest, eine kranke Frau für mich Schwächling unzumutbar ist
Aus Rücksichtnahme, dein ach so vom Leid gebeutelter Gatte nicht belastbar ist
Ich kenne alle Gründe auswendig, die du Mutter in deinem Brief anvertraut hast
Verflixt Leni, tickst du nicht mehr richtig……ich bin fast gestorben vor Angst
Du hast keine Vorstellung was ich………..Ruhig Jan, nicht schimpfen….
Endlich ist unsere Familie wieder vereint……Ich bin so glücklich, Schatz, so unsagbar glücklich“

„Soll das heißen….nach allem was ich dir angetan habe….liebst du mich etwa noch, Jan?
Willst du mich wirklich…zu unserer Familie….du meinst das ernst, meine…nach Hause fahren, zurückholen“


„Darauf muss ich aber jetzt nicht antworten, Liebes……………..oder denkst du immer noch..?
Glaubst du etwa weiter Brustkrebs zu haben…Bist du trotz aller gegenteiligen Gutachten nicht von der Fehldiagnose überzeugt“


„Doch Jan, doch…ich bin überzeugt, die vielen Unterlagen beweisen eindeutig…
Nur Fehldiagnose…das begreife ich nicht, Jan….Wie kann das sein….Fehldiagnose…???“


„Tja Schatz, so etwas dürfte nicht passieren, aber leider wurde es bei dir Realität
Über den Ablauf…also den Grund der Untersuchung, die Praxis, den Arzt, erwarte ich eine ausführliche Erklärung von dir….aber nicht sofort….später
Jetzt nehme ich dich endlich in die Arme, mein Schatz und lasse dich nie wieder los“ drückte Jan seine Frau zärtlich an sich, streichelte sie, küsste sie, küsste sie nochmal, immer wieder
Leni schluchzte, lachte und weinte gleichzeitig


Jan versuchte erst gar nicht seine Tränen zu unterdrücken. Über sein Gesicht rann ein Tränenmeer vor Erleichterung, Freude und Glück
Die 2 lagen sich unendlich lange zärtlich in den Armen, küssten sich, streichelten sich behutsam, als sei das wiedergefundene Glück nur ein kurzer Traum, der schnell verfliegen würde


Irgendwann stammelte Leni: „Jan…klingt albern…aber du bist wie ein guter Prinz, der mich wach küsst, in sein Schloss zurückholt“


„In meinem Schloss, meinem Herzen warst du immer bei mir
Aber nun geliebte Prinzessin…..Nun küsst du König Hajo wach
Bitte rufe jetzt deinen Vater an, Liebes sonst verzweifelt er noch vor dem Telefon“


„Nein Jan, nein…gib mir Zeit“


„Hajo hier Jan“ telefonierte er schon mit seinem Handy




„Jan endlich, Mensch es wird aber auch Zeit. Nochmal saust du nicht einfach drauf los
Ich wollte dir ja die Enttäuschung ersparen, aber du Dickkopf musst ja…..“


„Hajo, Leni steht neben mir. Aber mäßige dein Organ sonst bringt sie kein Wort heraus“


„Was sagst du da, Jan….Leni steht…….“


„Hallo Papa……….“


Jan nahm Lenis Handy, sagte darauf: „Mama, ich habe Leni wirklich gefu.......“


„Jan, mein Junge, wie geht es dir?“ „schrie“ Margot ihm aufgeregt entgegen „Kannst du sprechen oder bemühen sich die Ärzte noch um dich


„Mama, was re…“


„Ich wusste gleich, dass du diesmal zusammenbrichst…..oder Herzanfall…..Jan hattest du etwa einen Herzanfall. In welcher Stadt bist du, wie heißt die Klinik in der du liegst“


„Mama, mir geht es gu…..“


„Wir fahren sofort los. Ruhig. mein Junge, tief durchatmen, hörst du
Ganz ruhig Jan, bitte beruhige dich, wir sind schnell bei dir
Jan…Jan bist du noch bei Bewusstsein? Jan hörst du mich noch….Warum sagst du denn nichts“


„Weil du mich nicht zu Wort kommen lässt, Mama. Hörst du jetzt bitte mir mal zu?“


„Aber Jan, deine Mutter sorgt sich um dich, will dir beistehen, helfen“


„Mama, mir geht es gut, mir geht es sogar sehr gut. Ich bin erleichtert, glücklich…schwebe auf Wolken
Ich habe Leni gefunden, ich habe sie wirklich gefunden. Verstehst du Mama….alles wird wieder gut“


„Du lügst Jan, ich glaube dir kein Wort. Das sagst du alles nur um mich zu beruhigen
Aber Muttergefühle irren sich nicht. Ich höre, nein ich spüre ganz deutlich das es dir sehr, sehr schlecht geht“


„Mama, ich schwöre dir…..nein zwecklos…
Ich möchte mit Benni sprechen wenn er da ist“


„Ich habe alles mitbekommen, Papa
Ach Papa…..Mensch Papa, ich bin so froh…..
Ich freue mich, freue mich riesig für dich, für uns Alle, für Dana, na und für mich natürlich auch
Oma überzeuge ich auch noch…..nicht mehr nötig, Oma ertrinkt gleich in Freudentränen“


„Du bist mein Retter Großer“


„Na ja, an dir Held kann ich mich nicht messen, Papa…..Frauen-Mutter-Tochter-Familien-Retter
Wo genau bist du überhaupt? Warum gerade das Ziel? Du musst mir alles genau erzählen
Als du mit dem Koffer aus dem Schlafzimmer raus gestürmt kamst, zwickte ich mich erst mal ganz fest
Ich dachte du hättest schlecht geträumt und willst nun einer komischen Vision folgen
Zu stoppen warst du ja nicht, aber das sah aus…..auf mich wirkte das…glaubte schon: „Jetzt ist es passiert“
Also ganz ehrlich Papa…..wie ein Bekloppter, sorry, ich zweifelte zum 1. X irgendwie an deinem Verstand
Wenn auch nur ein klein wenig…kamst mir so fremd, wirr vor….so kenne ich dich gar nicht
Nein…das warst überhaupt nicht mehr du. Bist du jetzt sauer Papa?
So darf ein wohlerzogener Sohn nicht mit seinem Erzeuger sprechen“

„Quatsch keinen Käse, Benni. Ja, ich bin rum gehetzt wie ein gejagtes Tier
1000 x wollte ich umkehren, stellte mir 1000 Fragen und fand keine Antworten
Ach Junge, was soll ich sagen….Gefühl….innere Stimme…Magie….Institution
Egal….ich habe Leni gefunden….ich kann mein Glück gar nicht in Worte fassen
Benni, ich berichte dir ausführlich wenn ich wieder zurück bin
Für lange Reden bin ich noch zu aufgeregt….oh Schreck..Dana muss ich ja“


„Auf die Uhr schauen Papa, Dana ist noch in der Kita und außerdem viel zu klein um am Telefon was zu kapieren…schon vergessen?
Mensch, Mensch Papa, du bist wirklich total von der Rolle….betäubt…im Amor-Taumel oder wie
Setze dich jetzt bloß nicht ans Steuer….ausklinken….abschalten….auspennen
Ihr 2 Turteltauben wart so lange getrennt, ich verordne euch ein paar Versöhnungs-Glückstunden“


„Hört, hört, mein Sohn der kluge, erfahrene Eheberater. Aber weißt du was Junge
Dein greiser, unerfahrener Vater hört auf sein Küken. Diese Nacht schlafen wir hier und vielleicht auch noch die nä...
Ich rufe dich morgen wieder an Benni, wenn ich klar denken kann“














„Müssen wir jetzt Freudentänze aufführen und Jubellieder singen, Hajo?“


„Tom, kannst du nicht 1 x ernst sein?
Ich freue mich, Hajo…Tom natürlich auch.
Wir freuen uns aufrichtig für dich, für Jan, die Familie…kurzum, wir freuen uns für Alle
Ha…Hajo, warum so ernst? He, jetzt lach doch mal“


„Lachen?...Was?....Ach entschuldige Ina, ich muss das erst mal begreifen
Natürlich freue ich mich, ich freue mich sogar sehr…eine Last..Zentnerlast ist von mir abgefallen
Jan, er, Jan hat…er hat Leni, er hat meine Tochter endlich gefunden. Ich kann es noch gar nicht fassen
Flitzt einfach los und ich wollte ihn sogar unbedingt stoppen“


„Ach komm Hajo, du solltest Jan besser kennen, er lässt sich nun…..“


„Was Ina sagen will ist: Einen Maybach stoppt Nichts und Niemand, selbst du nicht, Hajo
Wahnsinn, Jan ist so ein Fuchs , wenn der erst mal die richtige Fährte gerochen hat“


„Mensch Tom wie redest du denn
Jan war doch nicht auf Verbrecherjagd. Er konnte Leni, seine Frau, endlich wieder in die Arme schließen
Du hast doch bestimmt jetzt erfahren wo die Wiedervereinigung stattfindet, Hajo“


„Der Ort , ich habe nicht zugehört, ist mir auch so was von egal. Leni kommt zurück
Meiner Tochter geht es gut, ich schließe sie bald in meine Arme….Das …und nur das ist jetzt wichtig“


„Wieso wusste Jan überhaupt ganz plötzlich so genau, dass er Leni an dem Ort findet“


„Das musst du ihn schon selbst fragen Ina. Sein Geschwafel von „Vermutung“ kaufe ich ihm jedenfalls nicht ab“


„Zauberer verraten ihre Tricks niemals. Also wird auch Jan über sein Geheimnis ewig schweigen“


„Du redest so einen Müll, Kowalski. Zauberei, Jan hat mit Hokuspokus nichts am Hut. Jan ist emotional, feinfühlig, bedacht, keine Spontan-Handlungen, achtet auf seine innere Stimme, sein Herz. Tja und nun hat ihm das Herzgefühl wohl direkt zu Leni geführt“


„Hört, hört Jan der Märchenprinz, Gott-Amor, kostbar, edel und rein. Klingt nach Traummann, Ina.
War Leni schneller, hat sie ihn dir weggeschnappt?“


„Idiot Kowalski, Jan ist doch nicht mein Traummann“


„Warum bist du dann rot angelaufen und wenn du sehen könntest wie deine Augen leuchten“


„Schluss jetzt mit dem Liebes-Rätsel-Hick-Hack. Jan wird uns erzählen wie er Leni gefunden hat. Basta
Raus mit euch,ihr seid so laut. Ich will meine Freude in Ruhe genießen“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von chrissy am Di 03 Okt 2017, 21:37

Was du anfangs zu Chefin Ina schreibst, Walli, trifft voll ins Schwarze. Im Interview (unten im Link) gibt Melanie damit an „Ina sei die Karriereleiter nach oben gefallen“....??? Außerdem das sie als Alleinerziehende mit dem Job gut klar kommt, weil der 13-jährige Sohn sehr selbstständig ist.....und vorher als er noch jünger war??? Ist genau wie bei Paul, zwar kein Kleinkind mehr, doch so „allgegenwärtig wie Super-Ina“ ist, bleibt für Paul doch keine Fürsorge/Aufsicht mehr Pflichten Alleinerziehender bei Beförderung für die Autoren absolutes Tabu-Thema
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


Liebe Grüße chrissy

chrissy

Anzahl der Beiträge : 135
Anmeldedatum : 03.03.14

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Hertha am Mi 04 Okt 2017, 01:10

Hallo Chrissy,

Melanie hat sich erst Ende 2016 von ihrem Mann getrennt, also war sie vorher nicht alleinerziehend. Und mir gefiel das Interview, weil sie da auch schrieb, daß sie mit Marco jedes Jahr zum Opernball geht und sie mittlerweile ein eingespieltes Team sind.  Smile

Hertha

Anzahl der Beiträge : 26
Anmeldedatum : 03.03.16

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 04 Okt 2017, 20:09

„Ach Schatz, Dr. Kohl meinte es mit der Empfehlung nur gut.
Er rät allen gleichaltrigen, vorbelasteten Patientinnen zu halbjährigen Kontrollen
Ein Satz, ein einziger Satz…..der Auslöser für deine Panik“


„Jan, ich..ich weiß doch auch nicht…kindisch…albern…Hysterie…“


„Schon gut Liebes. Ich frage mich nur
Du hast uns also verlassen in der Überzeugung todkrank zu sein
Doch ich verstehe immer noch nicht wieso du dich hier in der Einsamkeit verkrochen hast
Ohne Medikamente, Behandlung, ärztliche Hilfe, wie hast du dir das bloß vorgestellt
Dir ist der Leidensweg bekannt, wenn es denn tatsächlich zum Endstadium gekommen wäre
Krämpfe, Angst, Schreie, unvorstellbare Schmerzen, aber die Heldin erträgt alles stillschweigend
Dachtest du wirklich so stark zu sein all die Höllenqualen auszuhalten. Sorry Leni, das begreife ich nicht“


„Bis zum Endstadium Jan, dann....zum Sterben....wollte ich in die nächste Klinik.
Alle, ausnahmslos alle Kliniken sind verpflichtet Patienten in dem Zustand aufzunehmen
Gleiches gilt für Notare, von dem wollte ich meinen letzten Willen....das du...wer benachrichtigt werden muss, Werte-Verteilung, Beerdigung, Erben...eben alles Wichtige beurkunden lassen
Was soll ich noch sagen, Jan….Ich war fest entschlossen, wie besessen vom dem Wahn vor dir, vor Allen meinen Zustand zu verbergen. Ich wollte, musste unter allen Umständen den letzten Kampf allein austragen
Ja bescheuert, überheblich, absolut von meiner Kraft überzeugt.....Wahnsinn, kannst mich sofort in die Anstalt einweisen
Aber ich..ich habe keine anderen Argumente, Jan, kann es dir nicht anders erklären


„Es erklärt sich leider alles mit Mutters Kre…mit ihrer Krankheit
Das Bild wie sehr und wie lange sie gelitten hat sich auf ewig bei dir eingebrannt
Darüber müssen wir noch mal in aller Ruhe sprechen, aber nicht jetzt und nicht hier
Themenwechsel: Ich hoffe, deinen Abenteuer-Ablauf richtig verstanden zu haben.
Fasse nochmal zusammen:
„Überzeugt, dass Dr. Kohl bei dir die ersten Anzeichen von Brustkrebs entdeckte, hast du dich als „Neupatient“ in eine Hausarztpraxis geschummelt, dem Dr. deine Vorberichte ausgehändigt, über heftige Beschwerden geklagt, wodurch du natürlich sofort die ersehnte Überweisung erhalten hast.
Die Untersuchung fand im Medizin-Center statt…äh..warum eigentlich gerade dort?“


„Weil ich als Journalistin über das Objekt von der Planung bis zur Eröffnung immer wieder über die Notwendigkeit eines solchen Centers schrieb, was sich nach der Eröffnung auch zeigte
Nicht nur Leipziger, sondern Patienten von weit her lassen sich dort behandeln
Die Ärzte haben einen erstklassigen Ruf und als ich die schlimme Diagnose hörte….
Jan, ich dachte wirklich so ein Arzt, eine Kapazität irrt sich nicht“


„Im Center also……in den neuesten Praxen der Stadt. Womöglich mit vielen angestellten Ärzten
Die Kammer bemüht sich zwar sehr und auch Sabine unterstützt uns auch intensiv
Gerade die kluge Fr. Prof. wies darauf hin, das angestellte Ärzte nicht bei der Kammer registriert sind.
Als ob sie es geahnt hätte…..fast schon unheimlich die gute „Hellseherin Sabine“
Tja Schatz, ich fürchte dein „Fall“ beschert dem Center den ersten Skandal“


„Die Mühlen der Kammer mahlen langsam, Jan
Wegen einem Irrtum schließen die nicht sofort alle Praxen“


„O.k., es soll keine Unschuldigen treffen. Niemand ist unfehlbar, auch Ärzte nicht
Obwohl….. Liebes, deine Ultraschall –Aufnahmen waren so eindeutig…..
Selbst Medizinstudenten im 1. Semester hätten dich für „gesund“ erklärt
Wie heißt der große Fachidiot, die Kapazität Dr. Dumpfbacke eigentlich“


„Dr. Hans-Peter Zoklan“


„Zoklan……………….Zeus…Zins….Zoklan…..3 x Z……ka….das…das kann doch nicht sein
Wie sah der Kerl aus, Leni, erinnere dich. Beschreibe ihn bitte ganz genau“


„Jan, he Jan, was ist in dich gefahren, gerade lagen wir uns noch in den Armen und jetzt
Knallharter Polizist - behandelst mich wie eine Verdächtige“


„Nein Liebes, Leni, Schatz nein. Natürlich bin ich glücklich, überglücklich sogar
Sorry für den harten Bullen und du bist selbstverständlich keine Verdächtige
Aber „Zoklan“……..wie erkläre ich dir das bloß………..
Vielleicht erinnerst du dich noch an den Mord der Anlageberaterin, Fr. Dohr?
An dem Tag warst du kurz im Büro, gerade als wir die Aussage von Zeus, dem Zeugen vom Tatort, protokollierten“


„Der Fall ist mir sehr gut im Gedächtnis geblieben und zwar weil von Papa quasi ein „Warnanruf“ - das 1. und einzige Mal - kam, falls du erregt, zornig...na eben anders..nach Hause kommen würdest. Papa berichtete von A-Z, jedenfalls sehr ausführlich Zeus stammte wie du aus Köln, hat sich quasi auf dich eingeschossen, behandelte, beleidigte dich ziemlich fies, beschimpfte mich sogar als „Nutte“


„Du wusstest es.......“


„Ja Jan – Auch das Zeus sich über unser kurzes Zusammentreffen auf dem Flur aufregte, dich „Sexmonster“ wegen „Nötigung, sexistischen Handlungen, Erregung öffentlichem Ärgernis“ und/oder noch mehr Mist anzeigen wollte
und Papa informierte mich auch über den Blick...“Bösen Blick“ von dem euer ganzes Team Gänsehaut bekam, Zeus Mimik, stummer Racheplan, Rache an dir
Du bist nicht ängstlich Jan, aber verständlich wenn Zeus sich wie der Teufel aufführt, dann reagierst auch du erst mal geschockt.
Nur Jan....Das ist lange her, Schnee von gestern, erledigt. Ich verstehe deine Reaktion über Dr. Zoklan nicht.


„Leider, leider Liebes ist es brandaktuell, der Mörder von der Anlageberaterin ist nämlich noch immer nicht gefasst
Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass unser Zeuge Zeus nicht Zeus sondern Zins heißt und – Oberhammer - kein Zeuge, sondern der Mörder ist, was einwandfrei bewiesen wurrde“ berichtete Jan jetzt lange und ausführlich über die Großfahndung, „Retter-Mails und zu, von, alles, absolut alles über Zins, meinte dann
„Der Herrscher“ ist ein eigenartiger, sehr rätselhafter Mensch, mit vielen Ecken und Kanten, Tricks, hält die Polizei schon jahrelang in Atem, aber trotz aller Verbrechen, dem Mord stuft er sich selbst als den Allerbesten, Klügsten, Größten ein, kann, darf alles. Ist irgendwie als „schwebe“ er über uns Allen, wie„Kaiser“ dem die Menschen zu Füßen liegen, Untertanen, Sklaven bei denen jede Handlung, Worte, Zumutung, ein Delikt, Beleidigung, für „den da oben, den Kaiser“ sind
Sein Gebärden im Büro, jetzt trommelte es mir in den Ohren: „Mit dir rechne ich noch ab, dich vernichte ich, du entkommst meiner grausamen Rache nicht“. Das 1. x, dass mir derartiges nicht aus dem Sinn ging. Angst? - Nein ich fürchtete mich nicht vor Zins, aber es schaffte, rumorte in mir, wühlte in mir. Zins Augen die mich magnetisch festhielten, sein Blick wie wenn er einem in Schock versetzt. Zum Erstarren bringt. Zweifelte an meinem Verstand.
Bin Realist, Fakten zählen, Zauberei, Hokuspokus nicht mein Ding...aber nun. Dann sprach ich mit Luca mal offen darüber und erfuhr das Zins „Herrscher..Alleskönner“ sich auch als Magier sieht, überzeugt ist Menschen verhexen zu können und aus der Ferne „seine Rache“ bei den Opfern zu steuern. In der Vergangenheit hatte Luca es schon mit einigen Leuten zu tun die wegen Zins „Hexerei“ ziemlich aufgeregt waren. Jetzt wusste ich das mein Verstand o.k. War. Luca kannte Zins ziemlich gut, meinte bei seiner jahrelangen Verbrechenslaufbahn müsse man quasi auf alle Delikte gefasst sein. Die Fahndung nach Zins, die Arbeit, der ganze Stress hielt uns in Atem, „Hexerei, Zins böser Blick rückte immer mehr in den Hintergrund, ich dachte kaum noch daran
Tja und dann...................................dein Verschwinden..Angst, 1000 Fragen, die Verzweiflung....löschte Blick, Hexerei, Rache schlagartig aus...„ kein Gedanke mehr daran, abgehakt,
Doch jetzt dein/der Dr. Zoklan...Gong Leni.....da läuten alle Alarmglocken bei mir – Zeus..Zins..Zoklan..3 x immer wieder Z ..Wäre genau seine Masche wieder den hochintelligente Dr., Prof., Dr. Dr. zu mimen
Beim Mord im Anlagebüro kassierte Zins fette Beute, 1 Million und wir schwankten ob er Wohlstand auf einer Südseeinsel oder High-Tech-Praxis der Superlative bevorzugt
„Gewisse“ Kreise munkelten gar, dass er etwas ganz „Großes“ plane....nur wo? Mehr Möglichkeiten als Großfahndung gibt es nicht. Dann plötzlich behauptet der anonyme Mailschreiber, nichts Südseeinsel, Zins zum Greifen nah in Leipzig. Gefunden haben wir ihn leider noch nicht. Tja...und jetzt berichtest du vom Medizin-Center
mit all den Top-Ärzten, Kapazitäten und Dr. Zoklan. Das Medizin-Center ist etwas ganz Großes. Eine gekaufte, exklusiv ausgestattete Eigentümer-Praxis, entspricht genau Zins Vorstellungen. Er wähnt sich in Sicherheit, überzeugt
das unter so vielen angesehenen Ärzten ein falscher gar nicht auffällt“


„Angenommen Jan Zoklan ist wirklich Zins, dann schockte er mich absichtlich.mit der Fehldiagnose – Ich versteckte mich, Niemand sollte von der Diagnose erfahren. Aber wenn ich das nicht getan hätte Jan, was bezweckte Zins mit der Lüge? Welchen Nutzen hat er davon“


„Er ist in Leipzig, Schatz, wäre Beobachter von Zerstörung, bei uns, wir, nichts mehr so wie es war, Familie kaputt
Welche Genugtuung, Freude, Sieg für Zins. Für dich war die Diagnose entsetzlicher Schock in der Praxis von diesem Satan, der sich wahrscheinlich amüsierte über dich dem Ende nahe „Todgeweihte“, die Angst in deinen Augen sah
Leni, du hast Zins deine Berichte ausgehändigt, er wusste von Mutter, dass du gefährdet warst. Der Teufel hat eiskalt kombiniert, dass du die Krebs-Diagnose glaubst. Vielleicht hast du in deiner Verzweiflung etwas von damals , von Mutter gesagt, Behandlung vergebens, hoffnungslos, weitere Untersuchungen unnötig.Denn das ist ja normalerweise der nächste Schritt sich bei einem oder mehreren Ärzten weitere Diagnosen stellen zu lassen
Das hast du nicht gemacht, Liebes.....als ob Zins es geahnt hätte..Hellseher, Magier..egal. Von deiner „Flucht“ dürfte er eigentlich nichts wissen. Er zerrte an der Genugtuung das die entsetzliche Diagnose dich, mich, uns alle treffen, komplett aus der Bahn werfen würde. „Krebs“ ist leider nun mal grausamer Schicksalsschlag. Du warst die vermeintlich Todgeweihte“ und wirst alle Ängste, Verzweiflung, Leiden durchgemacht haben wie jeder Patient mit dieser unheilbaren Krankheit. 1000 Fragen, Verzweiflung, Phantomschmerzen, Wut, Schwäche, warum ich??? Panikattacken bei winzigsten Merkmalen, körperliche Veränderungen, Ungewissheit, depressiv, hoffnungslos, das zerrt nervlich, psychisch....meine geliebte Leni ein Nervenbündel, chronisch krank, gebrochene Frau
Sicher hätte sich irgendwann das Gute, kein Krebs!!! heraus gestellt. Meine, wenn sich nach all der Zeit
nichts verändert, verschlimmert, dann hättest auch du dich trotz aller Angst noch mal von Dr. Weber untersuchen lassen. Aber ob dich das nach all dem Leid wieder aufgerichtet hätte....Leider, leider zerstört solche Höllenzeit, entsetzliche Psycho-Folter auch viel, nicht nur beim Patienten. Kinder dürften solche Phasen nicht treffen
Unser Kind!!! - Die kranke Mutter hat Dana nicht erlebt/“gesehen“ – Aber wie sollte ich ihr das Rätsel um dich, wie sollte ich ihr die Ungewissheit wann du zurückkommst erklären. Sie ist noch so jung, zu klein um zu begreifen. Was in ihrem kleinen Kopf vor sich geht, wie/was sie empfindet.....ich weiß es nicht..???. Unübersehbar ist aber, dass Dana unter den Umständen ziemlich gewachsen.. ..gereift ist.


