Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

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Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 25 Jan 2015, 19:19

das Eingangsposting lautete :

Ich fühle mich sehr unwohl in meiner Haut als Admin hier die 1. Story zu bringen. Teilt mir bitte offen mit wenn ihr dagegen seid, dann höre ich sofort auf.
Wer meine Geschichten von der HP unserer lieben Bine kennt, weiß das meine Fantasie ziemlich „schräg“ ist  und daran hat sich nichts geändert. Na ja, ich warte einfach mal ab ob mein Utopie-Quark überhaupt gelesen wird.
Alles Liebe   Walli
 
 
 
Erschüttert standen das Team und alle anderen Kollegen um die Tote
 
Nur Ina fetzte wieder ganz aufgeregt umher: „Spuren. Spuren über all Spuren sichern…ganz schnell“ trieb sie „ihre“ Leute an
 
„Grässliches Weib“ knirschte Tom mit den Zähnen und schüttelte den Kopf
 
Jan zog nur bitter die Mundwinkel herunter und verdrehte die Augen
 
Hajo stand noch immer erstarrt vor dem Opfer
 
Als Ina übereifrig jetzt auch noch an der Leiche herumfummelte, keifte Sabine:
„Zum letzten Mal Ina!!!!!!!......Du lässt die Finger von meiner Arbeit
Mach dich zurück an deine Spuren…..posaunst doch bestimmt gleich wieder den Täter überführt zu haben“
 
„Pah, bist doch nur neidisch, weil du mit deiner Körperschnipselei nicht so erfolgreich bist wie ich“ rauschte Ina beleidigt ab
 
Sabine schüttelte nur den Kopf, meinte dann: „Tja Männer…..falls ihr vor Erschütterung aufnahmefähig seid…..
Denn ihr seid erschüttert, sehr erschüttert, steht euch im Gesicht geschrieben….im Gegensatz zu der…der - dem Eisblock Ina
Eure ehrlichen Gefühle zeigen mir, dass wenigstens noch einige Menschen im Raum sind und ich nicht nur von seelenlosen Robotern umgeben bin
Ihr stimmt mir wohl zu, dass hier ein grausamer Teufel am Werk war. Tote habt ihr, habe ich ja immer wieder vor mir……..
Aber auf so bestialische Weise ermordet, wie die arme Frau….das geht uns wohl allen an die Nieren
………..Erdrosselt…..grausam erdrosselt mit einer Drahtschlinge….Ach was Schlinge
Sieht für mich eher aus wie ein Stück von einem Stacheldrahtzaun….bei den vielen spitzen Zacken….
Luft abgeschnürt….einfach erdrosselt…wie…wie…das ist so barbarisch…widerlich….unmenschlich…“ konnte auch jetzt Sabine ihre Erschütterung nicht mehr unterdrücken
 
„Sabine, weißt du……meine… kannst du trotzdem schon was sagen?“ stotterte Hajo
 
„Überlege, ob ich überhaupt obduziere….Todesursache scheint eindeutig…
Es dauert bestimmt bis ich die fest eingebohrte Schlinge entfernt habe
Eins noch….Das Opfer hat eine Waffendruckstelle an der Schläfe“
 
„Das erklärt den leergeräumten, aber nicht aufgebrochenen Tresor
Die Bestie hat mit aufgedrückter Waffe die Kombination erzwungen
Wohlmöglich sich den Tresor sogar vom Opfer öffnen lassen….und dann Schlinge….ein Teufel“
 
 
 
„Anscheinend bin ich hier überflüssig
Die Herren Polizisten….Ich verabschiede mich dann“
 
Tom und Jan wirbelten herum, standen sofort vor dem Zeugen:
„Sorry…Sie müssen der Herr sein, der die Tote fand. Entschuldigen Sie das lange Warten
Aber wir müssen uns immer erst ein großen Überblick verschaffen…H. Zeus… richtig?“ fragte Tom
 
„Dr. Zeus wenn ich bitten darf
Wenn Ihnen „Überblick verschaffen so wichtig ist, bin ich wirklich überflüssig
Manieren sind das hier!!!!!....Habe die Ehre“ wandte er sich zum Gehen
 
Jan beschwichtigte: „KOK Maybach mein Name…Dr. Zeus bitte versuchen Sie uns doch zu verstehen
Wir wollen Sie mit dem langen am Tatort verharren nicht schikanieren, aber wie mein Kollege schon sagte….
Erste grobe Anhaltspunkte sind sehr wichtig für uns, sonst wissen wir gar nicht welche Fragen wir Ihnen stellen sollen“
 
„Die Fragen erübrigen sich sowieso
Ich habe Sie gerufen, jetzt sind Sie da, sehen alles vor sich, für was dann noch Fragen“
 
„Dr. Zeus, ein paar Angaben benötigen wir schon noch“
 
„Ich will keine Schulmeisterbelehrungen…..schon gar nicht von einem Kölner Jecken
Maibusch, Maibart, Maiglöcken…oder wie immer du heißt
Du bist doch so ein Jeck aus der Domstadt, voll mit Narren und das nicht nur zur Karnevalszeit“
 
„Ja ich stamme aus Köln und Sie ebenfalls, wie deutlich an Ihrem Dialekt zu hören
Das macht mich aber nicht automatisch zu Ihrem Jecken-Duzbruder, Herr Dr. Zeus
Übrigens hieß und heiße ich immer noch Maybach..mit „y“
Wenn Sie jetzt bitte die Güte haben einige Fragen zu beantworten“
 
„Wozu, dem was ich schon sagte habe ich nichts hinzuzufügen“
 
Jan stöhnte leise: „Setzen wir uns doch, Dr. Zeus, dann fällt Ihnen vielleicht das Reden leichter“
 


„Weg da…Ist meine Schwester wirklich….?.....Ich muss sofort da rein“ wurde an der Tür geschrien

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 13 Feb 2015, 23:23

Zornig baute Ina sich jetzt vor Tom auf, fetzte weiter:
„Alle, ausgenommen dir natürlich, wünschen Jan von Herzen, dass seine über alles geliebte Familie schnell wieder vereint ist
Doch die Suche nach Leni ist wie die berühmte Nadel im Heuhaufen
Wenn Leni wirklich verschwunden bleibt, dann ist Jan nicht mehr Jan
Einsam, verbittert wird er sich unzählige Fragen stellen auf die es keine Antworten gibt
Jan martert sich solange grundlos mit Vorwürfen bis er völlig zerrissen ist
Bei jeder Mama-Frage von Dana bricht er sofort in Tränen aus….
Oder hast du Genie die passenden Antworten für ein Kleinkind, was noch gar nicht richtig begreift
Ich hoffe innig, das Jan seine Frau bald wieder in die Arme schließen kann
Wenn nicht, entschuldige Hajo, aber ich befürchte ohne Leni wird Jan schnell schwerkrank
Physisch krank, bleibt nur eine verzweifelte, durchlöcherte Hülle von ihm
Aber noch hofft Jan Leni zu finden, mit seiner Reise hat er die Suche gerade begonnen, Kowalski
Eine Killerjagd ist das ganz bestimmt nicht….Zufall….reiner Zufall….oder bist du schwerhörig Tom
Den Flaschenmörder hatte Jan bestimmt nicht auf seinem Plan…..er musste uns informieren
Ein Polizist ist immer und überall im Dienst….aber unsere Vorschriften kennt Kowalski ja nicht
Man hätte Jan ein Disziplinar- vlt. gar Strafverfahren angehängt, ihn wegen unterlassener Amtsausübung verklagt, wenn er den Verbrecher Besel einfach ignorieren würde
Die Erklärung, dass durch einen dummen Zufall, ungeahnten Beobachter, die winzigste Zuwiderhandlung eines Beamten immer ans Licht kommt, erspare ich mir jetzt
Muss ich noch deutlicher werden Kowalski, dich noch mehr über Jans Charakter und Emotionen aufklären?“
 
Hajo schwirrte der Kopf, einen Moment lächelte er still in sich hinein
Das hatte er von Ina lange nicht mehr erlebt, dass sie sich so für Jan einsetzte
 
„Sorry….dachte bei Jan nur……doch irre so fix, quasi automatisch, einen Mörder zu finden…
Ich zweifle doch nicht an meinem Partner….drückte mich wohl unpassend aus“
 
Jetzt donnerte Hajo: „Im Gegenteil Tom, deutliche, sehr deutliche Worte waren das
Freundesverrat…jawohl Freundesverrat hast du begangen  und nichts anderes
Ich hoffe, Jan erfährt das nie…..so etwas stürzt ihn nämlich restlos in den Abgrund“
 
„Hajo du kennst mich doch, weißt genau das ich schnell Unsinn rede, den ich im Nachhinein bereue“
 
„Dein loses Mundwerk ist mir schon lange ein Greul, Tom“
 
„Mach doch aus den paar  Sätzen nicht so ein Drama“
 
„Schluss jetzt Tom, ab sofort fehlt  dir die Zeit zum Unsinn reden
Du…ja richtig gehört du, stellst jetzt alles zusammen was wir für die Französischen Kollegen brauchen
Berichte, Anträge, Kopie, Vollmachten….na eben alles was zur Auslieferung nötig ist
Jan wird sich wahrscheinlich bald melden, bzw. den zuständigen Kollegen alles erklärt haben“


„Zu Befehl Chef, du wirst überaus zufrieden mit mir sein. Ich arbeite im Turbo…Superturbotempo“
 
 
 
Jan hatte in den Urlauben das Polizeirevier schon oft gesehen, doch nie gedacht es mal betreten zu müssen
Er parkte auf dem Marktplatz, überquerte die Straße und wenig später stand er einem Kollegen gegenüber
 
Auf Französisch erklärte Jan: „Maybach mein Name und eigentlich sind wir Kollegen…. Monsieur Cheuvig…(las er vom Namensschild ab)
Ich möchte eine Meldung machen, die Ihnen bestimmt sehr utopisch vorkommt“
 
„Oh Germany….Chie kohmen aus Dütschland….uh wie sohgt man…Lond der Dieschter ond Dehnckär“
 
„Sie sprechen ja fast perfekt Deutsch, kennen meine Heimat wohl sehr gut“
 
„Aah Germany….fiehle, fiehle Uhrloube…Romantika…Heidelbärger Schlohz...Branntenbuhrger Tor...Bluhmenzuk..no..no pardon

Rosenmonndagszug in Meiins…..Laib..Laib..no Leipzig, oh wolch Musika, wolch Klahnng in Gehwahnndhaus…..Keulner Dom...Loreley.. ..isch entdicke ihmmer neue Sihenswerdigkeiten“ deutsch-kauderwelschte Kollege Cheuvig schwärmerisch
 
„Äh pardon, M. Meba…..???“
 
„Maybach, Jan Maybach“
 
Auch wenn Polizist Cheuvig sich ungewöhnlich putzig ausdrückte, Jan verstand ihn sehr gut
Jetzt redete er weiter in seinem Französisch-Deutschen-Mix:  
„M. Maybach….pardon…so behondelt man keunen Kollegen?...Chie sahkten doch, das Chie Polizist sind….wos führt Chie hierheur…..dienstlöcher Auftrog?“
 
„Ich bin wirklich Polizist“ suchte Jan seinen Ausweis heraus
Doch zum einen habe ich in Ihrem schönen Land keinerlei Befugnis und zum anderen….
Bin ich momentan sowieso nicht im Dienst, wollte nur private Angelegenheiten hier erledigen
Tja…nun stehe ich doch in einem Kommissariat und muss einem Kollegen einen Fall erklären
Die Sache klingt so verrückt….Sie werfen mich sicher schnell hinaus, Kollege Cheuvig“
 
„Aber Monsieur, pardon, Kollege Maybach….Französische Gestlieschkeit, Ruhe..Geduuhld…fiel Geduuhld
Isch ben einer guter Zuherer…erzöhlen Chie…ben chohnn gespahnnd wie einer Flitzekreis“
 
Jan lächelte über den amüsanten Verwechslungs-Vergleich, erklärte dann sofort französisch alles ausführlich
Angefangen bei Besels vielen ausgeklügelten, trickreichen Betrügereien, über den Mord, bis zur gerade, zufälligen Entdeckung wurde es ein langer Bericht“
 
„Monsieurs Besleurie´s Weine uhnt Kustlischkeiten…“Mah“ exquisit..einer Gaumenschmus“ küsste Cheuvig seine Fingerspitzen
„…..Dieser Magenverwiener einer Murder…?“
 
„Ich wusste es….die Story ist so abgefahren….Sie glauben mir nicht, Kollege“
 
„Qui…Qui…doch Kollege Maybach….nuhr in miehner Kopp…wie sogd man….dred einer Korusal….
Fom Exquisa-Wird zum Küller…hert mahn niescht olle Dage…
Toch bei Polici firen fiele Omleidungen zur Ferhafdung
Isch globe Iehnnen Kollege Maybach….globe Iehnnen yedes Word
German-France-Zusemmenärbeid….gehvelld miehr….gehvelld miehr seer gud
Chie wohllen die Iberställung, ieren Teder in Germany feruhrteilen“
 
„Vielen Dank für Ihr Vertrauen Kollege Cheuvig
Meine Kollegen in Leipzig sind schon informiert. Von mir hörten Sie quasi nur das Vorwort
Unsere Soko lässt Ihnen alle gewünschten und erforderlichen Unterlagen, Berichte, Anträge, etc. zukommen
Ich bin mir sicher, dass alle Ihre Fragen beantwortet werden, nach einem ausführlichen Gespräch alle Unklarheiten beseitigt sind
Das Sie zur Überstellung bereit sind, signalisierten Sie ja schon
Wenn Sie möchten können Sie sofort Kontakt mit meinen Kollegen aufnehmen“
 
„No, no, stopp Kollege Maybach, no…..tass machen Chie“ drückte Cheuvig Jan den Telefonhörer in die Hand
„Bereiden Chie Ihre Gohllegen auf menen kumischen German-France-Kuterwolsch for“
 
„Ina, KOK Ina Zimmermann versteht ihr fast perfektes Deutsch sicher genauso gut wie ich“ wählte Jan
 
„Inna….oh la, la… eihnne Madam-Kollegin“ schwärmte Cheuvig
 
„Ina, hier Jan. Ich bin im Revier bei einem sehr netten, verständnisvollen und hilfsbereiten Kollegen
Kollege Cheuvig  spricht unsere Sprache fast perfekt, er freut sich sogar Deutsch zu sprechen
Bestimmt könnt ihr euch gut verständigen. Im Groben weiß er alles von Besel
Die Auslieferung ist so gut wie sicher, Selbstverständlichkeit, kollegiale Ehrensache nennt H. Cheuvig das
An der Stelle kann ich mich ja dann wohl wieder ausklinken“
 
„Danke Jan, dass du den Kollegen schon so umfassend informiert hast.
Am besten ich höre was er noch für Fragen hat und dann können wir ja die Formalitäten besprechen“
 
„Kollege Chevig ist schon ganz gespannt auf deine Stimme Ina
Ich wünsche euch viel Erfolg. Bin mir sicher, dass ihr den Mordfall jetzt endlich zum Abschluss bringt“
 
„Wir Jan…wir bringen den Fall zum Abschluss, den ohne dein Adlerauge….
Ach Jan….ich hoffe so sehr, dass du Leni….das du sie….“
 
„Bis bald Ina“ kämpfte Jan mit den aufsteigenden Tränen und übergab dem Kollegen schnell den Hörer
 
„Kollegin Zimmerman….eine Madam….wolch eihnner Ähre…Ehs fröt misch außerurdendlisch….
Kollege Maybach….wo wullen Chie hin…….??

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 14 Feb 2015, 21:18

„Kollege Maybach…….. nischt so schnäll……„Kollege Maybach…….blaipen Chie toch!!!
…….Jätz ischt er wäg..???
Madam….woruhm hot iehr Kollege ech  dähn s.o.o.o  ailisch?“
 
Ina sprach nun französisch
„Jan muss sich um etwas sehr tragisches kümmern….Privatsache….Sie verstehen?“
 
„Isch ferstähe, Madame Zimmermann
Jätz losche isch nohr nok iehrer besaubährs Stiehm unt eunem gons longen Periescht“
 
 „Ich möchte nicht wiederholen was Jan, äh Kollege Maybach schon erklärte, Kollege Cheuvig
Fragen Sie doch einfach das was Ihnen noch unklar ist“
 

„Ten Woin-Tod….äh…Flochen-Mohrt ärglehrte Kollege Maybach chnon färstintlisch
Toch die Fergongenheut….M. Besleurie´s Woinguhds-Drauhm….Gehiemnictonnel….fahndassia Bedruhgsmoschen….Woinberch, Draupenhondel, gliend so abendhäuerlis……..Isch bin noigirisch, Madame Zimmermann
Bärischten Sie mir dafohn?“
 
Bei den vielen krummen Dingern von Besel musste Ina lange erzählen
Abschließend meinte Sie: „Ich bedanke mich im Namen der Kollegen schon jetzt für die gute Zusammenarbeit
Wir übermitteln Ihnen alle Papiere, samt staatsanwaltlichem Auslieferungsantrag
Wenn Sie, bzw. Ihr Revier der Auslieferung zustimmt, freuen wir uns sehr auf Ihren positiven Anruf
„………………………………………………….“
„Ich fühle mich auch sehr geehrt, Kollege Cheuvig….Bis bald wie wir in Deutschland sagen“
 
 
Ina blies die Backen auf: „Puh….der überschlägt sich ja geradezu mit Komplimenten
Aber…..ein erfahrener Kollege, fast fühlbar, dass Besel fix auf der Leipziger Anklagebank landet
Ihr habt ja sicher alles mitbekommen, Cheuvig ruft bestimmt schnell zurück wenn er die Unterlagen hat“
 
Hajo meinte: „Das klingt wirklich alles positiv
Meinst du wirklich Besel sitzt hier bald in der Zelle, Ina?“
 
Ina nickte mehrmals ganz fest
 
„Ihr vergesst leider Jans Abwesenheit. Er muss vor Gericht aussagen, wie es dazu kam, dass er Besel entdeckte. Ohne Jan keine Verurteilung. Seine lange Auszeit könnte den ganzen Prozess zum Platzen bringen“
 
Hajo belehrte sofort: „Tom…..Tom…komm wieder runter.
Ich begreife sowieso nicht, dass Jan trotz seiner verzweifelten Suche noch Verbrecher auffallen
Dann auch gerade so ein Volltreffer wie Besel, nach dem wir schon solange fahnden“
 
Ina stimmte zu: „Das begreife ich auch nicht recht Hajo…..Jan kann sich das wohl selbst nicht erklären
Gefreut hat er sich über die Entdeckung bestimmt nicht
So schnell wie er aus dem Revier flitzte, so stark muss seine Sehnsucht nach Leni sein“
 
„Wenn Jan enttäuscht wird dann…..“ flüsterte Hajo…wurde dann aber lauter:
„Falls du es noch immer nicht begriffen hast Tom….Jan ist nach Frankreich gefahren und nicht zum Mond geflogen.
Sollte er tragischer weise die Suche nach meiner Tochter fortsetzen müssen, seine Aussage macht Jan bestimmt
Da er nicht ununterbrochen sucht, bestätigt er dir das bestimmt bald persönlich“
 
 
 

 
Als Jan endlich an die Rezeption des bekannten Urlaubhotels kam, empfing ihn der Portier sofort:
„Oh Monsieur Maybach!!!...Das ist aber eine Überraschung. Ich freue mich sehr Sie wieder bei uns begrüßen zu können.
Doch so plötzlich, Sie haben gar nicht reserviert….ganz zufällig sind aber gerade Zimmer frei
Sind Ihre charmante Frau und Ihre reizende Tochter auch wieder unsere Gäste?“
 
„WUMM!!!!!“ -------Die Enttäuschung traf Jan hart, schmerzte sehr
 
Am liebsten hätte er auf dem Absatz wieder kehrt gemacht
Vom Portier hörte er gerade unaufgefordert das was er wissen wollte: „Leni hatte also nicht hier eingecheckt!!!“
 
Jan schluckte und schluckte, kämpfte heftig gegen die aufsteigenden Tränen an
Fieberhaft suchte er nach einer glaubhaften Erklärung:  „Ich bin diesmal alleine hier, muss Vieles erledigen
Bei dem Stress und in so kurzer Zeit, dass ist zu anstrengend für meine Familie
Spätestens übermorgen….ja 2 Tage müssen ausreichend, fahre ich schon wieder zurück
Kann ich für die kurze trotzdem ein Zimmer buchen?“
 
Wenige Minuten später stand Jan verloren in dem gemütlichen Hotelzimmer
Die gediegene Einrichtung, die harmonische Atmosphäre….sonst fühlte er sich hier sofort wohl
Für all das hatte Jan jetzt keinen Blick. Er stand am Fenster, sinnierte:  „Sicher…das Hotel…nur ein Versuch……Einer von wie vielen?......Wer weiß, wo es mich noch überall hintreibt?
Wo….Wo nur bist du Schatz???....und warum….Was hat das bloß zu bedeuten, Liebes
Wir waren doch so glücklich….unsere Liebe schmiedete uns eng zusammen
Was habe ich bloß falsch gemacht…Ich muss es wissen Schatz….muss dich finden
Einen so plötzlichen Schnitt…..das ertrage ich nicht….es zerreißt mir das Herz…
Unser Schatz….sie versteht doch nicht…..was soll denn aus unserer Kleinen werden…???“ vergoss Jan bittere Tränen
Er ließ es einfach zu….schämte sich nicht wegen dem Tränenmeer was ihn blind machte für alles um ihn herum
 
Viel später raste Jan irgendwann in die Dusche
Als er danach das Hotelzimmer verließ, dachte er: „Rumsitzen bringt überhaupt nichts
Wenn nicht hier…..vielleicht ist Leni ganz in der Nähe, unzählige schöne Plätze besuchten wir gemeinsam“
 
Jan streifte langsam umher, schaute an allen umliegenden Stellen nach, wo es Leni hingezogen haben könnte
Er fragte auch in nahegelegenen Hotels und Pensionen nach
Schwindelte überall er sei hier mit Fr. Maybach verabredet, man möchte ihr doch den Besucher ankündigen
Doch Jan hatte keinen Erfolg mit seiner kleinen Notlüge, auch in anderen Unterkünften kannte man keinen Gast namens Maybach
Auch in die zahlreichen Weinlokale und Cafe schaute er kurz hinein
Jan musste sich nicht lange aufhalten, seine Leni hätte er unter Tausenden Frauen sofort erkannt
Langsam wurde es dunkel, doch er ging noch zu allen Stätten und Sehenswürdigkeiten, wo sie sich beide im Urlaub so gerne aufhielten
Spät in der Nacht kehrte Jan erst völlig resigniert ins Hotel zurück
„Der 1. Versuch Jan ist selten gleich ein Glückstreffer
Nicht aufgeben, du hast mit der Suche gerade begonnen….noch so viele Ziele vor dir“
 
Mit Leni vor Augen sank Jan erschöpft ins Bett, zu dem Bild seiner Frau mischte sich noch so vieles
Jan schüttelte den Kopf über die ungewöhnliche Anreise: „Ich hatte nur die Suche nach meinen Schatz im Sinn. Von Polizei…Verbrecher….Dienst völlig abgeschaltet und dann entdecke ich Besel
Ich glaube es ja nicht….den Flaschen-Mörder hatte ich wirklich  nicht auf dem Plan
Vorbei….Abschalten Jan, Leni ist jetzt das Allerwichtigste“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 15 Feb 2015, 20:09

Jans Gedanken, das Unfassbare, Sehnsucht und Emotionen kamen aber nicht zur Ruhe
Er nickte immer nur kurz ein und fuhr unzählige Male schweißgebadet hoch
Stets quälte Jan die gleiche Vorstellung, dass sich etwas Schreckliches ereignet hatte…mit Leni oder gar Dana
Vielleicht auch Benni, sein Großer verhielt sich wirklich vernünftig….aber das Schicksal schlug oft sehr grausam zu


 
Im Morgengrauen verließ Jan schon das Hotel, fuhr zu den angrenzenden Ortschaften
In einem großen Umfeld hielt er an all den Stätten die ihnen beiden so gut gefallen hatten, nach Leni Ausschau.
Ob Denkmäler, Kirchen, Parks, Brunnen, verwinkelte, romantische Gässchen, einfach nur bezaubernde Stellen mitten in der Natur  Jan ließ nichts aus, erinnerte sich an jedes einzelne gemeinsam so gerne aufgesuchte Fleckchen und jedes  Mal riss die brennende Verzweiflung ihn noch tiefer auf, wenn es auch hier wieder nicht mal einen Hauch von Leni gab
 
Zum 2. x kehrte Jan am Boden zerstört spät in der Nacht ins Hotel zurück und auch diese Nacht quälte ihn wieder undefinierbare Angst
 


Frühmorgens trat Jan die Heimreise an. An allen infrage kommenden Stellen hatte er gesucht
Das ganze Land abzusuchen, Jan schüttelte den Kopf: „Zwecklos, mein Gefühl sagt mir, dass Leni nicht hier ist….doch nicht aufgeben Jan….nur nicht aufgeben….es gibt noch so viele Stellen abzusuchen“
Sofort stiegen wieder Tränen auf, Jan war danach loszuheulen wie ein kleines Kind
Utopie am Lenkrad sitzend
 
 
 


Von dem zubereiteten Essen hatte Leni erst eine Gabel in den Mund geschoben
Sie kaute und kaute darauf herum, bekam aber keinen Bissen herunter
„Essen, für was soll ich essen……so überflüssig wie alles andere
Verhungern, ja verhungern wäre gut….ob so oder so….doch alles egal
Dabei koche ich so gerne….am liebsten mit Jan zusammen…..aus…vorbei
Ich stehe nie wieder mit Jan gemeinsam am Herd….werde Dana niemals mehr füttern
Unvorstellbar, dass ich meinen geliebten Mann…mein Kind nicht wiedersehe…und dich Benni..
Wie sehr wirst du noch in die Höhe schießen?
Ich halte das nicht aus, nicht mehr in Jans Armen liegen….nicht mehr mit Dana spielen
Das schaffe ich……….
Muss, muss ich bewältigen….habe es selbst so gewollt
Nein., nein, nein …..das Schicksal zwingt mich dazu
Ach verdammt, verdammt warum ist das Leben so grausam“ raste Leni hinaus
Sie lief, rannte, rannte immer weiter, bis sie keine Luft mehr bekam
Erschöpft sank Leni ins Gras und weinte so verzweifelt, das sich ein kleiner See auf dem Boden bildete
 
 


 
„Papa…Papa wieder da“ eilte Dana Jan freudig entgegen
„Mami auch…..Mami mitgebracht“
 
„Die Mami konnte ich leider nicht mitbringen Schatz“ nahm Jan Dana schnell in die Arme um seine Tränen zu verbergen
„Aber der Papa ist schnell wieder gekommen…wie ich es versprochen habe“
 