„ All die Ängste, Phasen,Verzweiflung die du nanntest Jan hatte ich. Gruselig..also doch Magie....Damals Papas „Warnung“, sprach bei dem von übersinnlichen Kräften, wovon doch gerade er nichts hält – Jetzt deine Vermutungen
Zoklan sei Zins...wirklich absichtliche Fehldiagnose....Schicksals-Regisseur für uns alle mit verheerenden Folgen
Schrecklich das unsere Kleine.....Aber du Jan mit der „Todgeweihten“, - also wenn ich normal reagiert, zuhause gewesen wäre - Meine Empfindungen auch deine, gleiche Hilf- und Hoffnungslosigkeit, all die Ängste, mit dem leidenden Nervenbündel, wie du es so charmant umschreibst. Es ist doch viel mehr, schlimmer. Wir wissen es doch aus dem Umfeld, Paare, Familien wo das Schicksal zuschlug. Es zerrt, nervt, Klagen, Selbstmitleid, Jammern. Viele Kranke ertragen die Fürsorge nicht mehr, werden ungerecht, gemein, Schreie, Vorwürfe, Streit, der Partner wird raus geekelt oder aus der Wohnung geworfen, Trennung, sozialer Abstieg, Scheidung...falls der Kranke nicht schon erlöst wird. Diejenigen die ihrer Frau/Mann bis zum Schluss nicht von der Seite weichen m ü s s e n sich irgendwie betäuben, berauschen, behaupte ich mal. Mit Alkohol, Drogen, Pillen anders kann ich mir das nicht vorstellen. Beim Sterben zuzusehen verkraftet auch der psychisch Stärkste nicht
Jan wenn bei dir....als Polizist.....wenn du jetzt...Gewalt, Waffe.....bei den vielen gefährlichen Einsätzen...“


„Ja............die Angst den Partner, meine Frau zu verlieren...dich nie wieder zu sehen ist Hölle...unerträglich.
Dein Abschiedsbrief: „Verlasse euch für immer, suche bitte nicht nach mir, ich musste diesen Schritt tun, den ich dir nicht erklären kann“. Total unvorbereitet, so schlagartig, plötzlich, traf mich wie ein Hammerschlag, k.o,, down, Absturz vom Gipfel in riesiges schwarzes Loch – ein Nichts Aus. Von da ab lief in mir Turbo-Achterbahnfahrt von Emotionen. Verzweiflung, Zuständen, Vermutungen, Empfindungen, Ängste, 1000 Fragen, Antworten, Pläne, mal ausgeführt, mal verworfen. Im Kopf ratterten ohne Unterlass zahllos Gedanken, aber klar denken konnte ich nicht. Mehr benommen, betäubt, wie „unwirklich“ und dann wieder Rums: Dein Platz leer, du warst weg
Dann den Grund für deine Flucht zu erfahren: Krebs und nur kurz darauf Fehldiagnose – machte es nicht einfacher . Ich war wohl total von der Rolle, geschockt, fahrig, überdreht, gehetzt, nervös, völlig durch den Wind, ausgemergelt, Psycho-Wrack, wünschte, hoffte, suchte nach Positivem, Trost, Halt, was dann oft im Rausch gesucht wird – Tabletten, Alkohol, Drogen oder, oder, gibt ja immer mehr von dem Zeug. Benebelt oder zugedröhnt scheint alles plötzlich viel leichter, einfacher, „eine Last von einem gefallen“, Bärenkräfte, Antrieb, Schwung, Elan plötzlich wie von Geisterhand und wenn die Probleme doch nicht fix behoben sind, Verzweiflung/Schicksalslage anhält folgt die nächste Dosis, die 3. und immer weiter bis zur Abhängigkeit.= Endstation Sucht. Bewundernswert, dass einige sich aus diesem Sog wieder befreien können. Bei der Mehrheit ist aber leider der Fall nicht mehr zu stoppen. Betrinken, zudröhnen, faulenzen, Verlust der Arbeitsstelle, Mietschulden, Wohnungskündigung oder raus geflogen weil die Familie den Herumlallenden/Fallenden nicht mehr erträgt, obdachlos, Verbrecherlaufbahn ist eigentlich unumgänglich, Geld für Essen, noch mehr Geld für Alkohol, Beschaffungskriminalität, Einbruch, Vandalismus, Raub, oder gar Körperverletzung. Schon bitter, wir Menschen haben Kraft und Verstand und doch geschieht so viel Tragisches was Jeden aus der Bahn werfen kann. Von Herrn Meier, Schulze, Kunz erfährt die Öffentlichkeit nichts oder nur wenig. Wenn es um Polizisten geht sind die Schlagzeilen immer riesig. Der tragische Auslöser ist Nebensache „Vom Gesetzeshüter zum Gesetzesbrecher....zum
Amokläufer“ Tja...unsere Waffen sind das größte Problem/Gefahr, doch leider immer wieder Realität, dass zugedröhnte, betrunkene Polizisten herumballern. Von unserem Präsidium wurde auch schon der ein oder andere wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung, Raub verurteilt. Erschütternd für mich sind die 3 Kollegen, einer von hier, 2 damals in Köln deren „Ballerei“ Schüsse tödlich waren....Urteil lebenslänglich, Endstation Gefängniszelle
Zukunft, Liebe, Pläne, Existenz, Familie, alles zerstört, Leben, Dasein vernichtet. Vernichtung genau Zins Vorhaben
Bis jetzt ist es Vermutung, noch nicht bewiesen ob er der Drahtzieher ist. Sollte es sich wirklich bestätigen, dann wollte Zins Maybach, mich, uns, Familie Maybach, wie die bedauernswerten Kollegen zerstören, vernichten, zack, weg, in den Abgrund stoßen. Ich bin so erleichtert, froh, beruhigt, glücklich das die vielen Verwicklungen, Irrwege zum Guten führten“


„Das ich so einem vertraut, die, die teuf.. ja teuflische Inszenierung geglaubt habe“


„Für uns war es positiv das wir vom „seinem Drehbuch“ abwichen. Klingt witzig, lachen kann ich darüber wirklich nicht. Wie wohl der „Erfolgsgekrönte“ Zins auf die Niederlage reagiert. Abwarten.....noch ist nicht bewiesen das Zoklan wirklich Zins ist“


„Dann bist du wohl nicht mehr zu bremsen, Jan.
Du rast jetzt sicher sofort nach Leipzig und verhaftest Zins, Zoklan oder wie immer er heißt ganz schnell
Willst du dich nicht erst beruhigen…wenn der Kerl sich nun wehrt…zu fliehen versucht“


„Keine Sorge Schatz ich habe keine Lust mich zur allergrößten Witzfigur zu machen
Was ich sagte waren Vermutungen, Ahnung, Gefühl
Vielleicht ist auch die Fantasie mit mir durchgegangen, alles nur Hirngespinste die ich mir einbilde“


„Du irrst dich sehr selten Jan und auf deine innere Stimme ist zu 99% Verlass“


„Na ja „innere Stimme...bin eben ein hoffnungsloser Emotionaler
Aber ich rase nicht los, ziehe keinen Alleingang durch, bin ganz brav
Wenn ich zurück bin, werde ich ganz vorschriftsgemäß zusammen mit Hajo, Ina und Tom in Zoklans Praxis
ermitteln, besonders dem rätselhaften Herrn Dr. auf den Zahn fühlen
Bist du nun beruhigt, Schatz?“








„Hallo Hajo…Danke für dein Kommen. Ich flehe dich an bringe Oma zur Vernunft“


„Du bist so aufgeregt Benni. Was ist denn überhaupt los?“


„Oma, ist felsenfest davon überzeugt das Papa lügt….er hat Leni nicht gefunden…er ist verwirrt, krank und…“


„Was soll das Getuschel, Benni. Ich höre noch ausgezeichnet
Jawohl, ich glaube nicht an den Schwindel….Leni gefunden…Happyend….klingt wie aus dem Märchenbuch“


„Margot, du hältst Jan für einen Schwindler…Lügner. Was sind denn das für neue Töne
Du warst bisher so stolz auf deinen Sohn, auf Jans guten Charakter und seine Ehrlichkeit“


„Mein Junge ist auch ein guter Kerl….aber jetzt..jetzt….jetzt ist Jan nicht mehr Jan
Diesmal hat ihn die Enttäuschung Leni wieder nicht gefunden zu haben restlos gebrochen
Jan ist vollgepumpt mit Beruhigungsmittel, weiß gar nicht mehr was er redet“


„So kenne ich dich gar nicht Margot. Komm jetzt sei bitte vernünftig, Märchen nein, Happyend ja
Jan schwindelt nicht, fantasiert auch nicht im Medikamentenrausch, er hat Leni wirklich gefunden
Ich habe selbst mit ihr telefoniert und ich werde doch wohl die Stimme meiner Tochter kennen“


„Aha und warum spricht deine Tochter nicht mir, kein einziges Wort, nicht mal einen Ton“
„Vielleicht weil sie Angst hatte vor deinen Schreien
Nein, jetzt mal im Ernst Margot, Leni sprach mit mir auch nur das Nötigste
Wir waren beide viel zu aufgeregt, überrascht und gerührt
Wenn Leni zurück ist kannst du sie mit Fragen löchern solange du willst“


„Wann Hajo, wann kommen die 2 zurück?
Eigentlich müssten sie längst hier sein“

„Oma…schon vergessen?
Heute fahren Papa und Leni bestimmt nicht zurück..vielleicht morgen…oder auch erst…“



„Die 2 treiben mich noch in den Wahnsinn
Uns hier zittern lassen. Warum komme die beiden nicht sofort zurück?“


„Gib den beiden Zeit Margot.
Leni und Jan müssen alles doch selbst erst mal begreifen, miteinander reden
Ich bin genauso ungeduldig wie du, Margot, aber für die 2 ist das eine verflixt schwere Situation
Gönnen wir Leni und Jan noch etwas Ruhe um das…das, na eben das Drama zu verarbeiten“


„Für das Drama ist alleine Leni verantwortlich
Entschuldige Hajo….ich hatte deine Tochter wirklich in mein Herz geschlossen…aber nun?
Nein, was Leni sich geleistet hat kann und darf eine gute Mutter, eine treue Frau einfach nicht tun
Darf gar nicht an meinem armen Jungen denken, krank..nur noch ein Schatten seiner selbst..kurz vor dem Wahnsinn
Ach mein Jan hat ein viel zu großes Herz. Andere Männer hätten so eine….ja unmögliche Frau, längst vergessen, die Scheidung eingereicht, Leni einfach davongejagt wenn sie ihm noch mal unter die Augen getreten wäre, anstatt sie sehnsuchtsvoll zu suchen
Ich habe ein ungutes Gefühl, diese „Wiedervereinigung“ kann doch nicht gut gehen
Leni hat so einen lieben Mann wie Jan gar nicht verdient.
Ganz ehrlich Hajo, es wäre besser wenn die beiden getrennte Wege gehen und Leni nicht mehr hier einzieht“


„Puh Margot, harte Worte, die muss ich erst mal verdauen
Du bist Jans Mutter und irgendwie verstehe ich dich auch
Fast wäre dein Sohn verzweifelt zerbrochen und du sorgst dich, dass sich alles wiederholt
Ich hätte auch im Traum nicht daran gedacht als Vater mal so eine schreckliche Zeit durchzumachen
Doppelt schrecklich, weil ich Angst hatte Leni bringt sich wegen der Fehldiagnose wirklich um
Ich will sie nicht in Schutz nehmen, was sie getan hat war völlig irr, man darf seine Familie einfach nicht im Stich lassen


……..Andererseits…schwere Krankheit….Erinnerung an ihre Mutter….wahrscheinlich versucht Leni gerade Jan ihr unbegreifliches Handeln zu erklären
Meine Tochter tut sich mit so etwas immer sehr schwer, vielleicht wollen die beiden deshalb noch 2, 3 Tage unter sich bleiben
Doch sollte Jan die Erklärung akzeptieren, dann schließt du doch Leni auch wieder in deine Arme, oder?“


„Aber nur wenn Leni mit einer guten, einer sehr guten Erklärung, argumentiert
Ach Hajo…ich bin völlig durch den Wind. Die Warterei macht mich ganz kirre“














„Du meinst es also wirklich ernst, Jan… meine, wir fahren gemeinsam zurück und bald sind wir wieder eine glückliche Familie“


„Sieh mich an Schatz, können diese Augen lügen….Nein!!!


Jan mir ist das so....bist du nicht zu gutmütig. Ich habe dir soviel angetan, Schuld auf mich geladen...und doch
soll alles wieder gut sein.. Das kann ich nicht verlangen. Nein Jan es geht nicht“


„Schuld!!! Leni jetzt ist es aber genug. „In guten wie in schlechten Zeiten“ heißt es. Ja es war Schock, unfassbar, entsetzlich, Angst, Ungewissheit, Phasen die wünscht man seinem ärgsten Feind nicht, Zerreißprobe körperlich, psychisch.....nur Leni, Verbrecher machen sich schuldig. Aber du bist „geflohen, versteckt“ warst eine Getriebene wegen Krankheit, Mutter, Krebs. Ich vermute, wir waren wegen dem „Skandal, Katastrophe“ beide in Panik, wir/ich wegen dem Unbegreiflichen, du in Todesangst. Es hat sich alles zum Guten gewendet. Was bitte, sage mir was steht unserer alten, neuen Zukunft noch im Weg“


„Es ist so leicht, Jan, hätte nie damit gerechnet, kann nicht sein...... alles so einfach“


„Na endlich - Dann steht unserer gemeinsamen Heimkehr ja nichts mehr im Weg, freie Bahn, alle Hindernisse beseitigt“


„Nur Jan wenn jetzt doch.....“


„Jetzt ist aber Schluss Liebes, sonst werde ich sauer und der saure Maybach ist zum fürchten. Erspare es dir“


„Dann möchte ich jetzt aber unbedingt wissen, Liebster wieso du dir so sicher warst mich hier zu finden
Ausgerechnet in der Hütte wo wir nur ein paar Stunden verbrachten
Ich war überzeugt hier nicht entdeckt zu werden
Aber du Jan landest ganz schnell den erfolgreichen Suchtreffer“


„Moment mal, von sicher und schnell kann nicht die Rede sein
Meine Suche dauerte lange, leider viel zu lange
Geschlagen und getreten gehöre ich für mein unsinniges drauf los stürmen“


„Mensch Jan, wieso klagst du dich an. Ein Wunder, ja du hast das Wunder vollbracht mich hier zu finden
Ich muss, hörst du, ich muss jetzt unbedingt wissen warum du dich gerade an diesen Ort erinnerst?
Jan wir waren nur wenige Stunden hier“


„Richtig, wegen dieser blöden Doppelbuchung hatten wir leider nur 1 Übernachtung
Erinnerst du dich...Am Abend saßen wir genauso vor der Hütte wie jetzt, mitten in diesem faszinierenden Panorama
Sonnenuntergang, die Strahlen spiegelten sich wie Farbkristalle im See. Die Idylle grün eingerahmt hier vom samtweichen Gras, umrandet von vielen Tannen, lang, kerzengerade als ragten sie in die Wolken und mitten drin diese faszinierende Blumenpracht die wie eine Farbpalette den herrlichen Ausblick abrundete. In die Stille hinein hörte ich dich plötzlich flüstern: „Dieser Ort ist so paradiesisch schön. Wenn ich einmal sterbe würde ich mir wünschen, dass mein Herz hier, genau hier an dieser himmlischen Stelle aufhört zu schlagen“

„Ja aber Jan….das waren Emotionen...einfach daher gesagt. Mir war..ich empfand gerade so. Das du dich daran überhaupt erinnerst. Du bist damals stumm geblieben, ich dachte du amüsierst dich über das Romantik-Gesülze“


„Ich fand das gar nicht als Gesülze Liebes, stimmte dir im Stillen zu. Mir ging dabei aber auch leider durch den Kopf das der Tod nicht nach der Umgebung fragt, an die Kollegen, 1 Schuss, 1 Sekunde und das Leben erlöscht auf Beton, in einer dreckigen Spelunke, auf dem Acker irgendwo im Schlamm. Faszinierendes Panorama, ja der schönste Ort zum Sterben, doch leider Wunschdenken bleibt“


„Dann hat es dich also runter gezogen Jan, traurig gemacht und trotzdem erinnerst du dich“


„Es war das einzige Mal, dass du über Sterben sprachst, hier an dem Ort oder soll ich Paradies sagen“


„Einige Sätze....Erinnerung.....Nein Jan, nein....das ist so..so unwirklich...übernatürlich
Deine Psyche erstaunte mich ja schon oft...aber das jetzt. Bei dir wirken, übersinnliche Kräfte“


„Schatz, ich habe keine geheimen Kräfte, bin nicht übersinnlich, ein ganz normaler Mensch und jetzt bitte Thema Ende. Solange waren wir getrennt, wir müssen soviel nachholen, reden und dazu machen wir es uns jetzt in der Hütte gemütlich“ erhob sich Jan und zog auch Leni vom Stuhl hoch


„Reden also....und an welche Themen denkst du dabei“


„An schöne Themen, romantische, herzerweichende bei schummrigen Kerzenschein und mit vielen Liebkosungen, zärtlichen Streicheleinheiten, Intimen....du weist schon..usw., usw.“ hob Jan Leni schnell auf seine Arme und verschwand mit ihr in der Hütte








„Hajo, du kommst allein. Dann hat Jan wirklich Sonderurlaub, macht sich eine schöne Zeit, während wir uns hier abrackern“


„Von einem Kollegen, Freund hätte ich mehr Verständnis erwartet. Ja Jan hat Sonderurlaub. Aber er macht sich bestimmt keine schönen Tage. Das Desaster, Lenis Desaster dauerte lange und war sehr heftig. Viele Probleme müssen geklärt werden und dazu brauchen die 2 Zeit. Du wirst dich bestimmt nicht überarbeiten in den paar Tagen“


„Hajo, komm wieder runter. Das war doch nicht ernst gemeint...ein Scherz“


„Komischer Scherz...bei deinen Humor vergeht mir das Lachen, Tom“


„Ah, Dr. Binz, dann hat man Ihnen meinen Anruf mitgeteilt“


„Tut mir leid, H. Trautzschke, ich konnte nicht früher. Das Sie sich bei mir melden
Ist Jan etwas zugestoßen, hatte er einen Unfall, ist er schwer verletzt...meine, äh..Ina, Fr. Zimmermann sagte mir, dass er wieder unterwegs ist“


„Jan geht es gut, Dr. Binz und meiner Tochter auch, Jan hat sie endlich gefunden.
Ich dachte mir es interessiert Sie weil Sie ja mit Jan.....Na egal. Wichtiger ist, dass nun alles vorbei, ein gutes Ende hat“


„Das freut mich, dass freut mich sehr für Jan – und auch Ihre Tochter. Natürlich auch für Sie, dass die Aufregung ein Ende hat“


„Mein Tatendrang ist um so beflissener, ich war schon bei diesem Schmierenblatt, habe über die Wahrheit informiert, das Krankheit, Angst, Lenis Angst, ihr Verschwinden daher kam, freiwillig. Nichts linkes, kein Polizisten-Gemauschel, Verbrechen-Vertuschung lief und schon gar kein „Gattenmord“ Trotzdem weigern die sich eine Berichtigung zu veröffentlichen. Als ich Ihnen mit Verleumdungs-Klage drohte lachten die mich aus, beriefen sich auf Pressefreiheit. Aber ich will, dass denen das Lachen vergeht
Dr. Binz, verfassen Sie eine Anklageschrift, bringen Sie alles, aber auch alles ein, Verstöße, seelische Grausamkeiten, kleinste Gesetzesüberschreitungen, üble Nachrede und, und, und..na richtig fette Klage die sich gewaschen hat“


„Leider schreibt das Gesetz eine solche Anklage nicht vor, H.Trautzschke, Es gilt Presse-Meinungsfreiheit, die Aussage ist korrekt. Die „Verbrechen“ wurden damals angedeutet, vermutet, nicht behauptet oder dargelegt. Das Delikt Verleumdung ist damit nicht erfüllt“


„Mensch Binz, Dr. Binz, soll das heißen, dass die weiter jeden Dreck zusammen schmieren können“


„Ich will mich noch nicht festlegen, H.Trautzschke. Geben Sie mir bitte etwas Zeit. Ich werde alle, wirklich alle entsprechenden Gesetze, §§, Zusatz-Sonder§§, Ergänzungen, Änderungen, quasi mit der Lupe durchforsten, ob es vielleicht doch einen Absatz gibt der zur Klage ermächtigt“


„Wegen jedem albernen Pipi-Kram wird geklagt, aber wenn es wichtig ist....“


„Die Gesetze habe ich nicht gemacht, H. Trautzschke.“


„Schon gut, schon gut, Dr. Binz. Von dem §-Irrgarten lasse ich mir die Freude über Leni, Leni und Jan nicht verderben“


„Grüßen Sie Ihre Tochter von mir, H. Trautzschke und alle guten Wünsche an Familie Maybach“



„Also die Freundschaft Binz-Jan hält bestimmt nicht lange, mit dem Steif-Heini kommt Jan doch nicht klar“


„T O O O M!!!!“


„Schon gut, Männer-Versteherin Ina......Mein´ ja nur...“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von chrissy am Do 05 Okt 2017, 15:59

Hertha, wann Melanie geschieden wurde ist nicht relevant. Der Sohn ist übrigens vor der Eheschließung geboren.
Doch wir haben ja Meinungsfreiheit und meine Kritik bezieht sich auf die Fakten, dass Melanie bis kurz vor der Geburt drehte und auch nur eine kurze, sehr, sehr kurze Babypause machte, weil sie lt. ihren eigenen Worten „ihren Beruf so mag“. Es gibt nur wenige, sehr, sehr wenige Soko-Folgen wo sie nicht mitspielt. Nennt es bieder oder altmodisch, doch ich meine wer sich für ein Kind entscheidet, für den/die sollte Beruf/Karriere zweitrangig sein. Wenigstens eine angemessene Zeit lang das Kind an 1. Stelle stehen. Den Eindruck habe ich bei Melanies „Soko-Dauerpräsenz“ aber nicht
Gruß chrissy

chrissy

Anzahl der Beiträge : 135
Anmeldedatum : 03.03.14

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 05 Okt 2017, 20:20

„Leni, mache so etwas nie, nie wieder. Du hast deinem alten Vater fast das Herz gebrochen“

„Papa ich…ich…“

„Ich weiß. Der verdammte Brustkrebs, die Erinnerung an deine Mutter
Jan sagte mir kurz am Telefon, dass wir über deine Angst, Untersuchungen usw. noch mal in Ruhe sprechen und das er dich jetzt zu allen Terminen begleitet. Das ist gut und du….du hältst dich daran, nimmst deinen Mann in Zukunft mit, verstanden!!!