„Papa gekommen….Papa wieder da“ schmiegte sich Dana fest an ihn
 
Als müsste er die 2 Reisetage nachholen, schmuste Jan mit seiner Kleinen solange bis er sie zu Bett brachte


 
„Ach Papa, die Enttäuschung ist dir deutlich anzusehen“ umarmte Benni Jan als sie alleine waren
„Mein Schwesterlein sollte unsere „Zärtlichkeiten“ nicht mitbekommem“ flüsterte er dann verschwörerisch
 
„Möchtest du reden, Papa?“
 
„Ach Junge was soll ich sagen…..mir fehlen die passenden Worte…und…und dann“
 
„Dann ist mir ja auch alles bekannt, du hast ja telefonisch ausführlich berichtet
Aber…..Papa, willst du wirklich noch an den vielen Stellen suchen, die du genannt hast“
 
„Ich laste dir zu viel auf Benni, nicht wahr. Du hast recht, ich kann nicht so oft und lange die Verantwortung auf dich abwälzen“
 
„Davon will ich kein Wort mehr hören, Papa. Während du in Frankreich warst ging alles gut und für weitere Abwesenheiten sind wir bestens organisiert.
Viel schlimmer ist….Papa du kannst wieder und wieder enttäuscht zurückkehren
Wie oft verkraftest du das….3 x…5 x…vielleicht brichst du irgendwo in der Ferne zusammen
Aber wir brauchen dich Papa…Dana jetzt nötiger als jemals zuvor….und ich….ich brauche dich auch“
 
„Ach Junge, ich weiß ja selbst, dass dieses „ins Blaue suchen“ nach Leni unmöglich ist
Aber ich….ich kann nicht anders….muss etwas tun….will Leni wiederfinden
Das Unbegreifliche….die Fassungslosigkeit treibt mich an…Für Lenis Verschwinden gibt es einen Grund
Den möchte ich, no, den M U S S  ich wissen
Außerdem…bis eben hatte ich eine Frau…und jetzt soll ich für immer auf unser Glück verzichten….???
Ich bin viel zu entsetzt, verzweifelt um einfach nur abzuwarten….ich…ich….ich
Sorry Großer…ich will dir nichts vorheulen“ verbarg Jan sein Gesicht in den Händen
 
„Weine Papa, weine so viel und solange du willst“ nahm Benni Jan in den Arm
„Tränen erleichtern…..Nur diesmal….ob Tränen dich erleichtern bevor du Leni gefunden hast
Vergiss was ich sagte…Suche….erkundige dich….forsche so oft und solange du willst
Ich möchte doch auch, dass Leni zurückkehrt. Wir wieder eine glückliche Familie sind
Außerdem hast du einen besonders sensiblen Gefühlssensor…der weist dir bestimmt das richtige Ziel
Direkt hinein in Lenis ausgebreitete Arme, die sehnsuchtsvoll auf dich warten“
 
„Großer…weißt du das du ein Pfundskerl bist…ein Freund, Kumpel auf den ich sehr stolz bin
Bei dir muss ich nicht den Starken geben, kann ich mich so geben wie ich bin, mit allen meinen Schwächen
Ohne deine Unterstützung würde ich das alles gar nicht durchstehen“ sackte Jans Kopf auf Bennis Schulter
 
 
 
 
„Hajo…..darf ich dich mal etwas fragen? – Etwas sehr persönliches fragen? “ setzte Ina vorsichtig an
 
„Kaum ist Jan nicht da, schon probierst du dich in Psychologie“
 
„Mitnichten, an Jans besonderes Feingefühl reiche ich nie ran
Doch es geht um Jan…und um Leni, besonders aber um dich
Ha..jo….Hajo
…..….also kurzum, frei heraus, offen gesagt
Hajo ich blicke bei dir, bzw. deinem Verhalten nicht mehr durch“
 
„Klartext Ina, drücke dich deutlich aus“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 16 Feb 2015, 21:03

Ina druckste herum: „Nun ja Hajo….Leni ist verschwunden….das ist eine Tragödie
Aber wie und was du alles von dir gibst
Deine Aufregung ist wie Dampf ablassen, wenn uns ein Täter durch die Lappen geht
Du schimpfst auf Leni, nennst sie Rabenmutter, eine durch geknallte Abenteuerin, die man verprügeln müsste
Alles ziemlich abfällige, negative und sehr harte Worte über deine Tochter
Du wolltest Jan sogar von der Suche abhalten, quasi so als ob Leni bleiben  soll wo der Pfeffer wächst
Allerdings bist du um Jan besorgt, du ängstigt dich sehr,  dass er das Drama physisch und psychisch nicht verkraftet.
Da erinnere ich mich aber an ganz andere Töne: Leni sollte sich etwas Besseres suchen, nicht ausgerechnet einen dahergelaufenen Polizisten….Jan ist nicht gut genug für Leni…..schon mal geschieden….so Einen heiratet man sowieso nicht…..Jan meint es nicht ernst mit Leni…spielt mit ihren Gefühlen, usw., usw.
Doch jetzt Hajo….scheint Jan dir näher zu stehen als deine Tochter
Ja, Lenis Verschwinden ist ein Drama…ein sehr großes sogar….wenn du verzweifelt wärst
Was Leni auch immer zu der Trennung getrieben hat….Hajo, nimm es mir nicht übel
Aber sie ist und bleibt deine Tochter, dein eigen Fleisch und Blut, dein einziges Kind
Leni so an den Pranger zu stellen….das bist doch nicht du Hajo
Du willst uns doch nicht wirklich einreden, dass dich ihr Schicksal völlig kalt lässt“
 


„Leni irgendwo da draußen…für immer sie nie wieder zu sehen, ihr habt mich durchschaut
Nein…..das lässt mich wirklich nicht kalt….aber das Unbegreifliche, Entsetzliche, diese Fassungslosigkeit
Deshalb bin ich…..das macht mich total wütend….sehr wütend sogar
Vor allem weil ich 100%ig weiß, dass die Trennung nichts mit Jan zu tun hat
Ihr hättest Lenis Abschiedsbrief lesen müssen……
Das ich anfangs gegen die Beziehung war, das hatte gar nichts mit Jan zu tun
Da kannte ich ihn, seinen Charakter, eben den ganzen Kerl schon lange
Ich reagierte einfach wie viele Väter, die für ihre Tochter einen Prinzen suchen oder eben das „Kind“ nicht los lassen wollen
Aber Jan macht Leni nicht nur glücklich, er beschützt sie, lässt Leni ihre Macken und Freiheit
Er ist der beste Zuhörer, Ratgeber und vor allem bemüht er sich immer um eine Problemlösung
Auch wenn der Brocken noch so schwer ist, besonnen und ruhig kam Jan immer zu einer Lösung
Aber zum Dank dafür…..und jetzt….peitscht Leni ihn doch durch das schlimmste Wiederholungsspiel
Damals Benni und nun steht Jan mit Dana alleine da
Natürlich könnte Leni bald zurückkommen, aber ihr habt doch selbst gesehen, dass Jan jetzt schon fix und fertig ist
Aber warum dieses aufreibende Nervenspiel???
Nirgendwo zeichnet sich ein Grund für Lenis „Flucht“ ab
Selbst wenn, dann bespreche ich das mit meinem Mann und lasse nicht ihn, die Familie, vor allem aber nicht mein kleines Kind im Stich. Leni ist leider genauso stur wie ich, wir bestehen beide auf unsere, nicht immer klugen Entscheidungen
Aber Ina, du bist selbst Mutter, egal was läuft, das Kind steht immer an 1. Stelle
Hätte nie gedacht meine Tochter mal als verantwortungslos zu bezeichnen
Doch Leni macht es sich verdammt einfach: Jan wird schon machen…Sie lastet ihm einfach die ganze Verantwortung auf
Viele unkluge Entscheidungen traf Leni schon…vielleicht handelt sie plötzlich überkandidelt
Ihre bisherige Welt ist ihr zu klein geworden, nicht mehr hier in Leipzig für die Zeitung schreiben…
Nein..…!!! Strebt jetzt im Ausland die  Karriere einer Filmreporterin, Quiz- oder Talkmeisterin an
Was weiß denn ich, welche bösen Geister sie plötzlich reiten….aber dafür habe ich kein Verständnis
Will ich auch nicht haben, sowas tut eine Mutter und Ehefrau einfach nicht
Krankheit….das wäre das Einzige für das ich Verständnis habe…..
Leni hat, leider ja zu recht, entsetzliche Angst vor Brustkrebs….das Leid ihrer Mutter steht ihr noch immer vor Augen. Aber die letzte Untersuchung gibt nicht den winzigsten Grund zur Sorge
Verdammt noch mal, bei allen anderen Schwierigkeiten hätte Jan ihr doch geholfen
Was Leni abzieht….unverständlich…ich kapiere es nicht….das geht mir einfach nicht in den Kopf
Ob beruflich oder privat, wenn ich vor unlösbaren Rätsel stehe, bin ich sauer…
Verdammt sauer, brülle darum, schlage um mich….alles nur Fassade
Um ehrlich zu sein, ich fühle mich genauso hilflos und verzweifelt wie Jan
Das darf einfach nicht sein, dass ich meine Tochter nie wiedersehe……
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…………Glaubt mir, wenn Leni jetzt ins Büro käme, ich würde sie glücklich umarmen
So fest an meine Brust drücken, dass ihr die Luft wegbleibt……
……Ach was rede ich denn….stehe hier und halte Vorträge….mein dummes Zeug versteht sowieso Keiner“ rannte Hajo in sein Büro und verkroch sich für den Rest des Tages darin
 
„Puh….Hajo der Sentimentale“ blies Tom die Backen auf
Bei jedem Wort konnte man auf den Grund seines Herzens sehen
Hoffentlich hat die Tragödie bald ein glückliches Ende
Sonst haben wir nicht nur einen kranken, besser gesagt psychisch völlig gestörten Kollegen Jan, sondern einen berufsunfähigen Chef gleich mit dazu“
 
„Jetzt merke ich, dass auch dir das Drama täglich mehr an die Nieren geht, Tom“
 
 
 

 
Bei jeder neuen „Suchreise“ fiel es Jan schwerer gegen die Tränen anzukämpfen
„Reiß dich wenigstens beim Fahren zusammen, Maybach
Darf nicht passieren, dass ich 3. durch einen Unfall noch ins Unglück stürze“ beschimpfte er sich selbst
 
Es kostete Jan viel Überwindung sich seine Verzweiflung nicht anmerken zu lassen
Benni konnte er nichts vormachen, Vaters Sohn kannte ihn in und auswendig, hatte Röntgenaugen
Doch bei Dana wollte und durfte Jan nicht weinen, leider erinnerte er sich gerade jetzt an den Abschied
Die Augen von seinem kleinen Schatz blickten jedes Mal trauriger
Jan zog es das Herz zusammen wie entsetzlich der Sonnenschein geweint hatte, sich an ihn klammerte, schluchzte: „Dana nicht alleine lassen, nicht weggehen Papa…“
Bisher hatte sie ihn immer wieder freudig empfangen….doch wie viel ertrug sein Schatz???
Der kleine Verstand begriff das doch alles gar nicht und Niemand blickt in ein Kinderherz
„Warum Schatz….warum die Trennung Leni……für immer schreibst du….Kann doch nicht sein!!!!!
Was habe ich dir denn bloß getan………..bin ich wirklich so ein schlechter Ehemann
Ich hätte mich doch geändert, ehrlich, meine Liebe ist stark genug um mich total zu wandeln
O.k. wenn du mich nicht mehr erträgst…….aber dann hättest du doch unser kleinen Schatz nicht verlassen
Thesen…..konstruieren….vermuten…..verdammt ich rätsele doch nicht an einem Fall
Einen Grund, Liebste, ich möchte doch wenigsten den Grund für das Unfassbare wissen
Die Wahrheit Leni….du hast mir doch immer alles ins Gesicht gesagt
Ich muss die Wahrheit kennen…..deshalb suche ich doch an allen „hoffnungsvollen“ Orten
Sicher, ziemlich unprofessionell wieder und wieder neue Ziele anzusteuern…….“
 
„Weiterfahren….du musst Jan….hörst du, du M U S S T
Nicht aufgeben…nur nicht aufgeben….diesmal wird bestimmt alles gut….Leni wartet schon“
 
 




„Ach nur eine Kurzmitteilung, Ina, Tom…
Theo, vom Vermissten-Revier nimmt die Suche nach Leni sehr ernst
Eine offizielle Vermisstenanzeige kommt natürlich nicht infrage
Aber Theo und ich sind nicht nur uralte Kumpels, er kennt auch Leni schon von klein auf
Es wieselt natürlich kein Heer Kollegen durch die Stadt
Doch Theo hat Alle aufgefordert mit geschultem Blick Ausschau nach Leni zu halten, nicht nur in Leipzig
Auch die Beamten in der Umgebung hat er um Unterstützung gebeten….weil….weil er
Weil Theo Verständnis für meine, Jans, unser aller Verzweiflung aufbringt
Er hat selbst 2 Kinder….Vor ihm muss ich keine Rechenschaft ablegen….wir kennen uns so ewig
Theo ist das auch alles unbegreiflich, wie gesagt, er hat Leni aufwachsen sehen, erinnert sich sogar an den Beginn der Freundschaft mit Jan, den er ja jetzt auch schon viele Jahre kennt
Kurzum, Theo weiß genau wie mir und erst recht Jan in der unfassbaren Situation zumute ist
Der macht nicht viele Worte….ist eben ein Kumpel der hilft wo er kann
Außerdem kenne ich da einen von der Zulassungsstelle ganz gut
Es ist jetzt bestätigt, dass Leni einen in Dresden gekauften Wagen hier zugelassen hat
Altes Baujahr, also mit der Schrottkiste kommt sie bestimmt nicht weit
Ein gelber Ford, Kennzeichen: L – JD – 2411“
 
„J D…Jan..Dana…..24.11.,ist das nicht Lenis und Jans Hochzeitstag“ sinnierte Ina

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 17 Feb 2015, 21:01

Hajo nickte traurig „Genau, Leni und Jans Hochzeitstag“ krächzte er dann heiser
 
„Nun hoffst du, dass Leni wegen den Erkenntnissen schnell gefunden wird, Hajo“
 
„Zunächst will ich, dass Jan davon nichts erfährt. Kein Ton zu ihm, verstanden
Jan darf sich auf keinen Fall falsche Hoffnungen machen, den so blöd wie ihr mich haltet bin ich nicht
Aber ich musste doch irgendetwas tun, Jan unterstützen, der reibt sich mit der ständigen Suche noch völlig auf
Es wäre doch denkbar, dass Leni nicht in der Ferne, sondern hier mitten in der Stadt ist
Was wenn sie denkt hier in Leipzig vermutet sie Keiner, sich sicher fühlt
Sie weiß ja nicht, dass uns der gelbe Ford bekannt ist, der uns vielleicht, ich betone vielleicht zu ihr führt
Natürlich kann das Auto auch in einer Garage, einem Schuppen, Hof oder sonst wo stehen
Auch möglich, dass Leni mit der alten Kiste wirklich an ihr angepeiltes Ziel kam
Sie ist erwachsen, freiwillig verschwunden, eine großangelegte Suchaktion ist da völlige Utopie
Außerhalb der Stadt fällt auch dem besten Polizisten das Vehikel gar nicht auf
Sollte Leni Deutschland verlassen haben….dann…dann kann ich Jan nur noch bedauern
Sicher kennt Jan  am besten alle Stellen wo sich Leni oder beide gemeinsam sehr gerne aufhielten
Ich verstehe ihn sehr gut, er klammert sich an jeden winzigen Zipfel Hoffnung
Doch Leni kennt auch Jans Verbissenheit und ist gerade deshalb vielleicht weit entfernt von den beliebten Orten
Wenn Jan nicht bald Erfolg hat….dann…dann….“
 
„Hajo!!!...Jan tut sich nichts an….er bringt sich nicht um…niemals
Mag sein, dass er ein Anderer wird, nicht wiederzuerkennen ist
Aber er liebt Dana viel zu sehr…würde sie nie allein lassen….und Benni auch nicht“
 
„O.k.. meine Recherchen sind nur ein ganz kleiner Tropfen auf einen heißen Stein
Ich kann Leni einfach noch nicht als Verschollene sehen….ich will auch mal ein Wunder erleben
Das Wunder der schnellen Rückkehr meiner  Tochter, aber mit einer sehr, sehr plausiblen Erklärung
Jan gibt die Hoffnung nicht auf….wo kommen wir denn dahin wenn ich mich von Lenis Theater in die Knie zwingen lasse“
 
„Hajo, du musst nicht wieder den Starken mimen, deine große Besorgnis verstehen wir sehr gut
Jeder Vater würde so reagieren. Mit Jeder sind  auch hartgesottene Polizisten gemeint
Wir fahren ja keine Streife….aber wer weiß…vielleicht entdecken wir ja ganz zufällig Lenis Auto
Gelber Ford, altes Baujahr, L – JD – 2411, ist schon ganz fest da oben registriert“ tippte sich Tom an den Kopf
 
 
 
 

 
Wieder fuhr Jan ohne Leni zurück
Jede  neue Enttäuschung stürzte ihn tiefer in die Verzweiflung
„Der Kleine Schatz….wenn sie mich wieder so traurig anschaut…das ertrage ich nicht“ wischte sich Jan die Tränen aus den Augen
Die erfolglosen Schläge trafen ihn härter als er ertragen konnte
Jan schaffte es nicht mal mehr wenigstens beim Fahren das Weinen zu unterdrücken
Je näher er der Heimat kam, desto stärker flossen die Tränen
Angst, Jan hatte Angst vor seiner Kleinen…seinem Kind, dass noch nichts begreifen konnte
Wieder stand er als Versager vor seiner Tochter, brachte ihr die ersehnte Mami nicht zurück
Jan graute aber auch vor der Wohnung, die ihm ohne Leni so kalt, fremd erschien
Er schlief schon lange nicht mehr im Ehebett, alleine auf der großen Matratze…nein unerträglich
Lag schon ewig zurück, dass Jan das letzte Mal eine Nacht durchgeschlafen hatte
Hin und wieder kurzes Einschlummern, dann lag er doch wieder wach
Aus Angst, Fragen, Verzweiflung um Leni bekam Jan kaum die Augen zu
Bald nutzte er die Wohnzimmer-Couch als Bett, vor Dana konnte er es ja verbergen
Doch Benni „ertappte“ Jan als er in der Nacht ins Bad wollte
 
„P A P A…du hier“ rief er geschockt
 
„Be..Benni..es geht ni….ich kann nicht…ich…ich…ich“ stammelte Jan hilflos
 
„Ja..Ja schon gut Papa….verstehe vollkommen“ verlor Benni nie wieder ein Wort über die Entdeckung
 
Nach dieser Erinnerung dachte Jan plötzlich: „Einfach ins Blaue suchen….was mache ich eigentlich….
Irrsinnig….bekloppt…idiotisch………………… Aufhören….sagen das war es!!!
Jan komme zu dir…..Nur du Leni, mein Schatz, bist wichtig….ich kann doch ohne dich nicht…..
Du bist gerade sehr gestresst…..aber schon abbrechen….Ach Liebste..solange bist du ja auch noch nicht weg
Bei der nächsten Reise, ja das nächste Mal finde ich dich bestimmt…. Muss dich finden
 
Jans Herz klopfte rasend als er die Wohnung betrat und schon plapperte Dana auch:
„Papa, Papa wieder da….mit Mami…..Mami mitgebracht“
 
„Nein Schatz….Leider habe ich Mami wieder nicht mitgebracht“ nahm er seine Kleine auf den Arm und blickte ängstlich, zitternd in ihr trauriges Gesicht
Mit großen Augen schaute Dana Jan einen kurzen Moment an: „Aber Papa wieder da“ gluckste sie dann munter …..“Papa wieder bei Dana“ umarmte sie Jan dann
 
„Sie lacht mit mir….mein kleiner Sonnenschein lacht noch mit mir……aber wie lange noch???“ drückte Jan sie zärtlich an sich
 
 
 

 
„Tja H. Besel, da ist Ihr großer Weinlokaltraum dann doch geplatzt und ausgerechnet in Frankreich
Aber mal ehrlich, Ihr stilvoller, gedoubelter nachgemachter Kellner-Auftritt ist so grottenschlecht….da mussten Sie ja auffallen“ legte Hajo die von Jan gemachten Bilder vor
 
„Die Franzosen überzeugte es….aber wieso….KOK Maybach hat mich entdeckt, richtig?
Ich kapier das nicht….Weshalb kommt Ihr Kollege ausgerechnet nach Frankreich…..
So einen exzellenten Weingaumen traute ich ihm gar nicht zu“
 
„Einen erlesenen Rotwein gönnt Jan sich hin und wieder auch mal gerne
Aber er ist nicht so verrückt wegen einem guten Tropfen soweit zu fahren“
 
„Dann ist meine Verhaftung unzulässig, KOK Maybach hätte in Frankreich nicht nach mir fahnden dürfen“
regte sich Besel lautstark auf, schoss plötzlich turbomäßig vom Stuhl hoch

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 18 Feb 2015, 21:13

Hajo donnerte: „Hinsetzen, aber ganz fix“ und drückte Besel schnell wieder auf  den Stuhl
„und von wegen unrechtmäßige Verhaftung…“
 
Besel jammerte dazwischen:
„Es will mir immer noch nicht in den Schädel, dass mich Maybach überhaupt entdeckte
Mein Weinlokal liegt zurückversetzt am Waldrand…..dachte in dieser idyllischen Lage könnte ich meine Gäste ewig verwöhnen“
 
„Sie wurden außen, im Gartenlokal entdeckt,…tja KOK Maybachs geschulten Indianerblick entgeht so schnell nichts
So gute Bekannte wie Sie, H. Besel, stechen Jan direkt ins Auge, auch wenn er mit seinen Gedanken ganz woanders ist
Ihr Lokal lag auf KOK Maybachs Route. Zufällig H. Besel, rein zufällig fielen Sie ihm auf
Jan fahndete nicht nach Ihnen, durfte nach der Grenze  gar nicht nach Ihnen fahnden
Fakt ist ja wohl, dass die französischen Kollegen Sie verhafteten
Ich will nichts mehr von unzulässiger Verhaftung hören…verstanden
Ihr Versteckspiel hielt uns lange genug in Atem….
In Frankreich…also in Frankreich verwirklichten Sie Ihren Weinlokal-Traum
Das Betrugsdezernat hat schon ausreichend Anhaltspunkte von all denen die Sie um hohe Beträge prellten um die Lokalität zu finanzieren
Unsere Soko ist für Mord zuständig, dem Mord an dem Winzer, den Sie töteten, H. Besel
Leugnen hilft Ihnen nichts, der Weingut-Partner hat Sie eindeutig in unserer Datei erkannt
Ihr „hübsches“ Foto in diesem umfangreichen Werk kennen Sie ja
Der Partner macht sich immer noch Vorwürfe weil er einfach erstarrt stehen blieb, statt einzugreifen
Ein weiterer sicherer Beweis sind Ihre Fingerabdrücke auf der Tatwaffe, bzw. Glas
Das passt zu Ihnen, Mord mit der Weinflasche….das ist so….so abgefahren
Ausgerechnet mit dem Gefäß, wo Ihr „über alles geliebter“, man kann schon sagen „angebeteter“ Rebensaft abgefüllt wird, begehen Sie einen Mord“
 
„Sie müssen das verstehen, Herr HK, ich hatte gerade eine Kiste mit besonders erlesenen Weinen, einem  Jahrhundertwein vor mir….da….gerade da erwischt mich der Besitzer“
 
„Erzählen Sie die Tränenstory Ihrem Anwalt, vielleicht plädiert er ja auf Unzurechnungsfähigkeit weil Ihr Verstand aussetzte, dass Ihnen dieser „Schatz“ entgangen ist
Wir hingegen erwarten nach Ihrer langen „Abwesenheit“ endlich ein Geständnis
Die Beweise sind erdrückend, H.Besel, die Anklage ist nur noch eine Formsache
Ein freiwilliges, ausführliches Geständnis könnte sich evtl. vielleicht noch strafmildernd auswirken
Also….wie ist es, H. Besel, sind Sie so vernünftig die Tat zu schildern, Ihre Schuld einzugestehen?“
 
Zusammengesunken wie ein Häufchen Unglück saß Besel zwar da, aber er nickte, nickte mehrmals zustimmend
 
„Tom das übernimmst du. Aber sei bitte nett und geduldig zu dem Verdächtigen
Wer einen so besonders speziellen, erlesenen Gaumen hat ist leicht verletzlich
Wir wollen doch, dass unser Weinliebhaber unversehrt in U-Haft kommt“
 
 
 
 
„Hallo Jan, du bist wohl gekommen um dich nach Besel zu erkundigen
Ich kann dich beruhigen. Seine Überstellung ging genauso schnell wie sein Schuldgeständnis
Die Anklage liegt auch schon vor, H. Kruse bemüht sich schon um einen zeitnahen Prozesstermin
Wenn auch mit Verspätung, trotzdem Glückwunsch Jan….
Kaum über die Grenze und zack…..klärst du einen Fall auf
Das macht dir so schnell Keiner nach“
 
„Hajo, ich sagte doch, dass ich Besel zufällig entdeckte, Belobigungen sind da wirklich unangebracht
Also kein Grund um den „Zufallstreffer“ an die große Glocke zu hängen
Auf die französischen Kollegen und auf euch ist Verlass, wegen Besel bin ich auch nicht hier
 
Ina….ich muss…ich will…ich…ich möchte mich bei dir bedanken
Danke, dass du dich so um Dana bemühst, so fürsorglich zu ihr bist, deine Zeit für sie opferst“
 
„Zeit opfern….so ein Quatsch Jan, Dana ist so ein liebes Kind, von Opfer kann gar keine Rede sein
Außerdem habe ich es dir versprochen…..aber ich vermute, du vertraust mir immer noch nicht…stimmt´s“
 
„Weißt du….ich dachte…ich glaubte….“
 
„Druckse nicht herum Jan, du bist doch sonst immer ehrlich“
 
„Ina….sorry….richtig, ich zweifelte an deinem Versprechen…weil…weil
Nun ja…hast dich wie meine Erzfeindin, aber nicht wie meine Kollegin benommen….mir heftig…..“
 
„Nicht nur heftig Jan, ich habe dir überaus fies, unkollegial, brutal wie die größte Furie zugesetzt
Ich versuche gerade die Furie in mir zu bekämpfen, allerdings mein verbissener Ehrgeiz…..
…..Das ist wie ein chronisches Leiden, den werde ich wohl nie los
Aber Lenis Verschwinden…die Ungewissheit…deine verzweifelten Suchaktionen….
Das ist eine unbegreifliche Ausnahmesituation, was Dana mit ihrem kindlichen Verstand am stärksten trifft
Jan, auch wenn ich dir hier das Leben zur Hölle machte, bedeutet das nicht das ich keine Gefühle habe
Zu Kindern bin ich besonders gefühlvoll und Dana braucht gerade jetzt sehr viel Zuneigung
Ich mag deine Kleine, Paul ist vernarrt in sie, du musst dir wirklich keine Sorgen machen, Jan
Du reibst dich doch schon genug bei der Suche nach Leni auf, dafür brauchst du deine Kraft jetzt
Aber eine leise Stimme sagt mir, das alles bald wieder gut wird, ihr eine glückliche Familie seid
Ich versichere dir nochmal, dass bei mir z.Zt. Waffenstillstand herrscht
Wenn du bald wieder als Hajos Stellvertreter neben mir sitzt…..dann….dann
Dann weiß ich auch noch nicht, zu welchen unberechenbaren Aktionen mein verbissener Ehrgeiz mich wieder treibt
Wichtig  ist jetzt nur deine Frau, Jan. Inzwischen spielen Paul und ich mit Dana so oft es geht“
 
„Vielen Dank Ina, herzlichen Dank…ich stehe tief in deiner Schuld….Weiß….weiß gar nicht was ich sagen….“
 
„Pst Jan….schweig, jedes Wort ist überflüssig
Du sollst gar nichts sagen, nimm es als Selbstverständlichkeit, dass Dana gut bei uns aufgehoben ist“
 
„Nochmal danke Ina. Wenn alles vorbei ist sprechen wir uns mal in Ruhe aus“
 
 
„Das ich sowas noch mal erleben darf….Ina die Milde, Sanftmütige, vollbringt gute Taten und ist….“
 
„Schweig Tom….mit deinen unsinnigen Kommentaren regst du Jan nur auf
 
„Ich will dich ja nicht bevormunden Jan, doch du suchst und suchst
Du warst an vielen Orten hier in der Heimat, bist mit dem Auto in einige Nachbarländer gefahren, sogar Flugreisen hast du schon unternommen…..aber leider immer vergeblich
Jetzt bist du endlich wieder mal hier. Ich nehme an, dass dir die Suche zu anstrengend wird?“
 
 „Hajo, ich sagte schon mal und das gilt immer noch: Ich suche Leni so lange bis ich sie gefunden habe
Momentan versuche ich mich zu erinnern, wo wir in all den Jahren Urlaub machten
Möglich, dass Ulf, der Redakteur, mir vorher die Aufstellung über die Auslandsreportagen von Leni übergibt
Dann sitze ich morgen vielleicht schon wieder im Flieger nach wer weiß wo“
 
„Aber Jan, das kostet dich ein Vermögen
Du weißt doch gar nicht wie oft du noch verreisen musst
Fliegen ist besonders teuer…..im Nu bist du bettelarm, stehst vor dem finanziellen Ruin“
 
„Keine Sorge Hajo, meine Familie muss nicht Hunger leider, es wird ihr an nichts fehlen und für ein Dach über dem Kopf ist auch gesorgt
Ich bin noch so klar um gut zu kalkulieren. Da wir unser Geld nicht für Luxus verprassten, sieht es auf dem Konto noch ganz gut aus“
 
„Dann beteilige ich mich finanziell an den Kosten. Mein Geld erbt ihr sowieso, also nenne mir eine Summe Jan, ich gehe sofort zur Bank“
 
„NIEMALS.!!! – Soweit kommt´s noch.!!
Auf gar keinen Fall, dass kommt überhaupt nicht in Frage…“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 19 Feb 2015, 21:09

Bedrückt krächzte Jan leise weiter: „Sorry Hajo, ich wollte dich nicht kränken, schließlich ist Leni deine Tochter, dein einziges Kind für die auch du alles tun würdest
Aber das mit den „Fahndungs-Reisen“ ist nun mal meinem Dickschädel entsprungen
Mein Stur-Kopf hat sich eingehämmert Leni zu finden
Natürlich ist es völlig unrealistisch einfach „ins Blaue“ hinein zu suchen
Doch es geht um meine Frau….ich kann einfach nicht anders…Hajo,  was soll ich sagen…
Genau erklären, richtig verständlich machen…Ach Hajo, du kennst mich, weißt was ich meine
Klar, dass alles ist irgendwie unsinnig….aber gerade deshalb bezahle ich den Unsinn auch aus meiner Tasche
Möglich, dass die Ersparnisse irgendwann aufgebraucht sind
Ich werde trotzdem alles dafür tun, dass meine Familie keine Not leidet, immer etwas auf dem Tisch steht
Für was habe ich 2 Hände, auf dem Bau oder in der Fabrik kann man gut Geld verdienen“
 
„Jan….Jan bist du irre….dein Platz ist hier als KOK“
 
„Da bin ich mir nicht so sicher, Hajo. Unendliche Auszeit duldet auch unsere Innung nicht
Selbst wenn ich Doppelschichten schiebe, nachts arbeite, für meine Familie ist mir jede Drecksarbeit recht“
 
„Jan…Jan ich wollte…wollte nicht…ich finde halt nie die passenden Worte
Mein Angebot sollte keine Beleidigung sein…ich verstehe dich doch so gut…auch deine Suche
Ich meine doch nur…..will sagen….“
 
„Schon verstanden Hajo….du weißt doch Telepathie
Wir verstehen uns ohne viele Worte immer am besten“
 
 
 
 
Leni kannte sich selbst nicht wieder, ständig von Unruhe getrieben und doch brachte Sie nichts zustande
Um sie herum staute sich alles, überall herrschte Chaos, schreckliche Unordnung
Eine richtige Mahlzeit hatte Leni sich schon lange nicht mehr gekocht
Höchstens mal ein Schnellgericht, meistens aß sie aber nur Brot
Hunger verspürte sie trotzdem nicht, auch wenn sie sich ständig übel fühlte
Sie wusste aber, dass dies nicht vom wenigen essen kam sondern von der Sehnsucht die unentwegt in ihr brannte
So entfernt von ihren Lieben, da waren Essen, Ordnung, Kleidung belanglose Nebensache
„Jan, Liebster….ich wollte das nicht…..du wirst mir das nie verzeihen….Dana…die ganze Verantwortung
Ich musste diesen Weg gehen….ja, ja Liebster…verwünsche, hasse, verfluche mich
Aber ich liebe dich….werde dich immer lieben…auch wenn ich dir das nie mehr sagen kann
Etwas Schlimmeres konnte ich dir nicht antun, Liebster…..abhauen….einfach so…du wirst ewig rätseln
Jan es gibt keine härtere Strafe als die Trennung von euch. Ohne deine Liebe zerreißt es mich
Dana….wenn ich doch nur sehen könnte wie viel sie inzwischen gewachsen ist….und Benni
Dein Großer, Liebster, solange ist er schon mit Dora zusammen und hat sie immer gut behandelt
Aber ich deine Frau schlage auf dich ein Jan als seist du Dreck..ein Sklave…Abfall
Nein, nein Liebster , du bist der größte Schatz, der zärtlichste, liebste Mann der Welt
Doch die Wahrheit darfst du niemals erfahren….es geht nicht…ich kann, will dir diesen Schock nicht antun“
 
 
 
 
 
Wieder musste Jan die Rückreise ohne seine Frau antreten
Dabei hatte er so sehr gehofft Leni an diesem Ort zu finden
Die Enttäuschung riss Jan fast den Boden unter den Füßen weg, er konnte sich kaum noch aufrecht halten
Wer ihm begegnete hielt ihn für betrunken, so benommen taumelte er umher
Jan fühlte sich am Abgrund, wie im freien Fall, harrte nur noch auf den vernichtenden Aufschlag
„Ich ertrage das nicht mehr, wie lange noch, wie viele Tiefschläge gibt es noch
Bald….bald drehe ich bestimmt durch…..kein Witz…!!!
Wer erfährt, dass ich Polizist bin krümmt sich vor Lachen…nicht imstande die eigene Frau zu finden
Schluss mit dem Jammern….Nicht aufgeben Jan….nur nicht aufgeben….ist doch noch viel zu früh
Ich will…muss dich finden Schatz….weil…weil…so abgehoben bist du doch nicht
Nein Leni, du bist keine Abenteuerin …so eine Irre die sich plötzlich verwirklichen will
Niemals bist du auf Weltreise um Neues….Verborgenes….Unentdecktes zu erleben
Vor allem nicht ohne Dana, deinen…unseren Schatz…weiß gar nicht mehr was ich ihr erklären soll
Mein Herz sagt mir, dass ein schwerer Grund dich zur Trennung getrieben hat

Warum komme ich bloß nicht darauf….muss etwas ganz Unerklärliches sein
Ach Leni, bin ich denn so ein schlechter Ehemann…wir hatten doch nie Geheimnisse voreinander
Jetzt so plötzlich….mit einem Schlag….ein Tiefschlag gerade eben wieder…
Trotzdem…ich mache weiter, meine Sorge..…die zärtlichen Gefühle zu dir Schatz…
Sie lodern genauso heftig, als ob du in meinen Arm liegen würdest
Ärger…Wut…nein, glaub mir Leni, ich dachte noch nicht 1 x schlecht über dich
Die Angst um dich zerreißt mir fast das Herz
Verflixt, mein Herz“ griff Jan sich an die Brust und japste nach Atem


Alle Passanten flitzten vorbei, Keiner beachtete den Mann, der sich jetzt so gekrümmt dahinschleppte

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 20 Feb 2015, 22:13

Jan kam es wie eine Ewigkeit vor, als er irgendwann zitternd und schweißgebadet auf das Hotelbett sank
 
„Der Flughafen…ich darf den Flieger nicht verpassen….
Benni…die Kleine, wissen doch gar nicht was los ist“ dachte er panisch zwischen den quälenden Herzstichen, die ihm die Brust zusammenzogen, als sei er in einen Panzer gepresst
Irgendwann schlief Jan von Schmerzen gepeinigt erschöpft ein
 
Sein Platz im Flugzeug blieb leer
 
Jan wachte erst wieder spät nachmittags am nächsten Tag auf
Bis er sich einigermaßen fit fühlte und den nächsten Flug buchen konnte, dauerte es nochmal 3 Tage
Es ärgerte Jan, dass ihn der Herzanfall so geschwächt hatte
Solange allein lassen wollte er die Kinder auf gar keinen Fall
 
 
 
 
„Bei mir hat es „Gong“ gemacht, endlich ist mir eingefallen woher  ich den Namen Maybach kenne, Ingo
Nach dem Mord hat dich ein Polizist namens Maybach verhört. Richtig?
Die Patientin, die damals völlig verzweifelt, panisch, aufgelöst hinausrannte….
Jetzt sage schon….Sie ist die Frau des Polizisten…..nur wieso weißt du das?“
 
„Zufall Bodo…ein glücklicher Zufall….die Gattin trieb es gerade sehnsüchtig ins Präsidium
Aber jetzt bitte Themenwechsel“
 
„Oh nein Ingo, ich erwarte ein ausführliche Erklärung.
Du schweigst dich ja aus welch schlimme Diagnose du Fr. Maybach gestellt hast
Aber ohne Grund hetzt keine Patientin kopflos hinaus
Ich bin mir sicher, dass du etwas Teuflisches mit der armen Frau planst
Nur warum, Fr. Maybach hat dir doch nichts getan?“
 
„Da ist korrekt Bodo….meine Schläge sollen auch nicht die Frau, sondern den Kölner Jecken-Polizisten treffen
Es funktioniert aber nur, wenn Fr. Maybach meinen Befund glaubt und mit ihrer Verzweiflung den  Göttergatten in den Wahnsinn treibt, bzw. in die Knie zwingt“
 
„Hast du bei Fr. Maybach etwa eine schlimme, gar unheilbare Diagnose einfach so erfunden“
 
„Sagen wir mal…….Ich habe an dem Befund etwas gefeilt, die Wahrheit ein wenig verdreht.
Den Wortlaut genauer Diagnosen verstehst du mit deinem kargen Medizinwissen sowieso nicht“
 
„Mein Wissen reicht, um sicher zu sein, dass du eine Lawine losgetreten….vielleicht gar eine Katastrophe bei Maybachs ausgelöst hast
Aber warum. Wiederhole: Fr. Maybach hat dir nichts getan, also kann es nur um den Mann gehen
Warum schlägst du auf einen Polizisten ein. O.k. nach dem Verhör warst du sehr gereizt
Es dauerte dir zulange, die vielen Fragen machten dich wütend
Das sind alles keine Argumente um jetzt fies Rache zu nehmen
Zur Erinnerung, Ingo: Du sagtest in einem Atemzug Maybach habe dich genervt, aber er sei ein cleverer Kerl, was du von einem Kölner „Narren“ eigentlich nicht erwartet hast
Los ich will es wissen, warum jetzt die…die…diese „Vernichtungsattacke“ gegen KOK Maybach“
 
„Der Kerl ist clever, sehr clever sogar, dass muss ich offen eingestehen
Maybach versteht sein Handwerk….seine Verhörtaktik….das macht ihm so schnell Keiner nach
Wegen dem Bullen kam ich ins Schwitzen….um ein Haar hätte ich mich verplappert
In seinem Beruf ist Maybach ein Genie, genau wie ich
Ich kann es aber auf den Tod nicht leiden,  wenn Einer genauso gut ist wie ich.
Konkurrenz gehört ausgeschaltet und bei dem Jecken mache ich das auf meine spezielle Art
….Aber ich bekämpfe den Bullen noch aus einem ganz anderen Grund,………… der ist mir zu, viel zu glücklich“
 
„ZU  GLÜCKLICH…der Beamte Maybach ist zu glücklich…???  Du bist doch komplett übergeschnappt, Ingo
Was soll das jetzt wieder bedeuten? – Zu glücklich, Arena eröffnet – Los sag schon, du spuckst sofort alles aus“
 
“Ich sagte doch Fr. Maybach schneite kurz herein
In den paar Minuten, die die 2 auf dem Flur standen konnte ich mich von einem „Traumpaar“ überzeugen
Harmonie pur….die glücklich glitzernden Augen der 2….kurzes, zärtliches Streicheln
So eine geballte Ladung Liebe kotzt mich an….Alle positiv  sprudelnden Berge von Zärtlichkeit  müssten gesprengt werden
Nach 4 Scheidungen herrscht nur noch totale Ehe-Zerstörungs-Wut in mir
Bei den Maybachs konnte ich ja schlecht dazwischenfahren…
Das „Flirtschauspiel“ der 2 machte mich rasend, doch ich musste es schlucken
Ich hatte es schon abgehakt, unser großes Projekt stand ja im Focus….Aber dann….Bingo
Fr. Maybach als Patientin…der absolute Glückstreffer, sofort glühten alle Drähte bei mir
Verspätet..aber deren harmonische Ehe ist bald zerstört, dass schwöre ich dir
Die Gattin klagt, jammert, heult nur noch darum, macht ihrer besseren Hälfte das Leben zur Hölle
Da helfen Maybach seine großen Gefühle, Fürsorge, Liebe, Besorgnis auch nichts mehr
Er steht hilflos daneben, wird täglich nervöser, ratloser, kopfloser…irgendwann zwingt es ihn in die Knie
So einen zerfetzenden Psychokrieg erträgt selbst der stärkste Bulle nicht….Polizeilaufbahn ade..!!!
Vielleicht knallt er sich eine Kugel in den Kopf oder seine Frau treibt ihn in den Wahnsinn
Tja…das war´s dann….die  Maybach-Marke wird eingestanzt…seine Karriere hängt er an den
Nagel und sich am besten gleich mit dazu
Das muss mir erst mal einer nachmachen, ich schlage 2 Fliegen mit einer Klappe
Ich vernichte gleichzeitig das „ach so große Eheglück“ von Maybachs und einen intelligenten Kerl mit dazu
Das Kölner Polizisten-Genie, der mir von der 1. Sekunde ein Dorn im Auge war
Ein Intelligenzbolzen, ein Konkurrent weniger. Ich bin eben der Größte, unschlagbar“
 
„Du bist kein Genie,  Ingo…du…du…du  bist der leibhaftige Teufel
Hast du den Verstand verloren. Ich bin ja viele krumme Dinger von dir gewohnt…..aber das..!!!!
Doch dieses Mal  mache ich nicht mit…was immer du Fr. Maybach gesagt hast…revidiere es
Beruhige die arme Frau….wie du das anstellst ist mir egal….aber lege die Karten offen auf den Tisch
Das ist alles so hirnrissig…..Nur weil dir das Polizisten-Genie zu schlau ist, du keine Konkurrenz duldest
Andererseits die Ehe von Maybachs zu glücklich…..ich fasse es nicht
Intelligenz und Glück von 3. Kratzen an deinem Ergo, dann zündest du sofort die Vernichtungsbombe
Doch du kassierst für den Irrsinn weder fette Beute, noch wirst du belohnt, erhältst keinen zusätzlichen Titel….du kannst deine   Schadenfreude nicht mal laut rausschreien.
Du wirst die Realität vom Ehepaar Maybach nie erfahren
Tische mir jetzt keine Wahrsager-Weisheiten auf
Ingo, der Hellseher, der in das Privatleben, die Wohnung, die Herzen der Maybachs schauen kann
Schluss…Aus….Ende mit deinen brutalen Racheattacken….endgültig
Du wirst ganz schnell wieder gerade biegen was du angerichtet hast….sonst…sonst.."
 
„Was sonst, Bodo….Willst du mir drohen….
Lachhaft…schon vergessen, dass auch nach dir, nach einem Mittelsmann….einem 2. Täter bei unserer
„Geldquelle“, wegen dem Todesdelikt im Anlagebüro gefahndet wird..???“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 21 Feb 2015, 22:10

Ingo fletschte die Zähne:
„Du schweigst Bodo und zwar über alles…auch über die Patientin Maybach und wegen der Vernichtung des gleichnamigen Polizisten
Andernfalls gebe ich den lieben Beamten ein paar astreine Tipps, die dich wegen Mord lebenslänglich hinter Gitter bringen….und zwar nur dich alleine
Du weißt,  wie perfekt ich im Verdrehen von Tatsachen bin, wie gut ich manipulieren kann
Unsichtbar, quasi aus dem Untergrund heraus, muss ich nur mit dem Finger schnippen und schon sitzt du in der Zelle
Ist das angekommen Bodo….? Los, ich will eine Antwort hören, jetzt sofort“
 
„Rums“ schlug die Tür mit lautem Knall hinter Bodo zu
Er kochte vor Zorn, das war seine wütende Art zu antworten
 
 
 
 
„Nein Hajo bitte, wirf mich nicht aus dem Büro.
Du weißt, dass ich erst in einigen Tagen einen Flug buchen konnte
Zuhause fällt mir die Decke auf den Kopf, die Kleine in der Kita, Benni in der Uni
Ich laufe wie ein Tiger im Käfig umher, höre…suche in jeder Wohnungsecke nach Le…Le…mei..meiner Frau“
 
„Jan, ich möchte doch nur nicht, dass du dich total aufreibst
Die ständige Suche nach Leni, jetzt willst du dich hier dem Stress wieder aussetzen“
 
„Keine Verfolgungsjagden, keine Aktion Hajo, aber ich muss mich beschäftigen
Ich mache Telefondienst, Ablage oder schreibe Berichte wie ein Wilder
Um auf die Tastatur zu hauen, dazu werden meine beschränkten Fähigkeiten gerade noch ausreichen“
 
„Jan!!!...Du sollst dich nicht immer so runterziehen
Ist o.k., ich habe verstanden, Arbeit ist die beste Ablenkung für dich“
 
„Danke Hajo“ schaltete Jan schon den PC ein und schlug sofort eine Akte auf
Er „vergrub“ sich geradezu in Arbeit, blieb aber so schweigsam als sei er gar nicht anwesend
 
 
Nach einiger Zeit setzte Ina vorsichtig an: „Jan….mutest du dir nicht zu viel zu?
In einigen Tagen sitzt du wieder im Flieger….abschalten wäre doch jetzt besser für dich“
 
„Abschalten?....Ach Ina, wie denn?
In mir geht es zu wie in einem PC bei dem ständig auf alle Programme zugegriffen wird“
 
„Solange bis die Festplatte wegen Überlastung den Geist aufgibt
Verstehe mich bitte nicht falsch Jan……aber du bist mehr als angegriffen
Willst du wirklich bald schon wieder fliegen, nach Leni suchen
Auch du verkraftest nicht unzählige Enttäuschungen, Jan“
 
„Das ist mir klar, Ina…..aber noch geht es irgendwie….Ich kann einfach nicht aufgeben“
 
„Kumpel, ich schätze du hast gerade das größte Liebesgeständnis abgegeben, was man seiner Frau machen kann“
 
„Deine Sprüche sind jetzt so überflüssig wie…wie
Doch ausnahmsweise hat Tom recht……Jan….,du liebst Leni wirklich sehr“
 
Jan presste die Lippen aufeinander, doch seine Augen glänzten schon wieder feucht
 
Tom und Ina räusperten sich verlegen, wandten sich schnell ihrer Arbeit zu
 
Hajo setzte einige Male an Jan zu sich zu rufen, ließ es aber dann doch bleiben
Sein Schwiegersohn wirkte so konzentriert, als habe er die Sorgen um Leni kurzfristig ausgeklinkt
 
 
 
„Da sitzt ja der Halunke ganz entspannt, du Ehebrecher…Bravo...Applaus - Applaus, wie viele Frauen willst du noch vergraulen“
 
Jan zuckte furchtbar zusammen als plötzlich das Gebrüll von seinem Vater erschall
Dann erstarrte er, wie ein Gelähmter als sein Erzeuger sich vor seinem Tisch aufbaute 
 
„Welche Schäbigkeit hast du dir denn diesmal geleistet…deiner Ex konntest du dich mit Drogen entledigen…..der Trick klappt aber nicht 2 x
Leni erwischte dich wohl beim Fremdgehen
Du verdammter Hurensohn, warum zügelst du deine Triebe nicht“
 
„Peter, halte deine Zunge im Zaum. Solche Unverschämtheiten dulde ich in meiner Abteilung nicht“
 
„Komm zu dir Peter……..Jan, du kennst doch deinen Vater…er muss immer……
Du darfst dir das nicht so zu Herzen nehmen…er meint das nicht so“ wisperte Fr. Maybach
 
„Doch Mama, er meint es so, ganz genau das was er sagt und zwar Wort für Wort
Er hasst mich seit meinem 1. Atemzug. Für ihn bin ich eine Missgeburt, die man mit Verachtung schlägt
Alter, du lauerst doch immer auf einen Grund um mich fertig zu machen
In deinem Juristenkopf kratzt du jetzt alle hässlichen, widerlichen Beleidigungen, Anklagen, Peinlichkeiten, Verleumdungen, Schändlichkeiten zusammen, um mir ja genug Schmutz an den Kopf zu knallen“ fauchte Jan dem Alten entgegen, verwünschte gleichzeitig die Schauer, die ihm über den Rücken liefen, das harte Pochen was ihn so heftig rüttelte, erregte sich über sein einsetzendes Zittern
 
„Ganz recht „H. KOK, mit dir Dreckstück rede wann und wo ich will immer Klartext
Meinem missratenen Sohn Jan, der nur Schande über die Familie bringt
Alle Juristen können stolz auf ihre Söhne sein, aber mein Namensträger überschüttet mein Ansehen mit Dreck
Spuck´s aus Jan, mit wie vielen Nutten hast du es getrieben, leidest du an Sex-Sucht?
Hotelzimmer, billige Absteigen, Bordells, du hast wohl nichts ausgelassen
Oder hast du dich gar mit einem billigen Flittchen im Ehebett gewälzt und Leni hat euch erwischt?
Mein Sohn der Wiederholungstäter….du widerst mich an…das ist vulgär…ekelhaft…eindeutiger Ehebruch“
 
Jan trafen alle Worte wie fetzende Peitschenhiebe, er zuckte wieder und wieder zusammen
Total entsetzt brachte er keine Silbe hervor, der dicke Klos in seiner Kehle schnürte ihm die Luft ab
Noch immer starrte Jan den Alten an, wollte nicht begreifen welch abscheulicher Schmutz auf ihn donnerte
Doch jetzt das Wort „Ehebruch“ rüttelte ihn auf, endlich krätzte er spöttisch:
„Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht…..
Du prahlst doch immer damit, dass du mit allen flotten Bienen in die Kiste springst
Unzählbar wie oft du Mama betrogen und Ehebruch begangen hast“
 
„Das ist ganz etwas anderes, ich stelle es schlauer an als du, bin nie erwischt worden
Deine Mutter ist noch immer an meiner Seite, die Schnapsdrossel würde doch ohne mich verhungern“
 
Jan riss sich gerade noch zusammen, sonst hätte er dem abscheulichen Alten die Fresse poliert
 
 
Im Befehlston schnauzte der schon wieder: „Los heraus damit, du widerliches Subjekt….
Mit welcher schweinischen Orgie hast du deine Frau vertrieben
Ich will es jetzt wissen, mach endlich das Maul auf“ packte er Jan beim Kragen, schüttelte ihn
 
Wie 2 Stahlzangen umklammerten Jans Hände ganz fest die Gelenke von dem Alten
Während sich sein Blick in das Gesicht seines Erzeugers bohrte, bog er dessen Finger ganz langsam auseinander, löste sich aus der Umklammerung, zischte: „Fass mich nie wieder an…hörst du…nie, nie wieder!!!!!“
 
Einen Moment waren Alle vor Schreck wie gelähmt
Jetzt sauste Tom heran, baute sich vor Peter auf, brüllte: „Finger weg von Jan, Ende der Vorstellung
Raus aus dem Büro, sonst werde ich ungemütlich“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 22 Feb 2015, 14:46

Peter schob Tom einfach zur Seite, keifte:
„Jan hat mit seinen Sauereien meinen angesehenen Namen Maybach beschmutzt.
Das ist Familiensache, aus der du Witzfigur dich raushältst“
 
Abrupt packte ihn Tom, drehte den Alten herum, schrie: „Schluss jetzt mit den Spinnereien
Ehebruch, Untreue, Sexorgien, wilde Triebe existieren doch nur in Ihrer schmutzigen Fantasie
Jan blickt nicht mal andere Frauen an, ist der beste….ach was….ein Muster-Ehemann
Klagen Sie Leni an…die verschwand von jetzt auf gleich und Keiner weiß warum“
 
„Tische mir doch keine Märchen auf…….Deine Witze kannst du Kasper Gehirnlosen erzählen“
 
„Haben Sie denn keine Augen im Kopf….schauen Sie Jan, ja Ihren Sohn doch mal an
Er ist nur noch ein Schatten seiner selbst, steht knapp vor dem Totalzusammenbruch
Die Ungewissheit, Angst um Leni, die ständige Suche, Reisen, unzähligen Enttäuschungen
Benni, die Familie, Dana, die Zukunftssorgen, zwingen Jan in die Knie….und dann kommen Sie daher…“
 