„Versprochen Papa, großes Ehrenwort“

„Jetzt komm, lass dich umarmen. Ach, ich kann dir gar nicht sagen wie froh, erleichtert, glücklich, wie ich…ach alles zusammen ich bin
Wo ich hinschaue überall strahlende Gesichter…auch bei Dana….dachte schon… Kind…beleidigt, stur, Trotzkopf oder so“

„Die Angst hatte ich auch Papa, aber unser Schatz war nur kurz na irgendwie schüchtern, vorsichtig, doch nach einigen Minuten lagen wir uns schon in den Armen“

„Das verdankst du alles meinem Sohn. Jan redete nie schlecht über dich. Trotz der Ungewissheit war es Jan immer sehr wichtig, dass in dem kleinen Herz das Mamabild nah, lebendig blieb“

„Mama du musst nicht alles so hoch hängen“

„Deine Mutter spricht Wahrheiten aus Jan. Lass dich ruhig mal loben, du weißt wie dankbar ich dir bin“

„Ach das ist alles so schön, Balsam für mein altes Herz. Alles wieder so wie es sein soll, alles wieder harmonisch.
Ihr wieder die glückliche Familie, ich wieder glücklicher Vater. Endlich ist das Zittern vorbei
Zittern muss jetzt der bescheuerte Arzt der diese noch bescheuerte Fehldiagnose stellte“

„Dann höre gut zu Papa, was Jan über den Arzt erzählt“

„Jan, ja aber wieso denn Jan“

„Hajo, hinter der Fehldiagnose steckt kein Anderer als Zins“

„Was, was sagtest du gerade Jan….Zins?
Zins hast du wirklich gerade diesen Namen genannt“

„Richtig gehört Hajo, Zins, unser falscher Zeuge Zeus, der Mörder von Fr. Dohr, Zins, nach dem wir schon solange fahnden
Jetzt nennt er sich Dr. Zoklan und treibt im Ärzte-Center sein Unwesen“

„Jan das geht zu weit. Du kannst doch nicht einfach Irgendjemanden beschuldigen. Das ist üble Nachrede, Verleumdung. Schluss damit“

„Üble Nachrede, Verleumdung, Hajo ich bin Polizist, halte mich an Recht und Gesetz“

„Rachefeldzug nenn ich das, ja du bist auf dem Rachefeldzug wegen Zins komischen Auftritt im Büro damals
Hake das doch endlich ab. Das ist weder professionell noch legitim. Du bringst dich in Teufels Küche, weißt das es schlimme Konsequenzen haben kann. Schluss damit..Aus! Ende!“

„Jetzt bist du aber ungerecht Papa
Erinnere dich bitte zurück, dass du mich wegen diesem Auftritt angerufen hast, nicht weil es komisch war. Im Gegenteil. Du sorgtest dich um Jan, ihr alle wart irgendwie geschockt, meintet der Kerl führe Böses im Schilde. Krebs, mich in Todesangst versetzen, die ganze Familie in Verzweiflung treiben, Jan als Polizist so vielen Gefahren aussetzen…Das ist böse..Rache, Vernichtung geht von dem aus, nicht von Jan“

„Ich weiß was ich sagte Leni, es war schon mysteriös mit dem Kerl. Betone war denn wir fahnden längst nicht mehr nach dem Kerl weil er mysteriös sondern ein eiskalter Mörder ist.
Jan hast du den Verstand verloren Lenis Arzt wegen einer Fehldiagnose einen Mord anzuhängen. Vielleicht sogar einen unbescholtenen Mann, einen Unschuldigen hinter Gitter zu bringen…Ich Trottel, die Mails
Jetzt tickt es bei mir: Du hast die Mails, all die komischen „Retter-Tipps“ gesendet“

„Ach sieh an – Plötzlich die Kehrseite, nichts mehr verständnisvoller Schwiegervater
Danke Hajo, vielen, vielen Dank, dass du eine so „hohe“ schlechte Meinung von mir hast. Maybach grausamer Schwerverbrecher. Du gestattest mir Angeklagtem eine kurze Verteidigung: Der genaue Ort wo Zins sich aufhält geht aus keiner Mail hervor
Hier hast du den Beweis, das kurze Video belegt eindeutig das Zins, alias Dr. Zoklan im Center „praktiziert“

„Du bist wirklich total durch geknallt Jan. Ohne jegliche Rechtsgrundlage, Durchsuchungsbefehl, Genehmigung, im Alleingang dringst du in Privaträume ein. Das ist Einbruch Jan und Verletzung der Privatsphäre . Dafür suspendiere ich dich mit sofortiger Wirkung und du wirst in einem Disziplinarverfahren für deine Vergehen zur Rechenschaft gezogen“

„Mensch Hajo bevor du mich lebenslänglich einkerkerst schaue es dir wenigstens an. Setz endlich deine Brille auf und sieh genau hin, dann erkennst du den Türrahmen und hier am Rand das sind Blattzipfel von den großen Topfpflanzen die rechts und links vor dem Praxiseingang stehen. Gedeckt von den Pflanzen machte ich von außen, vor der Praxis, durch die Glastür das Video, von außen im Flur. – Treppenhaus, alle Etagenflurs, Fahrstühle, Eingang – gelten nicht als Privaträume, sind öffentlich. Draufgehalten habe ich nur wenn Zins auftauchte. Die Personen bei ihm, stehen so das keine Gesichter zu erkennen sind“

„Du meinst……………….du hast………..bist nicht……
………………………………………………………………………….
………………………………………………………………………….

„Zeige mir eine rechtswidrige Stelle Hajo, welcher Teil ist ungesetzlich, obszön, nicht legitim…?

„Jan entschuldige, ich war wohl….bin…“

„Ein Sturkopf bist du, Hajo, musst immer erst lospoltern“

„Schaust du mit dem Sturkopf das Video gemeinsam an und erzählst mir was dazu?“

„Du siehst jetzt Zins einige Male, hier kommt er hinten aus seinem Arztzimmer geht vorne in den „Röntgen/Aufnahmeraum“. Da bespricht er etwas an der Anmeldung, hier bringt er wohl Patienten in Kabinen, andere Aufenthalte auf dem Praxisflur zur Personalbesprechung oder Verabschiedung von Patienten.
Größe ca. 1,85 m passt, andere Frisur, Haare länger, die hellblonde Färbung sticht direkt ins Auge, randlose Designerbrille, tippe auf Fensterglas, die Figur ist jetzt etwas muskulöser, mit ein paar Trainingsstunden im Fitnessstudio bekommt man schnell einen sportlichen Körper. Auffallend Zins sehr straffe Gesichtszüge. Ja sein Aussehen hat sich verändert, aber dafür gibt es genug Stellen wo „nachgeholfen“ wird. Stylist, Trainer, Schönheitsfarm, Lifting, Gesichtschirurgie, ein paar Schnittchen im Gesicht, farbige Haftschalen hat jeder Optiker in großer Auswahl
Chamäleon Zins hat sich wieder mal ein wenig verwandelt, versteckt sich nicht, keine Flucht. Tritt wie auf dem Präsentierteller im Center auf, gerade hier, wo großer Besucherstrom herrscht. Der Kerl spielt wirklich sehr hoch, siegessicher. Die getötete Anlageberaterin, abgehakt, nein Zins ist kein gesuchter Mörder und die gesamte Polizei sowieso doof, unfähig, alles nur Trottel. Das hat er uns damals bei der Vernehmung ja sehr deutlich zu verstehen gegeben
Dabei sind wir Polizisten, du und ich alle unser Blick extra geschult, probten, lernten wir verändertes/verwandeltes Aussehen, Gesichter zu erkennen, auf entscheidende Hinweise, Merkmale zu achten. Bei Zins ist es mehr als offensichtlich Schau ihn dir an, Hajo, ich zoome heran, größer: Dieser eitle, hochmütige Gesichtsausdruck, das widerliche Grinsen, heruntergezogene Mundwinkel, das ganz überhebliche Gehabe, bei Patienten, Personal, immer, überall, der geniale, über-über-kluge, mächtige „King“, sein mysteriöser „stechender“ Blick, das umher stolzieren wie ein aufgeblasener Pfau, wie im Büro die ganze „alte“ Gestik und Mimik…..
Hajo schaue ihn dir ruhig und genau an und sage mir ob du bei Dr. Zoklan Zins erkennst oder ich total verblendet bin, mich völlig verrannt habe“
……………………………………
„Er ist es Jan – Geschulter Polizistenblick, jedes Jahr ein Kurs, beeindruckende Fortschritte: Hochgerechnet waren es bei mir schon…egal
Nochmal Jan, der Weißkittel ist Zins. Hier die Stelle, so einen Auftritt legte er auch im Büro hin

„Na endlich Papa. Musst du dich erst immer wie ein Elefant im Porzellanladen aufführen?“

„Es tut mir leid Jan. Nimmst du meine Entschuldigung an“

„Schon vergessen Hajo. Sage mir lieber ob du etwas unternimmst, wie du vorgehen willst“

„Wir vorgehen Jan, gemeinsam, wir das Team. Festnahme, was sonst. Deine Aufnahmen belegen ausreichend.
Wird ein harter Schlag für den Dr., Dr.. Er ist ja nicht vorgewarnt…oder?

„Es war Folter zum Greifen nahe der Kerl der Leni das…..der uns so entsetzlich….
Mich Zins zeigen, mit ihm reden, dass er alle Spuren beseitigen, sich aus dem Staub machen kann und wir vor leergefegter Praxis stehen. Ich denke, ein wenig Ermittler-Wissen ist bei mir noch vorhanden“

„Sorry Jan, da prasselt so viel auf mich ein. Leni gesund, wohlbehalten, Rückkehr, hier glückliche Familie und dann der Super-Gau Zins.
Als du damals in der Praxis warst Leni…das wollte ich dich noch fragen, erkannt hast du Zins wohl nicht und wie lief das ab, hat nur er dich behandelt?“

„Ich konnte ihn mit oder ohne Veränderung nicht wiedererkennen, da ich ihn im Präsidium nicht genau angesehen habe. Registrierte nur, dass ein Mann im Büro saß, da war Jan schon da, wir redeten kurz und schon war ich wieder weg. In der Praxis empfing er mich in seinem Arztzimmer, ich gab ihm Überweisung, meine Arztberichte, schilderte ihm meine Beschwerden. Untersucht wurde ich von einer Radiologin, die sehr kompetent wirkte, höflich, nett und erklärte, die Diagnose, also Aufnahme bespreche der Dr. anschließend. So lief es, tja und da teilte er mir dann das „Schock“-Ergebnis Krebs mit“

„Patientin Maybach das war für Zins der 6er im Lotto, Jubelschrei: Er liest, dass Mutter an Brustkrebs starb und wenn die Radiologin ihm 10 x erklärt, dass die Brust gesund ist. Zins hat seinen Plan längst perfekt: Brustkrebs, er macht dich zur „Todgeweihten“ Leni und das Drama ist perfekt
„Für dich der Horror, für Jan, mich, eure Familie, kann man gar nicht beschreiben, die grauenhafte Angst, Verzweiflung, utopische und doch erlittene Zustände bis hin zur Arbeit, für uns Polizisten ist doch…. Herzinfarkt, Schlaganfall bei mir, unfassbar Jan alle Risiken, Verleumdungen, Gefahren, Irrungen ausgesetzt. Als sei Zins „Unglücksbringer“. Sträubte mich ja gegen „Bösen Blick…Rächer…Vernichter“, aber bei euch, mir wäre es beinahe gelungen.
Ob und wie viel Hexerei im Spiel war müssen die Psychiater rausfinden, wenn Sie Zins verfluchten Schädel zum xten Mal durchblasen.
…..O.k. den Mörder können wir dann endlich verhaften, bleibt noch die verheerende Fehldiagnose
Du vermutest zwar etwas Jan, aber sein eindeutiges Motiv bleibt weiter rätselhaft“

„Die Lösung, bzw. Antwort zu dem hinterhältigen Rätsel kann uns nur Zins persönlich geben, Hajo“

„Oh Mann, ich freute mich so auf das Wiedersehen und endlich wieder auf ein paar schöne Stunden im Kreise der Familie und dann so etwas….
Nun gut - Ich telefoniere jetzt mit Ina und Tom, gebe die Adresse durch und dann starten wir, Jan“





„Hajo, natürlich sind wir auf dem Weg, fast schon da
Aber jetzt verrate uns doch endlich wieso du uns zum Medizin-Center bestellst und vor allem was das plötzlich mit Zins zu tun hat?
Hajo!...Hajo!..Aufgelegt. Man der macht es aber spannend“

„Ina….ist dir auch so komisch, so…

„Ja mir ist komisch…mulmig sogar. Wenn ich alles bedenke laufen mir Schauer über den Rücken. Lach nur, Tom“

„Ich lache bestimmt nicht, Ina….irgendwie mysteriös..unheimlich, meine alles zusammengefasst bis jetzt“

„Erst Lucas Horror-Vermutung das Jan Zins Opfer sei was unser Retter-Schreiber, Mailer, vor allem Furchtbaren bewahren will. Bald darauf Jans Blitz-Erleuchtung, macht sich wieder auf Suchreise, findet Leni wirklich. Man, wir waren so erleichtert, freuten uns, Hajo happy, wie ausgewechselt, Zentnerlast von ihm gefallen, verabschiedet sich glücklich von uns seine Leni endlich in die Arme nehmen zu können…..und jetzt!!!! Einsatz – Einsatz wegen Zins
Das ist doch nicht normal….da muss einem ja unheimlich sein….“

„Unheimlich – Schon komisch, dass uns beiden so zumute ist Hajo muss uns das erklären..,
Na endlich das Center in Sichtweite und Hajo erwartet uns auch schon
Jan?.....Ja wirklich, Jan steht neben ihm. Das wird ja immer rätselhafter“







„Hallo Hajo, im Turbo-Tempo her gesaust als du Zins gesagt hast.
Du erklärst uns aber sicher gleich, wie du von deiner Wiedersehensfeier im Hause Maybach hier zum Center kommst und was Zins damit zu tun hat, ja und auch Jan, wir wussten gar nicht, dass du schon im Dienst bist“

„Was ich jetzt erkläre wird euch sehr, sehr erstaunen
Also…..hier im Center ist der langgesuchte Zins und betreibt hier eine Praxis… und den…den...den verhaften wir jetzt endlich“

„Z I N S!!!..der Zins ….praktiziert hier im Center. Langsam Hajo, langsam. Woher weißt du das plötzlich, wieso bist du dir so sicher?“

„Na weil Jan „Mäuschen“…es ist Zins…100%“

„D U.U.U Jan!!! Du hast Zins…ich kapier überhaupt nichts mehr….das wird ja immer verworrener
Woher weißt du Jan? Also erklären musst du das schon!

„Ich habe..ich musste, wollte..ich..ich…

„He Jan, du stotterst doch sonst nicht. Wir sind schon sehr gespannt“
.
Ich..ich bring das ni…..nein, kann nicht einfach so….
Sorry, ich schaffe das nicht……Hajo bitte, erzähle du alles“

„Schon gut Jan, ich übernehme das
Ina, Tom wir werden den langgesuchten Raubmörder gleich gemeinsam verhaften.
Zins treibt wirklich hier als Arzt sein Unwesen. Das ist keine Vermutung, wir bekamen auch keinen anonymen Hinweis. Nein, Jan hat die Maskerade von Dr. Zoklan, unserem Zins, durchschaut, weil….weil
Ja verflixt, weil Lenis Fehldiagnose von einem gewissen Zoklan, eben unserem falschen Dr. Zins, stammt“

„W A A A S ?????....Leni ist von dem……Zins hat sie zur Todkranken geweiht“

Ich wusste es, ich wusste es gleich – Leni die Nutte, sorry Hajo, der Kraftausdruck stammt von Zins
„Oh nein!!! Also doch Teufel, Lucas der Wahrsager: „Der böse Blick“ hat wieder zugeschlagen. Seine Akte ist voll mit solchen „Hexerei“ Im Präsidium hat er sich doch regelrecht auf Jan eingeschossen, fixiert…wohl mit dem „Zins-Fluch“ belegt - da musste noch was kommen“

„Aber doch nicht Krebs, Mensch Tom, böser Blick, Hexerei, Fluch hin oder her.
Das ist alles so grausam, unmenschlich, entsetzlich. Leni, meine Güte, all die Angst, Zustände, Todesängste muss sie ausgestanden haben und Jan, wir haben doch alles miterlebt, mitgelitten, er stand kurz davor an der Verzweiflung zu zerbrechen.
Unbegreiflich, ich bin fassungslos. Jan es tut mir so leid. Können wir irgendwas tun, euch helfen, Jan?...Jan?
Jan stand doch gerade noch neben dir, Hajo“

„J a a a n!!! „J a a a n!!! Wo steckt du denn, Jan!!! Wir wollten doch ….

„Ich bin hier, Hajo“

„Bitte Jan ruhig und auch keinen Alleingang“

„Keine Sorge, Hajo. Ich habe nachgesehen ob die Praxis jetzt geöffnet ist, Sprechzeit hat“

„O. k. tja genug geredet. Ah, da sind ja auch die Kollegen. Ina, Tom die habt ihr wohl informiert“

„Deine Info war kurz Hajo, sagtest Einsatz. Wir wussten ja nicht was uns erwartet“

„Kollegen sind o.k. Wir wissen ja nicht wie es abläuft. Dann los, gehen wir rein“

„Also der Fahrstuhl ist genauso nobel wie der ganze Kasten hier. Für den Super-Dr. nur vom Feinsten,
bezahlt mit dem Blut des bedauernswerten Opfers Anlageberaterin
4. Stock – Wir sind da. Also los, legen wir die blutrünstige Bestie endlich in Ketten“

„Kannst du nicht einmal deine Witze stecken lassen, Tom“

„Keine Witze Ina, Humor ist mein Ventil, sonst werde ich nach allem gehörten zum Killer“

„Wir sind Polizisten Tom, denke dran“

„Ei, Ei Chef“

„Trautschzke Kripo Leipzig, meine Kollegen Zimmermann, Maybach und Kowalski
Wir müssen Sie bitten Ihre Arbeit sofort einzustellen. Rühren Sie bitte nichts mehr an, sämtliche Unterlagen werden beschlagnahmt und anschließend alle Praxisräume versiegelt. Ist der Dr. in seinem Zimmer, allein oder mit Patienten“

„Er ist allein, Sie können sofort reingehen“

„He, sind Sie taub, nichts mehr anfassen hat der Chef gesagt
Was fummeln Sie denn da im Fach herum…Lass mal sehen
………………………..