„Aber Hajo…das kann….kann doch nicht sein….würde Leni nie tun….“ wimmerte Margot
 
„Doch Margot, was Tom sagt ist korrekt, sie hat genau das getan
Höre endlich auf Jan zu bedrängen, Peter……Leni sollte eigentlich deine Zielfigur sein
Wegen ihr herrscht Ausnahmezustand, der uns Alle bald um den Verstand bringt
Selbst ich als Vater verstehe es nicht, weiß nicht was in Leni gefahren ist
Es hört sich unbegreiflich an, doch leider, leider ist es wahr
Meine Tochter hat ihre Familie, ihren Mann, ihr Kind…..sie hat Jan und Dana verlassen“
 
„So ist das also………Damit nimmt die Sache eine totale Wende
Die Tochter vom HK ist also eine Ehebrecherin, ausgeflippte Abenteuerin, Weltreisende
Eine Neumodische, die sich selbst verwirklichen will
Aber zum 2. x einen Balg großziehen, das schafft ein Total-Versager wie du nicht Jan“
 
Jan schüttelte und schüttelte nur immer wieder stumm den Kopf, während es lautstark schallte:
„Peter, nicht…sei still….“



„….Was faseln Sie sich denn da zusammen, H. Maybach?“


„Halte doch endlich deine Klappe, Peter..!!!!“


Aber der Alte kam noch mehr in Fahrt
„Typisch mein Trottel-Sohn, schon wieder auf die Falsche reingefallen
Deine Sucherei ist nicht nur lächerlich sondern der absolute Beweis für deine kriminalistische Unfähigkeit
Ein KOK der die eigene Frau nicht finden….du kannst einpacken, mein Sohn
Kündige besser selbst bevor man dich hinauswirft…wir nutzen die Zeit und bereiten die Scheidung vor
Mal überlegen….Böswilliges Verlassen, Unterhalt musst du keinen zahlen
Das Konto wird deine Betrügerfrau leergeräumt haben…kann als Unterschlagung geahndet werden
Auf die kleine Göre verliert sie jeden Anspruch, du solltest den Schreihals in ein Heim stecken
Nutze den einzigen Vorteil, Jan, dann hast du endlich mal Ruhe im Privatleben
Trotzdem ein Skandal….meine Schwiegertochter eine Rabenmutter
Erst unbedingt ein Kind haben wollen, aber so ein Idiot wie du lässt sich ja alles andrehen
Doch sowas dulde ich nicht……Ein Peter Maybach will Ordnung in seiner Sippe haben
Du mit deinen Riesenscheuklappen vor den Augen wirst deine ausgetrickste Noch-Ehefrau nie finden
Mit meinen guten Verbindungen, besonders zu meinen Interpol-Freunden, wurden bisher Alle aufgespürt
Dann nehme ich mir das Weib zur Brust…..die Schlampe reiße ich in Stücke
Die Herumtreiberin stampfe ich in den Boden, bis sie auf Knien um Gnade winselt
Der Globetrotterin gehört der Hintern versohlt, doch einige kräftige Ohrfeigen bringen sie vielleicht auch wieder auf den Pfad der Tugend. Meine Methoden wirken selbst bei den Starrsinnigsten
Auch aus der verwöhnten HK-Tochter werde ich den Leichtsinn heraus prügeln“
 
„Peng“
Mit lauten Knall kippte Jans Stuhl um, blitzartig schoss er in die Höhe
Jetzt konnte er sein Zittern nicht mehr unterdrücken, er bebte am ganzen Körper
Jan starrte den Alten an, dass Alle schaudernd zusammen zuckten
Niemals zuvor hatte man ihn so erlebt, solch verzerrtes Gesicht war allen unbekannt und unheimlich zugleich
Mit zornfunkelnden Augen stand Jan vor dem Alten, seine Pupillen spuckten Feuer
Verächtlich bohrte sich sein starrer Blick immer tiefer  in das Gesicht seines Vaters als wolle er ihn vierteilen
 
 Jetzt zuckte der Alte tatsächlich etwas zusammen, denn Jans Stimme klang schneidender als ein frischgeschliffenes Schwert:

„Du lässt die Finger von Leni, verstanden….halte Abstand zu ihr
Träume nicht mal davon ihr zu nahe zu kommen, sonst…sonst
Ich schwöre dir, wenn du Leni auch nur ein Haar krümmst, poliere ich dir so die Fresse, dass du nie wieder ein Wort heraus bringst“
 
„Was sind denn das für Jammertöne Jan…..du Weichei….markierst du jetzt den Frauenbeschützer“
 
„Dann bin ich eben ein Weichei, aber ich schauspielere nicht den Beschützer
Ich will meine Frau wirklich vor Gefahr bewahren, weil Keiner, nicht mal Hajo ihr Handeln versteht
Ja, Leni hat sich von uns getrennt, aber seitdem versuche ich das Rätsel zu lösen, was mir wie ein böser Alptraum erscheint
Ich suche sie, reise zu unzähligen Stellen, angetrieben von großer Sorge
Die Welt ist voll von Risiken, überall gibt es Halunken die Leni etwas antun könnten
Möglich, dass Leni aus irgendeinem Anlass ein Blackout hatte, sich längst wieder nach Hause sehnt
Sie traut sich aber nicht oder sie schlägt sich mit einem Problem herum was ihr unlösbar scheint
Bei manchen Frauen kommt es durch ein Kleinkind zu Depressionen
Vielleicht ist Leni krank…oder…oder…kapierst du denn nicht, dass es 1000 Gründe gibt
Die Suche setze ich solange fort bis ich die Wahrheit aus ihrem Mund höre
Du gefühlloser Eisbrocken kannst das nicht nachempfinden, holst sofort zum Rachefeldzug aus
Rache ist jetzt das Letzte woran ich in meiner Verzweiflung denke
Aber ich habe Angst, sehr, sehr große Angst sogar, Angst vor irgendetwas…etwas namenlosem 
Die Ungewissheit, zahllosen Enttäuschungen und Verzweiflung um meine Frau zerreißt mich fast
Ich fürchte bald den Verstand zu verlieren, aber noch bin ich klar im Kopf, deshalb rate ich dir….
Nein, ich befehle dir: „Finger weg von Leni…keine juristischen Winkelzüge und vor allem keine, oh Mann…..
Keine Rachepläne
Ist das bei dir Felsklotz angekommen?????“
 
„Weißt du Jan….Du hast so oft „Angst“ ausgesprochen, für mich klang das wie ein Unschuldsplädoyer
Aber nicht für Leni, sondern für dich. Du drehst fast durch aus Angst, dass die Wahrheit ans Licht kommt
Die Wahrheit über deine Schandtaten, jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen
Ich bin nicht so blöd wie die Anderen hier und kaufe dir ab, dass zwischen euch alles im Reinen war
Leni ist hinter die kriminelle Perversheit ihres Gatten gekommen
Sie konnte deine Sauereien nicht ertragen, deshalb ist sie abgehauen
Aber sie könnte ja zurück kommen….plaudern, deine entsetzlichen Verbrechen aufdecken
Das ist der Grund für deine Angst, Jan…..Riesenangst zur Rechenschaft gezogen zu werden
Na……wie oder mit was hat der angesehene KOK denn seine weiße Weste beschmutzt
Zu feige um es auszusprechen?
…..Mal überlegen…..“ lachte Peter höhnisch „Dir traue ich alles zu Jan, wirklich alles
Oh, mir fällt eine Menge ein, was mein missratener Sohn getrieben haben kann:
Vielleicht Sadomaso-Spiele oder Gruppensex….reizen dich Missgeburt etwa die kleinen, unschuldigen nackten Körper: Kinderpornografie…du Satan hast Fotos und Filme gemacht
Oder waren es doch brutale  Vergewaltigungen, Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen.
Deinen abartigen, zügellosen Trieben traue ich jede Sauerei, in den dreckigsten Löchern, mit den schlampigsten Huren zu
Jan, du bist der leibhaftige Teufel….ein fieser, hinterhältiger Sexualstraftäter, gehörst sofort aus dem Verkehr gezogen“
 
„Bist du fertig oder fehlen noch ein paar Triebverbrechen?
„Oh Mann mir wird schlecht….gleich ko… ich dir vor die Füße“ presste Jan die Hände in den Magen
 
„Jan bitte….um alles in der Welt…..stelle dich taub für die Verleumdungen deines Vaters“
 
„Kein Wort mehr Peter….so putzt du Jan in meiner Abteilung nicht herunter“
 
„Sie haben den Verstand verloren Maybach…..Wie reden Sie denn mit Jan, Ihrem Sohn..?“
 
„Sohn…?????..Eine Schande, dass der Dreckskerl meinen Namen trägt
Aber dich mache ich fertig Jan….jede deiner Schamlosigkeiten decke ich bis ins Detail auf
Die Suche nach Leni ist dir ab sofort untersagt, sie darf nicht mehr vor dir zittern
Ich sorge schon dafür, dass sie auf humanem Weg wohlbehütet zurückkehrt
Für eure sofortige Scheidung muss ich nur mit dem Finger schnippen….Dana wirst du nie wiedersehen…..nicht mal aus der Ferne….wenn du dich nicht dran hältst…Festnahme!!!
Ich verhindere mit allen Mitteln, dass das Kind wegen seinem perversen Vater noch verstörter wird
Aber bluten wirst du Jan, soviel und solange zahlen bis du ärmer als eine Kirchenmaus dasteht
Schmerzensgeld für Leni wegen psychischer Grausamkeit, Unterhalt für deine Frau und natürlich für Dana
Deine bedauernswerten Opfer fordern bestimmt auch schwindelerregende Summen
Ich mache dich fertig Jan, nicht nur finanziell, schwerstes Geschütz fahre ich auf
Die Anklageflut raubt dir den Atem, ich sorge dafür, dass du Halunke mit allen Mitteln bestrafst wirst
Deine lange Verbrechensliste bricht dir das Genick, du erlebst die Hölle auf Erden
Ich freue mich schon darauf, wenn Richter und Staatsanwalt dich auseinander nehmen
Beifall klatsche ich, wenn die Opfer oder deren wutentbrannten Freunde dich schlagen, bespucken, treten, so brutal misshandeln, dass du am Boden zerquetsch liegen bleibst
Ein perverses, triebgesteuertes Schwein wie du Jan, so ein schamloser Sexualstraftäter gehört vernichtet,
ausgelöscht aus der Gesellschaft, kastriert, für alle Zeiten weggesperrt, weil du….."
 
Ganz langsam kam Jan jetzt auf den Alten zu, verharrte vor ihm, musterte ihn mit verächtlichem Blick und drehte sich dann stumm zu Tür
 
„Bleib stehe Jan, du lässt mich ausreden“
 
„W O Z U?“ zischte Jan. „Deine abfällige Meinung über mich ist mir hinreichend bekannt
Selbst in meiner Verzweiflung um Leni siehst du Heuchelei, Lügen, Schauspielerei
Fies, verkommen, abgerissen, hinterhältig, etc.,etc. ….so lautet deine Charakterbeschreibung
Vertraut hast du mir nie, besser gesagt: Du traust mir alles, aber auch wirklich alles zu
Sofort klagst du mich wegen meiner Familientragödie, wegen Lenis Verschwinden an
 Der brutale Jan….ein böser Bube…..genau wie mein schlauer Vater es immer voraussagte
Jede Tat hängst du mir an, auch die abscheulichsten, schamlosesten Delikte…bin ein schändliches Monster
Für dich bin ich ein Verbrechen, mehr noch, gar ein Sexualverbrechen, du würdest….würdest
Warum stempelst du mich nicht gleich zum Massenmörder
Für dich war und werde ich immer ein Halunke, Taugenichts, ein Stück Dreck sein
Ein Haufen Scheiße der vernichtet gehört,  so oft hast du es schon, leider vergeblich, versucht
Keiner bedauert es mehr wie du, dass die Todesstrafe abgeschafft ist, sonst hättest du mich schon längst in die Gaskammer geschickt
Dann muss der Schwerverbrecher Jan eben hinter dicken Mauern, Gittern, im Gefängnis schmachten….lebenslänglich wenn es nach dir geht
Ganz toll, superklasse, sehr empfehlenswert, den Aufenthalt in so einem Loch solltest du mal ausprobieren
…………………………Mein eigener Vater sperrt mich in die Zelle……dem ist nichts hinzuzufügen
Deutlicher kannst du mir nicht beweisen wie sehr du mich verabscheust….du hasst mich
Jetzt muss ich schleunigst frische Luft schnappen, sonst ersticke ich an deiner Jaucheflut
Ach….falls du mich verhaften lassen willst, keine Sorge, ich flüchte nicht
Meine Adresse kennst du ja……..ich erwarte dich wenn du mir den Haftbefehl präsentierst und die Kollegen die Handschellen klicken lassen“
Ein richtiger Vater warst du mir nie….als Sohn-Vernichter, meinem grausamen Henker hast du garantiert Erfolg
Gratulation….das macht dir bestimmt kein Vater so schnell nach…..Vielen Dank auch, Herr Erzeuger“ raste Jan hinaus
 
„Jan wo willst du denn hin…..Jan…Jan warte doch, bitte bleib stehen“ flehte Margot, doch Jan flitzte schnell aus der Abteilung
 
„Du Scheusal, du Schwein, warum hast du den Jungen so fertig gemacht
Wie konntest du Jan das nur an…das ist so entsetzlich….mein Junge wird sich umbringen“
 
„Tom, du behältst Jan im Auge….aber unauffällig
Falls er sich wirklich etwas an…antu…antu…Wenn er Dummheiten macht dann….“
Hajos Ansage hörte Tom nicht, längst rannte er hinter Jan her
 
„Mein Junge…Jan….mein armer Junge…… “
 
„Margot beruhige dich und nimm erst mal Platz“ drückte Hajo sie in seinen Sessel
„Du setzt dich auf den Stuhl Peter, verstanden?. Eigentlich sollte ich dir ja die Fresse polieren“
 
Ina donnerte: „Da helfe ich, helfen wir Alle kräftig mit, Hajo…Oh Mann, Sie sind das Letzte!!!!!“
 
„He, he was sind denn das für Töne. So lasse ich nicht mit mir umspringen“


Hajo brüllte: „DOCH Peter...SO Peter.., GENAUSO..und noch viel schlimmer…denn wie du Jan gerade in den Boden gestampft hast….“ überschlug sich seine Stimme

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 23 Feb 2015, 19:23

„Hast du den Verstand verloren, Peter!!!!!…“ steigerte sich Hajo immer mehr in Rage  „Deinen eigenen Sohn!!!……dein leiblich Fleisch und Blut!!!...so…so zu beleidigen, beschimpfen, mit Dreck zu bewerfen, gnadenlos durch die Hölle zu jagen
Wie kann man als Vater nur so eiskalt, hart, gefühllos sein….du kennst Jan kein bisschen
Über Lenis Verschwinden sind wir Alle fassungslos, versuchen Jan zu trösten, ihn aufzubauen
Dann tauchst du auf und bohrst ihm einen glühenden Dolch quasi mitten ins Herz.
UND JETZT.???
Jetzt irrt Jan gemartert, zerrissen, verwundet, krank von deinen Hammerschlägen da draußen irgendwo herum
Wenn er sich etwas antut……
Wenn Jan sich wirklich irgendetwas antut mache ich dich dafür verantwortlich
Das schwöre ich dir so wahr ich Hans-Joachim Trautzschke heiße“
 
„Den Quatsch muss ich mir nicht anhören“
 
„Sitzenbleiben!!! presste Hajo Peter fest auf den Stuhl
„Du verlässt das Büro erst wenn du die ganze Wahrheit kennst
Die steht doch bei euch Juristen an 1. Stelle, beim eigenen Sohn gilt das wohl nicht…oder wie?
Jan verurteilst du sofort und das obwohl er der am schlimmsten Betroffene ist
Er hat seine Frau nicht vertrieben. Leni ist gegangen, einfach so und Keiner weiß warum“
 
„Ach hör auf Hajo. Jan belügt dich und du merkst es nicht einmal“
 
„Schweig, Hajo sagt uns bestimmt jetzt die Wahrheit, schließlich geht es um seine Tochter“
 
„Ganz recht Margot, um meine Tochter  und momentan weiß ich nicht ob ich wütend  oder besorgt sein soll
Es ist mir unbegreiflich, dass Leni ihren Mann, ihr Kind, die ganze Familie im Stich lässt
Wir stehen Alle vor einem riesigen Rätsel und meine Emotionen fahren Berg- und Talbahn
Ich frage mich, ob ich eine Abenteuerin, gewissenlose, launische, gleichgültige Tochter großgezogen habe, die sich irgendwo amüsiert, der das angerichtete Chaos völlig egal ist
Einerseits platze ich fast vor Wut, möchte Leni rütteln, schütteln wenn ich sie in die Finger kriege
Ich hätte mir nie träumen lassen mal so über meine Tochter zu sprechen, aber nun…bin ich enttäuscht, gekränkt, verbittert, ängstlich, verzweifelt, ach einfach alles zusammen
Auf keinen Fall aber will und darf ich vorschnell den Stab über Leni brechen.
Schließlich bin und bleibe ich immer ihr Vater und nicht ein "Vater" namens Peter Maybach
Zum Glück nicht, väterliche Gefühle wie du einfach abzuschalten….niemals, unmöglich
Nach außen wirke ich wahrscheinlich aufgebracht – wütend…das ist meine Art Gefühle zu verbergen
In Wahrheit tobt in meiner Brust  unaufhörlich ein Angst-Orkan.
Ja ich habe Angst, sehr große Schei..Angst weil ich, wir, vor etwas Unbegreiflichem, Unerklärlichem, wie vor einer rabenschwarzen Wand stehen, durch die es kein Durchkommen gibt
Aber eins steht fest, ist ganz sicher,  kann ich 100%ig garantieren, gar beschwören:
Jan ist für das Drama nicht verantwortlich. Er hat es weder ausgelöst, forciert, noch in irgendeiner Weise verschuldet
Das hat Leni in ihrem Abschiedsbrief auch immer und immer wieder beteuert
Mehr noch, sie hat Jan zahllose Male ihre Liebe geschworen
Der Brief ist ein einziges, zärtliches Liebesbekenntnis an Jan
Du solltest dich schämen Peter, tickt es endlich bei dir, solltest dich wirklich in Grund und Boden schämen  
Ich erwarte, dass du Jan um Verzeihung bittest.
Du Eisbrocken, verflixt nochmal, reiche deinem Sohn endlich die Hand zur Versöhnung“
 
„Schwachsinn….alles nur Show und ausgerechnet du, der ausgekochte HK, Hajo, fällt darauf herein
Keiner merkt, dass Jan lügt, sich verstellt, tränenreiches Theater abzieht, grandios den Verzweifelten spielt um von seinen Schandtaten, mit denen er Leni vertrieben hat nur abzulenken
Nach außen als das Traumpaar gelten, doch Niemand bekommt mit welche Abscheulichkeiten Jan hinter verschlossen Türen vollbringt
Selbst du Hajo kannst nicht durch Wände schauen, ich bleibe dabei, die Wohnung war oder ist noch immer
Ort der Verbrechen
Jan um Verzeihung bitten….I C H !!!!!  Pah, niemals
Der Krieg hat begonnen, ich ruhe nicht eher bis Jan für seine Abscheulichkeiten büßt“.
 
„Jetzt reicht es Peter….Bist du blöd, verblendet oder taub. Eben erzählte ich von Lenis Brief, ihre Liebesbeteuerungen an Jan. Jedes Wort habe ich mit eigenen Augen gelesen und ich kenne die Handschrift meiner Tochter. Leni ist Journalistin, hat ihren eigenen Stil. Der ganze Text war typisch Lenis bogenartige Schreibe, der Stil lässt sich nicht fix mal fälschen, falls du gleich wieder auf dumme Gedanken kommst.!
Gestehe dir endlich ein, dass du einen großartigen Sohn hast
Verschlossene Türen….Schmarrn…..Probleme mit Jan!!!!……Das kann Leni vor mir nicht verbergen
Sie macht mir nichts fort, ich spüre, merke ihr sofort alles, aber absolut alles an
Einen Tag vor Lenis Verschwinden war ich noch zum Essen eingeladen, da waren die beiden aufmerksam, zärtlich zueinander, na eben das glückliche Ehepaar wie immer
Auch Dana ebenso fröhlich, spielte, trollte munter umher, in ihrer flinken Art
Die Kleine wirkte nicht traurig, nicht wie ein gestörtes Kind dessen Eltern sich ständig streiten
Wenn der Horror, denn du Jan anhängst wirklich abgelaufen wäre, dann hätte man dem Sonnenschein dasangemerkt
Peter, so schlau bist du auch zu wissen, dass gerade Kinder bei besondere Vorkommnissen auffällig reagieren
Sie weinen, sind bedrückt, verändert, still oder gar physisch gestört….aber Dana ist wie immer
Oder Benni, der ist erwachsen, wüsste sofort was Sache ist.
Er hängt an Jan, doch für solche Schändlichkeiten wie du sie Jan anhängst, würde er seinen Vater zutiefst  verachten
Jan gibt die Hoffnung nicht auf Leni zu finden, bisher leider vergeblich, trotzdem sucht er weiter
Überlege mal Peter…..ein Täter der persönlich nach seiner Hauptbelastungszeugin fahndet
Das ist als ob Jan sich selbst bestraft, bzw. selbst verurteilen will
Weit weg in Köln bekommst du von der Realität nichts mit, du bist der Letzte der seinen Sohn verdächtigen darf
Ich, wir Alle hier sehen wie Jan aus Verzweiflung immer mehr abbaut
Du hörst sofort auf ihn zu verurteilen, hilf deinem Sohn lieber, stehe ihm irgendwie zur Seite
Sollte das auch „unter deiner  Vaterwürde“ liegen, dann schweig lieber, halte sich aus dem Drama heraus
Noch mal erkläre ich dir nicht die vielen „Unschuldsbeweise“ von Jan“
 
„Ich bin nicht so schnell zu überzeugen wie du Hajo, was mich übrigens wundert, denn es geht um deine Tochter
Du bemitleidest Jan so fürsorglich, als ob du ihn in und auswendig kennst
Über deine Entlastungen denke ich zwar nach, bleibe aber trotzdem bei meinen berechtigen Zweifeln“
 
„Deine Meinung interessiert mich nicht, aber halte dich zurück, stampfe Jan nicht noch mal in den Boden
Wir werden Jan auf jeden Fall helfen wann immer er uns darum bittet….aber du Peter, hältst dich daraus
Haben wir uns verstanden..?????...... oder muss ich noch deutlicher werden, Herr Jurist???“
 
 
 
 
Jan saß schon lange auf „seiner“ Bank am See
An der Stelle wo er sich am liebsten hin flüchtete, wenn das totales Chaos in ihm tobte
Erregung, Emotionen, Gedanken fuhren Achterbahn mit Jan
Fassungslos schüttelte er den Kopf: „Mein Alter klagt mich der schwersten Verbrechen an…
Vergewaltigung…Kinderpornografie, bin ein Sexualtäter der übelsten Art…zu allem fähig
Ein Stück Schei…, er stellt mich an den Pranger, ich Bestie gehöre hinter Gitter
Er würde mich sofort für immer in Ketten legen….wegsperren…vernichten….auslöschen
Mein eigener Vater, das tut verdammt weh…Herzschmerzen, verflixt wegen meinen Alten sticht mein Herz wie ein Nadelkissen
Durchpusten Jan, abhaken, du kennst den Kotzbrocken doch schon lange genug….trotzdem…..
Nicht zu fassen, ich zittere, bin total durch den Wind, aufgewühlt, stehe völlig neben mir
Aufgerissen, wund, durchlöchert….unbegreiflich, dass mich der Alte immer wieder in die Knie zwingt
Schluss jetzt Jan….ausklinken….vergiss schnell den ganzen Dreck der über dich geschüttet wurde
Du musst stark sein, brauchst noch viel Kraft für den Goldschatz, den Großen, die Familie
…………………Verkleinerte Familie……..ach Leni, Liebes…..Warum nur bist du weggegangen?
Den Grund….ich möchte doch nur den Grund wissen, verstehen warum
Melde dich doch mal Schatz…..gib mir ein Zeichen, bitte nur ein klitzekleines Zeichen“
 
In Jan verstummten die „Anklagen“ vom Alten, alle seine Gedanken kreisten jetzt nur wieder um Leni
Er richtete seine Augen mal auf den See, in den Himmel, meistens aber ins Nirgendwo
 Völlig abwesend quälte sich Jan mit zahllosen Emotionen  und mit noch mehr Fragen
Was er auch dachte, sich überlegte, auf eine Antwort wartete er auch jetzt wieder vergeblich
 
Irgendwann schaute er auf die Uhr: „Du musst schnell in die Realität zurückzukehren Jan
Ich darf meine Kleine nicht vernachlässigen, es wird Zeit sie von der Kita abzuholen“ erhob sich Jan müde und langsam wie ein Greis mit hängendem Kopf, schleppte er sich schwerfällig zum Auto
 
 
 
Aufgebracht urteilte Leni über sich: „Das bin doch nicht mehr ich…muss eine Andere, eine Fremde sein
In meinem Kopf tobt es, als breche gleich der Wahnsinn aus
Mein Verstand funktionierte doch früher, kein Problem auf die Schnelle eine gute Reportage zu schreiben
Jetzt bin ich zu nichts mehr fähig…..wie das hier aussieht, dabei glänzte unsere Wohnung immer
Jan du läufst schockiert davon, wenn du das Durcheinander hier siehst
Aber du wirst es nie sehen……ach Liebster ich sehne mich so nach dir
Ich wollte so stark sein, doch Gefühle kann man nicht abschalten und dem Herz nicht verbieten so wild zu pochen.
Jeder Herzschlag ist ein Liebesbekenntnis an dich, ja ich liebe, liebe, liebe dich so sehr mein Jan
Das wird sich nie ändern, ich werde dich immer lieben, ohne deine Liebe bin ich doch ein Nichts
Deine Gefühle für mich haben sich inzwischen längst in Wut gewandelt, dabei wollte ich dir nie wehtun
Leider wirst du die Wahrheit erst erfahren, wenn ich dir nichts mehr erklären kann
Ob du dann verständnisvoll reagierst wie ich es von dir gewohnt bin, Liebster?
Nein, auch deine Sanftmut hat Grenzen Jan, ich habe dich viel zu tief verletzt
Heimlich abhauen, sich davon machen und dir alle Lasten aufbürden, dafür verachtest du mich
Wenn du wüsstest, dass ich selbst nicht mehr in den Spiegel schauen kann
Aber ich musste so handeln Jan, mein Problem…die Wahrheit hätte dich….es hätte dich
…….Es liegt so viel Leid hinter dir Liebster…konnte doch nicht auch noch ein Klotz am Bein für dich sein
An der Wahrheit wärst du zerbrochen, es hätte dich aufgefressen, zerstört
Ich kenne dich Schatz, deine Hilfsbereitschaft, Fürsorge, Mitleid, Aufopferung sind einfach zu groß
Du gehst weit über deine Grenzen, Jan, zerfleischt dich selbst, bis zum völligen Zusammenbruch… und dann
Ausgelaugt, leer, kraftlos, physisch krank, zu nichts mehr fähig….Nein nicht auch du Liebster
Jetzt verachtest du mich zwar, aber unseren Goldschatz den liebst du solange dein Herz schlägt
Leider kann ich dir es nie erklären Schatz…..ich musste so handeln wegen unserem Kind
Du wirst der Kleinen immer ein liebevoller Vater sein, sie zu so einem prächtigen Menschen erziehen auf den du genauso stolz sein kannst wie auf Benni
Das weiß ich ganz sicher Liebster, darum ist es auch genau richtig so wie es ist“




 

„Da ist ja der kleine Engel, den ich viel zu selten sehe“ nahm Margot Dana sofort in ihre Arme als Jan mit ihr die Wohnung betrat
 
„Ma….Mama du hier???….Wie kommst du denn hier rein?“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 24 Feb 2015, 18:47

„Oma stand plötzlich vor der Tür, Papa… …ich konnte sie doch nicht…“
 
„Schon klar Großer, vergiss die blöde Frage“
 
„Du bist so groß geworden Schätzchen und wirst immer hübscher -  wie dein Vater
Der war so ein hübsches Kind“ streichelte Margot Dana überall
 
Dana brummte leise, schaute verwirrt und ängstlich zu ihrem Papa
 
„Das ist deine Oma, Liebes. Schon eine Weile her die letzte Begegnung, du erinnerst dich nicht mehr
Aber sie ist ganz lieb, musst keine Angst haben. Sie ist glücklich dich im Arm zu halten, die Oma“
 
„O…Oma…ma…..Oma“
 
„Oma, Oma, ja ich bin deine Oma“ knuddelte Magot Dana noch heftiger
 
Jan lächelte leise, so glücklich hatte er seine Mutter lange nicht mehr gesehen, dann meinte er:
 
„Tippe mal der Alte ist davon gerast und hat dich einfach stehen lassen
Ich fahre dich natürlich nach Köln, Mama, aber……..
A……Aber sage mir bitte zuerst woher ihr wusstet, dass Leni…das sie…sie“
 
„Nein Jan, nein, ich will länger hierbleiben, dich unterstützen, für dich, Dana, Benni, die ganze Familie sorgen. Du musst dich um nichts mehr kümmern….aber bitte, bitte schicke mich nicht weg Jan“
 
„Du bist mir immer willkommen, Mama und das weißt du auch
Über dein „Kümmern“ reden wir noch, beantworte bitte erst meine Frage:
Wieso ist es bis nach Köln gedrungen das Leni verschwu….das Leni nicht hier ist?“
 
„Papa…..das habe ich vermasselt“
 
„Oh nein Benni, du bist der Letzte der ausposaunt was sich bei uns abspielt“
 
„Rede keinen Unsinn Benni, ich habe hier angerufen. Der Junge klang bedrückt, traurig, niedergeschlagen. Als er dann endlich erzählte, dass Leni weg sei, da rief ich total entsetzt: „WAS?…Leni ist weg und schon solange“……leider habe ich in der Aufregung nicht bemerkt, dass dein Vater sich angeschlichen hatte
Er bohrte solange bis ich…..“
 
„Schon klar Mama, du musst nicht weitererzählen“
 
„Jan, ich wollte nicht das er zu dir fährt, das musst du mir glauben
Wie dein Vater sich im Büro aufgeführt hat, wie er dich verleumdet hat….
Unfassbar..!!!!...Klagt den eigenen Sohn….hängt dir, dir Jan alle abscheulichen Verbrechen an
Der ist irre…jawohl mein Juristengatte ist dem Wahnsinn verfallen
Sein eigen Fleisch und Blut will er hinter Gitter sperren….das ist abartig….ein Skandal…entsetzlich
Den Mund wollte ich ihm zu schweißen….aber wenn Peter schreit, dann…..
Jan du musst seine Schamlosigkeiten schnell vergessen, alle idiotischen Taten die Peter heraus donnerte
Ekelhaft…widerlich…all den Dreck den er über dich schüttete….Junge bitte, denke nicht mehr daran
Jan, ich flehe dich an: Streiche, lösche es aus deinem Kopf, lasse dich von deinem Vater nicht fertig machen“
 
„Beruhige dich Mama, ich raste vom Büro zu meinem, nun ja, nenne es „Kopf frei pusten“-Platz
Der erbärmliche Auftritt vom Herrn Oberschlau-Juristen ist abgehakt
Die unsichtbaren Narben die mir der Alte schon verpasste sind unzählbar
Aber mein Rabenvater ist Nebensache ich muss gerade jetzt bei Kräften bleiben“
 
„Es schmerzt dich trotzdem, dass dein eigener Vater dich so schlecht behandelt, Jan
Ich weiß es, du machst mir nichts vor, aber diesmal ist er zu weit gegangen
Neben dem Kotzbrocken wäre ich erstickt, ich habe ihn fahren lassen
Es interessiert mich nicht was er treibt, ihr seid jetzt wichtig, bei euch will ich sein
Jan du…du denkst doch nicht das ich wie Peter ticke, dich für verdorben halte, schlecht von dir denke
Deine Mutter liebt dich..du bleibst für mich immer mein lieber, anständiger, ehrlicher Junge auf den ich so stolz bin“
 
„Ach Mama“ umarmte Jan seine Mutter „Du bist mein Goldstück, für deinen „kleinen Jungen“ bleibst du  immer die Allerbeste
Fühle dich bei uns wie zuhause, du kannst bleiben solange du möchtest“
 
„Ich entlaste dich in allem Jan. Ab sofort koche, wasche ich, kaufe ein, reinige die Wohnung und versorge

natürlich Dana…spielen, Kita, usw.“
 
„Also deinen „100%-Rund-um-Power-Einsatz“ Mama planen wir wenn du unser Chaos ein paar Tage erlebt hast
Stelle dir das nicht so einfach vor mit uns 2 hektischen Männern und die kleine Prinzessin hat auch schon ihr eigenes Köpfchen“
 
 
 
 
„Mir reicht es jetzt, habt ihr euer Ermittlungswissen in Pension geschickt?
Ohne Jan läuft hier anscheinend gar nichts, der Fall ist immer noch nicht aufgeklärt“
 
„Moment mal Hajo….um welchen Fall geht es?“
 
„Es geht um Zins….der grausame Mörder von Fr. Dohr läuft fröhlich und frei herum und ihr…..“
 
„Wir die blödesten Polizisten, die ohne Kollegen Maybach nichts zustande bringen
So ist das also, du hältst Jan für den einzigen fähigen, erfolgreichen Ermittler im Team
Du sprichst die Wahrheit spät aus, Hajo, aber gut zu wissen, dass wir für dich nur Trottel sind
Pfui Teufel Hajo, deine Ungerechtigkeit stinkt zum Himmel, aber o.k. dann räume ich das Feld
Du kannst dir deinen Liebling Superbulle Jan auf den Buckel binden, wenn er mal wieder auftaucht“
 
„Jetzt reiß dich mal zusammen Tom, Hajo hat es bestimmt nicht böse gemeint
Zugegeben, es trifft mich auch das er von Jan so schwärmt und wir die Doofen sind
Hajo sorry, aber ich glaube dir kein Wort. Du schlägst um dich weil dich der Schmerz zerreißt
Du weißt aber schon, dass wir uns um Jan, bzw. um Leni und Jan große Sorgen machen
Mensch Hajo, vor uns musst du dich doch nicht verstellen, sprich aus was dir auf der Zunge brennt“
 
„Ich will sagen…ich muss mich…will mich……Entschuldigung, ich muss mich bei euch entschuldigen
So jetzt ist es heraus…Vergesst die unfähigen Polizisten….vergesst alles was ich sagte
Keine Ahnung was mit mir los ist, ich bin doch sonst nicht so ungerecht, oder?“
 
„Nein das bist du nicht, Hajo und es ist auch richtig, dass Jan bei uns im Focus steht
Alles Andere wäre auch unnormal, denn leider spielt sich bei ihm eine entsetzliche Tragödie ab
Wir haben zwar sehr viele Möglichkeiten bei der Polizei, die uns in dieser Sache aber nicht weiterhelfen
Insofern hast du recht mit Unfähigkeit und trotzdem bemühen wir uns Jan zu helfen“
 
„Tja, scheint so als behandele ich Leni….nein….Jan schon wie einen Fall….
Einen ungelösten Fall…werde deshalb beleidigend. Aber wir rätseln ständig….
Stellen Hilfe, Pläne auf….denken an Dana, den Familienablauf
Wir reden so viel über Jan und wenn mal wirklich für länger Zeit, …meine…da..dann….
Ach das gehört nicht hierher. Ich muss mich auf meine eigentlichen Aufgaben konzentrieren“
 
„Doch das gehört jetzt hierher, Hajo. Vergiss mein Ausflippen….kennst doch meine  lose Lippe
Ich lerne gerade dein inneres Ich kennen, was Neues für mich…mach jetzt aber nicht den Deckel drauf
Also raus damit Hajo: Wie ist das für dich mit Jan“
 
„Oh ich könnte Leni……….wegen ihr werde ich immer mehr zum sensiblen Waschlappen
Bin zerfressen von dem…dem…na dem was sich abspielt, platze fast vor Wut das ich Jan keine Hilfe bin
Doch philosophieren, Lösungen suchen, diskutieren könnte ich rund um die Uhr darüber
Ich weiß auch das es völliger Quatsch ist…..aber wenn wir eine Weile mal nicht von Jan,
nicht über seine verzweifelte Situation sprechen bilde ich mit sofort ein, dass wir ihn vergessen haben
Weit weg, aus den Augen aus dem Sinn, Jan ist nicht hier, die Suche nach der eigenen Frau ist keine Fahndung
Seine Probleme sind nicht unsere Aufgabe, also lassen wir Jan im Regen stehen“
 
„Aber Hajo du weißt doch…..“
 
„Nicht Ina, nicht jetzt…
Sagte doch: Sensibler Waschlappen……
Die Betroffenen sind doch meine Familie….alles was ich habe..
Leni..???...Es tut weh, es tut sehr weh…und um Jan….um Jan muss ich mich doch sorgen
Weinen, heulen möchte ich mit ihm, ihn in Watte packen, Beschützer, Ratgeber, Arzt, Priester, Spurensucher, Psychologe, Helfer………….alles gleichzeitig für ihn sein und stehe doch so unfähig, hilflos neben ihm
Meine Gedanken kreisen ständig um Jan aber das entschuldigt nicht euch ungerecht anzubrüllen
Ihr seid nicht unfähig, denn nach Zins wird schließlich bundesweit gefahndet
Luca, der Kölner meinte sogar, wenn es Jan, sorry, uns gelingt Zins zu fassen, hätten wir einen Orden verdient
Der Witzbold….Wir arbeiten weiter mit den beteiligten Kollegen zusammen und werten gegenseitig jeweils die aktuellen Recherchen aus“
 
„Verdammt Hajo!!!! Spiele uns nichts vor…Vom Sensiblen zum harten HK pendeln….Oh Mann, ich könnte
Es geht nicht um Zins, die Fahndung, den Mord und auch nicht um den Einsatz deines Stellvertreters
Es geht um Jan, deinen Schwiegersohn und dessen Frau…..deine Tochter
Du bist wegen Leni doch nicht mehr deiner selbst, Hajo. Du leidest so sehr, dass wir dich in den Arm nehmen möchten
Denke jetzt mal an dich, klinke dich aus, erledige Gartenarbeit, spiele mit Dana, lass dich von Margot verwöhnen oder kümmere dich um Jan, wenn es dich erleichtert
Aber verbarrikadiere dich nicht ständig im Büro und mache alles mit dir allein aus
Das verkraftet selbst ein stahlharter HK nicht….es wird dich auffressen
Höre 1 x auf den Rat von Freunden….wir meinen es doch nur gut“
 
„Weiß ich, ja weiß ich doch, ihr wollt helfen. Gut gemeinter Rat, ja, ja, schon klar
Ich informiere euch rechtzeitig wann ich wie lange Auszeit nehme“ verkroch sich Hajo schnell in sein Büro


 
„Wenn Leni nicht bald auftaucht, gehen Trautschzke und Maybach zugrunde
In dem Psycho-Trauma bleiben Hajo, die Kleine, wahrscheinlich auch Benni  und ganz bestimmt Jan ewig gefangen
Ich fürchte, bald sind alle so chronisch krank, abwesend, zu nichts mehr fähig, psychisch zerstört, dass sie nie wieder zu einem normalen Lebensrhythmus im Stande sind“
 
„Ich auch Tom….das befürchte ich auch“
 
 




 
Jan betrat den Friedhof, füllte erst Wasser in eine Gießkanne, ging dann zum Grab
Hier hielt er stumme Zwiesprache:
„Meistens stehe ich gemeinsam mit Leni an deinem Grab, Mutter
Aber diesmal………doch du siehst von deinem Seelenplatz ja alles, weißt das deine Tochter….
Ach Mutter….es ist alles so schrecklich, ich weiß keinen Ausweg mehr
Verzeih, ich will deine Totenruhe nicht stören….aber ich musste kommen… zog mich alles hierher
Du verstehst sicher, dass auch ich einen Ort des Trostes brauche, es mir ein Bedürfnis ist….
………..Ja was….keine Ahnung Mutter, sorry bin schon völlig irre……….aber ein Zeichen….
Irgendwas…was….undefinierbares…..was vom Himmel da oben….blöd Mutter…total blöd ich weiß
Zu Kindern sagt man.oben im Himmel sind die oder der.....aber irgendeinen Platz müssen wir doch nennen
Für euch…..für alle die lieben Verblichenen die nicht mehr bei uns sind….und doch vielleicht gegenwärtig
Unsichtbar……immer um uns herum…..alles im Verborgenen miterleben
So wie du das jetzt mit Leni, Mutter…du kennst den Grund….beschützt deine Tochter die irgendwo ist
Habe ich meiner Frau so furchtbares angetan?….Habe ich, der grausamste Ehemann Leni vertrieben?
Schimpf mit mir Mutter…ich würde alles, wirklich alles tun um das Liebste was ich habe zu versöhnen
……….Aber wie?….Leni scheint so unerreichbar fern….Nur du begleitest sie unsichtbar.... weißt wo sie ist
Kannst du mir nicht einen Wink, bitte Mutter, eine Eingebung….einen Hinweis, nur einen winzigen Hinweis
……………Welch irrsinnigen Gedanken…..Schluss jetzt Jan, du bist nicht mehr normal
 Entschuldige, vergiss mein Gejammer, Mutter. Ich wollte ja dein Grab ein wenig schmücken
Der Strauß müsste dir gefallen, Leni sagt immer es seien deine Lieblingsblumen“ füllte Jan die Vase mit Wasser, stellte das Gebinde hinein, ordnete die Blüten noch hübsch ansehnlich


Er wollte sich gerade wieder aufrichten:
„Was….was…was um alles in der Welt ist das denn?“ zog er einen kleinen Umschlag zwischen einem schon vor langer auf dem Grab  gepflanzten Rosenstrauch hervor, holte mit zitternden Fingern ein Blatt..einen „Brief“ heraus


Jan schossen schon beim 1.Satz Tränen in die Augen, die Worte verschwammen vor ihm, er riss die Pupillen weit auf um mühevoll den ganzen Text zu lesen

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mi 25 Feb 2015, 19:26

Jan fühlte sich wie vom Blitz getroffen, übermannte ihn alles wie ein entsetzlicher Schock
Vor dem, was bei dem Brief noch im Umschlag steckte, fürchtete er sich entsetzlich – Schweiß brach ihm aus
Die Zeit rann dahin bis Jan endlich, cm um cm, im Zeitlupentempo mit zitternden Fingern das Beiliegende aus dem Umschlag zog


Panik setzte ein, Angst, Entsetzen schnürte ihm die Kehle zu, er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten


Langsam taumelnd drehte sich Jan nun wieder zum Grab, wisperte mit bebenden Lippen: „Danke Mutter…
der Hin..Hinweis….kostbares Geschenk….
Endlich weiß ich warum Leni….Weiß noch immer nicht wo mein Schatz ist…….Aber ich finde sie, Schluss mit Verstecken, ich stehe das mit meiner Frau gemeinsam durch, versprochen Mutter
Egal wo ich suchen muss, ich verspreche das Leni wieder hier stehen…wieder Blumen auf dein Grab stellt
Gib mir etwas Zeit Mutter….doch ich hole deine Tochter zurück - bestimmt
Danke Mutter…....... ich bin dir so dankbar......…kann ich nicht in Worte fassen...…....
....Vielen, vielen Dank Mutter“ lief Jan schwankend vom Friedhof


Verzweifelt, benommen, verwirrt, überschlugen sich seine Gedanken
„Was soll ich jetzt machen, bin, fühle mich so ohnmächtig, hilflos“ durchfuhr es Jan unentwegt
„M A R K !!!!!“ stieß er dann hervor
 
 




 
„Deine Blicke durchbohren mich wie Dolche, Bodo, du strafst mich anscheinend mit Verachtung
Der Grund dafür ist wohl immer noch die kleine Abwechslung, mein gelungenes Maybach-Spiel
Jetzt komm mal wieder runter, führe dich nicht wie ein albernes Kind auf“
 
„Das alberne Kind hat im Gegensatz zu dir noch etwas Anstand, oder nenne es Gefühl, auch egal
Jawohl ich verachte dich für dein entsetzliches „Maybach-Spiel“
 
„O.k. Bodo ich habe es zur Kenntnis genommen, Fazit: Du bist eine Memme
Was hältst du davon wenn ich dir einen Crash-Kurs in Härte, faulen Tricks und gemeinen Teufeleien erteile“
 
„Sei still Ingo, mir ist so schon übel genug
Ich möchte dir den Hals umdrehen, mit meinen Fäusten grün und blau schlagen“
 
„Du möchtest und würdest es doch nie tun Bodo….also wie geht es weiter
Was können wir tun damit sich die Wogen wieder glätten, wir wie zuvor wie Freunde miteinander umgehen“
 
„Wenn du endlich etwas unternimmst, legst sich meine Wut wohl allmählich
Der Friedenspakt ist ganz einfach: „Du klärst Fr. Maybach über deine „etwas umgewandelte Diagnose“
…….so deine eigenen Worte……schnellstens auf.
Da du ja ein Künstler großer Worte bist, fällt dir bestimmt das Passende ein und dein „Heiligenschein“ leuchtet weiter“
 
„Bodo, das werde ich nicht tun und das weißt du auch.
Es ist absolut unter meiner Würde mich zu revidieren oder Fehler einzugestehen
Ich kratze doch nicht selbst an meinem Ansehen, nicht auszudenken wenn die Patienten ausbleiben
Außerdem ist jeder Gedanke an den Bullen und seine Frau ein…ja ein Erlebnis…erregend
Fast schon wie guter Sex wenn ich mir vorstelle was bei dem Paar Maybach abgeht
Die 2 laufen solange wie Zombies umher, von Angst, Sorge, Hilflosigkeit gepeinigt bis sie zugrunde gehen
Nein Bodo, auf den Adrenalin-Schub verzichte ich doch nicht freiwillig
Aber mich deswegen zu verachten ist totaler Quatsch….überlege doch mal….du stehst als Unschuldslamm da….hast die Maybach nicht untersucht, keine Diagnose, nicht ein falsches Wort gesagt
Ich erwarte, dass du dich ab sofort wieder normal verhältst
Wir so locker, freundschaftlich, na eben so miteinander auskommen wie die 2 Kerle die schon lange durch dick und dünn gehen“
 
„Darauf muss der große Meister sehr lange warten“
 
„Strapazier meine Geduld nicht Bodo…..Ich kann auch anders….
Wie das endet hast du bei  „Ex-Kumpels“ schon miterlebt….Mein Freund ich warne dich!!!“
 
 




 
„Ja.a.a.a.a.n!!!!!!! Um alles in der Welt was ist passiert???
Komm herein, setze dich bevor du zusammenklappst, setze dich sofort hin“ zog  Hajo ihn ins Haus und drückte ihn auf die Couch


„Jan, meine Güte Jan, wie du aussiehst, entsetzlich… du bist so..so…dein Zustand schockiert mich….
Werde jetzt bloß nicht ohnmächtig….ich will wissen wo du die ganze Zeit steckst……verschwindest einfach…
Wir sind aus Angst um dich fast durchgedreht…..was ist los….Rede doch endlich“
 
„Hajo….ich mu..muss, will…habe dir…dir so…so viel zu sagen….oh Mann…. aber wie
Ich…ich re..rede bestimmt kreuz und quer, Kauderwelsch…wirr…wie ein Idiot
Das…das Schlimmste….ich sorge mich um di…dich…wie du…du alles verkraf….
Zuerst musst auch du dich setzen…..Hajo bitte….setze dich hin und bleibe…bleibe…versu…
Versuche ruhig und ge…gefasst zu bleiben“
 
„Ja.a.a.a.an…….aber Jan…..Du machst mir Angst….Ich will sofort wissen...Los, jetzt sprich doch endlch !!!"

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Do 26 Feb 2015, 21:18

Aufgeregte stieß Jan hervor:

„Ich fantasiere nicht Hajo….diesen Umschlag fand ich im Rosenstrauch auf dem Grab deiner Frau
Er ist von Leni…sie hat Mutter den Grund für die „Flucht“ gebeichtet, alles aufgeschrieben“
 
Hajo wurde kreidebleich, brachte keinen Ton hervor, starrte Jan völlig fassungslos an
Ganz langsam, vorsichtig holte er den Inhalt aus dem Umschlag
Hajos Hände und Stimme zitterten als er die Zeilen flüsternd hervor stammelte:
 
„Liebste Mutti,
diese kleine Aufnahme bestätigt leider die grausame Wahrheit
Das  Befürchtete ist leider ……auch ich habe Brustkrebs
Tja, es scheint alles vorbestimmt zu sein……..Schicksal….dem ich mich hilflos fügen muss…genau wie du damals
Aber nur ich füge mich, ich allein
Ich stehe das alleine durch Mutti….so will ich es und davon bin ich nicht abzubringen
Es bricht mir das Herz meine Familie zu verlassen, ich schreie lautlos jede Sekunde sehnsüchtig nach meinen Lieben, weiß nicht wie ich ohne sie leben soll
Doch ich kann nicht anders Mutti, will und darf ihnen meinen Anblick nicht zumuten, kein Klotz am Bein sein
Meine Lieben sollen nicht hilflos neben mir Dahinsiechender stehen
Nein, nie, nie, niemals….das lasse ich nicht zu….will ich nicht….verkrafte ich nicht
Ich weiß, dass mein geliebter Jan alles für mich tun würde….pflegen…versorgen..mich unterstützen und behüten
Mein Liebster würde mich aufbauen, mir Mut zu sprechen, nie aufgeben, Unsummen für die besten Spezialisten ausgeben, für die kleinste Heilungschance bis ans Ende der Welt mit mir fahren
Ich sehe es vor mir, wie Jan sich aufopfert, zerfleischt, solange bis er daran zerbricht
Doch gerade das darf nicht geschehen, ich lasse das nicht zu, mein Mann hat schon viel zu oft gelitten
Schimpfe nicht mit mir Mutti, mein Entschluss steht fest, meine Lieben dürfen meinen Aufenthaltsort nicht erfahren
Egal was jetzt mit mir geschieht, wie die Krankheit verläuft, meine Familie wird davon nichts mitbekommen
Mein schlechtes Gewissen quält mich sehr  für den Schmerz den ich Jan mit dem Unfassbaren antue
Er hasst mich für alle Ewigkeit und Dana..niemals darf eine Mutter ihr Kind im Stich lassen…… Rabenmutter
Aber Mutti, ich kann…kann wirklich nicht anders… der Krebs reißt mich grauenhafterweise weit weg von meiner Familie
Soweit, das mein geliebter Polizist, mein Jan, mich trotz seiner exzellenten Spürnase nicht findet
An dem Ort muss ich mich fügen, abwarten wie die Krankheit verläuft….warten bis es vorbei ist
Von Jan gehasst und verachtet zu fühlen zerfrisst mich, quält mich mehr als grausame Schmerzen
Die Zähne beiße ich ganz fest zusammen, aber mein Liebster darf nie mit meiner Krankheitsbürde belastet werden
Leider kann ich Jan nicht um Verzeihung bitten, ihm nie gestehen, dass ich ihn verlassen habe um ihn zu schon…zu schützen
Mein Schatz darf nicht mit mir untergehen, nicht krank werden, er muss stark bleiben
Jan wird mich verfluchen, verdammen und trotzdem immer ein liebevoller Vater bleiben
Ich weiß ganz  sicher, dass er unseren Goldschatz immer beschützt und sie so fürsorglich großziehen wird, wie Benni, auf den er stolz sein kann
Nun gehe ich an den von mir gewählten Ort…….ich vertraue dir meine Familie an
Bitte Mutti achte auf meine Lieben, beschütze unsere Kleine, beschütze ganz besonders meinen Jan, den ich lieben werde, egal wo mein Schicksal mich hinführt
Liebste Mutti wir sehen uns wieder…………irgendwann!!!!!
 
 
Danach schaute Hajo immer wieder fassungslos auf den Brief oder er starrte Jan entsetzt an
Mit zusammen gepressten Lippen saß er stumm da, blickte wieder auf die Zeilen, dann wieder zu Jan
 
Ängstlich, mit bebenden Fingern griff er dann ganz langsam in den Umschlag
„Ein Bild….ein Ultraschallbild“ wisperte Hajo tonlos
 
Lange hielt er das Bild schweigend in seiner zitternden Hand
 
Jan flüsterte unsicher: „Hajo lass dir erklär….“
 
„Leni ist kra….sie hat Kre…..“
 
„Nein Hajo nein…kein Krebs, das ist ja das Verhängnis“
 
„Aber Jan…der Beweis liegt vor uns….Du musst jetzt ganz stark sei…..“
 
Erregt sprudelte Jan hervor: „Irrtum Hajo, alles ein Riesenirrtum..ein fataler Fehler…bitte lass dir erklären….
 