Leute, das sind die Mails, „Retter-Mails“, alle fein säuberlich ausgedruckt, abgeheftet
Das ist der Helfer. Sie sind Hotte, ich glaub´s ja nicht“

„Ja aber…aber ich habe doch nur….wollte nur…dachte......“

„Das besprechen wir alles im Präsidium. Sie werden uns viel erklären müssen, H. Hotte“

„Tom, die Kollegen sollen ihn zur Vernehmung ins Präsidium bringen“

………………
„Bist ja ganz fix heute, Tom. Wären wir dann soweit…Jan bereit?“

Jan nickte nur, da riss Tom schon die Tür vom Arztzimmer auf und Hajo befahl:
„Keine Bewegung, bleiben Sie genau da stehen und die Arme nach oben strecken. Die Vorstellung spare ich mir, wir hatten ja schon das unschöne Vergnügen. Ingo Zins wir nehmen Sie fest wegen schwerem Raub und Mord an Fr. Dohr, Falschaussage in Tateinheit mit Behinderung Polizeilicher Ermittlungen. Außerdem absichtlicher Fehldiagnose bei Fr. Leni Maybach, seelischer Grausamkeit. Daraus resultierende psychischen, medizinischen und allen weiteren Delikten wird der Staatsanwalt Ihnen in der Anklageerhebung detailliert formulieren“

„4 Pistolen auf einen wehrlosen Mann gerichtet, muss ich jetzt vorm Hinrichtungskommando zittern?“

„Dir Teufel traue ich sogar zu das du eine Granate aus dem Ärmel zauberst“

„Zaubern…Nein Tom, leider sind die grausamen Taten blanke Fakten“

„Eigentlich müsste ich Sie ja wegen Verleumdung und schwerer Beleidigung anzeigen
Raub…Mord….Fr. Dohr, ich habe keine Ahnung von was Sie sprechen
Ich bin Dr. Zoklan, da liegt bestimmt eine Verwechslung vor“

„Schluss mit den Spielchen Zins. Namensfälschung, Betrügen, Aussehen verändern, oh ja darin sind Sie wirklich sehr gut, aber dann passiert Ihnen ausgerechnet bei dem Mord ein kleines, aber gravierendes Missgeschick. Die Drahtschlinge…Schnitt…Handschuhe….Sie wissen was ich meine. Spuren lügen nicht, Ihre DNA ist der eindeutige Beweis. Ende der Fahnenstange, von der Schuld waschen Sie sich nicht rein“

„Wenn die Spuren nun doch lügen…!!! Vielleicht ist die DNA verwechselt worden. Soviel Arbeit, viele Proben, Hektik, schnell, schnell, Stress. Euer Saustall bei der Polizei schreit doch zum Himmel“

„Damit punkten Sie nicht, Zins. Ihre DNA ist zu oft, viel zu oft hinterlegt in Ihrer dicken, sehr dicken Akte.
Verwechslung unmöglich. Hier der Haftbefehl. Der Staatsanwalt ist von Ihrer Strafakte auch „schwer beeindruckt“
Seine Mordanklage legt er obendrauf“

„Abwarten, das Urteil ist noch nicht gefällt, aber zu all dem Vorliegenden sage ich:
Wow!!!!! - Ich bin beeindruckt, schwer beeindruckt. Solche Fähigkeiten hätte ich euch hier im
Osten gar nicht zugetraut. Ich war überzeugt, das eure gesamte Polizei nur aus Deppen besteht
Na ja eben, dass ihr nicht so hell in der Birne seid, mal einen Taschendieb fangen aber sonst…..“

„Aber sonst?….. Schluss mit dem Gelaber Zins, können oder wollen Sie nicht kapieren?
S I E S I N D F E S T G E N O M M E N und wandern jetzt aus dem Nobelhaus direkt in die Zelle
Ist das jetzt angekommen“

„Hallo Maybach, du auch hier was. Bist du aus der Anstalt getürmt.
Ich war mir sicher, dass du wegen all deinem Herzschmerz, Liebeskummer, Mitleidgejammer dort landest Ganz fest eingepresst in einer Zwangsjacke, für immer in der Gummizelle eingesperrt bleibst“

„Genug der blöden Sprüche. Ich will jetzt sofort den Grund wissen warum Sie bei meiner Frau den Todesengel spielten“ raste Jan außer sich zu Zins hin

„Jan halte dich zurück, bleibe ruhig“

„Sachte, sachte Maybach, Karneval ist vorbei und du zielst nicht mit einer Spielzeugwaffe auf mich
Ich könnte schnell von einer Kugel durchbohrt werden“

„Sie kennen doch sonst keine Skrupel und jetzt Angst vor ein paar Gramm Blei. Das kaufe ich Ihnen nicht ab. Schluss jetzt, spucken Sie endlich das Motiv für die verheerende Lügen-Diagnose bei meiner Frau aus“

„Reiß dich zusammen Jan, komm zu dir“

„Jetzt werde nicht theatralisch, Maybach. Wo bleibt dein Kölner Jecken-Humor. Ich habe mir einen kleinen Scherz erlaubt, mehr nicht. Ein harmloser Spaß ist kein Verbrechen und Schaden genommen hat auch Niemand“

„Der „harmlosen Scherz“ hat meine Frau in Todesangst und Verzweiflung versetzt. Sie ist durch die Hölle gegangen, hat mit dem Leben abgeschlossen. Wie ein Tier hat Leni gelitten und die ganze Familie ebenso. Unsere kleine Tochter machte das alles krank, sie hat lange Zeit nur geweint und es gibt keine Medizin für ein trauriges Kinderherz. Ihr „kleiner Spaß“ hat uns fast in den Wahnsinn getrieben, beinahe unser ganzes Glück zerstört, die komplette Familie vernichtet. Doch weshalb langweilige ich Sie überhaupt mit meinem Gelaber. Sie amüsierten sich wahrscheinlich die ganze Zeit über unser Drama, haben schallend gelacht wenn Sie sich mit Ihrer hirnrissigen Fantasie unser ganzes Elend ausmalten. Die Tränen, Angst, Verzweiflung, die entsetzliche Tragödie uns in den Abgrund zieht.
Ich kann es zwar nicht beweisen, aber ich bin mir ganz sicher, dass Sie irgendwie oder durch Irgendwen spioniert haben. Woher sonst Ihre Annahme dass ich in der Klapse gelandet bin. O.k. vielleicht wurde Ihr Zwerchfell bei Ihrer teuflischen Inszenierung reichlich strapaziert.
Uns hingegen….meiner Familie war nur noch nach Heulen zumute…..aber warum. Warum haben Sie ausgerechnet das…das Un..Unfassbare meiner Frau angetan. Leni war eine Fremde für Sie. Sie hat nicht mal das Büro betreten und wurde dennoch sofort von Ihnen als Nutte beschimpft. Warum all das an einer Außenstehenden, völlig Unbeteiligten…….Leni hat Ihnen nichts, aber auch nicht das Geringste angetan. Warum..W A R U M verdammt noch mal gerade sie?????
Machen Sie endlich das Maul auf, sonst vergesse ich mich“

„Komme zur Vernunft Jan. Wir erfahren die Wahrheit sicher in seinem Geständnis“

„Jetzt, hier, sofort will ich sein Motiv hören. Ich warte Zins….aber nicht mehr lange“

„Ich mag es wenn du dich so aufregst, Maybach, Wut, Zorn rausschreist, so ernst, erwachsen. Dann wirkst du wie ein echter, strammer Kerl. Aber du bist so oder so eben nur ein törichter Narr“

„Ich verbiete Ihnen diese Beamtenbeleidigung, Zins. Sie vergreifen sich im Ton bei KOK Maybach“

„Die Narrenzeit ist lange vorbei. Jetzt das, die verheerende Lügen-Diagnose meiner Frau, die grausame Psychohölle für die Familie, für uns Alle, das…und nur das ist Fakt.
Das Motiv, spucken Sie es aus, laut und deutlich will ich endlich den Grund erfahren“

„Du bist auch nur ein doofer Bajazzo, wie alle Deppen hier im Osten. Schade, schade, du enttäuscht mich Maybach.
Ich dachte dein kluger Kopf durchschaut mein Spiel sofort“

„Es reicht Zins, das ist keine Antwort auf meine Frage“

„Bist du von Sinnen Maybach, nimm sofort die Waffe von meiner Brust“

„Nennen Sie mir erst das Motiv oder der Lauf bohrt sich noch tiefer in Ihre Haut…
Na spüren Sie etwa Todesangst, dann wissen Sie ja endlich wie meine Frau sich gefühlt hat“

„Jan!!! Um alles in der Welt…Jan…Mache dich nicht unglücklich.
Denke an Leni, euren kleinen Schatz, deine Familie. Was soll denn aus Ihnen werden, wenn du..wenn du..

„Ich denke ununterbrochen an meine Lieben, Hajo..ich schulde ihnen aber auch Erklärungen warum sie diese grauenvolle Zeit erleiden mussten
Sie Zins, haben mich doch als Idiot abgestempelt. Im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit bestraft mich kein Richter für ein Verbrechen“

„Wo ist deine Besonnenheit geblieben, Jan du bist nicht wiederzuerkennen“

„Meine Andeutung muss dir genügen, Maybach. Mehr verrate ich nicht, Ende der Diskussion“

„Ich will Antworten, Zins, keine Andeutungen. Klare, eindeutige Antworten
Machen Sie endlich das Maul auf. Los jetzt, 1…2….“

„Jan!...Jan du wirst doch nicht….Willst ihn nicht vor unseren Augen…Jan…Nein…Jan!!!“

„Verflucht noch mal Maybach, STOPP, tritt sofort auf die Bremse, du .kannst doch nicht…
Du..du…du wirst mich nicht umbri….O.k., o.k. Landsmann, hab´s kapiert, mein Mund öffnet sich
Steck doch endlich das grässliche Ding weg…ein Plausch unter Freunden ist ohne Waffe doch viel gemütlicher

……………….Schon gut, schon gut….nur nicht nervös werden, großer Held, ich rede ja schon

Ach was, wozu reden, es ist doch alles ganz einfach, Maybach
I C H bin ein ganz, ganz besonderer Mensch, meine Fähigkeiten. Ach, das kapiert ihr Normalsterblichen sowieso nicht. Bedeutet aber umgesetzt, was mir nicht passt ist feindlich, bekämpfe ich. Beispiele gefällig: Falsches… unkorrekt Verhalten, was mich nervt, langweilt, aufregt, unter Druck setzte, mir nicht passt, gegen den Strich geht,
belästigt, einengt. Na Jeck, klingelt es bei dir deine große Palette an Feindlichem!!!!
Ist doch klar, dass I C H MICH W E H R E F E I N D L I C H E S B E K Ä M P F E und falls es bei dem Narr
Maybach immer noch nicht gegongt hat: I C H B E S T R A F E. Mit meinen Fähigkeiten steht B E S T R A F U N G
an oberster Stelle
------------------------------------------
----------------------------------------------------
„Aha…..Bestrafen also!!! Mit ihren „Fähigkeiten“ ist es aber nicht weit her, wenn Sie nicht mal die Reihenfolge
kennen
Vor jeder Strafe steht die Tat, ein Verbrechen, die Schuld
Was habe ich, was hat denn meine Frau verbrochen???
Welcher Tat haben wir uns denn „schuldig“ gemacht???“

„Ich formuliere deine Schuld mal ganz einfach Maybach, langsam zum Mitschreiben, auch für Deppen wie dich verständlich: Zuviel Intelligenz, Arroganz, Weisheit, Angeberei, Klugheit…+ zu viel Liebe, Harmonie, Glück!!!!!
Ende der Durchsage“


Jan stellte sich abrupt direkt vor Zins, so dicht, dass ihre Nasenspitzen fast aneinander rieben
Wie glühende Kohlen funkelten Jans Augen, sein messerscharfer Blick „durchbohrte“ Zins förmlich

Jetzt rannen ganz langsam feine Schweißperlen über Zins Stirn, seine Lider flatterten unruhig, die Lippen zitterten ängstlich

„Jan, der will dich doch nur provozieren. Erspare dir das dumme Geschwätz
Bitte beruhige dich jetzt“

„Umdrehen, Hände auf den Rücken“ steckte Jan die Waffe ins Halfter
Dann legte er Zins Handschellen an, wirbelte ihn herum und zischte:
„Mit diesem „Schuldkauderwelsch“ kommen Sie mir nicht davon, Zins.
Also überlegen Sie, überlegen Sie genau…aber nicht zu lange. Ich erwarte, nein ich fordere schon bald eine verständliche Erklärung von Ihnen“

„May…Maybach ich..ich“

“Schnauze, Ende der Vorstellung du Dr. Superheld, Euer Gnaden, Genieprof., etc., etc. p p
Du hast uns lange genug auf Trab gehalten….ab geht die Post“ packte sich Tom Zins und zerrte ihn hinaus

Ina folgte Ihnen

„Jan du bleibst noch, ich muss mit dir reden
Hör zu Jan, du sollst hier bleiben, Jan, Jan hörst du nicht“

„WAS, Hajo, WAS???
Ja, ja ich weiß, ich weiß selbst, dass ich mich gerade wie die Axt im Walde aufführte, gegen alle
Anweisungen und sämtliche Vorschriften verstoßen habe
Außerdem bedrängte ich den mutmaßlichen Täter, nein, schlimmer noch, ich bedrohte ihn und beschimpfte Zins obendrein. Ergo: Missachtung der kompletten Latte unserer strengen zahllosen Polizeiregeln
Das schreit nach der Höchststrafe
Hier mein Ausweis und die Waffe, ich bin suspendiert, vollkommen klar
Du leitest ein internes Ermittlungsverfahren und Zivilklage gegen mich ein, alles korrekt, bist dazu verpflichtet, Das war es dann mit KOK Maybach, mit dem Polizeidienst. Ich fliege in hohem Bogen bei der Polizei raus
Nur Hajo....ich..ich.. konnte nicht anders....ich konnte mich beim besten Willen nicht mehr zusammenreißen
Also – ab jetzt sind wir nur noch familiär verbunden..Bis dann, Hajo“

„Jan..Stopp….Hier geblieben----Jan, ich….Ach komm her, ich muss dich drücken“ umarmte Hajo Jan
„Warum starrst du mich so an, was ist los?“

„Ich…Hajo…ich, ich kapiere im Moment gar nichts mehr. Umarmung..du umarmst mich? - Zum Abschied?“

„Ach was Abschied.
Vergiss eben meine Befehle, Zurück halten wollen....Vergiss Suspendierung, Verfahren, etc., etc.
Mensch Jan du hast in letzter Zeit so viel durchgemacht, eingesteckt. Ich, du wir beide waren verzweifelt, haben beide gelitten und jetzt hatten wir den Schuldigen vor uns
Das mit Zins war war, ja war eine Emotionsexplosion, musste raus aus dir, ich brannte doch genauso. Bin halt nicht mehr so vital wie du, na ja und mit Worten...
Deine Reaktion, alles....hat mich harten Knochen tief berührt. Deshalb die Umarmung und jetzt nimm deinen Ausweis, stecke die Waffe ein, fahr zu Leni, deiner Familie und erzähle, dass Zins endlich gefasst ist“

„Komme mit Hajo, du gehörst, bist auch Familie“

„Danke Jan, aber nicht jetzt, später vielleicht“

„und Dienst, Hajo..Team...meine mich...wie geht’s weiter“

„Bleibt alles beim Alten Jan. Wir erwarten dich zum Dienst wie bisher – nach Wiedersehensfreude, Urlaub, Kräftigung, Verschnaufpause, Auftanken – was immer du jetzt brauchst Jan
Aber jetzt mach endlich das du hier rauskommst, KOK Maybach!!!“

„Danke Hajo.....ich....ich...vielen Dank“

„Raus Maybach!!!“







„H. Trautzschke, bevor Sie sich aufregen, ich bin über alle, nun ja, Aktionen von Jan schon informiert“

„INA!!! Na klar Dr. Binz, Ihre Freundin musste natürlich gleich zu „hohen“ Stellen rennen “

„Korrekt, Fr. Zimmermann hat mir alles erzählt. Aber bestimmt nicht um Jan „anzukreiden“, ihm zu schaden“

„Nicht? Ina hat nicht...“

„Sie kennen Ihr Team, auch Fr. Zimmermann doch sehr gut, „H. Trautzschke,. Wissen das Fairness und Kollegialität ganz oben steht“

„Ja, ja klar, Dr. Binz, weiß ich, ist so. Dachte nur...“

„Sie sind erregt, geschockt, H. Trautzschke,..“ein wenig durcheinander“, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf.
Das ist Fr. Zimmermann auch, als Kollegin, Polizistin und Kameradin, genau wie Sie H. Trautzschke Doch bei Ihnen trifft es im Zenit Vater- und Schwiegervatergefühle“

„Dr. Binz, es ist so – Wie soll ich sagen, erklären...“

„Wenn ich Ihnen zuvorkommen darf, H. Trautzschke
Die Verhaftung von dem wegen Mordes gesuchten Zins kam blitzartig. Das tragischste aber, dass Zins auch absichtlich Ihre Tochter zur „Todgeweihten“ machte. Ich möchte nicht in den tiefen Wunden von Ihnen, Jan, Familie und allen Beteiligten, wozu auch das Team zählt, rühren. Es war grauenvoll, unfassbar, entsetzlich....was auch mir nicht verborgen blieb. Aber jetzt bei der Festnahme, wo Sie Reue, evtl. eine Argumentation erwarten konnten prahlt t der Schuldige mit „Besonderen Fähigkeiten“...??? beleidigt, beschimpft Jan auf das Übelste, gerade so als sei Jan
der Schuldige und Zins sein Richter. So etwas habe ich noch nie erlebt.
Fr. Zimmermann auch nicht, Sie war noch immer ganz erregt bei mir, sagte alles was Zins vollführte, von sich gab sei so irr, fast schon gespenstisch gewesen. Dementsprechend auch ihre Befürchtung Jan lasse sich – verständlicher- und doch bedauerlicherweise zu Gewalt hinreißen, renne wegen dem Kerl in sein Unglück.
Nun gut Zins ist wohlbehalten in der Zelle gelandet
Sicher hat Jan mit seinem Gebaren gegen alle Regeln, Gesetze, Vorschriften ihrer Dienstverordnungen verstoßen, Ja er müsste zur Rechenschaft gezogen werden, sich in einem Ermittlungs- und Disziplinarverfahren verantworten, und man würde ihm sicher, ganz sicher Berufsverbot erteilen, unehrenhaft mit sofortiger Wirkung aus dem Polizeidienst entlassen. So steht es im Gesetz, das sind die Strafen......
Aber H. Trautzschke......wo bleibt denn da die Menschlichkeit?? Gesetzgebung ist starr, wie ein Panzer in dem alles fest verschweißt ist, ohne Augen für Gefühle, Verzweiflung, Tränen. Juristen, die das Gesetz vertreten sind aber Menschen, die dramatisches nachempfinden, auch mal abwägen müssen. Ihren Polizeichef unterrichtete ich auch schon. Er schließt sich meiner Meinung. Also bleiben weitere, bzw. jegliche Maßnahmen außen vor.
Ich hoffe Sie sind nun beruhigt, H. Trautzschke“

„H. Trautzschke..?“

„H. Trautzschke? Verstanden haben Sie mich doch“

„Nur um sicher zu sein, dass ich Ihre Juristen-Sprache alles wirklich richtig kapiert habe, Dr. Binz: Jans Regelverstöße bei Binz Verhaftung bleiben ohne Konsequenzen für ihn. Gegen ihn werden keinerlei Untersuchungen/Verfahren eingeleitet, keine Suspendierung, Degradierung oder Entlassung. Jan bleibt im Dienst, arbeitet weiter als KOK, alles so wie bisher“

„Ganz recht H. Trautzschke, alles korrekt. Punkt – Ende. Die Freude, dass bei Ihrer Tochter alles ein glückliches Ende genommen hat sollte von nichts Negativem mehr getrübt sein“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 06 Okt 2017, 21:13

„Na toll, ich hetze mich ab, doch ausgerechnet heute glänzt unser hoher Meister Maybach mit Abwesenheit
Das macht der Sadist absichtlich, Ina, der will uns auf die Folter spannen, quälen“

„Quatsch keinen Unsinn, Kowalski
Mach besser die Augen auf, Jans Jacke hängt, seine Tasse steht da, PC ist eingeschaltet
Nichts mit Abwesenheit, Jan ist nur mal eben im Haus unterwegs“

„Mal angenommen Ina, Jans Vater ist gestern wirklich erschienen, was könnte er mit der angekündigten Aussprache gemeint haben“

„Tom, ich weiß es nicht. Jan war doch selbst überrascht. Also warte einfach ab was er berichtet“

„Abwarten ist ja nun ganz und gar nicht meine Stärke
Warum dauert das auch so lange, der Alte hat sich bestimmt irgendwo festgequatscht….oder schlimmer
Jan hat sich verlaufen. Der alte Kasten ist riesig, da erwischt man schnell mal die falsche Tür
Vielleicht besser wenn ich mich auf die Suche mache nach unserem zerstreuten Professor“

„Tom!!! Untersteh dich. Bist du jetzt völlig durchgeknallt. Jan kennt den „Kasten“ seit 16 Jahren, verlaufen ist da nicht“

„Morgen Ina, Morgen Tom“

„Na los spuck schon aus. Was wollte dein Alter? Ist euer Inventar noch heil?
Mensch Maybach, jetzt lass dir doch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen“

„Gestattest du, dass ich erst mal reinkomme und die Tür schließe
Verbindlichen Dank, Herr Kollege“

„O.k., Tür ist geschlossen. Fang an, wir hören“

Tja also… die angekündigte, rätselhafte Aussprache lässt sich mit einem Satz zusammenfassen:
„Vater und ich sind versöhnt“

„Nein Jan….nein..Versöhnt, so richtig versöhnt, einfach so.
Ich meine,wo dein Alter doch so ein Kotzbrocken ist.
Puh, das ist der Super-Gau. Was ist denn plötzlich in deinen Vater gefahren?“

„Glaube so richtig beschreiben in Worte fassen kann man das nicht.Vater sagte: „Er sei in sich gegangen. Mutter war lange bei uns. So alleine, die Situation gab es nie zuvor, noch dazu wo er im Ruhestand ist. Geht uns auch so, dass uns 1000 Gedanken durch den Kopf gehen, man grübelt auch mal über sich selbst und eben das machte mein Vater. Irgendwann „Klick“ und er zog seine Lebensbilanz. Das erschreckende für Vater war, dass ihn sein verbissener Ehrgeiz, eiserne Disziplin, Härte, Erfolge, Ansehen nicht zu etwas „Höherem, Besonderen gemacht hatte. Unzählige den „Lebensabend“ ebenso verbringen wie er. Finanziell abgesichert, Haus, Zeit Hobbys nachzugehen, Familienleben zu genießen, aber das hatte mein Vater sich ja selbst verbaut, was er, wie er jetzt zugibt, sehr bereute. Schon komisch für mich nach Jahrzehnten bei meinem Vater Gefühle zu erleben. Aber ich glaube ihm seinen Wandel, spät jetzt als Senior....Na ja, unsere Psyche ist ja sowieso ein Riesenrätsel. Vater ist bei seinem „Wandel“ zu erstaunlichen Erkenntnissen gekommen. Ich erlebte ihn nie zuvor so offen, ehrlich, er wirkte wie ein „Anderer, ein „Neuer“ im positiven Sinn
Mein Vater, ja wirklich mein Vater, erklärte mir plötzlich ihm sei klar geworden, dass er mit Mama, als Ehemann viele Fehler, alles falsch gemacht habe. Ebenfalls als Vater, na eben an, mit und bei mir. Bis dato eisern überzeugt
m ü s s t e so sein, Härte, Befehle, Vorschriften, Biegen/Verbiegen
Vater = Diktator, sein Recht/Pflicht, alles richtig, weiß was „mein Bestes“ ist. Vater legte quasi „seine Fehler-Beichte“ ab, Eingeständnisse von Fehlern, Falschem, Unrecht. Da kam einiges zusammen, doch was ihn am stärksten bewegte kam am Ende, nämlich seinen hammerharten Auftritt hier im Büro
Vater sagte wirklich, er b e r e u e all das was er mir an den Kopf knallte, seine Beleidigungen, Anklagen, Verleumdungen, mich tief verletzt zu haben, zum üblen, radikalen Schwerverbrecher gestempelt
Letztes zitiere ich wörtlich, weil es mich sehr berührte - O-Ton Vater:
Ich muss von Sinnen gewesen sein. Unfassbar!
Junge es tut mir leid, wirklich sehr, sehr leid, ich bereue das wirklich aufrichtig von ganzem Herzen
Was ich getan habe ist unverzeihlich, kann ich nie wieder gut machen.
Ich kann mich nur ehrlich und aufrichtig für alles was ich dir angetan habe entschuldigen
Das ist viel verlangt, vielleicht glaubst du mir nicht, oder du bist zu tief verletzt um mir jemals verzeihen zu können.
Aber ich muss dich das fragen: Jan akzeptierst du, nimmst du meine Entschuldigung an“