 
 
 
Währenddessen brach in Leni plötzlich Chaos aus
Was sich in ihrem Körper abspielte konnte sie sich überhaupt nicht erklären
Wie sollte Leni auch ahnen das ihr „Geheimnis“ entdeckt war, das ihr Mann und ihr Vater gerade völlig neben sich standen, ratlos, verzweifelt in einem Rätsel-Emotions-Fragen-Labyrinth umherirrten
 
Leni „hörte“ in sich hinein: „Schmerzen?…Nein, es sind keine Schmerzen…mehr Unruhe..
Beklemmung….Sehnsucht…Reue…?
Dafür ist es zu spät Leni, viel zu spät, es gibt kein Zurück mehr
Was auch immer rätselhaftes in dir rüttelt, klink dich aus, lenke dich ab"
 
Lenis „Ablenkung“ bestand darin endlich das zu tun was sie schon so lange vor sich her schob, sie musste unbedingt einkaufen
Bisher hatte sie sich noch keine richtige Mahlzeit gekocht
Alleine essen dazu hatte Leni keine Lust, wie ihr überhaupt die Lust zu allem fehlte
Wenn ihr Magen mal knurrte, kaute sie meist auf Brot oder irgendwelchen Snacks herum
Doch es gab irgendwie nichts mehr auf dem Leni kauen konnte, die Getränke waren auch fast aufgebraucht
Gut „getarnt“ mit sehr großem Kopftuch und ebenso großer, dunkler Sonnenblick, parkte sie vor dem Geschäft im Zentrum
Nervös überzeugte sich Leni noch mal im Spiegel ob auch ja kein Haar unter dem Tuch hervor lugte
„Bloß nicht erkannt werden, keiner darf meine Haar- oder Augenfarbe sehen
Mich trifft der Schlag, wenn plötzlich Einer „Hallo Fr. Maybach oder Hallo Leni ruft
Es gab schon die verrücktesten Zufälle
Doch möglich, dass ich auf die Leute treffen, die sonst auch diese Umgebung gerne aufsuchen
Früher kommunizierten wir oder unternahmen etwas zusammen….und jetzt…
Die würden sich sehr über meine Sturheit wundern….spiele die große Unbekannte
Nein…niemals….Es soll…es darf mich Keiner erkennen….die setzen sich doch sofort mit Jan in Verbindung
Vielleicht ist Jan längst hier….mit seinen sensiblen Drähten….meine geliebte Superspürnase
Aufmerksam Umschau halten……nein Jan ist nirgends zu sehen
Ach Liebster niemals wollte ich dir so viel Leid antun….die Sehnsucht quält mich ständig
Das Schicksal bestimmte es leider so Schatz, ich muss so handeln
Aber leider….leider werde ich dir das nie erklären können, mein Jan“
 
Das Tuch noch tiefer ins Gesicht gezogen, gehetzt nach allen Seiten umschauend, huschte Leni in den Laden
„Nur nicht auffallen,  der Einkauf muss glatt über die Bühne gehen, hoffentlich bin ich schnell wieder draußen..!!!“
 
 
 
 
„Verdammt Hajo, ich bin so von der Rolle, immer noch geschockt von allem…“ stieß Jan aufgeregt hervor
„Klingt alles furchtbar konfus was ich jetzt sage
Aber ich fantasiere wirklich nicht und bin auch bestimmt nicht im Delirium
Du musst mir bitte glauben Hajo, das jedes Wort von mir wahr ist
Mark…ich meine unseren Arzt, meinen Freund Ma…“
 
„Ja, ja weiß ich, kenne ich…weiter Jan, rede weiter“
 
„Lenis Brief und das Ultraschallbild schockte mich so, ich wollte unbedingt Gewissheit
Vor dem Friedhofseingang rief ich sofort Mark an, der zum Glück gleich Zeit hatte
Mark ist weder Spezialist noch Gynäkologe, doch selbstverständlich kann er ein Ultraschallbild diagnostizieren
Als er sagte, die Aufnahme zeige Lenis völlig gesunde Brust traf mich fast der Schlag
Mark tobte wie wild, denn anscheinend hat irgendein Kollege eine tragische Fehldiagnose gestellt
Eine „Todesnachricht“ die uns vielleicht alle in den Wahnsinn treibt
Er…ich meine Mark….zog sich den letzten Bericht von Dr. Kohl, Lenis Gynäkologen.
Dr. Kohls erfreulichem unauffälligen Befund waren auch Ultraschallbilder beigefügt, die der Aufnahme die vor uns liegt ziemlich ähnelte…soll heißen nicht das kleinste Anzeichen von Krebs
Das „Skandalbild“ wurde lt. Datum 5 Wochen nach Dr. Kohls Untersuchung gemacht
Datum und Leni Maybach sind ausgedruckt, aber kein Praxis- oder Arztname, was sehr mysteriös ist
Nein…es stinkt…Wer oder warum identifiziert sich ein Arzt bzw. Praxis nicht?
Nachdem Mark mit Dr. Kohl telefoniert hatte sind wir sofort zu ihm gerast
Völlig entsetzt berichtete er von der letzten Untersuchung und das er Leni erfreulicherweise noch versichert habe, dass ihre Brüste völlig gesund seien
Er legte Mark sogar noch Mammografie-Aufnahmen und den Befund einer kleinen Gewebeprobe vor.
„Kleine Probe“ bedeutet, dass bei einem kurzen Einstich ein wenig Zellengewebe entnommen wird
Ein  gutes Labor kann aber mit dem Wenigen viele Werte untersuchen hätten auch Anzeichen von Krebs festgestellt, selbst wenn es sich gerade erst entwickelt, also im minimalen Anfangsstadium gewesen wäre
Dr. Kohl macht bei Leni immer doppelt und 3-fache Untersuchungen, weil sie wegen Mutters Erkrankung vorbelastet, mit einem Risiko behaftet ist
Es ist ihm unbegreiflich warum sich Leni gleich 5 Wochen danach wieder hat untersuchen lassen
Er hat uns versichert, beteuert, sogar geschworen, dass er mit Leni das gute Untersuchungsergebnis ausführlich besprochen und den Eindruck hatte, sie verlasse erleichtert und beruhigt die Praxis. Dr. Kohl wusste nicht zu sagen, was Leni so in Panik versetzte, dass sie so schnell eine weitere Untersuchung machen ließ
Der Arzt reagierte total schockiert, grübelte und grübelte, stieß plötzlich entsetzt hervor:
„Oh nein….Fr. Maybach wird doch nicht….?“
Kurzum: Er bat Leni in kürzeren Abständen um Kontrolluntersuchungen. Aber nicht weil Anzeichen auf eine baldige Erkrankung vorlagen
Das ist eine allgemein empfohlene Vorsichtsmaßnahme für Frauen in Lenis Alter, nach der 1. Entbindung und besonders wenn die Patientinnen familiär vorbelastet sind“
 
„Leni hat das oder wollte es nicht als Rat verstehen, sie sah sich an Stelle ihrer Mutter, hält Dr. Kohl für einen Lügner und rennt in Panik zu einem anderen Arzt, wie das Ultraschallbild beweist“
 
„Ungefähr so stelle ich mir Lenis Reaktion auch vor, Hajo
Dr. Kohl hat es nur gut gemeint mit der Empfehlung, aber meine Frau sieht sich schon als Todkranke“
 
„Jan, wusstest du von dem Untersuchungstermin bei Dr. Kohl?“
 
„Ja, ich wollte Leni sogar begleiten
“Die Kontrolluntersuchung mache ich schon so oft, du musst nicht Händchen halten“ lachte sie mich aus
Leni rief mich danach auch an, sagte das alles o.k. sei und abends sprachen wir noch ganz ruhig darüber
Verdammt, kenne ich meine Frau so wenig…..
Wie konnte ich nur so blind sein, ihre Angst übersehen…..dachte ich bin aufmerksam…spüre wenn….
Ich bin ein miserabler Ehemann, ein Eisblock, gefühlskalt…Nur ich allein habe Schuld an der Tragödie
Schlagen sollte  man mich, verfluchen für meine Teilnahmslosigkeit
Das verzeihe ich mir nie, dass ich meine Frau in ihrer großen Not, mit all ihren Sorgen alleine ließ“
 
„JAAAAAAAAAN….SCHWEIG….kein Wort mehr…bist du wahnsinnig….dich trifft nicht die geringste Schuld
Du weißt, wenn Leni etwas verbergen will dann schafft sie das auch
Sie kann nicht nur stur sein, sondern auch verschlossen…..genau wie ich…leider
Das große Rätsel ist doch hier das Ultraschallbild
Von wem stammt es?
Welche verhängnisvolle Diagnose teilte der Unbekannte Leni….nein falsch….
In ihrem Brief steht ja, dass sie Brustkrebs hat, obwohl Dr. Kohls Befund völlig zufriedenstellend ist“
 
„Glaub mir Hajo, Dr. Kohl, Mark und ich ließen keine Überlegung aus
Nicht nur ich, besonders die beiden Ärzte schäumen vor Wut….
So ein verhängnisvoller Fehler darf keinem Mediziner unterlaufen
Dr. Kohl und Mark vermuten Amtsmissbrauch…..gibt sich ohne Fachwissen als Spezialist aus
Abgebrochenes Medizinstudium wäre auch denkbar, aber trotzdem schnelle Kohle machen……
………….mit einer Praxis wo der Weißkittel mehr Schein als Sein ist
Oder….oder irgend so ein Scharlatan, der sich daran aufgeilt Patienten in Panik zu versetzen
Unfassbar!!!...Grauenhaft…solche Halunken gab und gibt es immer wieder….dem drehe ich den Hals um
Wütend wollte ich alle Praxen stürmen, jede Krankenakte beschlagnahmen, die Ärzte ausquetschen
Leider musste ich mich von Mark und Dr. Kohl belehren lassen, dass mir absolut die Hände gebunden sind
Wahnsinn….sogar den Ehemann darf man auf dem Trockenen sitzen lassen, kann die Auskunft verweigert werden
Meine Marke ist noch überflüssiger, völlig nutzlos…ohne begründeten Verdacht darf die Polizei gar nichts unternehmen
Die Ärzte gehen auf die Barrikaden, wenn ihr „heiliges“ Ansehen auch nur angekratzt wird
Alle können auf ihr oberstes Gebot, den allmächtigen Schutzmantel, die Schweigepflicht, beharren
Dr. Kohl und Mark sind so außer sich wegen so einem Skandal, der „Kollege“ bringt alle Ärzte in Verruf
Sie überlegten in alle Richtungen wie man diesem unfähigen, mysteriösen Unbekannten aus dem Verkehr zieht, bevor er noch mehr Leute ins Unglück stürzt
Leider ohne Resultat. Wenn Leni den Arzt benennt, der den Vulkan auslöste, ja dann…
Dann kann er belangt ….vielleicht sogar ein vorläufiges sofortiges Berufsverbot verhängt werden
Tragischer weise ist meine Frau aber….sie ist……ist…..
Leni muss wegen der Fehldiagnose doch schon wahnsinnig sein
Wie von Sinnen, panisch, gehetzt, erinnert sich an das Leid von Mutter, glaubt ihr Ende nahe
Die Vorstellung, dass meine Frau von Todesangst gepeinigt ist sticht mir qualvoll ins Herz
Allein sein mit der Krankheit – das ist ein Verzweiflungsentschluss von Leni
…..sie hält die Trennung garantiert für absolut richtig, korrekt…die beste….humanste Lösung für uns Alle
Oh Mann das ist so….so...Einfangen, greifen, herbei zaubern möchte ich sie….ich drehe gleich durch
Führe mich auf wie ein Idiot…….Nein..!!!....Nein!!!.....Runterkommen Jan….
Durchatmen……die entsetzliche Ungewissheit ist noch nicht beendet….wie lange noch?… wann..wann endlich..???
 

 „Beruhige dich Jan….Ich, jawohl ich müsste ausrasten
Der Übeltäter bin ich….hier Hajo Trautzschke sitzt auf der Anklagebank“
 
„Rede doch keinen Unsinn, Hajo!!!“
 


 
Leni beeilte sich so mit dem Einkauf als sei der Teufel hinter ihr her
Lebensmittel, Getränke und  Hygienesachen nahm sie fix aus den Regalen, verstaute alles noch schneller im Einkaufswagen
Einige Leute wunderten sich über die gestresste, sehr nervöse Kundin an der Kasse
Die Kommentare wie: „Die hat es aber besonders eilig“….“Noch so jung, aber schon ein Nervenbündel“ hörte Leni nicht mehr
Schnell lief sie zum Auto, stellte die Taschen hinein und raste davon
Leni atmete erst wieder durch, als sie sich sicher war das ihr Niemand folgte
 
 
 
Jan hatte nun keine Geduld mehr
„Erst gibst du solchen Quatsch  von dir, Hajo und dann schweigst du mich an, ich möchte nun wissen...
Wie kommst du bloß auf den Unsinn, Hajo?“
 
  „Jan, es ist kein Unsinn. Ich schweige dich auch nicht an, musste nachdenken wie ich es erklären soll
Aber….ich bin und bleibe schuldig, denn du, ja  D U  JAN, hast die Wahrheit entdeckt und das ausgerechnet auf Katrins Grab
Erst jetzt weil……… weil….weil ich so selten auf den Friedhof gehe…..
Es kostet mich immer noch Überwindung vor dem Grab meiner Frau…..
Jan es tut mir so leid, wirklich sehr, sehr leid….deine vergebliche Suche….die vielen Reisen
Du.. wir Alle haben uns mit unzähligen Fragen gemartert.
Die Ungewissheit quält uns schon so lange, aber an dir hat  es am stärksten gezerrt
Alles nur weil ich nicht…..Ich bin schuld…..es tut mir so unendlich leid…wenn ich gewusst hätte
Du musst mir glauben, dass ich dich nicht durch die Hölle jagen wollte, schreie, tobe Jan
Hier sitzt der Schuldige….ja ich, nur ich allein bin schuld für dein……“
 
„Schweig Hajo!!!“ herrschte Jan ihn barsch an
„Hör auf dich anzuklagen. So etwas will ich nie wieder hören. Du bist jetzt still, sofort…
Dich trifft keine Schuld weil du selten zum Grab gehst
Du trauerst mit dem Herzen, ich weiß das und Leni weiß das auch
Der Brief an ihre Mutter sollte erst gefunden werden wenn……wenn…
Tja wenn………Ich weiß ja selbst nicht warum es mich so magisch an Mutters Grab zog“
 
„Um endlich die Wahrheit zu finden Jan und ich weiß genau……genau
Ich weiß, dass dein Herz, Gefühle, deine Liebe dich dort hinführte
Jan, glaube mir….Leni liebt dich auch sehr….
Nicht nur der Abschiedsbrief, auch die Zeilen vom Grab sind alles Treue/Liebesbekenntnisse an dich:
„Mein Jan….würde alles für mich tun…sich für mich aufopfern
Mein Liebster….der fürsorglichste Ehemann und Papa in einer Person…….muss stark, gesund bleiben
Jan, meinem Schatz will ich nicht zur Last fallen….Mein Mann hat schon zu oft gelitten“
Die Zeilen räumen wirklich jeden Zweifel aus, das es zwischen euch Unstimmigkeiten, Streit gab
Dein wildgewordener Vater müsste sich auf Knien bei dir entschuldigen, Jan
Ist nichts mit Sexualdelikten und Verbrechen…..Leni ist „geflohen“ wegen einer verheerenden Fehldiagnose
Doch ich begreife meine Tochter nicht….das geht mir nicht in den Kopf….wie konnte sie das nur tun
Leni weiß doch welche Tragödie sie bei uns auslöst…Vor allem wie maßlos sie dich quält, Jan
Ich denke jetzt reagierst du wie von ihr vorausgesagt…….du hasst deine Frau, verflucht sie für immer“
 
„Jetzt hör aber auf, Hajo….Hass…Fluch, mir laufen Schauer über den Rücken
Ich bin verzweifelt, ja, es tut weh, dass sich Leni mir nicht anvertraut hat
Sie schreibt so hoffnungslos, als sei…sei…sei ihr Ende nahe
Dabei müsste eine gebildete Frau wie sie doch wissen wer fortschrittlich die Medizin ist
Auch Brustkrebs kann sehr gut behandelt, ja sogar schon erfolgreich bekämpft werden
Nur leider…leider sind die Leidensbilder von Mutter bei Leni wohl zu tief eingebrannt
Mit dem Anblick ihrer Mutter vor Augen kann sie nicht mehr klar denken, gerät in Panik
Anders kann ich mir das unfassbare Verhalten meiner Frau nicht erklären
Aber ob so oder so, die Verzweiflung und Ungewissheit bleiben, genauso wie die quälende Frage an welchem Ort Leni sich aufhält
Total hirnrissig, dass ich Idiot nur an schöne Plätze, an gemeinsame Urlaubsorte dachte“
 
„Du bist kein Idiot, Jan wie kannst  du nur so etwas sagen
Darf gar nicht daran denken, wie du dich bei der Suche aufopferst, nichts auslässt
Du zerreißt dich förmlich…Ich bin auch verzweifelt, dass meine Tochter irgendwo da draußen rumirrt
Leider stehe ich bei all deinen Unternehmungen, nur blöder, wie ein Krüppel…ein…ein Lahmer daneben“
 
„Das ist Unsinn Hajo und das weißt du auch. Mein Hinausstürmen hat Leni auch nicht zurückgebracht“
 
„Du weißt nicht mehr weiter Jan….du gibst auf“
 
„Aufgeben..?“
 
„Verdammt ja, ich will auch das es ein Ende hat… möchte Leni so gerne in meine Arme schließen
Die jetzige Situation….Leni verschollen….ihr Verhalten…einfach abtauchen…Lenis Lage…
Eure Lage, vor allem deine Lage Jan….das ist unhaltbar, unzumutbar…..
Ich dachte….meine nur…du..du bist mutlos, erschöpft, ausgelaugt, kannst nicht ewig umher hetzen
Immer vergeblich….ständige Enttäuschungen….daran gehst du zu Grunde Jan“
 
„Hajo, das Wichtigste ist Leni aus ihrer Angst zu holen.
Ich will nicht, dass sie wegen der verheerenden Diagnose unzählige Male untersucht wird.
Herum geforscht….experimentiert….sie als Versuchskaninchen benutzt oder sich evtl. einer Hypnose unterzieht,  vielleicht gar von einem „Wunderheiler besprechen“ lässt….oder…oder…was weiß ich noch“
 
„Mir fällt gerade ein Jan, die Kasse trägt nur einen kleinen Beitrag
Egal welche Methode, alle kosten eine Stange Geld….so viel kann Leni nicht gespart haben
Ergo: Verfügt sie gar nicht über so viel Geld für lange, kostspielige Behandlungen…oder hat sie etwa…
Hat meine Tochter etwa euer Konto leergeräumt….
Entschuldige Jan, die Frage ist mir rausgerutscht, eure Finanzen gehen mich nichts an“
 
„So halte ich es auch mit Lenis Sparbuch….ich fragte nie danach und es interessiert mich auch jetzt nicht
Ich denke, dass der Betrag, den sie von unserem Gemeinschafts-Konto abhob, eine Weile ausreicht um die Kosten ab zudecken“
 
„Von eurem Konto Jan…ich habe mich wohl verhört…und das sagst du so ganz ruhig…wie nebenbei
Ich fasse es nicht…he Schwiegersohn stehst du unter Schock oder was….wenn ich du wäre, würde ich vor Wut schäumen……..du finanzierst Lenis, Lenis…“was auch immer“, deine Suche kostet Unsummen und die Familie musst du auch noch ernähren….Das ist die Vorstufe zur Sozialhilfe
Warum sagst du denn nichts, ich würde dich doch finanziell unterstützen“
 
„Keine Sorge Hajo, noch nagen wir nicht am Hungertuch
Bei dem großen Betrag den Leni abhob stutzte ich auch erst….aber Wutausbrüche….nein
Jetzt kenne ich den Auslöser……Ich glaubte immer daran, dass dieses Drama einen schwerwiegenden Grund hat
Egal wo meine Frau ist, wie lange Leni sich „versteckt“ sie darf keine Not leiden
Essen, ein Dach über dem Kopf, Handhabungen, welcher Art auch immer, kosten Geld
Für mich ist Leni keine Durch geknallte, die Unsummen für irgendwelche Abenteuer, nichtsnutziges Zeug verjubelt“
 
„Puh Jan, in der Unfassbarkeit auch noch der verständnisvolle Ruhepol bleiben, du bist wohl durch und durch aus „Geduldsholz“ geschnitzt“
 
„Ich will Leni wieder an meiner Seite haben, mehr nicht Hajo
Mit meiner Frau unsere Ehe leben, gemeinsam in unserem Heim, neben mir
Unserem Sonnenschein bin ich schuldig, dass sie mit ihrer Mutter aufwächst
Mit den Einrichtungen die mir Dr. Kohl nannte, kann ich endlich gezielt suchen“
 
„Du verzeihst Leni also ihre Heimlichtuerei…gibst wirklich nicht auf, Jan“


„Es gibt nichts zu verzeihen Hajo…..“Krebs-Fehldiagnose“…ein Skandal…unfassbar!!!!
Erspare mir bitte weitere Erklärungen, ich informiere dich sofort wenn ich zur 1.Adresse fahre“
 
„Jan du willst doch nicht sofort los….Jan so warte doch…..“ aber Hajos Rufen hörte Jan nicht mehr
 
 
 
„Bodo, du bist ein hoffnungsloser Fall……erinnerst du dich
Vor länger Zeit sagte ich dir schon dein blödes Verachtungsgehabe gegen mich zu unterlassen
Aber du läufst noch immer mit einem „Henkerblick“ hier rum….einfach lächerlich
Sorry, es ist mir entfallen warum du dich so aufführst…wie lauteten deine konkreten Vorwürfe nochmal???
 
„Das weißt du sehr wohl, Herr Dr.,Dr., Prof., Prof. Oberschlau-Genie
Es geht um dein Teufelsspiel wegen Patientin, Ehepaar und dem Polizisten Maybach“
 
 „Mensch Bodo, das ist längst Schnee von gestern. Doch alles ruhig, kannst dich wieder abreagieren
Das Ganze turnt nur noch meine Fantasie an, wenn ich mir so ausmale wie das bei den 2 zugeht
…..Kein glückliches Ehepaar mehr, die „arme Patientin“ überschüttet den Gatten mit Selbstmitleid
Maybach, Polizist, der Freund und Helfer, kann nicht helfen, steht ratlos daneben
Ihr Gejammer zwingt ihn in die Knie, er wird nervös, aggressiv, gereizt
Glaube mir Bode, ein leidende Frau…die Diagnose….verkraftet selbst der stärkste Bulle nicht
Ich erkläre dir das alles auch ausführlich, aber nicht jetzt während der Sprechstunde“
 
„Ganz fix komme ich darauf zurück, Ingo
Du musst zur Vernunft kommen – Du M U S S T. Ich lasse dich nicht vom Haken“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 27 Feb 2015, 22:21

Jan schaffte es kaum noch das Weinen vor seiner Kleinen zu verbergen
Er wollte, er musste sich so zusammenreißen, aber manchmal konnte er die Tränen doch nicht unterdrücken
Wenn Jan, wie jetzt, von seiner Suche ohne Leni zurückkehrte, brach ihm Angstschweiß wegen Dana aus, panisch dachte er:
„Die immer traurigeren Blicke unserer Kleinen schneiden mir tiefer und tiefer ins Herz
Ihre Fragen mit ihrem leisen Stimmchen: „Wo ist Mami….Mami nicht mitgekommen…
Wann kommt Mami wieder…“ verkrafte, ertrage ich kaum noch…wie lange….wie lange, wie oft noch..??"
 
Lange drückte Jan Dana an sich, streichelte sie, flüsterte ihr leise ins Ohr, bis sie sich beruhigt hatte
Er redete und redete, suchte erregt in Gedanken nach passenden Worten
Auf keinen Fall wollte Jan, dass die Kleine sich von ihrer Mutter verstoßen fühlte, in dem kleinen Köpfchen schlechte Gedanken einnisteten
Er bemühte sich nicht irgendwelche leichtfertigen Versprechungen zu machen….
Doch Dana zu belügen …nein…das brachte Jan auch nicht übers Herz
“Wenn ich Leni nun doch nicht finde?????....Was dann????“ pochte es währenddessen in Jans Kopf
 
Zum Glück vertraute Dana dem Papa noch, verhielt sich nicht verstört oder sonst irgendwie verändert
Erleichtert spielte und kuschelte Jan danach noch mehr und noch länger mit dem kleinen Schatz
„Sie ist jetzt oft allein….schon solange ohne Leni….ich muss ihr Mutter- und Vaterliebe ersetzen,
Dana darf sich nicht einsam fühlen, ich will ihr jede freie Minute widmen“ drückte Jan die Kleine noch zärtlicher  an sich
 
 
 
Seit dem Einkauf fühlte sich Leni noch miserabler, noch mehr mit schlechtem Gewissen 
Wieder und wieder beschimpfte sie sich zornig:
 „Benimmst dich wie eine Verbrecherin…entsetzlich..unfassbar…
Schleichen….verkleiden….ducken….als laufe eine Großfahndung nach mir…was ist nur aus mir geworden
Ich will in mein altes Leben zurück…wieder dorthin wo mein Glück wohnt
Zur Familie, zu unserem Goldschutz, zu meinem kostbarsten Schatz..zu Jan
 
Schluss – Aufhören, Fr. Maybach  -  Dein Platz ist hier, genau hier
…..Ach Jan…Jan, Liebster…….Vergiss mich schnell… jeder Gedanke an mich ist Verschwendung“
 
 
 


Die Fragen seiner Mutter trafen Jan völlig unvorbereitet:
„Dana schläft, können wir mal in Ruhe reden mein Junge….obwohl ich…
Ich meine….Die letzte Suchereise nach Leni war wieder vergeblich….nur du..du..
Jan, du bist noch niedergeschlagener, noch trauriger…..doch, doch, deine Mutter kennt dich
Mir machst du nichts vor Junge…..Das kann doch eigentlich nur bedeuten…….“
 
„Richtig Mama, wie ich dir bei meiner Rückkehr schon sagte, auch in der letzten Einrichtung kannten sie keine Leni Maybach
Das bedeutet lediglich, dass ich die Suche an der nächsten Adresse von Dr. Kohls Liste fortsetze.
Ich meine mich zu erinnern dir das ebenfalls erklärt zu haben“
 
„Ja das hast du mir erklärt, Jan
Deine Mutter ist aber nun ganz offen, ehrlich zu dir..…
Nimm es mir nicht übel, Junge aber du…du siehst miserabel aus, aschfahl…furchtbar gealtert….du bist am Boden zerstört
In den Centern sieht man in dir wohl einen Eindringling oder noch schlimmer….
Wirst du etwa wie ein Verbrecher behandelt, Jan und die führ…….“
 
„Nein Mama, nein…..ganz so schlimm ist es nicht, eigentlich sehr unterschiedlich
Mein Anliegen ist ja auch sehr ungewöhnlich
Geschieht wohl selten, dass der Ehemann fragt ob seine Frau hier behandelt wird 
„Schweigepflicht“ darauf pochen Alle zuerst, womit sie ja auch leider recht haben
Die Patientin kann bestimmen, dass auch dem Gatten jegliche Auskunft verweigert wird
In jeder Einrichtung verhalten sie sich anders….Erstaunt….hilfsbereit….fassungslos…aggressiv..
Die Begriffsstutzigen löchern mich mit zahllosen Fragen….hier Freundlichkeit, dort Ablehnung
Schlimm ist es wenn „Herr Prof. oder der hohe Chef des Hauses“ sich ganz stur stellt
Doch wenn ich höflich frage, führen sie meistens auch ein Gespräch mit mir
Inzwischen merkt man mir die Verzweiflung wohl an, hält mich nicht für einen Irren der rumfantasiert
Mit Dr. Kohls unterstützender, schriftlicher Erklärung gibt sich dann auch der verschwiegenste Weißkittel mit mir ab
Der eine kurz,  der andere länger….aber ob so oder so Lenis besonderer Fall löst überall Entsetzen aus
Doch ich glaube ihnen wenn sie mir dann beteuern Leni weder zu kennen, zu behandeln oder je untersucht zu haben
Meine Menschenkenntnis ist eigentlich ganz o.k., konnte mich jedenfalls bisher darauf verlassen
Wenn du sagst ich sehe miserabel aus lassen wir das mal so stehen. Mütter haben immer recht“
 
„Jan, bitte entschuldige ich wollte dich nicht verletzen“
 
„Du hast mich noch nie verletzt Mama und was wahr ist muss ausgesprochen werden
Dieses Abfragen in den Einrichtungen schlauchen mich natürlich…doch mehr noch die ständigen Fehlschläge
Hoffnungsvoll mache ich mich auf den Weg……aber dann
Dann bin ich noch verzweifelter, hoffnungsloser, falle quasi immer in ein noch größeres Loch
Du hast ja selbst gesehen, dass ich bei Dana die Tränen nicht mehr unterdrücken kann
Ihre wachsende Traurigkeit ertrage ich kaum noch, möglich, dass sie mich bald beschimpft: „Böser Papa…weg….geh weg“, schlägt wütend mit ihren kleinen Fäustchen auf mich ein, vielleicht darf ich den Schatz dann nicht mal mehr streicheln“
 
„Was redest du denn Jan, Dana hängt so an dir, liebt dich mit jeder Faser ihres kleinen Herzchens“
 
„Aber wie lange noch, Mama….wie alle Kinder sehnt sich auch Dana nach ihrer Mami
Sie begreift….kann doch noch gar nicht begreifen warum Leni nun nicht mehr bei ihr ist
Was wenn der Schatz sich plötzlich verändert….
Ich weiß nicht was in ihrem Köpfchen oder Herzen vor sich geht….niemand weiß das
Genauso miserabel wie ich aussehe fühle ich mich auch, leer, ausgebrannt, am Boden zerstört
Meine Haare….ich schätze bald bin ich schlohweiß
Alles um, wegen und mit Leni ist wie ein riesiges, unlösbares Rätsel und ich meine….
Ich komme mir vor als ob ich in einem finsteren endlosen Tunnel laufe aus dem es kein Heraus gibt
Tja Mama, du wolltest das ich ehrlich bin – das gerade war die Wahrheit
Noch stärker will ich dich aber nicht belasten, Punkt – nun bin ich still“
 
 „Unsinn Jan, belasten, wenn es dir hilft höre ich noch stundenlang zu
Aber so kann es nicht weitergehen Junge, lange verkraftest du das nicht mehr
Du bist doch nur noch ein Schatten deiner selbst, abgemagert….ein Gerippe…
Ich habe sowieso ständige Angst, dass du plötzlich vor meinen Augen zusammenbrichst
Du sagst ja selbst, dass dir jede neue Enttäuschung quasi den Boden unter den Füßen wegreißt
Nicht auszudenken, wenn du bei der Suche, plötzlich am Steuer einen Zusammenbruch erleidest
….Unfall…..schwer verletzt, vielleicht gar für immer behindert….was soll dann aus der Kleinen werden
Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch Jan, aber bitte, ich bitte dich beende das Umher hetzen
Es ist nicht abzusehen wie lange du für Dana noch Vater und Mutter, also beide Elternteile sein musst
Das schaffst du nicht Junge, wenn du dich weiterhin zerreißt, aufreibst, der Psychokrieg an dir zerrt
Glaube mir, ich wünsche mir doch auch, dass Leni wieder zurückkehrt, ihr wieder eine glückliche Familie seid
Jan,….. wollen wir nicht gemeinsam in aller Ruhe überlegen welche Wege oder Möglichkeiten es außer der Suche in den Einrichtungen noch gibt um Leni zu finden?“
 
………………………………………………………….
 
„Jan, schau mich nicht so an….schrei…tobe….schimpfe mit mir, wenn dir danach ist…“
 
………………………………………………………………………….
 
„Jan..Jan….Jan bitte….. sage doch etwas…..rede mit mir…“
 
„Mama, leider gibt es nichts nachzudenken, zahllose Wege bin ich durchgegangen, überlegte hin und her, leider vergeblich

Gemeinsam mit Hajo immer wieder ergebnislos nach anderen Möglichkeiten gesucht
Um Leni wirklich zu finden, muss ich weiter die benannten Einrichtungen abklappern“
 
„Unmöglich Jan…das geht nicht….Bei der nächsten Enttäuschung trifft dich der Schlag, erleidest du einen Herzinfarkt….verlierst den Verstand…oder…oder….Muss ich dich nochmal erinnern was aus Dana werden soll“
 
„Glaube mir Mama, ich denke bei allem was ich tue an mein Kind, an meine Kinder, für Benni möchte ich auch gerne noch eine Weile da sein
Natürlich bin ich momentan psychisch und physisch in schlechter Verfassung
Aber ich glaube zu wissen wo meine Grenzen sind und trete rechtzeitig auf die Bremse, versprochen
Soweit ist es aber noch nicht und deshalb arbeite ich die Liste von Dr. Kohl weiter ab
Am Dienstag, also übermorgen fahre ich zur nächsten Einrichtung“
 
„Das wirst du nicht tun Jan….so schnell wieder aufbrechen….das verbiete ich dir“
 
„Dienstag Mama, sorry, aber es bleibt bei Dienstag“
 
 
 
 
 
  „Keine Sprechstunde, für heute stehen keine Termine mehr an, Ingo
Ich bestehe darauf, dass du jetzt mit mir redest, die Karten über Fr. Maybach ganz offen aufdeckst
Meine alle Karten, auch vom KOK und deinem ganzen Satans-Intrigengeflecht“
 
„Ach Bodo, ich verschwende ungern meine kostbare Zeit für lange Reden
Obendrein fürchte ich, dass dein beschränkter Verstand den Sinn von allem sowieso nicht begreift
Andererseits will ich mich von dir Klette nicht ewig nerven lassen
 
...Nun gut, ich bin so gnädig und erkläre, eben für Doofe, langsam und ausführlich
Das letzte Mal brach ich wohl ab bei der Auflistung welche weiteren Folgen die Lügen-Diagnose  für den Polizisten hat
Ich weiß, korrigiere, ich bin 100%ig überzeugt, dass alles folgendermaßen abläuft:
Ade KOK…Präsidium…Karriere….Maybach fällt tief und landet geradewegs im Dreck
Der Ehe gebe ich höchstens noch ein halbes Jahr, vielleicht steht der Scheidungstermin ja schon fest
Glückliche Ehe und eine Polizisten- Kariere zerstört, aber ganz wichtig, einen intelligenten Konkurrenten vernichtet
Wie gesagt, ich merkte  sofort das Maybach clever ist, fast so clever wie ich….ein Genie
Jetzt klopfe ich mir auf die Schulter, gut gemacht Ingo, wieder ein Hoch-Intelligenter Nebenbuhler weniger
Maybach ist garantiert weg vom Fenster, irgendwie komme ich auch noch an die Bestätigung
Zu gewinnen, der Sieger zu sein….das ist so ein geiles Gefühl Bodo
Mein Plan hat funktioniert. Das Spiel hat sich also gelohnt“
 
„Du….du… du ekelst mich an…bist so widerlich…der leibhaftige Teufel
Mit deinen abscheulichen, hirnrissigen Spielchen brichst du dir irgendwann selbst das Genick
„Genies vernichten“....Glückliche Ehen zerstören“…das ist so armselig….bekloppt“
 
„Schluss für heute Bodo, mir fehlt die Lust um mich von deinem Ganovenjargon weiter beleidigen zu lassen
Du kannst dir inzwischen ja noch einige fiese Beschimpfungen überlegen
Ich lasse dich rechtzeitig wissen wenn mein Barometer wieder auf „Gute Laune“ steht“
 
„Nicht so Ingo, ich lasse mich nicht wie einen Dummkopf behandeln“
 
„Da ist die Tür Bodo – RAUS!!!
…….Du willst  hier Wurzeln schlagen?  Bitte gerne Bodo, für mich bist du nicht mehr anwesend“
 
Die Fensterscheibe klirrte dann doch verdächtig beim Türzuschlagen

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 28 Feb 2015, 15:44

„Wie läuft es denn mit Luca, Hajo….versteht ihr die Kölsch Fremdsprache inzwischen?“
 
„Jan…du…du hier…du im Büro
Du willst dich doch jetzt nicht in Arbeit stürzen. Vergiss es Jan, dass lasse ich nicht zu
Ich habe vollstes Verständnis, dass du die Suche nach Leni resignierst beendest
Doch jetzt musst du erst mal an dich denken, wieder Kraft tanken“
 
„Die Suche nach meiner Frau ist unterbrochen aber nicht beendet, Hajo
Ich habe in allen benannten Einrichtungen nachgefragt. Dr. Kohl erstellt gerade eine neue Liste
Komm sei gnädig Hajo, wenn ich untätig rumsitze drehe ich durch
Ich werde bestimmt nicht mit euch zum Einsatz rasen
Aber beschäftigen Chef, ich brauche Beschäftigung, muss irgendetwas tun“
 
„Ist ja gut Jan, ich hab´s kapiert. Du kannst dich im Innendienst austoben solange du willst
Ach und wegen Luca…..die Kooperation läuft bestens
Dein Freund ist ein netter Kerl, die gesamte Kölner Polizei besteht anscheinend nur aus netten Kollegen
Doch wie du weißt läuft die Fahndung bundesweit und inzwischen sind wir Experten im Dialektverstehen
Aber ich möchte nicht, dass du dich in den Fall, in die Mordsache der Anlageberaterin rein stürzt“
 
„Das hatte ich auch nicht vor Hajo
Darf ich trotzdem fragen warum gerade der Fall für mich „tabu“ ist?“
 
„Weil der Zeus….Zins schon damals bei der Befragung, gerade zu dir, ziemlich unverschämt  war
Ich will nicht, dass du dich da reinsteigerst Jan, erregst, nicht jetzt
Du bist…bist….bist gerade jetzt nicht in der Verfassung dazu“
 
„Zu Befehl Chef…..geht klar“ ging Jan zu seinem Schreibtisch
 
 
„Wegen deiner Kleinen Jan….ich wollte dir nur sagen, dass Dana immer noch jederzeit zu uns kommen kann“
 
„Danke Ina, dass weiß ich. Allerdings wäre Mama dann beleidigt, sie kann Dana nämlich gar nicht genug knuddeln
Da ich aber vermute, dass ihr das bald zu viel wird, melde ich mich rechtzeitig bei dir“
 
„Jan…wegen Leni. Ich helfe dir jederzeit, du pfeifst und ich springe
Zuerst müsste ich aber wissen……Ich meine, du bist so schweigsam….willst du nicht mal von Leni…..“
 
„Nein Tom, bitte nicht und auch du Ina, seid jetzt nicht sauer
Ich kann nicht ständig….ich schaffe das einfach nicht mehr…..Jedes Wort ist wie ein Realitätsschlag
Ihr seid über die Fehldiagnose informiert, wisst auch sicher, dass ich jetzt in entsprechenden Einrichtungen suche
Aber……… leider bisher erfolglos  Mehr gibt es nicht zu sagen, über alles Weitere möchte ich jetzt nicht reden“
 
„Schon klar Jan, wir hatten auch nicht vor dich auszuquetschen“
 
„Versprochen Jan, nichts mehr über Leni. Tom und ich sind ganz brav…äh, meine still“
 
Jan nickte nur, verschaffte sich aber schon auf seinem Tisch einen Überblick was er zuerst erledigen sollte
Von seinem Platz kam kein Mucks, verstohlen schauten Ina und Tom immer wieder zu ihm
Aber Jan „beschäftigte“ sich so emsig als stehe er unter Zeitdruck
Er tippte, heftete ab, vertiefte sich in Akten, sortierte, stellte oder holte etwas aus dem Schrank
Für Ina und Tom war es sehr ungewöhnlich, dass Jan sich so still verhielt als sei er gar nicht anwesend
 
 
„Einsatz Kollegen“ stürmte Hajo da aus seinem Büro
„Die Angaben waren knapp, anscheinend versuchter Raubmord
Kollegen verfolgen aber den Täter und wir schließen uns sofort an
Also los geht´s…..Du nicht Jan. Das gilt nicht für dich.
Du wolltest nur……“
 
„Am Schreibtisch sitzen und das tue ich ja wohl auch noch
Ich habe mich keinen mm vom Stuhl erhoben“
 
 
…………„Ich würde gerne wieder mit den Kollegen zum Einsatz fahren“ schaute Jan bitter den 3 nach


„Aufhören mit den Spinnereien Jan, ist nichts mit Einsatz, unverantwortlich in deinem Zustand
Ich bin eine Last für die Kollegen, nervös, nur unnötigen Wirbel machen
Nicht auszudenken, eine Waffe in meiner zittrigen Hand…könnte schnell zum Mörder eines Unbeteiligten werden…..Schluss jetzt“ haute Jan wie ein Wilder auf die Tasten“
 
 
 
 
 
„Wie konnte das passieren, wieso habt ihr den Täter aus den Augen verloren
Es hieß doch ihr klebt ihm an den Fersen….Wir sind also völlig umsonst hierher gerast“ brüllte Hajo
 
„Herr….Herr  HK…wir können…wir wollen…lassen Sie sich erklären“ stotterte der Kollege in Uniform
 
„Ich will nichts hören. Klären Sie uns lieber über die Tat auf. WAS…WO….WANN…WER????“
 
„………………………………………………………………………..“
 
„Das reicht“ stoppte Hajo bald den Kollegen „So ausschweifend wollte ich es gar nicht hören
Wir machen uns lieber vor Ort ein Bild…..Humboldtstr.  18 sagten Sie“
 
„Jawohl Herr HK“ bestätigte der Kollegen mit hochrotem Kopf „Die Kollegen sind noch am Tatort“
 
 
 
„Respekt, Respekt. Das Haus sieht aus wie ein kleines Schlösschen“ meinte Tom anerkennend am Tatort
 
„Deiner Logik nach wollte der Täter in dem Schloss dann den Schlossschatz rauben“ witzelte Ina


Im Haus ging es ziemlich ruhig zu
Holger erklärte Ina: „Viel zu untersuchen gibt es hier nicht. Wir sind fast fertig
Aber hier…Hokuspokus: Die Tatwaffe…mit dem Messer habt ihr den Fall doch so gut wie geklärt“
 
„Wie du meinst….heißt das der Kerl hat sein eigenes Tatmesser vergessen?“ stammelte Ina erstaunt
 
„Na ja, vergessen würde ich das nicht nennen. Hört euch besser mal an was die Hausherrin zu sagen hat
Diese Dame….Hut ab…Tapfer…cool…mutig…taff…beinahe eine kleine Heldin würde ich sagen“
 
Ina und Tom schauten sich erstaunt an und ihr Staunen steigerte sich als sie sich zu Hajo gesellten und hörten was das „Opfer“ berichtete
 
„HK Trautschzke, wenn ich es Ihnen doch sage…Genauso ist es abgelaufen…Ne, Ne…
So schnell murkst mich Keiner ab….Sie hätten meinen Schrei hören sollen
Der Grünschnabel raste davon als sei der Teufel hinter ihm her….machte mehr Schaden als Beute
Ich überraschte ihn als er gerade die Kette von der Ablage und einige Geldscheine einsteckte
Verflixt, schon der 3. Einbruch. Nur weil mein Haus 2 Türme hat und einer kleinen Residenz ähnelt,  vermuten die Halunken hier wohl eine Schatzkammer mit Kronjuwelen“
 
„Überdenken Sie alles noch mal in Ruhe Fr. Port, schlafen Sie 1 oder auch 2 Nächte darüber
Dann nehmen wir Ihre Aussage schriftlich auf, entweder hier oder im Präsidium, wohin Sie natürlich chauffiert werden
Ihr Wohlsein ist jetzt wichtiger. Sind Sie auch wirklich nicht verletzt, ist Ihnen vielleicht übel
Es ist besser, wenn Sie sich in der Klinik untersuchen lassen“
 
„H. Trautschzke, behandeln Sie mich nicht wie eine senile, alte Schrulle
Es lief genauso wie ich es sagte, Wort für Wort. Mir ist auch nicht schlecht und verletzt bin ich schon mal gar nicht
Mein Finger blutete weil ich in der Küche beim Kartoffelschälen wegen dem plötzlichen Lärm hochfuhr
Dort…die Scherben…der Trottel hat die schöne Stehlampe umgeworfen, ein kostbares Erbstück
Der blau eingehüllte Mann….. mir ist entfallen wie sich die Leute nennen….er sagte, mein Blut könne evtl. den Dieb überführen
Stimmt das Herr HK?“
 
„Wir, die „eingehüllten“ Männer sind von der Spurensicherung, Fr. Port“ erklärte Holger freundlich
 
„Hajo, der Täter trat in einen Bluttropfen, hinterließ einen winzigen Schuhabdruck
Aber!!!!...Außerdem, meint Fr. Port etwas Blut von ihr sei auf den rechten Schuh des Täters getropft
Sie versicherte mir, noch keine Brille zu brauchen, ihr Sehvermögen sei scharf wie ein Lux“


"Gerade Blut ist als Beweis sehr hilfreich. Wer weiß Fr. Port, vielleicht wird der Täter am Ende wegen Ihrem Schnitt überführt“
 
„Holger bitte, du verwirrst Fr. Port doch nur“ brummte Hajo
 
Fr. Port protestierte: „Nein, nein…der Schnitt ist doch nur eine Lappalie bei Ihrem Aufwand
Aber was Sie sagen klingt hochinteressant, H. Spurensicherer
Sie verstehen Ihr Handwerk und wissen wo es lang geht….und du hörst endlich auf mich wie eine Todkranke zu behandeln“ keifte sie dann den die ganze Zeit neben ihr stehenden Hausarzt an
 
„Sie sollten auf Ihren Arzt hören, Fr. Port, ein missglückter Raubmord führt oft zum Trauma“
 
„Schmarrn….RAUBMORD…Sie übertreiben maßlos H. Trautschzke
Von so einer kleinen Aufregung bin ich doch nicht traumatisiert….mich haut so schnell nichts um
Nun kennen Sie den Ablauf Herr HK, haben Sie noch Fragen?“
 
„Nein….momentan….ich glaube ni….Nein Fr. Port. Vielen Dank für Ihren exakten Bericht
Alles Weitere besprechen wir in den nächsten Tagen“ verabschiedete sich Hajo noch immer konfus über die ungewöhnliche Seniorin
 
Der Arzt folgte ihm in den Flur und meinte: „H. Trautschzke, ich behandele Fr. Port schon seit 20 Jahren
Auch wenn es ungewöhnlich ist, glauben Sie mir, es hat sich haargenau so abgespielt wie sie sagt
Die „mutige Heldin“ zählt nur wegen ihrem Geburtsjahr zu den Senioren.
Doch ihr glasklarer Verstand, Elan und Selbstbewusstsein machen sie zu einer besonderen Frau
Das Leben  der „liebevollen Beißzange“ verlief wie ein Abenteuer-Fortsetzungsroman
Ich möchte Ihnen gerne ein paar Schicksalsschläge von der alten Dame erzählen, H. Trautschzke
Danach halten Sie Fr. Port bestimmt für glaubwürdig, bzw. wissen, dass ihre Aussage der Wahrheit entspricht“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am So 01 März 2015, 15:33

Es dauerte ganz schön lange bis Hajo rief: „Ina, Tom….wir fahren ins Präsidium zurück“
 
Kaum im Auto fragte Tom: „Sag mal Hajo, du lässt dich doch sonst nicht ewig volllabern…“
 
„Kein Gelaber, Tom….Der „Leibarzt“ zog  mich mit jedem Satz mehr in den Bann
Jetzt Ohren gespitzt ihr 2, gegen die Port-Chronik sind unsere Fälle „leichte Kost“
 
 
 
„Ihr grinst so….demnach habt ihr den Täter geschnappt und gleich ins Verhörzimmer gebracht“
 
„Leider nein Jan, der Kerl ist den Kollegen entwischt, aber noch krasser….das Opfer!!!
Kurzum das Opfer fühlt sich nicht wie ein Opfer….einen „kleinen Zwischenfall“ nennt die Dame das Ganze
Trotzdem bleibt es ein versuchter Raubmord. Der Kerl ist mit einem Messer eingedrungen
Wir hatten leider schon viele Fälle wo die Beraubten erstochen wurden“
 
„Hajo, unsere Heldin lacht dich aus wenn du ihr das erzählt….also Jan sowas hast auch du noch nicht gehört
Bei dem „Tatablauf“ der „mutigen Oma“ klingeln dir die Ohren…nee das ist“ prustete Tom vor Lachen


„Puh….. Jan, wir verkohlen dich nicht, selbst der Arzt schwor, dass die Seniorin bei glasklarem Verstand ist
Kollege, ich berichte dir jetzt quasi eine „Rentner-Abenteuer-Premiere“…und immer schön dran denken……
…..jedes Wort Jan, beteuert unser „Opfer“, entspricht der Wahrheit“ legte Tom los
 
Tom „Tatsachenbericht“ dauert schon eine Weile und dann meinte er:
„Jan, deiner Mine sehe ich an, dass du alles für einen Dreigroschenroman hältst
Du denkst die senile Oma erzählt Dramen um sich wichtig zu machen“
 
„Irrtum Tom, ich denke hinter Fr. Port liegt ein langes bewegtes Leben, was sie abgehärtet hat
O.k….gleich 2 schwere Autounfälle, Krieg, Flucht, ausgebombt, Mann und Sohn gefallen, TB ausgeheilt,
der 2. Ehemann 10 Jahre lang ein Pflegefall, jetzt ist sie zum 2. x verwitwet, dem einzigen Enkel leiht sie eine hübsche Summe, zum Dank setzt der sich nach Übersee ab, jahrzehntelang schwere Akkordarbeit….
Das hört sich erst mal nach „Märchenstunde“ an
Aber es gibt genug alte Herrschaften, die ähnliche Schicksale wie Fr. Port erlebten
Deinem Bericht nach, lässt sie sich trotzdem nicht unterkriegen, ich ziehe meinen Hut vor der alten Dame“
 
„Schön das du uns glaubst, Jan. Wir hatten schon Angst du biegst dich vor lachen
Die Ermittlungen, die wir wegen dem komischen Clown jetzt haben, finde ich nämlich gar nicht witzig
Das Gesicht konnte Fr. Port wegen dem Helm nicht erkennen
Ihre knappe Beschreibung…. groß und schlank sei der Kerl gewesen….hilft uns auch nicht weiter“
 
„Wenn ich richtig verstanden habe ließ der Täter das Messer fallen, als die tapfere Heldin einen fürchterlichen Schrei ausstieß.
Dann stand der Typ versteinert, wie festgeklebt einen Moment da und ist dann blitzartig geflüchtet“
 
„Du denkst also doch ich hätte dir einen Bären aufgebunden, Jan“
 
„Nein, im Gegenteil Tom…..der „Auftritt“ kommt mir irgendwie bekannt vor…..
-------------------------------------
 
„Schreck-Zeck“….ja genau. Was meint ihr? Die Nr. hört sich doch ganz nach „Schreck-Zeck“ an“
 
„Genau, du hast recht Jan….sorry, das ich dich unterbreche…auch hier in seiner Datei steht es schwarz auf weiß“ zeigte Ina auf den PC-Bildschirm
„Zacharias Meth ist zuletzt 2011 zu 18 Monaten Haft wegen Einbruch und versuchtem Raub verurteilt worden. Man konnte ihn noch in lädiertem Zustand am Tatort verhaften
Für dich ist das neu, Tom, aber dir Jan sind wohl die Storys eingefallen, die Kollege Udo vom Raubdezernat hier im Büro zum Besten gab“
 
Jan nickte nur
 
Tom stand neben Ina und murmelte: „O.k. sein Strafregister ist länger als mein Arm….
Verwarnungen, Anklage fallen gelassen, zu Sozialstunden verurteilt, Bewährung, 2 Haftstrafen, usw., usw.
Aber wieso „Schreck-Zeck“!!! Lass mich nicht dumm sterben, Jan ....
Hintergrundwissen, klärst du mich bitte auf, Kollege?“
 
 
 
 
„Heute lief es sehr, sehr gut in der Praxis, du strahlst ja auch über das ganze Gesicht
Demnach bist du bester Laune, Ingo.
Ergo: Der passende Zeitpunkt wieder über deine Maybach-Intrigen zu sprechen“
 
„Korrekt, nach so einem erfolgreichen Tag bin ich wirklich gut drauf
O.k. Bodo, gnädiger weise rede ich mit dir über Maybach & Co.
Intrigen sind aber falsch. Das ist etwas für Schwachköpfe.
Was ich mit dem Bullen +  Weh-Wehchen-Gattin +  Karriere, letztendlich mit allem ein Höllenwerk veranstalte ist eine Super-Genie-Inszenierung zu der nur begnadete Hochintelligente wie ich fähig sind“
 
"Du bist kein Genie, Ingo. Oh nein, du bist wahnsinnig…..Ach was, du bist größenwahnsinnig
Mensch, was willst du eigentlich noch? Hier mit dem Center haben wir doch das „Großartige“ erreicht
Es läuft super, die Kasse klingelt, wir steuern kometenhaft auf eine Südseeinsel zu
Als reiche Männer wollen wir dann ordentlich auf den Putz hauen, uns amüsieren bis zum Abwinken
Hast du vergessen, dass  wir das alles mit Blutgeld, ja gar mit Mord erreichen
Wir stehen auf der Fahndungsliste ganz oben, die Praxis ist unsere beste Tarnung
In Räumen wo Kranke geheilt werden, vermutet die Polizei bestimmt keine Schwerverbrecher
Aber weil du deine verdammte Eitelkeit nicht bremsen kannst, dich für den Größten hältst
Weil du…du vor Überheblichkeit schon irr bist, dir einbildest alle anderen Intelligenten ausrotten zu müssen,  damit du als das wahre, einzige Genie hocherhaben dastehst, legst du uns den Strick um den Hals
Schluss jetzt, ich mache dein Risiko jonglieren nicht mehr mit, halte die Füße still, benimm dich unauffällig
Bevor ich wegen deinen „Spielchen“ im Knast lande bringe ich dich um, das schwöre ich dir“
 
„Bodo….Bodo, wann hörst du endlich auf so schwarz zu sehen, nimm es locker, so wie ich
Du landest nicht im Knast, dass verspreche ich dir. Warum auch…wir sind sicher in dem angesehenen Center
Also gönne mir den Spaß, die Genugtuung wie perfekt meine Pläne funktionieren
Ich bilde mir nicht ein genial zu sein, ich bin unbestritten das größte Genie
Wie Marionetten lenke ich Jeden dahin wo ich ihn haben will, dass macht mir so schnell Keiner nach
Für mein Meisterwerk kann ich mich wirklich beglückwünschen
Das dusselige Maybach Weibchen und der Super-Bulle erfahren nie das ich der Strippen-Zieher für ihr Unglück bin
Einmal gezupft und die Marionetten zappeln solange bis nur ein riesiger Scherbenhaufen bleibt
Das glückliche Ehepaar Maybach und der clevere Kripobeamte sind Vergangenheit
Aber ich, der Sieger,  strahle vor Schadenfreude und Genugtuung über meinen Genie-Plan
Ach Mensch Bodo, freue dich doch mit mir, du bist doch mein bester Kumpel“
 