„und du bist tatsächlich auf den schleimigen Schmus von deinem Alten reingefallen, Jan“

„Kein Schmus Tom, mein Vater war zum 1.x emotional. Das war echt, ich habe es in seinen Augen gelesen“

„Jan der große Psychologe. Ne, ne mein Lieber dein Alter hat dich angeschmiert. Bisschen Komödie vorgegaukelt und du Weichei fällst natürlich drauf rein“

„Tom es ist mir egal was du davon hältst. Für mich ist es Versöhnung, die Vater und ich mit Handschlag besiegelten und worüber ich sehr, sehr erleichtert, zufrieden, glücklich bin weil es so was wie Elternhaus, Elterngefühle für mich nicht gab. Mama tröstete sich leider lange mit Alkohol und Vater, tja „Feind, Widersacher“, wie ein herzloser Fels
Jetzt ist mein Vater ein Anderer, Neuer, er hat sich gewandelt. Ja er ist alt, Senior, seine Wende kommt spät, aber sieh und höre dich um. Bei Unzähligen macht es plötzlich Klack zu einer neuen, positiven Lebensepoche/Psyche, genau so ist es Vater nun ergangen. Es gibt keinen Grund seine Änderungen anzuzweifeln und wenn wir auch bisher nicht so „dicke“ waren, ich spüre, dass Vater mich nicht belügt, keine Show abzieht.
Möglich, dass alles nur kurzweilig ist, Vater bald wieder der harte Knochen, so schnell wie geschehen wieder vorbei. Auch möglich, dass Vater schon den Altersstarrsinn hat.
Für mich zählt das hier und jetzt und das fühlt sich gut, sehr, sehr gut an.....
All die Jahre war wirklich vieles schwer, eine Menge sehr, sehr Unschönes ist geschehen....was vielleicht nie mehr vorkommt. Das macht „frei“, entlastet ungemein
Ja, ich bin sehr erleichtert, froh über die Versöhnung. Ich fühle mich wie beschenkt, habe endlich einen, meinen Vater.
Wir sind endlich eine richtige, eine komplette Familie, mit Schwiegereltern, Schwiegervater für Leni, vor allem Großvater für die Kinder – na ja Benni – Opa für unsere Kleine passt besser.
Das ist Glück, Wolke 7, Riesenschatz, ach das ist so gewaltig, einfach unbeschreiblich und dieses schöne Gefühl lasse ich mir von Nichts und Niemanden, auch von dir Skeptiker Tom nicht nehmen“

„Richtig so Jan, ich freue mich jedenfalls sehr mit dir, euch.
Hör nicht auf Toms Gequassel. Es gibt Viele die erst im Alter Gefühle zeigen können. Ich wünsche euch, dass dein Vater der Gefühlsmensch bleibt“

„Na warten wir es ab und wenn´s daneben geht Jan...an meiner breiten Schulter darfst du dich ausheulen“







„ Nun gut, Papa über/von dir weiß ich jetzt alles während meiner...“Abwesenheit“
Jetzt erzähle mir bitte von Jan“

„Jan.? Verstehe ich nicht Leni. Du sagtest doch ihr hättet alles besprochen....geredet, geredet, stundenlang, Nächte hindurch. Außerdem das du sehr, sehr glücklich bist, weil Jan so verständnisvoll sei. Und keine Angst mehr hast, dass deine “Abwesenheit“ sich negativ, schlecht auf die Familie, Ehe, Dana auswirkt usw., du weißt schon“

„Korrekt Papa, das sagte ich und genau so schön, harmonisch, rundum positiv ist es auch
Aber mir geht es um Jan, wie er alles überstanden hat.. Von ihm bekomme ich immer nur zur Antwort: „Es war wohl die schwerste Zeit meines Lebens, ein 2. x möchte ich es nicht erleben. Wichtig ist nur das glückliche Ende, meine Frau ist wieder bei mir“...das und nur das kommt von Jan. Aber ich will, muss doch wissen was er durchgemachte,
ihm erging, was gewesen.....genau all das was Jan leider in sich rein frisst. Bitte Papa, berichte, sage mir alles“

„Du brauchst Jan doch nur anzusehen, Leni und siehst das es ihm nicht gut geht, bzw. er sich noch nicht erholt hat“

„Genau das meine ich doch, Papa. Nie zuvor war Jan so abgemagert, er sieht furchtbar elend aus, sein Gesicht so eingefallen,die tiefen, sehr tiefen Runen, er wirkt so...so“

„So kaputt, Jan ist nur noch die Hälfte, ein Schatten, gesundheitlich rutscht er auf dem Zahnfleisch, absolutes Psycho-Wrack – Die Zeit war für ihn Hölle, Horror, eine Qual gegen die er nicht ankam
Ach Leni, dein „Verstecken“....das war so ungeheuerlich... – Deine Krebsangst, ja wir wissen - .Entschuldige, aber
wenn ich ehrlich bin war es ein Riesenskandal, Jan im Focus, musste an allen Fronten kämpfen...
Hier Familie, Suche, zig Fahrten, ich dein Vater, Jans Schwiegervater, gleichzeitig Chef, HK vom Team, Kollegen
eingeschlossen. Fair, kollegial wollte Jan zu Ina und Tom auch sein. Vater sein, Dana, meine Güte mit der Kleinen....war für Jan am schwersten, Recherche, Telefonate bei deinem Verlag, euren zig Freunden. Jan ließ nichts aus, immer wieder neue Theorien, „Pläne“. Margot dazu, du weißt das sie gern und viel redet. Ärger mit der Presse, Rufmord, eindeutig Rufmord von dem Schmierenblatt. Dazu die Ärztekammer , KOK, Dienst, knallte doch alles aufeinander. Der alte Maybach, grauenhaft vom eigenen Vater so verletzt in den Boden gestampft zu werden wie der größte Dreck. Ein Glück, der „Friedenspakt“ war längst überfällig. Da, hier, überall, Leni es war wie ein Fels wo man nie den Gipfel erklimmt. Ratsch, wieder abgestürzt, so fühlte sich Jan wohl bei jedem Fehlschlag
Du, wir wissen wie er geschnitzt ist. DER JAN MAYBACH!! Sensibel, dünnhäutig, emotional. Verflixt Leni, Jan hat gelitten, sehr gelitten sogar. Wenn seine Augen feucht „Tränenglänzten“ wünschte ich so oft er würde es rauslassen, weinen, schreien. In sich reingefressen, leider, das hat Jan die ganze Verzweiflung, Angst, Enttäuschungen, Schmerz, Berg- und Talfahrt zwischen hoffnungslos und hoffnungsvoll, Rückschläge Keine Emotion blieb unberührt,unbeschreiblich die psychische und physische Belastung, Stress, Hektik, Gewichtsverlust, Furchen wurden tiefer. In Jans Augen, seinem Gesicht zeichnete sich das entsetzliche Drama deutlich ab. Viele wollten helfen, unterstützen. Zusammenhalt im Team berührte mich, Inas und Toms Verständnis für Jan, täglich mehr Angebote „Helfer“, traurig das sie nicht helfen konnten.
Als Jan an den Punkt kam „nichts tun zu können“ war er am Boden zerstört, arbeitete er wieder Vollzeit, zunächst gegen meinen Willen, fürchte es würde ihm schaden in seinem Zustand. Ja und zugegeben, dass es Probleme gibt. Jan aggressiv, laut, brutal, o.ä. Fehlanzeige: Das war KOK Maybach wie immer. Schalter von Privat auf Polizei umlegen sagt Jan, Sorgen ausklammern
Wir haben dich wieder und Jan ist glücklich, alles gut, wenn da nicht Zins wäre. Es wühlt doch in Jan, dass der Großkotz, lange gesuchte Mörder die Wurzel von deinem/euren Unglück ist. Mit den „Allmächtigkeiten“ die der Kerl raus gelassen hat wird Jan sich nicht zufrieden geben. Na ja abwarten
Schätze, du musst auch warten Leni, wenn du Jan wieder als „Strahlemann“ haben willst, zu viel, viel zu viel ist auf ihn eingeschlagen. Leni, denke mal nach: Das „Unfassbare“ kann man doch nicht wie einen Mantel abschütteln. Du bist klug, weißt das so was zerrt, frisst, auslaugt, Gerade Jan bei dem alles tiefer, emotionaler geht. Er wird wohl noch eine Weile so fix und alle, abgemagert, Psycho-Wrack bleiben. Ich bin froh, das er sich hat durchchecken lassen. Der Doc sagt: Alles o.k. Na ja, viel Sport macht Jan ja. Ich dachte wegen seiner Psyche ordert unser Seelenklempner Wolle Jan lange auf die Couch zur Langzeittherapie. Doch die 2 führten während der Zeit viele Gespräche, Wolle weiß genau wie es in Jan aussieht. Das so eine Tragödie Narben reißt sei verständlich. Jan braucht Zeit meint Wolle, nicht absehbar wie lange. Doch er ist sich sicher, dass Jans Psyche stark genug ist es zu überwinden
Schluss jetzt – Leni, selbst wenn ich dir einen minütlichen Bericht liefern würde, macht es die Zeit nicht ungeschehen
Wozu so tief bohren, sei beruhigt, zufrieden, froh, dass alles zum Guten führte.“

„Das bin ich doch Papa, bin ich wirklich. Ich müsste Jan auf Knien danken. Aber hier Freude und dort Jans Zustand Muss doch was tun, ihm helfen, bemuttern, mit ihm aussprechen“

„Mensch Leni, funktioniert dein Denkapparat nicht mehr. Je mehr man in etwas, dieser Zeit herum rührt, aufkocht,
wühlt, redet, zerredet, desto schlimmer ist es.
Sollte mich ohrfeigen, dass ich dir überhaupt alles erzählt habe“

„Aber Papa,, ich....“

„Leeeniii! Noch ein Wort und ich bin sauer, richtig sauer. Dann siehst du mich lange nicht“

„Nein, Papa nicht, wo alles so friedlich, so schön ist. Ich bin auch still“

„Na also geht doch und am Sonntag erwarte ich euch alle zum Essen. 4 Mann hoch, Familie Maybach komplett“


Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 07 Okt 2017, 21:44

„Tom du warst gestern mit Hajo bei Grader. Ist die Vernehmung schon eingetippt oder....

„Nein Jan, bin noch nicht dazu gekommen“

„Nicht dazu gekommen..??“ Schreibfaul wie immer, Tom, Protokoll nächste Woche oder so
Dann lass mal was hören, mit deinem losen Mundwerk dürfte das ja kein Problem sein“

„Das lose Mundwerk kränkt mich Ina.....aber o.k., damit meine Lieblingskollegen Ina und Jan im Bilde sind
Grader betonte immer wieder seine Unschuld Sei selbst Opfer, betrogen, hintergangen von Demschke und Bibo. Seinen besten Freunden, hätten sie ihm so lange vorgemacht, ihn nur ausgenutzt, die Version kaufte Hajo ihm aber nicht ab. Grader ist für Hajo wohl ein alter Bekannter, Jan?“

„Das stimmt. HK Palin vom 14. Revier bat Hajo damals um Unterstützung. Bei uns ist das nicht aktenkundig. Ziemlich schmutzige, verfahrene Sache, wo Grader seine Finger drin hatte. Doch Hajo, Palin und sein Team waren erfolgreich, konnten Grader überführen. Kein Mordfall, zum Glück überlebte das Opfer. Bei den Verhören muss Grader wohl das Blaue vom Himmel gelogen haben,vom Leugnen über krank, unzurechnungsfähig, bis Spielchen treiben mit der Polizei, alles dabei. Für Palin und Hajo immer Thema wenn sie sich treffen. Hajo meint aus so einem Münchhausen wird nie ein ehrlicher Kerl“

„Jetzt ist mir klar warum Hajo Grader immer wieder ankeifte: „Die Wahrheit und nur die Wahrheit will ich hören“
Was er uns auftischte bringt uns kein Stück weiter. Wir müssen Demschke und Bibo endlich fassen“

„Es gab doch einen Hinweis, bzw. eine Spur von den beiden“

„Meine Rede, Jan. Die Lokalität mit dem irren Namen „Treff In-Out“ Demschke und Bibo hängen oft darum und wenn wir uns............“

Zins!!!!....Sorry Tom, ich muss….das war Zins“ raste Jan aus dem Büro

„Tom, du holst Jan sofort zurück bevor er Dummheiten macht“

„Im Gegenteil Ina, ich feuere Jan noch an, wenn er Zins endlich mal die Fresse poliert“

„Blödmann – typisch Kowalski“



„Stopp Jan stopp. Sie bleiben draußen. Solange Zins da drin ist, untersage ich Ihnen den Zutritt zum Verhörraum“

„Sorry Dr. Binz, aber den Zutritt lasse ich mir nicht verbieten“

„Ihre Anwesenheit ist wirklich nicht erforderlich Jan. Sie und Ihre Kollegen haben sehr gute Arbeit geleistet
Die Beweise sind mehr als eindeutig. Zins ist überführt, er ist der Mörder und wird verurteilt, auch wegen der Fehldiagnose Ihrer Frau. Die Anklage muss ich noch formulieren, es ist, na ja schwierig.
Bisher hat Zins mir zu allem nur Geschwafel, versponnene Lügengeflechte vorgesetzt. Ein guter Staatsanwalt will aber der Anklage auch ein Geständnis beifügen. Nur deshalb ist Zins hier, muss ich ihn leider immer wieder vernehmen“

„Geschwafel, das ist das Stichwort Dr. Binz, genau wie bei der Verhaftung. Doch davon habe ich die Schnauze gestrichen voll. Von dem Kerl lasse ich mich kein 2..x abspeisen wie einen dummen Schuljungen. Für das mit meiner Frau, Fehldiagnose, die Abscheulichkeiten muss er endlich etwas Vernünftiges, handfeste Argumente liefern und die hole ich mir jetzt“

„Sie meinen……..Ihre Frau…..Diagnose………grausam….ein Alptraum…
Ich verstehe Sie ja Jan, fühle mit Ihnen. Sie müssen aber auch mich verstehen
Wie soll ich sagen, verflixt Sie wissen doch was ich meine, sind doch sonst so vernünftig
Bitte, versuchen Sie alles erst mal zu verarbeiten Jan, Sie sind sehr erregt, unbeherrscht
In dem Zustand kann ich Sie nicht auf Zins loslassen. Jan, Ihnen muss ich doch nicht erklären, dass ich als Staatsanwaltschaft selbst bei einem Schwerverbrecher für dessen Schutz verantwortlich bin“

„Dr. Binz, ich will nur mit dem Kerl reden. Zins schuldet mir Antworten, davon lasse ich nicht locker.
Keine Sorge, ich werde dem Wolf im Schafsfell nicht mal ein Härchen krümmen“

„Sie sind sehr, sehr aufgebracht, Jan, verständlich, so erlebte ich Sie noch nie
Gerade deshalb glaube ich…..Sorry Jan, Sie schwindeln
Es drängt Sie nicht zum Reden zu Zins, nein, Sie stürmen da rein und schlagen ihn zusammen“

„An dem Drecksack mache ich mir die Hände bestimmt nicht schmutzig
O.k. Sie trauen mir nicht, hier meine Handschellen….Bedienen Sie sich, Dr. Binz
Fesseln Sie mir die Hände auf den Rücken, ich beweise Ihnen das ich nicht lüge“

„Stecken Sie sofort die Handschellen ein, Jan. Was soll denn das?“

„Eine einmalige Chance ist das, Dr. Binz, quasi eine Premiere: Staatsanwalt fesselt KOK
Schon vergessen.!!! - Mit den stählernen Armbänder sehen Sie mich doch sowieso am liebsten“

„Jan bitte, wir sprachen uns doch darüber aus...Wegen damals...Ich dachte das hätten wir geklärt...Ihre Verurteilung und alles...“

„Sorry Dr. Binz, ja mit dem Prozess das ist abgehakt. Entschuldigung das ich nochmal...
Aber Zins und alles...das steht auf einem ganz anderen Blatt
Also bedienen Sie sich. Jetzt machen Sie schon, legen Sie mir die Handschellen an“

„Das sind doch nicht Sie. Nein Jan, nein, ich kann nicht glauben, dass Sie das ernst meinen“

„Sehr, sehr ernst sogar, Dr. Binz. Das Lachen ist mir nämlich schon ewig vergangen.
Ergo: Wenn ich Ihrem „armen“ Schützling zugeklinkt, wehrlos gegenübertrete, müssen Sie sich keine Sorgen über Zins Unversehrtheit machen. Worauf warten Sie noch. Die Handschellen beißen nicht. Jetzt fesseln Sie mir schon die Hände auf den Rücken“

„Den Teufel werde ich tun.
Ich stecke nun die Handschellen wieder dorthin wo sie hingehören, in Ihre Hosentasche…..
Und jetzt hören Sie mir mal zu Jan….“

„Später Dr. Binz, später höre ich Ihnen gerne zu so viel und solange Sie wollen
Aber erst rede ich mit Zins, Ehrenwort…………ich bin ganz brav“

„Brav! Nach dem entsetzlichen Drama können auch Sie nicht ruhig bleiben, die Beherrschung verlieren..oder
Überlegen Sie doch mal die Konsequenzen Jan – Beschwerden – Folgeschäden. Zum letzten Mal NEIN. Ich lasse nicht zu, dass Sie ins Unglück rennen“

„Unglück war meine vermisste Frau und für sie die ausgestandene Todesangst. Aber ich weiß mich zu steuern. Wenn ich dem Monster gegenüberstehe habe ich mich im Griff.
Aber es steht mir bis hier...über Sie rege ich mich, nein sorry nicht Sie – Das Zins in Watte gepackt wird, ja nur Vorschriften einhalten, Sicherheit, Schutz gewährleisten. Hier ein bisschen Verständnis, da etwas Mitleid
Verdammt nochmal Mitleid!!! Das Wort kann der Kerl nicht mal buchstabieren
Ach was rede ich noch
Dr. Binz Sie gestatten, dass ich Sie jetzt aus dem Weg, Pardon, aus der Tür räume….Danke“ packte Jan Binz und schob ihn zur Seite

„J a a a n!!!!!“


„Maybach – DUUU!!!
HILFE, warum hilft mir denn Keiner – HILFE – Komme mir nicht zu nahe, du wahnsinniger Jeck
Schafft sofort das Ungeheuer hier raus. Maybach ist ein wandelnder Totschläger
Der Irre hat hier nichts zu suchen. Ich kenne die §§, ich bestehe auf mein Recht der Unversehrtheit
Na los…Hilfe…. Tut doch endlich was, Maybach ist brandgefährlich, die Bestie reißt mich in Stücke
Setzt den Kerl vor die Tür, Maybach explodiert gleich, den Ruhigen gibt er nur als Showeinlage
Alles Maskerade, nur Tarnung von euerm KOK
Maybach will mich foltern, zermalmen, platt machen, quälen, zu Hilfe, ihr müsst mich beschützen
Ich warne dich Maybach, noch einen Schritt weiter und ich hänge dir eine Klage an den Hals, dass du..
Körperverletzung, Beleidigung, ich schütte dich mit Klagen zu, Maybach….Amtsmissbrauch, versuchter Totschlag, Erpressung, und..und, die Strafliste wird länger als mein Arm sein
Deine Gerichtsverhandlung verpasst der Kläger, ich, garantiert nicht und bei jedem einzelnen Urteilsspruch klatsche ich Beifall und singe ein Jubelied. Du wirst verurteilt Maybach, 100%ig, lange, sehr lange in der Zelle landen
Für Polizisten ist das Gefängnis schlimmer als die Hölle, da bist du nur noch ein Haufen Schei..
Alle Häftlinge behandeln dich wie den letzten Dreck, Müll, als Leibeigener. Das wird ein Spaß, vom Fänger zum Gefangenen, zum Sklaven der heulend und winselnd vor den bösen Buben auf den Knien rutscht.
Während du im Knast schmorst, Maybach genieße ich schönes Luxusleben. Brause mit meiner Yacht über die Meere,
umringt von hübschen Frau, die mich mit Sekt und Kaviar verwöhnen. Für mich alles himmlisch, Paradies.
Hölle für dich jämmerlicher Bullen. Du schmachtest hinter Gitter bis du alt und grau, bis du verreckt bist.

„Sie können Ihr Schmierentheater jetzt beenden, Zins. Keine Zuschauer, Applaus ernten Sie hier bestimmt keinen“

„Ihr Bullen seid doch alle gleich, Ihr habt keine Ahnung von echter Kunst
Wenn du nicht wegen meinem Humor hier bist, Maybach, was treibt dich dann zu mir
Hattest du Sehnsucht nach einem Kölner Landsmann?“

„Schluss jetzt, Ende mit Geschwafel, Zins. Ich will keine Plauderstunde mit Ihnen abhalten“

„Also kein netter Plausch…..schade…
Du bist doch nicht etwa hier um mich wegen den, na wie soll ich sagen, um mich wegen meiner harmlosen Tricks, zu belangen?
Maybach, du Narr, mach dich nicht lächerlich. Ich habe mich auf „meine Art“ abgesichert. Bei der Ärztekammer ist meine spezielle Elitepraxis nicht registriert und außerdem werden Mediziner wegen solchen Pi-Pi-Fehlern nicht zur Rechenschaft gezogen. Ich schwöre allen Gutachtern das die Fehldiagnose ein bedauerlicher Irrtum war, Aufnahmen vertauscht, Namensverwechslung…und ich bin sehr, sehr überzeugend
Alle weiteren Handlungen kannst du in der Rubrik Harmlosigkeiten einstufen.
Ich hatte dich am Haken, Maybach, zog die Strippen, hab´ dich unter Druck gesetzt, manipuliert, beeinflusst, in die Irre geführt. Mein Orkan hat dich und dein Umfeld kräftig durch geschüttelt, bis ins Mark erschüttert.
Ich bescherte dir Landsmann, deinem öden Bullen-Alltag und deinem trautem Heim gleich mit dazu kunterbunte, lebhafte Abwechslung.
Mensch, eine frische Brise hat noch Keinem geschadet und mal ehrlich, für euren Ehe-Alltagstrott war es garantiert Belebung, eine wertvolle Bereicherung. Ergo: Alles nur belanglose Nichtigkeiten, aber keine Verbrechen.
Zu früh gefreut, Jeck. Du kannst mich gar nicht belangen“

„Irrtum Zins, Ihre „nicht registrierte Elitepraxis“ ist aufgeflogen. Die Ärztekammer hat schon Klage eingereicht wegen Betrug und Amtsmissbrauch. Ein studierter Mediziner, Dr., der nie praktiziert als Radiologie-Koryphäe ….da laufen alle Medizinalräte Sturm
Plus der vielen Zivilklagen von falsch behandelten Patienten die noch folgen werden
Die „belanglosen Nichtigkeiten“, die Sie sich mit meiner Familie und mir geleistet haben, erfüllen den Tatbestand physischer und psychischer Grausamkeiten. Das Strafmaß dafür reicht von Bewährung bis zu einigen Jahren Gefängnis. Sie können das alles in unseren Gesetzbüchern nachlesen, falls Sie dem „Jeck“ nicht glauben“

„Mach dir mal um mich keine Sorgen, Kumpel. Ich überzeuge jeden Richter mit herzzerreißenden, ausführlichen, schmalzigen, tränentriefenden Aussagen und verlasse mit einem Freispruch den Gerichtssaal
Was fällt dir überhaupt ein mich mit so einem Quatsch zu überfallen. Wo bleiben deine Manieren?
Anständige Menschen kommen nur nach Terminabsprache, kündigen Ihre Besuche an“

„Leiden Sie plötzlich unter Amnesie, solange liegt Ihre Festnahme doch noch gar nicht zurück.
Was war denn so unverständlich daran, dass ich ernsthafte Erklärungen erwarte?“

„Ach richtig, ich erinnere mich dunkel du fühlst dich ungerecht behandelt, erwartest Erklärungen - sogar ARGUMENTE!.
Schade, ich hielt dich bis jetzt irgendwie für ein helles Köpfchen. Mensch Maybach, bist du so blöd oder tust du nur so. Es gelten meine Gesetze, ich bestimme wer, was, ordne an Du bist der Schuldige, mein Angeklagter, Strafmaßnahmen waren zwingend, Wann geht das in deinen blöden Kopf endlich rein. Deine Frau, die du s o ,o, o bedauerst, war mehr Statist, ein zweckmäßiges Mittel. Dich allein habe ich schuldig gesprochen, bestraft wegen zahllosen schweren Verbrechen. Zur Erinnerung – Ich zitiere: Wegen zu viel Intelligenz, Arroganz, Weisheit, Angeberei, Klugheit…+ zu viel Liebe, Harmonie und Glück. Revision gibt es bei meinem Hohen Gericht nicht. Das Strafmaß liegt in meinem Ermessen. Deine Strafen mussten sehr, sehr, hart, eben „Bullenmäßig“, ha, ha, sein. Ergo: Vernichtung, psychische, physische, berufliche wie private Totalzerstörung, 100%iger Kahlschlag, Ausrottung, Löschung deiner kompletten Identität. Zack, von der Bildfläche ausradiert, Puff, fix wie eine Rauchwolke einfach aufgelöst. In der Regel vollstrecke ich meine Urteile sofort. Du bliebst nur wegen deinem idiotischen Polizisten Status solange ungeschoren. Dir leuchtet doch sicher ein, dass ich auf eine gute Gelegenheit lauern musste. Meine
grandiose, meisterhafte Umsetzung ist dir ja bestens bekannt.

„Beeindruckend – Ein erstklassiger, hochintelligenter Vortrag. Zins. Beifall dem Komödianten“

„Mit meinen detaillierten, ausführlichen Erklärungen lieferte ich glasklar zahllose, schlagkräftige Argumente Maybach, die selbst so einem Jeck wie dir einleuchten müssen“

„Mit Ihren wirren, blöden Hirngespinsten, Bla-Bla, Fantastereien, albernen Kaspereien haben Sie allen denkbaren Schwachsinn, den größten Müll aufgeboten, aber kein einziges Argument hervorgebracht.
Welche Show ziehen Sie hier eigentlich ab. Sie sind nicht gebildet und auch nicht intelligent, Zins….
Sie sind reif für den Idiotentest“

„Sachte, sachte Maybach, sonst polier ich dir die Fres……
Schei.. auf Argumente…O.k. du bist scharf drauf, du kriegst Argumente
Ich nenne sie nicht nur ,ins Gesicht SCHREIE ich dir MEINE STICHHALTIGEN A R G U M E N T E

Fangen wir beim Brechmittel Amor an, deiner Schuld von Harmonie, Liebe, Glück
Zugegeben, vulgäre Sex-Schweinereien waren der Kuss und das Streicheln mit deiner Angetrauten nicht.
Aber zu dem Zeitpunkt lag meine 4. Schlammschlacht, Horror-Ehekrieg, incl. Scherben, also allem drum und drum, die 4. Scheidung gerade mal wenige Tage zurück. Es liegt doch auf der Hand, dass ich bei euch 2, dem intakten Paar Maybach dann sofort ROT sehe. Mir bedauern wertes Scheidungsopfer, passte dein Gefühlsduselei nicht. Ich sagte ja schon, dass alles bzw. alle die mir nicht passen meine Feinde und somit schuldig sind. Schuld = Strafe“

„Bedauernswertes Scheidungsopfer, mir kommen gleich die Tränen…..“

„Schnauze Bulle, ich warne dich, noch so ein blöder Spruch und ich versiegele meine Lippen
Dann grübelst du über den Grund meines 2. Schuldspruchs bis zum St. Nimmerleinstag nach
Also spitz die Ohren, Maybach ich sage alles nur 1 x
Das ich ausgerechnet bei der Leipziger Polizei auf einen Landsmann treffe hätte ich mir nie träumen lassen. Jäger und Gejagter aus dem gleichen Gehege bleiben immer Feinde.
Du stimmst mir sicher zu Maybach, dass man Feinde vernichten muss.
Meinen Schlachtplan konnte ich an dir bedauerlicherweise nicht vollenden, sonst würdest du mich jetzt nicht mit idiotischen Fragen löchern.
Nun gut, ein Ehrenmann wie ich steht zu seinem Wort, also weiter im Text mit Schuldargumenten
Eigentlich müsste einem Kölner Narr die Bezeichnung helles Köpfchen doch schmeicheln
Ja, ich merkte gleich, dass du was im Hirn hast, Maybach, irgendwie Konkurrenz für mich warst
Konkurrenz und Feinde muss man nun mal bekämpfen
Als du mich dann noch mit deinem klugen Kriminaler-Gehabe wie einen dummen Bubi behandelt hast, war ich gezwungen die Kriegs-Schlacht gegen dich zu eröffnen. Unerträglich schon die Nerverei am Tatort: 2, 3 x nochmal die gleiche Frage – Warum, wann genau waren Sie hier? – Wer oder was ist Ihnen aufgefallen? – Denken Sie nach, überlegen Sie und dann die allergrößte Unverschämtheit, dass ich noch ins Präsidium musste“

„Zins, ich habe nur meinen Job gemacht, nicht mehr und nicht weniger.
Das ist unser täglich Brot, sind Ermittlungen, Vorschriften, Regeln. Wir verfahren mit Jedem so von dem wir uns einen Hinweis erhoffen.“

„So kannst du doofe Westentaschenganoven behandeln, aber nicht einen intelligenten, gebildeten Dr. wie mich.
Du Narr hast dir damit doch die Schlinge selbst um den Hals gelegt. Für all die Schandtaten, die du dir mit mir geleistest hast, musste ich dich bestrafen.
Aber wenn ich mir dein blödes Gesicht so ansehe, Maybach…..willst du oder kannst du deine Schuld nicht begreifen
Ach nein, ich verstehe, der Verurteilte wartet auf die detaillierte Urteilsbegründung. Kannst du haben, Landsmann
O.k. Zurück auf Anfang, mein 2. Schuldspruch, der da lautet: „Zuviel Intelligenz, Arroganz, Weisheit, Angeberei, Klugheit“
Ja, ich gestehe dir einen gewissen Grad Klugheit, vielleicht sogar Intelligenz zu.
Aber nur in einem sehr minimalem, bescheidenen und begrenztem Ausmaß im Gegensatz zu mir
Doch du Minderbemittelter hast mich von der 1. Sekunde an völlig respektlos behandelt.
Mit Unmengen abgewrackten Polizei-Klugheiten und blödsinniges Kriminaler-Wissen wurde ich vollgequatscht. Deine geheuchelte Angeberei stank meilenweit zum Himmel
Du warst so was von widerlich arrogant, „Lebenslänglich“ ist dafür noch zu milde bestraft
Mir kam ja eure ganze Lottertruppe gleich wie ein Haufen aufgeschreckter Hühner vor, ziel- und planlos
Umherflatternd, keinen Funken Moral und Anstand
Aber Personalien aufnehmen, den Quatsch zieht ihr immer sofort ab
Es war dir also sofort bekannt, Maybach, dass ein welterfahrener, überaus hochgebildeter Mann, ich Dr. Ingo Zins, vor dir stehe und dementsprechende Umgangsweise erwarte….doch bei dir: Fehlanzeige
Was du abgezogen hast, Maybach,….so läuft das nicht
Ne, nicht mit mir, ich gebe den Ton an, sage wo es lang geht, immer und überall
Ich bin eine angesehene bedeutungsvolle Persönlichkeit, der Jeder Respekt zollt
Aber du Narr, durch deine zahllosen Unverschämtheiten wurde meine Würde, ja meine Ehre tief verletzt“

„Schluss jetzt, Herr Dr. Zins. Auch die Zeit eines Staatsanwaltes ist kostbar
Sie tischen uns eine Menge gequirlten Mist auf, ich hörte bisher kein einziges vernünftiges Wort
Inzwischen glaube ich, dass Sie selbst nicht mehr wissen, warum Sie KOK Maybach so behandelten“

„H. Staatsanwalt, gerade ein Mann wie Sie kann meine Gründe bestens nachvollziehen
Als Ankläger stehen Sie im Mittelpunkt, genießen vollstes Vertrauen, Ansehen, Sie haben Macht, Ihr Wort ist Gesetz und all das beansprucht ein weiser Mann wie ich auch.
Wo ich sonst auftrete hält man sich auch daran, dazu warst du auch verpflichtet Maybach.
Aber nein, du hast all meine Vorschriften missachtet, Gebote gebrochen.
Wie ich schon sagte, deine wiederholten Fragen, Details die du aus mir pressen wolltest, Nachhaken, Hinterfragen….du hattest kein Recht so mit mir umzuspringen
Bei Allen, ja in meinem großen weiten Umfeld stehe ich, wie der Staatsanwalt, im Mittelpunkt, man vertraut mir, folgt meinen Anweisungen. Andere erkennen meine Macht an. Mein Wort ist Gesetz und Wahrheit. Was ich ausspreche gilt, ich muss nichts unterschreiben. All das hast du Narr ignoriert, mich gar zu einem Aussage-Protokoll gezwungen, Schikane hoch zehn!!!
Für diese schweren Fehltritte, Maybach, gibt es keine Rechtfertigung und keine Entschuldigung.
Bedauerlicherweise musste ich es dulden, gute Miene zum bösen Spiel machen.
Meinen genialen Super-Coup hatte ich zwar vollbracht, die Beute kassiert, aber die Leiche war noch warm und bei dem großen Polizeiaufgebot
Wie heißt es doch so treffend……“Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht…….“ - Du verstehst, KOK-Wichtigtuer?
Im Präsidium tyrannisiertes du mich unverschämt weiter, mehr noch, bis zur Weißglut hast du mich gereizt.
Alles nervig in die Länge gezogen, Schneckentempo, Hinhaltetaktik, erst das passende Formular raus kramen, ganz langsam den Bogen einspannen, akribisch Zeile für Zeile ausfüllen.
Mir wurde kotz übel von deiner grottenschlechten Professoren-Schlaumeierei. Dagegen musste ich mich doch wehren und fix glühten die Rachepläne in meinem kostbaren Gehirn. Ich stand kurz davor dich zu erwürgen. Doch ein kluger Mann wie ich geht seinen Plan eben geduldig an. Zuerst provozierte ich dich mit meinen Antworten.
Das setzte dir zu, oh ich weiß genau, dass du schon heimlich wütend die Fäuste balltest. Feinde wütend machen, das kann Jeder. Eine Art Warmlauf für meine Rache.
Das plötzliche Auftauchen von deinem holden Eheweib war wie ein Geschenk des Himmels für mich, quasi Rachestufe 2. Deine Angetraute möge mir verzeihen, doch das hässliche Wort musste ich einfach raus lassen. Zu hören, dass deine Frau Nutte titulierte wurde, durchbohrte dich wie ein Pfeil.
Der große KOK geschockt, verstört, sprachlos und trotzdem hast du mich immer weiter gereizt. Deine Blicke, Mimik waren Verachtung, Diskriminierung, Missbilligung pur, so taxiert mich Keiner ungestraft.
Dich von mir, der Hauptperson Dr. Zins, abzuwenden, mich zu schneiden….eine „Todsünde“, du Narr.
Damit hast du mich Ehrenmann schwer beleidigt, förmlich die Racheargumente auf dem Silbertablett geliefert. Für dich Halunken, Maybach sollte es ein sehr wirkungsvoller, harter, unvergesslicher Höllenplan sein Zum Glück kannst du Superbulle keine Gedanken lesen, denn ich spielte ja nun den Folgsamen und widmete mich deinem Kollegen. Den hohlen Hau-Ruck-Typ hatte ich schnell abgefertigt, aber mit dir Feind Maybach war ich lange noch nicht fertig, wie gesagt erst bei Rachestufe 2 angelangt. Wo du zu finden warst wusste ich ja, also konnte ich mir in aller Ruhe ein hartes, aber faires und gerechtes Urteil überlegen. Mein Richterspruch konnte aber nur Höchststrafe lauten: Ausrottung, physische, psychische, private wie berufliche Totalvernichtung, komplette Löschung Identität Maybach. Eigentlich fiel mein Urteil viel zu gnädig, milde, sehr human aus, gemessen deiner zahllosen Schwerbrechen an mir. Aber ich konnte mein Urteil ja jederzeit revidieren, das Strafmaß erhöhen. Tja und dann….Oh Wunder, deine Angetraute spielte zum 2. X Fortuna“

„Leierkasten, Leierkasten, Ihre ständigen Wiederholungen Zins mal rechts, links, zick-zack liegen weit unter dem Niveau des Super-Intelligenten für den Sie sich halten. Bringen Sie endlich etwas Vernünftiges“

„Das du was ich sage nicht kapierst, Maybach ist eindeutiger Beweis deiner Blödheit.
Ich rede wie und was ich will, dulde keine Unterbrechung, sonst könnt ihr euch die Argumente wer weiß wo abholen
Hiermit fahre ich fort: Dein Weib zum 2. X Fortuna . Die schnelle Vollstreckung wurde mir geradezu aufgedrängt. Ich musste mit einem intelligent überlegten Strafmaß schnell handeln. Krebs, unheilbar kranke Frau, die Hiobs-, pardon Todesnachricht, ist für jeden Ehemann der Garant zur Verzweiflung, Schock, Ratlosigkeit, Wut, Resignation, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Schreie, Tränen. , etc., etc. Zunächst reibt sich der fürsorgliche Pfleger-Gatte für die Todgeweihte auf, doch bald schon ist er nur noch ein jämmerlicher Spielball von dem grausamen Schicksalsschlag, die Fahrt zur Hölle startet.
Die Folgen sind vorprogrammiert: Vernachlässigung privater und beruflicher Pflichten – Ehestreit – 1. Abmahnung – herum gammeln – die Kinder verprügeln – Tablettensucht, Alkohol, Drogen – Rosenkrieg – 2. Abmahnung – gesellschaftliche Ausgrenzung – Trost suchen bei den Asozialen – Wohnungs-Rauswurf – Zukunftsadresse: „Unter der Brücke“ - Suspendierung – Neue Titel: Penner, ein widerliches, dreckiges, abgerissenes, stinkendes Ekelpaket, ein weiterer Zombie zwischen dem riesigen Heer Lumpenpack – Infiziert vom Getto-Schicksal: Abgestumpftes Vegetieren, Dahinsiechen – Alltagstrott: Saufgelage, Randale, Drogenrausch, Ruhestörung, Sachbeschädigung, Pöbeleien, Skandale, nicht zu vergessen: Schlägereien und oft wird man von den „lieben Penn- Brüdern“ sogar selbst verprügelt
Na Maybach, verrätst du mir die glänzenden Höhepunkte von meinem Strafvollzug: Wie lange warst du suspendiert?
Wie oft hat man dich vermöbelt?...grün und blau geschlagen? 10 x…50 x? oder noch öfter so richtig brutal,
mit aller Wucht die Fresse poliert? Wie oft hast du Dreck gefressen? Wie oft wurdest du in die Ausnüchterungszelle gesperrt? Schluckst du auch brav dein Methadon oder bist du noch auf Entzug. Echt hart so als Fixer, nur ein Haufen Mist, Abfall. Sag schon, wie oft hast du in der Jauche gewühlt?...Gewinselt….geheult….gejammert…getobt?. Wie hoch sind deine Schulden beim Seelen-Klempner…oder doch Gummizelle? Wie oft wurdest du in die Zwangsjacke gepresst. Wie tief hat man dich degradiert?…Streifenpolizist?...Regelst du jetzt den Verkehr. Bist du schon geschieden? Nur noch Wochenendpapi? Wie nennt man dich jetzt: Gossen-Heini….Säufer…Junckie….Wrack…Knacki…irrer Psycho?
O.k. die Zeit reichte nicht, du bliebst von einigen Strafen verschont. Gedanklich wurde aber jedes einzelne Urteil an dir vollstreckt und ich weiß genau, dass die Haft schon wirkte. Ich habe das großes Kino sehr genossen. Höhepunkte die ich nicht missen will, wenn vor meinem inneren Auge die Vorführungen abliefen. Ich sehe wie die Emotionshölle dich langsam zerfetzte. Maybach an Leib und Seele häppchenweise aufgefressen. Im Zeitlupentempo weichte dein Gehirn auf. Knochen.zerbröselten, Muskeln und Zellen alles schlapp wie Pudding, logisch bei einem Schwächling wie dir. Dein Eheglück ist natürlich längst zerstört, alle Liebe ausgelöscht…versagt, gescheitert, dem Wahnsinn ausgelieferte. In meinem Kino sah ich, war ich hautnah dabei, erlebte ich deine Qualen meiner Folterungen mit. Das
verschaffte mir große Genugtuung und bestätigte mein gefälltes Urteil“

„H. Zins, was reden Sie denn da – Bestrafung, Urteil, Haft...das ist doch....“

„Keine Unterbrechung, H. Staatsanwalt, ich bin noch lange nicht fertig
Tja, leider hast du die Haft vorzeitig abgebrochen, Maybach, die volle Strafzeit nicht abgesessen, deine Schuld nicht getilgt. Du Narr, du wirst nie frei sein, bleibst ewig mein Gefangener. Gefangen in dem Psychokrieg den ich gesät habe. Fehldiagnose – Krebs – private+ berufliche Höllenfahrt…Tja Maybach, so ein Horror hinterlässt auch bei einem Super-Bullen wie dir Narben. Aber das war erst der Anfang. Glaube mir, eine Koryphäe wie ich weiß genau was noch abläuft. Das Erlebte hält dich gefangen wie ein Kerker, ausbruchsicher, lebenslängliche Haft

„Ich kriege die Krise“ schüttelte Jan den Kopf „Können Sie nicht eingreifen, Dr. Binz?“

„Maulsperren sind leider abgeschafft, Jan“ zuckte Binz ratlos mit den Schultern

„Du willst doch nur nichts mehr hören weil du dich vor allem was noch folgt fürchtest, Maybach. Doch meine Vorhersagen treten garantiert ein, möglich das die Freude Frau zurück, kein Krebs schon abflaut. Bei dir hämmert es doch jetzt schon: Wiederholung, aber real, bei deiner Frau wirklich Krebs ausbricht, keine Rettung mehr, 100% dem Tod ausgeliefert. Noch schlimmer wenn du ihr Siechtum vor Augen hast, miterlebst. Die grauenhaften Gedanken machen dich kaputt, Maybach. Alpträume, Schweißausbrüche, Zittern, Nerven liegen blank, bildest dir Schatten, Gespenster ein, Paranoia packt dich, deine Psyche total zerfetzt. Muss dich wohl nicht aufklären, dass gerade psychische Erkrankungen qualvolle Schmerzen im ganzen Körper verursachen. Organe, Glieder, Knochen alles wird befallen. Ergo Pille zur Beruhigung, Pille gegen die Schmerzen, Schlafpille. Erst 1 Pille, dann 2, mehr und immer mehr. Bald will Keiner mit dir Nervenbündel, durchgeknallten Irren mehr was zu tun haben, Ehe und Familie zerbrochen, Freunde längst abgewendet, als Polizist untragbar, Entlassung, Du verfällst total der Medikamentensucht, unzurechnungsfähig, Gefahr für die Allgemeinheit, Endstation Klapsmühle. Für aufgeweichte Gehirne gibt es kein Wundermittel – Ergo: Du vegetierst in der Gummizelle bist du abkratzt.
Während ich das Leben in vollen Zügen genieße und inzwischen wieder einige geniale Meisterwerke vollbracht habe“
Noch ausführlicher muss ich bestimmt nicht werden, du hast garantiert begriffen, dass die genanten Höllenqualen dir sicher sind, weil sich Keiner, absolut Niemand ungestraft mir widersetzen darf“

Dr. Binz verpassen Sie mir mal eine kräftige Ohrfeige - „A.r.g.u.m.e.n.t.e!!!! - Bin ich in der falschen Vorstellung
Argumente wollte ich hören
Das waren keine Argumente, Zins, das waren, waren…mal abgesehen von Ihrer überdrehten, grellbunt ausgeschmückten Flower-Horror-Power-Bestrafungs-Picture-Show…Bei uns herrscht ja Meinungsfreiheit und Fantasie kennt keine Grenzen. Aber lautstark mit Gericht, Schuld, Vollzug, Prozess, Haft, Urteil, Strafmaß, Vollstreckung zu jonglieren und dann noch als Richter, Wärter, Staatsanwalt, alles in 1 Person gleichzeitig zu fungieren. Plötzlich Allround-Befugnisse zu allem, bei allem, mit allem.
Mensch Zins, von ihrem Zwangslager-Geschwafel, Kettenrasseln, Zuchthausbestrafung, usw., usw. dem ganzen gequirlten Mist, den Sie raus gelassen haben, glauben Sie doch selbst kein einziges Wort.
Was bezwecken Sie eigentlich mit Ihrer Show das Juristik-Überwesen, den Alleskönner, Diktator, Vollzugs-Generalbevollmächtigten zu spielen. Keiner, selbst Sie nicht, Prof. Dr., Dr., Globus-Klügster, kann unbeschränkt Gesetzesrecht ausüben. Aber das weiß der intelligente H E R R ja.
Für wen oder was halten Sie sich nur. Verdammt Zins, Sie sind doch nicht Graf Allwissend, DER BESTE, Kaiser Super-Kraft, der Größte, keine Gottheit, nicht unser Allmächtiger“