„Ich….ich…ich bin geschockt, du bist..bist wirklich wahnsinnig
Nur Idioten veranstalten ein Teufelswerk um sich daran „aufzugeilen“…“anzuturnen“
Du spinnst dir die abartigsten Fantasie zusammen ohne zu wissen was in der Realität abgeht
Es wird Zeit das du wieder auf der Erde landest. Wir 2 sind Schwerverbrecher die sich nicht den kleinsten Fehler leisten dürfen
Was wenn dein Plan nicht funktioniert hat, Maybachs nicht auf deine Manipulation reingefallen sind
An H. Maybachs Stelle würde ich meine Frau bei einem anderen Arzt nochmal untersuchen lassen
Doch gut möglich, dass deine „verdreht ausgedrückte Diagnose“ längst aufgeflogen ist
Du kannst froh sein, dass Maybach nicht rein stürmte und dir die Fresse polierte
Der KOK ist wohl ein ganz Braver, hält sich streng an die Vorschriften
Polizisten dürfen keine Gewalt anwenden, die haben dafür zahllose bessere Methoden 
Die Mühlen der Ärztekammer mahlen ja sehr langsam, für die sind alle Ärzte Heilige
Maybach wird trotzdem nicht aufgeben, bis der unfähige Dr. aus dem Verkehr gezogen ist, der seine geliebte Frau mit so einer verheerenden Diagnose in Todesangst versetzte
Irgendwann sind alle seine Anträge genehmigt und dann stürzt er mit seinem Team hier rein
Bevor du überhaupt kaperst was los ist klicken die Handschellen
Deine Maskerade fliegt sofort auf, genauso wie deine Namensfälschung
Ein Verhör jagt das nächste, die Polizei schnüffelt und schnüffelt
Die finden Beweise, garantiert, ehe du bis 3 zählen kannst überführen die dich als Mörder
Kassieren mich als Mittäter gleich mit ein, statt Südseeinsel wandern wir in den Knast
Wann kapierst du endlich auf welch dünnen Eis wir uns bewegen
Auch du Genie kannst nicht in die Köpfe Anderer sehen, ihr Verhalten nicht vorausberechnen
Was wenn Fr. Maybach, H. Maybach, das Ehepaar, der KOK ganz anders reagieren als du geplant hast?“
 
„Die Maybach-Marionetten zappeln genauso wie ich es sage, meine Pläne gehen immer auf
Beruhige dich Bodo, deine Schwarzseherei ist völlig unbegründet
Ich habe alles im Griff und damit das auch so bleibt gerade Jemanden angeheuert der die Augen offen hält“
 
„Augen offen hält..?“ – Was soll denn das wieder heißen, Ingo? Drücke dich gefälligst klarer aus
 
„Mensch Bodo, du bist noch blöder als die Polizei erlaubt, liegt doch auf der Hand was ich meine
Detektiv – Informant, so eine Art Schnüffler eben, der überall seine Nase reinsteckt, die besten Beziehungen hat, von Penn-Brüdern unter der Brücke bis zu ranghohen Titelträgern reihum mitmischt
Ich erwarte in Kürze seinen 1. Bericht. Dann bist auch du sicher beruhigt das für uns alles bestens läuft“
 
„Bestens läuft….“, Schmarrn Ingo, ich hoffte so sehr du kommst zur Vernunft, schließt das entsetzliche Maybach-Desaster endlich ab….doch jetzt….Oh Mann, ich drehe noch durch
Stattdessen gibst du immer Gas, jetzt auch noch Informant…Schnüffler.
Das halten meine Nerven nicht aus Ingo, wegen dir bin ich bald reif für die Klapse“
 
„Tja Bodo, man darf die Rechnung eben nie ohne den Wirt, sprich mich Genie machen
Der Informant meldet sich gewiss bald.
Ich bin mir sicher was er berichtet wird auch dir gefallen“
 
„Nichts gefällt mir, gar nichts mehr, Ingo. Hier ein paar Worte, da wieder ein paar Sätze
So bringe ich dich nie zur Vernunft.
Du lässt mich ständig im Regen stehen und was du detailliert aufklären, abschließend besprechen nennst ist ein billiger Schnulzen-Fortsetzungsroman, dessen Ende in den Sternen steht“
 
„Also mir gefällt das Bodo, es wird nicht langweilig. Andere schweigen sich tagelang an
Doch bei meinem  Geniespiel geht uns nie der Gesprächsstoff aus“
 
„Ingo!!....Irgendwann erstickst du an deiner grenzenlosen Überheblichkeit...ich schwör´s“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Mo 02 März 2015, 19:25

„Jan behält das große „Schreck-Zeck“ Geheimnis lieber für sich, dann musst eben du mich informieren, Ina“
 
„Ne, ne Tom, Jan hatte den Tipp mit Zeck, ihm gebührt der Bericht.
Er legt sicher auch gleich los. Es hat nicht jeder so eine MP-Schnauze wie du“
 
„Aus Zeck kann man kein Geheimnis machen Tom, der tritt überall wie ein Elefant im Porzellanladen auf“
 
„Oh Wunder, Jan Maybach hat seine Sprache wieder gefunden“
 
 „Unsinn Tom, ich überlegte nur eine Weile was genau  Kollege Udo alles von Zeck erzählte
Ich darf den Kerl ja nicht als Schwerverbrecher verleumden nur weil er ein  schräger Vogel ist
Also  -   Zecks richtiger Name ist Zacharias Meth, Tom….aber Zacharias…unmöglich.
Schon in der Kita hatten die Kleinen Probleme den, na ja, komplizierten, langen Namen auszusprechen
Also tauften die Kinder ihn schnell in Zeck um. In der Schule hat man die Kurzfassung fix mit übernommen, Kumpels, im Verein, beim Sport, Freunde, alle nannten und nennen ihn bis heute nur Zeck. Zacharias existiert quasi nur noch in seinem Pass
Als „Schreck-Zeck“ bezeichnen ihn die Kollegen vom Raubdezernat weil er……..
Kein Scherz Tom, die Bezeichnung „Schreck-Zeck“ passt zu dem Kerl wie die Faust aufs Auge
Zeck gibt sich mit einem riesiges Messer zwar immer wie ein blutrünstiger Schlachter, als wolle er Alle niedermetzeln  die sich ihm in den Weg stellen
Der Kerl hat aber gar nicht die Nerven dazu, er ist nämlich wirklich sehr, sehr schreckhaft, über-oder krankhaft schreckhaft kann man schon sagen
Den „Vitrinen-Fall“ nannte Kollege Udo einen Einbruch, wo es Zeck schlimm erwischte
Dabei hätte er dort wirklich gut abkassieren können, denn der Hausbesitzer verwahrte ein kleines Vermögen in einer Geldkassette
Zeck stopfte sich gerade die Scheine aus der aufgebrochenen Kassette in die Taschen, da raste ein Krankenwagen mit laut tönender Sirene vorbei….tja und der Meisterdieb
Jedenfalls taumelte Zeck vor Schreck haltlos umher, fetzte alles nieder was in der Nähe stand und landete schließlich in der Vitrine
Die Kollegen fischten ihn aus tausend Scherben Glas und Porzellan
Zu allem Unglück sammelte der Hausbesitzer auch noch Service in einer extra dafür angefertigten Vitrine
Keine gewöhnliche die man im Möbelhaus bekommt, die Glasfront hatte XXL-Format, füllte die ganze Wandbreite aus
Lautes Scheppern und Klirrte nahm kein Ende, die Nachbarn rannten herbei und meldeten den kurz darauf eintreffenden  Kollegen amüsiert: „Räuber gestellt und festgesetzt“
Die Kollegen sagten, der Schreck habe noch lange nachgewirkt, Zeck stand eine ganze Weile regelrecht unter schwerem Schock“
 
„Mal ehrlich Jan, wenn uns von lautem Sirengeheul die Ohren dröhnen, erstarren wir auch“
 
„Wahrscheinlich Tom, nur Zeck erschreckt sich bei allem was laut ist und er benimmt sich wie der größte Idiot
Normalerweise spioniert der Täter sein Objekt vorher aus, steigt dann ein wenn Keiner zuhause ist
Zeck ist so naiv, der denkt wenn er die Haustür aufbricht und sich ihm Niemand in den Weg stellt dann ist auch Keiner anwesend
Bei einem anderen Bruch z.B. schlich sich der Besitzer mit seinem Hund die Treppe hinunter, als er komische Geräusche hörte
Der musste nicht mal den Mund aufmachen, sein Hund bellte und Zeck knallte erschrocken zur Statute erstarrt in den Sessel
Damals Hundegebell, hier der Schrei von Frau Port, da fällt einem automatisch „Schreck-Zeck“ ein“
 
„Jan soll das heißen…..willst du damit sagen……“
 
Ina rief: „Bingo heißt das….ich schließe mich deiner Vermutung an, Jan
Mensch Tom, bist du blind. Du hast doch das Strafregister ausführlich gelesen
Die Parallelen zu dem Einbruch bei Fr. Port und „Schreck-Zeck“ sind offensichtlich
Unsere tapfere Seniorin kann nur Zeck, hat ganz sicher „den Zeck“ verjagt“
 
„Wenn deine Ahnung zutrifft Jan, spendiere ich dir eine Flasche teurersten Sekt“ erklärte Tom großzügig
 
„Über Jans Belohnung reden wir später…..Na los, braucht ihr eine Extraeinladung.
Vielleicht hat er ja den Schuh mit dem Bluttropfen noch an den Füßen
Statten wir dem Herrn sofort einen Besuch ab“ verließ Hajo schon das Büro, Ina und Tom folgten ihm schnell
 
 
 
 

„Hallo….Hallo….wer ist denn da
Hier ist der Anschluss von Maybach….melden Sie sich doch…
Hallo….ich höre Sie deutlich atmen……So sagen Sie doch etwas….Hallo…Ha….“
 
„Oma…brauchst nicht nachschauen, die Nr. war garantiert unterdrückt“ kam Benni aus seinem Zimmer
 
„Das klingt als ob du den Anrufer kennst, Benni….soll das heißen…würde ja bedeuten…..
Denken wir 2 gerade das Gleiche…..meinst du der Anruf kam von…von Le…Leni“
 
Benni nickte nur ganz fest
 
„Kam das schon oft vor, immer ohne sich zu melden…kein Wort…so…so anonym
Du weißt schon was ich meine, Junge“
 
„Jedenfalls ist die Nr. immer unterdrückt…nie fällt ein Tom…anonym wenn du so willst

Nur diesmal ist die Uhrzeit ungewöhnlich. Sonst ist Papa zuhause….er..
Er…er…Ich glaube, er spürt schon beim Telefonläuten wer anruft“
 
„Ja aber das zieht ihn doch völlig runter, regt ihn furchtbar auf
Er ist danach bestimmt in entsetzlicher  Verfassung, nicht wahr? Was sagt Jan den überhaupt zu den Anrufen?“
 
„Nichts…nichts sagt er, du kennst doch deinen Sohn
Papa schweigt und frisst alles in sich hinein, selbst wenn aus seinem Gesicht das pure Elend und die Verzweiflung schreit
Oma, wir beide wissen, dass Papa alles mit sich allein ausmacht, Niemanden belasten will
Wir würden gerne helfen, aber leider….leider können wir daran nichts ändern, Papa ist wie er ist
Bitte Oma, versuche auch du nicht ihn auszuquetschen, Brechstange, usw. ansetzen
Ich komme klar mit Papa, will nicht, dass er sich wegen deinem Drängen noch mehr verschließt“
 
„Junge ich hab´s kapiert. Keine Sorge, deine Oma ist ganz brav“
 
„Hoffentlich“ murmelte Benni und schlurfte in sein Zimmer zurück

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von chrissy am Mo 02 März 2015, 21:46

Hallo Walli,
 
will nur schnell mitteilen, dass ich alles eifrig verfolge. Deine Geschichte ist exquisit auf den emotionalen Jan geformt. Ich fiebere bei den Ermittlungen mit, bin aber auch oft zu Tränen gerührt.
Schöne Story, bitte mache weiter so
 
Ganz liebe Grüße von gespannter Leseratte  Chrissy

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Di 03 März 2015, 19:50

Danke dir Chrissy
Tja, dann schreibe ich mal weiter solange meine Fantasie-Ampel auf „Grün“ steht
LG   Walli
 
 
Tom stürmte ins Büro hinein, direkt zu Jan und stellte eine große Flasche mitten auf den Tisch
„Eine Flasche Sekt der edelsten und teuersten Marke, ich halte meine Versprechen
Jan das war einfach Spitze, bei der Verhaftung vom berühmten „Schreck-Zeck“ hättest du dabei sein müssen“
 
„Ihr seid wohl überzeugt, dass er der Täter ist, ich meine…reichen die Beweise zur Überführung?“
 
„Jan, Tom haut zwar ganz schön auf den Putz, aber ich kann dich beruhigen
Diesmal erschreckte er nicht wegen Seniorinnen, sondern vor der Polizei
Zeck konnte unseren schnellen Zugriff gar nicht begreifen, doch dann lief alles wie geschmiert
Das geklaute Geld lag auf dem Tisch, die Kette hatte er in der Hand und mit den Schuhen hat er sich selbst überführt, die Tat sofort zugegeben
Zeck sitzt schon im Verhörraum, das unterschriebene Geständnis ist nur noch Formsache“
 
„Tom, nimm dir ein Beispiel an Hajo, der redet sachlich, da weiß man was los ist, im Gegensatz zu deinem Jubel-Stammeln“
 
„Jetzt mach dich doch mal locker Jan….Freue dich einfach mal darüber, dass du gelobt wirst
Mensch, wie machst du das nur… einfach so nebenbei fängst du die Täter im Akkordtempo
Erst schlägst du in Frankreich zu und nun haben wir dank dir mit Zeck einen Verhaftungsrekord aufgestellt
Jan du bist genial, klasse….verrätst du mir deine superklugen Zaubertricks“
 
„Oh Mann Tom, jetzt krieg dich wieder ein….Zaubertricks….du quasselst puren Mist
Ich bin genauso wie Ina, du und alle anderen Kollegen nur Polizist, von Rekorderfolgen weit entfernt
In Frankreich stieß ich ganz zufällig auf unseren langgesuchten Flaschenmörder
Zeck hat auch nichts mit Zauberei zu tun, ich erinnerte mich halt nur….machte „Klick“
Mir fielen Udos Pointen ein, Bilder dazu liefen vor meinen Augen ab
Zeck Bilder….“Klick-Bild“…Momentaufnahme „Schreck-Zeck“ das könnte passen
„Super-Bulle“ so ein Quatsch fällt auch nur dir ein, Tom
SUPER….Super hätte gepasst, wenn der grausame Mörder von der Anlageberaterin Fr. Dohr….
Unser spitzenmäßiger Verwandlungskünstler..das Chamäleon.... „Prof., Dr., Dr…das selbsternannte Genie, Weltgrößte Kapazität, von uns zu Namenlos, H. Zins, unbekümmert rein spaziert wäre
„Klick“…Zauberei..Handschellen zugeschnappt…verhaftet…Täter gefasst….Fall geklärt
Dann hätte ich endlich mal wieder etwas Positives zu euren laufenden Ermittlungen beigetragen
Aber leider nur Wunschdenken. Du kannst aufhören mich in den Himmel zu heben“
 
„Mensch Jan, ich habe dich gelobt…nur ein ehrliches, angebrachtes Lob ausgesprochen
Wir sind froh Zeck so fix gefasst zu haben, da vermasselst du mir die Laune mit dem Schwerverbrecher
Tickst du nicht mehr richtig…komm wieder runter Jan…wir erwarten keine glorreichen Erfolge von dir
Für dich zählt außer der Ergreifung eines blutrünstigen Killers wohl gar nichts mehr
Freust dich nicht mal über ein wenig Anerkennung, Jan….das beweist deutlich deine schlechte Verfassung
Jan, du bist ganz schlecht drauf…..verständlich in deiner Lage und wir können dir nicht mal helfen
Glaub mir Jan, es ist bitter, zieht mich total runter, dass ich nichts für dich, für meinen Freund tun kann
Oh man, gleiche heule ich los….Nein, bloß nicht Kowalski…
Ich verflüchtige mich besser schnell ins Verhörzimmer zu Zeck“
 
 
 


Margot kam viel zu früh zur Kita um Dana abzuholen
Da ging ihr schon wieder Lenis Anruf durch den Sinn
„Entsetzlich, das stumme Telefonat liegt mir wie ein Fels im Magen und ich habe Niemanden zum„ausquatschen“. Mit Jan kann, darf und will ich darüber auch nicht reden….mein armer Junge - und Benni.!
An sein Schweigegebot halte ich mich natürlich -  ja und sonst…Nein, für Benni ist es schon schwer genug“
 
„Da ist ja mein Schätzchen“ breitete Margot nun für Dana die Arme aus und hob sie hoch
„Meine Kleine hat sicher schön gespielt und viel Spaß gehabt. Die Oma hatte leider keinen Spaß.
Aufregung, ganz schlimme Aufregung wegen Leni, deiner Mutter, wollte ich sagen….“ womit Margot  nun doch Jemanden zum ausquatschen gefunden hatte
 
Auch wenn Dana ihre Großmutter nur mit großen fragenden Augen ansah und ihr kleines Köpfchen gar nicht begreifen konnte was aus ihrem Mund kam
Margot plapperte hektisch weiter, quasselte und quasselte aufgeregt auf die Kleine ein:
 
„Ja, kleiner Spatz, deine Mami rief wirklich an. Keinen Mucks gab sie von sich, richtig unheimlich..br, br..
Doch ich hörte sie deutlich atmen – Atem, kennst du doch…Luft holen mit Mund, Nase und so
Stumm, ganz stumm blieb die Leni. Aber Benni, ja der Benni weiß Bescheid. Dein Bruder ist sich ganz sicher dass Mama am anderen Ende war
Kein Wort, sie sprach nicht ein einziges Wort….gab nicht mal einen leisen Ton von sich….
Ach, deine Mami macht aber auch Sachen….vielleicht Heimweh…
Musst keine Angst haben, Dana…..Mama hat dich nicht vergessen….sehnt sich bestimmt sehr nach dir
………….. Leni könnte doch ganz in der Nähe sein…??....oder….oder…vielleicht auch immer noch  ga.a.a.nz weit weg..??
Ich bin völlig durcheinander….Weißt du, deine Oma ist ja auch nicht mehr die Jüngste….
Nein, in meinem Alter dürfte man sich nicht mehr so aufregen. Ich hätte nie gedacht, dass Leni so rücksichtslos ist. Ihr Vater..Hajo, ja der hat wahrscheinlich Nerven wie Stahl, braucht er ja auch bei den bösen Halunken….Aber ich!!!....Solche Abenteuer sind wirklich nichts für mich das kannst du mir glauben, Dana
Ach, es ist alles so mysteriös…so kompliziert…aber keine Angst, Kleine…dein Papa
Weißt du, dein Papa hat die Mami sehr, sehr lieb, er sucht sie… Er sucht sie überall….
Sein Papa, deinen Opa. Ja den Opa Peter meine ich….der ist nicht so lieb, gar nicht lieb ist der
Zu deinem Papa nicht….was hat mein armer Jan unter seinem Vater gelitten….Ganz, ganz böse war der Opa zu deinem Papi, Dana ….War.? Peter behandelt Jan immer noch wie ein Sklaventreiber…und die Oma…..Niemals hätte der böse Opa mich gesucht…..
Aber dein Papa, Schätzchen… 
…….Jan würde bis ans Ende der Welt reisen…aber wie lange verkraftet mein Junge das noch?
Leni, Leni, Leni!!! Wie sehr muss Jan dir seine Liebe noch beweisen, er steht dir doch bei allem zur Seite
Alles trägt er mit dir gemeinsam..Leid…Sorgen…Krankheit, ja auch Krebs meine Liebe
Aber du hast keinen Krebs…diese verdammte Fehldiagnose…selbst wenn, Jan hätte dich nie aufgegeben
Einfach verschwinden…..ich verstehe dich nicht….Leni spürst du denn nicht wie dein Kind, wie Jan leidet?


Deine Kulleraugen Spätzchen…, du schaust mich so komisch an….Kleiner Schatz, ach ich bin so dumm….
Was die Oma da erzählt verstehst du ja noch gar nicht
Bald Kleines, bald wird bestimmt alles wieder gut, dann seid ihr wieder eine richtige Familie
Die Oma fühlt das, aber du musst dem Papi vertrauen, er sehnt sich doch genauso nach der Mami wie du
Gib dem Papi noch ein bisschen Zeit, Kleines….Irgendwann kommt er mit der Mami zur Tür herein“

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von sfan am Sa 07 März 2015, 21:16

Walli, ich bin etwas verwirrt. Auf der HP bringst du täglich News, doch bei deiner Story gab es am  3.3. die letzte Fortsetzung.
Krank bist du demnach zum Glück nicht
Na ja, füge mich in Geduld, das steigert die Spannung
LG   sfan

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von traudel am So 15 März 2015, 20:14

Walli, täglich wächst meine Verwunderung, dass du deine Story nicht fortsetzt
Haben Kritiker die Story zerrissen oder bist du sauer, im Schreib-Streik, wegen zu wenig Lesern?
Pardon Walli, für meine herben Worte, lerne es wohl nie mich gut auszudrücken
Mir jedenfalls gefällt deine Geschichte, wäre schade wenn du aufhörst
 
Es grüßt Traudel

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Fr 20 März 2015, 23:10

Schnell eine Kurzinfo – Hier geht es bald weiter. Dann erkläre ich auch den Grund der langen Pause
Sorry!!!    Liebe Grüße   Walli

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Admin am Sa 18 Apr 2015, 23:34

Sorry, sorry, sorry, 1000 x sorry dass hier totale Funkstille herrscht
Ich bedanke mich aber für die Nachfragen. sfan krank bin ich nicht und zum Glück verschonte mich auch bisher die Grippewelle
Nein Traudel, Kritiker haben die Story nicht zerrissen, bzw. wegen zu wenig Lesern würde ich bestimmt nicht in Streik treten. Ich baue auf eure Offenheit. Wenn ihr meint die Story sei „Käse“ lasst es mich wissen. Dann trete ich sofort auf die Bremse, mute euch den Mist nicht länger zu
Doch meine lange Pause ist leider beruflich bedingt.Ganz plötzlich gab die Geschäftsleitung die Order die Firma völlig umzustrukturieren. Seit dem ist der Teufel los, die gesamte Belegschaft total im Stress, Überstunden, Wochenende, Ostern. Wir schleifen alle ziemlich auf dem Zahnfleisch, die Arbeit verfolgt uns bis in den Schlaf. Es sollte längst alles fertig sein. Doch dann gab es in der Testphase schon Probleme und alles ging zurück auf Anfang. Die ständig neuen Ideen der Chefs ziehen alles zusätzlich in die Länge, manchmal glauben wir nie fertig zu werden. So wenig uns das auch „schmeckt“ aber letztendlich hat nun mal die Hierarchie das Sagen
Aus den genannten Gründen kann ich meine Fan-Story leider, leider immer noch nicht weiterschreiben. Viel Text für eine negative Mitteilung, bleibt mir verborgen ob ihr dafür Verständnis habt....? Doch nach dem abrupten Abbruch schuldete ich euch endlich eine Erklärung
Bei der HP, News, usw. ändert sich aber nichts. Das lasse ich mir trotz aller Neu-Struktur nicht nehmen. Geschichte schreiben ist für mich persönlich eine andere Materie. Z. Zt. bin ich dafür zu oft beruflich unterwegs, bzw. muss Neues „pauken“. Bei der Masse „Firmenhummeln“ die in meinem Kopf surren, fällt es mir schwer mich auf die Fan-Story zu konzentrieren, hochgradigen Quatsch will ich nicht abliefern. Ich schreibe die Story auf jeden Fall zu Ende, nur wann..?, lässt sich beim besten Willen momentan nicht absehen
Mir ist das Alles sehr unangenehm, peinlich, beginnen und dann lange pausieren ist sonst nicht meine Art
Vielleicht ein schlechtes Omen....?...Negatives Zeichen....?...Zu protzig auf der eigenen HP die Fanstory-Kategorie zu eröffnen...?
Bei Bines HP ist mir das nie passiert, da konnte ich alle Geschichten ohne große Unterbrechungen regelmäßig beenden.
Nun bleibt mir nur auf euer Verständnis zu hoffen. Unter den mickrigen Umständen würde es mich nicht wundern, wenn ihr zu gegebener Zeit an der Fortsetzung nicht mehr interessiert seid
Ich melde mich wieder wenn es soweit ist.
Momentan kann ich leider nur sagen......Bis dann!!!
Nichts für ungut.....Euch Allen inzwischen alles Gute


Viele liebe Grüße übermittelt euch    Walli !

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von traudel am Mo 20 Apr 2015, 18:45

Ich bedauere meine Streik-Unterstellung, Walli. Betriebsumstellung muss wie Schufterei fürs Abi sein. Drücke dir die Daumen das es bald vorbei ist.


Viele Grüße Traudel

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von chrissy am Fr 24 Apr 2015, 19:55

Oh Walli, was für ein Stress, ich bedauere dich sehr. Dabei war ich auf die Fortsetzung deiner Story mächtig gespannt, doch berufliches steht natürlich über allem Anderen. Lass dich nur nicht zerfleischen. Deine treuen Leser harren der Dinge. Wir wissen ja von Bines HP, dass du immer fleißig alle Geschichten fertig schreibst. Kopf hoch, selbst der schlimmste Trubel geht mal vorbei



Ich wünsche dir alles Gute und sende viele liebe Grüße    Chrissy

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

Beitrag von Nathy am Mo 20 Jun 2016, 22:46

Hallo
Ich fand die Story bis jetzt echt spannend. Komme zwar nicht ganz mit aber ich blicke jetzt langsam durch :-) Ich hoffe das es bald weiter geht denn es sind ja schon 3 Mon. vergangen. So eine Story könnte ich auch mal schreiben. Fantasie hätte ich genug nur die Zeit... :-(  Vor lauter lesen habe ich total vergessen mein Abendessen warm zu machen :-( Nur ich hätte es besser gefunden wenn die kleine nicht Dana heißt sondern wie in echt Lotte. Aber Leni ist da von ihrer Art nicht wieder zuerkennen. Etwas zu brav ;-). Wünsche euch noch einen schönen Abend.
LG

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Re: Endloser Spagat zwischen Mörder- und Glücksuche

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