„Falsch, du Narr ich bin allmächtig
Gott Zins - das klingt gut –darf, macht, kann alles, sogar unbeschränkt Gesetzesrecht ausüben“

„Klar, der Allmächtige besetzt alle Ränge, den des Justizministers. Pardon, der EuGH ist dem ja noch übergeordnet. Eure Hoheit fungiert als Richter und Bundesrichter + Generalbundesanwalt, Staats-und Oberstaatsanwalt an sämtlichen Bundesgerichten, LG, AG, verhängt, wie es ihm beliebt Gefängnis-, Zuchthaus und Todesstrafen. Selbstverständlich sorgt Hochwohlgeboren dann in seiner Eigenschaft als JVA-Direktor, Gefängniswärter, Folterknecht, Kerkermeister und Henker persönlich dafür, dass die von ihm verhängten Knaststrafen, incl. Züchtigungen, Folterungen und Hinrichtungen auch wirklich vollstreckt werden
Mann, oh Mann Zins, mit der Deppen-Nr. können Sie Keinen, wirklich Niemanden beeindrucken. Warum vergeuden Sie Ihren „edlen Geist“ eigentlich mit solchen Hirngespinsten, Schrott, Müll.
Gerade Sie, mehrfach vorbestraft, kennen unser Rechtssystem in und auswendig. Sie hochintelligentes, superkluges Weltgenie wissen doch genau, dass sämtliche Mittelalter-Methoden längst abgeschafft sind.
Vorbei mit Kerker, Zuchthaus, in Eisen schmieden, Folterkammer, Zwangsarbeit, Scharfrichtern. Statt von Sklaventreibern, Tyrannen, Peitschenschwingern, zahllosen blutsaugenden Rädelsführer werden die JVA schon eine Ewigkeit von Justizbeamten geleitet, die obendrein keinem Häftling körperliche Gewalt antun dürfen
Schuld wird nämlich nicht mit Gewalt getilgt. Verurteilte entzieht man zur Sühne die Freiheit. Haft oder Freiheitsentzug ist lt. StVollzG Resozialisierung. Leider hilft es bei Wiederholungstätern nicht immer.
Sie sind ja ein Paradebeispiel dafür.
Aber keine Angst Zins, auch für den Mord werden Sie wieder „nur“ zu einer Haftstrafe, zur Resozialisierung verurteilt. Alle Strafen, Freiheits- und Strafvollzug basieren ja auf dem StVollzG
Gesetz!....und das lässt sich ganz bestimmt nicht von Halunken wie Ihnen nach Belieben verbiegen
Der Hammer, dass Sie hier Endlos-Palaver über „Ihre absurden Strafen und Gesetze“ ablassen obwohl Sie der Täter sind. Kein Wort zum Mord. Auch die Spielchen mit meiner Frau und mir sind kein Kavaliersdelikt, aber Argumente = 0. Das wollten wir hören, war der Punkt
Ich vermute, dass Sie uns die abgehalfterte Satans-Bestrafung-Satire nur auftischen um Ihre Rückkehr in die Zelle möglichst lange hinauszuzögern.
Andere Gründe fallen mir zu Ihrem gequirlten Mist wirklich nicht ein, da gerade Sie rechtmäßige Bestrafung schon „live“ erlebten.
Sie Zins, der „Hochbegabte, Superkluge“ kennen unser Rechtssystem genau
Pure Zeitverschwendung Ihnen alles detailliert zu erläutern…..aber bitte….weil der Plausch mit Allmachthoheit so anregend ist hängen wir kostenlosen Nachhilfeunterricht dran
Gut zuhören: Ganz wichtig - Ausschließlich entscheiden nur Gerichtsinstanzen über Recht und Gesetz
Alle Gerichte, vom EuGH bis zum kleinsten AG mit Hochverantwortlichen besetzt sind. Jede, ich betone jede, entscheidungsbefugte Person, angefangen beim Justizminister, über Bundesrichter, Generalbundesanwalt, Vorsitzender, Oberstaatsanwalt, Richter, Rechtsanwalt, Staatsanwalt gesetzlichen Vertreter bis hin zum Pflichtverteidiger, ein fundiertes, jahrelanges Jurastudium absolvieren müssen, bis sie überhaupt bei Verhandlungen zugelassen werden.
Schnellgericht??? Lange Vergangenheit - Prozesse dauern von Tagen bis Monaten, ab und zu sogar Jahre
Zeugen, ganz wichtig....Zeugen werden gehört, 1 x, 2 x, nochmal. 2., 3. 10. Zeugen oder mehr. Keine Verhandlung ohne Beweise, ebenso Gutachten und Gutachter, neuen Beweisen, neuen Zeugen, Gegengutachten, Stellungnahmen,
Tatortterminen, Anwalt und/oder Staatsanwalt stellen Anträge, Vereidigung, Anklagevernehmung, Opferbefragung und irgendwann hört man dann 2 Plädoyers, aber…!!! Noch kein Urteil. Schuldsprüche schüttelt man ja nicht aus dem Zauberhut, wie Sie es tun. Falls es Ihrem Erinnerungsvermögen entfallen ist: Strafen richten sich immer nach der Schwere der Schuld und erst wenn alle die Prozedere abgeschlossen sind, beraten der vorsitzende Richter, Nebenrichter, samt aller Beisitzenden über das Strafmaß
Aber alle, ich betone a l l e, Urteile werden ausschließlich nach geltendem Gesetz und Recht gefällt
Das absurde Horror-Gesetz-Oberbefehlshaber-Zins-Recht holen Sie doch nur aus einer finsteren Teufels-Ecke Ihres Gehirns hervor
Dabei wissen Dr. Allwissend, Sie, ganz genau, dass sich geltende Rechtsprechung nach GG, BGB, StGB, ZPO richtet. Das sind die Fundament-Pfeiler aller Gesetzentscheidungen, breit gefächert in Erb-Steuer-; Arbeits-; Miet- Vertrags- Zivil- und Strafrecht, etc., etc.
Alle Gesetzbücher sind voll mit §, untergliedert in Rn, Absätzen, Rz, Nummern, Artikeln, Richtlinien und wieder §, noch mehr §, §§. Egal ob Handtaschendieb oder Massenmörder, nur die Gesetzbücher sind bei allen Verbrechen, ausnahms- und bedingungslose Rechtsgrundlage für Strafmaß, Urteil, bzw. für die B.e.s.t.r.a.f.u.n.g überhaupt
Ein Witz das gerade ich, der ach so superdoofe Bulle, der alberne Jeck Sie belehre
Wenn alles nicht so furchtbar, so grausam wäre würde ich mich vor lachen ausschütten, dass ausgerechnet dem Hochintelligenten die Kenntnisse fehlen die schon in der Schule Kindern/Jugendlichen vermittelt werden, rechtliches Grundwissen, Erläuterung von Eckdaten, wie Aufbau, Zusammensetzung, Befugnis und Anwendung von Gesetzen und Gesetzordnungen.
Schluss mit der Blöden-Show, Zins. Verdammt, landen Sie jetzt endlich wieder auf der Erde.
Wie..wie, wie bringt ein Mensch es nur fertig dermaßen gewalttätigen, blutrünstigen Horror auszuleben, zu fantasieren
Nein, ich revidiere mich. Sie fantasieren gar nicht Zins.Sie sind Sadist, durch und durch Sadist der übelsten, knallharten Sorte
Beim besten Willen begreife ich aber nicht, was Sie mit Ihrem Anmaßungs-Geschwafel „Bin der Allmächtige“
bezwecken. Fakt ist: Maßgeblich sind nur Gesetzesbücher. Dr. Binz, alle wissen es. So blöd können Sie doch nicht sein vom Staatsanwalt einen Strafbonus zu erwarten wenn Sie auf „Überbefugnis“ pochen, sich beharrlich für „Allmächtig“ halten“

„Ich halte mich nicht dafür, I C H B I N D E R A L L M Ä C H T I G E!!!!!
Wann kapierst du Blödmann das endlich Maybach.
Wissen i s t Macht, verstehst du…? Und mein Wissen übersteigt den Horizont
Durch meine übernatürliche, einmalige Intelligenz wurde ich zum Autokrat über alles Schaffen, Denken, Fühlen, Handeln
Mein Einfluss ist größer als die Sahara-Wüste, reicht weit über das Firmament
Der Herrscher zu allem, mit allem, bei allem, über Alle bin einzig und allein I C H
Meine Macht bestimmt und nur mein Wort ist Gesetz“

Da schoss Jan wie eine Rakete vom Stuhl hoch, blitzartig verwandelte sich sein aschfahles Gesicht in eine stählerne Maske
Seine Hände umklammerten so fest die Tischkante, dass die Fingerknochen weiß hervortraten
Jans Mund war nur noch ein schmaler Schlitz, die blutleeren Lippen fest zusammengepresst, spiegelten seine
Facetten zahllose Emotionen wider die in ihm tobten: Verzweiflung, Empörung, Wut, Fassungslosigkeit, Abscheu, Ratlosigkeit

„Sie werden doch nicht, Jan….Reine Provokation…..beruhigen Sie sich…“ stammelte Binz ängstlich

Zins „überhörte“ die Worte des Staatsanwaltes. Das Grinsen in seinem Gesicht reizte förmlich zum „Fresse polieren“

Aber Jan stand dem „Allmächtigen“ noch immer regungslos, stumm gegenüber
Nur seine Augen „arbeiteten“, taxierten den „Herrscher“ zeitlupenhaft, mm für mm wie Laserstrahlen. Kein Laut kam über trahlen ab.wie Leserte, el stärke Waffe. Jans Lippen. Seine Mimik drückte glasklar alles Empfindungen aus. In seinem Gesicht spiegelte sich überdeutlich abgrundtiefe Verachtung, Missbilligung, Abscheu,, großer Ekel wider

Zins grinste Jan die ganze Zeit nur weiter hämisch an – jetzt aber zuckte er plötzlich ängstlich zusammen.

Jans Augen sprühten Feuer, sein Blick durchbohrte Zins Gesicht wie spitze Speer Pfeile
Minuten verstrichen, er fixierte „Einstein“ weiter regungslos, starr, bedrohlich und messerscharf

Binz hörte den Vulkan förmlich brodeln, befürchtete Jan explodiere in nächster Sekunde

Da schnaubte Jan verächtlich, wirbelte ruckartig herum: „Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass sich ein weltliches, anerkanntes Gericht findet, dass den „übersinnlichen Allmächtigen“, diesen brutalen Schwerverbrecher gerecht verurteilt, endlich das einzig richtige Strafmaß, lebenslänglich mit anschließender Sicherungsverwahrung“ verhängt krächzte Jan vor Binz und raste aus dem Verhörzimmer


„Jan…..Jan warten Sie“ eilte ihm Binz nach, packte Jans Arm, stoppte ihn, beteuerte:
„Kein Gericht fällt auf Zins Theater rein. Für den Mord wird er verurteilt, auch wegen Ihrer Frau...meine der Fehldiagnose + an Ihnen beiden seelischer Grausamkeit und anderen Anklagen die ich noch ausarbeite. Vielleicht fällt das Urteil so aus wie Sie es gerade vorhersagten. Ganz bestimmt wird es aber eine lange Haftstrafe, das versichere ich Ihnen Jan.
Verständlich, dass Sie nach allem und besonders wegen dem Auftritt eben Zweifel haben..denken…vielleicht befürchten...meinen..Unzurechnungsfähigkeit……Na ja, Sie nehmen an, dass Zins sich damit der gerechten Strafe entzieht
Aber ich kann Sie beruhigen Jan.
Sie wissen von den alten Gutachten, kennen das Ergebnis. Jetzt wurden wieder Gutachter beauftragt und die Psychologen kommen zu der gleichen Bewertung: Zins ist gebildet, weltgewandt und klug, hat einen hohen Intelligenzquotienten. Er ist zurechnungsfähig, also absolut schuldfähig. Schuldfähig Jan, verstehen Sie, Zins wird bestraft, er wird verurteilt ohne Einschränkung.
Leider hat bzw. legt er kein Geständnis ab, spult bei allen Spezialisten immer wieder die „Allherrscher“-Show ab
Wahrscheinlich folgen noch weitere Gutachten. Undenkbar das die nicht zu den gleichen Diagnosen kommen wie ihre Kollegen...... Zins wird verurteilt, dass verspreche ich Ihnen, Jan“

„Vielen Dank, Dr. Binz. Danke!
„Ich entschuldige mich für mein Eindringen, die ganze Aufruhr, Panik die ich veranstaltete.
Es ist nur so, so...ist so...

„Schon gut Jan. Jeder hätte an Ihrer Stelle genauso reagiert. Sie müssen sich für gar nichts entschuldigen
Ich halte Sie auf dem Laufenden. Aber Sie können natürlich gerne jederzeit bei mir nachfragen“

„Zins wird Sie noch viel Zeit kosten, ich verschwinde besser. Danke nochmal“






„Oh! Welch Glanz in unserer Hütte. Die 2 höchsten, wichtigsten Männer des Hauses und dann noch gemeinsam“

„Nett, sehr nett, H. Kowalski, wenn auch nicht zutreffend. Jan ist aber auch nicht anzutreffen wie man sieht“

„Jan ist an Ihrer Stelle, Dr. Binz“

„An meiner Stelle...verstehe ni...“

„Sorry, kleiner Scherz. Jan ist Zeuge vor Gericht“

„Schade, aber Sie können ihm meinen positiven Bericht ja erzählen. H. Trautzschke Sie sind als betroffener Vater bestimmt auch erfreut. Alle werden erleichtert sein nach der entsetzlichen Zeit“

„Dann geht’s um Zins, Dr. Binz. Sie sprechen von Zins“

„Korrekt H.Trautzschke“

„Dann will ich nicht stören, komme später wieder“

„Nein bleiben Sie, Dr. Weloque.....“

„Wolle...Wie für Alle auch für Sie Wolle, Dr. Binz, sonst brechen Sie sich an meinem Zunamen noch die Zunge“

„Also Wolle, wenn Sie das sagen, danke

„Sie waren bei Zins Begutachtungen, psychologischen Untersuchungen dabei, Wolle. Sie können dann als Dr. „Fachmann“ alles viel besser erklären als ich“

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 10 Okt 2017, 19:57

Jedenfalls bewerten die Psychologen Zins jetzt übereinstimmend alle zusammen als voll zurechnungsfähig und somit schuldfähig. Und es sind viele, sehr viele Gutachten. Hohe Kosten, doch leider bei so einem abnormalen Typ nötig, Damit nichts verworfen wird. Es steht nun endgültig fest, dass ihm der Prozess gemacht wird mit zahlreichen Anklagen. Die Ärztekammer klagt wegen mehrfachen Betrug, Amts- Titelmissbrauch und div. medizinischen Delikten. Einzelheiten erfahre ich noch, bzw. wird deren Fachanwalt die Kammer vertreten. Dann natürlich die Mordanklage aus Habgier und wegen sehr schwerer seelischer Grausamkeiten bei Fr. Maybach, Familie, allen Beteiligten und daraus resultierenden, physischen, psychisch oder sonstigen Schäden. Die Anklageschrift wird sehr umfangreich und ich werde alles detailliert bis ins Kleinste aufführen“

„Endlich eine positive Mitteilung Dr. Binz. Jetzt müssen wir dem Gerichtstermin harren....und...
Na ja mildes Urteil??? und Zins treibt bald wieder sein Unheil“

„Ich verstehe Ihre Skepsis H. Trautzschke. Zins ist in der Vergangenheit immer gut davon gekommen, bzw. hat „Katz und Maus“ mit Polizei, Behörden, usw. „gespielt“. Bedenken Sie aber bitte, dass er zum 1.x des Mordes angeklagt ist und mit dem schwersten Verbrechen von allen spaßt das Gericht nicht. Der Mord, alle Betrügereien mit der Radiologie-Praxis, insbesondere die absichtliche Fehldiagnose bei Ihrer Tochter mit so vielen entsetzlichen Folgen hat die Wellen hochschlagen lassen. Auch bei uns Juristen. Den Meinungen nach ist es schwer denkbar, dass ein Richter ein Urteil unter „Lebenslänglich“ fällt. Doch ich will und kann nichts vorwegnehmen, war nur meine Einschätzung. Allerdings bemüht die Gerichtskammer sich um einen baldigen Prozesstermin“

„Wichtig ist, dass Zins überhaupt der Prozess gemacht wird. Danke Dr. Binz für Ihre doch sehr umfangreichen Informationen. Vermute mal, dass Jan genauso denkt, ein wenig erleichtert ist“

„Gut H. Trautzschke, das war es erst mal.
Jetzt sind Sie dran Dr. Wolle. Meine Herrschaften ich verabschiede mich“


„Ich wundere mich die ganze Zeit, Wolle, dass du Gutachter warst. Meine,....Befangenheit und so weil du mit Jan befreundet bist“

„Gut aufgepasst Tom. Als Freund bin ich befangen, werde als Begutachter nicht eingesetzt
Ich habe aber Superkollegen, durfte als Zuhörer teilnehmen und bekam somit quasi live alles von, durch, über Zins mit. Nicht 1 x, nein der Kerl war so „eckig, verdreht“. Kommt den Staat teuer mit all den Kapazitäten. Nur diesmal ist man auf ganz, ganz sicher, „500%“ gegangen, dass der Prozess nicht doch noch in letzter Minute platzt. Befangenheit, Formfehler, oder, oder – ihr kennt das ja.

Lasst mich mit dem „kleineren Übel“ mit Hotte beginnen. Für den war ich allein zuständig tja und Leute haltet mich für verrückt: Als mir das Häufchen Unglück gegenüberstand hätte ich ihn am liebsten in die Arme genommen und getröstet mit „Ich bin bei dir, es wird alles wieder gut, ich beschütze dich, helfe dir“ Lucas aus Köln sagte es schon – Hotte ist wirklich ein vom Leben und Allgemeinheit Getretener. Ihr habt ihn gesehen, Aussehen wie ein krumm gewachsener Gnom, leider, leider überaus naiv, dumm. Keiner will ihn, keine Arbeit. Zins wittert die Chance für einen „Sklaven“. Beeinflussen kann der Kerl ja bestens, Hotte wird ihm geradezu hörig. Das hört sich für euch blöd an für uns Psychologen ist hörig Abhängigkeit eine bedauernswerte Störung. Hotte gibt zu bei den Betrügereien mitgemacht zu haben, Zins beschwatzte ihn aber: Niemand wird geschadet, Versicherung gleicht den Verlust aus, was Hotte ihm natürlich abkaufte. Mit dem Mord an der Anlageberaterin hat er absolut nichts zu tun. Von seinem Anteil wollte er sich endlich das langersehnte Häuschen im Grünen kaufen. Manipuliert von Zins Prahlereien: Mit High-Tech Elite-Praxis ein paar Jahre fett abkassieren und dann nur noch Luxus-Leben. Also machte Hotte den Praxis-Lakai. Bei Lenis Untersuchung hatte er dann plötzlich „so ein komisches Gefühl“: Eine Fr. Maybach läuft weinend aus der Praxis. Es dauerte, doch irgendwann wurde Hotte in Zins teuflischen Plan eingeweiht und entsetzt. Noch mehr weil Zins ihm immer wieder vorfantasierte, anlog was mit Jan Grauenhaftes geschehe, Eben all die Qualen von denen „großer Herrscher“ überzeugt war: Jan abhängig, Alkohol, Drogen, obdachlos, kein Polizist, keine Familie mehr, gewalttätig, verprügelt, schwer verwundet, im Knast oder in der Gummizelle enden. Hottes Mail sollten Hinweise sein, er wollte helfen, bzw. Jan retten. Wenn er nur 1 x Jans Namen oder Ärzte-Center geschrieben hätte"

„Tja Wolle, was du der Psychologe über Hotte sagst – macht nachdenklich. Klingt als willst du ungewöhnliche Wege gehen“

„Ich schlage in meinem Gutachten Bewährung vor. Als zwingende Auflage Langzeit Verhaltenstherapie. Hotte soll Selbstwertgefühl lernen, sich als Mensch akzeptieren, der wert auf ein Dasein hat wie alle Menschen. Mit dem richtigen Bewährungshelfer lässt sich vielleicht eine Firma, ein Platz finden wo er ehrlich Geld verdienen kann. Aber!!! Der Richter muss erst mal zustimmen

„Nun zum „Allmächtigen“
Ich beginne mit der Ärztekammer, was Binz gerade erwähnte. Also Zins amüsiert sich darüber, dass die Ärztekammer alle Patientenakten prüft und das Betrugsdezernat ne Menge Arbeit wegen der geleasten Praxisausstattung + Super-High-Tech-Geräte. hat, weil nur kleine Anzahlung, 2, 3 Leasingraten, die große Summe blieb er schuldig. Kassen müssen sich mit Abrechnungsbetrug herum schlagen, aufwendige Nachforschungen wo und ob Zins Vermögen gebunkert hat das der Schaden, wenigstens zum Teil, ausgeglichen wird. Ein kleiner Trost, dass die Ärztin wirklich Radiologin ist, bei den meisten Patienten wohl die richtige Diagnosen stellte, bzw. behandelte. Die Überprüfung läuft, die Ärztin war sofort zur Unterstützung bereit.

Von den Gutachten, psychologischen Bewertungen gibt es leider kaum Neues zu berichten
Zins führte sich bei den Kollegen genauso auf wie er es in der Vergangenheit schon oft getan und wahrscheinlich immer wieder tun wird. Der Hammer: Er versuchte gar die Herren von seinem „Recht“ seiner „Allmächtigkeit“ zu überzeugen und zwar Alle, durch die Bank. Egal welches Team, welcher Arzt, Gutachter Kollege oder Koryphä. Er diskutierte, „handelte“ wäre passender, es müsse alles nach seinen „Gesetzen, Vorschriften, Bla...Bla...“ gehen. Er argumentierte mit seiner Magie, übersinnlichen Kräften, all dem Hokuspokus eben.
Was Leni und Jan betrifft brachte er wieder das Gefasel - Patientin Leni glücklicher Zufall, Fehldiagnose Brustkrebs Start zum Racheplan, Ziel Jan, wegen Beleidigung, schlechter Behandlung, Kompetenzüberschreitung .So etwas darf ihm Keiner, schon gar nicht ein blöder Jeck, ungestraft antun. Zins ist ja „Majestät, Hochwohlgeboren“, er steht weit, sehr weit, Lichtjahre entfernt über der gesamten Erdbevölkerung
Auch die Gutachter bescheinigen ihm Persönlichkeits- Verhaltensstörungen, ich formuliere mal vorsichtig „narzisstische“.... = sadistische Veranlagung. Veranlagungen beeinträchtigen aber in keiner Weise Tun und Handeln. Im Gegenteil die Verantwortung bleibt bei 100%
Zum Mord schockierte er uns mit der Aussage, O-Ton: „Ich brauchte die Million, die „Schlampe“,, pietätvoll ausgedrückt, die Anlageberaterin bunkerte das Vermögen. Wenn die „Alte“ mir die Million freiwillig
gegeben hätte, anstatt solch einen Aufstand zu machen würde sie noch leben“
Die Worte beweisen quasi, dass Zins sadistisch, brutal, sehr sadistisch veranlagt ist . Salopp ausgedrückt „juckt“ es ihm nach Folter, verletzen, quälen in den Fingern.
Wir, also Kollegen und ich sind absolut überzeugt wenn er die Möglichkeit hätte würde er sofort einen/“seinen Schuldigen“ foltern, übel zurichten, schwer verwunden, gibt ihm Genugtuung, Gefühl von Macht, Menschen leiden zu sehen. Zins ist durch und durch Egoist, absolut gefühlskalt, emotionslos und von hochgradiger Eitelkeit
Alles schon bekannt. Nehmt all das was aus den Kölner Unterlagen hervorgeht, legt Zins „Auftritt“ bzw. Aussage bei Binz und Jan obendrauf habt ihr 1 zu 1 das Gleiche + zig Wiederholungen“

„Dann musst du wirklich nicht weiter berichten Wolle, von Alexander, äh Dr. Binz wissen wir welchen Skandal sich Zins bei Jan geleistet hat. Er war so erregt, entsetzt, dass er uns die Aufnahme abspielte“

„Wie gesagt, hohe Kosten, doch Beschuldigte müssen vom Gesetz her untersucht, befragt, bewertet, zwingend aktuell bewertet werden, wenn auch mit gleichem Ergebnis.
Zurechnungsfähigkeit war eigentlich vorhersehbar, denn Zins ist wirklich klug, hochgradig intelligent. Der müsste genau wissen, dass er sich mit Verbrechen, der Angeberei und allen linken Touren ins eigene Fleisch schneidet, bzw. bestraft wird. Wir, also die Kollegen und ich, vermuten, bitte reine Vermutung, das Zins von Klugheit und Eitelkeit angespornt, aber zu bequem zum arbeiten, irgendwann beschloss reich zu sein, Luxusleben, aber auf Kosten
Dritter, egal mit welchen brutalen, blutigen Mitteln. Wahrscheinlich total überzeugt von seiner Klugheit, dass er der Polizei immer entwischt, nie.!..nie!..niemals verurteilt wird. Klingt absurd. Aber erfahrungsgemäß ist nichts, aber auch rein gar nichts unmöglich
Ihr hättet dabei sein müssen, das war der Gipfel als Zins erfuhr, das er ohne Einschränkung zurechnungsfähig und!!! verhandlungsfähig sei, ihm ohne Einschränkung der Prozess gemacht wird. Ein Aufschrei: Keiner darf es wagen ihn vor das „weltliche Gericht“ zu stellen, alles „normale irdische“ zähle für ihn „Besonderen“ nicht, eben die schallenden „abgehobenen Sprüche“
Binz hat ihn schriftlich überzeugt. Zins letzte Pointe, dass er keinen Anwalt „duldet, anerkennt, er ist unschuldig und sein eigener Anwalt, verteidigt sich selbst vor Gericht. Der arme Kerl „Pflichtverteidiger“ der sich mit Zins rum schlagen muss ist wirklich zu bedauern“

„Oh ja Wolle, da hast du recht. Vielleicht können wir ihn unterstützen. Die größte Hürde ist aber genommen.
Zins wird endlich zur Rechenschaft gezogen und muss für die vielen Verbrechen büßen!“






„Zins geknackt....wie „geknackt“ Alexander, was meinst du?“

„Na geknackt Ina, von abgehoben runter zu kleinem Dackel
Damals im Gericht nach der Verurteilung erlebten wir es Alle mit. Der Allmächtige hat gebrüllt, musste an Händen und Füßen gefesselt, von 4 Beamten gebändigt werden, so heftig hat er sich der Überstellung in die JVA widersetzt“

„Ich weiß Alex und ich musste bei dem Szenario so sehr an Jan denken“

„Was meinst du Ina?“

„Na Jans Prozess, als das Urteil gefällt er schuldig gesprochen wurde da war Jan wie...wie...er ist in sich zusammengesackt, erstarrt, wie leblos, alle Farbe wich aus seinem Gesicht, kalkweiß, „gespenstisch“, stand er da, so klein, hilflos und still. Kein Laut kam über Jans Lippen, er wirkte wie in Trance als man ihn fesselte und abführte“

„Ina bitte, nicht wieder....“

„Ich kann doch nichts für meine Erinnerungen. Bin ja still, erzähle weiter von Zins“

„Zins machte mit der Aufruhr hinter Gitter lange so weiter. Raus, raus, an Gittern gerüttelt, versucht Zellentür zu zerschlagen, geflucht. Geschimpft er der Besondere gehöre in Freiheit, „zur Hölle mit Allen die es wagten ihn einzusperren“ Randale in der Zelle, Einrichtung zerlegte er in Kleinholz. Alle, ob Wärter oder Häftlinge waren seine Untertanen, die ihn hofieren, ihm dienen sollten. Belehrungen, selbst vom Direktor nutzen nichts, setzten die Wärter den Schlagstock ein, ging Zins mit den Fäusten auf sie los. Er wurde so oft fixiert, bekam Einzel- oder Dunkelhaft, forderte danach weiter Freiheit für ihn das Unschuldslamm. Schon unbegreiflich, dass ein Intelligenter sich gegen Realität wehrt, obwohl er und davon sind wir alle überzeugt, genau weiß was er für ein Schwerverbrecher ist und das der Hokuspokus die Gitter nicht aufbricht. Doch irgendwann hatten die Häftlinge die Schnauze voll. Bei jedem Zins Aufstand wurden die Knackis heftiger, machten ihn mit vulgären Beschimpfungen nieder, die ich lieber hier nicht zitiere. Hier mal Rempelei, da mal ein Bein stellen, blutige Nase, Hämatome, eingeschlagene Zähne, aber Zins dagegen wie Herkules. Knackis, tja die kennen nun mal kein Pardon, die Wärter schauten „absichtlich“ weg und Zins wurde so brutal vermöbelt, dass er einige Male auf der Krankenstation landete. Es dauerte, doch oh Wunder,!!! irgendwann war er wirklich „gezähmt“, ein Braver. Keine Ahnung ob er bereut, einsieht was er den Opfern entsetzliches angetan hat. Fakt ist, dass es vorbei ist mit Allmacht, Zins quasi ein Normaler ist, ruhig, verschlossen, fügt er sich in den Knast-Trott, gehorcht Anweisungen, spricht, benimmt sich wie die Mitgefangen. Kein Ton mehr von Unschuld oder begehren nach Freilassung. Tiefer Fall vom Gipfel in den Dreck, doch so ein Halunke verdient es nicht besser. Der Teufel war zu grausam. Wegsperren, abhaken, vergessen. Ende.“

„Zins Umkehr dauerte wirklich sehr, sehr lange. Man muss froh sein, dass sich jetzt endlich das Blatt gewendet hat
Aber bitte Alex erzähle Jan nichts davon, bzw. nur wenn er dich direkt darauf anspricht “

„Ist mir auch nicht entgangen, dass Jan von allem noch schwer belastet ist“

„Jan sagt nichts, klagt nicht, ist verschlossen, leider wie immer wenn es um Emotionen geht. Doch wir kennen ihn lange und gut genug, merken, dass alles noch sehr an ihm zerrt.
Jan zuckt immer noch heftig zusammen, wird aschfahl, wenn Zins Name fällt. Was du über Zins „Zähmung“ berichtest ist zwar etwas Positives, könnte Jan dennoch aufwühlen. Schweigen halte ich für sinnvoller
Jetzt muss ich aber ins Büro. Danke nochmal für die „News“, Alexander“



Ups! Unbekanntes Gesicht, habe ich etwas verpasst?“

„Leider Jans Dolmetscher Künste, Ina. Schlecht ganz schlecht, Misch-Masch von chinesisch und afrikanisch“

„Deine Scherze waren schon besser, Tom. Du weißt genau, dass es Kölner Dialekt war“

„Ach sieh mal an Kölsch – Köln also. Ist das nicht die komische Domstadt wo du herstammst?“

„Ja ich stamme aus Köln, was dir lange bekannt ist, Tom und ich mag meine Heimat. Mit deinen schrägen Lästereien beeindruckst du mich nicht die Bohne. Meine Wiege stand an Vater Rhein“

„Oh Schreck wie schmalzig „Wiege“...Vater Rhein“

„Und weshalb Dolmetscher, Jan?“

„H. Sender, mit dem du in der Tür zusammengestoßen bist, Ina macht gerade Urlaub in Leipzig. Er ist Kölner und spricht nur Kölner Dialekt, bzw. nur 100% Ur-Kölsch. Nun hatte sich H. Sender auf seiner Tour durch Leipzig total verlaufen, irrte aufgeregt kreuz und quer und liest plötzlich Polizei, marschierte geradewegs ins Präsidium. Logo, Polizisten kennen die Stadt. Der arme Sascha tippte bei H. Sender zwar auf Köln, doch von dem aufgeregten, schnellen Wortschwall echtem Kölsch Dialekt verstand er nicht eine Silbe. Deshalb kam Sascha mit H. Sender zu mir“

„Aha, verstehe Jan der Kölsch Dolmetscher, Touristen-Retter. Bei H. Sender hat es geklickt: Polizei dein Freund und Helfer“

„Eine ungewöhnliche, aber humorvolle Abwechslung. Mir hat es Spaß gemacht“

„Check erst mal, Jan ob du dir bei dem Kauderwelsch nicht ein Stück von der Zunge abgebissen hast“

„Ganz bestimmt nicht Tom, ich beherrsche mein Heimat-Dialekt noch ganz gut und..... unfallfrei!!!“

„Klingt trotzdem nach hinterstem Urwald, wie so ein wilder Busch-Stamm“

„Ich bin überzeugt, dass du ein guter Dolmetscher bist Jan. Könnten wie auch mal über etwas reden was längst überfällig ist“

„Überfällig? Was meinst du Ina?

„Als das mit Leni...sie nicht da war...bot ich dir an eure Tochter zu betreuen und du Jan warst sehr, sehr skeptisch
Du weißt schon, weil ich da diktatorisch, ziemlich fies drauf war, na ja so, so krasse Schiene fuhr....“

„Unausstehliche Kommando-Generalin, Masche Oberbefehlshaberin“

„TOOOM, Mensch Tom muss das sein?“

„Was denn Jan? - Fakten, ich bin nur ehrlich. Du traust dich anscheinend wieder nicht. Aber ich erinnere mich genau, das du Ina versprechen musstet, wenn alles überstanden ist, ihr zu sagen ob sie sich angestrengt, gebessert hat , na ja und ob sie eine gute Dana Nanny war“

„Etwas komisch ausgedrückt Tom, aber korrekt. Also Jan ich höre!“

„Zwischenzeitlich hat sich soviel zugetragen Ina, weshalb dann alte Klamotten wieder aufzuwühlen“

„Nein, nein Jan, mir war das ernst. Ich bin bereit, du kannst anfangen“

„Das ist so..,so..Wir sind doch nicht beim Bewertungskomitee“

„Du bist so ein Feigling Jan. Man könnte denken du stehst unter Inas Fuchtel“

„Nein Jan steht nicht unter meiner Fuchtel Kowalski. Er holt jetzt tief Luft und redet“

„Hier hast du meine „Ansage: „Alles gut, bin zufrieden, alles bestens, ist o.k.“

„Oh Jan, den Wohlerzogen, höflichen, mit deiner rücksichtsvollen „will nicht beleidigen oder verletzen Art“ wollte ich jetzt nicht hören“

„Ina will wissen ob sie „Gutes oder böses Mädchen“ ist, auf welcher Skala ihre „Rundumerneuerung“ steht“

„Sagt mal habt ihr nichts besseres zu tun. Wenn euch langweilig ist da wart....

„Feigling, Feigling. Jan der Soko Feigling“

„So schwer kann das doch nicht sein Jan mal offen, ehrlich, gerade heraus zu sein“

„Mann oh Mann ihr zieht hier vielleicht eine Nr. ab
O.k. Ina - Von der Masche Kommando Oberbefehlshaberin bist du anscheinend „geheilt“, wenn ich das trotz meinen langen Auszeiten richtig mitbekommen habe. Läuft normal, ja normal würde ich sagen. Du bist wieder die „alte“ Kollegin, Kameradin wie einst. Tja und wenn es keinen „Rückfall..!!“ gibt, können wir arbeitsmäßig wieder durchstarten. Als Ina „Nanny“ bist du wohl spitze. Dana plapperte, war begeistert, aufgeregt, erzählte von euren schönen Aktivitäten, die Paul eifrig unterstützte. Wiederhole mich, alles gut, bestens und bedanke mich nochmals sehr für deine Unterstützung, Ich hoffe du bist nicht sauer wenn ich jetzt mit einem Rat, nein....Vorschlag komme: „Ina sei wieder mehr Frau und Mutter. Das es möglich ist hast du ja bestens bewiesen“

„Ja aber Jan – Ich bin Frau, stehe so vor dir und da Paul mein Sohn ist bin ich ja wohl auch Mutter“

„Das meine ich nicht Ina und das weißt du auch“

„Nicht ganz Jan. Du musst schon deutlicher werden“

„Frau und Mutter sein sind bei dir zweitrangig, Ina, weil dein rund um die Uhr Arbeitseifer dir wichtiger ist als Privat, Freizeit, wichtiger als alles andere. Aber du musst nicht bis tief in die Nacht im Labor forschen, wozu? Höre auf damit. Schluss mit Rettig zu experimentieren bis der winzigste Keim entdeckt ist, endlos in Akten zu stöbern nach X Y Z ???. zu lesen, nachzuschlagen weil du dies, das, jenes für den Schlüssel, den absoluten Beweis hältst. Berichte ergänzen, hier ein Zusatz, da eine Verbesserung. Nichts, keine Tätigkeit läuft davon, kann während der normalen Dienstzeit erledigt werden. Es ist nicht nötig, dass du jederzeit und bei Wind und Wetter zu allen Tatorten hetzt, mitten in der Nacht, stockfinster, im Morgengrauen, cm dick Schlamm an den Stiefeln, ob zu Seen oder zu Anhöhen zu krackseln, das Opfer zu fixieren, jeden mm nach Spuren, Beweisen umzukrempeln. Die Bereitschaft ist dafür zuständig, liefert gute Arbeit. So gut das wir mit den Ergebnissen bei Dienstantritt sofort mit den Ermittlungen beginnen können. Wir haben und hatten schon immer eine schnelle und gute Aufklärungsquote. Aber Ermittlungen sind keine Akkordarbeit. Auch von dir Ina erwartet Niemand im Rekordtempo den Täter zu schnappen.
Trophäen erhältst du für deinen Übereifer nicht.Weniger Hektik Ina, Freizeit, Feierabend, mehr Privatleben und Paul. Das baut auf, ein Plus für die Gesundheit.Wo soll dein verbissener Ehrgeiz denn hinführen.
Du musst Niemanden, wirklich Keinem mehr deine Fähigkeiten beweisen. Wir wissen das du topp bist. Zurück zur Teamarbeit wie früher, da wurden die Aufgaben verteilt. Tom und ich sind belastbar und bestimmt nicht hier um unser Gehalt mit Däumchen drehen zu verdienen. Du sagst so oft, das du dir wieder eine Partnerschaft wünscht. Einen Mann an deiner Seite. Kumpel, Ersatzpapi für Paul mit dem er wieder mal zu einem Fußballspiel gehen könnte, auf der Kart -Bahn austoben, oder, oder, „Männer-Sache“ eben. Männer, ein Partner fallen nicht von der Decke Ina und verstecken sich bestimmt nicht in einem Labor-Reagenzglas. Raus aus den Jeans Ina, zeige die „Frau“ im Köstum, romantischen Abendkleid, hübschen Hosenanzug, nicht als „Hausbekleidung“. Die Szene, sorry, wartet, meine Leipzig bietet großes Programm: Kino, Vorlesungen, Gewandhaus. Es gibt nicht nur alleinstehende Frauen. Viele Männer sind auch sehr einsam, die sich bei den Veranstaltungen etwas „trösten“ wollen. Steht dir denn danach überhaupt nicht der Sinn, sehnst du dich wirklich nicht danach Ina?

„Ich...ich.......“

„Bin ich dir zu nahe getreten Ina. Bist du jetzt beleidigt?“

„Nein Jan, nein...kommt nur so plötzlich...Darauf war ich nicht gefasst...Ich muss das erst mal verarbeiten“

„Nicht verarbeiten Ina. Jan hat recht. Streif deine Sexi-Robe über, dann führe ich dich gleich heute Abend in meinem besten Anzug aus“

„Du ausgerechnet du Kowalski, du besitzt doch gar keinen Anzug“



„Ich muss eure Plauderei leider unterbrechen, Einsatz Kollegen“

„Was ist passiert Hajo?“

„Es gab einen Todesfall im Hifi-Block Zamdos & Maas“ und da fahren wir 4 jetzt hin, schauen was los ist“

„Der Z-Virus macht sich wieder breit“

„Z-Virus..?“ - Jan, hast du gerade „Z-Virus“ gesagt. Was meinst du, wie kommst du darauf“

„Z Hajo, wieder Z, erst „Zeus“ dann „Zoklan“ zuletzt „Zins“ und jetzt Zamdos“

„Zufall Jan. Aber an einen „Z-Virus“, bzw. Zins glaubst du doch nicht wirklich“

„Am Tatort müssen wir ja nicht 4 Mann hoch erscheinen. Ihr könnt mir ja danach berichten was passiert ist“

„ Jan, es ist ni….wie siehst du aus….
Ina, Tom einen Moment bitte. Komm Jan, wir gehen in mein Büro“

„Z Jan, es ist wegen Zins, nicht wahr“

„Sorry Hajo, führe mich albern auf, ist es ist nur so...so.“

„Nicht albern Jan....he, du bist kalkweiß, zitterst...Schweißperlen....
Mensch Jan, warum sagst du denn nichts....sagst mir nicht wie sehr dich alles, das entsetzliche Zins-Drama noch belastest“

„Weiß doch auch nicht, Hajo, ist blöd. Hab´s wollte verdrängt, gedacht es sei vorbei….Doch eben als ich Z, den Namen hörte wird´s mir schlagartig ganz heiß, schwindelig, übel und..und..und „

„Bitte Jan sprich, sage mir genau was los ist….“

„Die Psyche halt, Hajo…spielt noch nicht ganz mit. Da ist noch Belastung, sind noch Narben, Wunden unsichtbar, Schmerzen, kannst sie nicht greifen, gibt keine Pille…Nenn´s angeschlagene Psyche….Maybach gedescht, Deppen-Status bin ich auch nicht beleidigt“

„Hör auf dich so zu titulieren, Jan. Psyche-Belastung macht dich doch nicht zum Deppen. Dein Denkapparat, dein Gehirn ist doch auf Zack, allgemein und gerade bei der Arbeit alles topp, freute mich so darüber. Der „alte“ Jan dachte ich.
Mensch, musst du immer alles in dich rein fressen?“

„Und du Hajo‘? Nicht irgendwelche Ängste, Unruhe. Bei dir alles überwunden…im grünen Bereich“

„Nein Jan, nicht überwunden, wirkt manchmal noch ganz schön nach. Plötzlich packt mich Angst Leni verschwindet wieder. Alles Schreckliche wiederholt sich. Dann schimpft Hajo energisch mit sich und es ist vorbei“

„Tja, dagegen bin ich wohl Heulsuse, Jammerlappen, lecke Wunden wo keine sind“

„Quatsch keinen Unsinn Jan. Bei dir hing doch viel mehr dran. O.k. Leni, meine Tochter, der Krebs…die alte Pumpe, mein Herz hat viele Stiche ausgeteilt. Ich will dich nicht noch mehr aufwühlen Jan, du weißt selbst das es höllisch war, du durch die Hölle bist….
Tja und nun dein „Zins-Übel“ Jan. Du weißt aber, dass seine „Allmacht“ schon lange nicht mehr wirkt, Zins in dicken Betonmauern quasi fest barrikadiert ist, eingesperrt in Stahlgitter für Jahre. Kein Traum Jan, beim Prozess warst du dabei, hast das Urteil gehört. Schon lange rechtskräftig Jan…..Hat sich „ausge-Zins.t“. Der „Kaiser, der Größte“ existiert quasi nicht mehr und nun zum Vergleich mit dem Hifi-Block – Ich sagte Todesfall. Nicht in den Geschäftsräumen von Zamdos & Maas. Das Opfer wurde im Treppenhaus gefunden. Könnte auch ein Sturz, ein Unfall gewesen sein. Äh….du glaubst doch nicht vielleicht Zins hat das mit übersinnlichen Kräften..Maggie von der Zelle aus veranstaltet?“

„Nein Hajo. Ein wenig Verstand ist noch in meinem Hirn, so „normal“ bin ich noch“.

„Ich zwinge dich zu nichts Jan. Doch wollen wir 2 Psycho-Angeknacksten es nicht mal versuchen, im Team zusammen mit Ina und Tom zu ermitteln - an einem „Z angehauchten“ Tatort“

„Wohl längst überfällig, dass ich mich von der Psyche beherrschen lasse, mit der Realität dagegen stemme….Vielleicht der schnellste Weg und mit dir als Schutzpatron kann mir ja auch nichts passieren“

„Schutzpatron…so hat mich noch Keiner genannt“

„Danke Hajo…für Zeit, Verständnis und...und....vielen Dank“

„Schwing keine Lobeshymnen, Jan. Los geht´s – Tempo KOK Maybach“


E N D E

Admin
Admin

Anzahl der Beiträge : 183
Anmeldedatum : 30.11.13

Nach oben Nach unten

Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 2 von 2 Zurück  1, 2

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten